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Sackgasse? Aber Gott kennt den Weg! (2)

Wurdest du schon mal hintergangen oder betrogen? Oft reagieren wir in diesen Situationen mit Bitterkeit. Auch Jakob aus dem Alten Testament hätte so reagieren können. Aber er tat zwei entscheidende Dinge, die Gottes Segen in seinem Leben wieder freisetzten. Entdecke, was passiert, wenn du dich auf Gott ausrichtest und ihn im Blick behältst anstatt dich dem Groll hinzugeben.

Hallo und willkommen. Ich bin Bayless Conley, und ich möchte gerne etwas mit Ihnen teilen. Ich glaube, es ist sehr bedeutsam. Und zwar wollen wir über zwei Worte sprechen, die alles im Leben ändern können. Zwei Worte, die Sie verstehen müssen. Zwei Worte, die Sie sich einprägen müssen. Zwei Worte, die Sie verinnerlichen müssen. Sind Sie bereit?
Hallo, ich bin Bayless Conley. Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt: Er hat Antworten auf deine Fragen.

Unsere heutige Sendung wurde in den Büroräumen der Cottonwood Church aufgenommen. Unser neues Fernsehstudio ist gerade im Bau, aber wir möchten trotzdem weiterhin Predigten über Gottes Wort ausstrahlen, die Ihnen Hoffnung und Glauben schenken. Und nun kommt Bayless.

Falls Sie letztes Mal mit dabei waren, wissen Sie, dass wir uns zwei Lebensgeschichten angeschaut haben, in denen zwei Wörter den Wendepunkt des Ganzen ausgemacht haben. Die eine war die Geschichte von Josef: wie er von seinen Brüdern verraten und in Umstände geriet, über die er keine Kontrolle hatte. Es sah so aus, als wäre sein Leben vorbei. Doch dann finden wir diese beiden Wörter: „Aber Gott.“ Da steht: „Aber Gott war mit ihm und schenkte ihm Weisheit und verschaffte ihm Ansehen beim Pharao.“

Vielleicht ist auch Ihre Lebensgeschichte so. Es scheint, als wäre es vorbei für Sie. Vielleicht hat jemand Sie verraten. Vielleicht ist Ihre Welt auf den Kopf gestellt worden und es sieht hoffnungslos aus. Liebe Freunde, es ist nicht hoffnungslos, wenn Sie diese beiden Wörter mit einbeziehen: „Aber Gott.“ Gott kann eine Wende für Sie schaffen.

Dann schauten wir uns auch die Geschichte von Jakob an, der von seinem Schwiegervater Laban betrogen worden war. Er erzählte seinen Frauen diese Geschichte und sagte: „Euer Vater hat mich immer wieder übers Ohr gehauen. Aber Gott. Aber Gott hat nicht zugelassen, dass er mir schadet.“ Gott schaffte eine Wende. Trotz der Tatsache, dass Jakob betrogen worden war, trotz der Tatsache, dass er schlecht behandelt worden war, wendete Gott die Dinge zum Guten. Gott schenkte ihm Erfolg.

Liebe Freunde, auch auf Sie wartet das ein oder andere „Aber Gott“. Ihre Umstände mögen absolut hoffnungslos erscheinen. Sie mögen denken: „Mann, mein Leben ist vorbei!“ Ist es nicht. Ist es nicht. Sie müssen diese Worte mit einbeziehen: „Aber Gott“.

Jetzt kommen wir zu einer weiteren Geschichte aus Philipper 2. Dort schreibt Paulus den Christen in Philippi. Das war eine Gruppe, die Paulus selbst für den Glauben gewonnen hatte. Ich kann den Philipperbrief nur wärmstens empfehlen. Einfach großartig. Der Hintergrund ist in der Apostelgeschichte nachzulesen, wo Paulus nach Philippi kommt und das Evangelium verkündet.

Nun schreibt er in Philipper 2,25 an diese kostbare Gruppe von Christen, die er so sehr lieb hat.
Er sagt:

„Es erschien mir notwendig …“

Philipper 2,25.

