Hast du eine Frage oder ein Gebetsanliegen? 
Wir helfen dir gerne weiter.

+49 40 6 44 22 5 77

Jetzt anrufen

kontakt@bayless-conley.de

E-Mail-Programm öffnen
Unser Team ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr für dich da.

In der Bibel lesen wir viel über die Zeichen der Endzeit und auch darüber, wie wir in der Endzeit leben sollen. Dazu möchte ich mit dir heute ein paar Verse aus 2. Timotheus 3 anschauen.

In Vers 1 lesen wir: Außerdem sollst du wissen, Timotheus, dass in den letzten Tagen der Welt schwere Zeiten kommen werden. Das griechische Wort für „letzte“ trägt die Bedeutung vom „Zuspitzen von etwas“ in sich. Es wird benutzt, um den letzten Monat eines Jahres zu beschreiben, die letzte Woche eines Monats oder den letzten Tag einer Woche.

Der Apostel Paulus sagt uns hier also, dass es gefährliche, schwierige und emotional anstrengende Zeiten sein werden.

In 2. Timotheus 3,2-5 heißt es weiter: Denn die Menschen werden nur sich selbst und ihr Geld lieben. Sie werden stolz und eingebildet sein, Gott verachten und ihren Eltern ungehorsam und undankbar begegnen. Nichts wird ihnen heilig sein. Sie werden lieblos sein und zur Vergebung nicht bereit; sie werden andere verleumden und keine Selbstbeherrschung kennen; sie werden grausam sein und vom Guten nichts wissen wollen. Sie werden ihre Freunde verraten, leichtsinnig handeln, sich aufspielen und ihr Vergnügen mehr lieben als Gott. Sie werden so tun, als seien sie fromm, doch die Kraft Gottes, die sie verändern könnte, werden sie ablehnen. Von solchen Leuten halte dich fern!

Diese Verse muss man kaum erklären, weil sie schon genug darüber aussagen, wie die Gesellschaft in den allerletzten Tagen aussehen wird. Wenn wir uns das einen Moment überlegen, dann sind wir als Christen in diesen letzten Tagen dazu aufgerufen, das Gegenteil dieser Haltung und Eigenschaften zu zeigen. Als Nachfolger von Jesus sollen wir selbstlos, großzügig und demütig sein, und als Licht inmitten dieser verdorbenen und verirrten Generation aufstrahlen (vgl. Philipper 2,15-16).

Ja, wir leben in einer Zeit der Finsternis, aber Gott möchte durch uns das wunderbare Licht seines Evangeliums in diese Finsternis hineinbringen! Jesaja hat es so formuliert:

„Steh auf und leuchte! Denn dein Licht ist gekommen und die Herrlichkeit des Herrn erstrahlt über dir. Denn die Erde ist von Finsternis zugedeckt und die Völker liegen in tiefer Dunkelheit, aber über dir strahlt der Herr auf. Man kann seine Herrlichkeit über dir schon erkennen. Völker strömen zu deinem Licht. Mächtige Könige kommen zum Glanz, der über dir aufgeht.” (Jesaja 60,1-3)

Wir sehen überall auf der Erde geistliche Dunkelheit, aber Gott möchte durch uns hindurch leuchten, um verlorene Menschen zu retten, solange noch Zeit dafür ist.

Diese Verse aus Jesaja und noch zahlreiche andere (vgl. Jakobus 5,7-8; Offenbarung 14,14-16; 2. Petrus 3,9; Matthäus 24,14) scheinen uns sogar sagen zu wollen, dass es in der Endzeit eine große Ernte von Seelen für Gottes Königreich geben wird, bevor Jesus Christus wiederkommt. Und wir können ein Teil davon sein!

Ich glaube, dass wir in der Endzeit leben, in den allerletzten Tagen dieses Zeitalters. Denk nur einmal kurz über die Gesellschaft nach, die Paulus Timotheus gegenüber beschreibt. Klingt das nicht sehr nach unserer heutigen Gesellschaft? Ich finde schon.

