Hast du eine Frage oder ein Gebetsanliegen? 
Wir helfen dir gerne weiter.

+49 40 6 44 22 5 77

Jetzt anrufen

kontakt@bayless-conley.de

E-Mail-Programm öffnen
Unser Team ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr für dich da.

Vergib – und erlebe Heilung

Hat dich jemand verletzt und fällt es dir schwer, dieser Person zu vergeben? Dann kann es sein, dass dieser Zustand dich irgendwann krank macht. Genau deshalb versucht der Teufel, dich in deiner Unversöhnlichkeit gefangen zu halten.

In dieser kraftvollen Predigt zeigt dir Pastor Bayless Conley, warum Vergebung so wichtig ist, um innerlich heil und frei zu werden. Wünscht du dir das nicht auch?

Ich freue mich sehr, dass Sie mir heute zusehen. Heute werden Sie eine Predigt hören, die mir sehr am Herzen liegt. Ich habe sie voller Begeisterung in unserer Gemeinde gehalten. Aber als ich aus dem Haus ging, nahm ich interessanterweise das falsche Notizbuch mit. Ich hatte die ganze Woche über an der Predigt gearbeitet, aber dann hatte ich das falsche Notizbuch dabei. Deshalb kam die Predigt direkt aus meinem Herzen. Machen Sie sich bereit und lassen Sie uns zusammen Gottes Wort ansehen.

Hallo, ich bin Bayless Conley. Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt: Er hat Antworten auf deine Fragen.

Gut. Wenn Sie eine Bibel haben, können Sie Apostelgeschichte, Kapitel 10 und Lukas, Kapitel 13 aufschlagen. Apostelgeschichte 10 und Lukas 13. In Apostelgeschichte 10 wurde Petrus auf übernatürliche Weise zum Haus von Kornelius geführt. Er sollte diesem Heiden und all seinen Freunden und Familienmitgliedern, die dort waren, das Evangelium predigen. Das war zehn Jahre nach Pfingsten. Die Gemeinde war immer noch zu hundert Prozent jüdisch. Sie begriffen nicht, dass auch Heiden gerettet werden konnten. Sie dachten, diese müssten erst Juden werden, das Gesetz des Mose befolgen, beschnitten werden und so weiter, und könnten nur durch den Judaismus Christen werden und an Jesus glauben. Aber Gott zeigte Petrus, dass er damit falsch lag und das für die ganze Welt galt. Das war revolutionär. Tatsächlich gab es großen Widerstand von der Muttergemeinde in Jerusalem, als sie herausfanden, dass Petrus den Heiden das Evangelium gepredigt hatte.

Aber das nur als Hintergrund. Er war also in dem Haus, und er sagte: „Seht, Gott hat mir gezeigt, dass das grundsätzlich für jeden ist.“ Dann brachte er den Dienst Jesu auf der Erde mit nur einem Satz auf den Punkt. Danach sprach er über seinen Tod und seine Auferstehung.

Aber Petrus fasste Jesu Dienst auf der Erde in nur einem kurzen Satz zusammen. Er steht in Apostelgeschichte 10, Vers 38:

„Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm.“

Gott war mit Jesus, und dieser ging umher, tat Gutes und heilte. Heilung ist gut. Heilung, Freunde, steht auf der Habenseite von Gottes Konto. Gott ist ein Heiler. Er war mit Jesus. Jesus ging umher, tat Gutes und heilte alle, die vom Teufel überwältigt waren.

Unter anderem überwältigt der Teufel die Menschen mit Krankheiten. Nochmals, Petrus sagte: „… wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm.“

Das finden wir auch in Lukas, Kapitel 13 in einer Geschichte, die Sie wahrscheinlich kennen. In Vers 10 heißt es:

„Er lehrte aber am Sabbat in einer der Synagogen. Und siehe, da war eine Frau, die achtzehn Jahre einen Geist der Schwäche hatte; und sie war zusammengekrümmt und völlig unfähig, sich aufzurichten.“

Sie litt achtzehn Jahre lang unter einem Geist der Schwäche. Und natürlich heilte Jesus sie. Und sehen Sie, was Jesus nach ihrer Heilung in Vers 16 sagte:

„Diese aber, die eine Tochter Abrahams ist, die der Satan gebunden hat, siehe, achtzehn Jahre lang, sollte sie nicht von dieser Fessel gelöst werden am Tag des Sabbats?“

Jesus sagte, dass der Teufel sie achtzehn Jahre lang gebunden hatte. Weil sie eine Tochter Abrahams war, sollte sie frei sein.

