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Frauen in Leiterschaft (1)

Manche Christen glauben, dass Gott nur Männer als Leiter einsetzt. Aber in der Bibel finden wir viele Frauen, die von Gott zur Leitung ermutigt und berufen wurden. Zwei von ihnen sind Miriam und Debora. Erfahre, wie Gott die beiden damals als Leiterinnen einsetzte und wie er auch heute noch Frauen beruft, damit sie kraftvoll dienen können!

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  • Hallo Freunde! Ich möchte heute über etwas sprechen, das für einige vielleicht ein recht kontroverses Thema ist. Manche werden mir womöglich widersprechen oder sich über das ärgern, was ich sage. Aber ich finde immer, dass man gerade bei Dingen, die einen ärgern, genauer hinschauen sollte. Wenn Sie die Bibel lieben, dann wird Ihnen diese Predigt gefallen, denn sie basiert direkt auf der Bibel. Machen Sie sich bereit und beschäftigen wir uns mit Gottes Wort.

    Ich freue mich sehr, dass Sie sich dazu entschieden haben, mir zuzuhören. Wie ich vorhin gesagt habe, ist das, worum es heute geht, für einige ein recht kontroverses Thema. Manchen wird diese Predigt vielleicht nicht gefallen, weil sie eine bestimmte Haltung dazu haben – außer, wenn sie die Bibel lieben. Aber wissen Sie was? Ich habe mich damit abfinden müssen, dass Gott klüger ist als ich. König David sagte vor vielen Jahrhunderten in Psalm 119: „Jedes deiner Gebote ist in allem gerecht.“ Das Thema, über das wir heute sprechen wollen, ist: „Frauen in Leiterschaft“. Frage: Beruft Gott auch Frauen dazu, Leitungspositionen in seinem Reich zu übernehmen?

    Dazu müssen wir die göttlichen Überlieferungen betrachten und sehen, ob wir Beispiele dafür in der Bibel finden. Heute schauen wir uns also ein paar Frauen an. Und wir beginnen im Alten Testament. Die erste Frau, über die ich sprechen möchte, ist Miriam. Sie war die ältere Schwester von Mose. In der Bibel steht in Micha 6,4 Folgendes. Gott spricht hier.

    Und er sagt:

    „Denn ich habe dich aus Ägypten geführt und aus der Sklaverei befreit. Ich habe dir Mose, Aaron und Mirjam als Führer gegeben.“

    Miriam war genauso von Gott berufen worden wie Mose und Aaron, ihre zwei Brüder. Und Gott sagt hier eindeutig, dass er sie dem Volk Israel als eine Führungsperson gegeben hat. Sie sollte das Volk genauso führen, wie Mose und Aaron es taten. Nachdem der Pharao und sein Heer im Roten Meer ertrunken waren, das Wunder geschehen war und die Israeliten durch das Meer gezogen waren und die Leichen der Ägypter sahen, fingen sie an, zu singen und Gott zu loben. Wir finden die Geschichte in 2. Mose 15. Dort ist auch das schöne Lied festgehalten, das sie sangen. Und wir lesen in 2. Mose 15,20-21:

    „Dann nahm die Prophetin Mirjam, Aarons Schwester, ihr Tamburin und alle Frauen tanzten mit Tamburinen hinter ihr her. Mirjam sang dazu: ‚Singt dem HERRN, denn er ist hoch erhaben; Pferde und Reiter warf er ins Meer.‘“

    Miriam wird hier als Prophetin bezeichnet. Das ist jemand, der den Menschen Gottes Botschaften bringt. Wie wir lesen, wurde sie auf spektakuläre Weise gebraucht, um dieses wunderschöne Lied von Gottes Sieg den Menschen ins Gedächtnis zu prägen. Sie wurde von den Israeliten respektiert und anerkannt und war eine von Gott berufene Leiterin. Manche würden vielleicht sagen: „Aber sie war nur dazu berufen, die Frauen zu leiten“, weil hier steht: „Sie sang und die Frauen tanzten hinter ihr her“. Aber ich bezweifle das. Wir werden nämlich gleich eine andere Frau betrachten, die nicht nur mit Frauen zu tun hatte, sondern auch mit Männern. Ihr Name war Debora.

