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In der Bibel tauchen zwei Worte immer wieder gemeinsam auf. Und wenn sie das tun, dann kannst du sicher sein, dass darauf etwas Großes folgt. Diese beiden Worte gehören zu den wichtigsten, die du jemals lesen wirst: „Aber Gott … “

Wir finden sie zum Beispiel in Apostelgeschichte 7. In den Versen 9-10 heißt es: „Und die Patriarchen, neidisch auf Josef, verkauften ihn nach Ägypten. Aber Gott war mit ihm und rettete ihn aus allen seinen Bedrängnissen und gab ihm Gunst und Weisheit vor dem Pharao, dem König von Ägypten; und er setzte ihn als Regenten über Ägypten und sein ganzes Haus ein.“

Hier wird die Geschichte von Joseph erzählt – sicher kennst du sie auch. Joseph wurde von seinen Brüdern gehasst. Sie warfen ihn aus Neid in eine Zisterne und verkauften ihn dann an Sklavenhändler, die ihn nach Ägypten brachten. Doch auch in Ägypten hatte er kein Glück. Er wurde fälschlicherweise der Vergewaltigung beschuldigt und ins Gefängnis geworfen. Dann deutete er einen Traum für den Mundschenk des Pharaos und alles geschah genau so, wie Joseph es vorhergesagt hatte. Der Mundschenk versprach, dem Pharao von Joseph zu erzählen und ihn aus dem Gefängnis zu holen. Doch natürlich vergaß er es. Joseph verbrachte mehrere Jahre im Gefängnis. Nichts schien bei ihm gut zu laufen. Er geriet immer wieder in Situationen, in denen er nichts unter Kontrolle hatte.

Josephs Chancen standen schlecht. Aber Gott war bei ihm. Denn der Pharao hatte erneut einen Traum. Keiner konnte ihn deuten. Und da erinnerte sich der Mundschenk endlich an Joseph. Innerhalb kürzester Zeit wurde Joseph vom Gefängnis in den Palast versetzt. Gott veränderte alles und rettete vielen Menschen das Leben – durch diesen jungen Hebräer, der den Traum vom Pharao deuten und dadurch Ägypten helfen konnte, sich auf die kommende Hungersnot vorzubereiten.

Gott rettete ihn aus all seinen Schwierigkeiten, schenkte ihm Gunst und verlieh ihm Weisheit. Er holte ihn aus dem tiefen Loch, in das er gefallen war, und erhob ihn bis ganz an die Spitze. Er gebrauchte Joseph, um Ägypten und die umliegenden Völker vor Hunger und Tod zu retten.

Nachdem Josephs Vater gestorben war, traf er sich mit seinen Brüdern. Seine Brüder fürchteten, dass sich Joseph nun, da ihr Vater nicht mehr im Weg war, an ihnen rächen würde. Doch Joseph sagte: „Habt keine Angst.“  Und dann lesen wir in 1. Mose 50,20 noch einmal die bedeutenden beiden Worte „aber Gott“: „Ihr hattet Böses mit mir vor, aber Gott hat es zum Guten gewendet; denn er wollte auf diese Weise vielen Menschen das Leben retten. Das war sein Plan, und so ist es geschehen.“ 

Vielleicht bist auch du von jemandem betrogen worden, dem du vertraut hast. Vielleicht bist du in Situationen geraten, in denen du nichts unter Kontrolle hattest. Vielleicht ist deine ganze Welt zusammengebrochen und alles, was einst sicher und stabil zu sein schien, ist verschwunden.

Nun, dann sage ich dir: Es könnte alles hoffnungslos sein, wären da nicht die beiden Worte: „Aber Gott.“ Wenn du Gott aus der Gleichung streichst, ist es wirklich hoffnungslos. Aber wenn du ihn einberechnest, ist alles möglich. Gib also nicht auf und gib nicht nach. Lass nicht zu, dass du durch deine Situation verbitterst. Halte deine Augen stattdessen auf Gott gerichtet, selbst wenn es nicht so aussieht, als würde er irgendetwas tun.

Gott hatte Joseph schon früh den Traum gegeben, dass die anderen Getreidegarben sich vor seiner Garbe verneigten. Das zeigte, dass seine Brüder ihm eines Tages dienen würden. Und er träumte, dass die Sonne, der Mond und elf Sterne sich vor ihm verbeugten. Das bedeutete, dass sogar seine Eltern in gewisser Hinsicht unter seiner Autorität stehen würden. Und doch sah es zuerst so aus, als würde alles, was mit Joseph geschah, ihn nur immer weiter von seinen Träumen wegführen – bis eines Tages seine Träume Wirklichkeit wurden. 

Wie bei Joseph sieht es vielleicht auch bei dir gerade so aus, als würde ein Traum, den du für dein Leben hattest, immer weiter in die Ferne rücken. Doch ich glaube, dass es auch für dich einen „Aber Gott“-Moment geben wird. Vielleicht denkst du: Bayless, du willst mir doch nur Hoffnung machen. Ja, das will ich – weil Gott dich liebt. Er hat dich nicht verlassen und er will dir helfen.

Ich hoffe, dass dich diese Worte ermutigen, in welcher Situation du auch gerade stecken magst. Auch in deinem Leben wird es ein „Aber Gott“ geben.

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Oktober, 2022

Bist du dir bewusst, dass deine Gedanken einen großen Einfluss auf dein Leben haben? Es gibt eine biblische Wahrheit und die lautet: Wie du denkst und was du denkst, bestimmt die Richtung deines Lebens. 

Deshalb ist es so wichtig, Gottes Gedanken anzunehmen. Denn nur so kannst du das Leben führen, das er sich für dich gedacht hat.

In Jesaja 55,6-8 lesen wir: Sucht den Herrn, während er sich finden lässt! Ruft ihn an, während er nahe ist. Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! Und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung! Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr.

Gott lädt uns ein, ihn zu suchen und anzurufen. Wenn wir das tun, kann der Heilige Geist unser Denken verändern. Denn wenn du dich auf Gottes Gedanken einlässt, kann er dich mit allen Facetten seiner Gnade beschenken – Freude, Heilung, Frieden, Kraft, Führung, Trost und vieles mehr.