Im Galaterbrief heißt es, wenn Sie ein Christ sind, sind Sie ein Nachkomme Abrahams und Erbe gemäß der Verheißung. Das ist eine gute Nachricht.

Wir wissen, dass das nicht das Einzige ist, was der Teufel tut, aber wir wissen, dass er Krankheit in das Leben von Menschen bringt. An diesen Gedanken knüpft Epheser 4, Vers 27 an, wo es heißt:

„… gebt dem Teufel keinen Raum!“

Geben Sie dem Teufel keinen Raum. Und das Wort „Raum“ ist das griechische Wort „topos“. Daher stammt das Wort „Topografie“. Es bedeutet wörtlich: Geben Sie ihm nicht einmal den Raum, seinen Fuß aufzusetzen. Öffnen Sie ihm aus keinem Grund die Tür. Es ist nicht das Einzige, was er tut, aber wenn der Teufel kommt, bringt er oft Krankheiten mit sich.

Die Bibel sagt also: Gebt ihm keinen Raum. Lassen Sie ihn keinen Fuß in die Tür bekommen. Geben Sie ihm kein Einfallstor. Die Message-Bibel sagt: keinen einzigen Ort, an dem er seinen Fuß aufsetzen kann.

Wenn Sie die Verse in Epheser 4, wo es heißt: „Gebt dem Teufel keinen Raum“ im Zusammenhang lesen und sich die Verse davor und danach ansehen, stellen Sie fest, dass es hier insbesondere um Zorn geht, der nicht aufgelöst, sondern aufgestaut wurde und deshalb weiter schmoren kann. Zorn, der sich in Bitterkeit verwandelt. Zorn, der nicht abgegeben wurde. Eine Verletzung, die nicht losgelassen wurde.

An diesem Punkt heißt es: „Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn …“ Gehen Sie nicht zornig ins Bett. Hier wird gezeigt: Wenn Sie an Ihrem Zorn festhalten, öffnen Sie dem Teufel eine Tür. Wir haben gerade gelesen, dass Jesus alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren, und das kann unter anderem darin bestehen, dass er die Menschen krank macht.

Meine Eltern hatten früher eine winzig kleine Hütte in Big Bear. Ich hatte Spaß daran, gelegentlich dort hinzugehen. Und ich weiß nicht genau, wie das passierte, aber sie wurde plötzlich von Fledermäusen befallen.

Man las ein Buch oder sah fern und plötzlich flog eine Fledermaus vorbei. Das war unheimlich. Ich war viele Male mit ein paar Leuten dort und wir versuchten, die Fledermäuse mit Netzen zu fangen. Hören Sie, ihr Radar funktioniert wirklich gut. Aber es war ziemlich lustig. Mit einem Stock in der einen und einem Netz in der anderen Hand jagten wir Fledermäuse. Das ist nicht die beste Art, einen Abend zu verbringen.

Als ich einmal mit einem Freund dort war, stellte dieser fest, dass außen am Haus ein klitzekleines Loch war, das nach innen führte, und die Fledermäuse quetschten sich durch dieses winzige Loch und gelangten ins Haus. Sie fanden eine Öffnung. Mein Freund verschloss das Loch, damit die Fledermäuse nicht mehr hereinkamen.

Sie müssen die Öffnung der Unversöhnlichkeit versiegeln, wenn Sie nicht wollen, dass der Teufel hereinkommt. Sie müssen die Öffnung des aufgestauten Ärgers und der Bitterkeit versiegeln, wenn Sie nicht wollen, dass der Teufel hereinkommt.