Sei also bereit für die letzten Tage und warte gespannt auf das Wiederkommen von Jesus. Lebe wie Jesus und lebe im entgegengesetzten Geist dieser Gesellschaft, indem du großzügig, demütig, dankbar und beherrscht bist. Lobe Gott, gehorche ihm und zeige den Menschen um dich herum Liebe und Vergebung. 

Lass uns in diesen letzten Tagen zusammen daran arbeiten, den Menschen in dieser Welt die gute Botschaft von Jesus zu bringen!

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Mai, 2022

Ostern steht vor der Tür – ein Feiertag, der für uns Christen eine besondere Bedeutung hat. Manche Menschen lehnen das Geschenk von Ostern aber regelrecht ab. Es ist genau wie bei den beiden Männern, die rechts und links von Jesus gekreuzigt wurden. Zwischen Jesus und diesen beiden Verbrechern entstand ein Gespräch. Es ist ein interessanter Wortwechsel, der zeigt, wie unterschiedlich die Menschen auf die Botschaft des Evangeliums reagieren:

Auch zwei andere Männer, beides Verbrecher, wurden abgeführt, um mit ihm hingerichtet zu werden. Schließlich kamen sie an einen Ort, der Schädelstätte heißt. Dort wurden alle drei gekreuzigt – Jesus in der Mitte und die zwei Verbrecher rechts und links von ihm (Lukas 23,32-33).

Der erste Verbrecher war ein Spötter. In Lukas 23,39 steht: Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, spottete: »Du bist also der Christus? Beweise es, indem du dich rettest – und uns mit!«

Er zeigte keinerlei Reue für seine Verbrechen und sprach nur Beleidigungen und Flüche aus. Genau diese Haltung haben manche Leute. Sie zeigen keine Demut und erkennen ihre Sünde nicht an. Stattdessen spotten sie über Gott und lehnen ihn ab, weil er nicht tut, was sie wollen und weil er nicht nach ihrer Pfeife tanzt. Wenn Gott nicht so reagiert, wie er es ihrer Meinung nach sollte oder nicht irgendeine Tragödie verhindert, schieben sie ihm die Schuld zu und verfluchen ihn sogar.

Sie erkennen nicht, dass es die Sünde der Menschen ist, die all die Not und das Leid in dieser Welt verursacht hat. Der Verbrecher sagte: „Rette dich selbst.“ Doch Jesus musste nicht gerettet werden – die ganze Welt musste gerettet werden! Und genau das tat er am Kreuz. 

Der zweite Mann war der Dieb auf der anderen Seite des Kreuzes, an dem Jesus Christus hing. Er war derjenige, der Reue zeigte. In Lukas 23,40-41 steht: Doch der andere mahnte: »Hast du nicht einmal jetzt Ehrfurcht vor Gott, da du den Tod vor Augen hast? Wir haben für unsere Vergehen den Tod verdient, aber dieser Mann hat nichts Unrechtes getan.«

Er sagte zu dem anderen Verbrecher: „Du stehst unter demselben Gericht. Wir bekommen das, was wir für unsere Taten verdienen.“ Genau wie diese beiden Verbrecher steht auch die gesamte Welt unter Gottes Gericht und ist verurteilt.

Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verspielt – und der Lohn der Sünde ist der Tod (vgl. Römer 3,23, 6,23).

Der zweite Verbrecher hatte das verstanden und sagte: „Wir haben für unsere Vergehen den Tod verdient“. Genau wie er müssen wir unsere Schuld eingestehen, bevor wir freigesprochen werden können. Wir müssen Buße tun und an das Evangelium glauben. Buße ist immer der Schritt, der vor dem Glauben kommt. 

