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Ich möchte heute mit einer wichtigen Frage ins neue Jahr starten: Was ist deine Vision? Ich denke, es ist wichtig, dass du dich mit dieser Frage beschäftigst und ich möchte dir heute zeigen, warum.

In Sprüche 29,18 heißt es: Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk zügellos, aber wohl ihm, wenn es das Gesetz bewahrt!

In diesem Vers finden wir zwei wesentliche Aspekte dafür, warum eine Vision so wichtig ist. Zum einen: Ohne Offenbarung – also ohne Vision –, wird ein Volk zügellos. Zum anderen: Eine Vision von Gott kommt immer direkt aus seinem Wort oder sie stimmt zu hundert Prozent mit ihm überein. Lass den zweiten Teil unseres Verses nicht außer Acht: Aber wohl ihm [dem Volk], wenn es das Gesetz (sein Wort) bewahrt!

Eine Offenbarung muss aus Gottes Wort kommen und mit ihm im Einklang stehen. In anderen Bibelübersetzungen heißt es in diesem Vers sogar, wo es keine Vision gibt, „verwildert ein Volk“ oder „verliert jeden Halt“.

Deshalb ist so wichtig, dass du die Kraft der Vision verstehst. Ich möchte dir anhand der Anfangsbuchstaben des Wortes V-I-S-I-O-N erläutern, was eine Vision ist und was sie in deinem Leben bewirken kann.

Das „V“ steht für „Vorliebe“. Deine Vision wird mit hoher Wahrscheinlichkeit offenbaren, welche Dinge eine große Bedeutung für dich haben. Sie gibt einen Hinweis darauf, was in deinem Leben Priorität hat.

Als Christen sollten unsere obersten Prioritäten mit den Prioritäten Gottes übereinstimmen, was bedeutet, dass wir uns nach den verlorenen Menschen ausstrecken und ihnen helfen, Gott zu finden. Wenn wir gerettet sind, dient uns sein Wort als Wegweiser zur Jüngerschaft, zu Freiheit, erhörten Gebeten, Heilung, Führung, Auferbauung und dem geistlichen Sieg.

Nimm dir einen Moment Zeit und denk darüber nach, was dir wichtiger ist als alles andere. Deine ehrliche Antwort wird das wahre Wesen deiner Vision offenbaren und dir zeigen, ob deine Vision von Gott ist oder nicht.

Das „I“ steht für „Investition“. Deine Vision wird eine Investition deiner Zeit, deiner Ressourcen und deiner Talente fordern.

Wenn deine Vision von Gott kommt, wirst du in das investieren, was Gott am meisten am Herzen liegt: Du wirst dich nach den Menschen ausstrecken, um ihre kostbaren Seelen zu retten, und ihnen dann helfen, durch sein Wort im Glauben zu wachsen.

Das „S“ steht für „Sprache“. Eine Vision bringt eine gemeinsame Sprache hervor, und diese offenbart nicht nur, ob wir dieselben Ziele verfolgen, sondern setzt auch Kraft frei.

In 1. Korinther 1,10 wird das folgendermaßen ausgedrückt: Liebe Brüder, ich bitte euch im Namen von Jesus Christus, dem Herrn, dass ihr darauf achtet, untereinander einig zu sein, und aufhört, miteinander zu streiten, damit es nicht zu Spaltungen in der Gemeinde kommt. Ich bitte euch: Steht fest zueinander, sodass ihr einig seid in dem, was ihr denkt und wollt.

Wenn sich deine Sprache mit Gottes Wort und der Vision deiner Kirche im Einklang befindet, kann Gottes Kraft freigesetzt werden und deine Nachbarschaft, deine Stadt und die ganze Welt beeinflussen.

Das zweite „I“ steht für „Inspiration“. Die Menschen werden inspiriert, wenn du in das investierst, was du schätzt und worüber du begeistert redest.

Sobald du begreifst, wie unermesslich wertvoll eine menschliche Seele für Gott ist und was er Unglaubliches getan hat, um die Menschen zu retten, wird dich das dazu inspirieren, zur Tat zu schreiten.

Die letzten beiden Buchstaben „ON“ erinnern uns daran, stets aktiv zu bleiben und unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Eine Vision lässt dich deinen Kurs halten und hilft dir, für den Herrn zu brennen.

Eine klare Vision fokussiert deinen Blick auf das Wesentliche und bewahrt dich davor, nachlässig zu werden. Wenn du vom richtigen Weg abgekommen bist oder dein Feuer verloren hast und es zurückhaben willst, suche den Kontakt zu Menschen, die für Gott brennen – zu Menschen, die eine Vision haben!

Wenn du noch keine klare Vision für dein Leben hast, möchte ich dir diesen Monat Mut machen, dich auf die Suche zu machen und dich bewusst nach der Vision, die Gott sich für dich wünscht, auszustrecken.

Ich bete, dass dein Feuer für Jesus an jedem einzelnen Tag in diesem Jahr für Gott brennt und Menschen durch dich Errettung finden.

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Januar, 2023

Als ich im Herbst in Europa war, sprach mich nach einer Veranstaltung ein junger Mann an. Er war vielleicht 18 oder 19 Jahre alt. Er erzählte mir, dass er bis vor Kurzem alkoholabhängig war. Aber dann wurde er bei YouTube auf eine unserer Sendungen aufmerksam – und schaut sie seitdem regelmäßig. Es hat mich sehr bewegt zu hören, wie Gottes Wort sein Leben seitdem Stück für Stück verändert! 