Vor vielen Jahren arbeitete ich ehrenamtlich in einem christlichen Dienst. Das war 1977 oder 78, so etwa um diese Zeit. Ich nahm Anrufe entgegen. Einige von uns saßen am Telefon und dienten den Menschen, die anriefen. Sie machten eine Fernsehsendung, und manchmal wurde auch Geld gesammelt, um Bäume in Jerusalem zu pflanzen oder so etwas.

Aber auch wenn jemand anrief, um 15 Dollar für die Pflanzung eines Baums zu spenden, fand ich heraus, ob er gerettet war. Wenn nicht, führte ich ihn zu Christus. Und ich brachte das Gespräch immer auf die Taufe im Heiligen Geist. Jemand rief an, um Geld für einen Baum zu spenden, und nach sieben oder acht Minuten hatte ich ihn dazu gebracht, in Zungen zu reden.

Und da war ein Mann, der die Leitung innehatte. Er arbeitete auch ehrenamtlich, aber er war den Männern und Frauen in meiner Schicht übergeordnet. Er stand oft hinter mir und hörte zu, wie ich mit den Menschen sprach.

Mir fiel auf, dass er oft kam und sich hinter mich stellte, wenn ich dafür sorgte, dass die Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden. Schließlich sagte er: „Bayless, wir wollen nur Geld sammeln und nichts anderes.“ Ich sagte: „Aber das ist so wichtig. Es ist das, was Jesus will.“ Er sagte: „Ich weiß, ich weiß, ich habe dir zugehört. Meine Frau und ich haben einen Bibelkreis zu Hause und würden uns freuen, wenn du ab und zu kommst und dort lehrst. Würdest du das für uns tun?“ Ich sagte: „Sehr gerne.“

Von da an ging ich etwa einmal im Monat zu ihnen nach Hause und lehrte in ihrem Hauskreis aus der Bibel. Der Raum dort war voller Menschen. Normalerweise lehrte ich über den Glauben und Heilung. Eines Abends nach dem Schlussgebet sprachen wir über Vergebung. Da war eine Frau, die ein Gebet für Heilung wollte, aber sie sagte: „Ich will ehrlich zu dir sein. Ich bin verbittert wegen jemandem.“ Ich sagte: „Du musst das loslassen, sonst wird es dir nichts nützen, wenn ich für dich bete.“ Sie sagte: „Tu es trotzdem.“ Ich sagte: „Nein, das tue ich nicht.“ Sie sagte: „Ich werde ihm nicht vergeben.“ Ich sagte: „Okay, dann werde ich auch nicht für dich beten.“ Da wurde sie wütend.

Im nächsten Monat – ich glaube, es war zwei Wochen später – lehrte ich wieder und sie war auch wieder da. Sie hatte einen arroganten Ausdruck auf dem Gesicht. Sie sagte: „Ich habe einen Vers gefunden, der beweist, dass ich nicht vergeben muss.“ Das ist wirklich wahr. Ich fragte: „Wo steht er?“ Sie sagte: „Ich muss ihn dir nicht zeigen.“ Ich sagte: „Dann muss ich auch nicht für dich beten.“ Dabei beließen wir es. Es hätte überhaupt nichts genützt, wenn ich für sie gebetet hätte, dass sie geheilt wird, weil sie sich dafür entschieden hatte, an ihrer Bitterkeit und ihrer Unversöhnlichkeit festzuhalten.

Petrus fragte Jesus: „Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, wenn er mich kränkt? Sieben Mal?“ Petrus hielt sein Angebot, sieben Mal zu vergeben, bereits für sehr großzügig und edelmütig. Jesus sagte: „Nein, siebzig Mal sieben Mal.“ Sie können das in den Evangelien nachlesen. Das waren siebzig Mal sieben Mal am Tag, 490 Mal am Tag. Wenn Ihr Bruder umkehrt und zu Ihnen kommt, vergeben Sie ihm.

Ich bin mir sicher, dass Petrus und die Jünger sprachlos waren, aber es ging noch weiter. Jesus erklärte ihnen, wie Gottes Reich funktioniert. Ein Diener schuldet einem König eine enorme Summe. Für uns wären das Millionen Dollar. Es war eine unbezahlbare Schuld. Der König rief ihn zu sich und sagte: „Bezahle, was du mir schuldest.“ Er fiel auf die Knie und sagte: „Bitte hab Geduld mit mir. Ich werde dir alles bezahlen.“ Nun, er konnte nicht bezahlen. Der König hatte Erbarmen mit ihm, erließ ihm seine Schuld und ließ ihn laufen.

