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Wie der Heilige Geist dir Weisheit schenkt

Sehnst du dich danach, weise Entscheidungen zu treffen? Wahre Weisheit kommt von Gott – und er möchte sie dir gerne geben!

Bayless Conley zeigt dir heute anhand der Bibel fünf Wege, wie du diese Weisheit durch den Heiligen Geist empfangen kannst.
Lass dich ermutigen und dir von Gott helfen, inmitten all deiner Herausforderungen den nächsten weisen Schritt zu gehen.

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  • Hallo, liebe Freunde! Wie schön, dass Sie heute dabei sind. Es gibt etwas, das wir alle gemeinsam haben: Wir alle brauchen Weisheit. Manche stehen vielleicht an einem entscheidenden Punkt oder an einer Weggabelung und wissen nicht, wohin sie gehen sollen. Gott kann Ihnen Weisheit schenken. In der Bibel steht, dass er den Gerechten Weisheit gibt. In dieser Predigt geht es um fünf Wege, wie uns der Heilige Geist die Weisheit Gottes schenkt. Sind Sie bereit?

    Hallo, ich bin Bayless Conley. Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt: Er hat Antworten auf deine Fragen.

    Haben Sie eine Bibel zur Hand? Wir wollen uns gleich ein paar Stellen darin anschauen. Prediger 10 und Sprüche 4. In Prediger 10,10 heißt es:

    „Wenn man einer stumpfen Axt
    nicht rechtzeitig die Klinge schärft,
    kostet die Arbeit mehr Kraft.
    Weisheit sorgt vor und bringt Vorteile.“

    Ich kannte einmal einen alten Holzfäller. Damals fällten sie alle Bäume mit einer Axt, nicht mit der Kettensäge. Und er hatte immer eine Feile in seiner Hosentasche. Wenn er einen Baum gefällt hatte, setzte er sich auf den Baumstumpf, zog die Feile aus der Tasche und schärfte die Axt. Dann wandte er sich dem nächsten Baum zu. Wenn dieser Baum gefällt war, setzte er sich auf den Baumstumpf, zog die Feile heraus und schärfte die Axt wieder. Er sagte: „Die anderen Männer im Team machten direkt weiter. Sie gingen von einem Baum zum anderen und legten sich mächtig ins Zeug. Aber am Abend hatte ich immer mehr geschafft als sie. Sie brauchten viel mehr Kraft,“ sagte er, „brachten aber weniger zustande, weil ich mir die Zeit nahm, meine Axt zu schärfen.“ So ist es mit der Weisheit. Man kann viel Energie und Kraft verschwenden und trotzdem wenig zustande bringen, wenn einem die Weisheit fehlt.

    Gehen wir zu Sprüche 4. Ich lese von Vers 5 bis Vers 8. Da heißt es:

    „Lerne, weise zu sein, und schule deinen Verstand.
    Vergiss meine Worte nicht und lass sie nicht außer Acht.
    Bemühe dich immer um Weisheit, dann wird sie dich beschützen.
    Liebe sie, und sie wird dich bewahren.
    Weisheit zu erwerben
    ist das Wichtigste im Leben!
    Und alles, was du hast, setze dafür ein, Verstand zu erwerben.
    Wenn du die Weisheit ehrst, wirst du Anerkennung erlangen.
    Liebe sie und sie bringt dich zu Ehren.“

    Erwerben wir Weisheit. Weisheit ist das Wichtigste. Sie steht über allem und vor allem anderen. Weisheit ist das höchste Gut. Die Frage ist: Wie bekommen wir Weisheit? Wir bekommen sie durch den Heiligen Geist. Wir haben in den letzten Monaten viel über das Wirken des Heiligen Geistes in und durch die Kirche gesprochen. In und durch Christen wie Sie und mich.

    Und alles, was Gott uns schenkt, bekommen wir durch den Heiligen Geist. In Epheser 1,3 steht, dass wir jede Gabe von Gott – wörtlich sind damit körperliche, materielle und geistliche Gaben gemeint – durch die Wirkung des Heiligen Geistes bekommen. Und dazu gehört auch Weisheit.

