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Das macht deine Familie stark (2)

Die Bibel sagt, dass Kinder wie Pfeile in den Händen eines starken Mannes sind. Aber wie bringt man diese „Pfeile” dazu, richtig zu fliegen, wenn man sie loslässt? Bayless Conley erklärt anhand von Psalm 127, wie du deine Rolle als Elternteil erfüllen und deine Kinder bestmöglich auf die spannende Reise des Lebens vorbereiten kannst!

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  • Hallo und schön, dass Sie da sind! Heute kommen wir zum zweiten Teil der Predigt, die ich beim letzten Mal begonnen habe. Falls Sie die nicht gesehen haben, keine Angst. Die heutige Predigt ist in sich abgeschlossen. Sicher werden Sie Gutes davon mitnehmen. Also schnallen Sie sich an und halten Sie sich fest! Es wird um den Vers aus Psalm 127 gehen: „Wenn der Herr nicht das Haus baut …“

    Liebe Freunde, ich freue mich sehr, dass Sie heute dabei sind. Ich habe einige Dinge auf dem Herzen, an denen ich Sie teilhaben lassen möchte – alle aus Psalm 127. Natürlich werde ich auch Gedanken aus anderen Bibelstellen einfließen lassen. Aber durch diesen Psalm hat Gott mich schon oft und tief angesprochen. Er hat mir in meinem Leben und mit meiner Familie sehr geholfen. Und ich glaube, dadurch hat Gott mir auch geholfen, anderen zu helfen. In Psalm 107,20 heißt es über Gott:

    „Er sprach ein Wort, und sie wurden gesund – so rettete er sie an der Schwelle des Todes.“

    Rettung, Heilung und Segen kommen durch Gottes Wort, und Gottes Wort kommt jetzt zu Ihnen. Ganz gleich, wo Sie sind und über welches Medium Sie diese Sendung hören oder sehen, ich vertraue darauf, dass Gott Ihnen die Augen öffnen und Sie verstehen lassen wird, und er wird Ihnen etwas mitgeben, das gerade ganz konkret Ihr Leben betrifft.

    Letztes Mal habe ich mit dieser Predigt begonnen und heute werde ich sie zu Ende bringen. Wir sprechen über Psalm 127. Ich möchte heute zu Anfang den ganzen Psalm lesen. Er ist sehr kurz, nur 5 Verse, doch er ist ein kleines Kraftpaket.

    „Wenn der Herr nicht das Haus baut, ist die Arbeit der Bauleute vergeblich. Wenn der Herr die Stadt nicht beschützt, ist es vergeblich, sie mit Wachen zu umgeben. Es ist vergeblich, vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hart zu arbeiten, immer in Sorge, ob ihr genug zu essen habt, denn denen, die Gott lieben, gibt er es im Schlaf. Kinder sind ein Geschenk des Herrn, sie sind ein Lohn aus seiner Hand. Kinder, die einem jungen Mann geboren werden, sind wie scharfe Pfeile in der Hand eines Kriegers. Glücklich ist der Mann, dessen Köcher voll ist! Sie werden nicht zugrunde gehen, wenn sie sich an den Toren der Stadt ihren Feinden stellen.““