Und das ist nur ein Beispiel für die vielen Berichte, die ich bei meinem Besuch in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland gehört habe. Ich bin so dankbar dafür, dass ich endlich wieder nach Europa kommen und live vor Ort sein konnte. Es war mir eine Freude, etliche Zuschauer kennenzulernen und persönlich zu treffen. Und ich bin bewegt von dem geistlichen Hunger, den ich bei dieser Tour gespürt habe. In jeder Veranstaltung sind so viele Menschen aufgestanden, nach vorn gekommen und haben ihr Leben Jesus anvertraut! 

Wenn ich auf das Jahr 2022 zurückblicke, erfüllt mich dies mit großer Freude. Gottes Wort hat so viel Kraft! 

Darüber hinaus bin ich sehr dankbar, dass wir dieses Jahr anfangen konnten, Antworten mit Bayless Conley auch in die französischsprachige Welt zu bringen. Wir strahlen unsere Sendungen bereits auf Arabisch, Farsi, Deutsch, Hindi, Nepali, Russisch, Spanisch und Tamil aus – und jetzt auch auf Französisch! 

Wir haben eine französische Webseite erstellt, Sendungen auf Französisch produziert und sind dabei, entsprechende Sendeplätze zu suchen. Und das Besondere dabei ist, die französischsprachige Welt ist groß: Wir erreichen damit nicht nur Menschen in Frankreich, sondern auch in großen Teilen Westafrikas! 

In einigen dieser Regionen werden Christen verfolgt, Kirchen mussten schließen und Missionare sind fortgegangen. Der Hunger nach dem Wort Gottes ist groß und wir möchten unseren Teil tun, um den Menschen zu helfen.

So groß die Herausforderungen in der Welt aktuell sind – so groß sind auch unsere Chancen. Und diese Chancen sollten wir nutzen, um Menschen auf Gott hinzuweisen – gerade jetzt. Jesus sagte in Markus 16:15: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die rettende Botschaft.” Ich glaube, dass wir diesen Auftrag mit ganzem Herzen befolgen sollten. 

Wir bedanken uns bei allen, die uns regelmäßig mit einer Spende unterstützen und uns Planungssicherheit schenken. Unsere Arbeit ist gemeinnützig und wird von all den Menschen getragen, die mitmachen und sich hinter unser Anliegen stellen.

Gemeinsam können wir neue Chancen ergreifen und weltweit noch mehr Menschen erreichen. Hilfst du mit? Dann überlege doch, ob du noch vor Jahresende eine Extraspende für das Reich Gottes geben möchtest. 

Ich möchte spenden

Gemeinsam bewegen wir etwas für die Ewigkeit. Wir wünschen dir von Herzen ein gesegnetes neues Jahr!

Von Bayless und Janet Conley

Im Herbst war Bayless in Deutschland und hat dieses Video aufgenommen:

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Schon bald feiern wir das Wunder der Weihnachtsgeschichte. Deswegen möchte ich heute deine Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Detail dieser Geschichte lenken: die Rolle des Heiligen Geistes.

Ohne das aktive Wirken des Heiligen Geistes hätte es keine Jungfrauengeburt gegeben, keine Weisen, keine Krippe in Bethlehem, keine Hirten auf dem Feld und keine Engelschöre am nächtlichen Himmel. Und wir wären immer noch verloren und in unseren Sünden gefangen. Danken wir Gott, dass es anders gekommen ist!

Ich möchte zwei Aspekte über dieses Wirken des Heiligen Geistes ansprechen:

1. Der Heilige Geist hat alle Ereignisse der Geburt Jesu geleitet

Die Ankunft der Weisen aus dem Osten in Jerusalem versetzte die ganze Stadt in Aufregung. König Herodes gefiel es ganz und gar nicht, dass die Leute über einen neuen König sprachen. Ihm war jede Bedrohung seiner Macht verhasst und er plante, dieses Kind bei der ersten Gelegenheit zu töten.

Herodes traf sich mit den Weisen und sagte: „Wenn ihr herausfindet, wo der neue König ist, dann kommt zurück und sagt es mir, damit ich ihn auch anbeten kann.“ Doch natürlich hatte er nicht vor, Jesus anzubeten. Er wollte ihn töten. Die Weisen zogen weiter nach Bethlehem. Sie fanden das Jesuskind und brachten ihm Geschenke. Und dann berichtet die Bibel in Matthäus 2,12:

Als es Zeit war, wieder aufzubrechen, zogen sie jedoch auf einem anderen Weg in ihre Heimat zurück, denn Gott hatte sie in einem Traum davor gewarnt, zu Herodes zurückzukehren.

Danach lesen wir, dass Gott dreimal in einem Traum zu Josef sprach. Zuerst wies er ihn an, mit seiner Familie nach Ägypten zu fliehen, weil Herodes sie töten wollte. Später sagte Gott in einem anderen Traum zu Josef, dass er wieder nach Israel zurückkehren sollte, weil diejenigen, die dem Kind nach dem Leben trachteten, gestorben waren.

Und dann lesen wir in Matthäus 2,22 über Josef, wie Gott ihm sagte, dass er in Galiläa bleiben sollte. Erneut bekam er einen Traum vom Heiligen Geist, mit dem er die Ereignisse lenkte und Gottes Plan zur Rettung der Welt umsetzte – und das sind nur die Dinge, die ich gerade erwähnt habe.

