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Das gibt dir wieder Hoffnung für die Zukunft (2)

Als Christen haben wir viele Gründe, auf das zu hoffen, was kommen wird – unabhängig von unseren momentanen Umständen.

In dieser Predigt zeigt Bayless Conley drei Dinge über Gott, die dir helfen können, in der kommenden Zeit an dieser Hoffnung festzuhalten!

Dies ist der zweite Teil der Predigtreihe, den dritten Teil findest du hier ...

Hallo, hier ist Bayless Conley. Ich möchte Sie herzlich willkommen heißen. Heute geht es darum, warum wir voll Hoffnung in die Zukunft blicken können. Ich weiß, dass viele von uns in letzter Zeit viel durchgemacht haben. Für manche war es besonders schwierig. Aber in der Bibel steht, dass es für uns Gründe gibt, warum wir Hoffnung haben können. In der letzten Predigt habe ich schon ein paar davon genannt. Und heute wollen wir uns noch ein paar mehr anschauen.

 

Hallo, ich bin Bayless Conley. Und ich bin überzeugt: Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt: Er hat Antworten auf deine Fragen.

Heute melden wir uns von der Küste Südkaliforniens. Da unser neues Fernsehstudio noch im Bau ist, verlegen wir die Dreharbeiten nach draußen und bringen eine frische Brise des pazifischen Ozeans zu Ihnen nach Hause. Und hier ist Bayless.

In dieser Predigtserie beschäftigen wir uns mit dem Buch der Offenbarung. Ich habe sieben Punkte gefunden – ich weiß, dass es noch viel mehr gibt, aber sieben Punkte sind mir besonders aufgefallen. Sieben Dinge über Gott, die mich mit Hoffnung in die Zukunft blicken lassen. Und sie können auch Ihnen Hoffnung schenken. Der erste Punkt ist die Tatsache, dass Jesus bald wiederkommt. Er sagt: „Ich komme bald.“ Der zweite Punkt ist, dass er allmächtig ist. In der Bibel steht: „Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten.“ Er ist allmächtig. Der dritte Punkt ist, dass er unsere Gebete hört und erhört. Wir haben uns das genauer angeschaut.

 

Und es gibt einen vierten Grund, über den ich heute sprechen will. Ehrlich gesagt, denke ich viel darüber nach. Es beschäftigt mich sehr. Ich bewege es immer wieder in meinem Herzen und stelle es mir vor. Und das ist: Wir sollen mit Hoffnung in die Zukunft und in die Zeit blicken, die auf uns wartet, weil der Herr uns die Ewigkeit geschenkt hat.

In Offenbarung 22,5 geht es um den Himmel und die himmlische Stadt. Und da steht:

 

„Und Nacht wird nicht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichtes einer Lampe und des Lichtes der Sonne; denn der Herr, Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

 

Sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Damit sind wir gemeint. Wir werden ewig mit ihm herrschen.

 

Mein Vater ist vor ein paar Jahren gestorben. Er ist jetzt im Himmel. Am Ende seines Lebens war er bettlägerig. Er konnte nicht mehr aufstehen. Ich habe ihn besucht, an seinem Bett gesessen, mit ihm geredet und Zeit mit ihm verbracht. Manchmal habe ich ihn rasiert oder seine Haare geschnitten oder mich um anderes gekümmert. Und eines Tages, als ich ihn besuchte, hatte er einen versonnenen Ausdruck auf dem Gesicht. Es war ein Ausdruck, den ich noch nie bei ihm gesehen hatte. Es war nur wenige Tage, bevor er seinen irdischen Körper verließ.

 

Ich setzte mich zu ihm und fragte: „Dad, worüber denkst du gerade nach?“ Und er sagte: „Die Ewigkeit. Ich kann nicht aufhören, über die Ewigkeit nachzudenken.“ Ich fragte: „Was meinst du damit, dass du über die Ewigkeit nachdenkst?“ Und er sagte: „Sie geht immer weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter.“ Er redete immer weiter. Er war vollkommen fasziniert von dem Gedanken an die Ewigkeit.

