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Wie du Gottes heilende Kraft erleben kannst

Gottes heilende Kraft steht jedem zur Verfügung, auch dir. Anhand der Heilung des Gelähmten in Lukas 5 zeigt dir Bayless Conley in dieser Predigt, wie auch du diese Kraft in deinem Leben erfahren kannst.

Wandern Sie durch Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Schauen Sie zu, wie Jesus die Frau mit den Blutungen heilt. Schauen Sie zu, wie er die Tochter des Jairus von den Toten auferweckt. Schauen Sie zu, wie er den Mann mit der verdorrten Hand heilt. Schauen Sie zu, wie er die zehn Leprakranken heilt. Sehen Sie, wie er alle heilt, die zu ihm kommen, und wie er niemanden wegschickt.

Hallo, ich bin Bayless Conley. Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt: Er hat Antworten auf deine Fragen.

Wenn Sie eine Bibel dabei haben, schlagen Sie bitte Lukas 5 auf.

Die Geschichte, die wir heute lesen wollen, beginnt mit einem Mann, der geheilt wird. Sein Körper war voller Lepra. Lukas, der beliebte Arzt, erzählt davon. Und Jesus heilte diesen Leprakranken. Es war eine wunderschöne Sofortheilung. Wir lesen in Lukas 5, ab Vers 14:

„Und er gebot ihm, es niemand zu sagen: Geh aber hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, wie Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis! Aber die Rede über ihn verbreitete sich umso mehr; und große Volksmengen versammelten sich, ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden.“

In den anderen Evangelien lesen wir, dass dieser geheilte Leprakranke Jesus nicht gehorchte, sondern losging und allen erzählte, was passiert war. Und daraufhin verbreitete sich die Nachricht von Jesus und seinem Dienst und dass er Menschen heilte überall wie ein Lauffeuer. Deswegen kamen die Menschen in Massen zu Jesus. Viele kamen, um ihn zu hören und um geheilt zu werden. Jesus war nun gefragt. Er war berühmt. Darum gab es unter den Pharisäern und Gesetzeslehrern viele Diskussionen, Spekulationen und Eifersucht.

Und dann kommen wir zu Vers 17 von Lukas 5:

„Eines Tages saßen einige Pharisäer und Schriftgelehrte dabei, als Jesus lehrte. Die Männer waren aus den Dörfern von ganz Galiläa und Judäa und sogar aus Jerusalem hergekommen. Und die heilende Kraft des Herrn ging von Jesus aus.“

Sie waren gekommen, um Jesus und seine Lehre unter die Lupe zu nehmen; nicht, um von ihm zu lernen. Zu diesem Zeitpunkt, so lesen wir in den Evangelien, kritisierten sie fast alles, was Jesus tat. Und einige hatten schon angefangen, ihm vorzuwerfen, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Es hatte damit angefangen, dass sie Johannes und seinen Dienst nicht akzeptierten. Der Grund für all das war Eifersucht. Wir lesen in Lukas 7,30, dass die Pharisäer und Gesetzeslehrer den Willen Gottes für sich schon zurückgewiesen hatten, weil sie die Taufe des Johannes ablehnten. Die Eifersucht in ihren Herzen und ihre Ablehnung der Wahrheit war von Johannes bis zu Jesus exponentiell gewachsen.

Und nun kamen sie zu ihm, weil sie von der Heilung des Leprakranken und von Jesu Dienst gehört hatten. Sie kamen aus jeder Stadt in Judäa, aus Jerusalem und aus Galiläa. Also praktisch aus ganz Israel. Alle Pharisäer und Gesetzeslehrer hatten sich versammelt.

Die jüdischen Anführer aus Jerusalem und Judäa lagen im Streit mit denen aus Galiläa. Sie betrachteten die Pharisäer und Anführer aus Galiläa als eine Art Cousin vom Lande, die sich durch ihre Offenheit gegenüber hellenistischen Einflüssen kompromittiert hatten. Aber sie hatten beschlossen, ihre Differenzen für eine Weile ad acta zu legen, damit sie gemeinsam Jesus durch seine Worte überführen und ihn angreifen konnten. Und doch war die Kraft des Herrn da, um sie zu heilen. Die Heilungsgabe des Geistes lag auf Jesus, um ihnen Heilung zu schenken.