    Im Buch Jesaja wird der Heilige Geist als Geist der Weisheit bezeichnet. Die Frage ist: Wie gibt der Heilige Geist uns Gläubigen die Weisheit Gottes? Nun, ich möchte heute über fünf Wege sprechen, auf denen er das tut. Man kann es auch „Die fünf Arten von Weisheit“ nennen. Die erste nenne ich „angeborene Weisheit“. In 2. Mose 36, ab Vers 1 lesen wir:

    „Bezalel, Oholiab und die anderen Kunsthandwerker, denen der Herr Weisheit und Verstand gegeben hat, werden das Zelt Gottes genauso bauen und einrichten, wie der Herr es befohlen hat.

    Also beauftragte Mose Bezalel und Oholiab und all die anderen Kunsthandwerker, denen der Herr besondere Fertigkeiten verliehen hatte und die gerne mitarbeiten wollten, mit der Arbeit zu beginnen.“

    Manche von Ihnen haben die angeborene Fähigkeit, bestimmte Dinge zu tun oder zu verstehen. Sie schauen sich etwas an und verstehen es einfach. Andere Leute verstehen es nicht, aber Sie schon. Sie schauen sich etwas an und denken: „Ja natürlich, das ist doch ganz einfach.“ Und wir anderen kratzen uns am Kopf und denken: „Das ist unmöglich.“

    In der Bibel ist oft von männlichen und weiblichen Kunsthandwerkern die Rede, denen Gott Weisheit in ihre Herzen legte, damit sie wussten, wie man herrliche Kleider herstellte, mit Holz und kostbaren Edelsteinen arbeitete, Silber, Gold und andere Edelmetalle verarbeitete oder wunderschöne Bauwerke errichtete.

    Im Buch Esra ist sogar von Menschen die Rede, die von Gott geschenkte Weisheit besitzen, um als Staatsbeamte zu arbeiten. Bei Jesaja wird über Bauern gesprochen, die eine angeborene Weisheit besitzen, um zu wissen, wie man das Land bebaut. Wenn Sie denken, Landwirtschaft wäre einfach, haben Sie es noch nie probiert.

    Mein Schwiegervater war Landwirt, mehrere meiner Schwager waren Landwirte und mein Großvater hatte eine Viehzucht. Das ist keine leichte Sache. Hören Sie sich mal diese Verse an. Sie stehen in Jesaja 28, die Verse 26 und 29. Dort steht:

    Der Bauer weiß, was er tun muss.
    „Sein Gott hat ihn unterwiesen, wie er es richtig machen soll.“

    „Auch das kommt vom Herrn, dem Allmächtigen.
    Er gibt erstaunliche Intelligenz und großen Scharfsinn.“

    Ich treffe viele Pastoren. Im Laufe der Jahre bin ich vielen Gruppen von Pastoren begegnet. Oft werde ich dann gefragt: „Wie schreibt man eine Predigt?“ Und dann antworte ich: „Ich weiß es nicht genau.“ Das ist die Wahrheit. Ich weiß es nicht. Ich kann ihnen sagen, wie ich die Bibel studiere. Ich lese ein Kapitel immer und immer wieder und denke darüber nach. Aber wie alles zusammenpasst, sehe ich einfach. Ich weiß nicht, wie. Ich denke, das ist eine angeborene Weisheit, die Gott mir geschenkt hat.

    Manche Leute sind am falschen Platz. Es liegt nicht daran, dass sie faul sind oder die falsche Haltung haben. Sie haben einfach kein kreatives Gespür für den Bereich, in dem sie arbeiten. Sie sehen nicht, was getan werden muss. Sie können vielleicht etwas am Laufen halten, aber sie können es nicht weiterentwickeln. Sie besitzen nicht die Kreativität oder die Erkenntnis der angeborenen Weisheit.