Aber dafür musst du nicht nur bereit sein, Gott zu folgen, sondern auch deine eigenen Gedanken loszulassen: Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! Die Frage, die wir uns an diesem Punkt stellen sollten, lautet: „Welche Gedanken genau müssen wir loslassen? Ich möchte dir vier ungute Gedanken nennen, von denen du dich lösen musst, wenn du ein fruchtbares, befreites und erfolgreiches Leben führen möchtest.

1. Denke nicht: „Ich stecke fest.“

Du solltest den Gedanken hinter dir lassen, dass du in deinen derzeitigen Umständen feststeckst und es keinen Ausweg mehr für dich gibt.

Damit Gottes Gedanken in dir Raum gewinnen können, trenne dich von Gedanken, wie „Das war schon immer so. Es war in meiner Familie so und es ist auch bei mir so. Es wird sich nie ändern.“ Gottes Gedanken werden uns durch die Bibel offenbart. In 1. Korinther 10,13 sagt Gott: Vergesst nicht, dass die Prüfungen, die ihr erlebt, die gleichen sind, vor denen alle Menschen stehen. Doch Gott ist treu. Er wird die Prüfung nicht so stark werden lassen, dass ihr nicht mehr widerstehen könnt. Wenn ihr auf die Probe gestellt werdet, wird er euch eine Möglichkeit zeigen, trotzdem standzuhalten.

Hast du das verstanden? Mit der Prüfung – tatsächlich im selben Moment, in dem du in die Prüfung gerätst – zeigt Gott dir auch eine Möglichkeit, sie durchzustehen. Welche Umstände auch immer dir gerade zu schaffen machen …  du steckst nicht fest!

2. Denke nicht: „Der Feind hat die Oberhand.“

Nein, der Feind hat nicht die Oberhand. Manche Menschen meinen: „Der Teufel tut dies und jenes und die Welt steht unter seinem Dauerbeschuss.“ Es ist wahr, dass in der Welt viele falsche Dinge vor sich gehen, aber der Teufel hat nicht das Sagen. Nicht in deinem persönlichen Leben, nicht in deiner Ehe und nicht in dieser Welt!

In Lukas 11 sagt Jesus: „Wenn ich aber Dämonen austreibe durch die Macht Gottes …“ Das ist kein Wettbewerb zwischen Titanen. Es ist ein Wettbewerb zwischen dem allmächtigen Gott und einem besiegten Feind. Du bist auf der Seite des Gewinners.

3. Denke nicht: „Die Menschen wollen das Evangelium nicht hören.“

Du solltest den Gedanken zurückweisen, dass die Menschen das Evangelium eh nicht hören wollen, ganz gleich, ob du dabei an deine Familie, deine Nachbarn oder deine Freunde denkst.

Jesus sagte in Johannes 4: Meint ihr etwa, dass erst in vier Monaten zum Ende des Sommers die Zeit der Ernte beginnen wird? Schaut euch doch um! Überall reifen die Felder heran und sind schon jetzt bereit zur Ernte. Die Ernte ist jetzt. Die Menschen sind hungrig, sie wollen jetzt hören. Das führt mich zum letzten Gedanken, von dem du dich verabschieden musst:

4. Denke nicht: „Gott kann mich nicht gebrauchen.“

Gott fragt nicht nach einem herausragenden Lebenslauf – er will nur, dass du für ihn verfügbar bist. Du magst vielleicht unqualifiziert sein, aber du bist nicht disqualifiziert.

Gott kennt dich und er liebt dich. Er weiß alles über dich. Er hat Jesus gesandt, um dich zu erlösen. Das ist der Ausgangspunkt, um von Gott gebraucht zu werden. Gott hat dich einzigartig erschaffen, und du wirst weder den Kern deines Seins noch dein Potenzial entdecken, bis du beginnst, mit Jesus zu leben.

Und wenn du verstehst, dass Gottes Wege viel höher sind als deine Wege, ihm zuhörst und seine Gedanken annimmst, wird sich die Richtung deines Lebens völlig verändern und du wirst ein fruchtbares, befreites und erfolgreiches Leben haben.

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief September, 2022

Wozu dienen uns eigentlich die Gaben des Heiligen Geistes? Ich höre diese Frage oft – und die gute Nachricht ist: Gott möchte, dass du die Antwort darauf kennst!

In 1. Korinther 12,1 steht: Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit lassen. Es ist also eindeutig ein wichtiges Thema! Gott möchte, dass du weißt, wozu die Gaben des Geistes da sind.

Beginnen wir im Hebräerbrief. Der Schreiber dieses Briefes sagt, dass Gott die gute Nachricht bestätigte. „Sie wurde uns von denen bezeugt, die seine Worte hörten, und Gott selbst bestätigte die Botschaft durch Zeichen und Wunder und viele Beweise seiner Macht und durch die Gaben des Heiligen Geistes …“ (Hebräer 2,3-4). Genauso schreibt Paulus in Römer 15,18-19, dass sein Dienst unter den Nichtjuden begleitet wurde durch „Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes, sodass ich von Jerusalem und ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe.“

Ich möchte hier besonders zwei Dinge hervorheben. Erstens: Gott bestätigt das Verkündigen der Guten Nachricht durch die Gaben des Heiligen Geistes. Und zweitens: Paulus bezeichnet seine Verkündigung dort als völlig, wo sie von Zeichen und Wundern in der Kraft des Heiligen Geistes begleitet wurde. Aus der Sicht des Neuen Testaments besteht die Verbreitung des Evangeliums also nicht nur aus einer fundierten Lehre oder einfach dem Verkünden der Botschaft, sondern auch aus übernatürlichen Taten des Heiligen Geistes.

Das sollte uns nicht überraschen. Schließlich sagt Jesus in seinem Missionsbefehl: „Geht in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die gute Botschaft. … Und diese Zeichen werden die begleiten, die glauben: Sie werden in meinem Namen Dämonen austreiben und sie werden in neuen Sprachen sprechen. Sie werden Schlangen anfassen oder etwas Tödliches trinken können, und es wird ihnen nicht schaden. Sie werden Kranken die Hände auflegen und sie heilen“ (Markus 16,15-18).