    Das war während der Zeit der Richter. Ein paar Hintergrundinformationen dazu: Das fand in der Geschichte Israels statt, bevor sie einen König hatten. Sie waren etwas, das man als Theokratie bezeichnet. Gott war ihr König. Und manchmal regierten Richter über das Land. Sie waren die höchste Regierungsgewalt in Israel nach Gott. Während der Zeit der Richter gab es in Israel viele hundert Jahre lang immer wieder den gleichen Ablauf. Es verlief im Grunde so: Es gab in Israel eine Zeit des Segens und der Ruhe. Manchmal dauerte sie zehn Jahre, manchmal 30 Jahre, manchmal 40 Jahre.

    Dann vergaßen sie Gott und fingen an zu sündigen und Götzen anzubeten. Ihre Feinde kamen ins Land und besiegten sie und bedrängten sie eine Zeit lang. Sie unterwarfen Israel. Schließlich kehrten die Israeliten um, baten um Vergebung und flehten Gott um Gnade an. Und Gott erhörte sie, indem er einen Befreier oder einen Richter berief, der das Volk wieder zum Sieg führte. Wir lesen die Geschichte ab Richter 4. Sie beginnt mit einem Richter namens Ehud. Wir befinden uns am Ende einer vierzigjährigen Periode, in der sie vor ihren Feinden Ruhe hatten. Und wir lesen in Richter 4,1-5:

    „Nachdem Ehud tot war, taten die Israeliten wieder Böses in den Augen des HERRN. Deshalb lieferte der HERR sie an Jabin aus, einen kanaanitischen König, der in Hazor herrschte. Sein Heerführer war Sisera. Er lebte in Haroschet-Haggojim.

    Nachdem Sisera, der 900 eiserne Streitwagen befehligte, die Israeliten 20 Jahre lang grausam unterdrückt hatte, schrien die Israeliten zum HERRN um Hilfe. Debora, eine Prophetin, die mit Lappidot verheiratet war, war zu dieser Zeit Richterin in Israel. Sie wohnte unter Deboras Palme zwischen Rama und Bethel im Bergland von Ephraim, und die Israeliten gingen mit ihren Rechtsstreitigkeiten zu ihr.“

    Debora war die einzige Frau, die je die Position einer Richterin einnahm. Sie war die einzige Frau, die je durch Gott und die allgemeine Zustimmung des Volkes in dieses Amt eingesetzt wurde. Aus historischer Sicht war sie wohl jemand wie Jeanne d’Arc, die fast dreitausend Jahre später die Franzosen zum Sieg führte und ihnen vorausritt. Der Name „Debora“ bedeutet „Honigbiene“. Und dieser Name passt sehr gut, denn sie war wirklich fleißig. Sie sammelte Honig für ihre Freunde und fügte ihren Feinden tödliche Stiche zu, wie die Kanaaniter bald merken würden.

    Wir lesen in Vers 4, dass sie die Frau eines Mannes namens Lappidot war. Welche Aufgabe er auch hatte, sie war nicht so herausragend wie die seiner Frau Debora. Er musste sich an ein Leben gewöhnen, das nicht so war wie das anderer Männer. Er war mit einer berühmten Frau verheiratet, die zur Leiterin berufen war. In den geistlichen Dienst. Das erforderte viel Anpassungsvermögen und er musste sie in dem unterstützen, zu dem Gott sie berufen hatte.

    Das bedeutet nicht, dass er nicht der Herr im Haus war. Es bedeutet nicht, dass sie in der Beziehung die Hosen anhatte, wie man so schön sagt. Aber ich garantiere Ihnen: Wenn Lappidot auch nur halbwegs ein Mann war, dann wird er mit seinem eigenen Ego zu kämpfen gehabt haben. Ich will Ihnen damit nur sagen: Wenn Sie jemanden heiraten, der oder die zum Dienst berufen ist, dann müssen Sie all das offen ansprechen. Das Leben eines Pastors, eines Leiters von Gottes Kindern, ist nicht leicht. Es gibt Herausforderungen, die es in keinem anderen Beruf und keiner anderen Aufgabe gibt. Manches ist ähnlich, aber manches auch nicht.

