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Engel – Gottes unsichtbare Helfer im Alltag (1)

Immer mehr Menschen glauben an Engel – als Glücksbringer oder Beschützer. Vor allem viele Christen sind daher skeptisch, wenn es um dieses Thema geht. Alles nur esoterisch? Nein, denn auch die Bibel berichtet uns von Engeln, insgesamt an fast 300 Stellen.

Bayless Conley erklärt dir, wer die Engel wirklich sind, was sie tun und wie sie in unserem Leben handeln. Erfahre, was die Bibel über den Dienst der Engel berichtet und wie Gott dir seine Hilfe durch Engel in deinem Alltag schenken möchte.

Dies ist der erste Teil der Predigtreihe.
Teil 2
Teil 3

Wenn heute jemand behauptet, er habe einen Engel gesehen, denken die meisten Leute, er sei verrückt oder würde lügen. Selbst viele Christen haben diese Haltung. Sie glauben es nicht. Doch in der Bibel stoßen wir vom ersten Buch der Bibel bis zur Offenbarung immer wieder auf Engel. Im gesamten Dienst von Jesus und während der Zeit der ersten Kirche tauchen immer wieder Engel auf, die ihren Dienst tun. Engel werden in der Bibel fast 300 Mal erwähnt. Die meisten Stellen finden wir im Neuen Testament.

Ohne Engel hätten wir nicht einmal eine Bibel. In Apostelgeschichte 7,53 steht, dass das Gesetz durch die Anordnung von Engeln empfangen wurde.

Ohne den Dienst der Engel hätten wir auch keinen Retter. An der Geburt von Jesus waren Engel beteiligt. Lesen Sie es nach. Engel beschützten Jesus als kleinen Jungen vor König Herodes. In der Wüste wurde Jesus von Engeln versorgt, die ihm dienten. Ohne die Hilfe der Engel hätte Jesus es nicht bis zum Kreuz geschafft, denn als er im Garten Gethsemane voller Qualen betete, heißt es in der Bibel, kam ein Engel und stärkte ihn.

Der Dienst der Engel ist wirklich wichtig. Und in der Apostelgeschichte war die Existenz von Engeln eine anerkannte Tatsache. Man glaubte an den Dienst der Engel und niemand war vollkommen überrascht, wenn ein Engel auftauchte. In Apostelgeschichte 10 gibt es eine Geschichte über einen römischen Soldaten namens Kornelius, dem beim Beten ein Engel erschien, der zu ihm sagte: „Lass Petrus holen. Er wohnt bei einem Gerber namens Simon am Meer. Er wird dir die Worte sagen, durch die du und dein Haus gerettet werden.“ Petrus ging tatsächlich zu ihm und Kornelius sagte: „Mir ist ein Engel erschienen und das und das ist passiert.“ Also predigte Petrus und der ganze Haushalt wurde gerettet.

In Apostelgeschichte 11 wird Petrus von der Kirche dafür zur Rede gestellt. Denn bis dahin hatte es noch keine nichtjüdischen Gläubigen in der Kirche gegeben. Es waren nur Juden zu Jesus gekommen und sie glaubten nicht, dass Nichtjuden gerettet werden konnten, wenn sie nicht vorher zu Proselyten wurden. Und nun waren auf einmal diese Nichtjuden, die vorher nicht beschnitten worden waren und das Judentum angenommen hatten, gerettet und mit dem Heiligen Geist erfüllt worden! Da erzählte ihnen Petrus die ganze Geschichte. Und ich finde es interessant, dass er zu ihnen sagte: „Kornelius war in seinem Haus und betete. Da erschien ein Engel.“ Petrus erzählt die Geschichte ganz nüchtern und berichtet von dem Engel und alle akzeptieren es. Sie sagen nicht: „Was? Willst du uns auf den Arm nehmen? Hast du ihm die Geschichte über den Engel ernsthaft geglaubt?“ Nein, sie nahmen es einfach hin. Interessant, wie sehr wir uns von dem entfernt haben, was in der Bibel steht!

Vor einiger Zeit las ich etwas über einen Pastor, der von seiner Denomination ausgeschlossen werden sollte, weil er sagte, ihm sei ein Engel erschienen.

Es wundert mich ehrlich gesagt, dass wir nicht mehr darüber hören, wie Engel eingegriffen haben oder erschienen sind und etwas im Leben von Gottes Kindern bewirkt haben.

