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Glaube fest, ohne zu zweifeln (1)

Erhoffst du dir etwas von Gott? Dann bitte ihn darum, ohne zu zweifeln. Das ist nicht immer einfach, aber doch so wichtig. Was es dabei zu beachten gibt und wie du ohne zu zweifeln fest im Glauben stehen kannst, erfährst du in dieser Folge.

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  • Heute bei „Antworten mit Bayless Conley“:
    Manchmal wissen wir nicht, was wir tun sollen. Wir stecken in einer Ehekrise, einer finanziellen Krise oder einem geistlichen Kampf. Wir haben Probleme mit den Kindern oder bei der Arbeit oder es fehlt uns einfach an Weisheit. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Dann können wir Gott um Weisheit bitten. Er verspricht uns, dass er sie uns gern gibt.

    Hallo, mein Freund. Ich freue mich, dass Sie heute dabei sind. Ich habe eine Botschaft auf dem Herzen, die ich gern mit Ihnen teilen möchte. Wenn Sie hier bei mir sitzen würden und ich ein Fenster aufmachen würde – da hinter mir ist übrigens eine Tür – dann würden Sie sehen, dass der Wind hier in Kalifornien heute ziemlich stark ist. Die Bäume biegen sich und überall fliegen Blätter herum. Es ist kein guter Tag für Damen, die Angst um ihre Frisur haben. So windig ist es. Und heute wollen wir auch über den Wind sprechen. Wir schauen uns drei verschiedene Arten von Wind an, die im Neuen Testament erwähnt werden. Sie stehen für Herausforderungen, die jedem Christen in seinem Leben begegnen werden.

    Ich werde diese Predigt heute nicht abschließen können. Also müssen Sie nächstes Mal wieder einschalten, um auch den Rest davon zu hören, was ich Ihnen über den Wind erzählen will. Ich nenne diese Predigt „Glaube fest, ohne zu zweifeln“. Die erste Art von Wind, die für eine Herausforderung steht, die jedem Christ einmal begegnen wird, finden wir in Jakobus 1. Ich lese zuerst Vers 5. Da heißt es:

    „Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden.“

    Ist das nicht eine geniale Zusage? Manchmal wissen wir nicht, was wir tun sollen. Wir stecken in einer Ehekrise, einer finanziellen Krise oder einem geistlichen Kampf. Wir haben Probleme mit den Kindern oder bei der Arbeit oder es fehlt uns einfach an Weisheit. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Dann können wir Gott um Weisheit bitten. Er verspricht uns, dass er sie uns gern und ohne Vorwurf gibt.

    Er wird uns nicht tadeln und sagen: „Das solltest du aber wissen. Echt jetzt? Nach so langer Zeit bittest du mich um Weisheit? Wieso weißt du das nicht? Hörst du denn im Gottesdienst nie zu? Der Pastor hat doch gerade letzten Sonntag darüber gepredigt.“ Nein, das wird Gott nicht tun. Er wird uns keinen Vorwurf machen. Wenn wir ihn um Weisheit bitten, schenkt er sie uns. Das ist großartig. Er zeigt uns, was wir tun sollen, wie wir es tun sollen und wann wir es tun sollen. Und das ist noch nicht alles. Weiter lesen wir:

    „Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Winde getrieben und aufgepeitscht wird.
    Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbeständig auf allen seinen Wegen.“

    Der erste Wind, dem wir als Christen begegnen und über den wir jetzt sprechen wollen, ist der Wind des Zweifels. Wir werden die Weisheit, die Gott uns verspricht, oder irgendetwas anderes, um das wir bitten, nicht bekommen, wenn wir anfangen zu zweifeln, nachdem wir ihn darum gebeten haben.

    Und ich denke, das kennen wir alle. Wir beten und bitten Gott um Weisheit oder um etwas anderes, und dann sagt eine leise Stimme in unserem Kopf: „Du glaubst gar nicht richtig. Gott hat dich nicht gehört. Du fühlst dich nicht anders. Die Situation hat sich nicht verändert. Bete lieber nochmal.“ Manche Leute zweifeln sogar ihr eigenes Bekehrungserlebnis an. Andere bitten Gott um Heilung oder um Hilfe in einem anderen Bereich ihres Lebens, aber dann werden sie wie Wellen vom Wind umhergetrieben. Ihre Zuversicht ist erschüttert. Sie schwanken hin und her. „Ja, Gott hat mich gehört. Nein, er hat mich nicht gehört.“

    Wenn sie sich gut fühlen und etwas Gutes passiert, denken sie: „Ah, Gott ist auf meiner Seite.“ Dann geht auf einmal etwas schief und sie denken: „Naja, vielleicht hat er mich doch nicht gehört.“ Sie schwanken hin und her. Zweifelnd und unbeständig auf all ihren Wegen. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas vom Herrn empfangen wird.