    Offensichtlich hat es bei Lappidot und Debora funktioniert, denn ihr Dienst war sehr erfolgreich. Es ist ziemlich schwierig, im geistlichen Dienst erfolgreich zu sein, wenn man eine unglückliche Ehe führt. Wir lesen in den Versen 4 und 5, dass sie eine Prophetin war und in Israel Gericht sprach. In Vers 5 heißt es: „Sie wohnte unter Deboras Palme zwischen Rama und Bethel im Bergland von Ephraim, und die Israeliten gingen mit ihren Rechtsstreitigkeiten zu ihr.“ Das Wort bei „Rechtsstreitigkeiten“ bedeutet wörtlich: „ein Schiedsspruch oder ein juristisches Urteil, ein offizieller Erlass“. Was Debora sagte, war Gesetz. Sie war die höchste Autorität im Land unter Gott. Manche werden jetzt wahrscheinlich ein bisschen schlucken, aber das ist die Wahrheit. Ich habe mir das nicht ausgedacht. Mein Freund, das steht in Ihrer Bibel.

    Debora war damals die Richterin von Israel. Sie war die höchste Autorität im Volk nach Gott. Und noch ein interessanter Gedanke: Warum saß sie draußen in der Öffentlichkeit unter der Palme?

    Die jüdische Geschichte berichtet, dass es daran lag, dass sie nicht mit einem Mann allein in ihrem Haus sein wollte.

    Ich denke, dass wir daran erkennen können, dass sie eine sehr tugendhafte Frau war, die dem Fleisch keine Chance geben wollte. Wie viele Leiter kennen wir, die sexuellen Versuchungen erlegen sind, weil sie sich in kompromittierende Situationen begeben haben? In der Bibel steht: „Haltet euch fern vom Ort der Versuchung.“

    Ich weiß noch, dass ich einmal bei einer großen Konferenz gesprochen habe. Und ein Freund von mir war auch dort. Er wurde von ein paar Leuten aus seiner Gemeinde begleitet. Das ist toll. Ich reise auch fast immer mit jemandem zusammen. Ich finde, das ist eine gute Sache. Wenn ich kann, nehme ich einen jungen Mann mit auf Reisen, der dabei viel lernen kann. Aber ich mache es auch, um transparent zu bleiben. Es hängt natürlich von der Situation und vom Reiseziel ab. Aber dieser Freund war bei dieser Konferenz und hatte seine Sekretärin dabei. Nicht seine Frau, sondern seine Sekretärin. Ich fragte ihn: „Warum hast du sie dabei?“ Und er sagte: „Meine Frau wollte nicht mitkommen.“ Man darf nicht vergessen, dass das vor dem Handyzeitalter war. Es gab noch kein Internet. Man konnte unterwegs nicht so arbeiten wie heute. Das gab es damals einfach nicht. Wir benutzen immer noch Schreibmaschinen. Und Computer waren riesige Maschinen.

    Er sagte: „Ich muss diese und jene Arbeit erledigen, und sie ist dabei, um das zu machen. Ich musste sie mitnehmen, weil ich mich um A, B und C kümmern muss.“ Es war eine halbwegs plausible Erklärung. Aber ich nahm ihn zur Seite und sagte: „Hör zu. Du bist ein Idiot.“ Ich sagte: „Du bist ein attraktiver Mann.“ Und das stimmte. Er sah gut aus. Ich sagte: „Sie ist eine attraktive junge Frau, die nicht nur zu dir aufschaut, weil du gut aussiehst, sondern auch, weil du eine Leiterrolle im Reich Gottes hast. So, wie sie dich anschaut, kann ich dir jetzt schon sagen, dass sie dich bewundert. Du schaufelst dir hier dein eigenes Grab.“ Er protestierte und sagte: „Nein, nein, nein!“ Aber ich sagte: „Hör auf. Ich habe es schon zu oft gesehen. Ich sage dir, du bist ein Idiot. Bring das in Ordnung. Tu so etwas nie wieder. Verreise nie wieder so mit einer jungen Frau.“ Und man muss ihm zugestehen, dass er auf meinen Rat hörte. Soweit ich weiß, tat er das nie wieder.