Und ich bin sicher, dass das bald immer häufiger vorkommen wird. Denn wir nähern uns dem Ende eines Zeitalters. Wir gehen dem Ende des Kirchenzeitalters entgegen, der Gnadenzeit, die mit der Entrückung der Gläubigen endet. Und wenn ein Zeitalter endet und ein anderes beginnt, dann gibt es keinen abrupten Wechsel, sondern einen allmählichen Übergang.

Wir befinden uns gerade im Zeitalter der Kirche. Aber in dem Zeitalter, das danach kommt – wir können es in Offenbarung 14 nachlesen – werden Engel das Evangelium predigen. Im Moment tun sie das nicht. Das ist unsere Aufgabe. Deswegen sagte der Engel zu Kornelius: „Lass Petrus holen. Er wird dir die Worte sagen, durch die du gerettet wirst.“

Als Philippus in der Stadt Samaria war, schickte ihn ein Engel hinaus in die Wüste nach Gaza, damit er den äthiopischen Eunuchen erreichen und ihm vom Evangelium erzählen konnte. Warum tat der Engel das nicht selbst? Weil sie das in diesem Zeitalter nicht tun. Aber das kommende Zeitalter wird voller Engelserscheinungen sein.

Wie gesagt, wenn ein Zeitalter endet und ein anderes beginnt, dann gibt es nicht einfach einen Schnitt. Es gibt eine Zeit des Übergangs – so wie damals hier in der irdischen Welt, als alle mit Pferd und Wagen unterwegs waren und dann das Autozeitalter anbrach. Da war es auch nicht so, dass an einem Tag alle noch Pferde und Wagen hatten und am nächsten Tag jeder ein Auto fuhr. Eine ganze Zeit lang waren Pferde und Wagen und Autos zusammen auf den Straßen unterwegs, bis es irgendwann nur noch Autos gab.

Ich glaube, dass wir uns dem Ende dieses Kirchenzeitalters nähern. Die Zeichen der Zeit zeigen uns, dass Jesus bald wiederkommt. Das nächste Zeitalter wird ein Zeitalter sein, in dem viele Engel auftreten. Und während wir uns diesem Zeitalter nähern, werden wir immer mehr über den Dienst und das Wirken von Engeln hören und sehen.

Doch wer oder was sind Engel eigentlich? Ich möchte Ihnen neun Fakten über Engel aus der Bibel zeigen. Erstens: Psalm 148,1-5 zufolge sind Engel Geschöpfe. Engel sind Geschöpfe.

Psalm 104,4 zufolge sind sie Geister. Dort heißt es:

„Der Geister zu seinen Engeln macht und flammendes Feuer zu seinen Dienern.“

Engel haben keine physischen Körper. Aber sie erscheinen ab und zu in menschlicher Form. Und nach dem, was wir in der Bibel lesen, sehen sie meistens ähnlich wie ein Mensch aus. Aber im Allgemeinen sind sie für das menschliche Auge unsichtbar.

Drittens: Engel haben einen Willen. Sie haben einen freien Willen. Das wurde uns durch Luzifer bewiesen, der zu Satan wurde, und durch alle Engel, die ihm bei seiner Auflehnung folgten. Jesaja 14,12-14 berichtet davon. Hören Sie zu. Da steht:

„Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, Überwältiger der Nationen! Und du, du sagtest in deinem Herzen: Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen, dem Höchsten mich gleichmachen.“

Ja, Engel haben einen freien Willen. Gott hat Luzifers Plan vereitelt. Nichts davon ist passiert und wird es auch nie. Aber wir sehen hier, dass Engel einen freien Willen haben.

Viertens: Engel sind mächtiger als Menschen. Wir erkennen das daran, was sie in der Bibel tun. Aber in Psalm 103,20 steht auch, dass ein Engel große Kraft hat.

Fünftens: Die Engel Gottes sind heilig. Das steht in Markus 8,38.

Sechstens: Unter den Engeln gibt es eine Rangordnung wie beim Militär. Jesus erwähnt das im Matthäusevangelium. Als Petrus im Garten Gethsemane dem Diener des Hohepriesters das Ohr abschnitt, sagte Jesus: „Steck dein Schwert ein. Weißt du nicht, dass mir der Vater sofort mehr als 12 Legionen Engel senden würde, wenn ich darum bitte?“ Eine Legion war eine römische Militäreinheit aus 6 000 Soldaten. Jesus sagt also: „Wenn ich darum bitten würde, würde mir der Vater über 72 000 Engel schicken.“

In der Bibel steht in 2. Könige 19, dass ein Engel in einer Nacht 185 000 Assyrer tötete. Was können dann 72 000 Engel tun?

