Auf den Spuren von Jesus – mit Bayless in Israel (3)

Bayless Conley besucht die Orte in Israel, an denen Jesus gewirkt hat, und legt die Ereignisse der Bibel an Orten wie dem See Genezareth oder dem Garten Gethsemane aus. So kannst du zentrale biblische Ereignisse besser verstehen und einordnen! Lass dich durch diese besondere Predigtreihe, die komplett in Israel aufgenommen wurde, inspirieren und für deinen Alltag ermutigen. Denn auch heute noch kannst du auf den Spuren von Jesus unterwegs sein!

Dies ist der dritte Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier.

 

Predigtmanuskript

Hallo! Ich stehe hier am Teich Bethesda, wo Jesus einen Mann heilte, der 38 Jahre lang krank war. Das ist eine lange Zeit. Und die Grundlage für alles, was Jesus getan hat und für jede Heilung war sein Erlösungswerk, das damals noch in der Zukunft lag. Heute schauen wir darauf zurück. Es hat die Gnade Gottes für uns zugänglich gemacht. Mein Freund, Gottes Gnade hat für alles, das Sie gerade in Ihrem Leben brauchen oder in Zukunft brauchen werden, eine Antwort. Wir wollen heute darüber sprechen, warum Jesus so leiden musste. Er hätte auch schnell und ohne Schmerzen sterben können. In der Bibel steht, dass das vergossene Blut Vergebung bringt. Jesus hätte auch schnell und relativ schmerzlos sterben können, um für unsere Sünden zu bezahlen. Kein Theologe würde da widersprechen.

 

Warum hat er also gelitten? Warum hat der Vater zugelassen, dass er gegeißelt wurde? Warum waren die Striemen auf seinem Rücken nötig? Das ist heute unser Thema. Durch das, was Jesus getan hat, können wir heute die Gnade Gottes empfangen. Sie kann Ihnen alles geben, was Sie brauchen.

 

Ich bin hier im Heiligen Land, wo wir den Spuren von Jesus folgen. Ich predige an verschiedenen Stellen, an denen auch Jesus unterwegs gewesen ist. Ich bin sicher, dass es ein Segen für Sie sein wird, wenn ich genau an den Stellen über die Bibel spreche, an denen die Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben. Es wird bestimmt aufschlussreich für Sie. Bleiben Sie also dran!

 

In Matthäus 26 feierte Jesus sein letztes Passahfest mit seinen Jüngern. Und in Vers 26-28 steht:

 

„Während sie aber aßen, nahm Jesus Brot und segnete, brach und gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, esst, dies ist mein Leib!

Und er nahm einen Kelch und dankte und gab ihnen den und sprach: Trinkt alle daraus! Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“

 

Jesus feierte das Passahmahl mit seinen Jüngern und erklärte ihnen, dass es nur ein Bild und ein Schatten war, das auf die Wirklichkeit hinweisen sollte – nämlich auf ihn. Er war das Passahlamm, das geopfert werden würde. Und er saß mitten unter ihnen. Sie sangen ein Lied, gingen hinaus durch das Kidrontal und kamen in den Garten Gethsemane. Dort stehe ich gerade. Und als sie in den Garten Gethsemane kamen, zitierte Jesus die Prophezeiung: „Schlage den Hirten, dass die Schafe sich zerstreuen!“ Denn genau das würde geschehen.

 

Aber selbst diese düstere, unheilverkündende Prophezeiung verknüpfte er mit Hoffnung. Als nächstes sagte er: „Aber wenn ich auferstanden bin, gehe ich euch voraus nach Galiläa. Ja, ich werde geschlagen. Die Schafe werden zerstreut. Aber ich werde von den Toten auferstehen.“ Er und die Jünger kamen auf den Ölberg, genauer gesagt, in den Garten Gethsemane, und Jesus nahm drei seiner Jünger mit – Petrus, Jakobus und Johannes. Er sagte zu ihnen: „Wacht mit mir, während ich bete.“ Und während Jesus betete, wurde er sehr ängstlich und betrübt. Er betete: „Vater, wenn es möglich ist, dann lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Aber nicht was ich will, sondern was du willst.“

 

Dann kam er zurück und fand die Jünger schlafend. Er sagte: „Könnt ihr nicht eine Stunde mit mir wachen? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ Dann ging er weg und betete ein zweites Mal: „Vater, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch vorübergehen. Aber nicht was ich will, sondern was du willst.“ Und als er zum dritten Mal zurückkam und die Jünger wieder schliefen, sagte er zu ihnen:

 

„Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird. Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät.”