    Es gibt viele praktische Anwendungen für diese wunderbaren Aussagen, Verheißungen und Ermutigungen, die wir in diesem Psalm finden. Vor allem betrifft er die Familie. Im ersten Satz heißt es: „Wenn der Herr nicht das Haus baut …“, und das hebräische Wort für „Haus“ kann auch „Familie“ bedeuten. In diesem Zusammenhang geht es genau darum. Wenn Gott nicht die Familie baut, arbeiten diejenigen, die sie aufbauen, umsonst. Wenn Gott nicht die Stadt bewacht, hält der Wachposten umsonst Wache. Die Stadt ist auch eine Metapher für die Familie.
    Gott will unsere Familien aufbauen und bewachen, doch es gibt hier eine göttliche Spannung zwischen Abhängigkeit und Aktion. Abhängigkeit – „wenn der Herr nicht baut …“ Wir vertrauen darauf, dass Gott es tut. „… ist die Arbeit der Bauleute vergeblich“ – wir müssen trotzdem arbeiten. „Wenn der Herr die Stadt nicht beschützt …“ Wir vertrauen darauf, dass Gott uns und unsere Familie beschützt. „… ist es vergeblich, sie mit Wachen zu umgeben“. Wir müssen trotzdem Wachen aufstellen. Gott baut und schützt, doch das tut er hauptsächlich durch uns. Wenn wir auf ihn schauen und ihn in die Situationen unseres Lebens und unserer Familien einladen, wird er uns helfen, unsere Familie aufzubauen und zu beschützen.
    Wenn wir von ihm Kraft, Weisheit und Führung erwarten, wird er sie uns schenken. Er wird Dinge durch uns tun, und dann wird er Dinge für uns tun, die wir selbst nicht können. Es ist wie auf Gottes Fähigkeiten zu antworten. Jemand hat mal gesagt: „Wer Christ geworden ist, der hat nicht mehr die Verantwortung für sein Leben, sondern sein Leben ist die Antwort auf Gottes Fähigkeiten.“ Wir haben immer noch unseren Anteil zu tun, doch wir vertrauen darauf, dass Gott tut, was wir nicht können, und dass er uns in den Dingen Kraft gibt, die wir tun können. Gott will die Familie aufbauen und beschützen.

    Und dann heißt es, dass Kinder ein Erbe sind, buchstäblich ein Geschenk Gottes. „Kinder … sind ein Lohn aus seiner Hand.“ Sie sind keine Strafe Gottes, sondern sein Geschenk, sein Lohn. Letztes Mal haben wir von dem gesprochen, was wir unseren Kindern schenken können, nämlich Liebe. Doch die Wahrheit ist: Wir können unsere Kinder nicht voll und ganz lieben, wenn wir nicht wissen, dass wir selbst geliebt sind.
    In Psalm 127,2 heißt es:

    „Es ist vergeblich, vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hart zu arbeiten, immer in Sorge, ob ihr genug zu essen habt.“

    Viele Mütter und Väter haben das erlebt. Ihre Herzen waren voller Schmerz über Kinder, die vom rechten Weg abgekommen sind. Aber die Bibel sagt, solche Sorgen sind vergeblich. Vielmehr heißt es, etwas anders übersetzt: „Gott gibt denen, die er liebt, Schlaf“ und dann: „Kinder sind ein Erbe vom Herrn“. Das hängt miteinander zusammen. Gott gibt seinen geliebten Kindern Schlaf. Sie sind von Gott geliebt. Und wenn Sie das wissen, können Sie diese Liebe an Ihre Kinder weitergeben.

    „… denn Gottes Liebe ist in unsere Herzen ausgegossen“ – darüber haben wir letztes Mal kurz am Ende gesprochen. Von den Dingen, die Gott Jesus in dessen Gebetszeiten mitgeteilt hat, ist uns nur sehr wenig überliefert, außer drei Dingen. Und nur eine Aussage Gottes an seinen Sohn über seinen Sohn ist uns in der Bibel übermittelt. Gewiss hatte Jesus großartige Gespräche und Gemeinschaft und Anbetungszeiten mit seinem Vater, doch nur einmal wird uns konkret mitgeteilt, was Gott zu seinem Sohn über seinen Sohn gesagt hat. Das finden wir im Bericht über die Taufe Jesu, so wie Matthäus, Markus und Lukas es überliefern. Und Gott, der Vater, sagte drei Dinge zu seinem Sohn. Lukas 3,22:

    „Und eine Stimme vom Himmel sprach: ‚Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich große Freude.‘“

