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Was tun, wenn guter Rat teuer ist? 1/2

Gott hat einen Plan für dein Leben. Er will alle Gaben gebrauchen, die er dir anvertraut hat. Folge Gottes Plan und entdecke ein Leben, dass viel erfüllender ist, als du es dir je hättest träumen lassen.

Kennst du deine Berufung? Und was kannst du tun, wenn du sie noch nicht kennst? In dieser Predigt zeigt Bayless Conley zehn Bereiche auf, in denen jeder Christ jederzeit bereit sein sollte, sich zu engagieren und zu investieren.
Entdecke, wie du mit Gott zusammenarbeiten kannst. Sei bereit, dich von ihm führen zu lassen und erlebe, wie sich deine einzigartige Berufung entfaltet.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Die Bibel ist Nahrung für unseren Geist. Petrus schrieb: „… seid wie neugeborene Kinder, begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch – dem Wort Gottes –, damit ihr durch sie wachset.“ Die Bibel nährt uns nicht nur, sie führt uns auch in jedem Bereich des Lebens. Sie lehrt uns, wie wir unsere Kinder erziehen, mit unserem Geld haushalten und mit Konflikten umgehen sollten. Sie sagt uns sogar, was wir tun sollten, wenn wir völlig ratlos sind. Ich treffe ständig auf Leute, die mich ganz verzweifelt fragen: „Pastor Bayless, ich weiß nicht, was meine Aufgabe ist. Ich weiß nicht, was Gottes Wille für mein Leben ist. Was ist sein Plan, was ist seine Bestimmung für mich? Was soll ich tun?“ In der Bibel finden wir sogar dann Rat, wenn wir völlig ratlos sind und nicht wissen, wie Gottes Bestimmung und sein Plan für unser Leben aussehen. Das wollen wir uns heute genauer ansehen. Wenn Sie das interessiert, bleiben Sie bei uns. Wenn Sie eine Bibel haben, schlagen Sie sie bitte bei Römer, Kapitel 12 auf. Wir sind gerade dabei, den Römerbrief anzuschauen. Die Verse 3 bis 8 haben wir uns kürzlich bereits angesehen. Darin wird uns gesagt, dass wir als einzelne Mitglieder der Gemeinde alle verschiedene Berufungen und verschiedene Funktionen haben. Wenn sie das hören, fragen sich manche Menschen unwillkürlich: „Und was soll ich tun? Soll ich weissagen? Soll ich lehren? Soll ich ermahnen? Soll ich anderen Barmherzigkeit zeigen? Soll ich andere führen? Soll ich geben? Was ist, wenn ich mir an diesem Punkt auf meiner Reise als Christ nicht sicher bin, auf welchem Bereich ich mich konzentrieren soll? Ich weiß nicht, was ich in der Welt und in Gottes Haus im Einzelnen tun soll. Ich weiß es einfach nicht.“ Der Apostel Paulus beantwortet diese Frage, indem er uns erklärt, was wir alle tun sollen. Er spricht über unsere Einstellung und die Art und Weise, wie wir uns als Nachfolger Christi verhalten sollten. Und es gibt ein wichtiges Prinzip, das Sie bedenken sollten: Vielleicht versuchen Sie die Einzelheiten Ihrer Bestimmung herauszufinden und sind sich nicht sicher, was Sie gerade tun sollten. Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass da etwas ist, aber Sie bekommen es noch nicht richtig zu fassen. Dann sollten Sie einfach tun, was Sie bereits wissen. Während Sie tun, was Gott Ihnen schon gesagt hat, wird Ihnen offenbart werden, was jetzt noch im Verborgenen liegt. Manche Menschen sagen: „Pastor, was soll ich tun? Ich habe das Gefühl, dass ich diesen großen Dienst tun soll.“ Nun, das ist wunderbar. Aber Sie sollten in die Gemeinde kommen. Im Hebräerbrief heißt es ganz klar: „Versäumt das Zusammenkommen nicht.