 

Und dann kam Judas mit der Meute. Sie hatten Stöcke und Fackeln dabei. Und Judas verriet Jesus mit einem Kuss.

 

Über das Gebet von Jesus steht in einem der anderen Evangelien etwas Erstaunliches. Da heißt es: Als er zurückging, um wieder zu beten, betete er noch heftiger. Wie kann der Sohn Gottes noch heftiger beten? Ich weiß es nicht. Aber als er betete, erlebte er solche Qual, dass er den Vater bat: „Wenn es einen anderen Weg gibt, die Menschheit zu erlösen und deinen Willen zu erfüllen, Vater, dann lass diesen Kelch vorübergehen. Aber ich ordne mich deinem Willen unter.“

 

Warum war Jesus so bekümmert? Warum suchte er nach einem anderen Weg, den Willen des Vaters zu tun und die Menschheit zu erlösen? Weil er wusste, was sein Opfer bedeuten würde. Er wusste, dass ans Kreuz zu gehen und für die Sünden der Menschheit zu sterben bedeutete, dass er von der strahlenden Gegenwart des Vaters getrennt würde. Sie hatten seit ewigen Zeiten miteinander Gemeinschaft gehabt. Es hatte keine Zeit gegeben, in der er nicht mit dem Vater verbunden gewesen war. Selbst als er als Mensch lebte, seit die Jungfrau Maria ihn geboren hatte, hatte er stets Gemeinschaft mit dem Vater gehabt. Er wusste, dass sie nun getrennt werden würden. Das zeigt mir, wie furchtbar die Sünde sein muss, wenn ein solches Opfer von Gottes Sohn nötig war, um uns zu erlösen.

 

Jesus wurde hier im Garten Gethsemane verhaftet und zum Haus des Kaiphas gebracht. Dort wurde er angeklagt und von den Juden misshandelt. Petrus leugnete drei Mal, ihn überhaupt zu kennen. Und dann krähte der Hahn. Danach wurde Jesus den Römern übergeben, die ihn noch mehr misshandelten. Sie schlugen ihn. Sie verspotteten ihn. Sie setzten ihm eine Dornenkrone auf den Kopf. Sie geißelten seinen Rücken mit einer neunschwänzigen Katze. Das ist eine Peitsche mit ledernen Riemen, an deren Ende Knochenstücke oder Bleisplitter eingenäht sind.

 

Viele Menschen überlebten eine römische Geißelung nicht. Die meisten starben dabei. Es wurde dabei alles aufgerissen, so dass man Muskeln, Knochen und Organe sehen konnte. Alles schaute heraus. Sein ganzer Rücken war eine blutige Masse. Dann nahmen sie Jesus und kreuzigten ihn. Er hing dort zwischen Himmel und Erde. Der Himmel verdunkelte sich und er schrie: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Und dann starb er unter dem Gewicht unserer Schuld.

 

Warum schrie er: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Weil er in diesem Moment zu unserem Stellvertreter wurde. Der Vater legte die Sünde der Welt auf seinen eigenen Sohn. Und Jesus starb unter dem Gewicht unserer Schuld. Der Herrliche starb für uns Hässliche. Der Unschuldige starb für uns Schuldige. Der Gerechte starb für uns Ungerechte. Jesus trug freiwillig an unserer Stelle die Strafe für unsere Schuld. Der gerechte Zorn und die Strafe Gottes für die Sünde der Menschheit wurden über Jesus ausgegossen und er starb. Deswegen steht im Römerbrief, dass wir vom Zorn gerettet sind, wenn wir Jesus als Herrn und Retter annehmen.

 

Nach drei Tagen und Nächten war Gottes ewiger Gerechtigkeit Genüge getan und Jesus stand von den Toten auf. Wenn Sie das glauben und es mit Ihrem Mund bekennen, heißt es in der Bibel, dann können Sie eine Beziehung zu Gott haben. Und das nennt man Rettung.

 

Eine meiner liebsten Bibelstellen ist Jesaja 53. Viele hundert Jahre vor Jesu Geburt hat Jesaja durch den Heiligen Geist in die Zukunft geschaut und uns gesagt, warum Jesus so leiden musste. Warum wurde er verraten? Warum wurde er erbarmungslos geschlagen? Warum wurde sein Rücken gegeißelt? Warum musste er eine Dornenkrone tragen? Warum musste er so leiden? In Jesaja 53,3-4 steht über Jesus:

 

„Er war verachtet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet.