    Und manchmal muss der Chef oder der Leiter einer Organisation, eines Werks oder eines Unternehmens jemanden im Interesse des Werkes oder des Unternehmens und im Interesse dieser Person an einen anderen Platz versetzen oder kündigen. Denn wenn Menschen nur an einer Stelle arbeiten, weil es sicher für sie ist, sie aber kein kreatives Gespür, keine angeborene Weisheit dafür haben, werden sie nie den Willen Gottes für ihr Leben erfüllen. Jeder von Ihnen hat eine angeborene Weisheit für etwas.

    Kommen wir zu der zweiten Art Weisheit. Wir nennen sie „geschenkte Weisheit“. In 5. Mose 34,9 steht:

    „Josua, der Sohn Nuns, war mit dem Geist der Weisheit erfüllt, denn Mose hatte ihm die Hände aufgelegt. Deshalb hörten die Israeliten auf ihn und machten alles so, wie der Herr es ihnen durch Mose befohlen hatte.“

    Diese Idee kam von Gott. Josua hat sich nicht hingestellt und gesagt: „Mose, leg mir die Hände auf. Ich möchte dein Amt haben.“

    Das ist mir im Laufe des Jahres mehrmals passiert. Manchmal kommen Leute zu mir, die ich nicht einmal kenne, und sagen: „Pastor, können Sie mir bitte die Hände auflegen? Ich möchte diese Aufgabe auch haben.“ So funktioniert das nicht. Ich wiederhole: So funktioniert das nicht.

    Ich glaube, dass uns Weisheit geschenkt wird. Wenn wir die Geschichte lesen und sie mit 4. Mose 27 vergleichen, sehen wir, dass Gott derjenige war, der Mose auf Josua aufmerksam machte. Gott wies Mose an, Josua die Hände aufzulegen. Es kam von Gott.

    Genauso ist es, wenn wir uns Geschichten wie die von Elia und Elisa anschauen. Elisa bekam eine doppelte Portion von Elias Begabung. Er übernahm sein Amt. Aber das kam von Gott. Gott war derjenige, der es arrangierte und die Anweisungen gab.

    Und das ist wichtig. Denn ich glaube, dass heutzutage in der Kirche oft leere Hände auf leere Köpfe gelegt werden.

    Wie gesagt: Ich glaube an geschenkte Weisheit. Ich glaube, dass das biblisch ist. Aber es muss von Gott ausgehen.

    Es war nicht Josua, der sagte: „Mose, Gott hat mir gesagt, dass ich zu dir kommen soll. Ich spüre, dass Gott mir sagt, dass du mir die Hände auflegen sollst, damit ich den Geist der Weisheit bekomme.“ Nein, es war Gott, der mit Mose über Josua sprach.

    Manche denken vielleicht: „Wenn es von Gott ausgehen muss, was tue ich dann? Soll ich einfach warten und hoffen?“ Das führt uns direkt zu der dritten Art von Weisheit, und das ist von Gott ausgesprochene Weisheit oder Gottes Wort. Gottes ausgesprochene Weisheit. In 5. Mose 4,5-6 steht:

    „Wenn ihr in dem Land lebt, in das ihr zieht, um es zu erobern, sollt ihr diese Gesetze und Vorschriften halten. So wie der Herr, mein Gott, es mir aufgetragen hat, habe ich sie euch übermittelt. Befolgt sie, denn ihretwegen werdet ihr eure Nachbarvölker durch eure Weisheit und Klugheit beeindrucken. Wenn sie von euren Gesetzen hören, werden sie sagen: Dieses große Volk ist wirklich klug und weise.“

    Paulus schrieb in 2. Timotheus 3,15 an den jungen Timotheus:

    „Von Kindheit an bist du in der heiligen Schrift unterwiesen worden, und sie kann dich weise machen, die Rettung anzunehmen, die der Glaube an Christus Jesus schenkt!“

    „Von Kindheit an hast du die Heilige Schrift gekannt, und sie kann dich weise machen.“ Die Heilige Schrift kann uns also weise machen.