    Aber wissen Sie was? Ich habe auch andere Freunde. Kurz darauf war ich noch einmal im gleichen Land, aber auf einer anderen Konferenz. Dort gab es einen anderen Mann, der bei der Konferenz sprach und nicht nur eine Assistentin dabeihatte, sondern zwei. Er reiste mit zwei attraktiven jungen Frauen, die in seinem Büro arbeiteten. Er „brauchte“ sie zur „Unterstützung“ und für seine Arbeit. Zwischen den Veranstaltungen fuhr er mit ihnen ins Einkaufszentrum und ging shoppen.

    Er war ein Bekannter von mir, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mit ihm darüber reden konnte. Also sprach ich mit einem der anderen Männer, die ihn besser kannten. Ich sagte: „Du musst etwas sagen. Du musst mit ihm reden. Das ist nicht richtig. Es wirkt falsch. Es ist falsch. Es ist einfach dumm.“ Und sie redeten mit ihm, aber er ließ sich nichts sagen.

    Ein Jahr später war er mit einer der jungen Frauen im Bett gelandet und seine Ehe war kaputt. Wie sich herausstellte, arbeitete die Frau, mit der er fremdgegangen war, nicht nur für ihn, sondern war auch die Frau eines guten Freundes von ihm. Er hatte nicht nur seine eigene Ehe ruiniert, sondern auch die von jemand anderem.

    Wir haben vorhin über Debora gelesen, dass sie stets draußen unter der Palme saß, wo die Leute zu ihr kamen und sie ihre Rechtsstreitigkeiten löste. Sie wusste, dass ein Fehler genügte, um viel zu zerstören. Sie wusste, dass viel auf dem Spiel stand. Mein Freund, es steht immer viel auf dem Spiel. Hören Sie: Vielleicht stehen Sie im Dienst für Gott oder sind eine christliche Führungskraft. Sie verbringen viele Stunden in Ihrem Büro, weil Sie viel zu tun haben. Und Ihre Sekretärin oder Ihre Assistentin ist auch immer da. Oder wer es sein mag. Aber vielleicht ist eine Frau in Ihrer Nähe, die Dinge mit Ihnen erlebt, die Ihre Frau nie erlebt.

    Sie bekommt mit, wie Sie verleumdet werden und es mit Fassung tragen und bewundert das. Sie erlebt, wie Sie unfair angegriffen werden und sieht, dass Sie auf gottgefällige Weise damit umgehen. Sie hört, wie Sie predigen oder was Ihre Aufgabe sein mag. Sie sieht Sie in Ihrer Führungsrolle, und das ist anziehend. Sie sind im Büro, Sie sind müde … Es genügt, dass einer von Ihnen dem anderen tröstend die Hand auf die Schulter legt und auf einmal führt eines zum anderen. Vielleicht denken Sie jetzt: „Bestimmt nicht, Bayless. Nein. Niemals!“ Hören Sie: Es ist schon ganz anderen Männern und Frauen passiert.

    Seien Sie klug und sorgen Sie dafür, dass Sie nicht in kompromittierende Situationen hineingeraten. Denn ein solcher Fehler hat nicht nur Auswirkungen auf Sie. Er hat Auswirkungen auf Ihre Familie, auf Ihre Kinder, auf die, die zu Ihnen aufschauen und auf andere Christen. Der Teufel nutzt solche Dinge manchmal als Keil, um ihn zwischen Menschen und Gott zu treiben.