Jedoch unsere Leiden – er hat sie getragen, und unsere Schmerzen – er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt.“

 

Interessant ist, dass hier in einer hebräischen Bibel steht: „Er hat unsere Krankheiten getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen.“ Die Worte, die bei uns mit „Leiden und Schmerzen“ übersetzt werden, sind die hebräischen Worte für „Krankheit und Schmerz“. Im Alten Testament werden sie immer so übersetzt. Jesus hat unsere Krankheiten getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Aber „wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt“.

 

Das waren die Leute aus seiner Zeit. Als er am Kreuz hing, schauten sie ihn an und dachten, Gott würde ihn für seine eigene Schuld bestrafen, weil er behauptet hatte, wie Gott zu sein. Sie dachten: „Er muss ein schlimmer Sünder sein, dass Gott ihn so sehr bestraft.“ Aber in Wahrheit litt er für ihre Sünden. Er litt für unsere Sünden.

 

Weiter lesen wir in Jesaja 53,5-6:

 

„Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg; aber der Herr ließ ihn treffen unser aller Schuld.“

 

Sein Kopf trug die Dornenkrone, damit wir Frieden haben. Mit den Striemen auf seinem Rücken hat er Heilung für uns erworben. Er hat unsere Schuld ans Kreuz getragen. Er hat unsere Krankheiten ans Kreuz getragen. Er hat unseren Kummer ans Kreuz getragen und ist an unserer Stelle gestorben.

 

Meine Hände haben böse Dinge getan, aber seine Hände waren es, die von den Nägeln durchbohrt und ans Kreuz geschlagen wurden. Meine und Ihre Gedanken waren böse und unrein, aber sein Kopf hat die Dornenkrone getragen. Meine Füße waren es, die von Gott weggelaufen sind, um Dinge zu tun, die nicht richtig sind. Aber seine Füße wurden an das Kreuz genagelt.

 

Freunde, er hat Ihren und meinen Platz eingenommen. Hier im Garten Gethsemane wurde er traurig, weil er wusste, welches Opfer auf ihn zukam. Er wusste, was er durchmachen musste. Ich glaube, dass wir nie wirklich ganz verstehen werden, was Jesus erlebt hat. In Jesaja 53 steht etwas später, dass seine Seele zu einem Schuldopfer wurde. Ich glaube, wir werden nicht einmal in der Ewigkeit verstehen, in welche Tiefen Jesus hinabgestiegen ist, um uns zu retten. Freund, Gott liebt Sie. Jesus ist der Beweis dafür.

 

Nach der Kreuzigung ging ein reicher Mann namens Josef von Arimathäa zu Pontius Pilatus und bat ihn um den Leichnam von Jesus. Pilatus befahl, dass man ihn ihm geben sollte. Er nahm ihn, wickelte ihn in Leinentücher und legte ihn in ein neues Grab, das in den Fels gehauen worden war.

 

Und dann lesen wir in Matthäus 28,1-6:

 

„Aber nach dem Sabbat, in der Morgendämmerung des ersten Wochentages, kam Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen. Und siehe, da geschah ein großes Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam aus dem Himmel herab, trat hinzu, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Sein Ansehen aber war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Aber aus Furcht vor ihm bebten die Wächter und wurden wie Tote.

Der Engel aber begann und sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Denn ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, denn er ist auferweckt worden, wie er gesagt hat. Kommt her, seht die Stätte, wo er gelegen hat.“

 

Jesus ist von den Toten auferstanden. Wäre er das nicht, wäre unser Vertrauen umsonst. Dann wären wir die elendesten aller Menschen. Was für eine Verschwendung wäre unser Leben für ihn, wenn er nicht auferstanden und die Rettung nicht wahr wäre! Ohne seine Auferstehung wären wir immer noch verloren.

 

Vielleicht sagt jetzt jemand: „Das ist alles vor 2000 Jahren passiert. Wie weiß ich, dass das Christentum stimmt? Woher weiß ich, dass er auferstanden ist?“ Nun, Jesus hat im Johannesevangelium das Werk des Heiligen Geistes mit dem Wind verglichen. Er sagte: „Er weht, wo er will. Niemand sieht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.“ Aber wissen Sie, was man sieht? Man sieht, was der Wind tut. Er bewegt die Zweige der Bäume und wirbelt Dinge umher. Genauso sieht man auch, wie Menschen verändert werden. Und das zeigt uns, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist.