„Es erschien mir notwendig, Epaphroditus zu euch zurückzuschicken, meinen Bruder, Mitarbeiter und Mitstreiter. Ihr hattet ihn zu mir geschickt als Überbringer eurer Gabe, mit der ihr meinem Mangel abhelfen wolltet. Jetzt aber sehnte er sich so sehr nach euch allen und war in Sorge, weil ihr von seiner Krankheit gehört hattet. Es stand tatsächlich schlimm um ihn; er war dem Tode nah. Aber Gott …“

Epaphroditus war todkrank. Aber Gott …

„Aber Gott hat sich über ihn erbarmt – und nicht nur über ihn, sondern auch über mich. Habe ich doch schon Kummer genug!“

Er war krank, dem Tod nah. Aber Gott. Vielleicht sind auch Sie gerade krank. Vielleicht liegen Sie gerade im Krankenhaus. Ich weiß es nicht. Vielleicht haben Sie einen Angehörigen, der krank ist und dem menschlich nicht mehr zu helfen ist. Vielleicht sind Sie drauf und dran, aufzugeben. Aber liebe Freunde, vergessen Sie nicht die Worte: „Aber Gott“. Ihr Körper mag von Schmerzen geplagt sein. Der Arzt mag Ihnen zum Schluss gesagt haben: „Ich wünschte, es gäbe mehr, was wir für Sie tun können.“ Aber es gibt zwei Wörter, die in diesen Schlussworten nicht mit einbezogen wurden: „Aber Gott.“

Bitte hören Sie mir zu. Mir ist schon oft vorgeworfen worden, dass ich Menschen Hoffnungen mache. Was das betrifft, bekenne ich mich schuldig. In der Bibel steht: „Der Glaube ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft.“ Eine andere Übersetzung gibt es so wieder: „Der Glaube verleiht der Hoffnung Substanz.“ Ohne Hoffnung ist Glaube hoffnungslos. Ohne Hoffnung hat der Glaube nichts, dem er Substanz verleihen kann. Die Bibel entfacht unseren Glauben. Die Geschichten der Bibel sind dafür da, dass wir sie ergreifen und uns klarmachen: Gott kann dasselbe für uns tun wie für andere.

Vielleicht ist Ihre Geschichte wie die der Frau in Markus 5, die schon seit 12 Jahren an Blutungen litt. Sie hatte von vielen Ärzten viel erleiden müssen. Sie hatte ihnen ihr ganzes Geld gegeben, aber ihr Zustand besserte sich nicht, sondern verschlimmerte sich sogar noch. Doch dann kam die Wende. Auch Sie können eine Wende erleben, wenn Sie diese beiden Wörter ergreifen: „Aber Gott.“ Gott ist auch heute noch der Gott des Erbarmens und Mitleids. Er hatte Erbarmen mit Epaphroditus, und er kann auch mit Ihnen Erbarmen haben.

In unserer Kirche war ein ganz liebes Ehepaar, Lily und Carl. Ich hatte sie sehr lieb. Meine Frau hatte sie auch lieb. Es waren vorbildliche Christen. Sie verbreiteten überall einen positiven Geist. Aber Lily hatte eine große körperliche Herausforderung. Sie war fast blind. Ich glaube, sie unterzog sich 14 verschiedenen Augen-OPs. Schließlich sagte ihr der Arzt: „Leider gibt es nichts mehr, was wir für Sie tun können, Lily.“

Offiziell war sie bereits als blind eingestuft. Sie konnte nichts Gedrucktes mehr lesen. Es gab vieles, was sie überhaupt nicht gut sehen konnte, und der Arzt sagte: „Es wird immer schlimmer werden, Lily. Ich wünschte, es gäbe mehr, was wir für Sie tun können.“ Stellen Sie sich das vor. 14 Augen-OPs.

