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Wie Jesus heute heilt und befreit

Jesus befreit auch heute noch Menschen von Depressionen, Ängsten und Schuld – genau wie damals. Und er möchte das auch für dich tun! Er ist dein Fels und dein Arzt. Komm heute noch mit deinen Sorgen und Ängsten zu ihm.

Wenn Sie eine Bibel haben, schlagen Sie schon einmal Johannes 8 auf. Wir wollen über Jesus reden. In der ganzen Bibel und in der ganzen Welt gibt es kein besseres Thema als ihn.
In Hebräer 13,8 heißt es:

„Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.“

Sein Erbarmen hat kein Ende. Die Quelle seiner Barmherzigkeit ist nicht ausgetrocknet. Seine Kraft ist ungebrochen. Der Jesus, der über staubige Straßen in Judäa ging und Stürme auf dem See Genezareth stillte, ist auch heute noch derselbe.

Gut. Erstens: Er hat immer noch Erbarmen mit den Schuldigen. Nur Schuldige haben Erbarmen nötig. Wir werden gleich in Johannes 8 eine Geschichte lesen. Sie beginnt damit, dass Jesus im Tempel ist, und dann geht er durchs Tal auf den Ölberg, wo er die Nacht verbringt. Früh am nächsten Morgen kommt er wieder in den Tempel, setzt sich und fängt an zu lehren. Eine große Menschenmenge versammelt sich früh am Morgen um ihn, doch plötzlich wird er im Lehren unterbrochen. Die Pharisäer bringen eine Frau zu ihm und machen eine Szene. Sie stellen sie mitten in der Menschenmenge vor Jesus und sagen: „Jesus, diese Frau wurde auf frischer Tat beim Ehebruch ertappt. Mose sagt im Gesetz, dass wir sie steinigen sollten. Aber was sagst du dazu?“
Jesus bückt sich und fängt an, mit dem Finger auf die Erde zu schreiben. Er antwortet ihnen nicht, aber sie bedrängen ihn immer weiter. Sie denken, jetzt haben sie ihn in der Falle. Wenn er sagt: „Lasst sie gehen“, können sie ihm vorwerfen, nicht dem Gesetz zu gehorchen und somit nicht von Gott zu sein. Aber wenn er sagt, sie sollen die Frau steinigen, wird er seine Beliebtheit beim Volk verlieren, weil er kein Mitgefühl hat. Also denken sie, Jesus kann nicht gewinnen, und lassen nicht locker.
Schließlich steht Jesus auf und sagt: „Okay. Wer von euch ohne Sünde ist, soll den ersten Stein werfen.“ Sowas kann aber auch nur Jesus einfallen! Und vom ältesten bis zum jüngsten Pharisäer gehen sie alle weg. Inzwischen hat Jesus sich wieder gebückt und weiter in den Staub geschrieben. Schließlich steht er wieder auf. Die Menschenmenge ist immer noch da, offensichtlich verblüfft über das, was gerade passiert ist. Jesus schaut die arme Frau an und fragt: „Frau, wo sind deine Ankläger? Ist keiner mehr da?“ Sie antwortet: „Nein, Herr. Niemand.“ Und wunderbar, was Jesus zu ihr sagt: „Dann verurteile ich dich auch nicht.“

