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Probleme überwinden – Frieden finden – Harrison Conley

Bist du gerade innerlich unruhig oder steckst in deinen Problemen fest? Harrison Conley stellt dir anhand der Geschichte von Joschafat zwei einfache, aber unverzichtbaren Schritte vor, die dir helfen werden, deine Probleme zu überwinden und endlich den inneren Frieden zu finden, den du dir so wünschst!

Hallo und willkommen zu der heutigen Sendung. Ich bin Bayless Conley und ich habe heute eine großartige Botschaft für Sie. Unser ältester Sohn Harrison ist der Hauptpastor unserer Kirche. Er bringt unsere Vision voran und leistet hervorragende Arbeit. Und er ist ein großartiger Prediger. Er hat kürzlich bei uns eine Predigt gehalten, die uns so sehr ermutigt und gestärkt hat, dass ich sie auch Ihnen zur Verfügung stellen möchte. Machen Sie sich also bereit. Setzen Sie Ihren Schutzhelm auf, schnallen Sie sich an und hören Sie Harrison zu.

Hallo, ich bin Bayless Conley. Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt – er hat Antworten auf deine Fragen.

2. Chronik 20. Ich möchte den Teil einer Geschichte vorlesen, die viele von Ihnen kennen werden. Es ist die Geschichte eines Königs namens Joschafat.

Wir beginnen mit Vers 1 und 2. Dort steht:

„Danach zogen die Moabiter, Ammoniter und einige der Mëuniter gegen Joschafat in den Krieg. Boten kamen und meldeten Joschafat: Ein riesiges Heer aus Edom, vom anderen Ufer des Meeres, marschiert auf dich zu. Sie sind bereits in Hazezon-Tamar, ein anderer Name für En-Gedi.“

Unterbrechen wir hier einen Moment. Lassen Sie die Stelle aufgeschlagen. Wir lesen gleich weiter. Aber ich will sicher sein, dass Sie verstehen, was hier passiert. Wir haben hier drei feindliche Länder. Ihre Armeen verbündeten sich, um gegen König Joschafat und das Land Juda zu kämpfen. Joschafat ist deutlich in der Unterzahl. Und das noch viel Beunruhigendere an dieser Situation ist, dass ihn all das vollkommen überrascht.

Er wusste erst, dass eine Schlacht auf ihn zukam, als die feindlichen Armeen schon in En-Gedi waren. En-Gedi ist 50 Kilometer von Jerusalem entfernt. Es ist ein Zweitagesmarsch bis zu dem Ort, an dem Joschafat ist.

Und so beginnt die Geschichte mit einem Problem. Aber ich möchte Ihnen zeigen, wie sie endet. Springen wir zu Vers 29. Ab da lesen wir:

„Als die Könige der umliegenden Reiche hörten, dass der Herr selbst gegen die Feinde Israels gekämpft hatte, kam der Schrecken Gottes über sie. Und so herrschte Frieden in Joschafats Reich, denn sein Gott schenkte ihm ringsum Ruhe.“

Am Ende der Geschichte wird Gott verherrlicht. Und der letzte Satz ist so schön: „So herrschte Frieden in Joschafats Reich, denn sein Gott schenkte ihm ringsum Ruhe.“

Die Geschichte beginnt also mit einem Problem, aber sie endet mit Frieden. Vom Problem zum Frieden. Und ich glaube, dass das auch in Ihrem Leben so sein kann. Ich glaube von ganzem Herzen, dass Gott Sie aus Ihrem Problem herausführen und an einen Ort des Friedens stellen kann und will. An diesem Ort des Friedens bekommt er alle Ehre und es herrschen Frieden und Ruhe für Ihre Seele.

Gehen wir wieder zurück zu unserem Text. Schauen wir uns die Geschichte genauer an. Denn ich glaube, dass etwas darin steckt, das uns Gott zeigen möchte. Ich glaube, dass er uns ein göttliches und lehrreiches Muster zeigen möchte, das uns dabei hilft, uns auf diesem Weg vom Problem zum Frieden zu bewegen.