2. Die übernatürlichen Ereignisse von Weihnachten geschahen durch die Kraft des Heiligen Geistes

In Lukas 1,31-33 bringt der Engel Gabriel Gottes Botschaft zu Maria. Er sagt: „Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den du Jesus nennen sollst. Er wird groß sein und Sohn des Allerhöchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihn auf den Thron seines Vaters David setzen. Er wird für immer über Israel herrschen, und sein Reich wird niemals untergehen!“

Maria hatte noch nie mit einem Mann geschlafen. Sie wollte wissen, wie so etwas überhaupt geschehen konnte! Schauen wir uns die Antwort des Engels in Vers 35 an: „Der Engel antwortete: ‚Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Macht des Allerhöchsten wird dich überschatten (eigene Hervorhebung). Der Heilige Geist kam mit Macht über Maria. Das Wort „Macht“ ist das griechische Wort dynamis – es bedeutet wörtlich „Wunder wirkende Kraft“. Und weiter sagt der Engel in Vers 37: „Denn bei Gott ist nichts unmöglich.“ Daraufhin antwortet Maria in Vers 38: „Ich bin die Dienerin des Herrn und beuge mich seinem Willen...“ Maria stimmte dem zu, was Gott gesagt hatte.

Sie sagte: „Einverstanden. Ich akzeptiere diese Zusage Gottes, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, wie das funktionieren soll.“ Maria hatte verstanden, dass der Heilige Geist etwas vollbringen konnte, wenn Gott es gesagt hatte. Ganz egal, wie unmöglich es aussah. Wenn Gottes Wort und die Gegenwart des Heiligen Geistes zusammentreffen, geschehen Wunder.

Du sollst wissen, in der Geschichte über die Geburt Jesu hat der Heilige Geist seine Leitung und seine Kraft gezeigt. Und er zeigt sein Wirken auch heute noch in unserem Leben. Ich bete dafür, dass du erkennst, wie der Heilige Geist in deinem Leben wirken will, um dich zu leiten und mit seiner Kraft auszurüsten, damit Gottes Ziele erreicht werden.

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Dezember, 2022

Bist du dir sicher, dass du nach Gottes Willen lebst? Als Christen möchten wir Gott natürlich gefallen. Und dazu müssen wir Gottes Willen tun. Doch wenn es darum geht, herauszufinden, was genau Gottes Wille für unser Leben ist, gibt es oft viele Fragezeichen. Wie gut, dass die Bibel eine Antwort für uns bereithält ...

Paulus schreibt an die Gemeinde in Ephesus (Epheser 5,15-17): Achtet sorgfältig darauf, wie ihr lebt; handelt nicht unklug, sondern bemüht euch, weise zu sein. Nutzt jede Gelegenheit, in diesen üblen Zeiten Gutes zu tun. Handelt nicht gedankenlos, sondern versucht zu begreifen, was der Herr von euch will.

Wenn in der Bibel steht, dass wir begreifen sollen, was der Herr von uns will, dann muss es also möglich sein, Gottes Willen zu kennen und zu verstehen. Denn Gott wird den Christen in Ephesus keine Anweisung geben, die sie unmöglich erfüllen können. Gott verbirgt seinen Willen nicht vor dir. Er möchte, dass du verstehst, was er von dir will.

Ich habe schon viele Christen getroffen, die sehr gestresst waren von Fragen wie „Was ist meine Berufung?“, „Was soll ich mit meinem Leben machen?“, „Welchen Beruf soll ich wählen?“ oder „Wen soll ich heiraten?“. Das alles ist sehr wichtig – aber vielleicht hat Gott dir die Antworten darauf noch nicht gegeben.

Aber in der Bibel stehen viele Dinge, die den Willen Gottes für alle Christen beschreiben. Das ist der Willen Gottes, der bereits offenbart und bekannt ist. Und zuerst sollen wir diese Dinge beherzigen und danach leben. Denn wenn du nicht bereit bist, dem bekannten, offenbarten Willen Gottes zu gehorchen, warum sollte Gott dir dann offenbaren, was noch unbekannt ist?

Ich möchte dir heute zwei Dinge zeigen, über die die Bibel sagt, dass sie Gottes Wille für jeden Christen sind.

1. Gott möchte, dass du ihm zu Füßen sitzt, um auf sein Wort zu hören.

In Markus 3,31-35 saß eine Menschenmenge um Jesus herum und hörte zu, wie er lehrte. Jesus bezeichnete sie als seine Familie und sagte, dass sie den Willen Gottes taten.

In Apostelgeschichte 20,32 sagt Paulus zu den Ephesern: Und nun vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an – seiner Botschaft, die euch ermutigen und euch ein Erbe geben kann gemeinsam mit allen, die er für sich ausgesondert hat.

Wenn Gott etwas in unserem Leben tun will – sei es Rettung, Befreiung, Friede oder Führung – tut er dies in erster Linie durch sein Wort. Mein Freund, nimm dir Zeit für die Bibel. Nimm dir Zeit, sie zu lesen, sie zu studieren, über das Gelesene nachzudenken und darüber zu meditieren. Das ist der Wille Gottes.

2. Es ist Gottes Wille, dass du dich ihm ganz zur Verfügung stellst.

Es ist Gottes Wille, dass du dich Gott ganz hingibst und in das investierst, was er durch Menschen tut. In 2. Korinther 8,3-5 steht: Denn ich kann bezeugen, dass sie nicht nur gegeben haben, was sie ohne Not entbehren konnten, sondern weit darüber hinaus, und dies aus freien Stücken. Immer wieder baten sie inständig um das große Vorrecht, sich an der Sammlung für die Gemeinde in Jerusalem beteiligen zu dürfen. Ja, sie übertrafen unsere Hoffnungen sogar noch, denn ihre erste Reaktion bestand darin, sich dem Herrn und uns vorbehaltlos zur Verfügung zu stellen, um Gottes Willen zu tun, ganz gleich, was von ihnen verlangt wurde.  

