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Entdecke die Gaben des Heiligen Geistes (3) – Prophetie & Sprachenrede

In dieser Predigt beleuchtet Bayless Conley die oft kritisch beäugten Geistesgaben der Prophetie und der Sprachenrede. Er zeigt, welche Einstellung es braucht, damit sie weise eingesetzt werden können und warum sie bei der Verbreitung des Evangeliums so wichtig sind. Entdecke diese Gaben neu und staune mit Bayless, welchen wunderbaren Plan Gott mit dem Einsatz dieser Gaben verfolgt!

Dies ist der dritte Teil der Predigtreihe, den ersten Teil findest du hier.

Hallo und willkommen! Wir stecken gerade mitten in einer Predigtserie, die mich sehr begeistert. Wir beschäftigen uns mit den Gaben des Heiligen Geistes. Wenn Sie die anderen Predigten noch nicht gesehen haben, sollten Sie das unbedingt nachholen. Es gibt neun Geistesgaben. In dieser Predigt sprechen wir über die zweite Kategorie – die Gaben der Sprachen. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie diese zur Hand. Das ist ein wichtiges Thema. Schön, dass Sie dabei sind!

Hallo, ich bin Bayless Conley. Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt – er hat Antworten auf deine Fragen.

1. Korinther 12. Wir haben letzte Woche mit einer Predigtserie begonnen und wollen sie heute und beim nächsten Mal weiterführen. Es geht um die Gaben des Heiligen Geistes. Es gibt neun Gaben und sie werden alle in 1. Korinther 12 aufgezählt. Drei davon haben wir uns beim letzten Mal angeschaut. Ich möchte zuerst 1. Korinther 12,1 lesen. Da steht:

„Was aber die geistlichen Gaben betrifft, Brüder, so will ich nicht, dass ihr ohne Kenntnis seid.“

Es gibt nur wenige Dinge in der Bibel, über die Gott uns konkret sagt, dass er nicht möchte, dass wir ohne Kenntnis darüber sind.

Ab Vers 4 heißt es:

„Es gibt aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber es ist derselbe Geist; und es gibt Verschiedenheiten von Diensten, und es ist derselbe Herr; und es gibt Verschiedenheiten von Wirkungen, aber es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt.“

Der Heilige Geist steht also über den Gaben. Verschiedene Gaben, derselbe Geist. Verschiedene Dienste, derselbe Herr. Der Herr Jesus steht über den Diensten. Und hier steht: „Gott wirkt alles in allen.“ Gott verbindet die Gabe mit dem Dienst. Die gleiche Gabe kann bei einer Person anders aussehen als bei einer anderen. Es gibt verschiedene Arten, sie zu nutzen. Die Gaben des Geist wirken durch unterschiedliche Menschen auf unterschiedliche Weise.

Dann kommt Vers 7:

„Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben.“

Und dann kommt Vers 8. Und wir lesen, welches die neun Gaben des Heiligen Geistes sind. Ich lese ab Vers 8:

„Denn dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben; einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist; einem anderen aber Glauben in demselben Geist; einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in dem einen Geist; einem anderen aber Wunderwirkungen; einem anderen aber Weissagung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen verschiedene Arten von Sprachen; einem anderen aber Auslegung der Sprachen. Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will.“

Heute geht es um die Gaben der Sprachen: Weissagung, verschiedene Arten von Sprachen und die Auslegung der Sprachen. Sind Sie bereit?

Gut. Weissagung sind übernatürliche Worte in einer bekannten Sprache. Das griechische Wort für „weissagen“ bedeutet wörtlich „für einen anderen sprechen“. Aber wenn wir uns das hebräische Wort und seine Wurzel anschauen, bedeutet es wörtlich „hervorströmen, hervorquellen, herauspurzeln, erheben oder wie eine Quelle hervorsprudeln“. Unter dem Einfluss des Heiligen Geistes sprudelt die Weissagung aus Ihrem Geist hervor. Es sind keine Worte, die Sie sich ausgedacht oder eingeübt haben. Sie kommen spontan. Wenn ein Mensch weissagt, geschieht das auf übernatürliche Weise durch den Geist Gottes und er übermittelt eine Botschaft von Gott. Die Gabe der Weissagung ist die größte der drei sprachlichen Gaben. Denn das Reden in anderen oder verschiedenen Sprachen und die Auslegung der Sprachen hängen voneinander ab, die Weissagung aber nicht. In 1. Korinther 14,5 steht: „Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt.“