    In der Bibel steht, dass wir im Glauben bitten sollen, ohne Zweifel und mit Standhaftigkeit. Das heißt, dass wir festbleiben und uns weigern sollen, der inneren Stimme des Zweifels nachzugeben, sobald wir Gott um etwas gebeten haben, das er in seinem Wort verspricht. Die Frage ist nun: Wie tun wir das? Wie bleiben wir fest? Wie bleiben wir standhaft? Wie geben wir diesem Wind des Zweifels nicht nach, der uns umhertreiben will, so dass wir schwanken und unbeständig sind? Wie können wir im Glauben unbeirrbar bleiben?

    Nun, ich erzähle Ihnen jetzt etwas ganz Einfaches. Und das sind fünf verschiedene Prinzipien. Im Englischen bilden sie das Wort für „Glaube“. Das sind fünf Buchstaben. In einer anderen Sprache funktioniert das wahrscheinlich nicht, aber die Prinzipien funktionieren trotzdem und Sie werden sie verstehen. Das ist die Antwort darauf, wie wir unbeirrbar und standhaft bleiben und Gott vertrauen, nachdem wir für etwas gebetet haben.

    Das erste Prinzip lautet: Suchen Sie sich eine Zusage. Glaube beginnt, wo wir Gottes Willen kennen. Und Gottes Wille wird in seinen Zusagen offenbart. Gott verspricht nur, was er auch erfüllen will. Seine Versprechen haben nur diesen einen Zweck: ihre Erfüllung. Also erstens: Suchen Sie sich ein Versprechen. In 1. Johannes 5,14-15 steht:

    „Und wir dürfen zuversichtlich sein …“ Sind Sie bereit? „Wir dürfen zuversichtlich sein, dass er uns erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht. Und wenn wir wissen, dass er unsere Bitten hört, dann können wir auch sicher sein, dass er uns gibt, worum wir ihn bitten.“

    Woher wissen Sie, ob etwas Gottes Wille ist? Wenn er es zugesagt hat, dann ist es sein Wille. Suchen Sie eine Zusage, die für Sie als Christ gilt. Alles fängt mit einer Zusage an. Es fängt mit Gottes Wort an.

    Das zweite Prinzip lautet: Akzeptieren Sie die Zusage als Ihre Lösung. Ganz gleich, ob Sie sie verstehen oder nicht. Im Gleichnis vom Sämann spricht Jesus darüber, wie der Sämann den Samen von Gottes Wort aussät. Gott teilt sein Wort aus. Und sein Wort bringt Rettung mit all ihren verschiedenen Aspekten. Das Wort „Rettung“ bedeutet, gerettet zu werden und erlöst zu werden. Es bedeutet, frei zu werden. Es bedeutet, geheilt zu werden. Und alles, was Gott tut, alles, was zu diesem Rettungspaket gehört, entsteht durch den Samen von Gottes Wort.

    Wir werden nicht durch einen vergänglichen Samen wiedergeboren, sondern durch den unvergänglichen Samen von Gottes Wort. In Psalm 107,20 steht: „Gott sandte sein Wort und heilte sie.“ Der Apostel Paulus sagte: „Ich befehle euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, die euch aufbauen und ein Erbe unter denen schenken kann, die geheiligt sind.“ Was Gott in unserem Leben tut, tut er durch sein Wort und durch seinen Geist. Jesus spricht im Gleichnis vom Sämann über Gottes Wort als Samen und sagt: „Das Reich Gottes ist wie ein Mann, der Samen auf die Erde wirft.“

    Davor sagt er, dass die Erde das menschliche Herz ist. Gott sät das Wort in das Herz des Menschen. Er geht schlafen und steht wieder auf. Es vergehen Tag und Nacht. Und der Same geht auf und wächst und er weiß nicht wie. Und danach, wenn das Korn reif ist, schwingt er die Sichel und bringt die Ernte ein. Es ist interessant. Er sagt, dass der Same in die Erde des Herzens gesät wird. Dass er schlafen geht und wieder aufsteht, bedeutet, dass von der Saat bis zur Ernte eine gewisse Zeit vergeht. Tag und Nacht. Der Same geht auf und wächst, wird reif und bringt Ertrag. Und er weiß nicht wie. Das bedeutet, dass Gottes Wort unabhängig von unserem Verständnis wirkt. Doch wir müssen es als Lösung akzeptieren.