Es ist ein Weg, der voller Höhen und Tiefen ist. Es ist ein Weg, der uns lehrt, unsere Augen auf Jesus zu richten. Es ist ein Weg, der uns lehrt, unser Vertrauen auf sein Wort zu setzen. Es ist eine Reise, durch die in uns ein echter und tiefer Glaube wächst. Es ist eine Reise, die uns daran erinnert, uns stets auf seinen ewigen Arm zu stützen. Der Weg des Reifens erinnert uns auch daran, dass wir immer versagen werden, wenn wir uns auf unser eigenes Verstehen und unsere eigene Kraft stützen, ganz gleich, wie sehr wir uns bemühen. Täuschen Sie sich nicht – es ist kein leichter Weg.

Aber für die von uns, die ihn schon ein- oder zweimal gehen mussten, ist es ein Weg, für den wir dankbar geworden sind. Weiß hier jemand, was ich meine?

Nehmen wir uns also einen Moment Zeit und reden wir über diesen Weg des Reifens. Reden wir über die Schritte auf dem Weg, die uns vom Problem zum Frieden führen. Aber wir müssen am Anfang beginnen. Wir müssen beim Problem anfangen.

Gehen wir zurück zu unserem Bibeltext. Als Erstes möchte ich unsere Aufmerksamkeit auf Folgendes lenken: Probleme kommen oft unerwartet und uneingeladen. Schauen wir uns die ersten beiden Worte von Vers 1 an. Da steht: „Danach.“ Danach. Wir sollten also noch ein wenig in der Geschichte zurückgehen, um den Zusammenhang zu verstehen. Wenn Sie ein Kapitel zurückblättern und zu Kapitel 19 gehen, sehen Sie, das Joschafat ein guter Mann war und gute Dinge tat. Er reformierte vieles in seinem Land.

In Kapitel 19,5 lesen wir, dass er sein Volk wieder zurück zu Gott führte. Wenn wir in Kapitel 19 weiterlesen, sehen wir, dass er im Land für Gerechtigkeit sorgte. Er setzte gerechte Richter und Priester in wichtige Ämter ein. Er tat Gutes. Aber dann kommen wir zu Kapitel 20 und dort kommen Schwierigkeiten auf ihn zu.

Als Nachfolger von Jesus ist uns vorausgesagt, dass wir Not und Leid und Schwierigkeiten erleben werden. Und wenn wir uns die Welt anschauen, in der wir heute leben, wenn wir uns die Kultur anschauen, wenn wir daran denken, dass die Gesellschaft dem Wort Gottes feindlich gegenübersteht, wenn wir daran denken, dass die Gesellschaft Jesus und seinen Nachfolgern gegenüber feindlich eingestellt ist, dann sollte uns das nicht erstaunen. Ja, wir werden Schwierigkeiten erleben.

Jesus selbst sagte in Lukas 6: „Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und euren Namen als böse verwerfen um des Menschensohnes willen.“ Da denkt man: „Na, danke, Jesus.“ Jakobus, der Bruder von Jesus, schrieb in Jakobus 1,2: „Freut euch darüber, Brüder, wenn“ – nicht falls; wenn – „ihr schwierige Situationen erlebt.“

Ich muss Ihnen das nicht sagen, aber Schwierigkeiten können ganz unterschiedlich aussehen. Es gibt sie in jedem Bereich unseres Lebens. Wir erleben sie in Beziehungen; in finanziellen Situationen; in unserer Gesundheit. Ja, wir werden Problemen begegnen, aber etwas unterscheidet uns vom Rest der Menschheit und vom Rest der Welt: Uns als Nachfolgern von Jesus ist Frieden versprochen worden.