 

Der Apostel Paulus hat in seinem irdischen Leben viel durchgemacht. Er zählt einiges davon im Korintherbrief auf: mit Stöcken geschlagen, Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht im Meer getrieben, in Gefahr vor Räubern, in Gefahr vor seinen eigenen Landsleuten, in Gefahr vor Nichtjuden, immer wieder ins Gefängnis geworfen worden und so weiter. Die Aufzählung geht noch weiter. Doch angesichts all dessen, was wir erleben, all der schweren Zeiten, die wir durchmachen und der Verluste, die wir in diesem Leben erleiden, schreibt Paulus in 2. Korinther 4,17:

 

„Denn unsere jetzigen Sorgen und Schwierigkeiten sind nur gering und von kurzer Dauer, doch sie bewirken in uns eine unermesslich große Herrlichkeit, die ewig andauern wird!“

 

Es ist alles eine Frage der Perspektive. Paulus spricht darüber, was er durchgemacht hat, all die Entbehrungen und all die Schwierigkeiten. Und ich denke an alles, was wir durchmachen. Paulus nennt es „das Leichte unserer Bedrängnis“. Er sagt: „Es geht schnell vorüber.“ Freunde, im Vergleich mit der Ewigkeit sind unsere Nöte nur leicht und gehen schnell vorüber. Paulus sagt, sie bewirken in uns eine unermesslich große Herrlichkeit. In der Amplified Bible wird es so formuliert:

 

Über alle Maßen, alle Vergleiche und Berechnungen im Übermaß übersteigend, eine riesige und alles übersteigende Herrlichkeit und Segen, der nie endet.

 

Das kann man einfach nicht begreifen.

 

Ich glaube, ich werde die ersten vier oder fünf Jahrhunderte damit verbringen, nur den östlichen Teil des himmlischen Jerusalem zu erforschen. Vielleicht fragen Sie sich, was ich damit meine. Nun, in der Bibel steht, dass dieses Jerusalem die Hauptstadt Gottes sein wird. Er wird einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen und Jerusalem wird aus dem Himmel herabkommen. Und diese Stadt ist viereckig. Wir erfahren sogar die genauen Maße dieser Stadt. Sie ist 2500 Kilometer lang und 2500 Kilometer breit und 2500 Kilometer hoch. Das ist eine riesige Stadt! Sie ist etwa halb so groß wie Europa. Überlegen Sie sich das einmal. Und wissen Sie was? Gott hat mir eine recht gute Vorstellungskraft geschenkt, aber sie ist nichts im Vergleich zu der von Gott! Sie ist nicht einmal so viel wie ein Tropfen in einem Eimer Wasser im Vergleich zu der seinen. Und ich denke mir: „Okay, diese Stadt ist halb so groß wie Europa. Es wird eine Weile dauern, das zu erkunden.“ Aber wenn sie auch noch 2500 Kilometer hoch ist, dann schätze ich, dass es in dieser Stadt sehr viele verschiedene Stockwerke geben wird.

 

Sehen Sie: Ich sitze ja gerade draußen und um mich herum sind lauter Wolken. Die meisten befinden sich in etwa drei Kilometern Höhe. Vielleicht auch einen Kilometer. Im Allgemeinen befinden sich Wolken zwischen ein paar Kilometern und etwa 20 Kilometern Höhe in der Atmosphäre. Sagen wir also, in etwa 100 Kilometern Höhe hat Gott eine Lichtquelle geschaffen und Wolken und etwas Erstaunliches und Verblüffendes. Und dann kommt darüber das nächste Stockwerk. Dann geht es wieder hundert Kilometer nach oben, es kommt wieder eine Lichtquelle oder irgendeine andere verrückte Sache. Dann kommt das nächste Stockwerk, das halb so groß wie Europa ist. Und dann, 100 Kilometer weiter oben, kommt wieder ein Stockwerk. Und das Ganze gibt es 25 Mal. Da gibt es viel zu entdecken! Vielleicht denken Sie jetzt, ich spinne. Aber ich spinne nicht. Gott hat mir meine Vorstellungskraft geschenkt. Aber das, was er für uns vorbereitet hat, übersteigt bei weitem alles, was ich mir ausdenken kann. So steht es in Epheser 2,7.

 

„Damit er in den kommenden Zeitaltern den überragenden Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweist in Christus Jesus.“

 

Mit eigenen Worten ausgedrückt heißt das: In den zahllosen Jahren, die kommen werden, wird es Segen und Gnade und Abenteuer geben und Staunen und Verblüffung und grenzenlose Schöpfung und Erlebnisse. Worte oder Sätze wie „Das ist langweilig. Es gibt nichts zu tun. Es sieht alles gleich aus“, Freunde, solche Gedanken wird es nie geben.

