Gott erkennen und Gastfreundschaft leben 1/2

Von 14.10.2016 5018 Views75 Keine Kommentare
Bestellen als CD oder DVD

Das Leben und die Schöpfung sind offensichtlich nicht von selbst entstanden, oder? Die Schöpfung flüstert jedem menschlichen Herzen zu, dass es einen Schöpfer geben muss. Der Schöpfer, Gott, zeigt sich auf viele Arten. Einige davon beleuchtet Bayless Conley in dieser spannenden Predigt.

Außerdem erfährst du, wie wichtig Gastfreundschaft ist, durch die wir anderen Menschen Gottes Liebe zeigen, indem wir sie einladen und einbeziehen. Gott kann deine Gastfreundschaft nutzen, um andere zu erreichen und zu prägen und dir gute Freunde vorzustellen, die du bis jetzt noch nicht kennengelernt hast.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Hallo! Ich freue mich sehr, dass Sie heute bei uns sind. In der Bibel finden wir mehrere Dinge, die zu verfolgen Gott uns ganz besonders ans Herz legt. Auch wenn sie Teil Seines Willens für uns sind, werden wir sie nie erfahren, wenn wir ihnen nicht ganz bewusst nachjagen. In dieser und der nächsten Predigt wollen wir uns einige von ihnen genauer ansehen. Wir beginnen mit dem Streben nach der Erkenntnis Gottes. Nehmen Sie doch Ihre Bibel zur Hand und schauen wir uns zusammen Gottes Wort an.

Hosea 6, wir beginnen mit Vers 1:

Hosea 6:1-3
„Kommt und lasst uns zum Herrn umkehren! Denn er hat zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat geschlagen, er wird uns auch verbinden. Er wird uns nach zwei Tagen neu beleben, am dritten Tag uns aufrichten, dass wir vor seinem Angesicht leben. So lasst uns ihn erkennen, ja, lasst uns nachjagen der Erkenntnis des Herrn! Sicher wie die Morgenröte ist sein Hervortreten. Er kommt wie der Regen zu uns, wie der Spätregen, der die Erde benetzt.“

In Vers 3 sagte er: „So lasst uns ihn erkennen, ja, lasst uns nachjagen der Erkenntnis des Herrn!“

Unser erster Punkt ist das Streben nach der Erkenntnis des Herrn. Diese Aussage passte sicherlich in Hoseas Zeit, aber es ist interessant, dass sich darin versteckt ein prophetischer Hinweis auf unsere Generation und unsere Zeit befindet. In Vers 2 sagte er: „Er wird uns nach zwei Tagen neu beleben, am dritten Tag uns aufrichten, dass wir vor seinem Angesicht leben.“ Das bezieht sich ganz offensichtlich auf die Auferstehung Jesu am dritten Tag. Hören Sie sich dazu die folgenden Verse an. 1. Korinther, Kapitel 15, die Verse 3 und 4: „… dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften, und dass er begraben wurde und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den Schriften…“

Im Neuen Testament heißt es, dass Jesus gemäß den Schriften am dritten Tag auferweckt wurde. Wussten Sie, dass es im Alten Testament außer diesem einen Vers in Hosea keinen weiteren gibt, der auf die Auferstehung am dritten Tag hinweist? Deshalb gehen die meisten Theologen und Bibelgelehrten davon aus, dass sich Paulus, als er den Korinthern von der Auferstehung Jesu am dritten Tag schrieb, dabei auf diesen Vers bezog. Aber auch darüber hinaus ist in diesen Worten ein Geheimnis verborgen. Beachten Sie die Sprache, die hier verwendet wurde: „Er wird uns nach zwei Tagen neu beleben, am dritten Tag uns aufrichten, dass wir vor seinem Angesicht leben.“

Dieser Teil machte für die Leute in Hoseas Zeit keinen Sinn. Aber wenn wir uns diese Aussage vor dem Hintergrund des Neuen Testaments ansehen, erkennen wir, dass Jesus auf Golgatha als unser Stellvertreter starb und als Er starb, war es in den Augen Gottes ich, der starb. Als Er den Preis für die Sünde bezahlte, war ich es, der das tat, weil Er an meiner Stelle starb. Und im Neuen Testament wird das in den Versen 5 und 6 von Epheser 2 folgendermaßen ausgedrückt: „… auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, [hat Gott] mit dem Christus lebendig gemacht. Er hat uns mitauferweckt (wir wurden durch Gnade gerettet) und mitsitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus.“