Dieser Mann hatte schwere Verbrechen begangen. Er bittet Jesus nur darum, an ihn zu denken, wenn er ins Paradies kommt. In Lukas 23,43 steht: Da antwortete Jesus: »Ich versichere dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.« Überlegen Sie sich das einmal. Dieser Mann konnte nicht wiedergutmachen, wo er anderen Schaden zugefügt hatte. Er konnte kein verändertes Leben mehr führen. Er konnte rein gar nichts tun. Denn Rettung geschieht allein aus Gnade durch Glauben und nichts weiter.

Wenn wir Jesus anrufen und ihn als unseren Herrn bekennen, schenkt er uns die Gewissheit, dass wir gerettet sind und zu seiner Familie gehören. Dann ist unsere ewige Zukunft gesichert. Wie diese beiden Verbrecher sind auch wir alle verurteilt. Die gesamte Welt ist vor Gott schuldig geworden. Doch am Kreuz hat Jesus für alles bezahlt. Das Kreuz steht im Mittelpunkt unserer Rettung. Aber auf Golgatha standen auch noch zwei andere Kreuze, die uns viel darüber lehren können, was es bedeutet, diese Rettung anzunehmen.

Danke, dass du uns dabei unterstützt, Menschen weltweit mit der rettenden Botschaft unseres Retters Jesus bekanntzumachen!

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief April, 2022

Unsere Welt erlebt gerade schwere Zeiten. Und es kann gut sein, dass es erst noch mal schlimmer wird, bevor alles besser wird. Doch die gute Nachricht ist, dass Gott von nichts überrascht ist. Er sorgt immer für seine Kinder, ganz gleich, was in der Gesellschaft vor sich geht oder auf der Welt geschieht. Er hat alles fest im Blick.

In Offenbarung 21,1-3 lesen wir von der wunderbaren Zukunft, die auf uns wartet: Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der alte Himmel und die alte Erde waren verschwunden. Und auch das Meer war nicht mehr da. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen wie eine schöne Braut, die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat. Ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: »Siehe, die Wohnung Gottes ist nun bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein.

Er wird einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen. Diese neue Erde wird der Wohnort von Gott sein. Und sie wird auch unser Wohnort sein. Wir werden in Ewigkeit mit ihm zusammenleben. 

Vielleicht fragst du dich: „Wie lange dauert es, bis Jesus wiederkommt? In der Welt herrscht so viel Chaos. Kein Politiker kann das ändern. Nur Jesus kann das.“ 

Die Jünger in Matthäus 24,3 stellten Jesus eine ähnliche Frage: „Was wird das Zeichen für deine Wiederkunft und das Ende der Welt sein?“

Seine Antwort war (ich sage es mit eigenen Worten): „Es wird Kriege geben. Es wird Gerüchte von Kriegen geben. Ein Volk wird sich gegen das andere erheben. Es werden viele falsche Religionen aufsteigen. Es wird Erdbeben an verschiedenen Orten geben. Es wird unheilbare Krankheiten und Pandemien geben. Es wird Hungersnöte geben.“

Und dann sagt er schließlich: „Die Botschaft vom Reich Gottes wird auf der ganzen Welt verkündet werden als Zeugnis für die Völker. Und dann wird das Ende kommen.“ Wir erleben gerade bereits, wie all diese Dinge passieren: Kriege, Gerüchte von Kriegen, Erdbeben, Pandemien und der Aufstieg falscher Religionen.

Doch Jesus sagt: „Die Botschaft vom Reich Gottes wird auf der ganzen Welt gepredigt werden, damit alle Völker sie hören, und dann erst wird das Ende kommen.“ (Matth. 24,14)

Das Wort Völker ist das griechische Wort ethnos. Es bedeutet wörtlich, dass diese Botschaft vom Reich Gottes in jeder Ethnie, jedem Stamm, jeder Volksgruppe und jeder Sprachgruppe verkündet wird, damit die Menschen sie hören. Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr mich das begeistert! Denn unsere Generation ist die erste, in der dies überhaupt möglich ist. Es wird in jeder Sprachgruppe und jeder Ethnie auf der ganzen Welt einen Zeugen für das Evangelium geben. Und dann wird das Ende kommen.