 

Ich stehe hier auf dem Ölberg, nicht weit von dort entfernt, wo Jesus sich nach seiner Auferstehung mit den Jüngern getroffen hat und ihnen den Missionsbefehl gab.

 

Ich lese aus Matthäus 28, die Verse 16-20. Da steht:

 

„Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa, an den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. Und als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder; einige aber zweifelten.

Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“ Amen.

 

Im Bericht von Markus sagt Jesus: „Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer glaubt und getauft ist, wird gerettet werden. Wer nicht glaubt, wird verdammt werden.“ Und er sagt: „Diese Zeichen werden denen folgen, die glauben: Sie werden Dämonen austreiben, in neuen Sprachen reden und Schlangen anfassen. Wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.“ Jesus sagt: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben.“ Und er hat diese Macht an die Jünger und die Kirche weitergegeben. Mit dieser Autorität sollen wir Dämonen austreiben, Kranken die Hände auflegen und den verlorenen Menschen in der Welt das Evangelium predigen.

 

Das ist mehr als nur Evangelisation. Es ist mehr als nur das Verkünden der Botschaft. Wenn wir über Jesus reden, wird der Heilige Geist das gebrauchen, um Menschen zu überzeugen. Wir können das nicht. Wir geben dem Heiligen Geist nur das Arbeitsmaterial, wenn man es so ausdrücken will. Der Heilige Geist ist es, der den Menschen zeigt, dass Jesus lebt.

 

Wenn wir beide Evangelien anschauen, Matthäus und Markus, sehen wir: Wenn wir das Evangelium verkünden und für die Kranken beten, tut Gott Zeichen und Wunder. Und wir sollen Menschen zu Jüngern machen. Wir sollen andere lehren. Wir sollen andere ausbilden, damit ihr Glaube stark wird. Wir predigen also das Evangelium, Menschen werden gerettet, sie werden in Wasser getauft und dann helfen wir ihnen zu wachsen. Genau wie das Erreichen von Menschen gehört es also auch zum Missionsbefehl, sie in Wasser zu taufen, und sie zu lehren, alles zu bewahren, was Jesus den Jüngern geboten hat.

 

Wir sollen Menschen helfen, eifrige und disziplinierte Nachfolger des Herrn zu werden. Und sie sollen wiederum anderen das Evangelium bringen, die wieder anderen das Evangelium bringen, bis die ganze Welt Jesus kennt. Freunde, der Missionsbefehl sollte bei uns ganz vorn stehen. Die letzten Worte von Jesus sollten bei uns oberste Priorität haben. Erzählen wir der Welt von ihm.

 

Nach der Auferstehung lesen wir in Apostelgeschichte 1,4-5:

 

„Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten – die ihr, sagte er, von mir gehört habt; denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen.“

 

Und in Vers 8 sagt er:

 

„Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“

 

Jesus war von den Toten auferstanden. Die Jünger wussten, dass er der Sohn Gottes ist. Sie wussten, dass er der Retter der Welt ist. Sie hatten den Auftrag, das Evangelium bis an die Enden der Erde zu bringen. Aber Jesus sagte: „Geht nicht weg. Bleibt in Jerusalem. Erzählt niemandem davon. Bringt niemandem die gute Botschaft. Versucht nicht, den Kranken die Hände aufzulegen. Versucht nicht, Wunder zu tun. Tut nichts, bis ihr mit dem Heiligen Geist getauft seid und die Verheißung des Vaters empfangen habt. Ihr, die ihr schon von mir gehört habt,“ sagt er, „werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist.“ Das ist das griechische Wort „dynamis“. Es bedeutet „Sprengkraft“. Kraft, ein Zeuge zu sein, dessen Worte Einfluss haben; Kraft, den Kranken die Hände aufzulegen, damit sie gesund werden. Es ist eine Kraft, die Wunder tut. Und so blieben die Jünger in Jerusalem.

 

Zu Beginn von Apostelgeschichte 2 lesen wir, dass alle – 120 Menschen – in einem oberen Zimmer versammelt waren. Und auf einmal kam der Heilige Geist wie ein mächtiger brausender Wind und erfüllte jeden von ihnen. Zerteilte Zungen wie von Feuer setzten sich auf jeden Einzelnen. Alle fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. Ich persönlich glaube, dass dieses Feuer kam und sich auf jeden setzte, weil Gott das Volk Israel im Alten Bund nachts mit einer Feuersäule durch die Wüste führte. Auf diese Weise zeigte sich der Heilige Geist den Israeliten und führte sie. Aber unter dem Neuen Bund geschieht diese Führung nicht mehr äußerlich, sondern innerlich. Der gleiche Heilige Geist, der das Volk Israel durch die Wüste geführt hatte, kam nun, um in jedem Einzelnen von uns zu wohnen. Und er wird jeden Einzelnen führen.