Hier heißt es also, dass wir mit Ihm auferstanden sind. Das ist wichtig. Und dann sagt er, dass wir vor Seinem Angesicht leben dürfen. Und ich glaube, damit wird exakt beschrieben, was es mit dem ewigen Leben auf sich hat. Unmittelbar nachdem er darauf hingewiesen hat, was Christus für uns getan hat und dass wir mit Ihm auferweckt wurden, um mit Ihm zu leben – dass wir ein neues Leben in Jesus haben – sagte er: „Lasst uns…“ Von wem ist hier die Rede? Von jenen, die mit Ihm auferweckt, mit Ihm lebendig gemacht wurden und jetzt vor Seinem Angesicht leben. Lassen Sie uns Ihn erkennen. Lassen Sie uns der Erkenntnis des Herrn nachjagen. Das beschreibt genau, was es mit der Erlösung oder dem ewigen Leben auf sich hat.

In Johannes 17:3 lesen wir, dass Jesus sagte: „Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Das ist es, worum sich das ewige Leben, die Erlösung dreht. Es geht um eine Beziehung, es geht darum, Gott zu kennen. Und hier gibt Er uns ein Versprechen: Wenn wir der Erkenntnis Gottes nachjagen, wird Er zu uns kommen. Lasst uns Ihn erkennen, lasst uns der Erkenntnis des Herrn nachjagen. Er wird zu uns kommen wie der Regen, wie der Spätregen, der die Erde benetzt. Und natürlich ist der Spätregen ein Bild für den Heiligen Geist. Und wenn Sie der Erkenntnis Gottes nachjagen und Ihn wirklich kennen wollen, wird Er durch den Heiligen Geist zu Ihnen kommen. Die Frage ist nun: Wie stellen wir das an? Ich möchte Ihnen ein paar Wege aufzeigen. Nummer 1 ist die Natur. In Psalm 19:2 heißt es: „Der Himmel erzählt die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe verkündet seiner Hände Werk.“ Die Schöpfung weist auf den Schöpfer hin.

Bitte schlagen Sie Römer, Kapitel 1 mit mir auf. Wir lesen die Verse 18 bis 20. Da heißt es:

Römer 1:18
„Denn es wird offenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten…“

Beachten Sie: Er sagt nicht, dass sie die Wahrheit nicht kennen, sondern dass sie sie niederhalten.

Vers 19:
„… weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbart.“

Und wie?

Vers 20:
„Denn sein unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien…“

In der New Living Bible heißt es in den Versen 19 und 20: „Sie kennen die Wahrheit über Gott, weil er sie ihnen offenbart hat; denn seit die Welt erschaffen wurde, sehen die Menschen die Erde und den Himmel. In allem, was Gott gemacht hat, können sie deutlich seine unsichtbaren Eigenschaften, seine ewige Kraft und sein göttliches Wesen sehen. Deshalb haben sie keine Entschuldigung dafür, Gott nicht zu kennen.“

Die Schöpfung erzählt jedem menschlichen Herzen vom Schöpfer. Und ich glaube, dass jeder Mensch auf der Welt in der Schöpfung die Hand des Schöpfers erkennen kann, sei es in einem schönen Sonnenuntergang, einer sternenklaren Nacht oder wuselnden Ameisen auf einem Ameisenhaufen. Alles trägt die Handschrift des Schöpfers. Und die Schöpfung flüstert in das menschliche Herz: „Das ist nicht einfach so entstanden. Dahinter steckt Intelligenz.“ Und das Herz sagt: „Es muss einen Schöpfer geben und ich will Ihn kennen.“ Und ich glaube, Gott wird Himmel und Erde in Bewegung setzen, um jedem Menschen, der so denkt, die Erkenntnis der Wahrheit zu schenken.

Ich habe heute auf einer Internetseite eine wissenschaftliche Erklärung für die Urknalltheorie gelesen. Das war wirklich interessant. Ihre Kernaussage lautet: Eines Tages ist aus dem Nichts etwas entstanden und niemand hat etwas dafür getan. Sie sprechen von einer Singularität, die existiert hat, aber sie geben zu, dass sie nicht wissen, woraus diese bestand. Sie sagen: „Es ist einfach passiert und seit diesem Tag dehnt sich das Universum beständig aus.“ Sie nennen es „Urknall“, aber tatsächlich gab es keine Explosion. Es war eine Expansion dieser Singularität irgendwo in einem schwarzen Loch, bei der sich eine große Menge dicht gedrängter Energie ausgedehnt hat. Und interessant ist: Ganz unten auf der Internetseite benutzen sie das Wort „übernatürlich“. Sie sagen: „Wir wissen nicht, wo diese Singularität herkam. Aber ihr Ursprung ist jenseits von Raum und Zeit und jenseits des menschlichen Verstandes. Sie hat schon existiert, bevor es die Zeit, das Universum und das Weltall gab. Und woraus auch immer diese Singularität bestanden haben mag – sie ist der Ursprung des Weltalls, des Universums, der Zeit und allem, das wir kennen und verstehen. Aber sie ist ein Rätsel.“ Und am Ende einer der umfangreichsten wissenschaftlichen Internetseiten heißt es: „Gibt es einen Gott?“ Nun, ich bin hier, um Ihnen zu sagen: „Ja, es gibt einen Gott! Und die Schöpfung erzählt uns von dem Schöpfer.“ Ich finde es sehr einfach, Gott in der Natur zu sehen. Das ist einer der Gründe, warum ich das Tauchen und die Unterwasserjagd so mag – nicht nur, weil wir gerne Fisch essen, sondern weil ich auf dem Ozean schon einiges mit Gott erlebt habe. Ich habe erstaunliche Dinge gesehen!