Schauen wir uns eine Stelle in 1. Thessalonicher 5 an. Sie können es in Ihrer Bibel aufschlagen. Paulus gibt der Gemeinde in Thessaloniki ganz praktische Ratschläge zu den Gaben der Sprachen und ihre Ausprägung, wenn sich Christen versammeln. 1. Thessalonicher 5, ab Vers 19. Ganz praktische Ratschläge, die jede Generation umsetzen kann. Da steht:

„Den Geist löscht nicht aus! Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest!”

In der Neuen Genfer Übersetzung steht bei „Weissagungen verachtet nicht“:

„Geht nicht geringschätzig über prophetische Aussagen hinweg.“

In der Übersetzung „Das Buch“ steht: „Schaut nicht verächtlich auf Prophetien herab!“ Wir sollen Weissagungen wertschätzen. Aber hier steht auch, dass wir alles prüfen sollen. Warum? Weil Gott nur fehlbare Gefäße zur Verfügung hat. Prüfen wir also alles. In der Gemeinde von Thessaloniki gab es offensichtlich Dinge, die dieser Prüfung nicht standhielten, genau wie in Korinth. Deswegen nahm sich Paulus so viel Zeit und schrieb die Kapitel 12, 13 und 14, in denen er über die Gaben des Heiligen Geistes redet. Denn es wurde übertrieben. Die Leute gingen zu weit. Sie taten Dinge, die nicht anständig und in Ordnung waren. Also zeigte ihnen Paulus Richtlinien auf. Aber er sagte: „Löscht den Geist nicht aus.“ Sagen wir also nicht: „Wir wollen diese Dinge nicht. Das gibt zu viel Verwirrung.“ Nein. Klar, es gibt das menschliche Element. Aber deswegen prüfen wir alles. Und wenn es gut ist, behalten wir es.

Erstens: Prüfen wir eine Weissagung am Wort Gottes. Wenn es nicht zu Gottes Wort passt, vergessen Sie es.

Zweitens: Prüfen Sie sie an ihrem biblisch begründeten Zweck. Weissagung muss an ihrem biblisch begründeten Zweck geprüft werden. Hören Sie?

Gut. Gehen wir zu Kapitel 14. Wir beginnen in Vers 1. Die Gabe der Weissagung dient drei Zwecken. Wir lesen aus Kapitel 14 ab Vers 1.

„Strebt nach der Liebe; eifert aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, dass ihr weissagt! Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse. Wer aber weissagt, redet zu den Menschen zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung.“

Die drei Zwecke der Gabe der Weissagung sind Erbauung, Ermahnung und Tröstung. Die einfache Gabe der Weissagung hat also nichts mit Offenbarung zu tun. Sie ist nicht dazu da, die Zukunft vorauszusagen.

Wir haben letztes Mal festgestellt, dass das Wort der Weisheit etwas mit der Zukunft zu tun hat. Und ja, es kann durch eine Weissagung ausgesprochen werden. Aber dann ist es keine einfache Weissagung. Wenn das geschieht, arbeiten zwei Gaben zusammen. Ich möchte Ihnen dazu ein Beispiel aus der Bibel zeigen. Lassen Sie Ihren Finger beim Korintherbrief und schlagen Sie Apostelgeschichte 21 auf. Hier finden wir eine interessante Geschichte. Apostelgeschichte 21, ab Vers 8:

„Am folgenden Tag aber zogen wir aus und kamen nach Cäsarea; und wir gingen in das Haus des Philippus, des Evangelisten, der einer von den Sieben war, und blieben bei ihm. Dieser aber hatte vier Töchter, Jungfrauen, die weissagten. Als wir nun mehrere Tage blieben, kam ein Prophet mit Namen Agabus von Judäa herab. Und er kam zu uns und nahm den Gürtel des Paulus und band sich die Füße und die Hände und sprach: Dies sagt der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem so binden und in die Hände der Nationen überliefern.“

Sie hatten schon mehrere Tage in dem Haus gewohnt. Und der Evangelist Philippus hatte vier junge Töchter, die alle weissagten. Warum hatten sie Paulus das nicht gesagt? Weil die einfache Gabe der Weissagung zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung da ist. Sie enthält keinerlei Offenbarungen. Dafür musste erst Agabus kommen, der ein Prophet war. Das ist eine hauptamtliche Berufung für den Dienst wie Apostel, Pastor oder Lehrer. Agabus sagte: „Dies wird mit dem Mann passieren, dem dieser Gürtel gehört.“ Und wir wissen aus der Bibel, dass es genau so passierte, wie Agabus sagte.