Die Christen in Mazedonien unterstützten Paulus und seine missionarischen Bemühungen voll und ganz. Daraufhin hielt Paulus sie den Korinthern als Beispiel vor Augen, um ihnen zu zeigen, wie es aussieht, Gottes Willen zu tun. Diese Christen erlebten große Anfechtung, eine schwere Zeit des Mangels, und doch unterstützten sie die Arbeit von Paulus über alle Erwartungen hinaus.

Fassen wir zusammen: Gott hat dir seinen Willen durch die Bibel gezeigt. Ich habe dir gerade zwei wichtige Punkte genannt. Wenn du diese Punkte beachtest, kannst du sicher sein, dass du Gottes Willen tust. Lass mich dich also heute fragen: Sitzt du Jesus zu Füßen und lässt dich von Gottes Wort erfüllen? Und stellst du dich Gott voll und ganz zur Verfügung? Wenn nicht, dann gibt es keinen besseren Zeitpunkt, als jetzt damit zu beginnen.

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief November, 2022

In der Bibel tauchen zwei Worte immer wieder gemeinsam auf. Und wenn sie das tun, dann kannst du sicher sein, dass darauf etwas Großes folgt. Diese beiden Worte gehören zu den wichtigsten, die du jemals lesen wirst: „Aber Gott … “

Wir finden sie zum Beispiel in Apostelgeschichte 7. In den Versen 9-10 heißt es: „Und die Patriarchen, neidisch auf Josef, verkauften ihn nach Ägypten. Aber Gott war mit ihm und rettete ihn aus allen seinen Bedrängnissen und gab ihm Gunst und Weisheit vor dem Pharao, dem König von Ägypten; und er setzte ihn als Regenten über Ägypten und sein ganzes Haus ein.“

Hier wird die Geschichte von Joseph erzählt – sicher kennst du sie auch. Joseph wurde von seinen Brüdern gehasst. Sie warfen ihn aus Neid in eine Zisterne und verkauften ihn dann an Sklavenhändler, die ihn nach Ägypten brachten. Doch auch in Ägypten hatte er kein Glück. Er wurde fälschlicherweise der Vergewaltigung beschuldigt und ins Gefängnis geworfen. Dann deutete er einen Traum für den Mundschenk des Pharaos und alles geschah genau so, wie Joseph es vorhergesagt hatte. Der Mundschenk versprach, dem Pharao von Joseph zu erzählen und ihn aus dem Gefängnis zu holen. Doch natürlich vergaß er es. Joseph verbrachte mehrere Jahre im Gefängnis. Nichts schien bei ihm gut zu laufen. Er geriet immer wieder in Situationen, in denen er nichts unter Kontrolle hatte.

Josephs Chancen standen schlecht. Aber Gott war bei ihm. Denn der Pharao hatte erneut einen Traum. Keiner konnte ihn deuten. Und da erinnerte sich der Mundschenk endlich an Joseph. Innerhalb kürzester Zeit wurde Joseph vom Gefängnis in den Palast versetzt. Gott veränderte alles und rettete vielen Menschen das Leben – durch diesen jungen Hebräer, der den Traum vom Pharao deuten und dadurch Ägypten helfen konnte, sich auf die kommende Hungersnot vorzubereiten.

Gott rettete ihn aus all seinen Schwierigkeiten, schenkte ihm Gunst und verlieh ihm Weisheit. Er holte ihn aus dem tiefen Loch, in das er gefallen war, und erhob ihn bis ganz an die Spitze. Er gebrauchte Joseph, um Ägypten und die umliegenden Völker vor Hunger und Tod zu retten.

Nachdem Josephs Vater gestorben war, traf er sich mit seinen Brüdern. Seine Brüder fürchteten, dass sich Joseph nun, da ihr Vater nicht mehr im Weg war, an ihnen rächen würde. Doch Joseph sagte: „Habt keine Angst.“  Und dann lesen wir in 1. Mose 50,20 noch einmal die bedeutenden beiden Worte „aber Gott“: „Ihr hattet Böses mit mir vor, aber Gott hat es zum Guten gewendet; denn er wollte auf diese Weise vielen Menschen das Leben retten. Das war sein Plan, und so ist es geschehen.“ 

Vielleicht bist auch du von jemandem betrogen worden, dem du vertraut hast. Vielleicht bist du in Situationen geraten, in denen du nichts unter Kontrolle hattest. Vielleicht ist deine ganze Welt zusammengebrochen und alles, was einst sicher und stabil zu sein schien, ist verschwunden.

Nun, dann sage ich dir: Es könnte alles hoffnungslos sein, wären da nicht die beiden Worte: „Aber Gott.“ Wenn du Gott aus der Gleichung streichst, ist es wirklich hoffnungslos. Aber wenn du ihn einberechnest, ist alles möglich. Gib also nicht auf und gib nicht nach. Lass nicht zu, dass du durch deine Situation verbitterst. Halte deine Augen stattdessen auf Gott gerichtet, selbst wenn es nicht so aussieht, als würde er irgendetwas tun.