Ich weiß noch, wie ich einmal in einer Vollmondnacht zum Freitauchen in Catalina war. Ich hielt den Atem an, tauchte hinunter und setzte mich in etwa sechs Meter Tiefe mitten in einem Seetangwald auf den Meeresboden. Das Mondlicht, das sich auf der Wasseroberfläche brach, glich Diamanten, die durchs Wasser schwebten und überall um mich herum schwammen Fische. Ich wollte nicht zurück an die Oberfläche, um Atem zu holen. Es war ein magischer, wunderbarer Moment! Es fühlte sich an, als würde Gott neben mir sitzen.

Das ist keine Entschuldigung dafür, nicht in die Gemeinde zu gehen. Manche Leute sagen: „Der Himmel ist die Kathedrale und die Bäume sind die Gemeinde.“ Das verstehe ich. Ich mag die Natur. Aber die Bibel sagt, wir sollen unsere Zusammenkünfte nicht versäumen. Dennoch können wir durch die Natur etwas Wichtiges über Gott lernen. In der Bibel heißt es: „Geh hin zur Ameise, sieh ihre Wege an und werde weise!“ und: „Betrachtet die Raben und die Lilien auf dem Feld.“ Gott hat in der Natur für jeden von uns verschiedene Lektionen verborgen. Martin Luther sagte, Gott hat die Verheißung der Auferstehung auf jedes neue Blatt geschrieben, das im Frühling hervorsprosst. Dennoch können wir nicht alles, was wir über Gott wissen müssen, von der Natur lernen. Sie ist ein guter Ausgangspunkt, aber wie machen wir weiter?

Als Zweites können und müssen wir die Erkenntnis Gottes in der Bibel, in Seinem Wort suchen. Die Bibel besteht aus den Gedanken Gottes. Sie offenbart Sein Wesen, Seinen Willen und Seine Absichten für die Menschheit und durch sie bringt Er uns in eine enge, bleibende und persönliche Beziehung mit sich selbst hinein. Ohne die Bibel ist es, als würden wir ziellos in einem Boot auf dem Meer umhertreiben und nur hin und wieder einen kurzen Blick auf das Ufer erhaschen. Aber für alle, die in der Bibel lesen und darüber meditieren, ist sie eine Einladung, ans Ufer zu kommen und zu entdecken, wer Gott ist. Gott hat Seinem Wort Sein Leben eingehaucht. Jesus sagte: „Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und Leben.“ Und wenn wir die Bibel lesen, erlangen wir nicht nur Wissen, sondern werden immer mehr entdecken, wer Gott ist.

Hören Sie sich die folgenden Worte aus dem Johannesevangelium, Kapitel 1 an. Da heißt es: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Gott und Sein Wort sind eins. Jesus ist das fleischgewordene Wort. Und wenn wir der Erkenntnis Gottes wirklich nachjagen, müssen wir regelmäßig Zeit und Ruhe finden, um in Seinem Wort zu lesen. Ich weiß, dass Sie alle sehr beschäftigt sind. Aber wenn Sie die Erkenntnis Gottes erlangen wollen, sollten Sie regelmäßig und in Ruhe – unterstreichen Sie das  in Ruhe – in Seinem Wort lesen.

