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Überwinde deine Hoffnungslosigkeit (1)

Empfindest du deine Situation als hoffnungslos? So haben sich die Juden in der babylonischen Gefangenschaft auch gefühlt. Gott schickte damals den Propheten Jeremia, um ihnen eine ermutigende Botschaft weiterzugeben – eine Botschaft, die heute auch für dich gilt! Bayless Conley zeigt dir, warum du dich auf die Zukunft freuen kannst, die Gott für dich hat.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Hallo! Schön, dass Sie dabei sind! Wir haben sehr schwierige Tage hinter uns, eine sehr Not volle Zeit. Ich habe mit vielen Menschen gesprochen, die offenbar in eine tiefe Depression verfallen sind. Manche meinen, die Lage ist so schlimm, dass die Welt untergeht. Über einigen Menschen, sogar über ganzen Städten, liegt irgendwie ein Geist der Hoffnungslosigkeit. Und heute soll es darum gehen, Hoffnungslosigkeit zu überwinden.

 

Heute melden wir uns von der Küste Südkaliforniens. Da unser neues Fernsehstudio noch im Bau ist, verlegen wir die Dreharbeiten nach draußen und bringen eine frische Brise des pazifischen Ozeans zu Ihnen nach Hause. Und hier ist Bayless.

 

Einer der ermutigendsten Verse in der ganzen Bibel ist für mich im Buch Jeremia zu finden. Gottes Volk ist in Babylon in Gefangenschaft, und Jeremia sagt ihnen durch den Heiligen Geist etwas, das für sie und auch für uns von praktischer Bedeutung ist. In Jeremia 29,11 spricht Gott und sagt:

„Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.“

 

Liebe Freunde, die gleichen Gedanken hat Gott über Sie. Nicht Böses, sondern Gedanken des Friedens. Und er will Ihnen Zukunft und Hoffnung geben.

 

Einige Kapitel später, in Jeremia 31,16 und 17, heißt es:

 

„So spricht der Herr: Halte deine Stimme zurück vom Weinen und deine Augen von Tränen! Denn es gibt Lohn für deine Mühe, spricht der Herr: Sie werden aus dem Land des Feindes zurückkehren;

und Hoffnung ist da für deine Nachkommenschaft, spricht der Herr, und deine Kinder werden in ihr Gebiet zurückkehren.“

 

Es gibt Hoffnung für die Zukunft.

 

Und ich habe den starken Eindruck, dass ich Ihnen das heute weitergeben soll: Es gibt Hoffnung für Ihre Zukunft. Die Lage mag düster aussehen. Sie mag in der Region der Welt, wo Sie leben, düster aussehen. Sie mag in Ihrem Landkreis oder Ihrer Stadt oder in Ihrem persönlichen Leben düster aussehen. Vielleicht scheint es, als ob die Wolken der Hoffnungslosigkeit einfach über Ihr Leben gekommen sind und alles überschatten, was gut und positiv ist.

Liebe Freunde, Gott hat Gedanken des Friedens und nicht der Zerstörung. Gott hat Gedanken des Friedens und der Hoffnung über Sie. Er hat Hoffnung für Ihre Zukunft. Und so sehr diese Worte dem Volk Israel zu Jeremias Zeiten galten, so gelten sie auch für heute. Wenn Ihre Kinder oder irgendjemand sonst sich in Feindesland befindet, hat Gott doch eine Zukunft und Hoffnung – einen Plan für Sie.

 

Ich möchte einige ganz einfache Gedanken weitergeben, die Ihnen helfen können, die Hoffnungslosigkeit zu überwinden. Erstens müssen wir erkennen, dass die Hoffnung aus dem Hören kommt, genau wie der Glaube. In der Bibel heißt es: „Der Glaube kommt aus dem Hören und das Hören aus dem Wort Gottes.“ Doch liebe Freunde, die Hoffnung kommt auf dem gleichen Weg. Der Teufel würde Sie gern isolieren, sodass Sie nicht die Geschichten anderer Menschen darüber hören können, was Gott in ihrem Leben tut und wie er sie durchgebracht hat. Denn in Wahrheit gibt es andere Menschen, die mit den gleichen Problemen zu tun haben wie Sie und ich. Und Gott hat sie treu hindurchgebracht. Diese Geschichten müssen wir hören, statt uns in unserem Denken oder auch physisch zu isolieren.