 

Für mich ist die Ewigkeit der große Ausgleicher. Manche Menschen haben in ihrem kurzen Leben auf der Erde viel gelitten, aufgrund ihres Glaubens. Manche haben mit dem Leben dafür bezahlt und ihr Leben geopfert, weil sie sich geweigert haben, dem Glauben abzuschwören oder ihr Zeugnis zu widerrufen und dem Herrn Jesus Christus treu geblieben sind. Und manche sagen: „Wie kann das fair sein?“ Oder wie kann es fair sein, wenn man eine bestimmte sexuelle Neigung hat und Gott sagt: „Nein, das ist verboten. Das ist falsch. Das ist sündig.“ Wie kann es fair sein, dass man sein ganzes Leben lang damit kämpfen muss?

 

Nun, ich glaube, dass Gott rettet. Und ich glaube, dass er helfen kann. Aber selbst, wenn Sie aus Gehorsam und Liebe zu Gott Ihr ganzes irdisches Leben über mit etwas gekämpft haben – sobald Sie in die Ewigkeit eintreten, werden Sie es mit anderen Augen sehen. Die Ewigkeit ist der große Ausgleicher. Ihr ewiger Lohn wird es wert sein. Sie werden sagen: „Warum habe ich das nur als Last empfunden? Warum war das für mich so eine große Sache? Jetzt sehe ich, was Gott getan hat.“

 

In 1. Korinther 2,9 steht:

 

„Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat

und in keines Menschen Herz gekommen ist,

was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“

 

Selbst das Schönste, das Sie mit Ihren Augen je auf dieser Welt gesehen haben, ist nichts im Vergleich zu dem, was Gott bereithält. Selbst die außergewöhnlichste Geschichte, die Sie je gehört haben. Vielleicht hören Sie gern Hörbücher. Vielleicht sind Sie ein Science-Fiction-Fan. Ein Schriftsteller hat all diese Welten und Universen und verschiedenen Menschentypen und Wesen und Farben und Formen geschaffen und Sie sind ganz fasziniert davon. Doch es ist kein Vergleich zu dem, was Gott geplant hat. Hier steht: „Es ist in keines Menschen Herz gekommen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“

 

O ja, ich schaue voll Hoffnung in die Zukunft. Denn wissen Sie was? Meine Vorstellung – all das, was in meinem Herzen ist – ist nur so breit, so hoch und so lang. Ich habe Ihnen erzählt, wie ich mir das himmlische Jerusalem vorstelle. Und das ist noch gar nichts im Vergleich dazu, was ich mir schon alles ausgemalt habe. Nichts! Ich habe eine ziemlich lebhafte Fantasie. Und ich glaube, dass Gott sie mir geschenkt hat.

 

Aber wissen Sie was? Alles, was mir schon in den Sinn gekommen ist, ist kein Vergleich zu dem, was Gott für die vorbereitet hat, die ihn lieben. Die majestätischsten, fantastischsten, herrlichsten Dinge, die ich mir vorstellen kann, sind nicht einmal ein Schatten im Vergleich zu dem, was Gott für die vorbereitet hat, die ihn lieben. Er hat uns die Ewigkeit geschenkt! Ich möchte Sie also ermutigen: Gehorchen Sie Gott in diesem Leben. Leben Sie nach den Prinzipien seines Wortes. Folgen Sie seinen Wegen. Machen Sie sein Wort zu Ihrer obersten Richtschnur in allen Dingen.

 

Gott erhört hier auf dieser Erde Gebet. Gott hilft seinen Kindern hier auf dieser Erde. Er wird Ihnen in Ihren momentanen Schwierigkeiten helfen. Das will er. Ihre Gesundheit und Ihre Familie sind ihm nicht gleichgültig. Die Dinge, die Sie belasten, sind ihm nicht gleichgültig. Er möchte Ihnen helfen und Ihnen Frieden schenken. Aber der Löwenanteil unseres Erbes liegt in der zukünftigen Welt. Wir sollten voller Hoffnung in die Zukunft blicken, weil Gott uns die Ewigkeit schenkt.