In Johannes 16,33 sagt Jesus: „In mir habt ihr Frieden, aber in der Welt …“ Mit anderen Worten: Solange wir hier auf diesem Planeten sind und Sauerstoff atmen, werden wir Probleme haben. Es wird nicht immer laufen, wie wir wollen. Wir werden Prüfungen erleben. Doch Jesus endet mit einem Hoffnungsschimmer. Er sagt: „Aber habt Mut, denn ich habe die Welt überwunden.“ Er sagt: „In mir habt ihr die Versprechen des Friedens.“

Zurück zu unserer Ursprungsfrage: „Ich habe also dieses Versprechen des Friedens. Aber jetzt stecke ich in einem Problem fest. Wie überwinde ich das Problem und finde Frieden? Welche Schritte muss ich gehen?“

Gehen wir zurück zu unserem Text und schauen wir, was uns die Geschichte zeigt. Nehmen Sie Ihre Bibel. Wir lesen ab Vers 3. 2. Chronik 20,3 und 4. Da steht:

„Joschafat fürchtete sich.“ Er hatte gerade erfahren, dass er von feindlichen Armeen umzingelt war.

„Joschafat fürchtete sich und betete zum Herrn. Er ließ in ganz Juda ein Fasten anordnen. Aus allen Städten im Land strömten die Menschen zusammen, um den Herrn zu suchen, auch aus allen Städten Judas.“

Als das Problem kam, war Joschafats erste Reaktion, zum Herrn zu beten.

Der erste Schritt auf diesem Weg vom Problem zum Frieden ist also das Gebet.

Und in Bezug darauf wollen wir ein paar Dinge betrachten. In Vers 3 steht: „Joschafat fürchtete sich“. Er fürchtete sich. Wenn wir uns die Welt anschauen, in der wir in den letzten zwei Jahren gelebt haben, dann hat man uns oft gesagt, dass wir uns fürchten sollten. Und es ist okay, sich zu fürchten, wenn Probleme kommen, weil es okay ist, menschlich zu sein. Aber bleiben Sie dort nicht stehen. Bleiben Sie nicht in der Angst stecken. Sie müssen wissen, wohin Sie mit dieser Angst gehen können. Der Psalmist David hatte es verstanden. Er sagt in Psalm 56,4:

„Doch wenn ich Angst habe, vertraue ich dir.“

Wir sollen ganz bewusst beten. Und das hat dieser König getan. Er betete und rief eine Fastenzeit aus und bat den Herrn um Rat. Sehen Sie, wie er betete? Wir werden sein Gebet gleich lesen. Aber es ist auch wichtig, zu beachten, wie er betete. Denn ich glaube, dass uns das ein Beispiel dafür sein kann, wie wir beten sollen, wenn wir in Schwierigkeiten sind.

Ich weiß nicht, ob es überhaupt ein perfektes Gebet gibt, das man beten kann. Aber ich weiß, dass es nie falsch ist, wenn man die Gebete betet, die wir in der Bibel finden. Und ich möchte Ihnen dieses Gebet vorlesen, weil der König darin vier konkrete Dinge ausspricht. Ich glaube, dass uns das ein Beispiel dafür sein kann, wie wir beten können. Ich lese es Ihnen vor.

Ab Vers 6 fängt der König an zu beten. Und da sagt er:

„Er betete: Herr, Gott unserer Vorfahren, du bist der Gott, der im Himmel wohnt. Du bist Herr über alle Reiche auf Erden. Du bist groß und mächtig; keiner kann dir standhalten! Unser Gott, hast du nicht die Einwohner dieses Landes vor deinem Volk der Israeliten vertrieben? Und hast du dieses Land nicht für immer den Nachkommen deines Freundes Abraham geschenkt?“

Vers 8 + 9. Da steht:

„Dein Volk hat sich hier niedergelassen und dir diesen Tempel gebaut, damit dein Name darin geehrt wird. Die Menschen sagten: Immer, wenn uns ein Unglück droht wie Krieg, Strafgericht, Krankheit oder Hungersnot, dann dürfen wir in deiner Gegenwart vor dieses Haus treten, wo dein Name verehrt wird.“

Und das liebe ich:

„Wir dürfen dich um Rettung anflehen und du wirst uns hören und uns helfen.“

Gehen wir zu Vers 12. Ich möchte Ihnen das Ende des Gebets vorlesen. Er sagt:

„Unser Gott, willst du sie nicht dafür bestrafen?“ (Er meint damit die anderen Völker.)
„Wir können nichts gegen dieses riesige Heer ausrichten, das uns angreifen will. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, aber unsere Augen sind ganz auf dich gerichtet.“

König Joschafat spricht hier vier konkrete und einzigartige Dinge aus. Es ist ein Beispiel für uns, wie wir in Zeiten der Not beten sollen.

