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Neue Kraft tanken in schweren Zeiten (1)

Geht es dir gerade sehr schlecht? Vielleicht hast du das Gefühl, am Ende deiner Kräfte zu sein und fast unterzugehen. Du denkst: „Wenn noch eine Welle kommt, schaffe ich es vielleicht nicht mehr, wieder hochzukommen.” Dann ist diese Predigt genau für dich. Sie wird dir helfen, deine schwere Zeit nicht nur einfach zu überstehen, sondern neue Kraft zu tanken und mutig nach vorn zu schauen.

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  • Hallo, liebe Freunde! Ich freue mich, dass Sie da sind. Heute möchte ich Ihnen eine Frage stellen, auf die ich im Grunde schon die Antwort kenne: Hatten Sie schon mal Schwierigkeiten, die Sie unter Druck gesetzt haben? Uns allen geht es so mit körperlichen, finanziellen, familiären Schwierigkeiten. Aber wissen Sie, wir können auch in harten Zeiten ein gutes Leben führen. Ich möchte heute einige Gedanken weitergeben, die Ihnen hoffentlich helfen, gut durch harte Zeiten hindurchzukommen. Verpassen Sie es nicht!

    Herzlich willkommen zur heutigen Sendung. Ich möchte über einige sehr praktische Dinge sprechen. Sie mögen zwar simpel sein, aber wenn Sie sie beherzigen und umsetzen, werden sie Ihnen helfen, Ihren Weg durch schwierige Zeiten zu finden. Wir alle erleben solche Zeiten. Es ist nicht etwa eine prophetische oder übernatürliche Aussage, die mir der Heilige Geist eingegeben hat, wenn ich sage: Einige von Ihnen sind mit Ihrem Latein am Ende. Sie haben das Gefühl, sich kaum mehr über Wasser halten zu können – und wenn nur noch eine weitere Welle kommt, gehen Sie unter.
    Aber Gott hat eine Antwort für Sie. Ich möchte mit Ihnen darüber reden, wie man auch in harten Zeiten ein gutes Leben führen kann. Ich möchte Ihnen einige einfache Gedanken weitergeben, die Ihnen helfen können, Ihren Weg durch schwierige Zeiten zu finden. Der erste Gedanke ist: Sie sind nicht allein. Sie sind nicht der einzige Mensch, der solche Dinge erleidet und vor solchen Hindernissen steht wie Sie. Sie sind nicht allein.

    Ich möchte Ihnen 1. Korinther 10,13 vorlesen. Dort ist von „Prüfungen“ die Rede; und das griechische Wort dafür kann auch „Versuchung“ oder „Probe“ oder „Schwierigkeit“ heißen.

    „Vergesst nicht, dass die Prüfungen, die ihr erlebt, die gleichen sind, vor denen alle Menschen stehen. Doch Gott ist treu. Er wird die Prüfung nicht so stark werden lassen, dass ihr nicht mehr widerstehen könnt. Wenn ihr auf die Probe gestellt werdet, wird er euch eine Möglichkeit zeigen, trotzdem standzuhalten.“

    Es gibt nichts, was wir durchmachen, was nicht auch andere Menschen durchmachen müssen. In einer anderen Bibelübersetzung heißt es, dass wir nie anders als andere Menschen auf die Probe gestellt werden. Man kann auch übersetzen: „Die Prüfungen, die ihr ertragen musstet, sind nicht mehr als das, was Menschen normalerweise erleben.“

    Mir gefällt, wie es eine weitere Bibelübersetzung formuliert:

    „Viele andere haben schon vor euch genau die gleichen Probleme gehabt.“
    Das ist tatsächlich ein Trost. Ich erinnere mich an eine Pastorenkonferenz vor einigen Jahren. Es war eine christliche Konferenz, und es ging hauptsächlich um Leiterschaft, und es nahmen Hunderte Pastoren teil. Das hat mich sehr ermutigt. Seltsam ist, woher genau die Ermutigung kam. Ich war schon mit der Erwartung hingekommen, gesegnet zu werden, zu wachsen und etwas zu lernen. Doch am meisten ermutigte mich einer der Pastoren dort. Er war einer der Referenten, leitete eine Gemeinde, die ähnlich groß war wie unsere, und sprach sehr offen über einige Probleme, die er hatte. Jemand in seinem Team, der ihm sehr nahestand, hatte ihn hintergangen. Es war eine enorm schwierige Situation.
    Er sprach über verschiedene Dinge, die er erlebte, und es tröstete mich tatsächlich sehr, dass dieser Mann solche Schwierigkeiten durchmachte.
    Vielleicht finden Sie das seltsam, doch das war es wirklich nicht. Ich fühlte mich so ermutigt dadurch, weil ich genau die gleichen Probleme durchlebte. Es war einfach gut zu wissen, dass ich nicht der Einzige war. Ich vertraute Gott und erwartete Weisheit von ihm, und ich wusste, dass ich es schaffen würde. Ich war nicht unbedingt übermäßig gestresst deswegen. Aber die Tatsache, dass dieser Pastorenkollege unter ähnlichen Umständen ähnliche Dinge durchmachte und erlebte wie ich, tröstete mich sehr. Es ist gut zu wissen, dass man nicht allein ist.