Hin und wieder lesen wir einen Artikel oder hören eine Geschichte über jemanden, der mehrere Tausend Dollar in eine noch unbekannte Aktie investiert hat und dann, als die Aktie den Weltmarkt eroberte, zum Multimillionär wurde. Solche Geschichten sind immer faszinierend. Jemand investiert ein wenig und macht einen enormen Gewinn. Und wissen Sie was? Ich glaube, die beste finanzielle Investition, die ich je in meinem Leben getätigt habe, waren die fünfunddreißig Cent, für die ich mir vor fast vierzig Jahren auf einem Garagenverkauf meine erste Bibel kaufte. Sie war in Leder gebunden und ich las darin, bis sie ganz zerfleddert aussah. Gott sprach zu mir. Manches war nicht einfach zu verstehen. Das 3. Buch Mose zum Beispiel fand ich sehr schwierig. Niemand sagte mir, dass ich im Neuen Testament anfangen sollte zu lesen. Ich kämpfte mich einfach durch. Aber es geschah etwas ganz Erstaunliches: Gott begann in mein Herz zu sprechen und mir Dinge über sich zu offenbaren, die mir bis heute lieb und teuer sind und auf meiner Reise mit Ihm wichtige Pfeiler darstellen. Und jede Frucht für das Reich Gottes, alles Gute, das meinem Leben hinzugefügt werden kann, basiert auf der Tatsache, dass ich, seit ich gerettet bin, eine Liebesbeziehung mit Gottes Buch habe. Ohne Sein Buch gibt es keine Frucht. Wenn Sie keine Bibel haben, kaufen Sie sich eine. Und wenn Sie eine haben und nicht darin lesen, fangen Sie an, es regelmäßig zu tun. Vielleicht wäre es sogar gut, wenn Sie Ihre Bibel auf einen Stuhl legen und auf den Knien darin lesen. Das ist eine Art zu sagen: „Gott, ich demütige mich vor Deinem Wort und erachte es in allen Dingen meines Lebens als letztendliche Autorität.“ Und wenn Sie Zeit in Seinem Wort verbringen, erwarten Sie, dass der Heilige Gott sich Ihnen offenbart, denn das wird Er tun.

Gut, der dritte Weg, die Erkenntnis Gottes zu suchen, ist das Gebet. Das Gebet dient nicht nur dem Zweck, etwas zu bekommen oder aus etwas herauszukommen. Es geht nicht nur darum, dem Weihnachtsmann Ihre aktuelle Wunschliste vorzulesen. Der Hauptgrund für Gebet ist, mit Gott Gemeinschaft zu haben. In Hosea 6:3 heißt es: „So lasst uns ihn erkennen, ja, lasst uns nachjagen der Erkenntnis des Herrn!“ Das deutet auf Wissen durch persönliche Erfahrung hin. Zugegeben, manchmal scheint das Gebet so tot wie ein Friedhof und so trocken wie die Wüste zu sein. Ich bin der Erste, der das zugibt. Manchmal, wenn ich bete, fühle ich absolut nichts! Es ist langweilig und ich will eigentlich gar nicht beten, sondern lieber fernsehen. Aber zu anderen Zeiten ist Gott so unleugbar präsent, dass Er realer ist als alles andere. Und, ja, ich weiß, dass Er allgegenwärtig ist. Er ist immer bei uns. Aber wenn wir beten, offenbart Er sich uns manchmal auf eine so erstaunliche, überraschende Weise, dass wir nur noch auf unser Gesicht fallen und sagen können: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr!“ Er möchte, dass wir Ihn kennen. Und wir erlangen die Erkenntnis Gottes, indem wir Zeit im Gebet mit Ihm verbringen.