Als Erstes spricht er darüber, wer Gott ist. Wir sehen das in Vers 6. Er sagt: „Du bist der Gott, der im Himmel wohnt. Du bist Herr über alle Reiche auf Erden.“ Er spricht aus, wer Gott ist. Und es geht hier nicht darum, Gott daran zu erinnern, wer er ist. Er hat nicht vergessen, wer er ist. Nein, wir sprechen es für uns selbst aus und erinnern unsere Seele an Gottes Macht. Wir erinnern uns an seine Majestät und seine Größe. Und das gibt uns Glauben, so dass wir in Zeiten der Not auf seine Hilfe vertrauen können. Denn in Zeiten der Not sollen wir Gott um Hilfe bitten und glauben, dass er uns helfen kann; aber wir sollen auch glauben, dass er uns helfen will. In Zeiten der Not ist es also eine gute Idee, ein Gebet damit zu beginnen, dass wir aussprechen, wer Gott ist.

Kommen wir zu der zweiten Sache, die der König ausspricht. Er redet über die Taten Gottes in der Vergangenheit. Er sagt in Vers 7: „Hast du nicht die Einwohner oder Feinde dieses Landes vertrieben? Hast du uns nicht dieses Land gegeben? Hast du dieses Land nicht für immer den Nachkommen deines Freundes Abraham geschenkt?“ Wenn wir beten, sollen wir uns daran erinnern, was Gott für uns persönlich getan hat. Aber wir sollen auch in der Bibel lesen und mit unseren Freunden sprechen und uns daran erinnern und davon erzählen, was Gott schon für uns alle getan hat.

Und wenn wir uns an all das erinnern und es laut aussprechen, sollen wir uns auch daran erinnern, dass Jesus derselbe gestern, heute und in Ewigkeit ist. Wenn er schon früher eingegriffen und uns gerettet hat, dann kann er das auch heute und wird es auch morgen wieder tun. Wir folgen einem treuen Gott. Wenn er uns früher gerettet hat, wird er uns auch heute nicht verlassen. Erinnern wir uns an Gottes Taten!

Als Drittes spricht Joschafat in seinem Gebet die Zusagen Gottes aus. Wir sehen das besonders in Vers 9. Der König zitiert und betet hier ein Versprechen, das Gott König Salomo und dem Volk Israel in 2. Chronik 6 gegeben hat. Und das ist das Versprechen, das Gott gegeben hat: „Wenn wir in der Not zu ihm rufen, wird er uns hören und er wird uns retten.“ Das ist einer der besten Wege, wie wir im Gebet mit Gott ringen können – indem wir flehen und seine Zusagen aussprechen.

Vielleicht denken Sie: „Aber wo finde ich diese Zusagen?“ Genau hier. Gottes Wort ist voller Zusagen für jedes Thema des Lebens. Schlagen wir die Bibel auf, finden wir die Zusagen und beten wir: „Gott, du hast es gesagt. Und wie du es gesagt hast, so soll mir geschehen nach deinem Wort.“ Wissen Sie, Beten heißt nicht, Gott einen Einkaufszettel zu geben. Nein, Beten heißt, Gottes Pläne und seine Zusagen zu suchen, uns daran auszurichten und zu sagen: „Gott, du hast es gesagt. Nun lass es nach deinem Wort und deiner Zusage geschehen.“

Und als viertes und letztes sehen wir, dass der König ausspricht, wie sehr wir Menschen Gott brauchen. Wir sehen das in Vers 12.

Die richtige Haltung Gott gegenüber ist Demut. Wir müssen anerkennen, dass wir seine Hilfe brauchen. Wir sollen die Situation vor ihn hinlegen – nicht, weil er sie nicht kennt, sondern weil uns das beim Verarbeiten hilft.