    Der Vater sagte das zu Jesus. Er sagte: „Du bist mein Sohn“ – das ist Annahme. „Geliebt“ – das ist Zuneigung. „An dir habe ich große Freude“ – das ist Bestätigung. Gott gab seinem Sohn diese drei Dinge. Von allen Dingen, die der Vater im Lauf von dessen Leben zu Jesus sagte, warum wird uns ausgerechnet das mitgeteilt?
    Weil dies die drei wichtigsten Dinge sind, die wir unseren Kindern sagen und mitgeben können. Bestätigung: „Du bist mein Sohn. Du bist meine Tochter. Du gehörst zu dieser Familie. Du bist nicht irgendein Außenseiter. Du gehörst dazu. Du bist geliebt, und ich freue mich an dir.“ Bestätigung. Vielleicht läuft es bei Ihren Kindern gerade nicht gut und Sie denken: „Ich kann ihnen nicht sagen, dass ich stolz auf sie bin.“ Dann sagen Sie: „Ich weiß, dass du dir Mühe gibst. Und du hast das Zeug dazu.“ Als Eltern sollten wir unseren Kindern wenigstens diese drei Dinge geben: Annahme, Zuneigung und Bestätigung. Aber wenn wir diese drei Dinge nicht haben, haben wir ein Problem.
    Jeder Mensch sehnt sich nach diesen drei Dingen, und jeder Mensch braucht sie. Wie gut haben es Kinder, die das zu Hause erleben! Das baut Selbstvertrauen, Stabilität und Sicherheit auf. – In dem Psalm steht aber noch mehr. Psalm 127,4:

    „Kinder, die einem jungen Mann geboren werden, sind wie scharfe Pfeile in der Hand eines Kriegers.“

    Pfeile in der Hand. Unsere Hände spannen die Bogensehne und unsere Hände richten den Bogen aus. Sie bestimmen die Richtung. Unsere Hände bestimmen, wie weit, mit welcher Geschwindigkeit und in welche Richtung der Pfeil losfliegt. Gott will Ihren Einfluss gebrauchen, liebe Mutter, lieber Vater, um zu bestimmen, wie weit und in welche Richtung Ihre Kinder gehen werden. Natürlich hängt das nicht allein von uns ab. Wenn wir an den Anfang des Psalms zurückdenken: Gott will das Haus bauen. Und er gebraucht zusätzlich auch andere Menschen. Doch hauptsächlich bewirkt Gott das Höchste und Beste durch die Familie, durch Mutter und Vater.

    Ein Krieger verschwendete seine Pfeile nicht. Er hatte keinen unbegrenzten Vorrat. Er zielte sehr präzise und sorgfältig. Weil er nur einen begrenzten Vorrat an Pfeilen hatte, hielt er den Bogen in der Schlacht nicht irgendwie in die Luft, ließ den Pfeil fliegen und sagte: „Hoffentlich trifft der irgendwo irgendeinen Feind.“ Nein; ein Bogenschütze handelte sehr präzise und sehr genau. Unsere Aufgabe als Eltern ist es, unsere Kinder zu beobachten und sie dann in die Richtung ihrer Begabung zu lenken. Ich sage das noch einmal: Als Eltern und Großeltern ist es unsere Aufgabe, unsere Kinder zu beobachten und sie dann in die Richtung ihrer Begabung zu lenken. Vielleicht kennen Sie den Satz aus Sprüche 22,6:

    „Lehre dein Kind, den richtigen Weg zu wählen, und wenn es älter ist, wird es auf diesem Weg bleiben.“

    In diesem Vers steckt sehr viel. Mir gefällt die Übertragung der Amplified Classic Bible, weil sie viel von den ursprünglichen hebräischen Bedeutungen und den vielen Schichten wiedergibt, die in den Bibeltexten liegen. Und diesen Vers, Sprüche 22,6, überträgt sie so:

    „Trainiere ein Kind für den Weg, den es gehen soll [und dies entsprechend seiner individuellen Begabung oder Neigung].“

    „Trainiere ein Kind für den Weg, den es gehen soll, und dies entsprechend seiner individuellen Begabung oder Neigung.“ In Psalm 127 heißt es: „Kinder, die einem jungen Mann geboren werden, sind wie scharfe Pfeile in der Hand eines Kriegers.“ Ich glaube, wir müssen das tun, solange wir jung sind. Junge Eltern müssen gleich damit anfangen. Sie müssen schon ihre kleinen Kinder in die Richtung ihrer Neigungen und Begabungen lenken. „Kinder, die einem jungen Mann geboren werden …“ Kinder werden schon sehr früh anfangen, bestimmte Eigenschaften oder Neigungen an den Tag zu legen. Ihr Mütter und Väter, haltet danach Ausschau! Helft ihnen, sie zu Gottes Ehre und für einen späteren möglichen Einsatz im Leben zu entwickeln.