O wie barmherzig und gnädig unser Gott doch ist! Offensichtlich waren einige von ihnen krank und Gottes großes Herz wollte ihnen Heilung schenken. Aber leider lesen wir, dass keiner von ihnen geheilt wurde.

Ich glaube, dass es auch heute Menschen gibt, deren Herzen so ungehorsam und verhärtet sind, dass sie damit Gottes segnende und heilende Hand aus ihrem Leben fernhalten. Sie müssen erst von dieser Härte umkehren. Es ist, als würde man einen Krankenwagen rufen und sich dann weigern, die Tür aufzumachen, um die Sanitäter hereinzulassen.

Und so sehen wir in der Geschichte zwei sehr unterschiedliche Herzenshaltungen. Ab Vers 18 heißt es:

„Da trugen ein paar Männer auf einer Matte einen Gelähmten herbei. Sie versuchten, durch die Menge zu Jesus vorzudringen,
doch es gelang ihnen nicht. Schließlich stiegen sie auf das Dach, nahmen ein paar Ziegel weg und ließen den Kranken auf der Matte mitten unter die Zuhörer hinab, Jesus direkt vor die Füße.“

Diese Freunde waren also entweder zum Haus ihres gelähmten Freundes gegangen oder hatten ihn auf der Straße gesucht, wo er bettelte. Und sie sagten zu ihm: „Wir haben von diesem Jesus von Nazareth gehört. Er kann heilen. Dieser leprakranke Mann wurde vollständig geheilt. Komm! Wir glauben, dass er dir helfen kann.“ Und hier steht: „Sie versuchten, durch die Menge zu Jesus vorzudringen.“

Die Männer versuchten, ins Haus zu kommen. Sie suchten nach einem Weg, um hineinzukommen. Aber sie schafften es nicht wegen der Menge. Nicht nur, weil es so viele Menschen waren, sondern auch, weil sie nicht auf ihre Bitten und ihr Bemühen reagierten. Sie kamen nicht ins Haus. Aber der Glaube findet immer einen Weg.

Und was sie dann taten, war Glaube, der sichtbar wurde. Sie kletterten auf das Dach, nahmen die Ziegel weg und ließen ihn hinab. Und im nächsten Vers steht:

„Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Mann: Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“

Im Jakobusbrief heißt es: „Der Glaube ohne entsprechendes Handeln ist tot.“

Diese Männer hatten genau wie die Pharisäer und Lehrer von Jesus gehört. Sie waren alle gekommen; aber aus sehr unterschiedlichen Gründen. Jesus sah also ihren Glauben und sagte zu dem Mann: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ Und wir lesen ab Vers 21:

„Für wen hält dieser Mann sich?«, sagten die Pharisäer und die Schriftgelehrten zueinander. »Das ist doch Gotteslästerung! Wer außer Gott kann Sünden vergeben?

Jesus wusste, was sie dachten, und fragte sie: Was macht ihr euch für Gedanken in euren Herzen? Ist es leichter zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben oder: Steh auf und geh? Ich werde euch beweisen, dass der Menschensohn auf Erden die Vollmacht hat, Sünden zu vergeben. Und er wandte sich an den Gelähmten und sagte: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause!

Da sprang der Mann vor den Augen aller Anwesenden auf die Füße, hob seine Matte auf und ging nach Hause und lobte Gott aus vollem Herzen. Ehrfürchtiges Staunen erfasste die Zuschauer. Sie priesen Gott und sagten immer wieder: Heute haben wir wirklich Unglaubliches gesehen.“

Ich möchte ein paar Gedanken zu dieser Geschichte loswerden. Der erste Gedanke ist: Der gelähmte Mann wurde geheilt, und die Pharisäer und Gesetzeslehrer wurden nicht geheilt. Und doch war die Kraft des Herrn da, um zu heilen. Beide hatten davon gehört, dass Jesus Kranke heilt. Beide kamen zu ihm – aber mit einer ganz unterschiedlichen Haltung.

Der Gelähmte und seine Freunde kamen mit Glauben im Herzen, während die Pharisäer und Lehrer in ihren Herzen argumentierten. Auf der einen Seite hat man also Taten, auf der anderen kritische Blicke und Diskussionen.

Überlegen wir uns das einmal. Die religiösen Leiter, die sich weigerten zu glauben, besetzten jeden Zentimeter des Hauses, so dass die geistlich Hungernden und Menschen mit echten Nöten nicht bis in die heilende Gegenwart von Jesus vordringen konnten. Diese Anführer versperrten buchstäblich den Weg zu Jesus. Und in einem gewissen Maß ist das auch heute noch so.