Nun veranstalteten wir in unserer Kirche so um die 22 Jahre lang jeden Sonntagabend einen besonderen Gottesdienst. Und zwar beschäftigten wir uns all diese Jahre in diesen Gottesdienst speziell mit göttlicher Heilung.
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Sie mögen fragen: „Und warum?“ Weil ich glaubte, dass der Herr mich dazu angewiesen hatte – und danach bekam ich lange keine gegenteilige Anweisung. So handhabe ich das: Ich mache so lange mit dem weiter, was Gott mir gesagt hat, bis ich neue Anweisungen erhalte. Gott kann zu mir sprechen, wenn er möchte. Ich bin offen dafür und tue mein Bestes, die Ohren aufzusperren. Und erst 22 Jahre später hatte ich den Eindruck, dass wir die Richtung wechseln sollten.

22 Jahre lang zogen wir das durch. Am Ende des Gottesdienstes legten wir Menschen entweder die Hände auf und beteten für sie, oder wir riefen sie auf, nach vorne zu kommen und sich auf die Stufen zu knien. Wir nannten das unseren „Altar“, obwohl es bloß eine Bühne war, mit Stufen. Dort knieten sich die Menschen hin und beteten, während wir zusammen Gott suchten. Einige Menschen blieben dort zehn Minuten, andere eine halbe Stunde, und sie beteten einfach.

Wir erlebten, wie viele, viele Menschen von vielen, vielen Krankheiten geheilt wurden. Einige Heilungen waren ziemlich spektakulär, die Art von Heilung, wo halbgelähmte Menschen ihre Gehhilfe zur Seite warfen und auf der Stelle von ihrer Lähmung geheilt waren. Das waren immer eindrucksvolle Erlebnisse. Aber häufig ereignete sich die Heilung auch schrittweise. Lily kam häufig nach vorne. Erst saß sie und hörte sich die Predigt an, und dann kam sie häufig nach vorne und kniete sich am Altar hin, um zu beten.

Dann, eines Abends, kam sie wieder nach vorne, um für ihre Augen zu beten. Das war ihr sehr wichtig. Sie hat mir die Geschichte erzählt. Eines Abends nun, als sie wieder auf dem Weg nach vorne war, vernahm sie, wie der Herr ihr sagte: „Lily, ich habe dich bereits geheilt.“ Sie stoppte und sagte: „Okay, Herr.“ Sie kehrte zu ihrem Sitzplatz zurück und kam nicht nach vorn.

Am nächsten Morgen saß sie mit Carl auf der Veranda ihres Haues. Das war ihr gewöhnliches Morgenritual: jeden Morgen zusammen auf der Veranda zu sitzen und einen Kaffee zu trinken. Lily saß dort und trank ihren Kaffee mit Carl. Sie schaute zu den Häusern auf der anderen Straßenseite hinüber. Mit einem Mal, so erzählte sie, konnte sie die einzelnen Dachschindeln des gegenüberliegenden Hauses sehen. Dann schaute sie bei sich in den Garten, wo eine große Tanne stand. Sie erzählte mir: „Ich schaute zur Tanne und ich konnte jede einzelne Tannennadel an dem Baum sehen.“ Sie sagte mir: „Pastor, ich schaute Carl ins Gesicht und ich konnte seine Augen sehen. Ich konnte sie ganz klar und deutlich sehen. Ich sagte zu ihm: „Carl, deine Augen – du hast hübsche Augen.‘“ Er erwiderte: „Lily, du kannst meine Augen sehen?“ Sie sagte: „Carl, ich kann deine Augen detailgenau sehen.“ Sie rief aus: „Ich bin geheilt, ich bin geheilt.“ Sie veranstalteten einen kleinen Lobpreisgottesdienst, direkt dort auf ihrer Veranda.

Sofort machte sie einen Termin bei ihrem Augenarzt, dem Arzt, der sie schon so oft behandelt hatte. Er war derjenige, der die letzten Augen-OPs durchgeführt hatte. Sie ging zu ihm und er führte alle möglichen Augentests durch. Schließlich sagte er ihr: „Lily, das ist ein Wunder von Gott. Sie haben mir von Ihrem Pastor und Ihrer Kirche erzählt, davon, dass dort an göttliche Heilung geglaubt wird und auch Sie daran glauben. Sagen Sie Ihrem Pastor, dass Sie ein Wunder von Gott bekommen haben. Ihre Augen sind vollkommen normal.