In Offenbarung 22 sagt uns Jesus in den Versen 7,12 und 20 mehrere Male, dass er bald wiederkommen wird. Und wenn wir uns die Zeichen um uns herum anschauen und sehen, wie sich die biblischen Zeichen genau erfüllen, dann ist das meiner Ansicht nach ein Grund zu großer Freude! Jesus kommt wieder! Gott hat diese alte Welt nicht vergessen. Und er wird auch dich nie vergessen. Wir haben das Privileg, während einer Generation zu leben, die vielleicht die letzte sein wird – diejenige, die miterleben wird, wie der König der Könige zurückkehrt.

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief März 2022

Das menschliche Gewissen ist für den christlichen Glauben und die Lehre der Bibel ein sehr zentrales Thema – insbesondere, wenn Christen zu gesellschaftlichen Themen unterschiedliche Ansichten haben, zum Beispiel zum Thema Impfen oder zur staatlichen Unterordnung. Fest steht, dass das menschliche Gewissen vor Gott heilig ist, und dass es Sünde ist, ihm zuwiderzuhandeln. Es hilft uns bei Entscheidungen. 

Aber was genau sagt die Bibel noch zu diesem Thema? Im Folgenden findest du einige Wahrheiten und Grundsätze dazu aus Gottes Wort, die es wert sind, näher betrachtet zu werden:

„Das Ziel meiner Unterweisung ist, dass alle Christen von der Liebe erfüllt sind, die aus einem reinen Herzen kommt, aus einem guten Gewissen und aufrichtigem Glauben“ (1. Timotheus 1,5).

„Dies ist ein Gleichnis für unsere Gegenwart: Die Gaben und Opfer der Priester können das Gewissen der Menschen, die sie darbringen, letztlich nicht von Schuld befreien“ (Hebräer 9,9).

„Wie viel mehr kann dann das Blut des Christus bewirken, denn durch die Kraft von Gottes ewigem Geist brachte Christus sich selbst Gott als vollkommenes Opfer für unsere Sünden dar. Er befreit unser Gewissen, indem er uns freispricht von unseren Taten, für die wir den Tod verdienen. Nun können wir dem lebendigen Gott dienen“ (Hebräer 9,14).

„Mit gutem Gewissen können wir sagen, dass wir in allem, was wir taten, stets offen und ehrlich waren. Wir haben uns auf Gottes Gnade verlassen und nicht auf unsere eigene Weisheit. So verhielten wir uns bei allen Menschen und ganz besonders euch gegenüber“ (2. Korinther 1,12).

„Das ist ein Bild für die Taufe, die euch jetzt rettet. Die Taufe ist keine körperliche Reinigung, sondern die Bitte an Gott um ein reines Gewissen. Dies ist möglich durch die Kraft der Auferstehung von Jesus Christus“ (1. Petrus 3,21).

„Was ich nun sage, sage ich in der Gegenwart von Christus. Es ist die Wahrheit – ich lüge nicht – und der Heilige Geist bestätigt es mir durch mein Gewissen …“ (Römer 9,1)

„Durch ihr Verhalten zeigen sie, dass Gottes Gesetz in ihr Herz geschrieben ist, denn ihr eigenes Gewissen und ihre Gedanken klagen sie entweder an oder bestätigen, dass sie das Richtige tun“ (Römer 2,15).

„Als sie aber das hörten, gingen sie – von ihrem Gewissen überführt – einer nach dem anderen hinaus, angefangen von den Ältesten bis zu den Geringsten; und Jesus wurde allein gelassen, und die Frau, die in der Mitte stand.“ (Johannes 8,9; SLT).

„Paulus sah den Hohen Rat mit festem Blick an und begann zu sprechen: ‚Brüder, ich habe immer mit gutem Gewissen vor Gott gelebt!‘“ (Apostelgeschichte 23,1).