Wenn man über die Geschichte nachdenkt, dann heißt es da, es war früh am Morgen und Jesus lehrte. Ich habe das Gefühl, dass die Pharisäer sie nicht früh am Morgen beim Ehebruch ertappt haben, sondern wahrscheinlich in der vergangenen Nacht. Menschen tun solche Dinge gewöhnlich im Schutz der Dunkelheit.
Vielleicht sind die Pharisäer herumgegangen und haben in die Fenster der Leute gespäht. Wahrscheinlicher ist aber, dass sie mit Mann schon vorher zusammengearbeitet haben. Wenn die Frau auf frischer Tat ertappt wurde, dann der Mann ja auch, und er ist verdächtig abwesend. Vielleicht war das Ganze also ein abgekartetes Spiel und sie hatten den Mann bezahlt, um Jesus eine Falle zu stellen. Und dann bringen sie diese arme Frau an. Vielleicht hat sie die ganze Nacht in einer Zelle gesessen. War sie verheiratet? Vielleicht. Hatte sie Kinder? Vielleicht.
Und die Pharisäer schauen verächtlich auf sie herab, und sie denkt: ‚Mein Leben ist vorbei. Werde ich je meine Kinder wiedersehen? Meine Ehe ist vorbei. Werde ich jetzt mittellos auf die Straße gesetzt? Und schlimmer noch, sie reden davon, mich hinzurichten.“ Die Frau hatte sicher entsetzliche Angst. Und nun wird aus dem Ganzen auch noch ein öffentliches Spektakel! Sicher war sie voller Scham und Reue, als sie vor der gaffenden Menschenmenge stand. Aber Jesus stellte die ganze Sache auf den Kopf.
Als er sagte: „Dann verurteile ich dich auch nicht“, wuschen da seine Worte nicht die erdrückende Last der Scham und Schuld fort, die auf ihr lag?
Vor einigen Jahren predigte ich in Bremen in Deutschland und lud die Zuhörer ein, ihr Leben Jesus ganz anzuvertrauen. Wenn sie wollten, konnten sie dazu nach vorn ans Podium kommen, und viele taten dies auch. Nach dem Gottesdienst sprach ich also mit verschiedenen Menschen. Unter ihnen war auch eine junge Frau. Sie war hübsch, vielleicht Ende 20, und es war nicht zu übersehen, dass sie geweint hatte. Sie wollte der Einladung zu einem Leben mit Jesus folgen. Und sie erzählte mir ihre Geschichte: Um sich Geld dazuzuverdienen, verkaufte sie ihren Körper an einen Mann. Eigentlich sollte das nur eine einmalige Angelegenheit sein, doch inzwischen war sie seit Jahren eine Prostituierte.
Sie erzählte mir ihre Geschichte, und dann brach sie wieder in Tränen aus. Sie war völlig überwältigt von der Güte und Vergebung Jesu. Und sie sprach davon, wie diese enorme Last irgendwie von ihrem Leben genommen worden war. Sie sagte: „Ich kann es kaum glauben. Ich kann kaum glauben, was passiert ist.“

Die Frau in der Geschichte fühlte sicherlich etwas ganz Ähnliches.

Ich weiß, manche denken, dass Jesu Barmherzigkeit eine Lizenz zum Weitersündigen ist, doch das stimmt überhaupt nicht. Lesen Sie mit mir Johannes 8,10-11:

„Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo sind sie? Hat niemand dich verurteilt?
Sie aber sprach: Niemand, Herr.
Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht.“
Lesen wir die letzten Worte zusammen: „Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!“

Ich verurteile dich nicht, aber geh und sündige nicht mehr. Die gleiche Gnade, die dich reingewaschen und dir Vergebung gebracht hat, befähigt dich nun, ein verändertes Leben zu führen.

In Johannes 5 gibt es eine Geschichte von einem Mann, der am Teich Bethesda lag und seit 38 Jahren krank war. Jesus heilte ihn. Später traf Jesus den Mann im Tempel wieder und sagte: „Du bist geheilt worden. Jetzt geh und sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres widerfährt.“ Die Gnade Gottes, die heilt und vergibt, lehrt auch.

Was lehrt sie? Wir sehen den Text gleich hier. Titus 2,11-12:

„Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen, und unterweist uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf.“

Zuerst bringt Gottes Gnade die Rettung, dann lehrt sie. Zuerst kommt die Barmherzigkeit, dann kommt die Unterweisung. Und in dieser Unterweisung liegt die Kraft, Verhalten zu verändern.
Wer das umdrehen will und sagt: „Verhaltet euch richtig, wenn ihr Barmherzigkeit von Gott wollt“, der sagt damit, dass in seinen Augen manche Menschen für Gottes Erbarmen unerreichbar sind. Aber liebe Freunde, ich sage Ihnen, Gott hat heute Barmherzigkeit für Sie. Es gibt Erbarmen für schuldige Menschen.

Wenn Sie unter einer erdrückenden Last von Scham und Schuld leiden, dann sage ich Ihnen: Jesus ist voller Barmherzigkeit, wenn Sie sich ihm zuwenden. Sie sind nicht unerreichbar für seine Barmherzigkeit. Er ist derselbe gestern, heute und für immer.