    Wissen Sie, dass zweifellos Menschen diese Sendung schauen – Menschen, die Sie vielleicht nicht kennen –, die eine ähnliche Krankheit haben wie Sie? In manchen Fällen kann es sich sogar um eine unheilbare Krankheit handeln. Vielleicht hat der Arzt Ihnen ein Todesurteil gegeben. Und andere haben bereits die heilende Kraft Jesu erlebt, aber sie wissen, was es heißt, von Angst gepackt zu sein.
    Sie wissen, was es heißt, von Zweifeln innerlich attackiert zu werden. Wenn die Gedanken über einem zusammenschlagen wie Meereswellen und man denkt: „Wird mit mir alles nur noch schlimmer werden und bergab gehen? Und was wird aus meiner Familie? Warum passiert mir das?“ Es gibt auch andere Menschen, die die gleichen Dinge erlebt haben wie Sie, und sie haben darin Gottes Treue erfahren.

    In dieser Gemeinde gibt es eine Reihe Menschen, deren Arzt bei ihnen eine tödliche Krankheit diagnostiziert hat. Die Ärzte tun alles, was sie können, und wir stehen den Betroffenen liebevoll zur Seite. Es gibt auch viele Ärzte in unserer Gemeinde, und sie greifen den Feind „Krankheit“ von der natürlichen Seite aus an, während wir anhand von Gottes Wort von geistlicher Seite aus dagegen angehen. Doch ich habe Freunde und Gemeindemitglieder mit aussichtslosen Diagnosen, denen man gesagt hat, dass die medizinische Wissenschaft nichts mehr für sie tun kann – und doch hat Gottes mächtige Kraft sie geheilt.

    Liebe Freunde, es gibt Menschen, die in Ihrer Haut gesteckt haben. Es gibt Menschen, die die bitteren Gefühle kennen, die aus einer Scheidung entstehen. Sie wurden von ihrem Ehepartner betrogen und haben den Feuersturm einer Scheidung erlebt und sind hindurchgekommen und haben herausgefunden, dass Gott treu ist, auch dann, wenn Männer und Frauen nicht treu sind. Sie haben noch nie etwas erlebt, das nicht auch ein anderer durchgemacht hat.
    Andere haben Probleme von unglaublichem Ausmaß erlebt, so wie Sie. Es gibt Menschen, die den Schrecken von sexuellem Missbrauch erlebt haben und herausfinden durften, dass Gott gebrochene Herzen heilt und kaputte Leben neu aufbaut. Sie haben Heilung erfahren, obwohl sie voller Verzweiflung erlebt haben, dass der Mensch, der sie hätte beschützen sollen, sie am Ende betrogen und missbraucht hat. Sie sollen einfach wissen, dass es Gnade für Sie gibt. Sie sind in Ihrem Leiden nicht allein.

    Es gibt andere Menschen, die die gleichen finanziellen Probleme erlebt haben. Andere haben auch ihre Arbeit verloren, genau wie Sie. Sie kämpfen mit den gleichen Depressionen, den gleichen Ängsten, den gleichen Gedanken, die sie attackieren.