Es gibt einige Religionsführer und Gelehrte, deren Herzen mit menschlicher Logik und Streitsucht erfüllt sind statt mit einfachem Glauben. Und wie die Pharisäer von damals nehmen sie die Predigt von jemandem über Heilung auseinander, aber nicht um zu lernen, sondern um irgendeine Aussage oder ein Zitat zu finden, die sie dieser Person vorwerfen können, auf die sie eifersüchtig sind. Und mit dem, was sie tun, halten sie buchstäblich Menschen in Not davon ab, die heilende Gegenwart von Jesus zu erreichen.

Vielleicht sagt jetzt jemand: „Aber was kann man da tun?“ Freund, Sie können das gleiche tun, was der Gelähmte und seine Freunde getan haben. Handeln Sie über ihren Kopf hinweg. Sie ignorierten sie und wandten sich an eine höhere Instanz. Sie ignorierten die Pharisäer und die Gesetzeslehrer und gingen direkt zu Jesus.

Ignorieren Sie diese Leute. Wenden Sie sich direkt an die höchste Instanz. Gehen Sie zu Jesus selbst. Kein Prediger, kein Pastor, kein Priester hat das Recht, Ihnen den Weg zur heilenden Gegenwart Jesu zu versperren.

Manche werden jetzt denken: „Aber woher weiß ich, was stimmt?“ Wenn man an Heilung denkt, ist es wie bei einem Fluss. Die Baptisten haben ihre Lehre hineingeworfen. Die Lutheraner haben ihre Lehre hineingeworfen. Die Pfingstler haben ihre Lehre hineingeworfen. Die Katholiken haben ihre Lehre hineingeworfen. Und die Episkopalen haben ihre Lehre hineingeworfen. Woher will man wissen, was stimmt? Es ist alles so durcheinander und trübe, das man nicht mehr weiß, was stimmt. Der eine sagt, Heilung gehöre zur Erlösung. Der andere sagt: „Nein, das hat mit dem letzten Apostel geendet.“ Der nächste sagt: „Jesus heilt nicht mehr.“ Wieder ein anderer sagt: „Er heilt manchmal, aber man kann nie wissen, wen.“ All das ist in den Fluss geworfen worden. Und nun fragen manche Menschen: „Woher weiß ich, was stimmt?“

Hier zwischen Seal Beach und Long Beach fließt der San Gabriel River ins Meer. Und wenn man sich den Fluss hier im Tiefland der Küstenregion anschaut, ist das Wasser ganz schmutzig. Es fließt langsam. Es ist verschmutzt. Man würde es ganz sicher nicht trinken. Es ist trübe. Es ist einfach eklig. Ganz anders, wenn man zur Quelle des San Gabriel River hinaufwandert. Ich habe das gemacht. Als Kind bin ich zur Quelle des San Gabriel River gewandert, und als Teenager auch. Und dort oben ist das Wasser kalt und klar. Man kann ohne weiter nachzudenken daraus trinken. Und Regenbogenforellen schwimmen darin. An der Quelle ist der Fluss wunderschön und sauber.

Ich sage Ihnen: Wandern Sie zurück zur Quelle. Wandern Sie durch Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Schauen Sie zu, wie Jesus die Frau mit den Blutungen heilt. Schauen Sie zu, wie er die Tochter des Jairus von den Toten auferweckt. Schauen Sie zu, wie er den Mann mit der verdorrten Hand heilt. Schauen Sie zu, wie er die zehn Leprakranken heilt. Sehen Sie, wie er alle heilt, die zu ihm kommen, und wie er niemanden wegschickt.

Wandern Sie durch die Apostelgeschichte und sehen Sie, wie der Mann an der Schönen Pforte im Namen von Jesus geheilt wird. Sehen Sie, wie der Schatten von Petrus auf Menschen fällt und ihnen Heilung bringt; wie der verkrüppelte Mann in Lystra geheilt wurde und wie alle auf der Insel Malta im Namen von Jesus geheilt wurden. Blicken Sie in die Augen von Jesus, derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.

Sie können zur Quelle zurückgehen. Sie können zur Quelle wandern und herausfinden, was stimmt. Lassen Sie sich von niemandem daran hindern, in seine Gegenwart zu kommen. Gehen Sie selbst zu ihm.

