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So überstehst du die Stürme deines Lebens

Kennst du auch diese Stürme im Leben, die man eigentlich lieber umschiffen möchte? Vielleicht bist du gerade mittendrin – es kriselt in deiner Ehe, bei deinen Finanzen, deiner Gesundheit oder in anderen Bereichen. Dann lass dir sagen: Gott ist der beste Kapitän für dein Leben und durch sein Wort kannst du diese Stürme überstehen!

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  • Hallo Freunde! Wir alle gehen in unserem Leben durch Stürme. Vielleicht erleben Sie gerade einen. Vielleicht ist es ein Sturm in Ihrer Ehe. Vielleicht ist es auch ein finanzieller oder ein gesundheitlicher Sturm oder er betrifft Ihre psychische Gesundheit. Vielleicht spüren Sie, wie ein gezielter geistlicher Angriff des Bösen auf Sie gestartet wurde. Dann sage ich Ihnen: Die Bibel hat eine gute Nachricht für Sie. Und die schauen wir uns gleich an.

    Wir wollen eine Geschichte aus Apostelgeschichte 27 lesen, die voller Wahrheit steckt. Der Apostel Paulus ist verhaftet worden und soll nach Rom gebracht werden. Er wurde einem römischen Hauptmann übergeben. Sie haben die Segel für die Reise gesetzt. Und da will ich in die Geschichte einsteigen.

    Paulus hat übrigens Gesellschaft. Insgesamt sind 276 Menschen an Bord des Schiffes. Das umfasst Passagiere und die Besatzung – alle. Wir lesen ab Vers 9 in Apostelgeschichte 27. Und Sie werden darin etwas finden, das Ihnen hilft. Darf ich Sie darum bitten, mir Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken? Wenn Sie können, dann bündeln Sie all Ihre Kräfte, Körper, Seele und Geist, und öffnen sich für die Botschaft. Denn ich bin überzeugt, dass Gott hier in dieser Geschichte etwas für Sie bereithält, das Ihnen weiterhelfen wird. Wir lesen in Apostelgeschichte 27,9-12:

    „Da nun viel Zeit vergangen war und die Schifffahrt bereits gefährlich wurde, weil auch das Fasten schon vorüber war, ermahnte sie Paulus und sprach zu ihnen: Ihr Männer, ich sehe, dass diese Fahrt mit Leid und großem Schaden vor sich gehen wird, nicht allein für die Ladung und das Schiff, sondern auch für unser Leben. Aber der Hauptmann“ – der römische Offizier, der für Paulus verantwortlich war – „glaubte dem Steuermann und dem Schiffsherrn mehr als dem, was Paulus sagte. Und da der Hafen zum Überwintern ungeeignet war, bestanden die meisten von ihnen auf dem Plan, von dort weiterzufahren und zu versuchen, ob sie zum Überwintern bis nach Phönix kommen könnten, einem Hafen auf Kreta, der gegen Südwest und Nordwest offen ist.“

    Das hat Paulus also gesehen. Und das war nicht etwas, das äußerlich sichtbar war. Es hatte nichts mit seinen Kenntnissen über das Meer und Schiffe und diese konkrete Schiffsroute zu tun.

    Er hatte es innerlich gesehen. Das hatte nichts mit dem äußerlichen Sehen zu tun. Der Heilige Geist hatte ihm das geschenkt. In der Bibel steht: „Die sich vom Geist Gottes leiten lassen, die sind Gottes Kinder.“ Im Neuen Testament steht im Römerbrief: „Der Heilige Geist legt Zeugnis ab gegenüber unserem Geist.“ Paulus hat das also innerlich gesehen. Aber der Steuermann, der Kapitän, war anderer Meinung. Er war der Fachmann. Er kannte die Schiffsrouten. Er kannte die Jahreszeiten. Er wusste alles über Schiffe. Er wusste all diese Dinge. Paulus nicht. Und er war anderer Meinung als Paulus.