Zweitens ist Jesus ein Arzt für die Kranken. Einen großen Teil seines irdischen Lebens verwendete Jesus darauf, Kranke zu heilen. Und seine Einstellung zu Krankheit hat sich seitdem nicht geändert. Er hat großes Mitgefühl mit leidenden Menschen. Und er sieht Krankheit nicht als eine Art Segen von Gott an. Wenn man in der Bibel liest, wie Jesus Dämonen austrieb, zeigt sich im griechischen Text, dass er dafür äußerst harte Worte gebrauchte. Wenn er es mit bösen Geistern zu tun hatte, war er gebieterisch und hart.
Die gleichen harten Worte benutzte er, wenn es um Krankheiten ging. Er behandelte Krankheit als Feind, nicht als Freund. Tatsächlich sagte Jesus bei den Tausenden Heilungen, von denen in den Evangelien berichtet wird, nicht ein einziges Mal auch nur zu einem Menschen: „Du kannst nicht geheilt werden. Diese Krankheit ist Gottes Wille für dich.“ Nicht ein einziges Mal. Aber etwas fällt auf an den etwa 20 verschiedenen Einzelfällen von Heilungen, von denen bei Matthäus, Markus, Lukas und Johannes berichtet wird. Diese Fälle ebenso wie die vielen Heilungen, die Jesus vollbrachte, wenn Menschenmengen zu ihm kamen, haben fast alle eine Gemeinsamkeit. Wissen Sie, welche Gemeinsamkeit das war? Die Menschen, die zu ihm kamen und Heilung suchten, waren nicht passiv. Sie suchten aktiv und hartnäckig Heilung von Jesus.

Ein paar Beispiele nur aus dem Matthäusevangelium. Das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Matthäus 8,1-2: Ein Leprakranker kam und kniete vor Jesus nieder. Er wurde geheilt.
Matthäus 8,5-6: Der römische Hauptmann kam, und sein Diener wurde geheilt.
Matthäus 8,16: Besessene und Kranke wurden zu Jesus gebracht, und sie wurden geheilt.
Matthäus 9,1-2: Ein Gelähmter wurde zu Jesus gebracht und geheilt.
Matthäus 9,18: Jairus kam und kniete vor Jesus nieder, und seine Tochter wurde geheilt.
Matthäus 9,28: Zwei Blinde kamen zu ihm ins Haus. Sie wurden geheilt.
Matthäus 15,22: Die kanaanitische Frau kam zu ihm, und ihre Tochter wurde geheilt.
Matthäus 15,30: Große Volksmengen kamen und brachten Lahme, Blinde, Verkrüppelte, Stumme und viele andere Kranke zu ihm. Sie legten sie Jesus zu Füßen, und alle wurden geheilt.

Sie kamen. Sie kamen, sie brachten, sie suchten ihn auf. Sie suchten aktiv Heilung von Jesus. Sie saßen nicht einfach zu Hause und sagten: „Wenn er ist, wer er zu sein behauptet, dann wird er mich schon finden.“

Wie war das denn bei der Frau mit den Blutungen? Als sie von Jesus hörte, kam sie, drängte sich von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes. Damit handelte sie einer biblischen Verheißung entsprechend. Im letzten Kapitel des Propheten Maleachi heißt es über den Messias: „Die Sonne der Gerechtigkeit [wird] aufgehen, und Heilung ist unter ihren Flügeln“. Das hebräische Wort für „Flügel“ ist das gleiche wie das für die Quasten oder den Saum eines Gewandes. Sie handelt also einer biblischen Verheißung entsprechend. Aber wäre sie nicht so aggressiv gewesen, würden wir ihre Geschichte nicht kennen.
Wir wüssten nichts über die kanaanitische Frau, wenn sie nicht gekommen wäre. Wir würden den Namen des blinden Bartimäus nicht kennen, wenn er nicht immer wieder gerufen hätte: „Jesus, Sohn Davids, erbarme dich über mich!“, selbst als die Leute sagten, er solle still sein. Keiner von ihnen setzte sich hin und sagte: „Gott weiß schon, wer ich bin und wo ich bin.“ Wir dürfen nicht passiv sein.