Weissagung hat also nichts mit Voraussagen für die Zukunft zu tun. Sie soll in erster Linie der Erbauung dienen. Das Wort „erbauen“ bedeutet wörtlich „aufbauen, stärken“, nicht zerschlagen, nicht einreißen, nicht unter eine Wolke der Verdammung stellen oder ängstlich oder besorgt machen. Weissagung baut auf, ermutigt und stärkt.

Vielleicht geht es Ihnen selbst so oder vielleicht Menschen in Ihrem Umfeld. Viele Menschen in unserem Arbeitsumfeld oder unserer Nachbarschaft hat das Leben buchstäblich zu Boden geworfen. Manche wissen nicht mehr weiter. Manche wissen nicht, ob sie es noch einen Tag schaffen oder nicht. Und ein Wort der Weissagung kann sie direkt ansprechen und das Feuer der Hoffnung lebendig halten.

Die zweite Aufgabe der Weissagung ist die Ermahnung. Sie ermahnt. Und das Wort „ermahnen“ bedeutet „in Gottes Nähe rufen“. Sie ruft uns zur Heiligkeit. Sie ruft uns zur Gemeinschaft mit Gott. Sie ermutigt uns, zu ihm zu kommen und unser Vertrauen auf ihn zu setzen.

Ich bin früher in eine kleine Kirche gegangen. Wir nannten sie „The Tab“. Eigentlich war ihr Name „Faith Tabernacle“. Für uns war es nur „The Tab“. Und eines Abends war ich dort bei einem Gebetstreffen. Wir waren vielleicht 15 Leute. Aber statt eines Gebetstreffens war es eher ein Jammer-Treffen. Es herrschte eine so schwermütige Atmosphäre. Es war deprimierend. Mit jeder Person, die etwas sagte, wurde es schlimmer. Doch dann ging ein älterer Herr zum Pastor. Es war jemand, der schon lange in diese Kirche kam und offensichtlich auf diese Weise gebraucht wurde. Der Pastor kannte ihn. Der Mann sagte: „Pastor, darf ich etwas sagen?“ Der Pastor sagte: „Klar.“ Und ich weiß es noch bis heute. 45 Jahre später. Der Mann sagte: „Ist mein Arm zu kurz, so dass er nicht retten kann? Ist mein Ohr taub, so dass es nicht hört? Setzt euer Vertrauen auf mich.“ Und sofort veränderte sich etwas. Man konnte es spüren. Wir waren 15 Leute. Fast alle fielen auf die Knie. Manche taten Buße. Andere fingen an, Gott anzubeten. Und die Atmosphäre veränderte sich innerhalb eines Augenblicks. Das war ein Wort der Ermahnung. Eine Weissagung zur Ermahnung. Ich erinnere mich noch genau bis heute daran und welchen Eindruck es auf mich gemacht hat.

Und das Dritte ist: Die Weissagung dient der Tröstung. Sie bringt all denen göttlichen Trost, die bekümmert, ängstlich oder besorgt sind. Mein Freund, wir leben in einer Welt der zerbrochenen Träume und zerstörter Leben. Übernatürliche Kräfte versuchen Familien, Haushalte und einzelne Menschen zu zerstören. Wir brauchen den übernatürlichen Trost, den uns die Gabe der Weissagung bringt. Weissagung dient der Erbauung, Ermahnung und Tröstung. Erbauung, Ermahnung und Tröstung. Sie dient nicht als Rat.

1. Korinther 14,4:

„Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt …“

(… berät die Kirche? Nein. Wer aber weissagt …)

„… erbaut die Gemeinde.“

Vers 5:

„Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber noch, dass ihr weissagt. Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde …“

( … beraten wird? Nein.)