    Manche würden sagen: „Ich weiß, dass das in der Bibel steht, aber …“ Und dann fangen sie an zu diskutieren. Aber man kommt nicht weiter, wenn man mit Gottes Wort streitet. Wir müssen es akzeptieren.

    Ich habe einmal in einer Gegend gepredigt, in der es viele Gangs gab. Und nach der Predigt kam ein Typ zu mir. Er hatte einen Stock und humpelte. Er war schon etwas älter. Der Pastor erzählte mir später: „Das ist einer, den sie als ‚Veterano‘ bezeichnen.“ Er war ein Veteran aus einer der Gangs. Einer von denen, die damals recht alt geworden sind. Er war wohl Mitte 30. Aber das war alt für ein Gangmitglied.

    Er hatte lauter Narben auf seinem Arm, wo vorher seine Gangsterzeichen gewesen waren. Und er kam zu mir und sagte: „Hey, Pastor, wissen Sie, was das unverfälschte Wort Gottes ist?“ Ich sagte: „Nein, was ist das unverfälschte Wort Gottes?“ Er hielt seine Bibel hoch und sagte: „Das ist das unverfälschte Wort Gottes, und das bedeutet, dass es bei diesem Buch kein ‚Aber‘ gibt.“ Dann stand er auf und ging weg. Bis heute ist das wohl die beste Erklärung, die ich je zu dem Ausdruck „unverfälschtes Wort Gottes“ gehört habe. Bei diesem Buch gibt es kein „Aber“.

    In der Bibel steht: „Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“ Manche sagen: „Ja, aber …“ Nein. Bei diesem Buch gibt es kein „Aber“. Das Versprechen ist wahr. „Durch seine Wunden sind wir geheilt.“ – „Ja, aber …“ Nein. „Das unverfälschte Wort Gottes“ heißt, dass es bei diesem Buch kein „Aber“ gibt. „Was ihr auch braucht, wenn ihr betet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und ihr werdet es empfangen“, sagt Jesus. – „Ja, aber …“ – Nein, bei diesem Buch gibt es kein Aber. Und damit kommen wir zurück zum zweiten Prinzip. Wie verhindern wir, durch den Wind des Zweifels umhergetrieben zu werden? Wir akzeptieren Gottes Wort. Wir streiten nicht mit ihm. Wir finden eine Zusage und akzeptieren sie.

    Das nächste Prinzip ist unser dritter Punkt. Und es lautet: „Nehmen wir das Wort Gottes an.“ Im gleichen Kapitel im Jakobusbrief heißt es in Vers 21:

    „Nehmt die Botschaft Gottes, die er euch gegeben hat, demütig an, denn sie hat die Kraft, eure Seelen zu retten.“

    Nur wenn wir es annehmen, kann es uns retten. Nur wenn wir es annehmen, kann es heilen oder befreien oder die Situation verändern. Im Gleichnis vom Sämann sagt Jesus: „Der Sämann sät das Wort.“ Es fällt auf die Erde des menschlichen Herzens. Aber der Satan kommt sofort, um das Wort zu stehlen. Oder er nutzt die Werkzeuge Verfolgung, Bedrängnis, Begierde nach anderem oder Liebe zum Geld. Sie ersticken Gottes Wort und es wird unfruchtbar.