    Auch der Schiffsbesitzer war anderer Meinung als Paulus. Er hatte die Verantwortung für die ganze Fracht und alles, was sie mitnahmen. Wenn er die Fracht und sein Schiff verlor, würde ihn das womöglich in den Ruin stürzen. Er war anderer Meinung. Er sagte: „Nein, wir müssen fahren.“ Auch die Mehrheit der Besatzung sagte: „Ja, wir müssen fahren.“ Und nicht nur das. Als nächstes lesen wir ab Vers 13:

    „Als aber ein Südwind wehte, meinten sie, ihr Vorhaben wäre schon gelungen; sie lichteten den Anker und fuhren nahe an Kreta entlang.“

    Wir haben also den Fachmann, den Schiffsbesitzer und die Mehrheit der Besatzung, und nun auch noch den Südwind. Dieser Südwind war für sie wie ein gutes Omen. Er war wie eine offene Tür, die ihnen bestätigte, dass sie die richtige Entscheidung trafen und losfahren sollten. Also legten sie ab. Doch es stellte sich heraus, dass die Fachleute falsch lagen, dass der Schiffsbesitzer falsch lag, dass die Mehrheit falsch lag und dass der Südwind, der so sanft wehte, ebenfalls falsch lag. Man kann nicht jedem Südwind glauben. Denn dieser Südwind trug sie schon bald in einen Wirbelsturm hinein. In den Versen 14 bis 15 steht:

    „Nicht lange danach aber brach von der Insel her ein Sturmwind los, den man Nordost nennt. Und da das Schiff ergriffen wurde und nicht mehr gegen den Wind gerichtet werden konnte, gaben wir auf und ließen uns treiben.“

    Vers 19-20:

    „Und am dritten Tag warfen sie mit eigenen Händen das Schiffsgerät hinaus.

    Da aber viele Tage weder Sonne noch Sterne schienen und ein gewaltiges Ungewitter uns bedrängte, war all unsre Hoffnung auf Rettung dahin.“

    Überlegen wir uns das einmal. Sie hatten die Sonne, die Sterne und den Mond nicht nur einen oder ein paar Tage lang nicht mehr gesehen, sondern viele Tage. Mittlerweile haben sie die Hoffnung aufgegeben. Der Regen fällt in Strömen. Die Blitze zucken um sie her. Der Wind heult. Die Wellen schlagen über dem kleinen Schiff zusammen. Der Donner umgibt sie von allen Seiten so wie Kanonengrollen. Und mitten in alldem geschieht in den Versen 21-22 Folgendes:

    „Niemand wollte mehr essen; da trat Paulus mitten unter sie und sprach: Ihr Männer, man hätte auf mich hören sollen und nicht von Kreta aufbrechen, dann wären uns dieses Leid und der Schaden erspart geblieben. Doch nun ermahne ich euch: Seid unverzagt.“

    Seid unverzagt. Lasst den Mut nicht sinken. Es gibt auch die Formulierung: „Seid guten Mutes.“ Warum? Weil wir einen guten Steuermann haben, der ein Experte in diesen Dingen ist und wir ihm vertrauen können? Nein, er hat die Hoffnung auch aufgegeben. Seid guten Mutes, weil wir ein stabiles Schiff haben, dem wir vertrauen können? Nein. Seid guten Mutes. Seid unverzagt. Weiter sagt Paulus in den Versen 22-26:

    „Doch nun ermahne ich euch: Seid unverzagt; denn keiner von euch wird umkommen, nur das Schiff wird untergehen. Denn diese Nacht trat zu mir der Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene, und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus, du musst vor den Kaiser gestellt werden; und siehe, Gott hat dir geschenkt alle, die mit dir fahren.

    Darum, ihr Männer, seid unverzagt“ – verliert nicht den Mut – „denn ich glaube Gott, es wird so geschehen, wie mir gesagt ist. Wir müssen aber auf eine Insel auflaufen.“

    Überlegen wir uns das einmal. Mitten im Donner, den Blitzen, dem Regen, dem tosenden Wind und den Wellen sagt Paulus: „Seid guten Mutes.“ Nichts hatte sich um sie herum verändert. Es sah immer noch gleich aus. Vielleicht stecken auch Sie gerade in einem Sturm. Sie werden von den Wellen hin- und hergeworfen. Das können wie gesagt finanzielle Nöte sein. Sie sind verzweifelt. Sie wissen nicht, was Sie tun sollen. All Ihre Mittel sind erschöpft.