Also kam sie wieder zur Kirche und erzählte mir davon, und ich freute mich. Wir luden sie ein, vor der versammelten Gemeinde von ihrem Erlebnis zu erzählen, und die ganze Gemeinde freute sich. Sie war auf dem Weg in völlige Dunkelheit gewesen, und da wäre sie auch gelandet, hätte es nicht diese beiden Wörter gegeben: „Aber Gott.“ Ich sag Ihnen, Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Er verändert sich nicht. Das, was er am Ufer vom See Genezareth und in den Orten Galiläas getan hat, wo er Aussätzige gereinigt und Kranke geheilt hat, das kann und tut er auch heute noch.
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Ich möchte Ihnen sagen: Gott ist nichts zu schwer. Ich bin überzeugt, dass Jesus Christus derselbe gestern und heute und in alle Ewigkeit ist! Ich möchte Sie ermuntern: Beschäftigen Sie sich mit dem Leben von Jesus. Gehen Sie Evangelien von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes durch. Lesen Sie jede Stelle, wo Jesus auf einen Kranken trifft. Lesen Sie, wie er geholfen hat. Als Philippus ihm sagte: „Herr, zeig uns den Vater“, da sagte Jesus etwas ganz Wichtiges. Das ist im Johannesevangelium nachzulesen. „Zeig uns den Vater“, sagte Philippus, „dann sind wir zufrieden.“

Jesus erwiderte: „Nun bin ich so lange mit euch zusammen gewesen, Philippus, und du kennst mich immer noch nicht? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ An anderer Stelle sagt er: „Ich tue die Werke, die ich meinen Vater tun sehe.“ Wer Jesus sieht, sieht den Vater. Jesus ist das genaue Abbild vom Vater. Wollen Sie Gottes Willen kennen? Dann schauen Sie sich Jesus an. Jesus ist Gottes Wille in Aktion.

Jetzt kommen wir zu 1. Korinther 1,26-29, einem weiteren „Aber Gott“, und zwar einem ganz wichtigen. 1. Korinther 1,26. Dort schreibt Paulus:

„Erinnert euch, liebe Brüder, dass nur wenige von euch …“

Wohlgemerkt, er sagt nicht „niemand“, sondern „wenige“.

„… dass nur wenige von euch in den Augen der Welt weise oder mächtig oder angesehen waren, als Gott euch berief. [Aber] Gott …“

„[Aber] Gott hat das auserwählt, was in den Augen der Welt gering ist, um so diejenigen zu beschämen, die sich selbst für weise halten. Er hat das Schwache erwählt, um das Starke zu erniedrigen. Er hat das erwählt, was von der Welt verachtet und gering geschätzt wird, und es eingesetzt, um das zunichtezumachen, was in der Welt wichtig ist, damit kein Mensch sich je vor Gott rühmen kann.“

Liebe Freunde, Sie mögen die Geringsten und die Letzten sein, von denen niemand erwartet, dass sie es im Leben je zu was bringen. Vielleicht erwartet niemand etwas Großes von Ihnen. Vielleicht sind Sie immer der Letzte, der ausgewählt wird. Vielleicht hatten Sie weniger Chancen als andere. Das mag Ihre Lebensgeschichte bleiben, wären da nicht diese beiden Wörter: „Aber Gott.“ Vielleicht hatten Sie nicht viele Aussichten.

Vielleicht hatten Sie nicht die Erziehung oder die Bildung, die andere hatten. Vielleicht standen Ihnen nicht dieselben Mittel zur Verfügung wie anderen. Ihre Zukunft mag nicht strahlend aussehen, mit Ausnahme dieser beiden Worte: „Aber Gott.“ Gott nimmt gerne das Geringe und Schwache –, das, was in den Augen der Welt verachtet ist –, und stellt Großes für sie und mit ihnen und durch sie an. Auf diese Weise bekommt er alle Ehre.

Bevor ich Christ wurde, hatte ich gravierende Probleme. Ich nahm Drogen. Ich war Alkoholiker. Mein Leben war zerrüttet. Ich kam durch eine kleine Straßenkirche zum Glauben, wo sich Ausgestoßene, Drogenabhängige und Obdachlose tummelten. Ich gab mein Leben Jesus. Man betete für mich und ich wurde von einer jahrelangen Drogensucht frei. Von dem Tag bis zum heutigen sind mehr als 45 Jahre vergangen, und ich habe nie wieder eine Droge in meinem Körper gehabt.