Ich bin wirklich mehr als dankbar für jeden, der in einem medizinischen Beruf arbeitet. Wenn Sie dazugehören, dann danken Sie Gott dafür. Es ist eine hohe Berufung, Menschen zu helfen und den menschlichen Körper bei der Heilung zu unterstützen, die Gott in uns hineingelegt hat.
Und ganz ehrlich: Ich wäre heute nicht hier ohne die medizinischen Fachkräfte, die Gott gebraucht hat, um mich nach meinem Bootsunfall am Leben zu halten. Dafür bin ich unglaublich dankbar!
Aber ich möchte für mich ganz persönlich auch sagen: Ich sollte, wenn es um Heilung geht, dem großen Arzt mindestens so viel Zeit einräumen wie einem irdischen Arzt. Wenn wir ein Problem haben und einen irdischen Arzt aufsuchen, dann nehmen wir uns einen halben Tag frei, fahren zur Praxis, sitzen 45 Minuten im Wartezimmer. Dann kommen wir in den Behandlungsraum und sitzen weitere 20 Minuten auf der Liege mit der Papierabdeckung. Und dann kommt ein Assistent und sagt: „Der Arzt wird gleich bei Ihnen sein.“ Irgendwann kommt dann der Arzt herein, untersucht uns, schreibt vielleicht ein Rezept und sagt: „Kommen Sie in einer Woche wieder.“ Dann fahren wir zur Apotheke, lösen das Rezept ein, und eine Woche später nehmen wir uns wieder einen halben Tag frei und gehen zum Arzt. Ich meine, wir verbringen endlose Stunden beim Arzt – und das sind gut investierte Stunden. Aber wenn wir uns dann zum Thema Heilung nicht einmal 30 Minuten mit der Bibel beschäftigen können, dann ist das für mich ein Ungleichgewicht.
Wenn Sie krank sind, sollten Sie sich mit jedem einzelnen Fall in den Evangelien vertraut machen, in dem Jesus Menschen heilte. Sie sollten diese Fälle in- und auswendig kennen. Sie sollten wissen, ob diese Menschen Warzen an den Knien hatten. Sie sollten alles über sie wissen, was man wissen kann. Studieren Sie diese Dinge. Liebe Freunde, aus dem Wort Gottes kommt Leben, also seien Sie nicht passiv. Jesus heilt auch heute noch. Aber er heilte die, die ihn aufsuchten. Nicht ausschließlich, aber die Mehrheit derer, die geheilt wurden, hatten ihn aktiv aufgesucht.

Der dritte Aspekt ist: Jesus hat Frieden für problembeladene Menschen. Schlagen Sie bitte mit mir Markus 5 auf. Ich möchte eine sehr bekannte und oft zitierte Geschichte lesen. Markus 5,1:

„Und sie kamen an das jenseitige Ufer des Sees in das Land der Gerasener. Und als er aus dem Boot gestiegen war, begegnete ihm sogleich von den Grüften her ein Mensch mit einem unreinen Geist, der seine Wohnung in den Grabstätten hatte; und selbst mit Ketten konnte ihn keiner mehr binden, da er oft mit Fußfesseln und mit Ketten gebunden worden war und die Ketten von ihm in Stücke zerrissen und die Fußfesseln zerrieben worden waren; und niemand konnte ihn bändigen. Und allezeit, Nacht und Tag, war er in den Grabstätten und auf den Bergen und schrie und zerschlug sich mit Steinen.
Dieser Mann war besessen gewesen. Ein böser Geist hatte die Kontrolle, und viele weitere böse Geister wohnten in dem Mann. Jesus trieb sie alle aus. In der Geschichte lesen wir, dass die Dämonen Jesus anflehten, in eine Herde Schweine fahren zu dürfen. Jesus erlaubte es ihnen. Die Schweine stürzten sich einen Abhang herunter und ertranken im See.
Das war in Israel ein illegales Handwerk. Der Besitzer hätte keine Schweine haben dürfen. Aber die Hirten rannten in die Stadt und ins Umland und erzählten allen, was passiert war. Und die Menschen kamen in Massen um zu sehen, was da geschehen war. Sie kamen zu Jesus und fanden diesen Mann, der früher besessen gewesen war. Vers 15:

„Und sie kommen zu Jesus und sehen den Besessenen, der die Legion gehabt hatte, bekleidet und vernünftig sitzen, und sie fürchteten sich.“