    Doch wenn man das Wort annimmt und zulässt, dass es in seinem Herzen Wurzeln schlägt, dann wird es dort wachsen und Ertrag bringen. Und dieser Ertrag wird genau das sein, was das Versprechen beinhaltet. Ob das Rettung ist oder Heilung, Frieden, Weisheit oder was es sein mag. Manche Menschen nehmen Gottes Wort und legen es quasi auf den Tisch und bewundern es. Sie haben eine Bibel, die in ihrem Wohnzimmer auf dem Couchtisch liegt. Es ist ja schön, dass Sie eine Bibel auf dem Couchtisch haben, aber Sie müssen das Wort vom Couchtisch nehmen und es in Ihre Augen, Ihre Ohren und Ihr Herz hineinlassen! Bewundern Sie es nicht nur. Nehmen Sie es an, damit es wirken kann.

    Vielleicht fragen Sie nun: „Aber wie nehme ich das Wort denn an?“ Gut, dass Sie fragen. Das sehen wir an den nächsten beiden Prinzipien. Wir müssen darüber nachdenken – Prinzip vier – und es hören – Prinzip fünf. Nachdenken und hören. Das entspricht dem biblischen Prinzip des Nachsinnens. Ich möchte Josua 1,8 vorlesen. Mose ist gestorben. Josua hat die Führung übernommen. Er soll Gottes Volk in das verheißene Land führen. Er tritt damit in ziemlich große Fußstapfen. Er soll das Volk führen, wie Mose es vorher aus Ägypten herausgeführt hat. Wie willst du das tun, Josua? Und da sagt ihm der Herr Folgendes. In Josua 1,8 sagt er:

    „Die Worte des Gesetzes“ – mein Wort – „sollen immer in deinem Mund sein. Denke Tag und Nacht über das Gesetz nach, damit du allem, was darin geschrieben steht, Folge leisten kannst, denn nur dann wirst du erfolgreich sein.“

    Gott sagt: Wenn wir erfolgreich sein wollen und wünschen, dass gelingt, wozu er uns berufen hat, dann müssen wir uns an seinem Wort ausrichten. „Denke Tag und Nacht darüber nach.“ Das hebräische Wort für „nachdenken“ bedeutet wörtlich „murmeln oder vor sich hinsprechen, nachsinnen, darüber nachdenken, immer wieder in Gedanken bewegen und laut aussprechen“. Ich nehme also ein Versprechen, das mein Bedürfnis abdeckt. Das Versprechen ist meine Lösung. Ich akzeptiere es. Und ich nehme es an. Wie tue ich das?

    Ich fange an, darüber nachzudenken. Ich bewege es in meinen Gedanken. Ich sinne darüber nach. Ich lese es immer wieder. Ich denke darüber nach. Ich lese es laut, damit es auch meine Ohren hören. In der Bibel steht: „Neige dein Ohr seinem Herzen zu und behalte es in deinem Herzen. Dann wird es dir gelingen. Dann wirst du erfolgreich sein.“ Etwas Ähnliches lesen wir in Psalm 1. In den Versen 1-3 steht:

    „Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen / noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des HERRN“ – dem Wort Gottes – „und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!“

    Und das Ergebnis sehen wir in Vers 3:

    „Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, / der seine Frucht bringt zu seiner Zeit“ – denken wir daran, dass es für alles von der Saat bis zur Ernte eine passende Zeit gibt – „und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.“

    Wir wollen in dem erfolgreich sein, zu dem Gott uns berufen hat. Wir wollen sehen, wie seine Zusagen erfüllt werden. Wenn wir über Gottes Wort nachdenken, rutscht das Wort aus dem Kopf ins Herz. Mein Freund, Glaube entsteht im Herzen. Wenn das Wort dein Herz erreicht, ist Glaube das natürliche Nebenprodukt. Wir sollten nie versuchen, Glauben hervorzubringen. Also so: „Ich versuche mit aller Kraft, an diese Zusage zu glauben.“ Nein. Der Glaube wächst ganz natürlich in einem Herzen, das von Gottes Wort erfüllt ist. Jesus sagt in Johannes 15,7:

    „Doch wenn ihr mit mir verbunden bleibt und meine Worte in euch bleiben, könnt ihr bitten, um was ihr wollt, und es wird euch gewährt werden!“