Jesus hat mich befreit und hat mir eine Wende verschafft. Ich fing an, zu einer kleinen örtlichen Pfingstgemeinde zu gehen, die auch eine christliche Schule hatte. Sie war recht bekannt am Ort. Es war kein großer Ort. Ehrlich gesagt hatten die meisten Mitglieder dieser kleinen Kirchengemeinde Angst vor mir. Ich war wahrscheinlich die jüngste Person da. Ich witzele manchmal, dass alle anderen über 103 waren. Stimmt zwar nicht ganz, aber so kam es mir vor.

Jedenfalls war ich die einzig männliche Person mit langen Haaren dort. Ich hatte ganz lange Haare. Ich hatte auch einen langen Bart. Ich sah einfach anders aus und hörte mich anders an. Die Leute dort wussten: Ich kam aus einer ganz anderen Welt als sie. Aber ich saß dort in den Gottesdiensten und hörte mit Tränen in den Augen zu, wie sie von Jesus sprachen. Ein Gemeindemitglied nahm mich unter seine Fittiche. Die Person wollte mir helfen, mir als Mentor dienen und mich die Bibel lehren. Ich war so dankbar dafür.

Doch eine führende Persönlichkeit in dieser Kirche – mehr noch, ein führender Christ am Ort, jemand, der ziemlich viel Einfluss hatte – sprach diese Person an und sagte: „Ich weiß, du meinst es gut, aber dieser Bayless-Typ – er ist ein hoffnungsloser Fall. Du vergeudest deine Zeit mit ihm. Wenn du jemandem als Mentor zur Seite stehen willst, wenn du ins Leben eines anderen investieren willst – das ist super. Suche dir jemanden. Aber ich sag dir: Dieser Typ ist ein hoffnungsloser Fall.“

Die Person erzählte mir von diesem Gespräch. So etwas gibt einem ein wohlig warmes Gefühl, oder? Aber wissen Sie was? Dieser Mann irrte sich. Er irrte sich zwar nicht, dass ich der Geringste war und aus menschlicher Sicht keine großen Chancen hatte, aber Gott schaute mich an und dachte: „Ich kann etwas mit diesem Jungen tun. Ich kann etwas mit diesem Leben tun. Denn wenn durch oder mit ihm irgendetwas Bedeutsames geschieht, dann werden alle wissen, dass es nicht sein, sondern mein Verdienst war.“ Auf diese Weise kann sich kein Mensch vor Gott rühmen.

Ich kann mir nichts von dem, was Gott durch mein Leben oder meine Arbeit getan hat, als Verdienst anrechnen. Liebe Freunde, ich erinnere mich, wo ich hergekommen bin. Ich habe nicht vergessen, wie es früher war. Ich habe meine gigantischen Seelenkämpfe nicht vergessen. Ich habe meine Verzweiflung nicht vergessen. Ich habe meinen Missbrauch von Drogen und Alkohol nicht vergessen. Ich habe das Schandhafte nicht vergessen, das ich getan habe.

Liebe Freunde, ich bin eine Trophäe der Gnade Gottes. Vielleicht haben auch Sie einige dumme, schädliche Dinge getan. Alle anderen mögen Sie abgeschrieben haben. Aber ich sag Ihnen: Gott ist mit Ihnen noch nicht am Ende.

Als ich dann auf die Bibelschule ging, sah ich dort ein Ehepaar, und sofort wusste ich: „Diese beiden haben einen ähnlichen Hintergrund wie ich.“ Das merkte man sofort.