 

Kommen wir zum fünften Grund in der Offenbarung, warum wir voller Hoffnung für die Zukunft sein sollen. Und ich weiß, dass gerade jemand zuschaut, der eine sehr schwere Zeit durchmacht. Sie wissen nicht mehr weiter. In den Psalmen – ich glaube, in Psalm 107 – ist von Menschen die Rede, die mit ihrer Weisheit am Ende sind. Sie sind wie ein betrunkener Matrose, der auf einem Schiff herumtorkelt, das von den Wellen hin- und hergeworfen wird. Vielleicht fühlen Sie sich genauso. Sie wissen nicht, wohin Sie gehen sollen. Nichts um Sie herum scheint Halt zu geben. Vielleicht sind Sie von einer tiefen, dunklen Depression überrollt worden. Im Jesu Namen bete ich, dass Sie davon frei werden. Ich werde Ihnen einen Grund nennen, warum Sie Hoffnung haben können. Und das ist ein wichtiger Grund: Wir sollten hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, weil der Herr treu ist. In Offenbarung 19,11 steht:

 

„Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit.“

 

Derjenige, der auf dem Pferd sitzt, ist natürlich der Herr Jesus Christus. Und er heißt Treu und Wahrhaftig. Er ist treu, steht zu seinem Wort, und ist wahrhaftig. In Offenbarung 19,13 steht:

 

„Und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt: Das Wort Gottes.“

 

Freunde, Gott und sein Wort sind eins. Im Johannesevangelium steht:

 

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

 

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“

 

Jesus ist das lebendige Wort. Das geschriebene Wort zeigt uns das lebendige Wort. Er und sein Wort sind eins. Sein Wort ist treu und wahrhaftig. Man kann sich darauf verlassen.

 

Wir reden oft über Abraham und über seinen Glauben an Gott. Wir sollen den gleichen Glauben haben, wie ihn unser Vater Abraham hatte. In Römer 4 wird viel darüber gesagt. Und in der ganzen Bibel gibt es so viele Verweise auf Vater Abraham und was für einen großen Glauben er hatte. Aber wissen Sie was? Sarah, seine Frau, hatte ebenfalls einen großen Glauben. In Hebräer 11,11 geht es um Sarah. Auch sie kommt in dieser Ruhmeshalle des Glaubens vor. Und in Vers 11 lesen wir über sie:

 

„Durch Glauben erhielt auch Sarah selbst die Kraft.“ Und dieses Wort, Kraft, ist das gleiche griechische Wort, das mit „Wunder“ übersetzt wird. Sie erlebte ein Wunder. „… erhielt auch Sarah selbst die Kraft“ – sie erlebte ein Wunder – „schwanger zu werden, und sie gebar, obwohl sie über das geeignete Alter hinaus war, weil sie den für treu achtete, der es verheißen hatte.“

 

Sie achtete ihn für treu. Wortwörtlich. Sie behielt das vorrangig in ihren Gedanken. Sie dachte daran, was Gott versprochen hatte. Es schien unmöglich. Ihr Mann war hundert Jahre alt. Er stand mit einem Fuß im Grab. Sie war eine alte Frau. Sie hatte nie Kinder bekommen können. Aber wissen Sie was? Der eine, der es zugesagt hat, ist treu. Er ist treu. Und weil sie ihn als treu erachtete, blieb ihr Glaube lebendig. Es entfachte ihren Glauben, sozusagen. Und sie erlebte ein Wunder.

 

Es gibt wenige Dinge auf dieser Welt, die mich so sehr berühren wie Treue. Wenn ich sehe, dass jemand treu ist, dann bewegt mich das. Wenn ich es in einem Film sehe oder in einem Buch lese, fange ich fast immer an zu weinen.

 

Ich weiß noch, wie es bei einem der „Herr-der-Ringe“-Filme war. Frodo stieg in sein Boot und wollte seine Freunde verlassen. Er glaubte, er müsse diesen Auftrag allein ausführen. Er wollte sie nicht länger in Gefahr bringen. Er saß also im Boot und sein Freund Sam kam. Er sagte: „Sam, geh zurück.“ Sam watete ins Wasser. Er konnte nicht schwimmen und drohte zu ertrinken. Frodo zog ihn hoch. Er sagte: „Sam, was machst du da?“ Und es sind nicht exakt diese Worte, aber im Grunde sagte sein Freund: „Ich habe versprochen, bei dir zu bleiben und ich werde mein Versprechen halten.“ Er sagt im Grunde: „Auch wenn es mich das Leben kostet, werde ich mein Versprechen halten.“ Es waren noch mehrere andere Leute im Raum, als ich diesen Film geschaut habe. Aber als ich das sah, fing ich einfach an zu schluchzen. Das ist Treue.