Gott hatte Joseph schon früh den Traum gegeben, dass die anderen Getreidegarben sich vor seiner Garbe verneigten. Das zeigte, dass seine Brüder ihm eines Tages dienen würden. Und er träumte, dass die Sonne, der Mond und elf Sterne sich vor ihm verbeugten. Das bedeutete, dass sogar seine Eltern in gewisser Hinsicht unter seiner Autorität stehen würden. Und doch sah es zuerst so aus, als würde alles, was mit Joseph geschah, ihn nur immer weiter von seinen Träumen wegführen – bis eines Tages seine Träume Wirklichkeit wurden. 

Wie bei Joseph sieht es vielleicht auch bei dir gerade so aus, als würde ein Traum, den du für dein Leben hattest, immer weiter in die Ferne rücken. Doch ich glaube, dass es auch für dich einen „Aber Gott“-Moment geben wird. Vielleicht denkst du: Bayless, du willst mir doch nur Hoffnung machen. Ja, das will ich – weil Gott dich liebt. Er hat dich nicht verlassen und er will dir helfen.

Ich hoffe, dass dich diese Worte ermutigen, in welcher Situation du auch gerade stecken magst. Auch in deinem Leben wird es ein „Aber Gott“ geben.

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Oktober, 2022

Bist du dir bewusst, dass deine Gedanken einen großen Einfluss auf dein Leben haben? Es gibt eine biblische Wahrheit und die lautet: Wie du denkst und was du denkst, bestimmt die Richtung deines Lebens. 

Deshalb ist es so wichtig, Gottes Gedanken anzunehmen. Denn nur so kannst du das Leben führen, das er sich für dich gedacht hat.

In Jesaja 55,6-8 lesen wir: Sucht den Herrn, während er sich finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist. Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! Und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung! Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr.

Gott lädt uns ein, ihn zu suchen und anzurufen. Wenn wir das tun, kann der Heilige Geist unser Denken verändern. Denn wenn du dich auf Gottes Gedanken einlässt, kann er dich mit allen Facetten seiner Gnade beschenken – Freude, Heilung, Frieden, Kraft, Führung, Trost und vieles mehr.

Aber dafür musst du nicht nur bereit sein, Gott zu folgen, sondern auch deine eigenen Gedanken loszulassen: Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! Die Frage, die wir uns an diesem Punkt stellen sollten, lautet: „Welche Gedanken genau müssen wir loslassen? Ich möchte dir vier ungute Gedanken nennen, von denen du dich lösen musst, wenn du ein fruchtbares, befreites und erfolgreiches Leben führen möchtest.

1. Denke nicht: „Ich stecke fest.“

Du solltest den Gedanken hinter dir lassen, dass du in deinen derzeitigen Umständen feststeckst und es keinen Ausweg mehr für dich gibt.

Damit Gottes Gedanken in dir Raum gewinnen können, trenne dich von Gedanken, wie „Das war schon immer so. Es war in meiner Familie so und es ist auch bei mir so. Es wird sich nie ändern.“ Gottes Gedanken werden uns durch die Bibel offenbart. In 1. Korinther 10,13 sagt Gott: Vergesst nicht, dass die Prüfungen, die ihr erlebt, die gleichen sind, vor denen alle Menschen stehen. Doch Gott ist treu. Er wird die Prüfung nicht so stark werden lassen, dass ihr nicht mehr widerstehen könnt. Wenn ihr auf die Probe gestellt werdet, wird er euch eine Möglichkeit zeigen, trotzdem standzuhalten.

Hast du das verstanden? Mit der Prüfung – tatsächlich im selben Moment, in dem du in die Prüfung gerätst – zeigt Gott dir auch eine Möglichkeit, sie durchzustehen. Welche Umstände auch immer dir gerade zu schaffen machen …  du steckst nicht fest!

2. Denke nicht: „Der Feind hat die Oberhand.“

Nein, der Feind hat nicht die Oberhand. Manche Menschen meinen: „Der Teufel tut dies und jenes und die Welt steht unter seinem Dauerbeschuss.“ Es ist wahr, dass in der Welt viele falsche Dinge vor sich gehen, aber der Teufel hat nicht das Sagen. Nicht in deinem persönlichen Leben, nicht in deiner Ehe und nicht in dieser Welt!

In Lukas 11 sagt Jesus: „Wenn ich aber Dämonen austreibe durch die Macht Gottes …“ Das ist kein Wettbewerb zwischen Titanen. Es ist ein Wettbewerb zwischen dem allmächtigen Gott und einem besiegten Feind. Du bist auf der Seite des Gewinners.

3. Denke nicht: „Die Menschen wollen das Evangelium nicht hören.“

Du solltest den Gedanken zurückweisen, dass die Menschen das Evangelium eh nicht hören wollen, ganz gleich, ob du dabei an deine Familie, deine Nachbarn oder deine Freunde denkst.

Jesus sagte in Johannes 4: Meint ihr etwa, dass erst in vier Monaten zum Ende des Sommers die Zeit der Ernte beginnen wird? Schaut euch doch um! Überall reifen die Felder heran und sind schon jetzt bereit zur Ernte. Die Ernte ist jetzt. Die Menschen sind hungrig, sie wollen jetzt hören. Das führt mich zum letzten Gedanken, von dem du dich verabschieden musst:

4. Denke nicht: „Gott kann mich nicht gebrauchen.“

Gott fragt nicht nach einem herausragenden Lebenslauf – er will nur, dass du für ihn verfügbar bist. Du magst vielleicht unqualifiziert sein, aber du bist nicht disqualifiziert.