“ Solange Sie nicht tun, was Gott uns ganz klar offenbart und sogar geboten hat, wird er Ihnen auch nicht zeigen, was im Verborgenen liegt. Wenn Sie also die Einzelheiten Ihrer Berufung, Ihrer Bestimmung kennen und wissen wollen, welche Rolle Ihnen in Gottes Wirken zukommt, tun Sie das, was bereits klar ist. Konzentrieren Sie sich auf diese Dinge, dann werden Ihnen auch die anderen offenbart werden. In den Versen 9 bis 21 werden uns also Gebote für unser Verhalten und unsere Einstellung gegeben. Und abgesehen davon, dass das Gebote sind, denen wir gehorchen sollten, zeigen sie uns auch besondere Wege auf, wie wir mit Gott zusammenarbeiten können; wie wir unseren Glauben einsetzen und sicherstellen können, dass wir Gottes Segen bekommen. Die Bibel sagt in Jesaja 1,19: „Wenn ihr willig seid und hört, sollt ihr das Gute des Landes essen.“ Wenn Sie willig sind und hören. Die Bereitwilligkeit bezieht sich auf unsere innere Einstellung gegenüber den Bitten oder Geboten Gottes; bei dem Gehorsam geht es um unsere Taten. Und wenn wir willig sind – wenn unsere Herzenshaltung in Ordnung ist – und gehorchen, sagte er: „… sollt ihr das Gute des Landes essen.“ Das bedeutet, Sie werden einige von Gottes größeren Segnungen bekommen. Was ist es nun, das wir willig und gehorsam tun sollen? Ich habe die Aussagen, die er in den Versen 9 bis 21 trifft, unter zehn verschiedenen Überschriften zusammengefasst. Ich habe hier also zehn Punkte, die wir uns einen nach dem anderen ansehen werden. Punkt Nummer eins lautet: Lieben Sie ohne Heuchelei. Lieben Sie ohne Heuchelei. In Vers 9 sagte er: „Die Liebe sei ungeheuchelt! Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten!“ Der erste Teil dieses Verses lautet: „Die Liebe sei ungeheuchelt!“ Ihre Liebe zu anderen Menschen muss aufrichtig sein. Spielen Sie ihnen nichts vor; tragen Sie keine Maske. Wenn Sie vorn herum freundlich und liebevoll zu anderen sind und dann hinter ihrem Rücken schlecht über sie reden, ist das heuchlerisch. Das Wort Heuchler kommt von dem griechischen Wort hypokritēs. So wurden damals die Schauspieler im alten griechischen Theater bezeichnet. Es bedeutet wörtlich: Jemand, der eine Maske trägt. Das ist eine Person mit zwei Gesichtern. Vor ein paar Jahren hörte ich eine Geschichte über einen Mann in Frankreich. Er war gut bekannt in seiner Stadt. Er galt als großherzig und mitfühlend, weil er sich sehr für die Unterdrückten einsetzte. Die ganze Stadt sah zu ihm auf. Er hielt oft feurige Reden, in denen er betonte, wie wichtig es war, dass man anderen half und nicht nur für sich selbst lebte. Eines Abends befand er sich sehr spät auf dem Weg nach Hause. Da sah er eine Frau, die bitterlich weinte und gerade dabei war, auf ein Brückengeländer zu klettern. Er beobachtete sie und sagte: „Ich wusste, was sie vorhatte. Sie wollte sich in das sprudelnde, dunkle Wasser stürzen und sich umbringen.“ Er sagte: „Aber statt ihr zu Hilfe zu eilen, trat ich zurück in die Schatten und sah ohne jedes Mitgefühl zu, wie sie sprang. Es gab absolut nichts, das mich dazu drängte, sie davon abzuhalten.“ Er sagte: „Das beunruhigte mich sehr – nicht die Tatsache, dass sie sprang, sondern die Tatsache, dass ich ihr nicht helfen wollte. Ich grübelte und grübelte darüber nach und plötzlich erkannte ich, warum ich nicht den Impuls verspürte, ihr zu helfen. Es war, weil ich kein Publikum hatte.“ Dieser mitfühlende, fürsorgliche, großzügige Charakterzug war nicht wirklich Teil seines Herzens. Er war Teil seines Egos und damit nur Fassade. Unsere Liebe zu den Menschen muss aufrichtig sein. Nicht vorgetäuscht, nicht aufgesetzt, sondern echt. Nummer zwei: „Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten!“ Das ist der zweite Teil von Vers 9. Verabscheuen ist ein sehr starkes Wort, aber das griechische Wort dafür ist noch stärker. Es ist ein zusammengesetztes Wort, das bedeutet, dass man etwas so widerwärtig findet, dass man buchstäblich davor zurückweicht; dass es einen so abstößt, dass man die Flucht ergreift. Es ist ein inneres Gefühl, das zu einer äußeren Tat führt. Lassen Sie sich nicht mit dem Bösen ein und schließen Sie keine Kompromisse mit ihm, denn das Böse ist wie Sauerteig. Es wird Ihre Einstellung und Ihren Charakter beeinflussen. Er sagte: „Verabscheut es.