Es gibt bei ihnen eine Rangordnung wie beim Militär. Dort gibt es Generäle, Oberste, Majore, Hauptmänner, Leutnants und so weiter. Genauso ist es bei den Engeln.

Sie kennen wahrscheinlich den Ausdruck „Herr der Heerscharen“ aus der Bibel. Wer von Ihnen hat das schon einmal gehört oder gelesen? Es steht überall in der Bibel. Der Herr der Heerscharen. Es bedeutet wörtlich: „der Herr der Armeen“. In einigen Bibelübersetzungen heißt es „der Herr der Engelsheere“. Wenn Sie den Ausdruck „Herr der Heerscharen“ lesen, dann ist damit gemeint, dass er der Herr der Engelsheere ist. Und in diesen Engelsheeren Gottes gibt es eine Rangordnung.

Siebtens: Hebräer 12,22 zufolge gibt es unendlich viele Engel. Es gibt mehr Engel, als wir zählen können.

Achtens: Engel sind unsterblich. Jesus sagt in Lukas 20,36, dass die Menschen bei der Auferstehung wie die Engel werden und nicht mehr sterben. Engel werden nicht krank. Sie sterben nicht. Bei ihnen gibt es keine Beerdigungen. Sie leben ewig. So hat Gott sie geschaffen.

Sowohl das hebräische als auch das griechische Wort für „Engel“ bedeutet „Bote“. Neuntens: Engel sind Boten Gottes, die ausgesandt werden, um seine Aufträge zu erfüllen.

Wenn Sie eine Bibel haben, schlagen Sie sie Hebräer 1 auf. Hebräerbrief, Kapitel 1. Der Schreiber des Hebräerbriefs zieht hier im ersten Kapitel einen Vergleich zwischen Jesus und den Engeln und erklärt, wie sehr Jesus den Engeln überlegen ist. Dabei erwähnt er ein paar sehr aufschlussreiche Dinge. Lesen wir Hebräer 1, ab Vers 5. Da wird die Frage gestellt:

„Denn zu welchem der Engel hat er jemals gesagt:
Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt?
Und wiederum:
Ich werde ihm Vater und er wird mir Sohn sein?
Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er:
Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!
Und von den Engeln zwar spricht er:
Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme,
von dem Sohn aber:
Dein Thron, Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Aufrichtigkeit ist Zepter deines Reiches.“

Vers 13:

„Zu welchem der Engel aber hat er jemals gesagt:
Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße?“

Vers 14:

„Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen?“

Er sagt über die Engel: „Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen?“

Wen meint er hier mit denen, die das Heil erben werden? Das sind wir.

Engel sind dienstbare Geister, die ausgesandt werden um Ihnen und mir zu dienen, den Menschen, den Frauen und den Männern, den Jungen und den Mädchen, die das Heil geerbt haben.

Ich erinnere mich an ein Erlebnis, als unsere Kirche noch in der Katella Avenue in einem kleinen Büro- und Geschäftshaus war, eine Straße weiter von hier. An einem gut besuchten Sonntag kamen an die 85 oder 90 Menschen. Das war schon ein Grund zum Feiern. Und damals kannte ich jeden in unserer Kirche. Eines Tages war ich in meinem Büro, das übrigens bei mir zu Hause war. Ich hatte einen kleinen Schreibtisch, den ich für 25 Dollar bei einem Flohmarkt gekauft hatte und einen alten zerfledderten Stuhl, den sie mir kostenlos dazu gegeben hatten. Und ich lag auf meinem Gesicht und betete. Und auf einmal, ohne Vorwarnung, stand jemand bei mir im Zimmer. Ich wusste instinktiv, dass es ein Engel war. Ich kann es nur so beschreiben, dass ich ihn sehen konnte, aber auch irgendwie nicht sehen konnte. Er war da und er war auch nicht da. Mir wurde klar, dass ich ihn im Geist sah.

Dieses Engelwesen stand also in meinem Büro, während ich auf dem Boden lag. Und auf einmal kam mir der Vers aus Hebräer 1 in den Sinn: „Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen?“ Und ich hatte das Gefühl, dass dieser Engel mit mir redete und sagte: „Was soll ich für dich tun?“ Da hatte ich einen sehr interessanten Gedanken.