Der Teufel ist gemein. Er liebt es, Menschen zu isolieren und ihnen den Gedanken in den Kopf zu setzen: „Für dich wird sich nie etwas ändern. Es gibt keine Hoffnung und keinen Ausweg für dich.“ In manchen Fällen überredet er Menschen sogar, sich das Leben zu nehmen. Doch wenn wir hören, was Gott tut, was er versprochen hat und dass er im Leben anderer treu gewesen ist, hilft uns das, die Lüge der Hoffnungslosigkeit zu überwinden. Wenn wir die Geschichte anderer hören, kommt oft unsere eigene Befreiung in Gang.

Ich bin mit der wunderbarsten aller Frauen verheiratet, seit knapp 40 Jahren. Ich bin ein Stadtjunge hier aus Südkalifornien. Ich habe ein Mädchen von einer Farm im Mittleren Westen der USA geheiratet. Sie wurde gut ländlich erzogen, hat harte Arbeit und Dankbarkeit gelernt. Aber später im Leben, ungefähr zu der Zeit, als wir uns kennenlernten, war sie in eine tiefe Depression gerutscht. Wir beide lebten damals in Oklahoma und ich hatte keine Ahnung, wie es ihr ging. Für sie war alles negativ. Ein ganzes Jahr lebte sie unter dieser dunklen Depressionswolke und dachte: „Kann ich je glücklich sein?“ Gelegentlich dachte sie sogar: „Warum bin ich überhaupt hier? Was soll mein Leben überhaupt? Die anderen und ich wären besser dran, wenn ich tot wäre.“

Sie wohnte damals mit zwei Mitbewohnerinnen in einem Haus zur Miete. Und es wurde so schlimm, dass ihre Mitbewohnerinnen zu ihr sagten: „Du musst ausziehen. Du bist so depressiv, so am Boden, dass es auf uns abfärbt. Wir leiden darunter.“ Es ist schlimm, wenn die Mitbewohner sagen: „Du bist so depressiv, du musst ausziehen. Du verdüsterst uns hier die Atmosphäre.“ Aber so schlimm war es bei Janet.

Dann lud jemand sie zu einem Gottesdienst ein. Ich weiß nicht mal, wer die Predigt hielt, aber irgendwie brach in ihrem Verständnis Gottes Treue zu ihr durch. In diesem Gottesdienst gab es für Janet einen Wendepunkt. Sie begriff: „Wenn Gott diese Dinge für andere Menschen tun kann, kann er sie auch für mich tun. Er liebt mich genauso sehr wie alle anderen.“ Und die Fesseln der Depression fielen von meiner Frau ab.

Ich erzähle Ihnen das, weil Janet selbst offen darüber spricht. Es erstaunt mich, wie viele Menschen zu ihr kommen und sagen: „Du hast keine Ahnung, wie sehr es mir geholfen hat, deine Geschichte zu hören. Ich kämpfe auch mit Depressionen. Aber zu wissen, dass du es geschafft hast – ja, dann kann ich es auch schaffen.“

 

Vor einiger Zeit erzählte ein Ehepaar in unserer Gemeinde von ihrer Ehe und generell darüber, eine glückliche Ehe zu haben. Sie waren sehr offen. Das erste Jahr ihrer Ehe war die Hölle auf Erden. Es war schlimm. Ich kannte die beiden persönlich und kann bezeugen, dass es schlimm war. Aber sie haben die Krise bewältigt. Gott hat ihnen geholfen. Heute sind sie ebenfalls seit 40 Jahren verheiratet. Sie haben eine solide Ehe, und ihre Geschichte hat andere ermutigt, die gerade Schwierigkeiten in ihrer Ehe hatten. Menschen, die gesagt haben: „Ich werfe das Handtuch. Ich kann nicht mehr mit ihm, mit ihr zusammenleben.“ Aber wenn solche Menschen von Gottes Treue hören, beginnt Gott, die Dinge bei ihnen von innen nach außen zu verändern.