Vor Jahren hatte ich einen Freund in der Gemeinde, mit dem ich öfter Zeit verbrachte. Er ist heute Mitglied der Cottonwood-Gemeinde. Er kam aus einem recht schwierigen Hintergrund. Er liebte Jesus, aber er trug immer noch einige alte Grabkleider. Erinnern Sie sich, wie Lazarus von den Toten aufstand? Jesus sagte: „Macht ihn frei und lasst ihn gehen!“ Manche Menschen wurden von den Toten auferweckt, aber es hängt immer noch ein Teil der Grabkleider an ihnen. Und so war es auch bei diesem Bruder. Er kämpfte immer wieder gegen seine Drogenabhängigkeit an und ich betete und redete oft mit ihm. Eines Tages hatten wir einen Gastsprecher hier. Dieser schloss eine Art persönlichen Bund mit ihm und sie fasteten drei Tage zusammen. Aber er kämpfte immer noch. Es schien, als könne er seine Abhängigkeit einfach nicht überwinden. Er war jeden Sonntag und jeden Mittwoch im Gottesdienst und hatte einen guten Job, aber er fiel immer wieder in dieselbe Sünde. Da beschloss er, dagegen anzubeten. Von diesem Tag an ging er jeden Morgen, bevor er zur Arbeit aufbrach, in ein kleines Zimmer, das er mit dem Einverständnis seiner Frau zu seinem Gebetszimmer gemacht hatte und verbrachte eineinhalb Stunden damit zu beten und Gott zu suchen. Das tat er eineinhalb Monate lang jeden Tag. Aber obwohl er dabei Kraft und Trost fand, hatte er nach wie vor zu kämpfen. Dann klopfte es eines Morgens an meiner Tür. Mein Freund stand davor und sagte: „Bayless, Er ist real! Er ist real!“ Er sagte es immer wieder. „Er ist real! Gott ist heute zu mir in mein Gebetszimmer gekommen. Er ist real!“ Und ich werde nie den Ausdruck der Ehrfurcht und des Staunens in seinem Gesicht vergessen. Man konnte wirklich sehen, dass er eine wunderbare Offenbarung des Geistes Gottes erfahren hatte. Er konnte nichts anderes sagen als: „Er ist real! Er ist zu mir gekommen. Er ist real! Er ist zu mir in mein Gebetszimmer gekommen. Er ist real!“ Und an diesem Tag wurde er von seiner Abhängigkeit befreit. In Hosea 6:3 heißt es: „Wenn wir danach streben, eine tiefe, persönliche Erkenntnis von ihm zu erlangen, wird er zu uns kommen.“ Und nochmals: Ich weiß, dass Er bei uns ist; ich weiß, dass Er in uns wohnt. Aber ich habe auch schon erlebt, dass Er sich mir in noch größeren und tieferen Dimensionen offenbart hat.

Leider haben wir nicht die Zeit, das ganze Thema in dieser einen Sendung zu behandeln, deshalb schalten Sie auch nächstes Mal wieder ein und hören Sie den zweiten Teil über das Streben nach der Erkenntnis Gottes. Wir haben gerade über das Gebet gesprochen. Wenn Sie Zeit mit dem Schöpfer des Universums verbringen und Er in Ihr Gebetszimmer kommt, werden Sie manchmal erstaunliche Dinge erleben! Und Sie werden Ihn kennenlernen, während Sie Ihm zu Füßen sitzen, Ihn anbeten, mit Ihm reden und vor allem während Sie in Ihrem Geist darauf warten, dass Er zu Ihnen spricht oder Ihnen einen Eindruck ins Herz legt. Gott liebt Sie. Vergessen Sie das nie. Bis zum nächsten Mal.

Matthäus 6, die Verse 30 bis 33:

Matthäus 6:30-33
„So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen? Denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt. Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“

Prioritäten. Jesus sagte, wenn wir zuerst nach dem Reich Gottes trachten, wenn wir das Geistliche über das Materielle stellen und vor allem anderen Gott suchen, wird uns alles, über das wir uns oft sorgen, hinzugefügt werden. Wenn Sie die richtigen Prioritäten setzen und Gott in Ihrem Leben die erste Stelle einräumen, verspricht unser himmlischer Vater, all Ihre Bedürfnisse zu stillen und dazu gehören Kleidung, Essen, die Miete und alle anderen weltlichen Dinge, die wir brauchen. Ich weiß, dass sich das für manche zu einfach anhört. Sie weisen es als kindliche Vorstellung zurück. Aber das ist ein großer Fehler. Setzen Sie die richtigen Prioritäten. Es bedeutet etwas, wenn Sie Gott an die erste Stelle setzen. Für manche bedeutet es, dass sie Gott von jetzt an den ersten Teil ihres Einkommens geben, weil die Bibel uns lehrt, dass wir Ihn mit den ersten Früchten unseres Ertrags ehren sollen. Für andere mag es bedeuten, dass sie Ihm die erste Zeit des Tages widmen. Beginnen Sie Ihren Tag, indem Sie in Seinem Wort lesen oder beten. Wieder andere sollten vielleicht anfangen, regelmäßig in den Gottesdienst zu gehen. Aber was immer auf Sie zutrifft – finden Sie einen praktischen Weg, es umzusetzen. Trachten Sie zuerst nach dem Reich Gottes und Seiner Gerechtigkeit und dann, sagt Gott, wird Ihnen alles, worum Sie sich oft sorgen, hinzugefügt werden.

 Antworten mit Bayless Conley
 1641 (1)

Schreibe eine Antwort

Dir hat dieser Beitrag gefallen?

Verbreite mit uns die gute Nachricht! Mit deiner Spende unterstützt du uns dabei, die Sendungen zu produzieren, zu verbreiten und unsere Inhalte in zahlreiche Sprachen zu übersetzen.

Jetzt spenden
+49 40 410 09 66 77

Pin It on Pinterest

Share This

Ermutige deine Freunde

Teile diesen Beitrag in den sozialen Medien und segne deine Freunde.