Also sprach ich sie an. Ich sagte: „Hallo, ich bin Bayless.“ Sie stellten sich vor und ich lud sie zu mir zum Mittagessen ein. Sie sagten „Okay“ und kamen zum Mittag. Ich erinnere mich noch. Ich machte Käsetoast für sie. Meine Wohnung gab nicht viel her. Ich hatte einen alten Küchentisch, vom Speermüll, glaube ich. Meine Wohnzimmereinrichtung war eine alte, zerrissenen Couch. Ich hatte einige Betonsteine, über die ich Bretter gelegt hatte, und ich hatte eine Matratze auf dem Boden. Dort schlief ich. Und ich weiß noch, wie wir in der Küche saßen und unsere Geschichten austauschten. Und tatsächlich, sie hatten einen ähnlichen Hintergrund wie ich. Drogenmissbrauch. Sie hatten viele „Biodrogen“ benutzt: Peyote und psyliocybinhaltige Pilze und dergleichen und das Ganze. Sie hatten sich zum östlichen Mystizismus und einigen uramerikanischen Religionen verleiten lassen, die Dinge, mit denen ich es auch versucht hatte.

Ich kannte ihre Geschichte, und sie erzählten mir: „Ja, Bayless, wir haben auch diese bestimmte Droge genommen.“ Auch ich hatte viele Jahre vor meiner Bekehrung diese Droge genommen. Ich wusste, wovon sie sprachen. Sie sagten: „Ja, wir haben sie besonders gerne im Wald genommen. Dort haben wir uns ausgezogen und im Drogenrausch nackt im Wald getanzt.“ Ich dachte: „Das sind mehr Details, als ich eigentlich brauche. Jetzt muss ich dieses Bild wieder aus den Kopf bekommen.“

Auf jeden Fall war das ein Ehepaar, bei dem angesichts ihres Hintergrunds niemand damit gerechnet hätte, dass Gott sie je benutzen würde. Doch nach Abschluss der Bibelschule gingen sie auf eine kurze Missionsreise zu einem Land in Mittelamerika, und dort benutzte Gott sie auf großartige Weise. Irgendwie bekamen sie Zugang zur Familie des Präsidenten und hielten einen Bibelkreis mit der Frau des Präsidenten und den Frauen der Kabinettsmitglieder ab.

Sie legten der Frau des Präsidenten die Hände auf und sie wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt und betete in Sprachen. Sie gewannen großen Einfluss. Als die kurze Missionsreise vorbei war, hielt sie eine Autokolonne an, bevor sie ins Flugzeug stiegen. Ein Mann vom Militär stieg aus, ein General in der Armee. Er erklärte ihnen: „Ich habe mit der Frau des Präsidenten gesprochen. Ich bin General So-und-so. Bald haben wir Wahlen und wahrscheinlich werde ich der nächste Präsident des Landes.“

Soweit ich weiß, wurde er dann auch tatsächlich der nächste Präsident. Er sagte: „Können Sie für mich beten?“ Also legten sie ihm dort auf dem geteerten Rollfeld, bevor sie ins Flugzeug stiegen, die Hände auf und beteten um Gottes Segen für ihn und dass er mit dem Heiligen Geist erfüllt würde. Sie säten Samen, die sich auf eine ganze Nation auswirken würden. Und das waren diese Waldfeen-Tänzer!

Das waren die Leute, die in der Vergangenheit im Drogenrausch unbekleidet im Wald tanzten! Du meine Güte! Solche Leute gehören doch eingesperrt! Aber Gott sagt: „Wisst ihr was? Ich suche mir das aus, was in den Augen der Welt gering ist, um diejenigen zu demütigen, die sich für etwas halten.“ Ich möchte Ihnen sagen: Gott hat Sie nicht abgeschrieben, liebe Freunde. Ihre Geschichte ist noch nicht vorbei.

Und ich weiß, es schauen jetzt gerade einige zu, die sich mit so einem Hintergrund identifizieren können. Dann gibt es andere, die denken: „Was zum Kuckuck?“ Sie können sich damit überhaupt nicht identifizieren. Es gibt wieder andere. Sie kommen von einem gewalttätigen Hintergrund, und die Verbrechen, die Sie begangen haben, verfolgen sie. Nun, ich möchte Ihnen sagen: Es gibt einen Gott im Himmel, der Sie liebt.