Wenn Sie mich auch nur ein wenig kennen, wissen Sie, dass ich sehr offen über meine Vergangenheit spreche. Ich hatte schwere Probleme mit Drogen und Alkohol. In meinem Kopf war viel Lärm, und ich war auf der Suche nach der Wahrheit, aber immer am falschen Ort. Dann erzählte mir ein Junge in einem Park von Jesus. Ich landete in einer kleinen Missionskirche, wo ich mein Leben Jesus anvertraute. Christen beteten für mich, und von einem Moment auf den anderen fielen jahrelange Abhängigkeiten von mir ab. Seit damals, seit mehr als 45 Jahren, war nie wieder eine illegale Droge in meinem Körper. Manche meiner Freunde staunten über meine Veränderung. Es ist mir wichtig, darüber zu sprechen, wie Gott mir geholfen hat, weil es andere ermutigt. Ich möchte Ihnen sagen: Es gibt Hilfe für Sie.

 

Ich erinnere mich an einen Mann in unserer Kirche. Damals war er der Zauberkünstler Nr. 1 in den USA und ziemlich berühmt. Doch er war seit vielen Jahren drogenabhängig. Später erzählte er mir, wie schlimm es bei ihm gewesen war; er war im Grunde jahrelang nicht clean oder nüchtern gewesen. Selbst während seiner Shows war er wohl meistens high oder betrunken. Und er saß in unserer Gemeinde und hörte, wie ich meine Geschichte erzählte. Da dämmerte es ihm, wie er mir später erzählte: „Ich dachte mir, wenn das für Bayless so gehen konnte, kann es auch für mich so gehen. Wenn Gott ihm helfen konnte, kann er auch mir helfen.“ Und die Sucht, die sein Leben in ihren Fängen hatte und buchstäblich das Leben aus ihm herauspresste, wurde durchbrochen und er wurde frei. Und danach begann eine wunderbare Geschichte.

Wir müssen also die Geschichten anderer Menschen hören, aber vor allem müssen wir die Geschichten von Menschen in der Bibel lesen. Wir müssen Gottes Verheißungen lesen, denn der Glaube kommt aus dem Hören von Gottes Wort. Römer 15,4:

 

„Denn alles, was früher geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schriften die Hoffnung haben.“

 

Die Hoffnung kommt durch Gottes Wort zu uns.

 

Denken Sie an Abraham. Er war 100 Jahre alt und seine Frau Sarah 90. Eine Bibelübertragung schreibt: „Er stand mit einem Bein im Grab.“ Es gab keine Hoffnung, dass sie Kinder bekommen könnten. Sarah war unfruchtbar. Und doch sagte Gott: „Ihr werdet Kinder bekommen.“ Gott änderte sogar ihre Namen. Aus Abram, was „hoher Vater“ oder „Höhe“ bedeutet, wurde Abraham, „Vater einer Menge“. Stellen Sie sich vor: Sie sind ein alter Mann und Ihre Frau hat nie ein Kind bekommen. Sie ist unfruchtbar. Und Gott sagt zu Ihnen: „Du wirst der Vater vieler Menschen sein. Kannst du die Sterne zählen? So viele Nachkommen wirst du haben.“ Und Gott rief Dinge, die noch nicht waren, als wären sie da. Das steht so in Römer 4,17-18:

 

„Wie geschrieben steht: ‚Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt‘ –, vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre; der gegen Hoffnung …“

 

(Damit ist Abraham gemeint.)

„… der gegen Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt hat, damit er ein Vater vieler Nationen wurde, nach dem, was gesagt ist: ‚So soll deine Nachkommenschaft sein.‘“

 

„… der gegen Hoffnung“ – das heißt, nach menschlicher Hoffnung war es hoffnungslos. Keine Chance. Daraus wird nichts. Ein alter Mann mit einem Fuß im Grab. Die Ehefrau ist 90. Doch gegen menschliche Hoffnung, die ausgelöscht war, glaubte er auf Hoffnung hin. Er glaubte mit einer übernatürlichen Hoffnung. Es heißt: „nach dem, was gesagt ist“. Eine Übersetzung schreibt: „genau, wie Gott es versprochen hatte“. Abraham hatte Hoffnung und setzte sein Vertrauen auf das, was Gott gesagt hatte. Wenn Sie Römer 4 durchlesen, spricht es immer wieder von dieser Verheißung: Vers 13. Vers 16. Vers 18. Vers 20. Vers 21. Abrahams Hoffnung war in Gottes Verheißung verankert.