    Wissen Sie, eigentlich wollte ich all das gar nicht sagen. Aber ich habe gerade das Gefühl, dass der Heilige Geist mich dazu drängt, weil jemand zuhört, der das hören muss. Einmal hatte ich im Gottesdienst gerade meine Predigt beendet und sprach das aus, was wir den Aufruf zur Entscheidung nennen. Dabei können Menschen Jesus ihr Leben anvertrauen und von ihren Sünden umkehren und ihr Vertrauen auf ihn als Retter setzen. Ich fing an, zu den verlorenen Söhnen und Töchtern im Saal zu sprechen.

    Und ich spürte, wie ich dazu gedrängt wurde, zu sagen: „Jemand hier hat etwas Schwieriges mit einem Pastor erlebt, zu dem Sie aufgeschaut haben. Vielleicht hat er Sie getraut und war Ihr Mentor. Und er hat einen großen moralischen Fehler begangen. Das hat Sie sehr wütend und verbittert gemacht und es ist zu einem Keil zwischen Ihnen und Gott geworden. Zu einer Ausrede, um vor Gott davonzulaufen.“ Und nach dem Gottesdienst kam ein Paar zu mir. Ich glaube, sie waren zum ersten Mal in unserer Gemeinde. Der Mann sagte: „Ich kann es kaum glauben. Wir wollten heute eigentlich gar nicht herkommen, aber wir sind trotzdem hier. Wissen Sie, ich war im geistlichen Dienst. Ich war Co-Pastor, und ich war noch jung. Und der Mann, der mein Mentor war, der mir alles über den Dienst beibrachte, mich christliche Ethik lehrte und mir das Wort Gottes nahebrachte, hat sich mit mehreren Frauen eingelassen und wirklich Mist gebaut.“

    Er sagte: „Ich war so enttäuscht und wütend auf ihn und auf Gott. Ich sah, wie viele Leute davon betroffen waren. Von da an fing ich an, mich von Gott zu entfernen. Mir ist erst heute klar geworden, dass das der Keil war, den der Teufel zwischen mich und Gott getrieben hat. Es wurde zu meiner Ausrede. Ich bin aus dem Dienst ausgeschieden. Ich war Gott seit Jahren nicht mehr nahe.“ Er weinte. Seine Frau stand neben ihm. Sie waren beide tief berührt. Wir beteten miteinander und er lud Jesus wieder in sein Leben ein. Ich will nicht sagen, dass die Reaktion dieses Mannes richtig war, aber so kann sich ein Fehltritt auswirken. Wenn Sie ein Leiter sind, hören Sie zu: Es steht viel auf dem Spiel. Wir müssen nicht nur die richtige Botschaft predigen, sondern auch anständig leben. Das ist so wichtig.

    Lesen wir weiter. Wir wollen noch etwas mehr über Debora sprechen. Hier steht, dass sie eine Prophetin war. Sie wusste Dinge über Gottes Pläne und Absichten. Sie erklärte Gottes Volk seine Gedanken. Um eine Prophetin sein zu können, musste sie einige Gaben des Heiligen Geistes besitzen: die Gabe der Prophetie, das Wort der Erkenntnis und das Wort der Weisheit.

    In den Versen 6-7 sehen wir ihre prophetische Gabe in Aktion. In Richter 4, ab Vers 6 heißt es:

    „Eines Tages ließ sie Barak, den Sohn von Abinoam, der in Kedesch im Land von Naftali lebte, zu sich rufen. Sie sagte zu ihm: ‚Der HERR, der Gott Israels, befiehlt dir: Sammle 10.000 Krieger aus den Stämmen Naftali und Sebulon und zieh mit ihnen auf den Berg Tabor.