Noch ein weiterer Gedanke. Diese Männer stießen auf ihrem Weg zu Jesus auf Hindernisse. Aber für sie war das kein Hinweis darauf, dass der Herr ihrem gelähmten Freund nicht heilen wollte. Sie interpretierten die Hindernisse auf ihrem Weg nicht als eine Art Zeichen, dass Gott nicht guthieß, was sie da taten.

Manche sagen: „Wenn es Gottes Wille wäre, würde die Tür offenstehen. Dann hätten wir einen Platz in der ersten Reihe. Gehen wir lieber nach Hause. Diese Tür ist geschlossen.“

Nein, so sahen sie das ganz und gar nicht. Echter Glaube bleibt hartnäckig. Würde Gott uns durch Hindernisse sagen, dass etwas nicht sein Wille ist, dann wäre der Apostel Paulus nie dem Willen Gottes für sein Leben gefolgt.

Nur ein paar Beispiele: In 2. Korinther 11 sagt Paulus: „Unzählige Male bin ich ausgepeitscht worden. Ich wurde oft ins Gefängnis geworfen. Ich wurde mit Ruten geschlagen und gesteinigt. Ich habe Schiffbruch erlitten, bin einen Tag und eine Nacht auf dem Meer getrieben, musste ohne Nahrung und Schlaf auskommen. Ich wurde von Räubern, wütenden Juden und wütenden Nichtjuden angegriffen.“ Und so weiter. Ein Hindernis nach dem anderen.

Freunde, wären Hindernisse ein Zeichen von Gott, dass wir nicht seinen Willen tun, dann würden Sie heute nicht in diesem Gebäude sitzen. Es wäre nie gebaut worden. Wir hätten dieses Gelände nie gekauft. Wir hätten unser letztes Gebäude nie gebaut. Wir hätten unser erstes Gebäude nie gemietet. Würde Gott uns durch Schwierigkeiten zeigen, dass wir nicht mehr seine Gunst genießen, hätten wir nie einen Missionar ausgesendet. Wir hätten nie mit der Fernseharbeit begonnen. Wir hätten nie die Wahrheit von dieser Bühne aus gepredigt.

Diese Männer sahen all die Hindernisse nicht als Zeichen von Gott, dass sie auf dem falschen Weg waren. Echter Glaube ist hartnäckig.

Und noch ein weiterer Gedanke. Ein reines Gewissen ist wichtig für den Glauben. Überlegen Sie sich das einmal. Der Mann wird in ihre Mitte hinabgelassen. Überall sind Staub und Schutt. Und Jesus blickt den Mann an, der eindeutig Heilung braucht, und sagt: „Deine Sünden sind dir vergeben.“

In 1. Johannes 3,21 steht:

„Wenn unser Gewissen uns also nicht länger verurteilt, … können wir uns voll Zuversicht an Gott wenden.“

Offensichtlich musste dieser Mann erst wissen, dass ihm vergeben war, bevor er geheilt werden konnte.

Als ich ganz neu Christ war, hatte ich noch nicht viel verstanden. Ich wusste nur, dass ich eine Veränderung erlebt hatte. Ich hatte noch nicht viel in der Bibel gelesen. Ich hatte gerade erst eine für 35 Cent auf einem Flohmarkt gekauft. Niemand hat mich gewarnt, also fing ich mit 1. Mose an. Es war ziemlich spannend. 2. Mose war auch gut. Im 3. Buch Mose blieb ich stecken. Aber ich war begeistert. Ich wusste, dass etwas passiert war.

Und eines Tages war ich mit einer Freundin in einem Park und versuchte ihr davon zu erzählen. Ich sagte: „An diesem Jesus ist etwas dran. Ich bin anders.“ Und sie fing an zu weinen. Ich fragte: „Was ist los?“ Sie sagte: „Bayless, Gott hasst mich.“ Ich sagte: „Gott hasst dich nicht. Warum sollte er das?“ Und sie sagte: „Bevor wir uns kennengelernt haben, hatte ich zwei Abtreibungen. Ich habe zwei meiner Kinder umgebracht. Gott hasst mich ganz bestimmt.“