 

Lernen Sie Ihre Bibel zu lieben. Gehen Sie raus und versuchen Sie, sich die Geschichten anderer Menschen anzuhören. Stellen Sie Fragen. Lesen Sie ein Buch. Menschen schreiben ihre Geschichten von Gottes Treue in Büchern auf. Hören Sie sich einen Podcast an. Und vor allem lesen Sie Gottes Wort. Tauchen Sie in Gottes Verheißungen ein. Sie werden Hoffnung in Ihr Herz bringen. Sie werden die Lüge der Hoffnungslosigkeit überwinden. Ich sage Ihnen: Sie haben eine Zukunft. Sie haben eine Hoffnung. Gott liebt Sie, und er will Ihnen helfen.

Wenn Sie Hoffnungslosigkeit in Ihrem Leben überwinden wollen, ist es zweitens wichtig zu erkennen, dass es Möglichkeiten gibt. Auch wenn es nicht danach aussieht, gibt es im Allgemeinen immer eine Möglichkeit, durch die Belastung und Hoffnungslosigkeit, die momentan auf Ihnen liegt, hindurch-, aus ihr heraus-, über sie hinweg- und unter ihr hindurchkommen und sie loszuwerden.

 

Ich erinnere mich an eine ältere Geschichte, die ich gelesen habe. Eine Frau fragte ihre fünfjährige Tochter: „Was willst du einmal werden?“ Die Kleine antwortete: „Ich will Krankenschwester werden.“ Die Gesellschaft damals war ziemlich männerlastig, und das war die höchste berufliche Aufstiegsmöglichkeit für eine Frau. Die Besten der besten Frauen konnten Krankenschwester werden.

Und die Mutter sagte zu ihrer kleinen Tochter: „Dass du Krankenschwester werden willst, ist gut. Aber weißt du, dass du alles werden kannst?“ Die Kleine fragte: „Wirklich, Mama? Alles?“ – „Ja“, sagte die Mutter. „Du kannst Rechtsanwältin, Ärztin oder Präsidentin der Vereinigten Staaten werden. Alles, was du willst.“ Ihre kleine Tochter dachte gründlich darüber nach und sagte: „Wirklich alles, was ich will?“ – „Ja, alles.“ – „Dann“, sagte die Kleine, „will ich ein Pferd werden.“ Das war jetzt nicht gerade das, woran die Mutter gedacht hatte.

Aber die Wahrheit ist: Wir haben Möglichkeiten. Manchmal fühlen wir uns komplett gefangen in unserer Situation und meinen, es gäbe keine anderen Optionen. Keinen Ausweg. Keine Entscheidungsmöglichkeiten. Aber in Wahrheit gibt es eine Handlungsoption, die wir erkennen und der wir nachgehen sollten.

Sobald wir erkennen und glauben, dass wir Möglichkeiten haben, durchbricht das die Gefangenschaft der Hoffnungslosigkeit. Ich möchte Ihnen einen Bibeltext vorlesen, der etwas länger ist. Hören Sie gut zu, denn es ist schon an sich eine erstaunliche Geschichte. Und in ihr enthalten ist ein großartiges Prinzip, das wir erkennen sollten.

Der Zusammenhang ist folgender: In der Stadt Samaria hatte es eine große Hungersnot gegeben. Der syrische König und sein Heer hatten die Stadt umstellt. Seit langer Zeit gab es nichts zu essen mehr. Es war so schlimm, dass sogar Kannibalismus ausbrach. Manche Mütter aßen ihre eigen Kinder. Es wurde so schlimm, dass selbst ein Eselskopf ein Vermögen kostete – wenn man ihn finden konnte und jemand ihn verkaufen wollte. Selbst Taubendreck als Brennstoff, um den Esel zu kochen, kostete ein Vermögen, und niemand konnte es sich leisten. Aber inmitten dieser Situation geschah etwas. In 2. Könige 7,1 heißt es:

 

„Da sagte Elisa …“

 