    Ich hoffe, Sie hören mir gut zu. Ich denke da an meine eigenen Enkelkinder. Wir haben vier Enkel. Einer ist gerade 14 Jahre alt, die anderen 12, 7 und 2 ½ Jahre. Sie alle haben unterschiedliche Neigungen oder Vorlieben für verschiedene Dinge, selbst der jüngste. Er heißt Liam. Schon im Alter von 1 ½ Jahren konnte ich es bei ihm erkennen. Wenn er etwas rollen sieht, will er die Räder untersuchen und wie die Räder sich drehen. Er kriecht unter den Schaukelstuhl und will sehen, wie er funktioniert. Alles Mechanische schaut er sich genau an. Er will verstehen, wie Getriebe und Hebel und Räder funktionieren.
    Wenn etwas grandios aussieht, ist ihm das egal. Er will den Mechanismus sehen, der dahintersteckt! Schon als kleiner Junge hat er die Neigung, wissen zu wollen, wie Dinge funktionieren. Ich glaube, Gott hat da eine Begabung in ihn hineingelegt.
    Oder einer unserer mittleren Enkelsöhne. Als er ungefähr 7 Jahre alt war, schenkte ich ihm zu Weihnachten eine Kiste voller Holz- und Metallstücke und einen Werkzeugkasten. Das war für ihn eins der schönsten Geschenke! Er baut gern Dinge mit seinen eigenen Händen. Er verschwindet für ein paar Stunden und kommt dann mit einem Bogen zurück, der einen Pfeil 100 Meter weit schießen kann. Es ist verrückt. Er konstruiert Dinge. Er hat ein Auge dafür.
    Es ist die Aufgabe der Eltern, nach diesen Dingen Ausschau zu halten und dann ihre Kinder in Richtung ihrer Begabungen zu fördern. Bringen Sie ihnen durch Unterweisung und Vorbild bei, dass sie ihre Begabungen zu Gottes Ehre einsetzen sollen. Es ist wichtig zu wissen, wozu wir begabt sind. Ich höre von vielen Menschen diese Frage in der einen oder anderen Form: „Was ist meine Bestimmung? Was soll ich tun, wozu bin ich da? Was ist Gottes Plan für mein Leben?“ Das sind sicher gute Fragen. Aber eine bessere Frage ist vielleicht: Was hat Gott in der Welt vor? Was ist Gott wichtig? Was sind seine Prioritäten?
    Das kann ich allgemein für jede Generation fragen, aber auch: Was tut Gott in dieser Zeit in der Welt? Dann frage ich mich: „Okay, wie passen meine Begabungen da hinein? Wie kann ich das, was Gott mir gegeben hat, zur Unterstützung seiner Ziele einsetzen? Wie kann ich das, was er in mich hineingelegt hat, zu seiner Ehre einsetzen und seine Arbeit tun?“ Auch Kinder haben eine bestimmte Begabung, und wir sollen sie erkennen. Vielleicht kann Ihr Kind komplexe Rechenaufgaben im Kopf lösen, und Sie staunen nur, was für ein kleiner Computer dieser Kopf ist. Ein anderes Kind geht vielleicht nicht gern in die Schule, hat aber Talente auf anderen Gebieten. Alle sind unterschiedlich, und deshalb ist es wichtig, dass wir kein Kind vorziehen, weil seine Begabungen oder Neigungen unseren eigenen ähnlich sind.