Ja, ich finde, dass es Mord ist, ein Kind außerhalb des Bauches umzubringen; und ich finde auch, dass es Mord ist, ein Kind im Bauch umzubringen. Und ich wusste nicht, was ich ihr sagen sollte, außer: „Ich glaube nicht, dass Gott dich hasst.“ Ich wünschte, ich hätte den Bibelvers gekannt, in dem es heißt: „So weit der Osten vom Westen entfernt ist, so weit entfernt er unsere Übertretungen von uns.“ Ich wünschte, ich hätte gewusst, dass Gott sagt: „Deiner Sünden und Verfehlungen werde ich nicht mehr gedenken.“ Ich wünschte, ich hätte gewusst, dass ich ihr sagen kann, dass das Blut Jesu alle Schuld von uns abwäscht. Diese Schuld lastete auf ihrem Gewissen und hielt sie davon ab, Gott zu vertrauen. Sie glaubte nicht, dass Gott so gut zu ihr sein konnte wie zu mir, weil sie das getan hatte.

Jesus sagte zu diesem Mann: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ Ich bin sicher, dass er das hören musste.

Und noch ein Gedanke: Dieser Gelähmte hatte Freunde. Ohne sie würde diese Geschichte nicht in der Bibel stehen. Wir können andere zu Jesus bringen. Auf jeden Fall in unseren Gebeten, und das sollten wir auch. Aber ich glaube, dass wir es sogar körperlich tun können. Wir können Freunde zum Gottesdienst, in einen Hauskreis oder zur Bibelstunde mitnehmen. Vermutlich gibt es in Ihrem Umfeld Menschen, bei denen Gott möchte, dass Sie sie zu ihm bringen – zuerst im Gebet, aber auch durch eine Einladung. „Komm doch mit zum Gottesdienst. Danach essen wir zusammen. Es wird dich nicht umbringen. Vielleicht bist du sogar überrascht.“ Sie werden staunen, wie viele Menschen positiv auf eine solche Einladung reagieren werden. Bringen wir unsere Freunde zu Jesus.

Ich erinnere mich an ein Erlebnis hier auf der Katella Avenue, in dem kleinen Gebäude die Straße runter, das wir gemietet hatten. Wir waren dort fünf Jahre lang zur Miete, bevor wir unser erstes Gebäude bauten. Und zwei Frauen brachten eine Arbeitskollegin und Freundin mit zum Gottesdienst. Ihr Name war Sheila. Ich erinnere mich noch genau an den Abend. 25 Jahre lang habe ich jeden Sonntagabend über göttliche Heilung gepredigt. Jeden Sonntag. Und so brachten diese Frauen Sheila mit, weil Sheila krank war. Nach dem Gottesdienst brachten sie sie zu mir. Und ihre beiden Arbeitskolleginnen grinsten von einem Ohr zum anderen. Ich sah Sheilas Gesicht – es war schmerzverzerrt. Ich sagte: „Hi“ und fragte nach ihrem Namen. Dann fragte ich: „Was kann ich für Sie tun?“ Sie sagte: „Ich weiß es nicht. Ich habe Migräne. Jeden Tag. Ich kann kaum arbeiten. Jetzt gerade ist es auch wieder schlimm.“

Ich fragte: „Glauben Sie das, was ich heute Abend in der Predigt gesagt habe?“ Sie sagte: „Ja.“ Ich sagte: „Darf ich Ihnen meine Hand auflegen und für Sie beten?“ Sie sagte: „Ja, bitte.“ Und sie stand dort, ich legte meine Hand auf ihren Kopf und sie brach in Tränen aus. Sie sagte: „Die Schmerzen sind auf einmal weg!“ Und sie fing an, bitterlich zu weinen. Ich sagte: „Sheila, wollen Sie Jesus als Ihren Herrn und Retter annehmen?“ Sie war kein Christ. Sie sagte: „O ja.“ Und als sie aufgehört hatte zu weinen, betete ich mit ihr und sie nahm Jesus an. Dann begann sie wieder zu weinen. Ich sagte: „Sheila, Jesus möchte Ihnen noch etwas geben. Möchten Sie mit dem Heiligen Geist erfüllt werden?“ Sie sagte: „Ich möchte alles!“

Also erklärte ich ihr die Taufe mit dem Heiligen Geist und betete für sie. Sie hob die Hände und fing an, in anderen Sprachen zu beten. Innerhalb von fünf Minuten war sie geheilt, gerettet und mit dem Heiligen Geist getauft worden. Was für eine Geschichte über Gottes Gnade! Aber all das hätte ich Ihnen nicht erzählen können, wären nicht ihre Freundinnen gewesen. Ihre Arbeitskolleginnen hatten sie hierhergebracht, weil sie glaubten, dass sie hier Hilfe finden würde.