(Inmitten dieser Hungersnot, dieser entsetzlichen Umstände, sagte er …)

 

„Hört das Wort des Herrn! So spricht der Herr: Morgen um diese Zeit wird ein Maß Weizengrieß für einen Schekel ⟨verkauft werden⟩ und zwei Maß Gerste für einen Schekel im Tor von Samaria.“

Das war eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Es gab keinerlei Nahrungsmittel. Menschen aßen ihre eigenen Familienmitglieder, so schlimm war es und so verzweifelt waren die Menschen. Und Gott lässt durch Elisa sagen: Morgen werdet ihr ein Maß Mehl oder Gerste für wenige Münzen kaufen können. Das schien absolut unmöglich, doch Gott hatte es gesagt. Und dann kommen wir zu Vers 3. Und im Zusammenhang damit entfaltet sich eine erstaunliche Geschichte. Ab Vers 3 lesen wir:

 

„Nun waren da vier aussätzige Männer am Eingang des Tores, die sagten einer zum anderen: Was sollen wir hierbleiben, bis wir sterben? Wenn wir sagen: Lasst uns in die Stadt gehen – in der Stadt herrscht ja die Hungersnot –, dann werden wir dort sterben. Wenn wir aber hierbleiben, werden wir auch sterben. So kommt nun und lasst uns ins Heerlager Arams überlaufen! Wenn sie uns am Leben lassen, dann leben wir, und wenn sie uns töten, dann sterben wir. So machten sie sich in der Abenddämmerung auf, um ins Heerlager Arams zu kommen. Und sie kamen an den Rand des Heerlagers von Aram, und siehe, da war kein Mensch.

Denn der Herr hatte das Heerlager Arams ein Getöse von Wagen und ein Getöse von Pferden hören lassen, das Getöse einer großen Heeresmacht. Da hatten sie einer zum andern gesagt: Siehe, der König von Israel hat die Könige der Hetiter und die Könige von Ägypten gegen uns angeworben, dass sie über uns kommen sollen. So hatten sie sich aufgemacht und waren in der Abenddämmerung geflohen. Sie hatten ihre Zelte und ihre Pferde und ihre Esel zurückgelassen, das ganze Heerlager, so wie es war, und waren um ihr Leben geflohen.

Als nun jene Aussätzigen an den Rand des Heerlagers kamen, gingen sie in eines der Zelte und aßen und tranken. Und sie nahmen Silber und Gold und Kleider von dort mit und gingen hin und versteckten es. Dann kehrten sie zurück und gingen in ein anderes Zelt; und sie nahmen auch von dort etwas mit, gingen hin und versteckten es.

Dann sagten sie einer zum andern: Wir tun nicht recht. Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft. Schweigen wir aber und warten, bis der Morgen hell wird, so wird uns Schuld treffen. Und nun kommt und lasst uns hineingehen und es im Haus des Königs berichten!“

 

Für diese Männer sah es aus, als hätten sie keine Möglichkeiten mehr: „Wenn wir in die Stadt gehen, sterben wir. Wenn wir hier bleiben, sterben wir. Wenn wir zu den Syrern gehen, werden sie uns wahrscheinlich töten. Wir werden sterben. Hier werden wir sterben. Dort werden wir auch sterben. Wir haben keine Wahl.“ Aber das Interessante ist: Obwohl sie es nicht wussten, hatte Gott bereits gesprochen. Ich glaube, Gott hatte es diesen Männern ans Herz gelegt, ins Lager der Syrer zu gehen. Sie hatten eine Möglichkeit, und als sie sie nutzten, änderte sich dadurch alles. Nicht nur für sie, sondern auch für andere.