    Wenn Sie weise werden wollen, schlagen Sie die Bibel auf. Entwickeln Sie eine Liebesbeziehung zu Ihrer Bibel. Der Heilige Geist wird durch sie zu Ihnen sprechen. Die Schrift kann Sie weise machen. Das ist unsere Weisheit in dieser gefallenen Welt, in der wir leben. Lesen Sie in der Bibel, bevor Sie wichtige Entscheidungen treffen.

    In Jeremia 8,9 steht:

    „Wie können sie auf den Gedanken kommen, dass sie weise sind,
    wenn sie doch das Wort des Herrn verworfen haben?“

    Wenn Sie mitten in einer Ehekrise stecken, finden Sie Weisheit in der Bibel. Wenn Sie mitten in einer beruflichen Krise stecken, finden Sie Weisheit in der Bibel. Der Heilige Geist wird zu Ihnen sprechen. Wenn Sie mitten in einer gesundheitlichen Krise stecken, finden Sie Weisheit in der Bibel. Wenn irgendetwas mit Ihren Kindern nicht in Ordnung ist, finden Sie Weisheit in der Bibel. Wenn Sie Probleme mit dem Gesetz haben, finden Sie Weisheit in der Bibel. Und Gott wird sie Ihnen nicht vorenthalten. In der Bibel steht, dass Gott den Gerechten Weisheit schenkt, nicht von ihnen verlangt. Er schenkt Ihnen Weisheit. Lesen Sie in der Bibel und Gott wird zu Ihnen sprechen.

    Kommen wir zum vierten Punkt, der „Weisheit durch Ratgeber“. Ich möchte ein paar Verse aus dem Buch der Sprüche vorlesen. Ich beginne mit Sprüche 12,15. Da heißt es:

    „Nur Narren glauben, sie bräuchten keinen Rat,
    weise Menschen aber hören auf andere.“

    Sprüche 13,20:

    „Wer sich mit den Weisen trifft, wird weise;
    wer sich mit den Narren einlässt, wird sich selbst schaden.“

    Sprüche 24,6:

    „Deshalb zieh nicht in den Krieg, ohne zuvor weisen Rat einzuholen;
    der Sieg hängt von der Zahl der Ratgeber ab.“

    Wer nur auf sich selbst hört, hat einen Narren zum Ratgeber.

    Gott wird Ihnen in Ihrem Leben gläubige Freunde zur Seite stellen, die Ihnen sagen, was sie denken. Natürlich treffen wir letztendlich die Entscheidung. Nicht wahr? Wir können keinem anderen die Schuld geben. Aber das ist es, was Ratgeber tun. Und manchmal ist ein wenig guter alter gesunder Menschenverstand Gold wert. Wirklich!

    Okay. Nummer fünf. „Erbetene Weisheit“. Jakobus 1,5:

    „Wenn jemand unter euch Weisheit braucht, weil er wissen will, wie er nach Gottes Willen handeln soll, dann kann er Gott einfach darum bitten. Und Gott, der gerne hilft, wird ihm bestimmt antworten, ohne ihm Vorwürfe zu machen.“

    Wenn jemand Weisheit braucht, der bitte Gott darum. Bei dem Wort „braucht“ steht hier im Griechischen ein Wort, das in der Antike benutzt wurde und ein Ausdruck aus dem Bankwesen war. Es bedeutete, dass man nicht genug Geld auf seinem Konto hatte, um das zu bezahlen, was man kaufen wollte.

    Wenn Sie also nicht genug Weisheit in Ihrem Herzen haben, um das zu lösen, was auch immer Sie lösen müssen, bitten Sie Gott darum und er wird es Ihnen im Überfluss geben. Ihr Konto wird übervoll sein. Sie werden mehr als genug Weisheit haben, um diese Entscheidung zu treffen. Und Gott wird Ihnen keinen Vorwurf machen.