Die Bibel sagt, er ging und suchte nach einem anderen Diener, der ihm zehn Dollar schuldete, packte ihn an der Kehle und sagte: „Bezahle mir, was du mir schuldest.“ Dieser sagte dieselben Worte wie er zuvor: „Hab Geduld mit mir, ich werde dir alles bezahlen.“ Doch er ließ ihn ins Gefängnis werfen. Als die anderen Diener davon hörten, erzählten sie es dem König. Dieser wurde wütend, rief den Mann zu sich und sagte: „Hey, du böser Diener, ich habe dir deine ganze Schuld erlassen. Ich hatte Erbarmen mit dir. Hättest du nicht auch mit deinem Mitknecht Erbarmen haben sollen?“ Und dann gab er ihn in die Hände der Folterknechte, bis er seine ganze Schuld bezahlt hatte.

Hier ist der Punkt. Jesus sagte: „So wird mein himmlischer Vater auch euch behandeln, wenn ihr eurem Bruder seine Übertretungen nicht von Herzen vergebt.“ Das ist ernüchternd. Mit anderen Worten: Gott muss Sie befreien. Wie ich schon sagte – es nützt nichts, zu beten, wenn Sie an Unversöhnlichkeit festhalten. Das öffnet dem Teufel eine Tür. Damit rollen Sie dem Teufel einen Willkommensteppich in Ihr Leben und Ihre Familie aus. Und unter anderem kann er Krankheit mitbringen, wenn er kommt.

Der König ließ ihn also ins Gefängnis werfen. Er sagte: „Hier bleibst du, bis du bezahlst, was du schuldig bist.“ Er hätte diese Schuld nie bezahlen können. An diesem Punkt war ihm die ursprüngliche Schuld erlassen worden. Die einzige Schuld, die er noch hatte, war die Schuld der Vergebung. Und er würde in den Händen der Folterknechte bleiben, bis diese Schuld bezahlt war.

Der Glaube wird nicht funktionieren, wenn ich Unversöhnlichkeit in meinem Herzen habe. Glaube wird nicht funktionieren, wenn ich Unversöhnlichkeit in meinem Herzen habe. Aber die andere Seite der Medaille, Galater 5, Vers 6, lautet: Glaube wirkt durch Liebe. Wenn ich mich dafür entscheide, zu vergeben, loszulassen und anderen Liebe zu zeigen, kann der Glaube funktionieren.

Manche Menschen bleiben lieber krank, als zu vergeben. Das ist wahr. Es gibt Menschen, die lieber Schmerzen in ihrem Körper haben und krank sind, als zu vergeben. Freunde, wir müssen vergeben, wenn wir wollen, dass unser Glaube an Gott und unser Glaube an Gottes Wort für uns wirkt.

Ich möchte Ihnen 2. Korinther, Kapitel 2, Verse 10 und 11 vorlesen. Hier schreibt Paulus. Sehen Sie sich das an. 2. Korinther 2, Verse 10 und 11:

„Wem ihr aber etwas vergebt, dem vergebe auch ich; denn auch ich habe, was ich vergeben habe – wenn ich etwas zu vergeben hatte –, um euretwillen vergeben vor dem Angesicht Christi, damit wir nicht vom Satan übervorteilt werden; denn seine Gedanken sind uns nicht unbekannt.“

Wenn wir nicht vergeben, verschaffen wir dem Teufel einen Vorteil. In anderen Übersetzungen heißt es: „… damit wir dem Teufel keinen Zugang gewähren.“ Wenn wir nicht vergeben, öffnen wir die Tür und sagen: „Willkommen, Teufel.“ Aber wenn wir vergeben, machen wir die Tür fest zu.