“ Mit anderen Worten: „Entfernt euch davon.“ Spielen Sie nicht damit herum, unternehmen Sie keine Gratwanderung, schließen Sie keine Kompromisse. Kürzlich las ich in einem Buch von D. L. Moody, das ich gerade zu Hause hatte. Darin berichtet er, wie er zu einer großen Sonntagsschulklasse mit etwa 500 Kindern predigte. Er sprach über die Sünde und das trügerische Wesen der Sünde. Und er rief den größten und stärksten Jungen aus der Gruppe nach vorn, zog einen Bindfaden heraus und fragte: „Junger Mann, glaubst du, dass du diesen Faden zerreißen kannst, wenn ich ihn um dich herumwickle?“ Der Junge lachte, genauso wie alle anderen. Er wickelte den Faden einmal um den Jungen herum und dieser zerriss ihn mit nur einer kurzen Bewegung. Er sagte: „Steh jetzt still.“ Dann nahm er den Faden und wickelte ihn einmal, zweimal, dreimal und immer wieder und wieder um ihn herum, bis fast die ganze Rolle aufgebraucht war. Dann sagte er: „Okay, und jetzt versuche freizukommen.“ Aber der Junge konnte sich nicht bewegen. Er war vollkommen gebunden. Und so funktioniert auch die Sünde; so funktioniert das Böse. Sie spielen damit herum und denken: „Ich kann jederzeit damit aufhören, das ist kein Problem.“ Aber das Böse ist tückisch. Es bindet Sie immer noch ein bisschen fester, bis der Faden zu Ketten wird, die nicht gebrochen werden können. Deshalb sagte er: „Verabscheut es.“ Mit anderen Worten: Weicht davor zurück. Lasst euch nicht zu seinem Sklaven machen. Und dann heißt es: „… haltet fest am Guten!“ Festhalten ist ebenfalls ein starkes Wort. Das griechische Wort bedeutet, dass etwas dauerhaft und untrennbar einzementiert oder angeklebt ist. Halten Sie am Guten fest, während Sie sich vom Bösen abwenden. Haben Sie keine verwaschenen Maßstäbe von Richtig und Falsch. In Jesaja 5,20 heißt es: „Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse …“ Das ist es, was die heutige Gesellschaft in so vielen Bereichen tut. Der Zeitgeist zielt darauf ab, Ihnen Ihren Glauben zu nehmen, damit er Sie in seine Form pressen kann. Um das zu verhindern, müssen wir bewusst und energisch an dem festhalten, von dem wir wissen, dass es gut ist. Wir leben in einer Gesellschaft in der vieles, von dem die Bibel sagt, dass es böse und falsch ist, gefeiert wird. Gott sagt: „Wehe denen, die das tun.“ Denken Sie bitte einen Moment über Folgendes nach: Ich glaube, dass all das im Garten Eden begann. Gott gab dem Menschen die Erlaubnis, von allen Bäumen im Garten zu essen. Er sagte: „Das alles gehört dir und du sollst darüber herrschen. Es gibt nur eines, das du nicht anrühren darfst, das allein mir gehört und das ist der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Adam, ich allein entscheide, was richtig und was falsch ist. An dem Tag, an dem du diesem Gebot zuwiderhandelst, wirst du sterben und von mir getrennt werden.“ Und dann kam die Schlange und sagte: „Hey, Gott will nur nicht, dass du wirst wie er. Er weiß, dass du, wenn du von dem Baum isst, wirst wie er und selbst entscheidest, was gut und was böse ist.“ Und natürlich aßen Adam und Eva von dem Baum. Sie sagten sich: „Gott, nur weil du sagst, das sei böse, heißt das nicht, dass es böse ist. Nur weil du sagst, etwas sei gut, heißt es nicht, dass es gut ist. Es mag gut oder schlecht für mich sein, aber ich entscheide das selbst. Ich akzeptiere deine Unbedingtheit nicht.