    Isaak liebte Esau mehr als Jakob, weil Esau ein Mann des Feldes war. Isaak konnte sich mehr mit Esau identifizieren. Rebekka dagegen liebte Jakob, weil er ihr ähnlicher war. Das führte zu großen Problemen. Vielleicht erkennen Sie die Begabungen und Neigungen, die Gott in ein Kind hineingelegt hat, und denken: „Hey, bei mir ist das genauso!“, und bevorzugen dieses Kind deshalb. Tun Sie das nicht. Behandeln Sie Ihre Kinder gleich.

    Ich kenne Männer, die ungefähr in meinem Alter sind …. Einer von ihnen hatte eine Sägemühle geerbt. Der Betrieb war schon seit Generationen in der Familie und er sollte die Firma erben – ein reiches Erbe! Er sollte den Betrieb der Sägemühle übernehmen, aber das wollte er gar nicht. Er ging zu seinem Vater und sagte: „Ich weiß, dass ich derjenige bin, von dem du erwartest, dass ich den Betrieb für die nächste Generation übernehme, aber das möchte ich nicht. Ich habe das Gefühl, ich bin dafür gar nicht begabt. Ich interessiere mich mehr für Innenarchitektur. Ich möchte die Häuser von Menschen schön machen. Das ist mein Wunsch.“
    Mit dem Segen seines Vaters tat er genau das – und er blühte auf und hatte ein gutes Leben mit diesem Beruf. Vielleicht verdiente er nicht so viel Geld wie er es mit der Sägemühle getan hätte, doch er führt seit Jahrzehnten ein glückliches Leben. Und er hat mit seiner Firma für Innenarchitektur wahrscheinlich mehr Menschen bewegt und beeinflusst, als er es in der Sägemühle getan hätte.
    Bei einem anderen Freund von mir ist es genau das Gegenteil. Sein Vater hat ihn quasi gezwungen sich unterzuordnen. Er musste den Familienbetrieb weiterführen; andernfalls hätte sein Vater ihn verstoßen und enterbt.
    Vielleicht konnte mein Freund es damals nicht, vielleicht wusste er nicht wie oder hatte nicht den Mut dazu, aber er gehorchte seinem Vater. Ja, er hat gutes Geld damit verdient, aber er ist seit Jahrzehnten ein unglücklicher Mann. Ich glaube nicht, dass er den Einfluss hatte, den er gehabt hätte, wenn er dem gefolgt wäre, was Gott in ihn hineingelegt hat.