In allen drei Bibelstellen geht es darum, dass die Gaben des Heiligen Geistes vor allem dort sichtbar werden sollen, wo wir verlorenen Menschen das Evangelium verkünden. 

Als ich gerade gläubig geworden war, wollte ich mit Begeisterung jedem von Jesus erzählen, dem ich begegnete. Eines Tages traf ich in einem Park einen Parkpfleger und erzählte ihm von meinem Glauben. Doch er fing an, mich mit abfälligen Bemerkungen zu verspotten. In diesem Moment spürte ich, wie der Heilige Geist zu meinem Herzen sprach: „Dieser Mann ist auf dem linken Ohr taub.“ Also sagte ich: „Sie sind auf dem linken Ohr taub.“ „Woher wissen Sie das?“, fragte er mit aufgerissenen Augen. „Gott hat es mir gerade gesagt“, erwiderte ich. „Darf ich für Sie beten?“ Der Mann nahm mein Angebot nicht an und ich weiß nicht, was aus ihm geworden ist. Aber ich weiß, dass der Heilige Geist übernatürlich wirkte, um ihm ein Erlebnis zu schenken, das er nicht ignorieren konnte.

Das ist der wichtigste Zweck der Geistesgaben – in einer Welt voller Schmerz sollen sie den Menschen die Liebe, Gnade und Macht von Jesus Christus zeigen. Also richte deinen Blick auf das Erntefeld und bete dafür, dass der Heilige Geist kraftvoll durch dich wirkt, wenn du verlorenen Menschen die gute Nachricht bringst!

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief August, 2022

Sicher hat es schon Momente in deinem Leben gegeben, in denen du gedacht hast: Jetzt ist Gott fertig mit mir. Ich hab’s vermasselt. Gott hat mich bestimmt von seiner Liste gestrichen.

Das Volk Israel hätte auf jeden Fall so denken können. Sie hatten Gott mehrfach nicht gehorcht und sich geweigert, seinen Wegen zu folgen. Aber in Jesaja 43,1 lesen wir: „Doch nun spricht der Herr, der dich, Jakob, geschaffen hat und der dich, Israel, gebildet hat: ‚Hab keine Angst, ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du gehörst mir.‘“

Die gute Nachricht ist, dass diese Worte aus dem Herzen Gottes für uns heute genauso gelten. Weil Gott dich liebt, schenkt er dir Zusagen, die voller Hoffnung sind. In Jesaja 43,2 heißt es weiter: „Wenn du durch Wasser gehst, werde ich bei dir sein. Ströme sollen dich nicht überfluten!“

Der Wasserstrom steht für plötzliche Katastrophen und Probleme, die uns überwältigen wollen – und es gibt heutzutage viele Dinge, die uns dieses Gefühl geben können.

Hier sind drei wertvolle Schritte, die dir helfen, die Wasserfluten in deinem Leben zu überstehen:  

1. Geh sofort zu Gott, nicht erst ganz zum Schluss

In Psalm 18,2 steht: „Der Herr ist mein Fels, meine Burg und mein Retter; mein Gott ist meine Zuflucht, bei dem ich Schutz suche. Er ist mein Schild, die Stärke meines Heils und meine Festung!“

Gott möchte dein Fels, deine Burg, dein Retter, deine Zuflucht, dein Schild, die Stärke deines Heils und deine Festung sein. Er möchte, dass du sofort zu ihm kommst und nicht erst, wenn alles andere nicht funktioniert hat.

2. Übe dich in Liebe 

Im Hohelied 8,7 steht: „Große Wassermassen können die Liebe nicht auslöschen, Ströme sie nicht überfluten.“ Und in 1. Korinther 13,8 werden wir daran erinnert, dass „die Liebe niemals aufhört“

Ganz gleich, was du gerade durchmachst – wenn du mit Liebe reagierst, anstatt zynisch oder verbittert zu werden, wirst du die Fluten überstehen.

3. Befolge Gottes Wort

Wahrscheinlich kennst du die Worte von Jesus aus Matthäus 7,24-27. Aber lies sie noch einmal ganz bewusst: „Wer auf mich hört und danach handelt, ist klug und handelt wie ein Mann, der ein Haus auf massiven Fels baut. Auch wenn der Regen in Sturzbächen vom Himmel rauscht, das Wasser über die Ufer tritt und die Stürme an diesem Haus rütteln, wird es nicht einstürzen, weil es auf Fels gebaut ist. Doch wer auf mich hört und nicht danach handelt, ist ein Dummkopf; er ist wie ein Mann, der ein Haus auf Sand baut. Wenn der Regen und das Hochwasser kommen und die Stürme an diesem Haus rütteln, wird es mit Getöse einstürzen.“

Beide Männer hörten die Worte von Jesus, aber nur einer handelte danach. Dieser Mann war ein Täter des Wortes und baute sein Haus auf einen Felsen.

Merke dir also: Um Wasserfluten zu überstehen, geh gleich zu Gott und nicht als letztes, übe dich in Liebe und befolge Gottes Wort.

Wenn dir heute das Wasser bis zum Hals steht und alles zu zerstören droht, was für dich kostbar ist, sagt Gott zu dir: „Du gehörst mir und ich werde bei dir sein.“ Als Christen sind wir zwar nicht automatisch vor den Fluten des Lebens geschützt. Doch Gott verspricht, in den Wasserfluten bei uns zu sein und uns hindurch zu helfen.

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Juli, 2022

An Pfingsten hielt Petrus eine brennende Predigt über Gottes Plan der Erlösung. Viele Menschen begriffen damals, was Jesus für sie am Kreuz getan hatte, und nahmen das Geschenk der Errettung an. In Apostelgeschichte 2,41 lesen wir: Die Zahl der Gläubigen wuchs an diesem Tag um etwa dreitausend.

Wie ist es mit dir – hast du schon vollständig ergriffen, welches Erbe dir in Christus zusteht? Ich denke, vielen von uns ist das gar nicht bewusst. Darum möchte ich heute mit dir über das nachdenken, was Jesus durch sein Opfer am Kreuz für uns erkauft hat.