    Elia war auf der Flucht. Kurz zuvor hatte er den Sieg am Berg Karmel erlebt, als das Volk gesagt hatte: „Der Herr ist Gott, wir werden ihm dienen“. Dann hatte Elia 400 Baalspropheten getötet. Doch Isebel drohte ihm: „Dein Kopf soll nicht auf deinen Schultern bleiben!“ Und Elia flüchtete, 150 Kilometer weit. Dann setzte er sich unter einen Wacholderbusch und wollte sterben.
    Er war lebensmüde. Er sagte: „Gott, ich bin der Einzige, der dir noch dient. Alle anderen sind dir untreu geworden.“ Gott sagte: „Hey, Elia, du bist nicht der Einzige. Ich habe noch 7.000 andere, die nicht vor Baal gekniet haben. Es gibt noch 7.000 andere, die vorangehen und mir inmitten von schwierigen Zeiten dienen. Elia, du bist nicht der Einzige.“ Liebe Freunde, ich möchte Ihnen sagen: Sie sind auch nicht die Einzigen. Andere haben schon einmal das Gleiche erlebt wie Sie oder erleben es heute. Ich möchte Ihnen etwas vorlesen, 1. Petrus 5,8-9:
    „Seid besonnen und wachsam und jederzeit auf einen Angriff durch den Teufel, euren Feind, gefasst! Wie ein brüllender Löwe streift er umher und sucht nach einem Opfer, das er verschlingen kann. Ihm sollt ihr durch euren festen Glauben widerstehen. Macht euch bewusst, dass alle Gläubigen in der Welt diese Leiden durchmachen.“

    Sie sind nicht der Einzige. Ich bin nicht der Einzige. Wir sind nicht allein. Wir haben überall auf der Welt Geschwister, die die gleichen Probleme erleben wie wir, und sie erleben, dass Gott inmitten dieser Prüfungen treu ist. In Vers 10 und 11 des gleichen Kapitels, 1. Petrus 5, heißt es:

    „Gott hat euch in seiner Gnade durch Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen. Nachdem ihr eine Weile gelitten habt, wird er euch aufbauen, stärken und kräftigen; und er wird euch auf festen Grund stellen. Ihm gehört alle Macht für immer und ewig. Amen.“

    Liebe Freunde, Gott hat das letzte Wort. Das letzte Wort. Ich finde es tröstlich, dass es mich nicht nur allein betrifft. Der Teufel möchte uns gern in unserem Denken isolieren. Wir sollen denken, dass niemand unsere Probleme kennt, die tiefen Täler, die ich durchlebe. Nein, andere haben das Gleiche erlebt wie Sie. Das ist gut zu wissen.
    Ich habe noch einen zweiten, recht simplen Gedanken, der Ihnen helfen soll, durch schwierige Zeiten hindurchzukommen: Wenn Sie vor Schwierigkeiten stehen, erwarten Sie Ihre Antwort von Gott und nicht von Menschen. Gott allein ist Ihre Quelle. Ja, ich weiß, dass Gott Menschen gebraucht. Dafür sind wir dankbar. Wir erwarten, dass Gott Menschen in unserem Leben gebraucht. Wir erwarten, dass Gott uns gebraucht, um anderen Segen, Hilfe und Heilung zu bringen. Und dennoch schauen wir über die natürliche Welt, über menschliche Möglichkeiten hinaus. Wir erkennen, dass Gott durch seinen Geist wirkt, uns mit dem versorgt, was wir brauchen, und unseren Weg führt.

    In dem Vers, den ich eben gelesen habe, 1. Korinther 10,13, heißt es: „Vergesst nicht, dass die Prüfungen, die ihr erlebt, die gleichen sind, vor denen alle Menschen stehen. Doch Gott ist treu.“ Wer ist treu? Gott ist treu. Er wird nicht zulassen, dass wir mehr versucht werden, als wir bewältigen können. Er wird einen Ausweg schaffen und dafür sorgen, dass wir es ertragen und siegreich hindurchgelangen können.

    Ich denke oft, dass Menschen – Menschen, die zu Gott gehören – sich erst als „letzten Versuch“ an Gott wenden, statt als „erste Wahl“. Aber wir müssen uns zu allererst und vor allem anderen an Gott wenden.
    Wir müssen zuerst beten. Nicht, nachdem wir alle menschlichen Möglichkeiten ausgeschöpft haben; nicht, nachdem wir zu diesem und jenem Menschen gelaufen sind – und dann sagen: „Jetzt werde ich beten. Gott, ich werfe dir aus Verzweiflung ein Gebet entgegen und hoffe, dass du mir aus der Patsche hilfst.“ Wir müssen zu allererst zu ihm gehen. Und wenn Gott es so will, wird sein Geist uns leiten, und er wird Menschen leiten, um uns zu helfen. Gott ist ein Gott, der Gebete hört und beantwortet.
    In Psalm 121,1-2 heißt es:

    „Ich schaue hinauf zu den Bergen – woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“

    Daran müssen wir denken, zu Gott aufzuschauen. Unsere Hilfe kommt von ihm.