Sagen wir: „O Gott, es sieht so und so aus.“ Und dann bringen wir unsere Demut zum Ausdruck, wie es auch König Joschafat getan hat: „Gott, ich bin dagegen machtlos. Ich schaffe das nicht allein. Aber meine Augen sind auf dich gerichtet.“ Mit anderen Worten: „Gott, wenn du nicht eingreifst, gehe ich unter. Ohne dich bin ich verloren.“ Und es liegt etwas wirklich Reines und Kraftvolles darin, wenn wir unsere Seelen so vor Gott entblößen. Ich sage Ihnen: Wenn wir ehrlich und in Demut zu ihm kommen, wird er uns nicht abweisen. Denn er ist der Gott, der rettet. Er ist der Gott, der erlöst. Er ist der Gott, der sich daran freut, seine Barmherzigkeit zu beweisen.

Wir sollen also vier Dinge aussprechen: wer Gott ist, was Gott schon getan hat, welche Zusagen Gott uns macht und wie sehr wir Gott brauchen.

Und noch ein letzter Gedanke zum Thema Gebet, bevor wir zum nächsten Schritt kommen. Es sind insgesamt zwei Schritte. Aber im Gebet geht es nicht nur darum, mit Gott reden zu können und unser Herz auszuschütten. Nein, das Gebet richtet unser Herz aus, so dass wir Gottes Stimme hören können.

Lassen Sie es mich so sagen: Gebet soll nie nur ein Monolog sein, bei dem ich zu Gott rede. Das Gebet ist ein Gespräch. Gott antwortet. Und übrigens glaube ich, dass Gott ständig spricht. Wenn wir seine Stimme nicht hören, dann liegt das nicht an ihm, sondern an uns. Und wenn wir beten und Gott um Führung bitten, dann sollten wir auch erwarten, dass er spricht.

Wir sehen das auch in diesem Text. Die Menschen bitten um Führung und Gott schenkt sie ihnen. Wir lesen das in den Versen 14 bis 18. Aber als der König betet, spricht Gott und gibt ihnen klare Anweisungen, was sie tun sollen. Und hier in dieser Geschichte spricht Gott durch die Stimme eines Propheten.

Wie gesagt, in dieser Geschichte spricht Gott durch einen Propheten. Das ist wichtig. Denn das war damals die Art und Weise, auf die Gott am meisten gesprochen hat. Gott hat damals vor allem so mit seinem Volk geredet – durch die Stimme eines Vermittlers, durch Propheten. Aber heute haben wir in Bezug auf das Hören von Gottes Stimme einen großen Vorteil, den die Menschen damals nicht hatten. Wir haben den Heiligen Geist. Der Heilige Geist lebt in uns. Er ist unser Ratgeber. Und er ist derjenige, der uns in alle Wahrheit leitet und führt.

Gibt es denn auch heute noch Propheten? Auf jeden Fall. Gibt es Prophetie? Gibt es das als Aufgabe? Auf jeden Fall. Spricht Gott durch Propheten? Hundertprozentig. Aber brauchen wir einen Propheten, um Gott zu hören? Nein. Gott spricht direkt zu uns. Und er möchte, dass wir lernen, seine Stimme zu erkennen und von den anderen Stimmen in unserem Leben zu unterscheiden.

Wenn Sie also Zeit im Gebet verbringen und sich nach dem Herrn ausstrecken, erwarten Sie auch sein Reden und seine Führung durch seinen Geist.

Und hier in unserem Text gibt es ein Prinzip, das es wert ist, beachtet zu werden. Dieses Prinzip ist: Wenn wir um Führung bitten, gebraucht Gott manchmal andere Menschen, um uns seinen Willen zu zeigen. Und er gebraucht oft andere Stimmen und Menschen, um zu bestätigen, was er uns schon gesagt hat oder was in seinem Wort geschrieben steht.