Bereits 700 Jahre vor Jesu Tod offenbarte Gott durch den Propheten Jesaja, was Jesus für uns am Kreuz erleiden und vollbringen würde. Das Kapitel in Jesaja 53 wird oft als das große Erlösungskapitel des Alten Testaments bezeichnet. Wir finden dort vier wichtige Dinge, die Jesus an unserer Stelle – als unser Stellvertreter – durchgemacht und für dich und mich am Kreuz errungen hat.
1. Er wurde verachtet und abgelehnt 

In Vers 3 steht: Er wurde verachtet und von den Menschen abgelehnt – ein Mann der Schmerzen, mit Krankheit vertraut, jemand, vor dem man sein Gesicht verbirgt. Er war verachtet und bedeutete uns nichts.

Jesus wurde von dem Volk abgelehnt, aus dem er stammte. Er wurde von den Brüdern abgelehnt, mit denen er aufgewachsen war und er wurde von seinen eigenen Jüngern verraten.

2. Er trug unsere Krankheiten und Schmerzen 

Jesaja zeigt uns, dass Jesus Schmerz und Kummer kannte. In Vers 4 lesen wir: Dennoch: Er nahm unsere Krankheiten auf sich und trug unsere Schmerzen. 

Das hebräische Wort, das hier mit „Schmerzen“ übersetzt wurde, wird an anderen Stellen in der Bibel mit „körperliche Schmerzen“ übersetzt. Und das Wort für „Krankheiten“ bedeutet im Hebräischen wörtlich „Leiden“. Jesus hat unsere körperlichen und auch unsere seelischen Schmerzen getragen hat. Er hat beides auf sich genommen.

3. Er hat die Macht der Sünde gebrochen

In Vers 5 steht: Doch wegen unserer Vergehen wurde er durchbohrt, wegen unserer Übertretungen zerschlagen. Er wurde gestraft, damit wir Frieden haben. Durch seine Wunden wurden wir geheilt! 

Wenn du diese Realität erfasst hast, muss die Sünde ihren Anspruch auf dich aufgeben. Jesus hat deine Sünden mit seinem eigenen Körper ans Kreuz getragen, damit du in seiner Gerechtigkeit leben kannst.

4. Er hat den Sieg errungen, an dem er uns nun teilhaben lässt

Vers 12: Deshalb werde ich ihm seinen Anteil unter den Großen geben; mit Mächtigen wird er Beute teilen, denn er hat sein Leben geopfert und sich zu den Sündern zählen lassen. Tatsächlich aber hat er die Sünden vieler getragen und ist für die Sünder eingetreten.

Die Macht der Sünde, der Bedrängnis, der Krankheit und aller Folgen der Sünde ist gebrochen. Jesus hat den Feind besiegt. Und er teilt die Früchte seines Sieges mit uns.

Am Kreuz fand der große Austausch statt: Er wurde abgeschnitten, damit wir hinzugefügt werden können. Er wurde für unsere Schuld bestraft, damit wir in Gottes Gnade leben können. Er trug unsere Sünden, damit wir seine Gerechtigkeit tragen dürfen. So viel Gnade, so viel unverdiente Gunst!

Ich denke, dass viele von uns nur wenig von dem verstanden haben, was Jesus alles für uns erkauft hat. Es gibt noch so viel mehr zu entdecken! Daher bete ich für dich, dass du die Fülle all dessen erlebst, was du in Christus geerbt hast. Er hat es durch sein großes stellvertretendes Opfer für dich errungen!

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Juni, 2022

In der Bibel lesen wir viel über die Zeichen der Endzeit und auch darüber, wie wir in der Endzeit leben sollen. Dazu möchte ich mit dir heute ein paar Verse aus 2. Timotheus 3 anschauen.

In Vers 1 lesen wir: Außerdem sollst du wissen, Timotheus, dass in den letzten Tagen der Welt schwere Zeiten kommen werden. Das griechische Wort für „letzte“ trägt die Bedeutung vom „Zuspitzen von etwas“ in sich. Es wird benutzt, um den letzten Monat eines Jahres zu beschreiben, die letzte Woche eines Monats oder den letzten Tag einer Woche.

Der Apostel Paulus sagt uns hier also, dass es gefährliche, schwierige und emotional anstrengende Zeiten sein werden.

In 2. Timotheus 3,2-5 heißt es weiter: Denn die Menschen werden nur sich selbst und ihr Geld lieben. Sie werden stolz und eingebildet sein, Gott verachten und ihren Eltern ungehorsam und undankbar begegnen. Nichts wird ihnen heilig sein. Sie werden lieblos sein und zur Vergebung nicht bereit; sie werden andere verleumden und keine Selbstbeherrschung kennen; sie werden grausam sein und vom Guten nichts wissen wollen. Sie werden ihre Freunde verraten, leichtsinnig handeln, sich aufspielen und ihr Vergnügen mehr lieben als Gott. Sie werden so tun, als seien sie fromm, doch die Kraft Gottes, die sie verändern könnte, werden sie ablehnen. Von solchen Leuten halte dich fern!

Diese Verse muss man kaum erklären, weil sie schon genug darüber aussagen, wie die Gesellschaft in den allerletzten Tagen aussehen wird. Wenn wir uns das einen Moment überlegen, dann sind wir als Christen in diesen letzten Tagen dazu aufgerufen, das Gegenteil dieser Haltung und Eigenschaften zu zeigen. Als Nachfolger von Jesus sollen wir selbstlos, großzügig und demütig sein, und als Licht inmitten dieser verdorbenen und verirrten Generation aufstrahlen (vgl. Philipper 2,15-16).

Ja, wir leben in einer Zeit der Finsternis, aber Gott möchte durch uns das wunderbare Licht seines Evangeliums in diese Finsternis hineinbringen! Jesaja hat es so formuliert:

„Steh auf und leuchte! Denn dein Licht ist gekommen und die Herrlichkeit des Herrn erstrahlt über dir. Denn die Erde ist von Finsternis zugedeckt und die Völker liegen in tiefer Dunkelheit, aber über dir strahlt der Herr auf. Man kann seine Herrlichkeit über dir schon erkennen. Völker strömen zu deinem Licht. Mächtige Könige kommen zum Glanz, der über dir aufgeht.” (Jesaja 60,1-3)

Wir sehen überall auf der Erde geistliche Dunkelheit, aber Gott möchte durch uns hindurch leuchten, um verlorene Menschen zu retten, solange noch Zeit dafür ist.