„… Erbauung empfängt.“

Die Gabe der Weissagung dient nicht der Beratung. Wissen Sie, es gibt überall kleine Gruppen, zu denen Sie gehen können und die Ihnen Ratschläge geben werden. Mein Rat als Hirte ist: Halten Sie sich von solchen Orten fern.

Weissagung ist kein Ratschlag. Das sehen wir auch dort, wo der Prophet Agabus zu Paulus kommt. Im Haus des Philippus gab es vier junge Töchter, die alle weissagten. Sie sprachen Worte der Erbauung, der Ermahnung und des Trostes. Und Agabus hatte noch mehr als das zu sagen. Er hatte eine Gabe, die zu seinem Dienst gehörte. Er nahm den Gürtel von Paulus und sagte: „Derjenige, dem dieser Gürtel gehört, wird von den Juden in Jerusalem gebunden und an die Heiden übergeben.“ Haben Sie gemerkt, dass er zwar sagte, was passieren würde, aber Paulus nicht sagte, was er tun sollte? Er sagte ihm weder, dass er nicht dorthin gehen sollte, noch dass er dorthin gehen sollte. Er gab ihm keinerlei Rat.

Wenn Sie sich darauf verlassen, dass Ihnen andere sagen, was Sie tun sollen und wenn diese Leute sagen müssen: „So spricht der Herr“, um ihre Meinung zu unterstreichen, dann haben Sie ein Problem.

Wenn Ihnen jemand sagen muss: „So spricht der Herr: Geh in diese Gemeinde!“ oder: „Zieh an diesen Ort“, dann nehmen Sie diese Person lieber mit. Woher wollen Sie sonst wissen, wann Sie gehen und was Sie tun sollen, wenn Sie angekommen sind und wann es Zeit ist, wieder nach Hause zu gehen?

Nein, mein Freund, der Heilige Geist spricht ganz individuell zu seinen Kindern. Er wohnt in uns. Er führt und leitet jeden von uns. Sie brauchen niemanden, der sagt, was Sie tun sollen. Wenn Sie das brauchen, dann haben Sie ein Problem. Ich sage damit nicht, dass Gott das nicht tun und nichts offenbaren kann. Aber wenn die Offenbarung nicht bestätigt, was schon in Ihrem Herzen ist, dann habe ich genau drei Worte für Sie: Vergessen Sie es.

Und wer kann alles weissagen? Hören Sie zu. Am ersten Pfingstfest zitierte Petrus ein Wort von Joel. Apostelgeschichte 2,17-18:

„Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott,
dass ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch,
und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen,
und eure jungen Männer werden Erscheinungen sehen,
und eure Ältesten werden in Träumen Visionen haben;
und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde
werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen,
und sie werden weissagen.“

Sowohl Männer als auch Frauen, die dem Herrn dienen, können also durch die Gabe der Weissagung gebraucht werden. Jedes Gotteskind, das vom Heiligen Geist erfüllt ist, kann weissagen.

1. Korinther 14. Gehen wir zu Vers 39:

„Daher, Brüder, eifert danach, zu weissagen, und hindert das Reden in Sprachen nicht! Alles aber geschehe anständig und in Ordnung.“

Das ist an die ganze Kirche gerichtet: „Eifert danach, zu weissagen.“ Gott wird uns nicht sagen, dass wir nach etwas eifern oder streben sollen, wenn er es uns nicht geben will. Das bedeutet nicht, dass Sie unbedingt zu einer gesamten Kirche sprechen sollen. Das passiert vielleicht nie. Diese Gabe wird sich vielleicht vor allem in Ihrer persönlichen Andachtszeit oder in kleinen Versammlungen von Christen zeigen. Und hier steht: „Alles aber geschehe anständig und in Ordnung.“

Kommen wir zum nächsten Teil. Das ist das Reden in verschiedenen Sprachen und die Auslegung der Sprachen. Mit „verschiedenen Sprachen“ sind übernatürliche Worte gemeint, die uns vom Heiligen Geist gegeben werden und die zu Sprachen gehören, die der Sprechende nie gelernt hat und nicht versteht. Auch der Hörer versteht sie nicht unbedingt. Und die Auslegung der Sprachen ist dann natürlich, dass man die Bedeutung dieser Worte in einer bekannten Sprache ausspricht.