    Er wird nicht die Arme verschränken und sagen: „Ich kann nicht glauben, dass du das nicht weißt. Wie lange bist du schon Christ? Wie lange gehst du schon in diese Kirche? Hörst du denn nie zu, wenn der Pastor predigt?“

    Gott wird Ihnen Weisheit schenken, wenn Sie darum bitten. Er wird Ihnen Weisheit für Ihre Kinder, Ihre Ehe, Ihre Finanzen, Ihre Bemühungen um einen gesunden Körper oder Ihre rechtlichen Schwierigkeiten geben. Was auch immer es sein mag – er wird jedem, der ihn darum bittet, Weisheit schenken.

    Und es geht hier in diesem Kontext um Schwierigkeiten. Ein paar Verse davor steht nämlich: „Wenn ihr in schwierige Situationen geratet, dann freut euch darüber.“ Die Situation ist also: „Ich stecke in Schwierigkeiten. Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ich weiß nicht, was ich tun soll.“ Und Gott sagt: „Bitte um Weisheit und ich gebe sie dir. Ich zeige dir die Schritte, die du gehen musst.“

    Wenn Sie gerade in Not sind, wenn Sie in einem Sturm stecken, dann hat Gott versprochen, Ihnen Weisheit zu schenken, wenn Sie ihn darum bitten.

    Vielleicht denken Sie: „Und wie macht er das?“ Natürlich so, wie er möchte. Aber wahrscheinlich nutzt er einen der Wege, über die wir gesprochen haben. Durch sein Wort. Vielleicht spricht der Heilige Geist direkt zu Ihnen. Jesus sagte: „Wenn der Geist kommt, wird er reden. Er wird euch zeigen, was kommt und euch in alle Wahrheit leiten.“ Vielleicht durch den Rat von anderen. Vielleicht durch einen Traum. Gott hat mir schon mehrmals in Träumen Weisheit für mein Leben geschenkt. Vielleicht auch durch den inneren Frieden als Schiedsrichter.

    In Sprüche 3,17 steht über Weisheit:

    „Die Wege, die sie führt, sind gut
    und begleitet von Frieden.“

    Alle Wege der Weisheit sind gut und alle ihre Wege sind begleitet von Frieden. All ihre Wege sind gut. Und all ihre Wege sind begleitet von Frieden.

    Das hebräische Wort für „gut“ bedeutet wörtlich „glattpoliert“. Damit also das Gegenteil von etwas gemeint, das raue Kanten hat, das einen kratzt oder Schrammen verursacht. Alle Wege der Weisheit sind gut. Sie sind glattpoliert.

    In Kolosser 3,15 steht in der „Amplified Bible“: „Und lasst den Frieden Gottes stets als einen Schiedsrichter handeln, der alle Fragen, die in euren Gedanken aufkommen, endgültig entscheidet und klärt.“ Ich wiederhole: Lassen wir den Frieden Gottes stets als Schiedsrichter in unserem Herzen handeln, der alle Fragen in unseren Gedanken endgültig klärt und entscheidet. Kolosser 3,15.

    Was macht ein Schiedsrichter? Er sagt: „Das ist gegen die Regeln – das ist in Ordnung.“ Wenn ich bete und mir die Zeit nehme, um auf Gottes Antwort zu warten und dann in eine Richtung gehen will, merke ich, dass irgendetwas mich hindert. Etwas stimmt nicht. Etwas hält mich innerlich auf. Das ist der Schiedsrichter. Er sagt: „Das ist nicht in Ordnung. Geh diesen Weg nicht weiter.“

    Oder ich bete, warte auf Gottes Antwort, nehme mir Zeit, um still zu werden und in der Bibel zu lesen, gehe in eine andere Richtung und habe innerlich Frieden. Vielleicht sind in meinen Gedanken immer noch Zweifel, aber ich habe gelernt, Herz und Kopf zu unterscheiden. Und ich habe Frieden. Dann ist auch das der Schiedsrichter. Die wichtigsten Entscheidungen in meinem Leben treffe ich anhand meines inneren Friedens.