Diese Verse aus Jesaja und noch zahlreiche andere (vgl. Jakobus 5,7-8; Offenbarung 14,14-16; 2. Petrus 3,9; Matthäus 24,14) scheinen uns sogar sagen zu wollen, dass es in der Endzeit eine große Ernte von Seelen für Gottes Königreich geben wird, bevor Jesus Christus wiederkommt. Und wir können ein Teil davon sein!

Ich glaube, dass wir in der Endzeit leben, in den allerletzten Tagen dieses Zeitalters. Denk nur einmal kurz über die Gesellschaft nach, die Paulus Timotheus gegenüber beschreibt. Klingt das nicht sehr nach unserer heutigen Gesellschaft? Ich finde schon.

Sei also bereit für die letzten Tage und warte gespannt auf das Wiederkommen von Jesus. Lebe wie Jesus und lebe im entgegengesetzten Geist dieser Gesellschaft, indem du großzügig, demütig, dankbar und beherrscht bist. Lobe Gott, gehorche ihm und zeige den Menschen um dich herum Liebe und Vergebung. 

Lass uns in diesen letzten Tagen zusammen daran arbeiten, den Menschen in dieser Welt die gute Botschaft von Jesus zu bringen!

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Mai, 2022

Ostern steht vor der Tür – ein Feiertag, der für uns Christen eine besondere Bedeutung hat. Manche Menschen lehnen das Geschenk von Ostern aber regelrecht ab. Es ist genau wie bei den beiden Männern, die rechts und links von Jesus gekreuzigt wurden. Zwischen Jesus und diesen beiden Verbrechern entstand ein Gespräch. Es ist ein interessanter Wortwechsel, der zeigt, wie unterschiedlich die Menschen auf die Botschaft des Evangeliums reagieren:

Auch zwei andere Männer, beides Verbrecher, wurden abgeführt, um mit ihm hingerichtet zu werden. Schließlich kamen sie an einen Ort, der Schädelstätte heißt. Dort wurden alle drei gekreuzigt – Jesus in der Mitte und die zwei Verbrecher rechts und links von ihm (Lukas 23,32-33).

Der erste Verbrecher war ein Spötter. In Lukas 23,39 steht: Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, spottete: »Du bist also der Christus? Beweise es, indem du dich rettest – und uns mit!«

Er zeigte keinerlei Reue für seine Verbrechen und sprach nur Beleidigungen und Flüche aus. Genau diese Haltung haben manche Leute. Sie zeigen keine Demut und erkennen ihre Sünde nicht an. Stattdessen spotten sie über Gott und lehnen ihn ab, weil er nicht tut, was sie wollen und weil er nicht nach ihrer Pfeife tanzt. Wenn Gott nicht so reagiert, wie er es ihrer Meinung nach sollte oder nicht irgendeine Tragödie verhindert, schieben sie ihm die Schuld zu und verfluchen ihn sogar.

Sie erkennen nicht, dass es die Sünde der Menschen ist, die all die Not und das Leid in dieser Welt verursacht hat. Der Verbrecher sagte: „Rette dich selbst.“ Doch Jesus musste nicht gerettet werden – die ganze Welt musste gerettet werden! Und genau das tat er am Kreuz. 

Der zweite Mann war der Dieb auf der anderen Seite des Kreuzes, an dem Jesus Christus hing. Er war derjenige, der Reue zeigte. In Lukas 23,40-41 steht: Doch der andere mahnte: »Hast du nicht einmal jetzt Ehrfurcht vor Gott, da du den Tod vor Augen hast? Wir haben für unsere Vergehen den Tod verdient, aber dieser Mann hat nichts Unrechtes getan.«

Er sagte zu dem anderen Verbrecher: „Du stehst unter demselben Gericht. Wir bekommen das, was wir für unsere Taten verdienen.“ Genau wie diese beiden Verbrecher steht auch die gesamte Welt unter Gottes Gericht und ist verurteilt.

Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verspielt – und der Lohn der Sünde ist der Tod (vgl. Römer 3,23, 6,23).

Der zweite Verbrecher hatte das verstanden und sagte: „Wir haben für unsere Vergehen den Tod verdient“. Genau wie er müssen wir unsere Schuld eingestehen, bevor wir freigesprochen werden können. Wir müssen Buße tun und an das Evangelium glauben. Buße ist immer der Schritt, der vor dem Glauben kommt. 

Dieser Mann hatte schwere Verbrechen begangen. Er bittet Jesus nur darum, an ihn zu denken, wenn er ins Paradies kommt. In Lukas 23,43 steht: Da antwortete Jesus: »Ich versichere dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.« Überlegen Sie sich das einmal. Dieser Mann konnte nicht wiedergutmachen, wo er anderen Schaden zugefügt hatte. Er konnte kein verändertes Leben mehr führen. Er konnte rein gar nichts tun. Denn Rettung geschieht allein aus Gnade durch Glauben und nichts weiter.

Wenn wir Jesus anrufen und ihn als unseren Herrn bekennen, schenkt er uns die Gewissheit, dass wir gerettet sind und zu seiner Familie gehören. Dann ist unsere ewige Zukunft gesichert. Wie diese beiden Verbrecher sind auch wir alle verurteilt. Die gesamte Welt ist vor Gott schuldig geworden. Doch am Kreuz hat Jesus für alles bezahlt. Das Kreuz steht im Mittelpunkt unserer Rettung. Aber auf Golgatha standen auch noch zwei andere Kreuze, die uns viel darüber lehren können, was es bedeutet, diese Rettung anzunehmen.

Danke, dass du uns dabei unterstützt, Menschen weltweit mit der rettenden Botschaft unseres Retters Jesus bekanntzumachen!