    Vielleicht kämpfen Sie auch verzweifelt gegen eine Krankheit, haben eine schlechte Nachricht von Ihrem Arzt bekommen und gerade jetzt in diesem Moment, in dem Sie mir zuschauen, geht es Ihnen körperlich sehr schlecht.

    Oder Sie spüren, wie Sie geistlich angegriffen werden. Jeder Dämon in der geistlichen Welt scheint losgeschickt worden zu sein, um Sie anzugreifen. Hören Sie: Mitten in alldem kann ich Ihnen sagen: „Seien Sie guten Mutes. Verlieren Sie nicht den Mut.“ Warum? Paulus sagt: „Ich glaube, dass es genau so geschehen wird, wie Gott es mir gesagt hat. Gott hat etwas gesagt und ich glaube es.“

    Vielleicht denken Sie: „Aber Paulus ist ein Engel erschienen und hat mit ihm gesprochen. Wenn mir ein Engel erscheinen würde, würde es mir in diesem Sturm, in dem ich gerade stecke, auch besser gehen.“ Aber wissen Sie was? Sie haben etwas, das noch verlässlicher ist als das Wort eines Engels. Sie haben das geschriebene Wort Gottes. Himmel und Erde werden vergehen, aber sein Wort wird nie vergehen. Gott kann nicht lügen. Alle Zusagen Gottes in Christus sind Ja und Amen von uns zur Herrlichkeit Gottes. Suchen Sie eine Zusage, die Ihr Problem abdeckt. Verdauen Sie es geistlich. Lassen Sie sich davon stärken. Denken Sie darüber nach. Nehmen Sie es in sich auf. Und dann stellen Sie sich mutig inmitten der Blitze und des Donners hin und sagen Sie: „Ich glaube Gott. Ich glaube, dass es genau so passieren wird, wie er es mir in seinem Wort sagt.“

    Sein Wort wird Sie nicht enttäuschen. Es wird Sie durch Ihren Sturm tragen. Vor Jahren habe ich einmal etwas erlebt. Ich hatte dummerweise einen Mann angestellt, um eine große Arbeit für mich zu erledigen. Er war Christ. Und es ging um viel Geld. Ich bestellte ihn zu mir, wir schauten uns alles an und ich sagte: „Es geht um diese Aufgabe. Das muss gemacht werden. Ich habe so und so viel Geld. Es muss zu diesem Preis gemacht werden. Können Sie das?“ Er sagte: „Ja, kann ich.“ Und wir gaben uns die Hand darauf. Mir genügt das. Wenn ich Ihnen die Hand oder mein Wort gebe, dann werde ich es halten, auch wenn ich dabei draufgehe.

    Aber leider galt das nicht für ihn. Er gab gleich zu Anfang ziemlich viel von dem Geld aus. Ich sagte: „Was soll das? Wenn das so weitergeht, reicht das Budget nicht bis zum Schluss.“ Er sagte: „Jaja, ich melde mich wieder.“ Und beim nächsten Mal sagte er: „Wir haben ein Problem. Wir brauchen noch dies und das und jenes und es wird so und so viel mehr kosten.“ Ich sagte: „Aber ich hatte Ihnen gesagt, dass ich nicht so viel Geld habe.“ Wir setzten uns hin und besprachen es, und ich beschloss, einen Teil davon selbst zu erledigen. Ich machte es also selber.

    Etwa einen Monat, bevor alles fertig sein sollte, kam ich von einer Auslandsreise nach Hause und er wartete in meiner Einfahrt auf mich. Er sagte: „Ich habe einen Fehler gemacht,“ drückte mir ein paar Papiere in die Hand und ging. Ich schaute mir die Papiere an und dachte: „O nein.“ Ich steckte in der Klemme. Es ging um Geld, das ich nicht hatte. Das Projekt zu beenden würde viel mehr kosten als geplant. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich war einige Tage lang wirklich verzweifelt.