Es gab eine ganze Reihe Leute, die im vergangenen Jahr aufgehört hatten, zum Gottesdienst zu kommen. Also nannte ich ihm etwa ein Dutzend verschiedener Menschen, die seit Monaten nicht mehr im Gottesdienst gewesen waren. Der letzte davon war seit etwa zwei Monaten nicht mehr gekommen, einige vielleicht seit einem Jahr. Und ich sagte: „Bring diese Leute zum Gottesdienst.“ Ich nannte ihm elf oder zwölf Leute. Ich nannte jeden mit Namen. Und ich wusste, dass sie nicht mehr kamen. Wie gesagt – in einer Kirche dieser Größe kennt man jeden. Ich hatte das Gefühl, dass der Engel sagte: „Okay.“ Und dann war seine Gegenwart verschwunden. Ich stand auf und dachte: „Ist das gerade wirklich passiert?“ Ich schüttelte den Kopf und sagte: „Ja, ich glaube, das ist wirklich passiert.“

Am Sonntagmorgen war ich natürlich sehr gespannt. Und jeder einzelne von den Leuten, die ich ihm genannt hatte, war im Gottesdienst. Ohne Ausnahme. Jeder Einzelne war da. Engel!

Meine Frau und ich haben eine Freundin. Sie lebt in Australien. Sie ging damals auf eine Bibelschule, wo es einen Kurs über Engel gab, in dem sie über diesen und noch ein paar andere Verse redeten. Das Ganze ist schon einige Jahre her. Und die Freundin und ein Mann – vielleicht ihr Freund, ich bin nicht sicher – waren unterwegs und hatten mit ihrem Auto einen Platten. Also holten sie den Wagenheber und den Kreuzschlüssel heraus, aber sie konnten die Radmuttern nicht lösen. Entweder hatte jemand den Schlagschrauber genommen und sie zu fest angezogen oder sie waren angerostet. Er probierte alles Mögliche, sprang auf den Kreuzschlüssel – haben Sie das schon einmal gemacht? – aber es ging nicht. Keine einzige Mutter bewegte sich. Sie fragten sich: „Was machen wir jetzt?“ Und in aller Unschuld – sie war gerade erst Christ geworden und hatte eben etwas über Engel gehört – sagte sie: „Engel sollen uns doch helfen, oder?“ Also betete sie: „Gott, schick uns ein paar Engel. Hilf uns.“

In diesem Moment kam ein Mann um die Ecke und fragte: „Hey, habt ihr ein Problem?“ Sie sagten: „Ja, wir können die Radmuttern nicht lösen.“ Er sagte: „Lasst mich mal versuchen.“ Und sie erzählte, er sei hingegangen und habe den Kreuzschlüssel einfach so mit einer Hand gedreht. Einfach so. Es war kein großer, muskulöser Kerl. Aber er brauchte fast keine Kraft, um alle Muttern zu lösen. Er sagte: „Ich wechsle euch das Rad“, bockte das Auto auf und wechselte das Rad. Sie schauten zu. Und dann ging er weg. Da sagten sie zueinander: „Wir haben uns gar nicht bedankt!“ Also liefen sie ihm um die Ecke nach. Dort war ein Gebäude mit Glastüren. Sie sahen, wie er durch die Glastür hineinging. Also liefen sie hinterher. Aber auf einmal merkten sie, dass das Gebäude leer stand und die Tür verschlossen war. Es war sogar eine Kette mit einem Vorhängeschloss dran. Aber der Mann war direkt durch die Glastür gegangen. Sie schauten einander an und sagten: „Du meine Güte. Das muss ein Engel gewesen sein.“ Vielleicht sagen Sie: „Warum sollte Gott einen Engel schicken, um jemandem das Rad zu wechseln?“ Ich weiß es nicht. Ich bin nicht Gott.

Wahrscheinlich gibt es hier im Saal viele, denen schon das ein oder andere Mal im Leben geholfen worden ist. Vielleicht war es ein Engel und Sie haben es nicht gemerkt? In der Bibel steht: „Seid gastfreundlich zu Fremden. Einige von euch haben so schon ohne es zu wissen Engel beherbergt.“

Als Jakob kurz vor seinem Tod stand, in 1. Mose 48, rief er Josef und seine zwei Söhne Manasse und Ephraim zu sich. Jakob betete für Joseph und für seine Enkel. Lesen wir, was er sagte. Es steht in 1. Mose 48,15-16. Da heißt es:

„Und er segnete Josef und sprach:
Der Gott, vor dessen Angesicht meine Väter, Abraham und Isaak, gelebt haben, der Gott, der mich geweidet hat, seitdem ich bin, bis zu diesem Tag, der Engel, der mich von allem Übel erlöst hat, segne die Knaben …“

Mit anderen Worten: „der Engel, der mich erlöst und beschützt hat“ – in manchen Übersetzungen heißt es: „der Engel, der mich mein Leben lang vor allem Bösen bewahrt hat“ – „segne die Knaben,

und in ihnen werde mein Name genannt und der Name meiner Väter, Abraham und Isaak, und sie sollen sich vermehren zu einer Menge mitten im Land!“

Jakob spricht hier von einem Engel. Könnte das der Schutzengel sein, der sein ganzes Leben lang über Jakob gewacht hat?

Als Jesus in Matthäus 18,10 über die Kinder spricht, sagt er Folgendes:

„Seht zu, dass ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet! Denn ich sage euch, dass ihre Engel in den Himmeln allezeit das Angesicht meines Vaters schauen, der in den Himmeln ist.“

Ich glaube nicht, dass wir diesen Engel verlieren, wenn wir erwachsen werden. Er begleitet uns auf unseren Wegen. Er soll uns beschützen und uns helfen, den Willen Gottes in unserem Leben zu tun. Jakob sagt: „Der Engel, der mich vor allem Übel erlöst hat“. Wörtlich: „der mich beschützt hat.“ Das klingt wie ein Versprechen aus Psalm 91.

Der Psalmist sagt in Psalm 91,10-11:

„… so begegnet dir kein Unglück, und keine Plage naht deinem Zelt. Denn er bietet seine Engel für dich auf, dich zu bewahren auf allen deinen Wegen.“

Einige denken jetzt: „Wieso macht mein Engel seine Arbeit nicht?“ Eine sehr gute Frage. Einen Teil der Antwort finden wir direkt in diesem Vers. In der Amplified Bible wird Vers 11 so übersetzt: „Seine Engel werden dich auf all deinen Wegen in Gehorsam und Dienst begleiten, beschützen und bewahren.“ Ihr Engel beschützt Sie also nicht bei allen verrückten Sachen, die Sie unternehmen und auf den Wegen, die Sie in Ungehorsam und Auflehnung gegen Gott gehen. Der Engel bewahrt und behütet Sie nur auf Ihren Wegen in Gehorsam und Dienst. Engel handeln nach Gottes Geboten. Sie brechen diese Gebote nicht.

Ich bin sicher, dass Gott in seiner Allmacht und Barmherzigkeit manchmal direkt eingreift. Und manchmal erhört Gott die Gebete von jemandem, der für einen Menschen bittet, der etwas Dummes oder Verrücktes tut. Aber der Punkt ist, dass wir nicht einfach selbstsüchtig, ungehorsam oder unvernünftig handeln und dann den Schutz von Engeln erwarten können. Gott sei Dank für seine Barmherzigkeit. Gott sei Dank für die Fürbitten anderer Christen.

Engel sind real. Ihr Dienst ist real.

Bei einigen von Ihnen musste Ihr Schutzengel sicher schon Überstunden machen. Vielleicht lehnt gerade dort hinten ein Schutzengel an der Wand und denkt: „Endlich habe ich ihn hierher gekriegt. Ich hoffe, er ordnet sich endlich Gott unter. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch kann.“ Einige von Ihnen wissen genau, was ich meine.

Wie ich schon oft gesagt habe, halte ich es für ein Wunder, dass ich lang genug überlebt habe, um Jesus mein Leben zu geben. Ich habe ein so wahnwitziges Leben geführt, so viele dumme und gefährliche Dinge getan, mich mit gefährlichen, bösen Leuten umgeben und mich in so gefährliche Situationen begeben, dass ich keine andere Erklärung dafür habe außer, dass jemand für mich gebetet hat.

Und manchmal erhört Gott unsere Gebete, indem er Engel schickt. Alle Engel sind dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen.

Wenn wir im Himmel sind und vielleicht auf ein paar Situationen auf dieser Erde zurückblicken, in denen wir gerettet wurden oder in denen etwas passiert ist, das eine Katastrophe abgewendet hat, werden wir erkennen, dass uns unsichtbare Wesen beschützt, bewahrt und geführt haben.