“ Es begann im Garten Eden und seither läuft es bei der ganzen Menschheit schief! Die Menschen nennen Böses gut und Gutes böse. Nach einem Gottesdienst kam einmal eine Frau zu mir. Ich hatte an diesem Abend aus dem Buch der Sprüche über die Kindererziehung gepredigt. Die Bibel hat viel über die Kindererziehung zu sagen, vor allem im Buch der Sprüche. Dieses Buch beinhaltet die ewige Weisheit Gottes. Es geht sowohl über das Alte als auch das Neue Testament hinaus. Ich sprach also über verschiedene Verse. Aber wenn es darum geht, ein Kind zu disziplinieren, wird man natürlich immer jemanden finden, der etwas, das eigentlich gut ist, ins Extreme führt. Und manche Leute nehmen das dann zum Anlass zu sagen: „Sieh was passiert, wenn man das beherzigt!“ Aber man kann nicht anhand eines Clowns eine ganze Vorstellung beurteilen. Wir sahen uns zahlreiche Verse aus dem Alten und dem Neuen Testament an, aber die meisten aus dem Buch der Sprüche. Danach kam die Frau zu mir. Ich kannte sie nicht, deshalb erwartete ich, dass sie sagte: „Hi. Mein Name ist …“, aber sie legte sofort los: „Das ist die furchtbarste Predigt, die ich je gehört habe!“ Ich sagte: „Wirklich?“ Sie sagte: „Sie war furchtbar und ich bete, dass sie niemanden beeinflusst hat und dass sie niemandem im Gedächtnis bleibt.“ Ich fragte: „Warum wollen Sie das tun?“ Sie antwortete: „Weil das, was Sie über die Kindererziehung gesagt haben, einfach falsch war!“ Ich fragte: „Habe ich etwas gesagt, das nicht in der Bibel steht?“ Sie sagte: „Nein.“ Da erwiderte ich: „Haben Sie eine andere Übersetzung als ich, die sich so sehr von meiner unterscheidet?“ Sie sagte: „Nein.“ Dann teilte sie mir mit, dass sie ein Diplom in Bereich Sozialwissenschaften hatte und sagte: „Es steht tatsächlich so in der Bibel. Es steht dort genau so, wie Sie es gesagt haben, aber die Bibel ist falsch.“ Sie sagte: „Das ist das Schrecklichste, was ich je gehört habe. Es ist falsch!“ Das ist schon eine lange Zeit her, aber das, was sie für richtig hielt und was man sie als richtig gelehrt hatte, war exakt das Gegenteil dessen, was in der Bibel steht. Sie nannte das, was Gott für gut und richtig erklärte, böse und falsch, und was Gott für falsch erklärte, gut und richtig. Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Hören Sie: Ich verrate Ihnen ein Geheimnis, das Ihnen für den Rest Ihres Lebens helfen wird. Sind Sie bereit? Gott ist klüger als Sie. Noch ein weiterer Gedanke zu diesem Vers. Er sagte nicht nur: „Verabscheut das Böse, Punkt.“ Er sagte: „Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten!“ Wenn die Leute nur aufgrund der Dinge, die Sie ablehnen, wissen, dass Sie Christ sind, schießen Sie am Ziel vorbei. „O ja, er tut dies und das nicht und ist gegen dies und jenes. Er muss Christ sein.“ Wir sollten eher dafür bekannt sein, was wir anstreben und welche guten Werke wir tun, als dafür, was wir ablehnen. Wenn Sie öfter mit mir zusammen wären, würden Sie mehr darüber erfahren, was ich befürworte, als darüber, was ich ablehne. Ja, es gibt bestimmte Dinge, von denen ich mich fernhalte, weil sie falsch sind und ich im Hinblick auf meinen Standpunkt keine Kompromisse eingehe. Aber ich hoffe, dass die Leute mich nicht mit diesen Dingen identifizieren. Ich hoffe, dass in meinem Leben vor allem die guten Dinge offenbar werden, die ich befürworte und an denen ich festhalte. Und ich hoffe, dass das auch auf Sie zutrifft, wenn Sie Christ sind. Gut, Nummer drei: Seien Sie den Mitgliedern von Gottes Familie zugetan. Das finden wir in Vers 10: „In der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend …“ Er sagt hier, dass wir die Menschen in der Familie Gottes genauso lieben sollen wie die Mitglieder unserer eigenen Familie, wie Blutsbrüder. Lieben Sie Ihren Bruder in Christus genauso. Und das tun wir vor allem dadurch, dass wir andere mehr ehren als uns selbst, dass wir ihr Interesse vor unser eigenes stellen und sie uns selbst vorziehen. Und ich glaube, das Prüfgelände dafür ist unser Zuhause bei unseren natürlichen