„Aus diesem Grund versuche ich immer, mir vor Gott und den Menschen ein reines Gewissen zu bewahren“ (Apostelgeschichte 24,16).

„Ich danke Gott, dem ich mit einem reinen Gewissen diene, wie meine Vorfahren es taten. Nacht und Tag denke ich in meinen Gebeten an dich“ (2. Timotheus 1,3).

Genauso ist es notwendig, dass auch die Diakone geachtete und glaubwürdige Menschen sind. Sie dürfen keine Trinker sein und nicht nach maßlosem Gewinn streben. Sie sollen mit gutem Gewissen so leben, wie es der Wahrheit des Glaubens entspricht“ (1. Timotheus 3,8-9).

„Deshalb wollen wir mit aufrichtigem Herzen voller Vertrauen und Zuversicht in die Gegenwart Gottes treten. Denn unser Herz wurde ja mit dem Blut von Christus besprengt. Damit ist unser Gewissen von Schuld befreit und unser Körper mit dem Reinigungswasser gewaschen.“ (Hebräer 10,22; NeÜ).

„Macht Christus zum Herrn eures Lebens. Und wenn man euch nach eurer Hoffnung fragt, dann seid immer bereit, darüber Auskunft zu geben, aber freundlich und mit Achtung für die anderen. Bewahrt euch ein reines Gewissen. Wenn dann jemand etwas Böses über euch sagt, wird er beschämt werden, weil euer vorbildliches Leben mit Christus ihn Lügen straft“ (1. Petrus 3,15-16).

„Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind“ (1. Timotheus 4,1-2; SLT).

„Halte dabei an deinem Glauben an Christus fest (verlasse dich mit deiner ganzen menschlichen Persönlichkeit in absolutem Vertrauen und vollkommener Zuversicht auf Gott) und bewahre dir immer ein gutes (reines) Gewissen. Denn indem sie nicht darauf hörten, was ihr Gewissen ihnen sagte und dagegen handelten, haben einige Menschen in ihrem Glauben Schiffbruch erlitten“ (1. Timotheus 1,19; AMPC).

Unser Gewissen und die Unterordnung unter die Autorität der Regierung

Es ist klar, dass unser Gewissen wichtig für Gott ist. Wie sollte sich nun unser Gewissen auf unsere Unterordnung unter Menschen, die Regierungspositionen innehaben, auswirken? Im Römerbrief lesen wir:

„Gehorche der Regierung, unter der du lebst, denn sie ist von Gott eingesetzt. Alle Regierungen haben ihre Vollmacht von Gott. Wer sich also den Gesetzen des Landes widersetzt, der verweigert Gott selbst den Gehorsam und wird bestraft werden. Wer vorbildlich und gut handelt, braucht sich vor den Regierenden nicht zu fürchten, denn nur die müssen sich fürchten, die unrecht tun. Deshalb tu, was richtig ist, und du wirst sogar noch dafür gelobt werden. Die Regierung ist von Gott dazu eingesetzt, dich zu unterstützen. Wenn du jedoch unrecht tust, ist deine Angst begründet, denn du wirst bestraft werden. Sie ist von Gott dazu eingesetzt, diejenigen in seinem Auftrag zu bestrafen, die unrecht tun. Du sollst der Regierung also aus zwei Gründen gehorchen: damit du nicht bestraft wirst und damit du ein reines Gewissen behältst“ (Römer 13,1-5).

Die Bibel lehrt ganz klar, dass wir die Autorität der Regierung anerkennen und respektieren sollen, und darüber hinaus lehrt uns die Bibel und unser Gewissen, dass wir der Regierung geben sollen, was ihr zusteht.

Wir Christen werden jedoch nicht gelehrt, den Autoritäten, denen wir unterstehen, blind zu gehorchen. Petrus erklärt in Apostelgeschichte 5,29: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“, und in Apostelgeschichte 4,19 heißt es, dass wir mehr auf Gott hören sollten als auf Menschen.