Hören Sie sich Jakobus 5, Vers 16 an. Das ist aus der Guten-Nachricht-Bibel. Da heißt es:

„Überhaupt sollt ihr einander eure Verfehlungen bekennen und füreinander beten, damit ihr geheilt werdet. Das inständige Gebet eines Menschen, der so lebt, wie Gott es verlangt, kann viel bewirken.“

Wenn Sie jemandem unrecht getan haben, müssen Sie ihn um Vergebung bitten. Wenn Sie jemandem sagen müssen, dass Sie ihm vergeben, tun Sie es. Nun, das ist nicht immer möglich. Manchmal müssen Sie einfach mit Gott reden. Bitten Sie Gott, Ihnen zu vergeben. In manchen Umständen ist ein Gespräch mit der anderen Person nicht möglich oder ratsam, aber wenn es möglich ist, müssen Sie es definitiv tun. Wenn Sie um Vergebung bitten müssen, zögern Sie nicht.

Der Hauptgrund für das Scheitern des Glaubens, den Jesus anführt, ist die Unversöhnlichkeit. Der größte Vorteil, den der Teufel im Leben der Menschen hat, die größte Öffnung, die die Menschen dem Teufel in ihrem Leben geben, ist die Unversöhnlichkeit.

Viele von Ihnen haben die folgende Geschichte vielleicht schon gehört – ich lehrte einmal an einem Sonntagabend über das Thema Heilung und Vergebung. Wir hatten eine gute Zeit. Man konnte Gottes Gegenwart spüren. Wir beteten für Menschen.

Am Sonntag darauf kam eine Frau zu mir und sagte: „Pastor, die Predigt am letzten Wochenende hat mich sehr bewegt.“ Ich sagte: „Das ist wunderbar.“ Sie sagte: „Danach wusste ich, dass ich nach Hause gehen und meinen Vater anrufen musste. Ich hatte schon viele Jahre lang nicht mehr mit ihm gesprochen.“ Ich glaube, es war mehr als ein Jahrzehnt. „Ich musste ihn anrufen und ihm vergeben.“

Ich fragte sie nicht, worum es dabei ging, und sie wollte es mir auch nicht sagen. Also beließ ich es dabei. Ich sagte: „Das ist großartig.“ Sie sagte: „Ich ging nach Hause, suchte die Nummer meines Vaters heraus und rief ihn an. Er war so überrascht. Ich sagte: Daddy, ich bin es. Er sagte: Hi, Liebling. Warum rufst du mich an? Ich sagte: Daddy, ich war verbittert. Ich möchte dir nur sagen, dass ich dir vergebe, was du getan hast. Ich vergebe dir. Er brach fast zusammen. Er sagte: Danke, Liebling. Ich verdiene das nicht, aber danke.“

Und sie sagte: „Daddy, da ist noch etwas anderes. Ich war so viele Jahre lang verbittert. Bitte vergib mir, dass ich all die Jahre Groll gegen dich gehegt habe.“ Er sagte: „Natürlich tue ich das.“ Dann fing die Frau, noch während sie mir die Geschichte erzählte, an zu weinen. Sie sagte: „Was Sie nicht wissen, ist, dass ich 15 Jahre lang Migräne hatte.“ Sie sagte nicht: „Ich hatte 15 Jahre lang immer wieder Migräneanfälle.“ Sie sagte: „Ich hatte 15 Jahre lang Migräne. An jedem einzelnen Tag, 24 Stunden lang, die ganze Nacht über hatte ich furchtbare Kopfschmerzen. Ich nahm eine Handvoll Medikamente, aber der Schmerz ließ kaum nach. Fünfzehn Jahre lang hörte die Migräne nicht auf. Sie war jeden Tag da, jede Nacht, jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr, Jahr um Jahr, 15 Jahre lang.“ Sie sagte: „Am letzten Sonntagabend vergab ich meinem Vater. Am nächsten Morgen wachte ich auf und hatte keine Kopfschmerzen mehr.“

Sie sagte: „Ich hatte die ganze Woche über keine Kopfschmerzen.“ Jetzt schluchzte sie, während sie weitersprach. Sie sagte: „Pastor, Sie können sich nicht vorstellen, wie es ist, 15 Jahre lang Kopfschmerzen zu haben und dann plötzlich frei davon zu sein.“

Sie versiegelte die Öffnung. Die Fledermäuse konnten nicht mehr hereinkommen.