 

Interessant ist auch, dass Jesus sagt: „Ihr werdet meine Zeugen sein, in Jerusalem, in Judäa, in Samaria und bis an die Enden der Erde.“ Das griechische Wort für „Zeuge“ kann auch mit „Märtyrer“ übersetzt werden. Ich glaube, dass der Heilige Geist uns die Kraft gibt, für Jesus zu leben. Und wenn die Zeit kommt, gibt er uns auch die Kraft, für Jesus zu sterben.

 

Sind Sie mit dem Heiligen Geist getauft? Haben Sie die Verheißung des Vaters empfangen? Petrus sagt: „Dieses Geschenk, diese Verheißung, ist für euch und für alle, die in der Ferne sind!“ Ich bin einer von denen, die 2000 Jahre entfernt waren. Aber ich habe den gleichen Heiligen Geist empfangen wie die Jünger damals zu Pfingsten. Er macht uns zu Zeugen für Jesus. Lesen Sie Ihre Bibel. Beten Sie zu Gott. Ich glaube, dass er Ihnen dann diesen Segen schenken wird.

 

Jesus sagt: „Folgt mir nach. Ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Ich behaupte, dass wir Jesus nicht wirklich nachfolgen, wenn wir keine Menschenfischer sind. Es gehört zu den Vorrechten und zur Verantwortung eines Christen, ein Zeuge für Jesus zu sein, der andere zu Jesus zu führt und ihnen das Evangelium erklärt. Ich weiß, dass das für manche einschüchternd klingt. Sie sagen: „Ich kenne die Bibel nicht so gut. Ich bringe immer alles durcheinander.“ Sie müssen kein Theologe sein, um ein Zeuge für Jesus zu sein. Erzählen Sie einfach Ihre Geschichte. Erzählen Sie, was Jesus für Sie getan hat. Erzählen Sie von erhörten Gebeten und wie Jesus in Ihr Leben gekommen ist.

 

Denken wir an den Apostel Paulus, den größten Theologen des Evangeliums, den die Welt je gesehen hat. Sogar am Ende seines Lebens erzählte er immer noch seine Geschichte. Er stand vor König Agrippa und sagte: „Ich war auf dem Weg nach Damaskus, als ein großes Licht erschien.“ Und dann erzählte er, wie er Jesus auf der Straße nach Damaskus begegnet ist. Er erzählte einfach seine Geschichte. In unserer Geschichte liegt Kraft.

 

Ich weiß nicht, wie oft ich schon meine eigene Geschichte erzählt habe. Ich war hoffnungslos drogenabhängig und Alkoholiker. Aber eines Tages erzählte mir ein zwölfjähriger Junge in einem Park von Jesus. Das führte dazu, dass ich schließlich in einer Straßenmission landete, wo ich Jesus mein Leben gab. Ich finde immer wieder Gelegenheiten, diese Geschichte zu erzählen.

 

Vor ein paar Tagen war ich mit einem Freund Golf spielen. Wir wurden zwei anderen Männern zugeteilt. Ich redete mit ihnen und fand heraus, dass einer von ihnen Krebs gehabt hatte. Also erzählte ich von meinem Bootsunfall und sagte: „Ohne Gottes Gnade und das Gebet vieler Menschen würde ich jetzt nicht hier stehen. Ich bin so dankbar.“ Durch das öffnete sich eine Tür und er fing an, mir von seinem Leben vor und nach der Krebsdiagnose zu erzählen. Ich habe meine Worte nicht in Salz ertränkt, sondern sie nur mit Salz gewürzt, aber ich konnte ein Zeugnis sein. Als wir beim 18. Loch ankamen und fertig waren, nahm er meine Hand und fragte: „Beten Sie für mich?“ Und so standen wir da auf dem 18. Grün und ich betete im Namen Jesu für ihn. Erzählen Sie also anderen Ihre Geschichte. Sie wird etwas bewirken.