In Römer 13 lesen wir weiter, was es genau bedeutet, den Amtsträgern der Regierung zu gehorchen. In den Versen 6 und 7 wird gelehrt, dass es bei dem Gehorsam, der von Christen verlangt wird, um Steuern, Zölle, Achtung und Ehre geht.

Wenn eine Regierungsautorität von einem Christen verlangt, dass er Dinge tut, die der Bibel oder seinem Gewissen entgegenstehen, ist er nicht verpflichtet, sich diesen Forderungen zu beugen und gegen sein Gewissen zu handeln.

Das heilige Wesen des Gewissens

Unserem Gewissen haftet etwas Heiliges an, und letztendlich beeinflusst es unsere Beziehung mit Gott. Denke einmal über die folgenden Verse nach:

„Ich weiß und bin durch Jesus, den Herrn, davon überzeugt, dass nichts grundsätzlich unrein (beschmutzt und unheilig) [und daher verboten] ist. Aber [dennoch] ist es unrein (beschmutzt und unheilig) für jeden, der es für unrein hält“ (Römer 14,14; AMPC).

„Du darfst Gottes Werk um des Essens willen nicht übergehen, aufspalten oder zunichte machen! Tatsächlich ist alles [zeremoniell] sauber und rein, doch es ist falsch, das Gewissen anderer zu belasten oder sie durch das, was sie essen, zu Fall zu bringen. Richtig ist es, [überhaupt] kein Fleisch zu essen und keinen Wein zu trinken [oder irgendetwas anderes zu tun], das deinen Bruder stolpern lässt, ihn in Gewissenskonflikt bringt oder ihn kränkt oder schwächt“ (Römer 14,20-21; AMPC).

„Aber wer Zweifel (Bedenken, ein schlechtes Gewissen) hat, wenn er etwas isst und dann isst [vielleicht wegen dir], steht verurteilt [vor Gott], weil er seinen Überzeugungen nicht treu bleibt und nicht im Glauben handelt. Denn was immer seinen Ursprung nicht im Glauben hat und nicht aus diesem hervorgeht, ist Sünde [was immer getan wird, ohne dass man von dem Wohlgefallen Gottes überzeugt ist, ist sündhaft]“ (Römer 14,23; AMPC).

Einfach ausgedrückt: Unser Gewissen wurde uns von Gott gegeben, und er erachtet es als so heilig, dass es eine Sünde ist, ihm zuwiderzuhandeln.

Wenn jemand davon überzeugt ist, dass es eine Sünde sei, Wein zu trinken oder Schweinefleisch zu essen (was hier nur als Beispiel zur Veranschaulichung dient) und es trotzdem tut, sei es aufgrund seines persönlichen Zuwiderhandelns, durch Gruppendruck oder auch durch von der Regierung auferlegten Zwang, hat er gegen Gott gesündigt.

Als Christen stehen wir unerschütterlich auf diesem klaren Grundsatz der Bibel.

Jemand mag die Freiheit haben, Wein zu trinken und Schweinefleisch zu essen, während das Gewissen eines anderen es ihm nicht erlaubt. In solchen umstrittenen Angelegenheiten legt die Bibel die Entscheidung in die Hände des eigenen Gewissens und betont die Verantwortung vor Gott. 

Das vierzehnte Kapitel des Römerbriefs befasst sich mit umstrittenen Angelegenheiten, in denen das Gewissen eines jeden sein Verhalten und seine Entscheidung bestimmt (siehe Römer 14,1).

In 1. Korinther 8,4-13 wird dasselbe gelehrt. Hier heißt es, ein Zuwiderhandeln gegen das eigene Gewissen wird dieses beschmutzen, was, wenn dieses Handeln fortgesetzt wird, letztendlich dazu führen kann, dass jemand geistlich stirbt.