Ich will Ihnen etwas sagen, und ich denke, es ist wichtig, dass Sie das verstehen: Vergebung endet nicht immer mit Versöhnung. Das tut sie nicht. Es ist großartig, wenn es so kommt, aber dazu braucht es zwei.

Vergebung ist ein Geschenk, das Sie sich selbst machen und jemand anderem geben. Es ist umsonst, Sie geben es, aber vielleicht reagiert der andere nicht darauf.

Es gibt jemanden, der mir vor vielen Jahren großes Unrecht getan hat, und ich habe ihm vergeben. Ich grüble nicht darüber nach. Ich denke nicht mehr daran. Und wenn es mir einfällt, kriege ich keine Wut. Ich spreche gut von ihm. Es ist einfach kein Problem für mich. Ich habe die Sache vor all den Jahren losgelassen, aber er hat nie Reue gezeigt. Und genau dasselbe, was er mir angetan hat, hat er auch mehreren anderen Menschen angetan. Diese kamen zu mir und sagten: „Bayless, ich habe erfahren, dass dir das auch passiert ist. Es tut mir so leid. Ich wusste das nicht.“ Aber sie hatten ihm dieselbe Gelegenheit gegeben und dasselbe war passiert. So gingen seit damals auch noch einige andere Beziehungen zu Bruch. Aber es gab nie eine Versöhnung. Ich weiß nicht, ob es je eine geben wird. Ich wäre offen dafür. Aber jetzt ist es schon viele Jahre her. Es ist nicht passiert. Aber was die Vergebung angeht, ist das kein Problem für mich. Nein. Ich spreche nicht darüber, was er getan hat. Ich spiele es nicht immer wieder durch. Ich denke nicht darüber nach. Es ist kein Problem.

Corrie Ten Boom, eine großartige Frau Gottes, war mit ihrer Schwester in einem deutschen Konzentrationslager. Ich habe den Ort besucht. Ich war dort mit Bruder Andrew, dem Schmuggler Gottes, falls Sie das Buch gelesen haben. Ich hatte das große Vorrecht, einen Tag mit ihm zu verbringen. Und Corrie Ten Boom nahm ihre Radiosendungen bei ihm zu Hause auf und ich sah den Ort, wo all das passierte.

Sie erzählte ihre Geschichte. Sie hatte das Gefühl, nicht vergeben zu haben. Sie ging zu ihrem Pastor und sagte: „Ich habe versucht, diesen Menschen, die uns so großes Unrecht angetan haben, zu vergeben.“ Ihre Schwester starb in dem Konzentrationslager. Sie sagte: „Aber all diese Emotionen überkommen mich immer wieder und ich habe das Gefühl, nicht vergeben zu haben. Es ist so frisch. Und so vergebe ich wieder, aber kurz darauf passiert etwas und die Emotionen schlagen wieder über mir zusammen.“

Der Pastor brachte sie in eine alte Kirche mit einem Glockenturm. Er zog an dem Seil. Die Glocke erklang, Ding-Dong, Ding-Dong, Ding-Dong. Er zog das Seil erneut, Ding-Dong, Ding-Dong. Dann ließ er es los und machte einen Schritt zurück. Die Glocke läutete immer noch, Ding-Dong, Ding-Dong, Ding-Dong, Ding. Es wurde still. Er sagte: „Wenn du vergibst, ist das, wie wenn du das Seil loslässt. Das Ding-Dong der Emotionen und Gefühle wird in deiner Seele noch eine Weile anhalten, wenn du loslässt.“ Ich möchte Ihnen sagen: Wenn Sie nicht länger am Seil des Grolls ziehen, wird es in Ihrer Seele ruhig werden.

Ich habe vor ein paar Minuten die Person in meinem eigenen Leben erwähnt, der ich vergeben habe. Das ist absolut kein Problem. Doch ich will sagen, dass die Glocke in meiner Seele trotzdem noch eine Weile weiterschlug. Aber ich habe mich geweigert, die Sache wieder durchzuspielen, anderen die Geschichte zu erzählen oder meinen Standpunkt darzulegen. Ich wollte nicht in den Augen eines anderen gerecht sein. Ich ließ es einfach los, spielte es nicht mehr durch und klammerte es aus meinem Gedankenleben aus. Ich vergab ihm auf meinen Knien, und das war es. Ja, die Glocke läutete, aber das bedeutete nicht, dass ich ihm nicht vergeben hatte. Ich weigerte mich, an dem Seil zu ziehen, und es ist heute so ruhig und friedlich in mir. Ich sage Ihnen, das ist eine herrliche, herrliche Sache.