Gott kennt dich und er liebt dich. Er weiß alles über dich. Er hat Jesus gesandt, um dich zu erlösen. Das ist der Ausgangspunkt, um von Gott gebraucht zu werden. Gott hat dich einzigartig erschaffen, und du wirst weder den Kern deines Seins noch dein Potenzial entdecken, bis du beginnst, mit Jesus zu leben.

Und wenn du verstehst, dass Gottes Wege viel höher sind als deine Wege, ihm zuhörst und seine Gedanken annimmst, wird sich die Richtung deines Lebens völlig verändern und du wirst ein fruchtbares, befreites und erfolgreiches Leben haben.

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief September, 2022

Wozu dienen uns eigentlich die Gaben des Heiligen Geistes? Ich höre diese Frage oft – und die gute Nachricht ist: Gott möchte, dass du die Antwort darauf kennst!

In 1. Korinther 12,1 steht: Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit lassen. Es ist also eindeutig ein wichtiges Thema! Gott möchte, dass du weißt, wozu die Gaben des Geistes da sind.

Beginnen wir im Hebräerbrief. Der Schreiber dieses Briefes sagt, dass Gott die gute Nachricht bestätigte. „Sie wurde uns von denen bezeugt, die seine Worte hörten, und Gott selbst bestätigte die Botschaft durch Zeichen und Wunder und viele Beweise seiner Macht und durch die Gaben des Heiligen Geistes …“ (Hebräer 2,3-4). Genauso schreibt Paulus in Römer 15,18-19, dass sein Dienst unter den Nichtjuden begleitet wurde durch „Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes, sodass ich von Jerusalem und ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe.“

Ich möchte hier besonders zwei Dinge hervorheben. Erstens: Gott bestätigt das Verkündigen der Guten Nachricht durch die Gaben des Heiligen Geistes. Und zweitens: Paulus bezeichnet seine Verkündigung dort als völlig, wo sie von Zeichen und Wundern in der Kraft des Heiligen Geistes begleitet wurde. Aus der Sicht des Neuen Testaments besteht die Verbreitung des Evangeliums also nicht nur aus einer fundierten Lehre oder einfach dem Verkünden der Botschaft, sondern auch aus übernatürlichen Taten des Heiligen Geistes.

Das sollte uns nicht überraschen. Schließlich sagt Jesus in seinem Missionsbefehl: „Geht in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die gute Botschaft. … Und diese Zeichen werden die begleiten, die glauben: Sie werden in meinem Namen Dämonen austreiben und sie werden in neuen Sprachen sprechen. Sie werden Schlangen anfassen oder etwas Tödliches trinken können, und es wird ihnen nicht schaden. Sie werden Kranken die Hände auflegen und sie heilen“ (Markus 16,15-18).

In allen drei Bibelstellen geht es darum, dass die Gaben des Heiligen Geistes vor allem dort sichtbar werden sollen, wo wir verlorenen Menschen das Evangelium verkünden. 

Als ich gerade gläubig geworden war, wollte ich mit Begeisterung jedem von Jesus erzählen, dem ich begegnete. Eines Tages traf ich in einem Park einen Parkpfleger und erzählte ihm von meinem Glauben. Doch er fing an, mich mit abfälligen Bemerkungen zu verspotten. In diesem Moment spürte ich, wie der Heilige Geist zu meinem Herzen sprach: „Dieser Mann ist auf dem linken Ohr taub.“ Also sagte ich: „Sie sind auf dem linken Ohr taub.“ „Woher wissen Sie das?“, fragte er mit aufgerissenen Augen. „Gott hat es mir gerade gesagt“, erwiderte ich. „Darf ich für Sie beten?“ Der Mann nahm mein Angebot nicht an und ich weiß nicht, was aus ihm geworden ist. Aber ich weiß, dass der Heilige Geist übernatürlich wirkte, um ihm ein Erlebnis zu schenken, das er nicht ignorieren konnte.

Das ist der wichtigste Zweck der Geistesgaben – in einer Welt voller Schmerz sollen sie den Menschen die Liebe, Gnade und Macht von Jesus Christus zeigen. Also richte deinen Blick auf das Erntefeld und bete dafür, dass der Heilige Geist kraftvoll durch dich wirkt, wenn du verlorenen Menschen die gute Nachricht bringst!

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief August, 2022

Sicher hat es schon Momente in deinem Leben gegeben, in denen du gedacht hast: Jetzt ist Gott fertig mit mir. Ich hab’s vermasselt. Gott hat mich bestimmt von seiner Liste gestrichen.

Das Volk Israel hätte auf jeden Fall so denken können. Sie hatten Gott mehrfach nicht gehorcht und sich geweigert, seinen Wegen zu folgen. Aber in Jesaja 43,1 lesen wir: „Doch nun spricht der Herr, der dich, Jakob, geschaffen hat und der dich, Israel, gebildet hat: ‚Hab keine Angst, ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du gehörst mir.‘“

Die gute Nachricht ist, dass diese Worte aus dem Herzen Gottes für uns heute genauso gelten. Weil Gott dich liebt, schenkt er dir Zusagen, die voller Hoffnung sind. In Jesaja 43,2 heißt es weiter: „Wenn du durch Wasser gehst, werde ich bei dir sein. Ströme sollen dich nicht überfluten!“

Der Wasserstrom steht für plötzliche Katastrophen und Probleme, die uns überwältigen wollen – und es gibt heutzutage viele Dinge, die uns dieses Gefühl geben können.