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief April, 2022

Unsere Welt erlebt gerade schwere Zeiten. Und es kann gut sein, dass es erst noch mal schlimmer wird, bevor alles besser wird. Doch die gute Nachricht ist, dass Gott von nichts überrascht ist. Er sorgt immer für seine Kinder, ganz gleich, was in der Gesellschaft vor sich geht oder auf der Welt geschieht. Er hat alles fest im Blick.

In Offenbarung 21,1-3 lesen wir von der wunderbaren Zukunft, die auf uns wartet: Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der alte Himmel und die alte Erde waren verschwunden. Und auch das Meer war nicht mehr da. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen wie eine schöne Braut, die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat. Ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: »Siehe, die Wohnung Gottes ist nun bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein.

Er wird einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen. Diese neue Erde wird der Wohnort von Gott sein. Und sie wird auch unser Wohnort sein. Wir werden in Ewigkeit mit ihm zusammenleben. 

Vielleicht fragst du dich: „Wie lange dauert es, bis Jesus wiederkommt? In der Welt herrscht so viel Chaos. Kein Politiker kann das ändern. Nur Jesus kann das.“ 

Die Jünger in Matthäus 24,3 stellten Jesus eine ähnliche Frage: „Was wird das Zeichen für deine Wiederkunft und das Ende der Welt sein?“

Seine Antwort war (ich sage es mit eigenen Worten): „Es wird Kriege geben. Es wird Gerüchte von Kriegen geben. Ein Volk wird sich gegen das andere erheben. Es werden viele falsche Religionen aufsteigen. Es wird Erdbeben an verschiedenen Orten geben. Es wird unheilbare Krankheiten und Pandemien geben. Es wird Hungersnöte geben.“

Und dann sagt er schließlich: „Die Botschaft vom Reich Gottes wird auf der ganzen Welt verkündet werden als Zeugnis für die Völker. Und dann wird das Ende kommen.“ Wir erleben gerade bereits, wie all diese Dinge passieren: Kriege, Gerüchte von Kriegen, Erdbeben, Pandemien und der Aufstieg falscher Religionen.

Doch Jesus sagt: „Die Botschaft vom Reich Gottes wird auf der ganzen Welt gepredigt werden, damit alle Völker sie hören, und dann erst wird das Ende kommen.“ (Matth. 24,14)

Das Wort Völker ist das griechische Wort ethnos. Es bedeutet wörtlich, dass diese Botschaft vom Reich Gottes in jeder Ethnie, jedem Stamm, jeder Volksgruppe und jeder Sprachgruppe verkündet wird, damit die Menschen sie hören. Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr mich das begeistert! Denn unsere Generation ist die erste, in der dies überhaupt möglich ist. Es wird in jeder Sprachgruppe und jeder Ethnie auf der ganzen Welt einen Zeugen für das Evangelium geben. Und dann wird das Ende kommen.

In Offenbarung 22 sagt uns Jesus in den Versen 7,12 und 20 mehrere Male, dass er bald wiederkommen wird. Und wenn wir uns die Zeichen um uns herum anschauen und sehen, wie sich die biblischen Zeichen genau erfüllen, dann ist das meiner Ansicht nach ein Grund zu großer Freude! Jesus kommt wieder! Gott hat diese alte Welt nicht vergessen. Und er wird auch dich nie vergessen. Wir haben das Privileg, während einer Generation zu leben, die vielleicht die letzte sein wird – diejenige, die miterleben wird, wie der König der Könige zurückkehrt.

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief März 2022

Das menschliche Gewissen ist für den christlichen Glauben und die Lehre der Bibel ein sehr zentrales Thema – insbesondere, wenn Christen zu gesellschaftlichen Themen unterschiedliche Ansichten haben, zum Beispiel zum Thema Impfen oder zur staatlichen Unterordnung. Fest steht, dass das menschliche Gewissen vor Gott heilig ist, und dass es Sünde ist, ihm zuwiderzuhandeln. Es hilft uns bei Entscheidungen. 

Aber was genau sagt die Bibel noch zu diesem Thema? Im Folgenden findest du einige Wahrheiten und Grundsätze dazu aus Gottes Wort, die es wert sind, näher betrachtet zu werden:

„Das Ziel meiner Unterweisung ist, dass alle Christen von der Liebe erfüllt sind, die aus einem reinen Herzen kommt, aus einem guten Gewissen und aufrichtigem Glauben“ (1. Timotheus 1,5).

„Dies ist ein Gleichnis für unsere Gegenwart: Die Gaben und Opfer der Priester können das Gewissen der Menschen, die sie darbringen, letztlich nicht von Schuld befreien“ (Hebräer 9,9).

„Wie viel mehr kann dann das Blut des Christus bewirken, denn durch die Kraft von Gottes ewigem Geist brachte Christus sich selbst Gott als vollkommenes Opfer für unsere Sünden dar. Er befreit unser Gewissen, indem er uns freispricht von unseren Taten, für die wir den Tod verdienen. Nun können wir dem lebendigen Gott dienen“ (Hebräer 9,14).

„Mit gutem Gewissen können wir sagen, dass wir in allem, was wir taten, stets offen und ehrlich waren. Wir haben uns auf Gottes Gnade verlassen und nicht auf unsere eigene Weisheit. So verhielten wir uns bei allen Menschen und ganz besonders euch gegenüber“ (2. Korinther 1,12).

„Das ist ein Bild für die Taufe, die euch jetzt rettet. Die Taufe ist keine körperliche Reinigung, sondern die Bitte an Gott um ein reines Gewissen. Dies ist möglich durch die Kraft der Auferstehung von Jesus Christus“ (1. Petrus 3,21).

„Was ich nun sage, sage ich in der Gegenwart von Christus. Es ist die Wahrheit – ich lüge nicht – und der Heilige Geist bestätigt es mir durch mein Gewissen …“ (Römer 9,1)

„Durch ihr Verhalten zeigen sie, dass Gottes Gesetz in ihr Herz geschrieben ist, denn ihr eigenes Gewissen und ihre Gedanken klagen sie entweder an oder bestätigen, dass sie das Richtige tun“ (Römer 2,15).