Dieser Fall geht über Entmutigung und Depression hinaus. Er war besessen. Wie er in diesen traurigen Zustand gelangt war, erfahren wir nicht, aber es ist in jeder Hinsicht ein Jammer. In Vers 4 heißt es, dass man ihn oft in Ketten und Fesseln legte. Oft, das heißt, man hatte ihn gejagt und gefangen und gefesselt. Was für ein Leben ist das? Und oft zerbrach er die Ketten wieder. Gejagt, gefangen. Man warf Netze über ihn. Man legte ihn in Ketten. Und er riss sich immer wieder los und kehrte zu den Gräbern zurück und wanderte durch die Berge.
Ich sehe hier sechs Dinge, wie sich das Wirken des bösen Geistes im Leben des Mannes zeigte. Erstens, er war isoliert. Zweitens, er war moralisch und körperlich unrein, er lebte bei den Gräbern. Im Bericht von Lukas heißt es, dass er keine Kleider trug. Drittens, er hatte keine Hemmungen. Weder die Gesetze Gottes noch die Gesetze von Menschen hielten ihn zurück. Er war nicht zu bändigen. Viertens, er ist rastlos. Tag und Nacht schrie er, wenn er bei den Gräbern und in den Bergen wanderte. Er hatte keinen Frieden, er war rastlos.

Fünftens, er litt aufgrund von selbst zugefügten Wunden. Es war nicht nur so, dass er seinen Körper nicht richtig pflegte, sondern er verletzte seinen Körper absichtlich.

Ich weiß noch, wie ich einmal eine junge Frau im Krankenhaus besuchte, weil ihre Mutter mich darum gebeten hatte. Sie war vielleicht 16 Jahre alt. Sie hatte am Arm eine Wunde, offenbar von einem Spinnenbiss, und irgendwie hatte sich die Wunde entzündet und alles war eskaliert. Die Ärzte gaben ihr Antibiotika und bekamen die Infektion unter Kontrolle. Dann flammte das Ganze wieder auf und wurde immer schlimmer. Mit einer weiteren Behandlung wurde es besser, anschließend aber wieder schlimmer. Die junge Frau lag seit vielleicht 10 Tagen im Krankenhaus, als ich sie besuchte. Ihr Arm war ganz schwarz, und man sprach sogar von einer möglichen Amputation. Die Ärzte sagten: „Das sieht einfach nicht nach einem Spinnenbiss aus. Wir wissen nicht, warum es sich immer wieder infiziert, das ist unlogisch.“ Am Ende installierten sie heimlich eine Kamera im Krankenzimmer. Und es stellte sich heraus, dass dieses hübsche 16-jährige Mädchen eine versteckte Spritze hatte, mit der sie sich Make-up in den Arm spritzte. Freunde, das ist nicht normal.

Er schnitt sich mit Steinen. Er verletzte sich selbst.Und schließlich sechstens, er war eine Gefahr und eine Bedrohung für andere.

Doch Jesus befreit ihn. Er ist nicht mehr rastlos. Wir sehen, dass er dasitzt. Er ist nicht mehr unrein. Er ist angekleidet, er ist nicht mehr isoliert. Er kann sich beherrschen. Er ist keine Gefahr für sich und andere mehr. Er ist bei klarem Verstand.
Wenn irgendetwas aus diesem ganzen Spektrum auf Sie zutrifft, dann möchte ich Ihnen sagen: Jesus hat Frieden für Sie. Ob es bei Ihnen einfach Sorgen sind oder Entmutigung, Depression oder Unterdrückung oder Besessenheit -– liebe Freunde, Jesus kann Ihre Gedanken ordnen und Ihnen Frieden bringen. Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Er ist der Friedefürst und er will Ihnen Frieden schenken.