Hier sind drei wertvolle Schritte, die dir helfen, die Wasserfluten in deinem Leben zu überstehen:  

1. Geh sofort zu Gott, nicht erst ganz zum Schluss

In Psalm 18,2 steht: „Der Herr ist mein Fels, meine Burg und mein Retter; mein Gott ist meine Zuflucht, bei dem ich Schutz suche. Er ist mein Schild, die Stärke meines Heils und meine Festung!“

Gott möchte dein Fels, deine Burg, dein Retter, deine Zuflucht, dein Schild, die Stärke deines Heils und deine Festung sein. Er möchte, dass du sofort zu ihm kommst und nicht erst, wenn alles andere nicht funktioniert hat.

2. Übe dich in Liebe 

Im Hohelied 8,7 steht: „Große Wassermassen können die Liebe nicht auslöschen, Ströme sie nicht überfluten.“ Und in 1. Korinther 13,8 werden wir daran erinnert, dass „die Liebe niemals aufhört“

Ganz gleich, was du gerade durchmachst – wenn du mit Liebe reagierst, anstatt zynisch oder verbittert zu werden, wirst du die Fluten überstehen.

3. Befolge Gottes Wort

Wahrscheinlich kennst du die Worte von Jesus aus Matthäus 7,24-27. Aber lies sie noch einmal ganz bewusst: „Wer auf mich hört und danach handelt, ist klug und handelt wie ein Mann, der ein Haus auf massiven Fels baut. Auch wenn der Regen in Sturzbächen vom Himmel rauscht, das Wasser über die Ufer tritt und die Stürme an diesem Haus rütteln, wird es nicht einstürzen, weil es auf Fels gebaut ist. Doch wer auf mich hört und nicht danach handelt, ist ein Dummkopf; er ist wie ein Mann, der ein Haus auf Sand baut. Wenn der Regen und das Hochwasser kommen und die Stürme an diesem Haus rütteln, wird es mit Getöse einstürzen.“

Beide Männer hörten die Worte von Jesus, aber nur einer handelte danach. Dieser Mann war ein Täter des Wortes und baute sein Haus auf einen Felsen.

Merke dir also: Um Wasserfluten zu überstehen, geh gleich zu Gott und nicht als letztes, übe dich in Liebe und befolge Gottes Wort.

Wenn dir heute das Wasser bis zum Hals steht und alles zu zerstören droht, was für dich kostbar ist, sagt Gott zu dir: „Du gehörst mir und ich werde bei dir sein.“ Als Christen sind wir zwar nicht automatisch vor den Fluten des Lebens geschützt. Doch Gott verspricht, in den Wasserfluten bei uns zu sein und uns hindurch zu helfen.

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Juli, 2022

An Pfingsten hielt Petrus eine brennende Predigt über Gottes Plan der Erlösung. Viele Menschen begriffen damals, was Jesus für sie am Kreuz getan hatte, und nahmen das Geschenk der Errettung an. In Apostelgeschichte 2,41 lesen wir: Die Zahl der Gläubigen wuchs an diesem Tag um etwa dreitausend.

Wie ist es mit dir – hast du schon vollständig ergriffen, welches Erbe dir in Christus zusteht? Ich denke, vielen von uns ist das gar nicht bewusst. Darum möchte ich heute mit dir über das nachdenken, was Jesus durch sein Opfer am Kreuz für uns erkauft hat.

Bereits 700 Jahre vor Jesu Tod offenbarte Gott durch den Propheten Jesaja, was Jesus für uns am Kreuz erleiden und vollbringen würde. Das Kapitel in Jesaja 53 wird oft als das große Erlösungskapitel des Alten Testaments bezeichnet. Wir finden dort vier wichtige Dinge, die Jesus an unserer Stelle – als unser Stellvertreter – durchgemacht und für dich und mich am Kreuz errungen hat.
1. Er wurde verachtet und abgelehnt 

In Vers 3 steht: Er wurde verachtet und von den Menschen abgelehnt – ein Mann der Schmerzen, mit Krankheit vertraut, jemand, vor dem man sein Gesicht verbirgt. Er war verachtet und bedeutete uns nichts.

Jesus wurde von dem Volk abgelehnt, aus dem er stammte. Er wurde von den Brüdern abgelehnt, mit denen er aufgewachsen war und er wurde von seinen eigenen Jüngern verraten.

2. Er trug unsere Krankheiten und Schmerzen 

Jesaja zeigt uns, dass Jesus Schmerz und Kummer kannte. In Vers 4 lesen wir: Dennoch: Er nahm unsere Krankheiten auf sich und trug unsere Schmerzen. 

Das hebräische Wort, das hier mit „Schmerzen“ übersetzt wurde, wird an anderen Stellen in der Bibel mit „körperliche Schmerzen“ übersetzt. Und das Wort für „Krankheiten“ bedeutet im Hebräischen wörtlich „Leiden“. Jesus hat unsere körperlichen und auch unsere seelischen Schmerzen getragen hat. Er hat beides auf sich genommen.

3. Er hat die Macht der Sünde gebrochen

In Vers 5 steht: Doch wegen unserer Vergehen wurde er durchbohrt, wegen unserer Übertretungen zerschlagen. Er wurde gestraft, damit wir Frieden haben. Durch seine Wunden wurden wir geheilt! 

Wenn du diese Realität erfasst hast, muss die Sünde ihren Anspruch auf dich aufgeben. Jesus hat deine Sünden mit seinem eigenen Körper ans Kreuz getragen, damit du in seiner Gerechtigkeit leben kannst.