    Ich will Sisera, Jabins Heerführer, mit seinen Streitwagen und Kriegern zum Fluss Kischon locken. Dort werde ich dir den Sieg über ihn schenken.‘“

    Sie sagte Barak, was Gott wollte und erklärte ihm sogar, wie sein Feind, General Sisera, reagieren würde. In Vers 8 steht:

    „Barak antwortete ihr: ‚Wenn du mitkommst, gehe ich, aber wenn nicht, gehe ich auch nicht!‘“

    Nach einer langen Zeit der Unterdrückung und vielen Fehlschlägen hatte Barak nicht mehr das Vertrauen zu Gott, das er hätte haben sollen. Er zögerte. Er war unsicher. Aber sie half ihm und ermutigte ihn, zu gehen. Im nächsten Vers lesen wir:

    „‚Gut‘, entgegnete sie, ‚ich komme mit dir. Doch dieser Feldzug wird dir keinen Ruhm einbringen, denn der HERR wird einer Frau den Sieg über Sisera schenken.‘ Und Debora machte sich auf und zog mit Barak nach Kedesch.“

    Hier zeigt sich wieder ihre prophetische Gabe. Sie sagte: „Du wirst keinen Ruhm dafür bekommen. Gott wird den Sieg einer Frau schenken.“ Und tatsächlich lesen wir in der Geschichte, dass Sisera vom Schlachtfeld floh. Er war erschöpft. Er lief weg und kam in ein kleines Dorf. Dort bat er eine Frau um Zuflucht. Er ging in ihr Zelt, ihr Zuhause. Sie gab ihm etwas zu trinken. Er war müde und legte sich hin, um ein wenig zu schlafen. Er war so erschöpft vom Laufen und vom Kampf. Und während er schlief, schlich sie sich heran und schlug einen Zeltpflock durch seine Schläfe. Barak bekam keinen Ruhm. Gott gebrauchte eine Frau, um den General zu besiegen. Aber das Wichtige ist, dass Debora all das durch den Geist Gottes prophezeite, bevor es geschah. Dann kommen wir zu den Versen 13-15. Das ist faszinierend.

    Sisera „rief […] alle 900 eisernen Streitwagen und alle seine Krieger zusammen, und sie zogen von Haroschet-Haggojim zum Fluss Kischon.

    Da sagte Debora zu Barak: ‚Auf! Heute ist der Tag, an dem der HERR Sisera in deine Gewalt geben wird. Ist der HERR nicht schon vor dir unterwegs?‘ Da führte Barak seine 10.000 Krieger den Berg Tabor hinunter in die Schlacht. Als Barak mit scharfem Schwert angriff, rief der HERR eine große Verwirrung unter Sisera, seinen Wagen und seiner ganzen Streitmacht hervor. Sisera sprang von seinem Wagen herunter und entkam zu Fuß.“

    Was danach geschah, haben wir uns schon angeschaut. Aber hier sehen wir Debora, die sagt: „Auf! Dies ist der Tag. Los geht’s!“ Eine Frau, die Verantwortung trägt, die einen zögernden Anführer anspornt und motiviert, und ein Volk ermutigt, das seit zwanzig Jahren nur Sklaverei und Unterdrückung kennt. Diese Frau hier hat nicht die Macht an sich gerissen. Gott hat ihr die Autorität gegeben und sie wird sowohl von Gott als auch vom Volk anerkannt. Sie ist nicht herrschsüchtig. Sie ist nicht dominant. Sie tut nur die Aufgabe, die Gott ihr zugewiesen hat. Gott sei Dank für solche Frauen! Frauen, die nicht versuchen, Männer zu sein, Männer zu dominieren oder zu beweisen, dass sie genauso gut sind wie ein Mann. Frauen, die in jeder Hinsicht Frau bleiben.

    Sie leitete als Frau. Und ich möchte alle Frauen ermutigen: Gehorchen Sie Gottes Ruf für Ihr Leben, aber bleiben Sie Frau. Gott hat Sie als Frau geschaffen und nicht als Mann. Sie müssen sich nicht wie ein Mann verhalten. Sie müssen nicht wie ein Mann reden. Sie können durch und durch Frau bleiben und trotzdem als Leiterin gebraucht werden.