    Unser jüngster Sohn Spencer ist jetzt 36 Jahre alt. Als er ein kleiner Junge war, kaufte ihm meine Mutter einmal eine Steinpoliermaschine. Es war nicht besonders teuer für ein Weihnachtsgeschenk. Und wir dachten, es würde ihm sicher ein paar Tage Spaß machen. Er bekam also diese kleine Maschine. Es waren ein paar ziemlich hässliche, unscheinbare, stinknormale Steine dabei. Die Maschine hatte eine Trommel. In der Anleitung stand, dass man die Trommel aufmachen und die Steine hineinlegen musste. Und dann gab es Kies in verschiedenen Größen. Zuerst gab man den gröbsten hinein. Dann machte man die Trommel wieder zu, hängte sie in die Maschine ein, schaltete sie an und sie fing an, sich zu drehen. Und der grobe Kies schliff die Steine. Ich las die Anleitung und da stand, man soll sie sechs Tage lang laufen lassen. Fünf oder sechs Tage. Ich dachte: „Okay.“

    Wir schalteten sie ein und es war unglaublich laut! Es machte: „Rrrr-rrr-rrr!“ Die Steine rumpelten in der Trommel. Man hörte es im ganzen Haus. Es war der Wahnsinn. Schließlich waren die fünf oder sechs Tage vorbei. Ich dachte: „Na, zum Glück!“ Dann las ich wieder in der Anleitung. Man sollte die Trommel öffnen, den nächstfeineren Kies hineingeben und das wieder drei Tage lang laufen lassen. Ich dachte: „Was, nochmal drei Tage?“ Rrr-rrr-rrr … Wenn wir Gäste hatten, fragten sie beim Hereinkommen immer zuerst: „Was ist das für ein Lärm?“ Und wir sagten: „Das ist die Steinpoliermaschine unseres Sohnes.“

    Schließlich kam der feinste Sand in die Trommel. Wir schlossen sie und ließen sie wieder ein paar Tage laufen. Insgesamt dauerte das Ganze so um die acht oder neun Tage, glaube ich. Es machte uns wahnsinnig. Schließlich sagten wir: „Okay, es ist fertig, Spencer. Schauen wir uns deine Steine an.“

    Wir machten die Trommel auf, kippten die Steine aus, wuschen sie ab – und ich traute meinen Augen nicht! Diese unscheinbaren, langweiligen Steine, die man sonst einfach weggeworfen hätte, waren wunderschön. Sie glänzten und funkelten in allen Schattierungen und Farben, die man vorher einfach nicht gesehen hatte. Sie waren unglaublich! Wir nahmen ein paar und machten Schmuckstücke daraus und mein Sohn Spencer schenkte sie seiner Oma – meiner Mutter – zu Weihnachten. Wir machten Halsketten daraus. Sie waren wirklich schön. Und wissen Sie was? Diese Steinschleifmaschine ist ganz ähnlich wie das Nachsinnen über Gottes Wort.

    Wir lassen Gottes Wort in unser Herz sinken und bewegen es dort einfach hin und her. Wir denken darüber nach, beschäftigen uns damit – Rrr-rrr-rrr – und werden davon geschliffen. Wir lesen es noch einmal. Wir sagen: „Irgendwie sagt mir das gar nichts. Das ist doch nur Zeitverschwendung. Rrr-rrr-rrr. Ich lese diese Zusage nun schon seit Tagen. Ich habe dieses Kapitel schon zwanzigmal gelesen. Rrr-rrr-rrr.“ Aber denken Sie weiter darüber nach. Sprechen Sie es laut aus. Immer wieder. Wie die Steine in der kleinen Trommel.

    Wenn Sie über Gottes Wort nachdenken, werden diese Bibelverse, die Ihnen zuerst unscheinbar und langweilig vorkamen und Ihnen überhaupt nichts gesagt haben, früher oder später voller Erleuchtung und Offenbarung strahlen und es entsteht Glaube. Nehmen Sie das Wort an und halten Sie es im Herzen fest. Wenn Sie vom Wind des Zweifels hin- und hergetrieben werden, suchen Sie eine Zusasge, akzeptieren Sie diese als Lösung, nehmen Sie sie durch Nachdenken an, und Sie werden den Wind des Zweifels besiegen.

    Ich habe nur noch wenige Minuten Zeit. Es gibt noch andere Arten von Wind, über die ich sprechen möchte. Der zweite ist der Wind der falschen Lehre. Der Apostel Paulus spricht im Epheserbrief darüber. Er spricht über Menschen, die vom Wind jeder Lehre mitgerissen werden.