Am besten machen Sie es so: Wenn jemand sagt, dass er ein Wort von Gott für Sie hat, dann prüfen Sie es immer anhand der Bibel. Wenn es nicht mit Gottes Wort in Einklang steht, ist es kein Wort von Gott. Und wenn ein Wort über Ihnen ausgesprochen wird, sollten Sie auch lernen, in Ihr Inneres zu horchen und zu sehen, ob es das bestätigt, was Gott Ihnen schon gesagt hat. Lauschen Sie, ob der Heilige Geist Ihnen eine innerliche Bestätigung gibt. Das tut er durch Frieden. In der Bibel steht: „Alle Wege der Weisheit sind Frieden.“ Entweder bestätigt er es mit Frieden oder er warnt sie und sagt: „Nein, das kommt nicht von mir.“ Und das ist wirklich wichtig. Denn wenn Sie einfach blind jedem Wort folgen, das über Ihnen ausgesprochen wird, können Sie in große Schwierigkeiten geraten. Selbst wenn derjenige, der Ihnen dieses Wort sagt, ein gutes Herz und einen guten Ruf hat, selbst wenn Sie denjenigen kennen und schätzen, ist es immer noch ein Mensch. Und Menschen sind fehlbar. Menschen können sich irren. Und in extremen Fällen, wenn Sie denjenigen nicht kennen, könnte es sogar sein, dass ungute Absichten dahinterstecken und jemand versucht, Sie zu seinem Nutzen zu manipulieren.

Wir sehen also hier an diesem Text das Prinzip, dass Gott manchmal die Stimmen von Propheten gebraucht, um seinen Willen kundzutun oder zu bestätigen. Und mit diesem Gedanken im Hinterkopf möchte ich Sie etwas fragen: Haben Sie einen Menschen in Ihrem Umfeld, zu dem Sie gehen können, der Sie liebt und für Sie betet und für Sie vor Gott treten würde? Gibt es jemanden in Ihrem Umfeld mit einem guten Charakter, der ein bewährter Christ ist und dessen Stimme bei Ihnen Gewicht hat? Kennen Sie jemanden, bei dem Sie wissen, dass er auf Gott hört, demütig im Geist ist und bereit ist, Ihnen dabei zu helfen, das zu verarbeiten, was Gott über Ihrem Leben ausspricht? Wer ist dieser Mensch? Ihre Eltern? Ihre Großeltern? Ein Pastor? Ein Leiter in Ihrer Kirche? Ein Ehepartner? Jemand in Ihrer Kleingruppe? Denn manchmal lässt sich am besten erkennen, was Gott zu uns sagt und über unserem Leben ausspricht, wenn wir uns dabei von einer zuverlässigen Person begleiten lassen, die uns und Jesus liebt und die in ihrem eigenen Leben geistliche Erfahrung hat.

Aber eines ist noch wichtiger: Wenn wir beten und uns nach Gott ausstrecken, sollen wir erwarten, dass Gott antwortet. Wir sollen erwarten, dass Gott uns leitet.

Und zum Schluss noch eine Warnung: Wenn Gott spricht und uns leitet, dann gibt er uns manchmal nicht die Antwort, die wir gerne hätten oder von der wir denken, dass sie für unsere Situation gerade die beste wäre.

Schauen wir uns nur diese Geschichte an. Ich bezweifle, dass König Joschafat als Antwort erwartet hat: „Statt zu kämpfen und militärische Befestigungen zu bauen, sollt ihr singen.“ Wie bitte? Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Ich singe gern. Ich bin sehr fürs Singen. Aber mit natürlichen Augen gesehen scheint mir das keine sehr gute militärische Strategie zu sein. In der natürlichen Welt ist damit die Katastrophe vorprogrammiert. Aber Gott ist übernatürlich.

Die größten Werke Gottes geschehen in der unsichtbaren Welt. Wirklich. Er tut, was er will, wann er will, wo er will und wie er es will. Auf diese Weise bekommt er in unserer Geschichte die ganze Ehre.

Doch nun stellt sich die Frage: Was tun wir, wenn das, was Gott uns sagt, ganz anders ist als das, was wir erwartet hatten? Was tun wir dann?

Gott spricht direkt zu Ihnen. Sie spüren, dass es der Heilige Geist ist. Sie schlagen die Bibel auf. Die bestätigt es. Jemand spricht etwas über Ihnen aus. Sie lesen wieder die Bibel. Sie denken: „Ja, ich glaube, das kommt von Gott. Aber ich hätte nie gedacht, dass er das sagen würde.“ Was tun Sie dann? Nun, in einem Wort: gehorchen.