    Ich saß auf dem Bordstein vor meinem Haus und wusste weder ein noch aus. Ich sagte: „Gott, ich weiß nicht, was ich tun soll.“ Und dann hatte ich den Eindruck, der Herr würde etwas zu mir sagen. Er sagte zu meinem Herzen: „Du musst einfach das tun, was du allen anderen predigst.“ Das wollte ich nicht hören, aber ich dachte: „Ja, eigentlich hat er recht.“ Und die Verse, die mir dann einfielen, stammten aus Psalm 22: „Gott wohnt unter den Lobgesängen seines Volkes.“

    Im Jakobusbrief steht: „Betrachtet es als Freude, wenn ihr verschiedene Prüfungen erlebt.“ Bei Jesaja heißt es: „Gott kommt denen entgegen, die sich freuen.“ Im Philipperbrief steht: „Lasst eure Bitten mit Danksagung vor Gott kundig werden.“ Also sagte ich: „Gott, du hast recht. Ich habe nicht getan, was ich selbst predige.“ Und so fing ich dort vor meinem Haus an, hin und her zu laufen, meine Hände zu erheben und Gott anzubeten. Ich brachte ihm meine Bitte und dankte ihm für seine Hilfe. Ich wusste nicht, wie es funktionieren sollte. Es gab buchstäblich keine Möglichkeit, keinen Weg. Es war unmöglich. Oder zumindest schien es mir in dem Moment so.

    Ich hob also meine Hände und lobte Gott 20, 25 Minuten lang. Ich marschierte auf der Straße vor meinem Haus hin und her, hatte die Hände erhoben und lobte Gott. Und die Niedergeschlagenheit löste sich von mir. Wahrscheinlich war ich, ohne es zu merken, ziemlich laut gewesen, denn ein paar Tage später rief mir einer der Nachbarn etwas von seinem Dach aus zu. Ich rief zurück: „Wie bitte?“ Er rief: „Ich habe gesagt: Lob und Ehre sei Gott!“ Er machte nach, was ich vor meinem Haus getan hatte. Und ich sagte: „Ja, amen!“

    Innerhalb von nur einer Woche griff Gott ein und half uns auf eine Weise, an die ich nicht einmal gedacht hatte. Ein Wunder geschah und löste unser Problem. Sehen Sie, ich hatte mich an einer Zusage festgehalten. Und die Zusage besiegte das Problem. Die Zusage half mir aus dem Problem heraus. Suchen Sie nach einer Zusage, die Ihr Problem abdeckt. Lernen Sie, Ihre Bibel zu lieben, und Gott wird Ihnen helfen.

    Ich möchte in diesem Zusammenhang noch über ein paar andere Dinge sprechen. Das erste ist der Südwind. „Ein Südwind wehte.“ Viele Menschen treffen Entscheidungen aufgrund äußerer Umstände. Sie legen ein Vlies aus. Dieser Ausdruck stammt aus der Bibel. Gideon wurde von Gott dazu berufen, Israel von den Midianitern zu befreien. Doch Gideon war sich nicht sicher. Er sagte: „Gott, es tut mir leid, aber wenn du mich wirklich für das gebrauchen willst, was du sagst, dann musst du mir helfen. Ich werde ein Vlies auslegen. Wenn der Boden um das Vlies herum am Morgen nass vom Tau ist, aber das Vlies trocken bleibt, dann weiß ich, dass du mir wirklich sagst, dass ich das tun soll.“ Er legte also in dieser Nacht das Vlies aus. Und am Morgen war es um das Vlies herum nass. Das Vlies aber war trocken.

    Dann sagte er: „Gott, werde bitte nicht wütend, aber kannst du das nochmal machen? Wenn ich das Vlies heute Nacht auslege, lass doch bitte das Vlies nass vom Tau sein und der Boden rundherum soll trocken sein.“ Und Gott tat ihm den Gefallen. Am Morgen war das Vlies nass. Er drückte eine ganze Schüssel Wasser heraus und sagte: „Okay, Gott. Du berufst mich wirklich, das zu tun.“

    Das nehmen die Leute oft und sagen: „Ich werde ein Vlies auslegen. Wenn dies passiert, weiß ich, dass das Gottes Wille ist. Wenn dies und das und jenes geschieht, wenn sich diese Tür öffnet, wenn der Südwind sanft weht, dann weiß ich, dass es Gottes Wille ist.“ Aber man muss ein paar Dinge über Gideon und das Vlies wissen.