    Debora konnte nicht nur prophezeien, ermutigen und regieren, sondern auch schreiben. In Richter 5 lesen wir, dass das „Lied der Debora“ ihr zugeschrieben wird. Ab Vers 1 lesen wir dort:

    „An jenem Tag sangen Debora und Barak, der Sohn von Abinoam, folgendes Lied: ‚Dass die Starken in Israel sich als stark erwiesen, dass sich das Volk bereitwillig aufopferte – dafür preist den HERRN!‘“

    Ja, das war ein Tag, an dem sich die Starken als stark erwiesen hatten. Und sie war eine davon. Lesen wir weiter. Das ist interessant. In Vers 7 steht:

    „Nur noch wenige Menschen lebten in den Dörfern von Israel – bis Debora aufstand, eine Mutter Israels.“

    Was für eine interessante Aussage! „Eine Mutter Israels“. Die Menschen lebten in Angst vor dem Feind hinter verschlossenen Türen und Stadtmauern, bis diese Frau aufstand – eine Mutter Israels. Sie hatte keine leiblichen Kinder. Zumindest erfahren wir nichts davon. Aber sie war eine geistliche Mutter. Mütter lehren. Sie ermutigen. Sie spornen an. Sie helfen, ihre Kinder anzuleiten. Und Debora tat das für viele in Israel. Wir brauchen heute in der Kirche auch solche Mütter! Paulus sagt: „Ihr habt 10.000 Lehrer in Christus, aber keine Väter.“ Und ich finde, dass das auch für Mütter gilt.

    Als ich gerettet wurde, standen mir einige liebe alte Christen zur Seite. Besonders eine ältere Frau war ein großer Segen für mich. Sie betete für mich. Sie ermutigte mich. Sie lehrte mich einiges von dem, was sie wusste. Sie half mir. Wie Debora ging es ihr nicht darum, Menschen von sich abhängig zu machen, sondern sie zum Herrn zu führen und von ihm abhängig zu machen.

    Nun gut. Ich wünschte, wir hätten mehr Zeit. Ich denke, ich werde das beim nächsten Mal wieder aufgreifen, denn ich habe noch viel mehr dazu zu sagen. Gott sei Dank für Debora. Gott sei Dank für sein Wort. Gott sei Dank für diese Frau, die eine Leiterin für Gottes Volk war. Möge Gott Sie reich segnen, wo Sie auch gerade sind. Wer Sie auch sind, Gott kennt Sie und liebt Sie.

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    1. Hallo,
      für mich ist Bayless Conley, der beste Prediger den ich kenne und habe schon viel von ihm gelernt und freue mich jedesmal auf seine Predigt. Doch nicht alles, ist deshalb richtig was er sagt, wie z.b. in dieser und der nachfolgenden Prdigt. Denn das was er sagte, war explizit auf ganz bestimmte Frauen bezogen und hat damit keine allgemeine Gültigkeit. Abgesehen davon, haben wir im Christentum schon einige Prophetinnen gehabt, wie z.b die Heilige Hildegard von Bingen oder die Heilige Teresa von Avila, nur um zwei zu nennen. Also wenn es danach ginge, dann hätte Bayless nicht soweit zurückblicken müssen, da wir sehr viele Christliche Mystikerinnen in unserer katholischen Kirche haben. Das bedeutet aber wiederum nicht, dass sich jetzt jede Frau, die dazu berufen fühlt, auch eine Mystikerin oder Prophetin ist, denn das sind wie immer, nur die Ausnahmen. Auch bei Männern ist es nicht anders und es nur die Ausnahmen sind, wie z.b. auch Bayless Conley, durch den der Heilige Geist spricht aber auch nicht immer, wie bei uns allen. Nun möchte ich ganz konkret auf die Bibel: 1 Korinther 14,34 verweisen. Da steht…. wie in allen Gemeinden der Heiligen, sollen die Frauen in den Versammlungen schweigen, denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz es sagt.
      14,37 Glaubt jemand ein Prophet zu sein oder ein Geistbegabter, der anerkenne was ich euch schreibe, als ein Gebot des HERRN! Wer es missachtet, wird missachtet werden.

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