Und nun passen Sie auf. Es gibt zwei verschiedene Arten dieser Sprachen. Deswegen steht in 1. Korinther 12,19: „verschiedene Arten von Sprachen“. In Vers 28 im gleichen Kapitel geht es um den Einsatz dieser Sprachen. Und auch dort ist von verschiedenen Arten von Sprachen die Rede. Alle Sprachen sind im Grunde das gleiche. Aber sie dienen unterschiedlichen Zwecken und werden unterschiedlich eingesetzt.

Die Sprache, die man empfängt, wenn man mit dem Heiligen Geist getauft wird, ist unsere persönliche Sprache. Sie soll uns im Gebet, beim Lobpreis und in der Anbetung Gottes unterstützen. Wer mit dem Heiligen Geist erfüllt wird, fängt an, in anderen Sprachen zu sprechen; und diese Sprachen sind dafür da, zu Gott zu sprechen. In 1. Korinther 14,2 steht:

„Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott …“

Aber in Vers 21 geht es noch einmal um die Gabe der verschiedenen Arten von Sprachen. Und dort steht:

„Es steht im Gesetz geschrieben:
Ich will durch Leute mit fremder Sprache und durch Lippen
Fremder zu diesem Volk reden …“

Eines ist unsere persönliche Sprache für das Gespräch mit Gott, das andere eine Sprache, mit der wir zu Menschen sprechen. Und dass es eine Auslegung gibt, zeigt, dass hier Gott zu Menschen spricht, nicht Menschen zu Gott.

Ich weiß, dass manche denken: „Wir sollten dieses ganze Thema der Sprachenrede einfach vergessen. Es ist so verwirrend. Es spaltet die Kirche.“ Nein, engstirnige Menschen spalten die Kirche. Intolerante Frauen und Männer verletzen sie. Es sind Menschen auf beiden Seiten, die glauben, sie wüssten alles besser. Auf der einen Seite stehen die, die es nicht wissen, sich nicht sicher sind oder nicht glauben, dass diese Gaben auch für heute gelten. Und auf der anderen Seite jene, die glauben, dass sie für heute gelten und dass es etwas ist, das es in jeder Generation der Kirche geben sollte. Aber auf beiden Seiten gibt es rechthaberische, arrogante Menschen. Und genau da entsteht das Problem – wenn die Demut fehlt.

Mein Freund, wir sollten uns vor dem Blut Jesu Christi versammeln. Was uns in den Himmel bringt, ist das Opfer unseres Erlösers. Ja, wir sind Gott dankbar für die Gaben und Zeichen des Heiligen Geistes. Aber wenn Sie an Jesus Christus glauben und durch dieses kostbare Blut innerlich gereinigt wurden, dann sind Sie mein Bruder oder meine Schwester. Dann sind wir gemeinsam unterwegs und geben unser Bestes, um verlorene Menschen für Jesus zu erreichen. Selbst wenn wir nicht in allem einer Meinung sind, können wir doch in Einheit miteinander unterwegs sein.

Denn die Wahrheit ist: Wenn die Gaben selbst durch die Eingebung des Heiligen Geistes wirken, dann werden sie den Leib zusammenbringen, statt ihn zu spalten. Das lesen wir in 1. Korinther 12,7:

„Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben.“

Sagen wir alle „zum Nutzen“. Zum Nutzen aller. Zum Nutzen der Kirche. Das griechische Wort bei „Nutzen“ bedeutet auch „sammeln“ oder „zusammenführen“.

Ja, diese Gaben offenbaren sich durch fehlbare menschliche Gefäße. Vielleicht sagt jetzt jemand: „Ich habe jemanden weissagen hören. Aber er hat dabei so furchtbare Ausdrücke verwendet – es kann einfach nicht sein, dass das von Gott kommt.“ Tja, aber Gott hat nun einmal nur Menschen. Haben Sie schon einmal aus einem Gartenschlauch getrunken? Das Wasser nimmt den Geschmack des Schlauchs an, stimmt’s?

Wenn eine sprachliche Gabe wie eine Gabe der Weissagung durch ein Gefäß fließt, nimmt es den Geschmack des Gefäßes an. Es kommt so heraus, wie man eben spricht, auch wenn man eine Sprache nur gebrochen oder in einem Dialekt spricht. Denn Gott gebraucht uns.