    Als unsere Kinder klein waren, bat mich einmal der Klassenlehrer, einen halben Tag lang mit den Jungen zu arbeiten. Jemand hatte Holz und verschiedene andere Materialien an die Schule gespendet. Es waren recht interessante Holzstücke dabei. Die meisten waren in unterschiedliche Formen gelegt worden. Einige waren zu einer Kugel aus Holz gestapelt worden. Andere sahen wie ein kleines Tischbein aus; wieder andere waren in andere Formen gelegt worden. Manche Stücke waren quadratisch, aber es gab auch Rechtecke oder Dreiecke, eine ganze Kiste voll.
    Der Gedanke war, dass die Kinder – ich hatte alle Jungs aus der Klasse in meiner Gruppe – etwas bauen sollten. Ich sollte ihnen helfen; die Jungs waren noch ziemlich klein. Ich fragte: „Kann ich helfen?“ Und manche antworteten: „Ich brauche keine Hilfe. Ich mache es selbst.“ – „Okay.“
    Aber irgendwann kamen auch diese Jungs. Die anderen waren schon fast fertig mit ihrem Projekt. Die Jungs, die erst meine Hilfe abgelehnt hatten, kamen nun und baten: „Herr Conley, können Sie mir helfen?“ Sie hatten noch nichts gemacht. Und ich sagte: „Klar, ich helfe euch.“

    Aber es ist viel besser, wenn wir von vornherein zu dem Einen gehen, der größer ist als wir. Denken Sie daran, auf Gott zu schauen. Sicher fühlt sich jemand in seiner konkreten Situation angesprochen. Es ist kein Zufall, dass Sie mir jetzt zuhören oder die Sendung schauen. Gott sieht Sie. Er kennt Ihre Schwierigkeiten. Er kennt Ihr wiederholtes Scheitern. Er weiß, unter welchem Stress Sie stehen, und er will Ihnen helfen. Es ist immer am besten, zuerst zu ihm zu gehen. Doch selbst wenn Sie als letzten Ausweg zu Gott gehen, ist er ein Gott voller Barmherzigkeit.
    Ich möchte Ihnen 1. Korinther 10,13 nach der „Passion“-Bibelübertragung vorlesen, nur einen Teil des Verses. Dort heißt es sehr schön:

    „Jede Prüfung ist eine Gelegenheit, Gott mehr zu vertrauen, denn mit jeder Prüfung hat Gott auch einen Ausweg geschaffen, der euch siegreich herausbringen wird.“

    Überlegen Sie einmal: Jede Prüfung ist eine Gelegenheit, Gott mehr zu vertrauen. Wir schauen auf ihn. Jede Schwierigkeit ist eine Gelegenheit, ihm mehr zu vertrauen. Denn mit jeder Prüfung hat Gott auch schon einen Ausweg geschaffen, der Ihnen einen siegreichen Ausgang sichert. Genau das will Gott: Er will Sie siegreich herausholen. Schauen Sie auf ihn.

    Ich möchte Ihnen noch einen dritten Gedanken für schwierige Zeiten und herausfordernde Situationen mitgeben. Wenn Sie mitten in einer Prüfungszeit stecken, denken Sie daran, dass es einen Ausweg gibt. Wir haben es eben gelesen: Zusammen mit dem Problem, mit der Situation, in der wir auf die Probe gestellt werden, schafft Gott auch einen Ausweg. Das heißt, der Ausweg war schon da, als die Prüfungszeit begann. Sie können es vielleicht nicht gleich erkennen. Doch Gott hat bereits in ewiger Vergangenheit Ihr Leben in allen Einzelheiten gesehen. Er wusste, dass Sie mir jetzt zuhören würden. Er kannte bereits ihre aktuelle Situation. Und auch wenn es Probleme sind, die aufgrund Ihrer eigenen falschen Entscheidungen entstanden sind, weiß Gott das ebenfalls. Er weiß es, und er ist barmherzig, und er liebt Sie.
    In ewiger Vergangenheit wusste Gott schon, dass Sie dort sein würden, wo Sie jetzt sind. Bei allen Problemen schafft Gott auch schon einen Ausweg, damit Sie es ertragen können. Mit der Prüfung bringt er auch einen Fluchtweg, einen gangbaren Weg, einen Weg heraus aus dem Problem. Einen Weg, wie Sie siegreich aus der Situation hervorgehen können, auch wenn Sie es nicht erkennen.