Liebe Freunde, Sie müssen wissen: Auch wenn es Ihnen nicht bewusst ist, hat der Herr bereits sein Wort über Ihre Situation gesprochen. Er hat bereits etwas gesagt, nämlich: „Mein Gott wird euch aus seinem herrlichen Reichtum alles geben, was ihr braucht.“ Er hat bereits gesagt: „Durch Jesu Wunden seid ihr geheilt.“ Er hat bereits gesagt: „Die Strafe, die notwendig ist, damit ihr Frieden haben könnt, liegt auf Jesus.“ Er hat bereits gesagt: „Der Frieden deiner Kinder wird groß sein.“ Er hat bereits gesagt: „Ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Er hat bereits gesagt: „Wenn der Heilige Geist kommt, wird er euch in alle Wahrheit leiten und euch zeigen, was kommen wird.“

Das Wort Gottes ist bereits gesprochen. Was Sie tun müssen ist zu handeln. Sitzen Sie nicht herum, bis Sie sterben. Sie haben Möglichkeiten. Sie können sich entscheiden. Es geht letztlich um Glauben. Was ist der Glaubensschritt, zu dem Gott Sie gerade führt? Und hören Sie – es gibt etwas, das Sie jetzt in Ihrer Situation tun können. Es mag hoffnungslos aussehen. Vielleicht denken Sie, dass Sie keine Möglichkeiten haben. Doch die haben Sie. Und wenn Sie auf Gott hören, gibt er Ihnen Schritte, die Sie gehen können.

 

In Hebräer 11 lesen wir, dass Abel aus Glauben gab, Noah sich aus Glauben vorbereitete, Abraham aus Glauben gehorsam war und sein Heimatland verließ und Mose sich aus Glauben weigerte. Jeder von ihnen drückte seinen Glauben unterschiedlich aus, doch immer durch Handeln. Hebräer 11,1 sagt uns: „Der Glaube aber ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft.“ Und Glaube ist eine Tat.

Ich erinnere mich an eine große Wirtschaftskrise. Verschiedene Wirtschaftsbereiche waren zusammengebrochen. Menschen in bestimmten Branchen waren betroffen und demzufolge auch Kirchen. Menschen im geistlichen Dienst waren betroffen, denn wenn die Christen nun keine Arbeit mehr hatten, konnten sie nicht mehr geben wie zuvor. Und der geistliche Dienst wird durch die Großzügigkeit von Menschen unterstützt. Ehrlich gesagt wird Gottes Reich häufig auf dem ‚Scherflein der Witwe‘ gebaut. Und wenn viele mitmachen, hilft sogar das ganz Wenige, damit das Reich Gottes wächst. – Von der Krise waren viele christliche Organisationen und Kirchen im ganzen Land betroffen.

Und ich weiß noch, was ein Prediger erzählte, dessen Region und Gemeinde besonders hart von dem wirtschaftlichen Abschwung betroffen war. Er ging in sein Gebetszimmer und sagte: „Gott, zeig mir, was ich tun soll, denn es sieht so aus, als müssen wir viele Mitarbeiter entlassen. Das will ich nicht. Sie und ihre Familien sind abhängig von dem Einkommen, das sie durch uns haben. Ich will auch nicht an unserer Arbeit kürzen, denn dein kostbares Evangelium muss den Völkern der Welt verkündigt werden. Es gibt jede Menge Menschen, die die Rettung durch Jesus brauchen, die Probleme haben und die Gute Nachricht hören müssen. Gott, gib mir eine Möglichkeit zu handeln. Zeig mir, was ich tun soll.“

Einen ganzen Tag verbrachte er in seinem Gebetszimmer, betete, suchte Gott und las das Buch der Sprüche. Plötzlich fiel ihm ein Bibelvers ins Auge: „Wer dem Armen hilft, leiht dem Herrn – und er wird ihm zurückgeben, was er Gutes getan hat!“ Auch andere Bibelstellen über die Hilfe für arme Menschen wurden ihm wichtig. Da wurde ihm bewusst, dass seine Organisation das noch nie getan hatte. Er kam aus seinem Gebetszimmer und rief den Vorstand zusammen. Die Frage war: „Was sollen wir tun? Sollen wir 50 Mitarbeiter entlassen? Sollen wir diesen oder jenen Arbeitszweig aufgeben?“ Und der Pastor sagte: „Nein, wir entlassen niemanden und geben auch keine Arbeitszweige auf. Wir werden noch mehr verschenken. Wir werden anfangen, den Armen zu helfen. Das haben wir noch nie getan, und Gott hat in diesem Punkt zu mir gesprochen.“

Also nahmen sie von den wenigen Mitteln, die sie hatten, einen großen Teil und begannen, den Armen zu helfen. Und binnen weniger Tage öffneten sich die Schleusen und aus unerwarteten Quellen und auf unerwarteten Wegen kamen Spenden herein. Gott wendete ihre Situation vollständig.