    Erstens: Das war im Alten Testament, nicht im Neuen Testament. Es geschah, bevor es die Wiedergeburt gab und bevor Menschen vom Heiligen Geist erfüllt werden konnten. Außerdem war Israel zu diesem Zeitpunkt weit von Gott entfernt. Selbst Gideons eigene Familie zählten zu den Götzenanbetern. Gideon wusste nur wenig über Gott. Er wusste nicht, was wir wissen. Er hatte nicht den Zugang zu Gottes Wort wie wir heute. Der einzige Zeitpunkt, der im neuen Testament damit vergleichbar ist, ist die Zeit nach der Auferstehung, als die Apostel ein Los warfen, um einen Ersatz für Judas zu bestimmen.

    Das war vor der Ankunft des Heiligen Geistes. Nachdem der Heilige Geist in Apostelgeschichte 2 gekommen war, sie alle mit dem Heiligen Geist erfüllt waren und in fremden Sprachen redeten, wird in der Bibel nie mehr von jemandem berichtet, der so etwas praktiziert. Denn die, welche der Geist Gottes leitet, die sind Gottes Kinder. Der Heilige Geist bezeugt es unserem Geist. Jesus sagt: „Wenn der Heilige Geist kommt, wird er euch zeigen, was geschehen wird. Er wird euch das, was mein ist, offenbaren und übermitteln.“

    Wir lassen uns innerlich vom Heiligen Geist führen. Als Paulus sagte: „Männer, ich sehe das. Ich nehme das wahr. Ich sehe das innerlich“, kam das vom Heiligen Geist. Aber die Leute vertrauten der Mehrheit und den Fachleuten und darauf, dass der Südwind wehte. Ich kenne eine Reihe von Christen, die so ihr ganzes Vermögen verloren haben. Sie haben ihre Altersvorsorge verloren und alles, was sie hatten, weil sie in eine Firma investierten, weil sozusagen „der Südwind wehte“.

    In Apostelgeschichte 28 geht die Geschichte weiter. Sie strandeten auf einer Insel. Die Einwohner der Insel waren freundlich zu ihnen. Sie waren großzügig und gaben ihnen alles, was sie brauchten. Dann heißt es, dass sie für die Weiterreise bereit waren. Nachdem sie drei Monate auf der Insel gewesen waren, bestiegen sie ein anderes Schiff aus Alexandria. In den Versen 12-13 heißt es:

    „Und als wir nach Syrakus kamen, blieben wir drei Tage da.“

    Sie waren mit dem Schiff aus Alexandria unterwegs.

    „Von da fuhren wir die Küste entlang und kamen nach Rhegion; und da am nächsten Tag der Südwind sich erhob, kamen wir in zwei Tagen nach Puteoli.“

    Hier haben wir wieder den Südwind. Und zögerten sie dieses Mal, als sie losfuhren? Nein. Warum? Weil Paulus dieses Mal innerlich nichts sah. Es war der gleiche Südwind. Man mag es fast nicht glauben. Freunde, der Wind sagt uns manchmal, dass wir dies tun sollen und manchmal, dass wir jenes tun sollen. Unser Handeln muss eine andere Grundlage haben als das. Wir müssen uns vom Geist Gottes leiten lassen. Von der Bibel.

    Die Bibel hat zu allem etwas zu sagen. Gottes Wort sagt uns, was wir tun sollen. Wenn wir in der Bibel danach suchen, wird Gott durch sein Wort zu uns sprechen. Sein Wort ist die Straßenkarte für unser Leben. Vergessen Sie „Wenn sich diese Tür öffnet“ oder „Ich lege ein Vlies aus“. Lernen Sie, auf den Heiligen Geist zu hören und sich von Gottes Wort leiten zu lassen.

    Als ich ganz neu Christ war, musste ich einmal eine Wohnung anmieten. Ich fand eine hübsche kleine Wohnung. Sie hatte genau die richtige Größe für mich und der Preis stimmte auch. Und ich war begeistert, als ich feststellte, dass die Vermieterin ebenfalls gläubig war. Ich traf mich mit ihr und sagte: „Ich würde gern diese Wohnung mieten.“ Sie sagte: „Gut, Bayless, melden Sie sich morgen bei mir und ich lasse es Sie wissen.“ Ich sagte: „Okay.“ Aber als ich am nächsten Tag zu ihr ging, sagte sie rundheraus: „Ich werde Ihnen diese Wohnung nicht vermieten.“ Ohne Erklärung. Sie sagte: „Ich werde sie Ihnen nicht vermieten.“ Und ich bekam sie nicht.