Familien, denn wenn es dort nicht funktioniert, gibt es keinen Grund, es nach außen zu tragen. Ich glaube, das ist der Ort, wo die Wahrheit ans Licht kommt. Ehren wir die anderen Mitglieder unserer Familie mehr als uns selbst? Oder kommen unsere Wünsche, Vorlieben und Bedürfnisse immer zuerst? Ich meine, wie viele Männer braucht man, um eine Glühlampe hineinzudrehen? Die Frauen wissen das. Man braucht nur einen. Er hält die Glühlampe und das Universum dreht sich um ihn herum. Leider ist das in vielen Familien tatsächlich so. Zu Hause ist er der König, der auf dem Thron sitzt und bedient werden muss. Seine Wünsche und Bedürfnisse kommen zuerst. Vielleicht gibt es auch Familien, wo die Frau diese Rolle innehat. Aber wissen Sie was? Die Bibel sagt, wir sollen einander in gegenseitiger Ehrerbietung vorangehen. Im Philipperbrief heißt es, wir sollen andere höher achten als uns selbst. Das ist ein Bibelvers, der herzlich wenig gelebt wird. Eine der berühmtesten Predigten, die je gehalten wurden, stammt von General William Booth, dem Gründer der Heilsarmee. Aufgrund seines Alters war er körperlich nicht mehr in der Lage, persönlich auf einer ihrer großen Versammlungen zu erscheinen. Da er dort jedoch als Sprecher vorgesehen war, ließ er ihnen seine Predigt telegrafisch zukommen. Sie bestand aus einem einzigen Wort: andere. Und das ist wahrscheinlich bis zum heutigen Tag der Hauptslogan der Heilsarmee. Kommen wir zu Nummer vier: Dienen Sie dem Herrn mit Enthusiasmus. Das steht in Vers 11: „… im Fleiß nicht säumig, brennend im Geist; dem Herrn dienend.“ In der New Living Translation heißt es hier: „Seid nie faul, sondern arbeitet hart. Dient dem Herrn mit Enthusiasmus.“ Das Wort Enthusiasmus kommt aus dem Griechischen und dieses Wort wurde von griechischen Philosophen eingeführt, um die Gemeinde zu beschreiben. Die Gemeinde war gerade erst gegründet worden und da war so eine Spontaneität, so ein Leben, so eine Freude! Etwas Derartiges hatten sie noch nie zuvor gesehen und sie hatten in der griechischen Sprache kein Wort, um es zu beschreiben. Und so führten sie eines ein: Enthusiasmus zum griechischen éntheos, was bedeutet in Gott sein. Wörtlich übersetzt bedeutet es, lebendig in Gott sein. Dienen Sie dem Herrn enthusiastisch. Was immer wir tun, sollten wir mit Begeisterung tun. Einige von Ihnen wissen das sicher schon, aber ich hörte nie etwas vom Evangelium, bis ich in den Zwanzigern war. Als ich noch zur Schule ging, hatte ich einen Freund namens Barry. Wir gingen zusammen in die Grundschule, wo wir in so manche Schwierigkeiten gerieten, und dann auf die weiterführende Schule. Aber dann brach er die Schule ab und wurde ein Hindu. Er ging in den Krishna-Tempel in L. A. und änderte seinen Namen von Barry in Bopadev. Barry und ich waren uns sehr ähnlich, wir hatten viele gemeinsame Interessen. Wir liebten beide die Natur, wir waren gern draußen, wir mochten dieselbe Musik. Eines der Lieder, die ich durch Barry kennengelernt habe, gehört bis heute zu meinen Lieblingsliedern. Aber ich verrate Ihnen nicht, welches das ist. Aber auch ich ging damals oft in den Krishna-Tempel in Los Angeles. Ich verbrachte viel Zeit dort und stellte viele Fragen. Ich las die Bhagavad-Gita. Einmal trampte ich nach San Francisco zu einem der großen Krishna-Festivals und verbrachte mehrere Tage damit, mit den Leuten zu reden und Fragen zu stellen. Eines Tages war ich wieder in dem Tempel in L. A. und als ich gerade gehen und in meinen Truck steigen wollte, kam einer ihrer Anhänger auf mich zu. Er sagte: „Du bist oft hier, stimmts?“ Ich sagte: „Ja, ich komme oft.“ Er fragte: „Wo willst du jetzt hin?“ Ich antwortete: „Ich gehe nach Hause.“ Er sagte: „Das hier ist dein Zuhause. Du brauchst nicht zu gehen. Du musst bleiben. Dein Zuhause ist hier. Wir sind deine Familie. Geh nicht.