 

Mein Vater war ein treuer Mann. Er sagte oft zu mir: „Mein Sohn, gib dein Wort nicht zu schnell. Aber wenn du es tust, dann musst du es halten, und wenn es dich das Leben kostet.“ Ich habe mein Bestes getan, um stets nach diesem Grundsatz zu leben. Ich kann mich nicht erinnern, dass mein Vater je sein Wort gebrochen hätte. Er hat es nicht oft gegeben, aber wenn, dann hat er es treu gehalten.

 

In der Bibel ist von einem geistlichen Pilger die Rede, einer Person, die würdig ist, vor Gott zu treten, weil er zu seinem Schaden schwört und es nicht zurücknimmt. Mein Großvater hieß Lucius Bonner McLeod. Er war jemand, der zu seinem Wort stand. Wenn er jemandem die Hand schüttelte, brauchte man keinen Vertrag mehr. Man wusste, dass L.B. McLeod sein Wort halten würde. Er stand treu zu seinem Wort. Sein Wort galt. Freunde, Gottes Wort gilt.

 

In Titus 1,2 steht: „Gott, der nicht lügen kann, hat versprochen.“ Gott kann nicht lügen und auch nicht versagen. Er ist treu. Er wird sein Versprechen erfüllen, ob es um ewigen Segen geht oder um irdische Versorgung und Schutz. Er ist treu. Vertrauen Sie seinem Wort.

 

Ich will Ihnen einen sechsten Grund aus der Offenbarung nennen, warum wir voller Hoffnung in die Zukunft blicken können. Ein Grund, warum wir gute Aussichten haben. Ein Grund, warum wir Gutes erwarten sollen. Und dieser Grund ist, dass der Herr unablässig in uns wirkt. Er wirkt unablässig in uns.

 

Die ersten Kapitel der Offenbarung sind an sieben Kirchen gerichtet. Es sind sieben Kirchen, die mit Namen und Ort genannt werden. Es waren Gemeinden in Kleinasien mit ganz normalen Leuten wie uns. Menschen wie Sie und ich, die Probleme und Kämpfe erlebten wie Sie und ich es heute auch tun. Um sie herum war alles mögliche los, genau wie bei uns – politische Umstände, politischer Aufruhr, Kriege, dies und jenes, wirtschaftlicher Aufschwung und wirtschaftlicher Niedergang. Es waren Menschen wie Sie und ich in ganz normalen, echten Kirchen.

 

Und der Herr ermutigt sie in ihrem Glauben. Er ermutigt sie in ihrer Ausdauer. Er ermutigt sie in ihrem Urteilsvermögen und in ihrem Gehorsam. Aber er korrigiert sie auch in Bezug auf falsche Lehren. Er korrigiert ihre Lauheit, ihre Weltlichkeit, ihre Angst, ihre sexuelle Sünde. Und Offenbarung 3,19 fasst all das im Grunde zusammen. Da steht Folgendes. „Der Herr sagt:

 

„Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße!“

 

Mit anderen Worten: Der Herr sagt: „Weil ich euch liebe, weise ich euch zurecht und züchtige ich euch. Ich erziehe euch. Ich wirke in euch und an euch.“ Und wie er das tut, wird in den folgenden Versen recht gut dargestellt.

In Offenbarung 3,22 heißt es:

 

„Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“

 

Er sagt das ganze sieben Mal innerhalb von zwei Kapiteln. „Wer Ohren hat, zu hören, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.“ Mit anderen Worten: Er sorgt aktiv dafür, dass wir vorankommen. Genau, wie er aktiv dafür gesorgt hat, dass die Christen damals auf ihrer geistlichen Reise, in ihrem geistlichen Leben, vorankamen. Und er tat das durch den Dienst des Heiligen Geistes.

 

So tut er dieses gute Werk in uns und durch uns. Es geschieht nicht durch unsere eigene Kraft, sondern durch den Heiligen Geist. Jesus wird uns korrigieren. Er wird mit uns über unsere Sexualität sprechen. Er wird mit uns über unsere Haltung zum Geld sprechen. Er wird mit uns darüber sprechen, dass wir großzügig sein sollen. Er wird mit uns darüber sprechen, wie wir mit unseren Partnern reden und wie wir unsere Kinder behandeln.