    Wenn jemand gezwungen wird, in eine Richtung zu gehen, die er nicht will, oder nicht ermutigt wird, in die Richtung zu gehen, in die er gehen sollte, fühlt solch ein Mensch sich meist völlig fehl am Platz. Es passt einfach nicht.
    Und am Ende ist dieser Mensch nicht der Segen für Gottes Reich, der er hätte sein können. Gewiss kann er ein gutes, glückliches Leben haben. Aber das Beste von Gott her ist, dass wir erkennen, dass unsere Kinder wie Pfeile in unseren Händen sind: Wir sollen helfen, die Richtung zu bestimmen, in die sie gehen. Schauen Sie sich Ihre Kinder an, besonders, wenn sie noch klein sind. Wenn sie schon erwachsen und aus dem Haus sind, können Sie für sie beten, aber vielleicht nicht mehr so beeinflussen wie in jüngeren Jahren. Aber halten Sie Ausschau nach den Neigungen und individuellen Begabungen, und ermutigen Sie Ihre Kinder dazu.
    Die Bibel sagt in den Psalmen: „Der HERR schaut vom Himmel herab und sieht alle Menschen, von seinem Thron aus sieht er jeden einzelnen. Er hat ihre Herzen gemacht und weiß um alles, was sie tun.“ Gott sieht jeden auf der ganzen Erde. Ich weiß nicht, wie er das macht, aber er ist Gott und kann das. Er hat das Herz jedes einzelnen Menschen gemacht. Und dann heißt es: „Gott weiß um alles, was sie tun.“ Die Arbeit unseres Lebens und wie wir unser Leben einsetzen, sollte von der individuellen Anlage unseres Herzens bestimmt sein. Ich bin anderen Menschen vielleicht ähnlich, aber es gibt einzigartige Dinge an Bayless Conley.
    Die Arbeit, die ich tue, und wie ich mein Leben zur Ehre Gottes einsetze, das sollte von jener individuellen Anlage bestimmt sein. Und es ist am besten, wenn die Eltern den Kindern helfen können, das zu tun, und ihnen beibringen, es zur Ehre Gottes zu tun. In Psalm 127 ist von den Pfeilen in unseren Händen die Rede. Schauen Sie sich einmal Ihre Hände an. Es liegt sozusagen in der Kraft Ihrer Hände, Ihre Kinder zu berühren und zu segnen, zu leiten, ihnen Energie und eine Richtung zu geben. Und dann schicken Sie sie für Gott in die Welt. Der Zweck eines Pfeils ist, abgeschossen zu werden.
    Ein Krieger sagt nicht: „Schau dir meine Pfeilsammlung an – aber nicht anfassen! Ich habe sie immer bei mir.“ Manchmal gibt es sogenannte Helikopter-Eltern, die immer in der Nähe ihrer Kinder sind und sagen: „Ich will sie nahe bei mir haben. Sie sollen nicht hinausgehen.“ Nein. Unsere Aufgabe ist es, unsere Kinder aufs Hinausgehen vorzubereiten – nicht, sie an unserer Seite zu behalten. Kürzlich las ich einen Artikel über Eltern in New York, die vor Gericht gegangen sind, um ihren Sohn zum Ausziehen zu bewegen. Er war schon Ende 30 und weigerte sich auszuziehen und zu arbeiten. Unsere Aufgabe ist es, unsere Kinder auszusenden.
    Wir sollen sie aufs Hinausgehen vorbereiten und sie nicht ständig an unserer Seite halten. Wir können sie mit Ermutigung, Gebet, wenn möglich mit finanzieller Hilfe und mit Glauben an Gott hinausschicken. „Wie Pfeile in der Hand eines Kriegers …“ Sie müssen für Ihre Kinder kämpfen, und das geschieht vor allem im Gebet.