Die folgende Geschichte habe ich schon einmal erzählt. Mich besuchte ein Mann, der vom anderen Ende des Bundesstaats gekommen war, nur um mir und der Gemeinde zu danken. Das kam mir wirklich seltsam vor, weil ich ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Es stellte sich heraus, dass er im Pelican-Bay-Hochsicherheits-gefängnis in Haft gewesen war, wo die schlimmsten der schlimmsten Verbrecher einsitzen. Und er erzählte mir Folgendes: „Ich hatte Tag und Nacht entsetzliche Gewaltgedanken, böse, schreckliche Dinge. Ich hatte keine Kontrolle über meine Gedanken. Nachts hatte ich furchtbare Albträume von den bösesten, abscheulichsten, gewaltsamsten Dingen, die man sich vorstellen kann. Aber meine Mutter war eine Beterin, sie war Christ, und sie betete für mich. Trotzdem wurde ich jahrelang von diesen Gedanken und Albträumen gequält. Aber plötzlich eines Nachts, mitten in einem gewaltsamen Traum, erschien mir dieser Mann. Er sagte nichts, sondern lächelte mich nur an. Und dann kam Frieden über mich. Es war, als wollte er mit seinem Lächeln sagen: Alles wird gut.“
In der nächsten Nacht hatte der Häftling wieder Albträume und er erzählte: „Der Mann tauchte wieder in meinem Traum auf. Ich hatte keine Ahnung, wer er ist. Und er lächelte mich einfach an. Das passierte ein paar Mal und danach konnte ich schlafen. Nach und nach fühlte ich mich nicht mehr so gequält. Irgendwann wurde ich in ein normales Hochsicherheitsgefängnis überstellt.“ Ich kann mich noch genau an die Worte des Mannes erinnern: „Das war wie ein Urlaub verglichen mit den Umständen in Pelican Bay.“ Und er erzählte, als er in das andere Hochsicherheitsgefängnis kam: „Ich ging an einem Freizeitraum vorbei, und ein paar Häftlinge schauten Fernsehen. Es war ein Gottesdienst aus der Cottonwood-Gemeinde.“
Er sagte: „Ich ging in den Raum und war völlig von den Socken. Der Typ im Fernsehen war der gleiche wie in meinen Träumen. Bayless, das waren Sie!“ Ich sagte: „Sie machen Witze!“ Er antwortete: „Nein. Also setzte ich mich zu den anderen und schaute die Sendung. Ich betete und vertraute Jesus mein Leben an.“ Nach vielen Jahren wurde er entlassen, und …
Er kam hierher, um der Gemeinde und mir für die Fernsehsendung zu danken.
Jesus wird tun, was nötig ist, um Ihnen Frieden zu bringen. Er ist der Friedefürst. Und wenn Ihre Mutter eine Beterin ist, hilft das auch.
Ich habe einen guten Freund, er ist einer meiner besten Freunde. Ich wusste, dass er gelegentlich an Depressionen litt. Aber bis vor Kurzem war mir nicht bewusst, wie schlimm es war, bis er mir seine ganze Geschichte erzählte. Phasenweise hatte er sogar Selbstmordgedanken. Ich hatte keine Ahnung, und wir sind schon sehr lange befreundet. Aber Jesus hat ihn befreit. Ich sage Ihnen, er ist derselbe gestern, heute und für immer.
Ja, Jesus ist derselbe gestern, heute und für immer. Er hilft Ihnen in Zeiten der Not. Und Sie können ihm vertrauen. Ja, Sie.

Jesus wirkt Wunder. Er ist mächtig und er ist gegenwärtig.

Vater, ich bete für meine Freunde, die gerade zuschauen. Ich bitte dich, dass du deine Macht in ihrem Leben zeigst, Herr. Streck deine Hand aus und heile sie. Berühre sie jetzt im Namen von Jesus.

Gott, ich bitte dich für die, die Weisheit brauchen. Schenke ihnen Weisheit und zeige ihnen, welchen Weg sie gehen sollen. Ich bitte dich für alle, die mit Depressionen zu kämpfen haben wie mein Freund. Befreie sie. Möge Friede in ihre Herzen einziehen und möge die Depression im mächtigen Namen von Jesus verschwinden.

Mein Freund, Gott liebt Sie. Er liebt Sie so sehr, dass er seinen Sohn gesandt hat, um am Kreuz für Sie zu sterben. Was für eine Liebe! Wie großzügig ist Gott, weil wir ihm so viel wert sind! Und er wird seine Haltung Ihnen gegenüber nie ändern.

Danke, dass Sie diese Sendung geschaut haben. Bitte schauen Sie sie auch weiterhin. Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören. Und einen herzlichen Dank allen, die uns finanziell unterstützen.

Ohne Ihre treue Hilfe könnten wir nicht tun, was wir tun. Ich möchte Ihnen also einfach sagen, wie dankbar wir hier bei „Antworten mit Bayless Conley“ sind. Mein ganzes Team und ich danken Ihnen ganz herzlich. Möge Gott Sie im Namen von Jesus reich segnen.

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