 

Er wird mit uns darüber sprechen, dass wir in geschäftlichen Dingen ehrlich sein sollen. Er wird Sie ermutigen, in Ihrer Kirche vor Ort mitzuhelfen und ein Leben zu führen, das sich nicht nur um Ihre Bedürfnisse und Wünsche dreht, sondern in dem Sie etwas für andere tun. All das wird er tun. Aber er tut all das durch seinen Geist.

 

Manche denken: „Ich glaube nicht, dass ich so leben kann.“ Ja, aus eigener Kraft können Sie das auch nicht. Ich kenne einige Menschen, die ihr Leben nicht voll und ganz Jesus anvertrauen, obwohl sie an das Evangelium glauben, weil sie denken: „Ich könnte nie so leben und ich will nicht scheinheilig sein. Ich kenne mich zu gut. Ich würde es nie schaffen, dem zu entsprechen. Ich kenne meine Schwächen. Ich kann das nicht.“ Und das stimmt. Wir können es nicht. Aber er kann es. Wenn wir mit ihm zusammenarbeiten, kann er es in uns bewirken.

 

Paulus stellt den Galatern eine prüfende Frage. In Galater 3,3 fragt er:

 

„Ihr habt begonnen, ein Leben mit dem Heiligen Geist zu führen. Warum wollt ihr jetzt auf einmal versuchen, es aus eigener Kraft zu vollenden?“

 

Mit anderen Worten: Sie haben dieses Leben als Christen mit der Hilfe des Heiligen Geistes begonnen und er ist derjenige, der Sie in Gottes Reich hineingeführt hat. Er unterstützt und führt und tröstet und lehrt Sie. Und nun denken Sie, Sie könnten dieses Leben aus eigener Kraft führen? Nun denken Sie, Sie könnten es schaffen und aus eigener Kraft ein reifer Christ werden? Nein. Das wird nicht passieren. Freunde, wir beginnen dieses Leben nicht aus eigener Kraft und Stärke und wir können es auch nicht aus eigener Kraft und Stärke führen.

 

Wir müssen lernen, uns dem Heiligen Geist und seiner Macht unterzuordnen. Und ich möchte Ihnen etwas sagen: Er ist jetzt bei Ihnen. Ich glaube, dass er in Ihrem Herzen die Worte bestätigt, die ich sage. Der Heilige Geist möchte Sie stärken. Er möchte Sie korrigieren. Er möchte Sie leiten. Er möchte Sie ermutigen. Der Herr wirkt unermüdlich in uns. Und ich glaube, dass wir uns dadurch ermutigen lassen können, mein Freund. Denn er wird nie aufhören, in uns zu wirken, weil wir noch unfertig sind.

 

Er wirkt in meinem Leben. Er ist noch nicht fertig mit mir. Er wird mich nicht ablehnen und sagen: „Das ist ein hoffnungsloser Fall.“ Nein, ich bin kein hoffnungsloser Fall. Und ich bin auch nicht hilflos, denn der Herr ist auf meiner Seite. Wenn der Herr für mich ist, wer kann gegen mich sein? Gott liebt Sie. Gott kennt Sie. Und er möchte Ihnen helfen. Er möchte Ihnen in diesem Moment helfen, in Jesu Namen.

 

Mein Freund, ich hoffe, Sie haben etwas aus der heutigen Predigt mitgenommen. Wenn ich mich jetzt zu Ihnen an den Küchentisch setzen, eine Tasse Tee mit Ihnen trinken und vielleicht ein Stück von dem wunderbaren Brot essen könnte, das Sie immer backen – oder was auch immer Ihre Spezialität ist – dann würde ich das sehr gern tun. Wir würden zusammen beten und vielleicht ein paar Minuten lang gemeinsam den Herrn loben. Leider kann ich das nicht.

 

Aber das hier ist fast genauso gut: Ich segne Sie im Namen Gottes. Ich bete dafür, dass Gott Ihnen Erkenntnis schenkt, dass Sie Jesus Christus auf eine tiefere und größere Weise verstehen und dass Sie in seinem Reich mitarbeiten. Seien Sie gesegnet in Jesu Namen.

 

Und wie immer möchte ich denen von Ihnen Danke sagen, die für uns beten und uns mit ihren Spenden unterstützen. Dieses Werk trägt viele Früchte, die Ihnen zugerechnet werden. Menschen werden gerettet. Leben werden durch Gottes Wort verändert. Und, mein Freund, wir tun diese Arbeit gemeinsam. Danke. Danke. Danke.

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