Jesus Christus, der Sohn Gottes, hing an Ihrer Stelle am Kreuz. Er hat die Strafe für Ihre Sünde auf sich genommen. Er hat sein kostbares Blut vergossen, damit Ihnen vergeben werden und er eine Wende für Sie schaffen kann. Liebe Freunde, es gibt ein „Aber Gott“ für Sie. Ihr Leben mag nicht viel hergeben. „Aber Gott.“ Liebe Freunde, er sieht Sie jetzt.

Ich stamme aus diesem wilden und verworrenen Hintergrund, aber Jesus hat mich gerettet. Wie gesagt, ich lebe jetzt seit mehr als 45 Jahren mit Gott. Meine Frau hingegen kommt aus einem der Zentralstaaten der USA, aus Wisconsin. Dort ist sie auf einem Milchbauernhof aufgewachsen, als eines von zehn Kindern. Eins der Kinder ist als Baby gestorben, also gab es insgesamt neun Geschwister.

Mit ihren Geschwistern arbeitete sie hart auf diesem Bauernhof. Als sie dann studierte, war sie an einer Uni mit 10.000 Studenten die Top-Absolventin. Sie ist ein Tatmensch. Sie ist examinierte Krankenpflegerin. Sie hat nie Drogen genommen. Sie hat im ganzen Leben nicht eine Zigarette geraucht. Sie war immer die Lieblingsschülerin ihrer Lehrer. Hätte man uns auf eine Waage gestellt, wäre ich mit meinem gefährlichen Leben auf einer Seite gewesen, und sie ganz auf der anderen Seite. In der Gesellschaft wurde sie als „guter Mensch“ angesehen. Doch eines Tages erkannte sie, dass sie genauso verloren war wie jemand wie ich. Ihr fehlte Gott genauso wie mir.

Liebe Freunde, um mit Gott versöhnt zu werden, sind nicht die guten Werke oder das persönliche Opfer entscheidend, sondern das Opfer, das Jesus gebracht hat. Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung hat er den Weg der Errettung für uns eröffnet. Meine Frau bat um Vergebung für ihre Sünden und gab ihr Leben Jesus, genau wie ich. Vor dem Kreuz von Jesus standen wir auf gleichem Boden.

Falls Sie Ihr Herz noch nie für Jesus geöffnet und ihn noch nie gebeten haben, der Herr Ihres Lebens zu werden, dann beten Sie jetzt mit mir: „Lieber Jesus, komm in mein Leben. Sei mein Herr. Sei mein Retter.“ Sagen Sie es: „Sei mein Retter, Jesus. Sei mein Herr. Ich wende mich dir zu. Ich bitte dich, mir zu vergeben, mich reinzuwaschen und mir ein neues Leben zu geben. Alls, was ich bin und habe, lege ich in deine Hände, Jesus. Von diesem Tag an will ich dir nachfolgen.“ Gott segne Sie.

Liebe Freunde, ich hoffe, dass Sie dieser Predigt etwas abgewonnen haben. Und wir sind noch nicht fertig. Es gibt noch mehr Stellen mit „Aber Gott“ zu untersuchen. Einige mögen Sie sogar aufschrecken. Manchmal müssen wir aufgeschreckt werden. Aber Sie dürfen wissen: Gott liebt Sie. Er ist an den kleinsten Details Ihres Lebens interessiert und er möchte Ihnen helfen und Sie führen.

Und wir hier bei Antworten hören liebend gerne von Ihnen. Haben die Sendungen Ihnen gutgetan? Dann lassen Sie es uns gerne wissen. Vielleicht können Sie sogar darüber beten, uns zu unterstützen, damit wir Menschen auf der ganzen Welt erreichen können. Wir wollen die Wahrheit von Gottes Wort weitergeben.

Ich bete also, dass Sie gesegnet sind. Ich freue mich, von Ihnen zu hören. Bis zum nächsten Mal.

3 comments on “Sackgasse? Aber Gott kennt den Weg! (2)”

  1. Dankeschön für diese so schöne Predigt.
    habe mich in einigen des gesagten wieder gefunden. Ob gesundheitliche Probleme oder andere Sachen, wo man mir sagt, hier geht nichts mehr, berufe ich mich immer wieder auf Gott, der schließlich in allem das letzte Wort spricht.
    Gott segne Sie alle

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