    Die folgende Geschichte habe ich schon oft erzählt: In unserem alten Gemeindehaus hatten wir einen Nachbarn, dem das Gebäude nebenan gehörte. Der Eigentümer war ein Christ, ein feiner Mensch. Eines Tages sagte er zu mir: „Bayless, wenn ihr es schafft, die Genehmigung von der Stadt zu bekommen, könnt ihr meine Tiefgarage haben und sonntags während eurer Gottesdienstzeiten benutzen.“ Also ging ich in die Tiefgarage, schaute sie mir an und überschlug, wie viele Plätze wir dort unterbringen konnten. Im damaligen Saal hatten wir 160 Plätze. Das ist schon lange her.
    Jedenfalls schritt ich die Fläche ab und dachte, wir könnten schätzungsweise 250 oder mehr Plätze in dieser Tiefgarage stellen, wenn niemand dort parkte. Als ich wieder gehen wollte, stellte ich fest, dass die Tür zur Garage sich hinter mir verriegelt hatte. Ich machte mir erst einmal keine Sorgen. Es gab ein elektronisches Tor, das beim Hereinfahren mit einer Fernbedienung geöffnet werden konnte. Ich ging also zu diesem vergitterten Tor, aber ich konnte es nicht öffnen. Ich steckte fest. Draußen regnete es in Strömen. Ich probierte es noch einmal mit der Tür und dem Tor, aber ohne Erfolg.
    Schließlich sah ich einen Briefträger, der gerade vorbeilief. Ich konnte ihn oben auf der Straße sehen. Ich rief ihm zu: „Hey, ich stecke hier unten fest!“ Und am Ende kam er die Treppe hinunter und öffnete mir die Tür. Etwas später traf ich den Eigentümer der Tiefgarage wieder. Wir saßen in seinem Büro und sprachen über unsere Pläne. Dabei erzählte ich ihm auch, wie ich mich in der Garage eingeschlossen hatte und wie der Briefträger mich herausgelassen hatte. Der Eigentümer fing schallend an zu lachen, und ich fragte ihn, was so lustig sei. Er erklärte: „Bei dem Tor fehlt eine Gitterstange. Sie hätten einfach hindurchgehen können.“ Ich sagte: „Das stimmt nicht.“ Er versicherte mir: „Doch, das stimmt.“
    Ich ging in die Tiefgarage und schaute mir das Tor noch einmal an. Ich hatte mich lange an dem Gestänge festgehalten, hinausgeschaut und gewartet, dass jemand kommt – und nicht bemerkt, dass neben mir eine Stange fehlte. Es gab eine ungefähr so breite Lücke. Ich hätte einfach hinausgehen können; ich hätte mich nicht einmal zur Seite drehen müssen. Ich konnte es kaum glauben. Ich hatte wirklich gedacht, ich stecke fest. In meiner Wahrnehmung gab es keinen Ausweg – obwohl er direkt vor meiner Nase war.

    Liebe Freunde, ganz gleich, was Sie gerade durchleben: Gott hat für Sie einen Schritt vorbereitet, den Sie gehen können. Es gibt einen Ausweg. Ein altes Sprichwort sagt, selbst die längste Reise, selbst ein Weg von 1.000 Meilen, beginnt mit dem ersten Schritt. Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass Sie auf der Stelle treten oder dass es keinen gangbaren Weg gibt, doch das ist nicht wahr. Gott hat versprochen, dass er in jeder Prüfung, jeder Versuchung, jedem Problem einen Ausweg schaffen wird. Beten Sie, dass Gott Ihnen zeigt, was Sie tun sollen. Nehmen Sie sich Zeit für sein Wort, suchen Sie seine Gegenwart, und er wird Sie leiten.
    Ich möchte jetzt für Sie beten. Möchten Sie sich darauf einlassen?
    „Vater im Himmel, ich bete für meine Freunde, wo auch immer auf der Welt sie gerade sind. Vielleicht fühlen sie sich komplett im Stich gelassen und allein. Vielleicht fühlen sie sich innerlich isoliert, auch wenn sie von Menschen umgeben sind. Ich bete, dass du sie durch deinen Heiligen Geist tröstest. Ich bete im Namen Jesu um Ermutigung für sie. Ich bitte dich, dass du sie segnest, Herr. Bitte öffne ihnen die Augen und schenke ihnen Erkenntnis, damit sie ihren Ausweg sehen können.“