Mein Freund, vielleicht hat noch niemand für Sie gebetet. Dann möchte ich das jetzt für Sie tun. Wenn ich zu Ihnen in Ihr Wohnzimmer oder dorthin, wo Sie gerade sind, kommen und Ihre Hände nehmen und für Sie beten könnte, dann würde ich das tun. Aber das hier ist das Nächstbeste, das ich tun kann. Vater, ich bitte dich für meinen Freund. Ich bitte dich, ihn zu segnen und zu stärken. Hilf ihm in dem Bereich, in dem er es am meisten braucht. Lass ihn deine Gegenwart spüren. Das bitte ich im mächtigen Namen von Jesus.

Und ich möchte Ihnen noch etwas sagen. Ich bin allen so dankbar, die diese Sendungen unterstützen. Es heißt ja: „Wenn du nicht selbst gehen kannst, sende jemanden an deiner Stelle.“ So viele treue Menschen unterstützen uns und senden mich und diese Botschaft durch das Fernsehen buchstäblich um die ganze Welt. Was wir hier tun, wäre ohne Sie nicht möglich. Also vielen Dank, liebe Unterstützer. Sie sind großartig.

6 comments on “Engel – Gottes unsichtbare Helfer im Alltag (1)”

    1. Ja, das habe ichsoeben auch in Dankbarkeit gedacht. Aber in mir kam auch die Frage auf, warum Gott seine Engel nicht d e n Kindern zum Schutz dandte, von denen wir jetzt wissen, dass sie jahrelang, und auch schon im zartesten und kleinsten Alter sexuell missbraucht wurden?>und das gibt es überall auf der Welt, wir wissen ja nur nicht alles. Wo waren da die Schutzengel?

      1. Hallo Gerlinde, das ist eine schwierige Frage. Jeden Tag geschehen auf der Welt so viele Dinge, bei denen man sich fragt, “warum greift Gott nicht ein?”. Aber unsere Erde ist eben nicht das ‘Paradies’. Die Bibel beschreibt ganz zu Anfang, was es bedeutet, mit Gott in enger Gemeinschaft zu leben und ganz am Ende der Bibel finden wir ebenso die Beschreibung.
        Das hört sich dann so an: Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. […] Er wird ihnen alle Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid, keine Klage und keine Schmerzen; denn was einmal war, ist für immer vorbei.« (Offenbarung 21, 1+4). Doch wir sind nicht mehr am Anfang und noch nicht am Ende. Wir leben in einer “Zwischenzeit”. Hier müssen wir uns, auch wenn es nicht immer leicht ist, mit dem Ist-Zustand arrangieren. Aber dennoch gilt schon jetzt: Gott antwortet auf Gebet, Gott schickt Rettung, Gott heilt. Aber es ist eben noch unvollkommen. Erst am Ende, wenn alles neu gemacht wird, so glauben wir, wird sich alles zum Guten verändern.

  1. 2 Erlebnisse mit Engeln:
    -Meine gläubige Mutter erzählte mir vor einigen Jahren, dass ein Engel sie gerettet hätte. Denn als sie über einen Zebrastreifen ging kam gerade ein LKW. Da packte jemand sie am Kragen und zog sie nach hinten, aus dem Gefahrenbereich heraus. Der LKW-Fahrer hatte sie gar nicht gesehen und hätte sie sonst einfach umgefahren. Als sie hinter sich blickte um zu sehen wer sie nach hinten gezogen hatte, war niemand da. Das kann nur ein Engel Gottes gewesen sein, dachte sie.
    -So hatte vor vielen Jahren auch meine Jüngste Tochter einen Engel als Beschützer auf ihrem Weg zum Kindergarten. Sie lief mir etwas voraus an die Dorf-Hauptstraße, schaute kurz und lief sogleich über den Zebrastreifen. Ein LKW kam angerast und es sah nicht so aus als würde er anhalten. Ich konnte in Gedanken nur noch ein Stoßgebet “Hilf ihr!” losschicken, so nah war ihr der LKW. Und just in diesem Moment war es, als flog meine kl. Tochter mit einem riesigen Schritt über den Zebrastreifen. -gerettet- Der LKW-Fahrer hat nicht mal gebremst, er fuhr einfach weiter. Da hat ihr Schutzengel sie gerettet.
    Jahre später konnte sie sich noch an die Situation erinnern und sagte, dass sie noch nie so schnell gerannte sei wie da, als wäre sie geflogen.

    1. Liebe Heidrun, danke dass du dies mit uns teilst. Das sind wirklich ganz erstaunliche und wunderbare Erlebnisse mit Engeln. Herzliche Grüße!

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