“ Doch während er das sagte, war sein Gesicht wie versteinert und er wirkte so verbittert und freudlos, dass ich in diesem Moment auf dem Parkplatz die Entscheidung traf: „Ich bin raus hier. Wenn die Menschen hier so werden, will ich nichts damit zu tun haben.“ Ich ging nie zurück. Und ich bin froh, dass ich es nicht tat. Aber ich frage mich, wie viele Leute dieselbe Erfahrung machen, wenn sie in die Gemeinde kommen? Ich meine, finden sie dort jemanden, der lebendig in Gott ist? Der keine aufgesetzte Freude zur Schau trägt, sondern sein Leben wirklich liebt, der voller Begeisterung ist und eine wirkliche Beziehung mit Gott hat? Oder treffen sie auf Menschen, die aussehen, als hätten sie die Nacht in einer Flasche Bleichmittel verbracht? Ich glaube, eines der unpassendsten Dinge, die es auf dieser Welt gibt, ist ein Christ, der nicht begeistert ist. Denken Sie einmal daran, was Christus für uns getan hat: Er hat uns vom Tod und der Hölle erlöst; er wird uns zu sich in den Himmel holen und er hat uns den Heiligen Geist geschickt, damit er in uns wohnt, uns stärkt, führt und tröstet. Wir haben eine Beziehung mit dem Schöpfer des Universums. Wir haben vieles, von dem wir begeistert sein können. Aber manchmal treffen wir auf Christen, die sagen: „Ja, Jesus ist Herr; ich bin gelangweilt, es gibt keine Freude in meinem Leben. Werde Christ und werde wie ich.“ Dann laufen Sie weg! Das hat nichts mit dem Christentum zu tun. Die Bibel sagt, es wird schrecklich sein, dem lebendigen Gott in die Hände zu fallen. Wenn der Schöpfer des Universums in Ihrem Inneren Wohnung bezieht, wird er zumindest anfangen, dort einige Möbel zu verrücken. Er ist wahrhaftig. Hören Sie: Es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Er liebt Sie von ganzem Herzen. Er kennt Sie durch und durch und er will eine Beziehung mit Ihnen haben. Kommen Sie zu ihm durch seinen Sohn Jesus Christus. Öffnen Sie ihm Ihr Herz. Sie werden es nie bereuen. Ich bin hier in einer der größten Städte der Welt, in Mexiko-Stadt. Mit den Distrikten, die sich um die Stadt herumgruppieren, leben hier 30 Millionen Menschen. Es ist eine der betriebsamsten und lautesten Städte der Welt. Ich habe vor vielen, vielen Jahren hier gelebt. Der Verkehr hier ist furchtbar, es herrscht eine hohe Umweltverschmutzung und aus allen Richtungen kommt Lärm. Aber gleichzeitig gibt es überall in der Stadt schöne Parks wie diesen hier, wo ich gerade bin. Das deutet auf das Bedürfnis der Menschen nach Stille und Einsamkeit hin. Und die Bibel sagt in Jesaja 30,15: „In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke.“ Wir alle müssen uns hin und wieder aus der Geschäftigkeit und dem Lärm zurückziehen. Wir müssen allein sein; wir müssen meditieren, unsere Bibel lesen, mit Gott reden und einfach still werden. Auch Jesus zog sich oft an einen verlassenen Ort zurück, um zu beten. Wir lesen, dass er das während seines ganzen Lebens auf der Erde regelmäßig tat. Überall herrschte Trubel und jeder wollte etwas von ihm. Aber er wusste, dass er immer wieder selbst auftanken musste, um etwas an andere weitergeben zu können. Und ich glaube, tief im Inneren eines jeden Menschen ist etwas, das ihn veranlasst, Parks und Orte der Ruhe zu errichten. Etwas in unserer Seele erkennt, dass das lebenswichtig ist. Auch Pastoren und Dienern Gottes kann es passieren, dass ihr Leben so überfrachtet ist, dass sie nicht mehr von Gott hören und nicht länger aus einer Position der Kraft heraus wirken. Deshalb nochmals: „In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke.“ Nehmen Sie sich öfter mal ein wenig Zeit und suchen Sie sich einen ruhigen Ort, wo Sie mit Gott allein sind.

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