Und ein letzter Gedanke. Die Kraft, die Schuld vergibt, heilt auch Krankheiten. Die Pharisäer und Gesetzeslehrer sagten: „Wer außer Gott kann Sünden vergeben? Das ist Gotteslästerung!“ Jesus erwiderte: „Ich beweise euch, dass ich auf der Erde Macht habe, Sünden zu vergeben.“ Dann wandte er sich dem Mann zu und sagte: „Steh auf. Du bist geheilt.“

In der Bibel steht in Psalm 103,1-3:

„Preise den Herrn, meine Seele,
und all mein Inneres seinen heiligen Namen!
Preise den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht alle seine Wohltaten!
Der da vergibt alle deine Sünden,
der da heilt alle deine Krankheiten.“

Wenn Sie glauben, dass er vergeben will, dann sollten Sie auch glauben, dass er heilen will. Als dieser Mann sah, dass ihm vergeben war und dass er geheilt war, fing er an, Gott zu loben. Und als die Leute das sahen, lobten auch sie Gott und sagten: „Heute haben wir außerordentliche Dinge gesehen.“ Möge Gott auch uns außerordentliche Dinge sehen lassen. Mögen andere aus Ihrer Familie oder Ihrem Freundeskreis sehen, dass Sie geheilt oder verändert worden sind, und sagen: „Das habe ich nicht erwartet. Das ist seltsam.“

Als ich Christ wurde, war ich am Ende. An dem Abend, an dem ich Jesus mein Leben anvertraute, legten mir ein paar Leute in der Straßenmission die Hände auf. Und die jahrelange Drogenabhängigkeit fiel sofort von mir ab. Ich weiß, dass so etwas manchmal auch ein längerer Prozess ist. Aber bei mir passierte es sofort. Und als meine Freunde die Veränderung in meinem Leben sahen und hörten, dass ich keine Drogen mehr nahm, schauten sie mich an, als käme ich von einem anderen Stern. Sie sagten: „Du machst Witze.“ Manche von ihnen glaubten es nicht. Sie kamen bei mir vorbei, um zu sehen, ob es stimmte. Einer meiner Freunde – wir waren ziemlich gut befreundet – wurde wütend. Er sagte: „Na toll. Wieso gerade du?“ Ich fragte: „Was meinst du damit?“ Und er sagte: „Bei jedem anderen hätte ich es einfach abgetan, aber ich kenne dich. Du würdest das nicht machen, wenn nicht wirklich etwas passiert wäre.“ Ich glaube, er fluchte und sagte: „Warum gerade du? Jetzt muss ich wirklich darüber nachdenken.“

Jesus heilt. Jesus vergibt.

Wissen Sie, wir sollten nie zu wenig von dem erwarten, was Gott tun will und was er in unserem Leben bewirken kann. Jede Geschichte, die wir in den Evangelien über Jesus lesen, hat der Heilige Geist bewusst ausgewählt. Und was Jesus in den Evangelien für Menschen getan hat, wird er auch heute tun. Denn er ist der gleiche gestern, heute und in Ewigkeit. Er verändert sich nicht. Er ist heute immer noch der gleiche barmherzige, mitfühlende Herr, der er war, als er am See Genezareth unterwegs war und die Städte in Israel besuchte, um Kranke zu heilen und den Menschen in Not Worte des Lebens zu bringen.

So einfach es klingt – setzen Sie Ihr Vertrauen auf ihn. Vertrauen Sie ihm als dem, der Ihnen vergibt. Vertrauen Sie ihm als dem, der Sie heilt. So, wie Sie ihn als Retter annehmen, wenn Sie Ihr Vertrauen auf sein Blut und sein Erlösungswerk auf Golgatha setzen, so sollten Sie auch Ihr Vertrauen auf ihn setzen und ihn als Ihren Heiler annehmen. Gehen Sie um das Kreuz herum und schauen Sie sich die Wunden auf seinem Rücken an. In der Bibel steht in Jesaja 53, dass wir durch seine Wunden geheilt sind. Jesus ist der gleiche gestern, heute und in Ewigkeit. Vertrauen Sie auf ihn. Er wird Sie nie enttäuschen.

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