4. Er hat den Sieg errungen, an dem er uns nun teilhaben lässt

Vers 12: Deshalb werde ich ihm seinen Anteil unter den Großen geben; mit Mächtigen wird er Beute teilen, denn er hat sein Leben geopfert und sich zu den Sündern zählen lassen. Tatsächlich aber hat er die Sünden vieler getragen und ist für die Sünder eingetreten.

Die Macht der Sünde, der Bedrängnis, der Krankheit und aller Folgen der Sünde ist gebrochen. Jesus hat den Feind besiegt. Und er teilt die Früchte seines Sieges mit uns.

Am Kreuz fand der große Austausch statt: Er wurde abgeschnitten, damit wir hinzugefügt werden können. Er wurde für unsere Schuld bestraft, damit wir in Gottes Gnade leben können. Er trug unsere Sünden, damit wir seine Gerechtigkeit tragen dürfen. So viel Gnade, so viel unverdiente Gunst!

Ich denke, dass viele von uns nur wenig von dem verstanden haben, was Jesus alles für uns erkauft hat. Es gibt noch so viel mehr zu entdecken! Daher bete ich für dich, dass du die Fülle all dessen erlebst, was du in Christus geerbt hast. Er hat es durch sein großes stellvertretendes Opfer für dich errungen!

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Juni, 2022

In der Bibel lesen wir viel über die Zeichen der Endzeit und auch darüber, wie wir in der Endzeit leben sollen. Dazu möchte ich mit dir heute ein paar Verse aus 2. Timotheus 3 anschauen.

In Vers 1 lesen wir: Außerdem sollst du wissen, Timotheus, dass in den letzten Tagen der Welt schwere Zeiten kommen werden. Das griechische Wort für „letzte“ trägt die Bedeutung vom „Zuspitzen von etwas“ in sich. Es wird benutzt, um den letzten Monat eines Jahres zu beschreiben, die letzte Woche eines Monats oder den letzten Tag einer Woche.

Der Apostel Paulus sagt uns hier also, dass es gefährliche, schwierige und emotional anstrengende Zeiten sein werden.

In 2. Timotheus 3,2-5 heißt es weiter: Denn die Menschen werden nur sich selbst und ihr Geld lieben. Sie werden stolz und eingebildet sein, Gott verachten und ihren Eltern ungehorsam und undankbar begegnen. Nichts wird ihnen heilig sein. Sie werden lieblos sein und zur Vergebung nicht bereit; sie werden andere verleumden und keine Selbstbeherrschung kennen; sie werden grausam sein und vom Guten nichts wissen wollen. Sie werden ihre Freunde verraten, leichtsinnig handeln, sich aufspielen und ihr Vergnügen mehr lieben als Gott. Sie werden so tun, als seien sie fromm, doch die Kraft Gottes, die sie verändern könnte, werden sie ablehnen. Von solchen Leuten halte dich fern!

Diese Verse muss man kaum erklären, weil sie schon genug darüber aussagen, wie die Gesellschaft in den allerletzten Tagen aussehen wird. Wenn wir uns das einen Moment überlegen, dann sind wir als Christen in diesen letzten Tagen dazu aufgerufen, das Gegenteil dieser Haltung und Eigenschaften zu zeigen. Als Nachfolger von Jesus sollen wir selbstlos, großzügig und demütig sein, und als Licht inmitten dieser verdorbenen und verirrten Generation aufstrahlen (vgl. Philipper 2,15-16).

Ja, wir leben in einer Zeit der Finsternis, aber Gott möchte durch uns das wunderbare Licht seines Evangeliums in diese Finsternis hineinbringen! Jesaja hat es so formuliert:

„Steh auf und leuchte! Denn dein Licht ist gekommen und die Herrlichkeit des Herrn erstrahlt über dir. Denn die Erde ist von Finsternis zugedeckt und die Völker liegen in tiefer Dunkelheit, aber über dir strahlt der Herr auf. Man kann seine Herrlichkeit über dir schon erkennen. Völker strömen zu deinem Licht. Mächtige Könige kommen zum Glanz, der über dir aufgeht.” (Jesaja 60,1-3)

Wir sehen überall auf der Erde geistliche Dunkelheit, aber Gott möchte durch uns hindurch leuchten, um verlorene Menschen zu retten, solange noch Zeit dafür ist.

Diese Verse aus Jesaja und noch zahlreiche andere (vgl. Jakobus 5,7-8; Offenbarung 14,14-16; 2. Petrus 3,9; Matthäus 24,14) scheinen uns sogar sagen zu wollen, dass es in der Endzeit eine große Ernte von Seelen für Gottes Königreich geben wird, bevor Jesus Christus wiederkommt. Und wir können ein Teil davon sein!

Ich glaube, dass wir in der Endzeit leben, in den allerletzten Tagen dieses Zeitalters. Denk nur einmal kurz über die Gesellschaft nach, die Paulus Timotheus gegenüber beschreibt. Klingt das nicht sehr nach unserer heutigen Gesellschaft? Ich finde schon.

Sei also bereit für die letzten Tage und warte gespannt auf das Wiederkommen von Jesus. Lebe wie Jesus und lebe im entgegengesetzten Geist dieser Gesellschaft, indem du großzügig, demütig, dankbar und beherrscht bist. Lobe Gott, gehorche ihm und zeige den Menschen um dich herum Liebe und Vergebung. 

Lass uns in diesen letzten Tagen zusammen daran arbeiten, den Menschen in dieser Welt die gute Botschaft von Jesus zu bringen!

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Mai, 2022

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