    Ich war sprachlos. Ich konnte mir nicht vorstellen, warum, bis ein paar Tage später ein gemeinsamer Freund zu mir sagte: „Ich weiß, warum du die Wohnung nicht bekommen hast.“ Ich fragte: „Warum?“ Er sagte: „Sie hat ein Vlies ausgelegt.“ Ich sagte: „Was?“ – „Ja, sie hat ein Vlies ausgelegt.“ Sie sagte: „Gott, wenn ich meine Wohnung diesem jungen Mann vermieten soll, dann lass mein Telefon heute vor zwei Uhr zweimal klingeln.“ Aber es klingelte nur einmal. Darum war sie überzeugt, dass es nicht Gottes Wille war, dass sie die Wohnung an mich vermietete, weil sie ein Vlies ausgelegt hatte. Mein Freund, so sollen Christen sich nicht leiten lassen. Ich sage nicht, dass wir die Hand Gottes nicht in unserem Leben erkennen können. Manchmal merken wir, wie Gott eine Tür öffnet. Manchmal sehen wir, wie etwas Bestimmtes passiert. Aber dann bezeugt das unser Geist.

    Ich habe vorhin Menschen erwähnt, die so ihre Altersvorsorge verloren haben. Ich kenne wirklich mehrere Paare, denen das passiert ist. Besonders erinnere ich mich an ein Paar, das mir später erzählte: „Pastor, wir waren innerlich unruhig deswegen. Wir zögerten innerlich. Aber es wurde so sehr empfohlen. Der-und-der fand es gut. Und während wir darüber nachdachten, erwähnte es jemand anderes. Wir dachten, das sei eine offene Tür. Wir dachten, das sei ein Zeichen. Aber die Wahrheit ist, dass wir die ganze Zeit innerlich unruhig waren, während wir darüber nachdachten, unser Erspartes zu investieren. Wir hatten keinen inneren Frieden.“ Der Heilige Geist hatte versucht, mit ihnen zu reden.

    In der Bibel heißt es in Kolosser 3,15, dass wir den Frieden Gottes zu unserem Schiedsrichter machen sollen. So steht es in der Amplified Bible: „Lasst den Frieden Gottes als Schiedsrichter in euren Herzen walten, der stets über alle Fragen, die in euren Gedanken auftauchen, entscheidet und sie endgültig klärt.“ Ich glaube, in anderen Bibelübersetzungen steht dort: „Lasst den Frieden Gottes in eurem Herzen herrschen.“ Aber das griechische Wort bei „herrschen“ beschreibt buchstäblich die Aufgabe eines Schiedsrichters. Es ist das, was ein Schiedsrichter in einem Fußballspiel tut. Er sagt: „Das ist gegen die Regeln. Der Ball ist noch auf dem Feld. Das war ein Foul.“ Der Schiedsrichter sagt uns, ob wir mit den Regeln oder gegen die Regeln spielen. Was tut der Schiedsrichter? Hier steht: „Lasst den Frieden Gottes, der vom Heiligen Geist kommt, als Schiedsrichter in euren Herzen walten. Er soll alle Fragen in euren Gedanken endgültig klären.“

    Wenn ich eine Entscheidung treffen muss und in der Bibel nichts Konkretes dazu finde, das mir „Ja“ oder „Nein“ sagt, dann bete ich und warte auf Gottes Antwort. Ich höre auf den Schiedsrichter, den Heiligen Geist. Entweder werde ich innerlich unruhig, wenn ich darüber nachdenke, oder ich habe Frieden. Wenn ich Frieden habe, tue ich es. Wenn der Schiedsrichter ruft: „Bayless, das ist für dich in Ordnung. Mach weiter“, dann tue ich es. Aber wenn ich innerlich unruhig werde und keinen Frieden habe, sobald ich darüber bete und daran denke, es zu tun, dann sagt der Schiedsrichter: „Bayless, das ist für dich nicht erlaubt.“