Wo war ich? Das hatte ich gar nicht geplant gehabt.

Die Gaben führen den Leib zusammen. Sie sammeln. Sie dienen dem Nutzen.

Zum Schluss möchte ich noch eins sagen. Das Reden in Sprachen und die Auslegung der Sprachen sind interessanterweise die einzigen beiden Gaben von diesen neun, die es nur unter dem neuen Bund gibt. Die anderen sieben Gaben gab es auch schon im Alten Testament. Die einzigen beiden, die anders sind und die es nur unter diesem Bund gibt, sind die verschiedenen Arten von Sprachen und die Auslegung der Sprachen. Ich glaube nicht, dass das unwichtig ist. All die anderen Gaben waren auch schon im Alten Testament zu finden. Aber diese beiden gelten nur für unsere Zeit.

Doch wir werden nur erleben, dass sich die Gaben in unserem Leben zeigen, wenn wir die Taufe mit dem Heiligen Geist empfangen haben. Zuerst bekommen wir unsere persönliche Gebetsprache. Und das ist wunderbar. Damit können wir im Geist zu Gott sprechen. Und gleichzeitig stärken und bauen wir uns auf, steht in der Bibel.

Ich habe buchstäblich jeden Tag meines Lebens in Sprachen gebetet. Gut, 2014 lag ich im Krankenhaus im Koma. Ich weiß nicht, ob ich da in Sprachen gebetet habe. Aber an den Tagen, an denen ich bei Bewusstsein war, habe ich mit Gott geredet. Und ab und zu passiert es während meiner persönlichen Gebetszeit und manchmal auch in bestimmten Situationen, dass etwas mit einer prophetischen Aussage herauskommt und ich es erkenne. Manchmal verändert sich etwas während meiner persönlichen Gebetszeit und ich merke, dass hinter dem, was ich sage, auf einmal eine besondere Eingebung steht. Und dann kommt auch die Auslegung dazu. So hat mich Gott schon ermutigt und zu mir gesprochen.

Und ich bin wirklich dankbar für diese Gaben. Noch einmal: Es ist das Blut von Jesus Christus und unser Glaube an ihn, das uns vereint. Aber ich sage dies zu all denen von Ihnen, die sich nach mehr sehnen. Vielleicht dürsten Sie nach etwas Tieferem. Jesus stand am wichtigsten Tag des Festes auf und rief: „Wen dürstet, der komme zu mir. Aus seinem Inneren werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Und in der Bibel steht, dass er damit den Geist meinte, den diejenigen empfangen würden, die an ihn glauben. Aber der Heilige Geist war zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben worden, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. Ich weiß, dass einige von Ihnen Durst haben. Sie sind so durstig, wie ich es war. Das gewöhnliche Leben und Gemeindeleben reichen Ihnen einfach nicht. Sie wissen, dass Gott mehr bereithält. Und das ist wirklich wichtig, mein Freund!

Wissen Sie, ich bin wirklich überrascht, wie viel Post und Feedback wir aus unserer eigenen Kirche bekommen und wie viele Leute uns erzählen, dass sie noch nie gehört haben, dass jemand so etwas predigt. Doch Gott sagt: „Was die geistlichen Gaben betrifft, möchte ich nicht, dass ihr ohne Kenntnis seid.“ Also schalten Sie auch bei unserer nächsten Sendung über die Gaben des Heiligen Geistes wieder ein. Und wenn Sie die anderen Predigten dieser Reihe noch nicht gehört haben, tun Sie das. Wir brauchen Verständnis für diese Dinge. Und Gott schenkt sie uns.

Ich freue mich, dass ich dies für interessierte Menschen wie Sie predigen darf. Ich bete dafür, dass Gott Sie reich segnet. Und wie immer möchte ich auch denen danken, die uns treu unterstützen. Ohne Sie könnten wir nicht tun, was wir tun. Ohne Ihre treue Unterstützung könnten wir diese Predigten nicht in verschiedene Sprachen übersetzen und auf der ganzen Welt ausstrahlen. Vielen Dank. Gott segne Sie. Bis zum nächsten Mal!

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