    Und der letzte Wind, über den wir sprechen wollen, ist der Wind der Anfechtung. Jesus spricht von Menschen, die das Wort hören, aber nicht danach handeln. Der Regen fällt, die Flut steigt, der Wind weht und ihr Haus bricht zusammen, weil es auf Sand erbaut wurde und nicht auf Felsen. Ich wünschte, ich hätte Zeit, das jetzt alles zu erklären, aber wir werden es uns beim nächsten Mal anschauen.

    Ich möchte mir nun noch einen Augenblick Zeit nehmen, um Sie zu ermutigen. Ich wurde aus einem Leben der Drogenabhängigkeit und Alkoholsucht gerettet. Ich hatte große Probleme. In meinem Leben lief vieles schief. Aber ein zwölfjähriger Junge kam eines Tages in einem Park zu mir und erzählte mir von Jesus Christus. Schließlich landete ich in einer Straßenkirche mit lauter Obdachlosen und Drogenabhängigen. Und dort gab ich Jesus mein Leben. Ich ging in diesem kleinen Treffpunkt für Obdachlose und Drogensüchtige nach vorn und gab Jesus mein Leben. Ein paar Personen legten mir die Hände auf und beteten für mich. Und an diesem Abend wurde ich nach jahrelangem Drogenmissbrauch frei und bin es bis heute. Das ist 48 Jahre her. Seitdem hatte ich kein einziges Mal mehr eine illegale Droge in meinem Körper.

    Bis zu diesem Moment war ich jahrelang nicht mehr nüchtern oder clean gewesen. Jesus hat mich befreit. Aber ich will Ihnen erzählen, wie ich frei geblieben bin. Schon früh lernte ich, wie wichtig Gottes Wort ist. So begann meine Liebesgeschichte mit Gottes Wort. Ich war auf einem Flohmarkt. Die Leute verkauften dort alte Lampen, alte Jeans, alte Heckenscheren und so weiter. Und es gab auch eine Bibel. Sie kostete 35 Cent. Ich gab dem Mann das Geld und kaufte meine erste Bibel. Das war die beste Investition meines Lebens.

    Zu diesem Zeitpunkt lebte ich über einem kleinen Pub. Einer Bar. Ich hatte ein Zimmer, das ich von einer Bekannten gemietet hatte. Es hatte nicht einmal ein Bad. Es gab nur eine Matratze auf dem Boden und einen Schrank an der Wand. Kein Teppich oder irgendetwas auf dem Boden. Aber ich hatte einen Ort zum Schlafen. Ich hatte nicht einmal Strom in diesem Zimmer. Aber ich fing an, in der Bibel zu lesen. Ich zündete eine Kerze an und las mit der Kerze in der Bibel. Stundenlang. Ich las bis tief in die Nacht.

    Ich fing in 1. Mose an. Es war unglaublich und faszinierend. Ich las das 2. Buch Mose durch. Dann kam ich zum 3. Buch Mose und das bremste mich ein bisschen aus. Aber ich machte weiter. Ich wünschte, mir hätte jemand gesagt, dass ich im Neuen Testament anfangen soll. Aber das hat mir niemand gesagt. Ich dachte: „Es ist ein Buch. Also fängt man vorne an.“ Und das tat ich. Ich las die ganze Bibel durch. Und ich staunte, als ich zu den Zusagen und Worten von Jesus und den Evangelien kam und zu den Briefen, die mir sagten, wer ich war und was ich in Christus habe. Ich verschlang alles und las und las. Ich las und dachte darüber nach. Und es veränderte mein Leben.

    Das ist das Wichtigste, das ich in meinem Leben getan habe. Nur so können wir den Wind des Zweifels besiegen. Mein Freund, das können Sie auch. Danke, dass Sie zugehört haben. Sie sind mir wichtig. Ich möchte auch denen danken, die diese Sendung unterstützen. Dank Ihnen können wir den Leuten diese Wahrheiten bringen und ihnen helfen. Bitte beten Sie für uns. Und fragen Sie Gott, ob Sie uns unterstützen sollen. Bis zum nächsten Mal! Gott segne Sie.

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    1. Thank you Pastor Bayless for the pure Gospel you preach. I have been tremendously blessed with them. May the Lord keep you strong during this journey until we will see Him face to face.

      1. Dear Patricia, thank you very much! We are glad to hear your feedback and the encouragement you take from the preachings.
        We wish you a blessed weekend!

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