Tatsache ist: Wenn jemand dazu gebracht wird, gegen sein Gewissen zu handeln (das gilt auch für Dinge, die zweifelhaft oder umstritten sind), ist er möglicherweise bald auch bereit, den klar definierten Grundsätzen der Bibel entgegenzuhandeln, was zu seiner geistlichen Zerstörung führen kann.

Dasselbe, was für den Umgang mit Schweinefleisch und Wein gilt, greift auch für den Umgang mit dem Thema Impfen. Die eine Person in der Gemeinde hat vielleicht kein Problem mit seinem Gewissen, sich impfen zu lassen, während eine andere davon überzeugt ist, dass die Impfung für sie falsch oder sogar schädlich ist. In dem Fall wäre es eine Sünde, wenn die Person es trotzdem täte.

Als Glieder des Leibes Christi sollten wir Christen niemals etwas tun, von dem uns die Bibel oder eben auch unser Gewissen sagt, dass es für uns Sünde ist. Das ist ein fester Grundsatz unseres christlichen Glaubens.

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Fühlst du dich gerade so, als ob Wolken der Hoffnungslosigkeit über deinem Leben hängen und alles überschatten, was gut und positiv ist? Dann möchte ich dich heute ermutigen und dir sagen: Es gibt Hoffnung für deine Zukunft!

Schauen wir uns dazu Jeremia 29,11 an. Gottes Volk befand sich in Babylon in der Gefangenschaft und der Prophet Jeremia sagte durch den Heiligen Geist: Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.  

Gott denkt exakt dasselbe auch über dich: Gedanken des Friedens, um dir Zukunft und Hoffnung zu geben.

Ein paar Kapitel weiter lesen wir in Jeremia 31,16–17: Doch der Herr tröstet sie und spricht: ‚Hör auf zu weinen und zu klagen, denn das, was du für deine Kinder getan hast, soll nicht vergeblich gewesen sein. Deine Kinder werden aus dem Land des Feindes zu dir zurückkehren‘, spricht der Herr. ‚Es gibt noch Hoffnung für die Zukunft, denn deine Kinder kehren in ihre Heimat zurück.‘

Fassen wir diese Verse noch einmal zusammen:

Viele Menschen erleben momentan Trauer und Hoffnungslosigkeit – verursacht durch die Pandemie, den Verlust der Arbeitsstelle oder einem Mangel an zwischenmenschlichen Begegnungen. Aber genauso, wie diese Worte für das Volk Israel zur Zeit von Jeremia galten, gelten sie heute für uns – für dich. Auch wenn du das Gefühl hast, ganz allein und verloren im Land des Feindes zu sein, hat Gott eine Zukunft, eine Hoffnung und einen Plan für dich.

Und noch etwas kann dir dabei helfen, Hoffnungslosigkeit zu überwinden: Es ist wichtig, dass du verstehst, dass Hoffnung – genau wie Glaube – durch das Hören auf Gottes Wort entsteht. In der Bibel heißt es, dass Glaube durch das Hören kommt und die Verkündigung durch das Wort Gottes geschieht.

Genauso ist es mit der Hoffnung. Der Teufel würde dich am liebsten isolieren, sodass du nicht hörst, wie andere Leute davon erzählen, was Gott in ihrem Leben getan hat und wie Gott sie durch Situationen hindurchgeführt hat. Aber das ist eine Wahrheit, die du unbedingt hören musst: Es gibt andere Menschen, die genau das Gleiche durchgemacht haben. Und Gott hat sie treu durch alles hindurchgeführt. Wir müssen immer wieder solche Geschichten hören, anstatt uns in unserem Denken oder physisch von anderen zu isolieren.

In Psalm 78 wird Gottes Volk dazu aufgefordert, immer wieder die Geschichten von Gottes Macht und seinem Eingreifen in ihrem Leben zu erzählen, damit die nächsten Generationen ihre Hoffnung von Neuem auf Gott setzen (Psalm 78,7). Hoffnung wird lebendig, wenn wir hören, was Gott für andere getan hat.

Gott segne dich!

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Februar 2022

crosschevron-down