„Als sie aber das hörten, gingen sie – von ihrem Gewissen überführt – einer nach dem anderen hinaus, angefangen von den Ältesten bis zu den Geringsten; und Jesus wurde allein gelassen, und die Frau, die in der Mitte stand.“ (Johannes 8,9; SLT).

„Paulus sah den Hohen Rat mit festem Blick an und begann zu sprechen: ‚Brüder, ich habe immer mit gutem Gewissen vor Gott gelebt!‘“ (Apostelgeschichte 23,1).

„Aus diesem Grund versuche ich immer, mir vor Gott und den Menschen ein reines Gewissen zu bewahren“ (Apostelgeschichte 24,16).

„Ich danke Gott, dem ich mit einem reinen Gewissen diene, wie meine Vorfahren es taten. Nacht und Tag denke ich in meinen Gebeten an dich“ (2. Timotheus 1,3).

Genauso ist es notwendig, dass auch die Diakone geachtete und glaubwürdige Menschen sind. Sie dürfen keine Trinker sein und nicht nach maßlosem Gewinn streben. Sie sollen mit gutem Gewissen so leben, wie es der Wahrheit des Glaubens entspricht“ (1. Timotheus 3,8-9).

„Deshalb wollen wir mit aufrichtigem Herzen voller Vertrauen und Zuversicht in die Gegenwart Gottes treten. Denn unser Herz wurde ja mit dem Blut von Christus besprengt. Damit ist unser Gewissen von Schuld befreit und unser Körper mit dem Reinigungswasser gewaschen.“ (Hebräer 10,22; NeÜ).

„Macht Christus zum Herrn eures Lebens. Und wenn man euch nach eurer Hoffnung fragt, dann seid immer bereit, darüber Auskunft zu geben, aber freundlich und mit Achtung für die anderen. Bewahrt euch ein reines Gewissen. Wenn dann jemand etwas Böses über euch sagt, wird er beschämt werden, weil euer vorbildliches Leben mit Christus ihn Lügen straft“ (1. Petrus 3,15-16).

„Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind“ (1. Timotheus 4,1-2; SLT).

„Halte dabei an deinem Glauben an Christus fest (verlasse dich mit deiner ganzen menschlichen Persönlichkeit in absolutem Vertrauen und vollkommener Zuversicht auf Gott) und bewahre dir immer ein gutes (reines) Gewissen. Denn indem sie nicht darauf hörten, was ihr Gewissen ihnen sagte und dagegen handelten, haben einige Menschen in ihrem Glauben Schiffbruch erlitten“ (1. Timotheus 1,19; AMPC).

Unser Gewissen und die Unterordnung unter die Autorität der Regierung

Es ist klar, dass unser Gewissen wichtig für Gott ist. Wie sollte sich nun unser Gewissen auf unsere Unterordnung unter Menschen, die Regierungspositionen innehaben, auswirken? Im Römerbrief lesen wir:

„Gehorche der Regierung, unter der du lebst, denn sie ist von Gott eingesetzt. Alle Regierungen haben ihre Vollmacht von Gott. Wer sich also den Gesetzen des Landes widersetzt, der verweigert Gott selbst den Gehorsam und wird bestraft werden. Wer vorbildlich und gut handelt, braucht sich vor den Regierenden nicht zu fürchten, denn nur die müssen sich fürchten, die unrecht tun. Deshalb tu, was richtig ist, und du wirst sogar noch dafür gelobt werden. Die Regierung ist von Gott dazu eingesetzt, dich zu unterstützen. Wenn du jedoch unrecht tust, ist deine Angst begründet, denn du wirst bestraft werden. Sie ist von Gott dazu eingesetzt, diejenigen in seinem Auftrag zu bestrafen, die unrecht tun. Du sollst der Regierung also aus zwei Gründen gehorchen: damit du nicht bestraft wirst und damit du ein reines Gewissen behältst“ (Römer 13,1-5).

Die Bibel lehrt ganz klar, dass wir die Autorität der Regierung anerkennen und respektieren sollen, und darüber hinaus lehrt uns die Bibel und unser Gewissen, dass wir der Regierung geben sollen, was ihr zusteht.

Wir Christen werden jedoch nicht gelehrt, den Autoritäten, denen wir unterstehen, blind zu gehorchen. Petrus erklärt in Apostelgeschichte 5,29: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“, und in Apostelgeschichte 4,19 heißt es, dass wir mehr auf Gott hören sollten als auf Menschen.

In Römer 13 lesen wir weiter, was es genau bedeutet, den Amtsträgern der Regierung zu gehorchen. In den Versen 6 und 7 wird gelehrt, dass es bei dem Gehorsam, der von Christen verlangt wird, um Steuern, Zölle, Achtung und Ehre geht.

Wenn eine Regierungsautorität von einem Christen verlangt, dass er Dinge tut, die der Bibel oder seinem Gewissen entgegenstehen, ist er nicht verpflichtet, sich diesen Forderungen zu beugen und gegen sein Gewissen zu handeln.

Das heilige Wesen des Gewissens

Unserem Gewissen haftet etwas Heiliges an, und letztendlich beeinflusst es unsere Beziehung mit Gott. Denke einmal über die folgenden Verse nach:

„Ich weiß und bin durch Jesus, den Herrn, davon überzeugt, dass nichts grundsätzlich unrein (beschmutzt und unheilig) [und daher verboten] ist. Aber [dennoch] ist es unrein (beschmutzt und unheilig) für jeden, der es für unrein hält“ (Römer 14,14; AMPC).

„Du darfst Gottes Werk um des Essens willen nicht übergehen, aufspalten oder zunichte machen! Tatsächlich ist alles [zeremoniell] sauber und rein, doch es ist falsch, das Gewissen anderer zu belasten oder sie durch das, was sie essen, zu Fall zu bringen. Richtig ist es, [überhaupt] kein Fleisch zu essen und keinen Wein zu trinken [oder irgendetwas anderes zu tun], das deinen Bruder stolpern lässt, ihn in Gewissenskonflikt bringt oder ihn kränkt oder schwächt“ (Römer 14,20-21; AMPC).