Auch das sehen wir in dieser Geschichte. König Joschafat bekam im Gebet Anweisungen von Gott. Er gehorchte und ließ das Worship-Team aufmarschieren. Er stellte es vor die Armee. Und damit zeigt er uns auch den nächsten Schritt auf dem Weg vom Problem zum Frieden: Nach dem Gebet kommt der Lobpreis.

Schlagen Sie Ihre Bibel in 2. Chronik 20,21 auf. Da steht:

„Nachdem er sich mit dem Volk beraten hatte, ernannte der König Sänger, die in heiligem Schmuck dem Heer vorangehen und dem Herrn singen und seine Herrlichkeit preisen sollten.“

Und das sangen sie:

„Dankt dem Herrn; denn seine Gnade bleibt ewig bestehen!“

Und jetzt schauen Sie her:

„In dem Augenblick, in dem sie anfingen zu singen und Gott zu loben, ließ der Herr die Heere von Ammon, Moab und aus dem Gebirge Seïr, die Juda angriffen, in einen Hinterhalt laufen, und sie wurden geschlagen.“

Noch ein paar kurze Gedanken dazu. Sehen Sie, was die Sänger singen sollten? Sie sollten singen: „Danket dem Herrn, denn er ist beständig. Er ist treu und seine Gnade bleibt ewig bestehen!“ Wissen Sie, was Lobpreis ist? Lobpreis ist eine Erklärung. In dieser Hinsicht ist es dem Gebet ähnlich. Es ist eine Erklärung. Es ist in erster Linie eine Erklärung des Dankes an Gott. Danken Sie dem Herrn.

Vielleicht denken Sie: „Sie wissen nicht, was ich gerade durchmache. Sie wissen nicht, welche Probleme ich habe. Sie wissen nicht, wie die letzten eineinhalb Jahre für mich waren. Ich wüsste nicht, wofür ich danken soll.“

Wie wäre es, ihm dafür zu danken, dass Sie heute Morgen aufwachen durften und Luft in Ihre Lungen geströmt ist? Wie wäre es, ihm zu danken, dass Sie bei Verstand sind? Danken Sie ihm für all die Male, bei denen er Sie bis heute bewahrt hat.

Wenn Sie dies online sehen, bedeutet das, dass Sie einen Computer oder ein Handy besitzen. Das ist etwas, wofür Sie Gott danken können. Wie wäre es damit, Gott für seine Gnade und Freundlichkeit und Barmherzigkeit zu danken? Oder damit, Gott zu danken, dass seine Gnade jeden Morgen neu ist? Oder damit, Gott für Ihre Rettung zu danken? Danken Sie Gott, dass Ihr Name im Buch des Lebens steht und dass Sie selbst an Ihrem schlimmsten Tag noch in den Himmel kommen werden.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Predigt Mut gemacht hat. Wissen Sie, wir müssen nicht weit suchen, um etwas zu finden, wofür wir Gott danken können. In einem alten Kirchenlied heißt es: „Zähle deinen Segen, einen nach dem anderen.“ Ich danke Gott, dass ich bei Verstand bin. Ich danke Gott, dass er mich nie verlässt oder vergisst. Ich danke Gott, dass alle Zusagen in Jesus Christus Ja und Amen sind.

Selbst wenn Sie gerade eine schwere Zeit durchmachen, wette ich, dass es trotzdem Dinge gibt, für die Sie Gott danken können. Warum tun Sie es nicht? Es wird Ihr Herz verändern. Es wird Ihre Haltung verändern, wenn Sie anfangen, Gott für die guten Dinge zu danken, die Sie um sich herum sehen. Damit leugnen wir nicht das Schlechte. Wir wissen, dass es da ist. Wir wissen, dass Stürme kommen. Wir wissen, dass wir in dieser Welt gegen den Strom schwimmen. Aber Gott sei Dank, dass er uns versprochen hat, uns nie zu verlassen und zu vergessen.

Mein Freund, Gott liebt Sie mehr, als Sie je begreifen werden. Warum glauben Sie es nicht und danken ihm jetzt gleich dafür?

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