    Wenn ich darüber nachdenke, dass Gott einen Ausweg schafft und dass er schon vor ewigen Zeiten mich und Sie sah und für jede Lebenslage und jede Schwierigkeit einen gangbaren Weg für uns geschaffen hat – dann fällt mir eine Geschichte ein, die ich in einer Zeitung gelesen habe. Ich habe sie mir sogar ausgeschnitten.
    Ich habe ungefähr vier Jahre lang in Oregon gelebt. Falls Sie nicht in den USA leben: Das ist ein Bundesstaat nördlich von Kalifornien. Dort kam ich auch in einer kleinen Missionskirche zum Glauben.
    Ich verbrachte viel Zeit auf einer Straße zwischen meinem damaligen Wohnort Ashland und Klamath Falls in Oregon. Es war eine lange, trostlose Straße, und es schneite oft. In einem Winter blieb ich dort im Schnee stecken, mein Auto hatte sich so festgefahren, dass es herausgezogen werden musste. Ich kannte diese Straße wie meine Westentasche. Ich wusste, wie lang die Straße war. Ich fuhr sie sehr oft – im Schnee, bei schlechtem Wetter, im Sonnenschein. Ich kannte die Straße einfach gut.
    Ich fand also einen Zeitungsartikel und konnte kaum glauben, was ich da las. Ein Mann war auf dieser Straße gestorben, und zwar nicht wegen eines Autounfalls. Er war mit seinem Wohnmobil im Winter auf dieser Straße unterwegs gewesen; es hatte unerwartet angefangen zu schneien und er blieb im Schnee stecken. Ich kenne die Stelle, wo das passierte.
    In seinem Tagebuch sprach er von Jesus. Und Gott sei Dank ging er in den Himmel. In dem Artikel waren Auszüge aus seinem Tagebuch zitiert, und er schrieb: „Ich schätze, der Herr will mich hier haben. Er kann mich retten, und vielleicht schickt er Hilfe.“ Der Mann starb in seinem Wohnmobil.
    Da, wo er sich festgefahren hatte – vielleicht wusste er es nicht, aber er hätte einfach aus seinem Wohnmobil aussteigen und die Straße entlanglaufen können. Es wäre kein leichter Weg gewesen, aber er hätte die Straße leicht finden können, weil sie direkt am Berghang entlangführte. Er hätte die verschneite Straße entlanglaufen können. Vielleicht hätte er bis zu den Knien im Schnee gesteckt; es wäre sicher nicht leicht gewesen. Aber in drei oder vier, höchstens fünfeinhalb Stunden, wenn er ganz langsam gewesen wäre, wäre er auf Häuser und Menschen gestoßen. Seinem Tagebuch zufolge war er überzeugt, festzustecken; doch in Wirklichkeit hätte es einen Ausweg gegeben.

    Ich möchte Ihnen einfach sagen, dass es für Sie einen Ausweg gibt. Jesus ist der große Ausweg. Er ist der Ausweg aus der Hölle. Er ist der Ausweg aus der ewigen Zerstörung. Als wir verloren und kaputt waren, tot in unseren Sünden, als wir Feinde Gottes waren, starb Jesus für uns. Er vergoss sein kostbares Blut am Kreuz von Golgatha und bezahlte den Preis für unsere Sünden. Und nach drei Tagen waren die Forderungen von Gottes ewiger Gerechtigkeit für immer erfüllt.
    Jesus wurde von den Toten auferweckt, und wenn Sie ihm vertrauen, werden Sie den Ausweg finden. Jesus sagt: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit und ich bin das Leben.“ Er ist der Weg zum Himmel, fort aus der Hölle. Er ist der Weg zur Herrlichkeit, fort von der Vernichtung. Wenn Sie heute zu Jesus rufen, können Sie in eine ewige Beziehung zu ihm kommen. Er liebt Sie, er sieht Sie, und er wartet auf Sie!

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    1. Hallo,ich war wegen einerVerleumdung eines Bruders sehr verletzt zumal mein Mann mir
      in dieser Situation nicht beigestañden hatte. Dazu kommen
      noch andere Probleme.
      Die Predigt von Bayless hat mich
      sehr auferbaut.
      Vielen Dank für diese Hilfe

      1. Liebe Karin, das tut uns leid zu hören! Vielleicht kannst du mit deinem Mann nochmal darüber sprechen, das es dich verletzt hat seine Unterstützung nicht zu bekommen. Wir wünschen dir auf jeden Fall Kraft in der Situation.

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