 

Ich möchte Ihnen noch ein paar Verse aus Matthäus 16 vorlesen, die oft zitiert werden. Jesus hatte die Jünger gefragt: „Was sagt ihr, wer ich bin?“

 

„Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“

 

Lesen wir Matthäus 16,17-19:

 

„Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist. Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein, und was immer du auf der Erde lösen wirst, wird in den Himmeln gelöst sein.“

 

Petrus antwortete: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Und Jesus antwortete: „Genau, Petrus. Das haben dir nicht Fleisch und Blut offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Der Heilige Geist hat es dir gezeigt.“ Und dann sagte Jesus: „Auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen.“ Hier spricht er zum ersten Mal von seiner Kirche. Die Kirche ist schon immer Gottes Idee gewesen. Aber Jesus erwähnt sie hier zum ersten Mal. Er sagt: „Auf diesem Felsen soll meine Kirche gebaut werden.“ Der Felsen ist nicht Petrus, sondern die Erkenntnis, wer Jesus ist. Darauf ist die Kirche gebaut. Man wird nur Teil seiner Kirche, wenn man erkannt hat, wer er ist. Er ist mehr als nur ein guter Mensch. Er ist mehr als ein Anführer, der starb, um seinen Mitmenschen den Weg zu zeigen. Nein, er ist der Weg. Jesus ist Gott und der Sohn des lebendigen Gottes. Wer diese Erkenntnis erfasst und ihn als seinen Herrn und Retter angenommen hat, den werden die Tore der Hölle nicht überwältigen, sagt Jesus.

 

Er beschreibt seine Kirche als offensiv und kämpferisch. Die Parole ist nicht: „Haltet die Stellung, bis Jesus wiederkommt.“ Wenn Jesus sagt, dass die Kirche den Toren der Hölle widerstehen wird, meint er damit nicht, dass die Hölle die Kirche angreift und wir einfach standhalten. Nein. Er sagt, die Tore der Hölle werden uns nicht überwältigen, wenn die Kirche sie angreift. Das Königreich der Himmel ist eine gewaltige Macht. Wir als Teil seiner Kirche sollen das Evangelium offensiv predigen. Denn die Wahrheit ist, dass wir im Namen Jesu Autorität haben. Wenn wir das Evangelium weitergeben und es im richtigen Geist tun, wird der Einfluss des Heiligen Geistes Männer und Frauen berühren. Ich weiß es.

 

Ich habe in meinem Leben so vieles versucht. Ich habe immer nach Gott gesucht. Ich habe verschiedene Religionen ausprobiert. Ich habe alles Mögliche gelesen. Aber erst als mir ein zwölfjähriger Junge eines Tages von Jesus erzählte, passierte etwas in meinem Herzen. Dort fing es an, dass mich der Heilige Geist berührte. Ich wurde Teil seiner Kirche. Und das können Sie auch.

 

Wenn Sie gerade dieses Video anschauen, dann möchte ich Ihnen sagen, dass das kein Zufall ist. Sie könnten auch gerade etwas ganz anderes machen. Aber Sie hören mir zu. Warum? Ich glaube, dass es einen Gott gibt, der Sie mehr liebt, als Sie begreifen können. Er hat in Ihrem Leben die Fäden gezogen, um Sie genau an diesen Punkt zu bringen. Nur der Heilige Geist kann Ihnen die Wahrheit über Jesus offenbaren. Aber wenn Sie spüren, dass Gott an Ihre Herzenstür klopft und Sie die Tür öffnen und zu ihm sagen: „Ja, Jesus, komm in mein Leben“, dann wird er Sie verändern. Sie werden zu dieser großartigen Familie gehören, die seine Kirche ist. In diese Kirche kann man nur hineingeboren werden. Nur so wird man Teil von Gottes Familie. Jesus sagt, dass wir von Neuem geboren werden müssen. Wenn Sie das nicht sind, können Sie das Königreich Gottes nicht sehen. Dann können Sie das himmlische Königreich nicht sehen und nicht zu Gottes Familie gehören.

 

Freund, diese Neugeburt ist das Ergebnis davon, dass der Heilige Geist Sie von innen heraus verändert. Es geht nicht um Rituale. Es geht nicht um Zeremonien. Es geht darum, eine lebendige, echte Beziehung zu unserem Schöpfer zu haben. Jesus ist gekommen, um Ihnen das zu bringen. Wer ist er also für Sie? Sind Sie bereit, ihm Ihr Herz zu öffnen? Sind Sie bereit, ihn in Ihr Leben zu lassen? Er garantiert Ihnen kein sorgenfreies Leben. Das wird nicht geschehen. Aber er garantiert Ihnen, dass er Sie nie verlassen oder vergessen wird. Er wird auf jedem Schritt des Weges bei Ihnen sein. Gott segne Sie.

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