„Aber wer Zweifel (Bedenken, ein schlechtes Gewissen) hat, wenn er etwas isst und dann isst [vielleicht wegen dir], steht verurteilt [vor Gott], weil er seinen Überzeugungen nicht treu bleibt und nicht im Glauben handelt. Denn was immer seinen Ursprung nicht im Glauben hat und nicht aus diesem hervorgeht, ist Sünde [was immer getan wird, ohne dass man von dem Wohlgefallen Gottes überzeugt ist, ist sündhaft]“ (Römer 14,23; AMPC).

Einfach ausgedrückt: Unser Gewissen wurde uns von Gott gegeben, und er erachtet es als so heilig, dass es eine Sünde ist, ihm zuwiderzuhandeln.

Wenn jemand davon überzeugt ist, dass es eine Sünde sei, Wein zu trinken oder Schweinefleisch zu essen (was hier nur als Beispiel zur Veranschaulichung dient) und es trotzdem tut, sei es aufgrund seines persönlichen Zuwiderhandelns, durch Gruppendruck oder auch durch von der Regierung auferlegten Zwang, hat er gegen Gott gesündigt.

Als Christen stehen wir unerschütterlich auf diesem klaren Grundsatz der Bibel.

Jemand mag die Freiheit haben, Wein zu trinken und Schweinefleisch zu essen, während das Gewissen eines anderen es ihm nicht erlaubt. In solchen umstrittenen Angelegenheiten legt die Bibel die Entscheidung in die Hände des eigenen Gewissens und betont die Verantwortung vor Gott. 

Das vierzehnte Kapitel des Römerbriefs befasst sich mit umstrittenen Angelegenheiten, in denen das Gewissen eines jeden sein Verhalten und seine Entscheidung bestimmt (siehe Römer 14,1).

In 1. Korinther 8,4-13 wird dasselbe gelehrt. Hier heißt es, ein Zuwiderhandeln gegen das eigene Gewissen wird dieses beschmutzen, was, wenn dieses Handeln fortgesetzt wird, letztendlich dazu führen kann, dass jemand geistlich stirbt.

Tatsache ist: Wenn jemand dazu gebracht wird, gegen sein Gewissen zu handeln (das gilt auch für Dinge, die zweifelhaft oder umstritten sind), ist er möglicherweise bald auch bereit, den klar definierten Grundsätzen der Bibel entgegenzuhandeln, was zu seiner geistlichen Zerstörung führen kann.

Dasselbe, was für den Umgang mit Schweinefleisch und Wein gilt, greift auch für den Umgang mit dem Thema Impfen. Die eine Person in der Gemeinde hat vielleicht kein Problem mit seinem Gewissen, sich impfen zu lassen, während eine andere davon überzeugt ist, dass die Impfung für sie falsch oder sogar schädlich ist. In dem Fall wäre es eine Sünde, wenn die Person es trotzdem täte.

Als Glieder des Leibes Christi sollten wir Christen niemals etwas tun, von dem uns die Bibel oder eben auch unser Gewissen sagt, dass es für uns Sünde ist. Das ist ein fester Grundsatz unseres christlichen Glaubens.

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Fühlst du dich gerade so, als ob Wolken der Hoffnungslosigkeit über deinem Leben hängen und alles überschatten, was gut und positiv ist? Dann möchte ich dich heute ermutigen und dir sagen: Es gibt Hoffnung für deine Zukunft!

Schauen wir uns dazu Jeremia 29,11 an. Gottes Volk befand sich in Babylon in der Gefangenschaft und der Prophet Jeremia sagte durch den Heiligen Geist: Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.  

Gott denkt exakt dasselbe auch über dich: Gedanken des Friedens, um dir Zukunft und Hoffnung zu geben.

Ein paar Kapitel weiter lesen wir in Jeremia 31,16–17: Doch der Herr tröstet sie und spricht: ‚Hör auf zu weinen und zu klagen, denn das, was du für deine Kinder getan hast, soll nicht vergeblich gewesen sein. Deine Kinder werden aus dem Land des Feindes zu dir zurückkehren‘, spricht der Herr. ‚Es gibt noch Hoffnung für die Zukunft, denn deine Kinder kehren in ihre Heimat zurück.‘

Fassen wir diese Verse noch einmal zusammen:

Viele Menschen erleben momentan Trauer und Hoffnungslosigkeit – verursacht durch die Pandemie, den Verlust der Arbeitsstelle oder einem Mangel an zwischenmenschlichen Begegnungen. Aber genauso, wie diese Worte für das Volk Israel zur Zeit von Jeremia galten, gelten sie heute für uns – für dich. Auch wenn du das Gefühl hast, ganz allein und verloren im Land des Feindes zu sein, hat Gott eine Zukunft, eine Hoffnung und einen Plan für dich.

Und noch etwas kann dir dabei helfen, Hoffnungslosigkeit zu überwinden: Es ist wichtig, dass du verstehst, dass Hoffnung – genau wie Glaube – durch das Hören auf Gottes Wort entsteht. In der Bibel heißt es, dass Glaube durch das Hören kommt und die Verkündigung durch das Wort Gottes geschieht.

Genauso ist es mit der Hoffnung. Der Teufel würde dich am liebsten isolieren, sodass du nicht hörst, wie andere Leute davon erzählen, was Gott in ihrem Leben getan hat und wie Gott sie durch Situationen hindurchgeführt hat. Aber das ist eine Wahrheit, die du unbedingt hören musst: Es gibt andere Menschen, die genau das Gleiche durchgemacht haben. Und Gott hat sie treu durch alles hindurchgeführt. Wir müssen immer wieder solche Geschichten hören, anstatt uns in unserem Denken oder physisch von anderen zu isolieren.

In Psalm 78 wird Gottes Volk dazu aufgefordert, immer wieder die Geschichten von Gottes Macht und seinem Eingreifen in ihrem Leben zu erzählen, damit die nächsten Generationen ihre Hoffnung von Neuem auf Gott setzen (Psalm 78,7). Hoffnung wird lebendig, wenn wir hören, was Gott für andere getan hat.

Gott segne dich!

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Februar 2022

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