    Es ist also wichtig, das zu lernen. Aber es ist auch wichtig, sich mit den richtigen Leuten zu umgeben. 276 Menschen wurden gerettet, weil Paulus auf dem Schiff war. Gottes Hand, die schützend über Paulus lag, lag auch über ihnen. Vor vielen Jahren hörte ich einmal etwas von einem Hollywoodschauspieler, der sich bekehrt hatte. Er fing an, mit einem bestimmten Straßenevangelisten herumzureisen und ihn zu unterstützen. Und einmal, bevor sie in verschiedene Krisengebiete und an gefährliche Orte reisten, um das Evangelium zu predigen, fragte man ihn: „Haben Sie keine Angst?“ Dieser Schauspieler wollte mit dem Prediger reisen. Ich habe das Interview gesehen. Er wurde gefragt: „Haben Sie keine Angst, in diese Gebiete zu reisen?“

    Und er antwortete: „Nein. Ich spüre, dass Gott mich berufen hat, die Arbeit dieses Mannes mit meinem Geld und meiner Anwesenheit zu unterstützen. Er erzählte: „Wenn wir in diesen Gebieten sind habe ich das Gefühl, am sichersten Ort der Erde zu sein, weil ich weiß, dass ich den Willen Gottes tue. Die Hand Gottes, die ihn beschützt, beschützt auch mich, weil ich Gott mit meiner Unterstützung für ihn gehorche.“

    In der Antwort dieses Mannes steckt sehr viel Wahres. 276 Menschen wurden gerettet, weil sie auf dem gleichen Schiff waren wie Paulus. Auch in der Geschichte von Joseph im Haus des Potiphar in Ägypten lesen wir, dass Gott das Haus des Potiphar um Josephs willen segnete. Alles in seinem Haus und draußen auf seinen Feldern, sein ganzer Haushalt und seine Geschäfte, wurden gesegnet, weil Joseph in seinem Haus war und in seinem Haus arbeitete. Der Segen, der auf Josephs Leben lag, breitete sich auch auf den Haushalt des Potiphar aus und berührte alles, was er hatte.

    Ich denke auch an Jonathan. Sein Herz war eng mit Davids Herzen verbunden. Er hatte David seine Treue geschworen und wusste, dass er zu David gehörte. Aber letztendlich entschied sich Jonathan, bei seinem Vater Saul zu bleiben. Das ist sicher ehrenhaft, aber Saul war ein böser Mensch geworden. Er verfolgte David und war Gottes Leuten gegenüber grausam. Er hatte sich sogar mit Hexerei eingelassen und hatte insgesamt den Weg des Bösen eingeschlagen. Und weil Jonathan sich entschied, bei seinem Vater zu bleiben, der böse geworden war, statt mit David zu gehen, ereilte ihn am Ende das gleiche Schicksal wie seinen Vater Saul. Sie wurden beide auf dem Berg Gilboa von den Philistern getötet. In der Bibel steht: „Wer sich mit den Weisen trifft, wird weise; wer sich mit den Narren einlässt, wird sich selbst schaden.“

    Wählen Sie Ihre Freunde sorgfältig. Sie haben nicht nur Einfluss auf Sie. Sondern sie können auch auf Sie abfärben. Außerdem möchte ich ein Mensch sein, der mit der Gunst Gottes, die auf meinem Leben liegt, auf alle abfärbt, die Zeit mit mir verbringen. Ich möchte, dass der Segen Gottes auf mir auch auf die abfärbt, die Zeit mit mir verbringen.

    Das ist mein Gebet für alle, die uns unterstützen. Der Gedanke ist mir gerade gekommen. Es gibt Menschen, die uns treu und regelmäßig mit ihren Gebeten und Spenden dabei unterstützen, Predigten wie diese in vielen Sprachen auf der ganzen Welt zu verbreiten. Ich bete dafür, dass die Gunst und der Segen, die auf uns und unserer Arbeit liegen, auch über Sie, Ihren Haushalt und Ihre Familie kommen. Im mächtigen Namen Jesu. Gott segne Sie.

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