 

Ich möchte Ihnen einfach sagen: Es gibt etwas zu tun, das Gott Ihnen zeigen wird. Ich weiß nicht, was es ist, doch er wird mit Ihnen sprechen und Sie leiten, wenn Sie auf ihn hören.

Vielleicht erleben Sie eine schwierige Phase in Ihrer Ehe. Vielleicht haben Sie ein körperliches Leiden oder kämpfen mit Depressionen. Vielleicht wissen Sie nicht, was sie noch mit Ihren Kindern tun sollen: Ihre Kinder sind ganz abgedreht und haben eine Einstellung entwickelt, die Sie für unmoralisch und verrückt, falsch und zerstörerisch halten. Und Sie wissen nicht mehr, was Sie tun sollen. Hören Sie: Gott wird Ihnen Weisheit schenken. Im Jakobusbrief heißt es, wem Weisheit fehlt, der soll Gott darum bitten, und Gott wird sie reichlich schenken ohne zu tadeln. Gott wird Ihnen zeigen, was Sie tun sollen. Sie haben Möglichkeiten. Wenn Sie das begreifen, hilft das, die Fesseln der Hoffnungslosigkeit zu sprengen.

 

Mein Großvater hatte viele witzige Sprüche auf Lager, und zu mir sagte er oft: „In einem runden Haus kann dich keiner in die Ecke drängen!“ Wissen Sie was? Gott hat ein rundes Haus für Sie! Vielleicht fühlen Sie sich in die Ecke gedrängt und ohne Ausweg, doch das stimmt nicht. Gott hat einen Weg für sie, den Sie gehen können, und er will Ihnen helfen. Ja, diese Worte kommen aus meinem Mund – aber ich glaube, der Heilige Geist will Sie auch ansprechen. Es gibt eine Zukunft und Hoffnung für Sie. Geben Sie nicht auf.

Ich bin froh, dass Sie sich Zeit genommen haben, mir zuzuhören. Wenn ich bei Ihnen im Wohnzimmer oder der Küche sitzen und eine Tasse Tee mit Ihnen trinken und mich mit Ihnen unterhalten könnte, würde ich genau das sagen, was ich in dieser Predigt gesagt habe. Ich bete dafür, dass Gott Sie segnet und dass Sie anfangen, das in die Tat umzusetzen, was ich gesagt habe. Es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Er liebt Sie. Sie sind ihm wichtig. Er wird Sie nicht im Stich lassen.

 

Ich möchte allen danken, die unsere Arbeit unterstützen. Es gibt Menschen, die für uns beten und regelmäßig spenden, damit wir diese Predigten buchstäblich in die ganze Welt bringen können. Wir übersetzen sie in verschiedene Sprachen, damit die Menschen Hoffnung in Jesus und in Gottes Wort finden können. Danke allen, die uns unterstützen. Ohne Sie könnten wir unsere Arbeit nicht tun. Ich bete, dass Gott Ihnen immer seine Fülle und sein Bestes schenkt. Bis zum nächsten Mal!

8 comments on “Überwinde deine Hoffnungslosigkeit (1)”

  1. Eine tolle Predigt. Ich brauch viel Hoffnung und das schon seit 17 Jahren mein Sohn ist so abgetrifftet alles was man sich nur denken kann

  2. Danke Lieber Bayless, wieder mal , für diese Predigt ! Ja die Hoffnungslosigkeit packt mich immer wieder einmal. Die Predigt und Gottes Wort haben mich gestärkt und mir Mut gegeben weiter zu vertrauen. Danke Jesus Danke Bayless

  3. Danke für die schönen Predigten.
    Danke für eure Arbeit.
    Wir alle brauchen viel Hoffnung.
    Ich schaue fast jeden Tag die Predigten, damit auch ich anderen Hoffnung geben kann.
    Einen schönen Tag wünsche ich euch.
    Liebe Grüße Ines

    1. Liebe Ines,

      ach wie toll! Uns freut es, dass du den Segen den du empfängst auch an andere weiter gibst 😉

      Liebe Grüße, dein Bayless Conley Team

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