Ich glaube, wir müssen vergeben; wir müssen jene freisetzen, die uns unrecht getan haben. Wie ich schon sagte: Das ist ein Geschenk, das Sie jemand anderem geben.

Vergebung und Vertrauen ist nicht dasselbe. Vergebung ist ein Geschenk. Zuerst müssen Sie sich selbst vergeben, weil Sie es brauchen. Sie brauchen, was es nach sich zieht. Es ist ein Geschenk, das Sie jemand anderem geben. Vertrauen hingegen muss verdient werden.

Wenn ich Ihnen vergebe und Sie an meine Tür klopfen, öffne ich und sage: „Hi.“ Wenn Sie mir dann meine Nase blutig schlagen, schließe ich die Tür. Sie klopfen nochmals an. „Hi.“ Bumm. Sie schlagen meine Nase blutig. Gut. Ich werde Ihnen zweimal vergeben, dass Sie meine Nase blutig geschlagen haben, aber ich werde Sie ab jetzt bei geschlossener Tür lieben. Ich werde Ihnen nicht vertrauen. Das werden Sie sich verdienen müssen.

Aber Vergebung müssen Sie sich nicht verdienen, sonst ist es keine wirkliche Vergebung. Dann haben Sie jemanden dazu gebracht, eine Strafe zu bezahlen, um sie sich zu verdienen. Sind Sie nicht froh, dass Gott das bei Ihnen nicht tut?

Ich habe meine Vergebung von Gott nicht verdient. Ich habe meine Erlösung von Gott nicht verdient. Ich kann nichts tun, dass er mich noch mehr liebt; ich kann nichts tun, damit er mir vergibt. Das ist ein Geschenk, und wir müssen andere genauso lieben, wie Christus uns liebt.

Gottes Vergebung und seine Erlösung sind Geschenke. Sie müssen nur angenommen werden. Wir verdienen sie uns nicht durch unsere Erfolgsgeschichte oder unsere guten Werke. Stellen Sie sich vor, drei Leute müssten von Kalifornien nach Hawaii schwimmen. Gut. Ein Mann kann überhaupt nicht schwimmen. Er ertrinkt in den ersten 60 Sekunden. Der zweite Mann ist ein recht guter Schwimmer. Es dauert vielleicht eine Stunde, dann ertrinkt er. Der dritte Mann ist ein starker Schwimmer. Und vielleicht schafft er es, einen ganzen Tag zu schwimmen. Aber auch er wird ertrinken, weil niemand die Kraft hat, das zu tun.

Wir kommen nicht aus unserer eigenen Kraft zu Gott. Es spielt keine Rolle, wie gut Sie sind. Es spielt keine Rolle, welche Erfolge Sie schon erzielt haben. Erlösung bedeutet, dass Gott sich nach uns ausstreckt. Sie ist absolute Gnade. Und wir strecken ihm im Glauben unsere Hand entgegen und empfangen, was Gott uns durch seine Gnade so großzügig gibt.

Erlösung ist für Sie. Sie ist ein Geschenk. Nehmen Sie sie heute an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Hat dir die Sendung gefallen?

Dann leite sie gerne weiter oder teile sie in den sozialen Medien, damit auch andere ermutigt werden!

Verpasse keine Sendung

Unser Service für dich: Wir schicken dir jede Woche eine E-Mail mit dem Link zur aktuellen Sendung.
Jetzt anmelden

Das könnte dich auch interessieren:

Unterstütze unsere Arbeit

Bring mit uns Hoffnung in die Wohnzimmer der Menschen!

Gerade während der momentanen Corona-Krise empfinden wir es als große Chance, Menschen durch Gottes Wort neue Zuversicht zu geben.
crosschevron-down