    Unser ältester Sohn Harrison ist leitender Pastor hier in der Cottonwood Church. Als kleiner Junge war er einmal sehr krank mit extrem hohem Fieber, und wir beteten für ihn. Weil es nicht gleich besser wurde, gingen wir mit ihm zum Arzt und er bekam Medikamente. Das Fieber verschwand, aber er hatte einen großen Teil seines Hörvermögens verloren, etwa 80 %. Er war damals, glaube ich, erst 4 Jahre alt. Für Eltern ist das furchtbar. Da steht man direkt hinter seinem Sohn und spricht ihn an, und er dreht sich nicht um. „Harrison“ – er ist nur ein paar Meter weit weg – „Harrison. Harrison!“ – „Was? Wie bitte?“ Er konnte uns nicht hören.
    Das Fieber war verschwunden, aber sein Gehör auch. Es war eine Folge des Fiebers, und die Ärzte konnten nichts dagegen tun. Für mich als Vater war das schrecklich. Und Eltern verstehen das, man würde in einer solchen Situation sofort mit seinen Kindern tauschen. Man würde ohne zu zögern das Leben für sie geben. Wir beteten und beteten. Eines Abends, Harrison schlief schon, stand ich bei ihm und betete, und ich hatte den Eindruck, dass Gott zu mir sagte: „Singe über ihm.“
    Danach war mir so gar nicht zumute, doch ich tat es trotzdem. Meine Hände waren schwer wie Blei, aber ich hob sie und begann zu singen und Gott anzubeten. Das war schwer. Ich sang 5 Minuten, 10 Minuten … ich betete Gott einfach an. Und plötzlich war Gottes Gegenwart für mich im Raum spürbar, und nach ungefähr 10 oder 15 Minuten verschwand das bleierne Gefühl einfach. Ich hatte den Eindruck, dass das ein Durchbruch war, ein Sieg. Ich sang weiter und betete Gott weiter an, und irgendwann ging ich zu Bett. Als Harrison am nächsten Morgen aufwachte, war sein Gehör wieder zu 100 % da, und daran hat sich bis heute nichts geändert.
    Was ich sagen will: Wir müssen für unsere Kinder kämpfen, sei es in der Anbetung oder im Gebet. „Kinder, die einem jungen Mann geboren werden, sind wie scharfe Pfeile in der Hand eines Kriegers.“ Sind Ihre Kinder schon erwachsen und Sie merken, dass Sie ihnen nicht geholfen haben, ihre Begabungen zu entdecken und in die richtige Richtung zu gehen? Es ist noch nicht zu spät. Gott will uns helfen. Der Psalm beginnt ja mit den Worten: „Wenn der Herr nicht das Haus baut“ – also die Familie – „ist die Arbeit der Bauleute vergeblich.“
    Gott möchte anpacken, aber Sie müssen ihn auf die Baustelle einladen. Der erste Schritt ist, dass Sie ihm Ihr Leben ganz anvertrauen. Wenn Sie wollen, dass er Ihrer Familie hilft, ist das Wichtigste, dass Sie ihm Ihr Leben ohne Vorbehalte anvertrauen. Sie können nicht sagen: „Okay, Gott, komm herein, aber an manchen Räumen steht ‚Betreten verboten!‘ Gott, meine Finanzen sind tabu. Ich möchte dir folgen, aber mein Geld gehört mir, das gebe ich nicht der Gemeinde. Oder meine Sexualität ist tabu für dich, Gott. Ich lebe einfach weiter ohne Trauschein mit meinem Partner zusammen. Oder ich führe weiterhin eine Beziehung, die für einen Nachfolger Jesu keine Option ist. Herr, Finger weg davon! Aber ich will dir folgen.“
    Freunde, das funktioniert nicht. Entweder ganz oder gar nicht. Wenn Christus nicht höher wertgeschätzt wird als alles andere, wird er gar nicht wertgeschätzt. Sie müssen Ihm Herz und Seele ganz anvertrauen. Lassen Sie sein Wort, die Bibel, die höchste Autorität in Ihrem Leben sein und das letzte Wort haben – für Ihr Geld, Ihre Sexualität, Ihren Umgang mit Feinden und Freunden, Ihren Umgang mit Ihrer Familie, Ihre Kindererziehung etc.
    Lassen Sie Gottes Wort Ihre höchste Autorität sein. Das bedeutet es, Jesus „Herr“ zu nennen. Wenn Sie wollen, dass Gott auf die Baustelle kommt und an Ihrer Familie und im Leben Ihrer Kinder arbeitet, egal in welchem Alter, beginnt es damit, dass Sie Gott vorbehaltlos in Ihr eigenes Leben einladen.

    Wenn Sie mögen, beten Sie jetzt mir. Ich kann Ihnen Worte sagen, die Sie beten können. Wenn Sie sie von Herzen aufrichtig meinen, wird er Ihnen begegnen. Möchten Sie das mit mir zusammen tun? Sagen Sie einfach laut: „Gott“ – ganz gleich, wo Sie gerade sind: in Ihrem Schlafzimmer, in Ihrem Wohnzimmer, wo immer Sie gerade zuhören. Sagen Sie:
    „Gott, ich beuge mein Herz vor dir. Ich glaube, dass Jesus Christus dein Sohn ist. Ich glaube, dass er am Kreuz für mich gestorben ist. Jesus, ich glaube, dass du für alle meine Sünden bezahlt hast. Ich glaube, dass du am dritten Tag von den Toten auferstanden bist. Ich bitte dich, sei Herr und Retter meines Lebens. Jesus, ich gebe dir Zutritt zu allen Bereichen meines Lebens. Alles, was ich bin und habe, lege ich in deine Hände, Herr. Amen.“

    Gott segne Sie!

     

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