    Mit den Gedanken stehen wir in Kontakt zur intellektuellen Welt; mit dem Körper sind wir in Kontakt zur physischen Welt und mit dem Geist, dem Herzen, mit der geistlichen Welt. Und der Teil von uns, zu dem Gott spricht, ist der Geist. Nicht die Gedanken, nicht die Sinne oder die Gefühle. „Gott ist Geist“, sagt Jesus. Wenn Gott zu uns spricht, spricht er durch unseren Geist zu uns.

    In der Bibel steht im Römerbrief: „Der Heilige Geist bezeugt unserem Geist.“ Nicht unserem Verstand, nicht unseren Gefühlen, sondern unserem Geist. Ja, irgendwann finden die Dinge auch ihren Weg zu unserem Verstand. Aber wenn Gott spricht, spricht er zu unserem Geist. Und manchmal braucht es ein Weilchen in der Stille, um sein eigenes Herz zu hören.

    König David sagte einmal: „Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager, aber seid still!“ Einigen von Ihnen ist Ihr eigenes Herz fremd, weil Sie so beschäftigt sind, so viel Lärm herrscht und so viel los ist. „Seid still und erkennt, dass ich Herr bin“, heißt es in der Bibel. In den Momenten der Stille wird er zu Ihnen sprechen und Ihnen Weisheit schenken.

    Noch ein paar Gedanken zum Abschluss. Erstens: Wenn Sie Weisheit bekommen haben, haben Sie Geduld. Jesus sagt: „Die Weisheit ist gerechtfertigt worden von ihren Kindern.“ Eine interessante Aussage. Weisheit ist gerechtfertigt worden von ihren Kindern. Mit anderen Worten: Weisheit erweist sich als Weisheit durch die Früchte, die sie hervorbringt. Was die Weisheit hervorbringt, ist ein Beweis für sie. Manche Leute denken, es sei verrückt, was wir tun oder vorhaben, aber wenn es Frucht bringt, erweist sich am Ende, dass es weise war. Doch manchmal müssen wir Geduld haben.

    Also erstens: Wenn Sie Weisheit bekommen haben, müssen Sie Geduld haben. Und dann der zweite Punkt. Der ist sehr wichtig: Passen Sie auf. Passen Sie auf Ihr eigenes Herz auf.

    Ich möchte Ihnen einen der faszinierendsten Verse der Bibel vorlesen. Er steht in Hesekiel 28. Es geht darin um Luzifer, diesen wunderschönen Engel, den Gott erschuf und der dann stürzte und zu Satan wurde. Diese Verse berichten uns, wie ein herrlicher Engel namens Luzifer zum Teufel wurde. Hesekiel 28. Ich lese ab Vers 13 aus der Neues-Leben-Übersetzung. Gott spricht hier und sagt:

    „Du hast in Eden gewohnt, dem Garten Gottes. Du warst mit allen nur denkbaren Edelsteinen geschmückt: Sarder, Topas, Diamant, Türkis, Onyx, Jaspis, Saphir, Malachit und Smaragd, in Gold gefasst und gebettet. Sie wurden dir am Tag deiner Erschaffung geschenkt.
    Du warst ein glänzender Engelwächter. Du hattest Zutritt zum heiligen Berg Gottes und bist zwischen den feurigen Steinen umhergegangen.
    Du warst untadelig in deinem Verhalten von dem Tag an, als du geschaffen wurdest, bis zu dem Tag, als Unrecht bei dir entdeckt wurde.
    Dein ausgedehnter Handel hat dich grausam werden lassen und du hast gesündigt. Deshalb habe ich dich vom Berg Gottes verbannt. Aus der Mitte der feurigen Steine habe ich dich vertrieben, du mächtiger Wächter.
    Deine Schönheit hat dein Herz zum Hochmut verführt. Du hast deine Weisheit verdorben, weil dir dein Glanz so wichtig war. Deshalb habe ich dich auf die Erde geworfen und dich vor Königen erniedrigt, damit sie sich über deinen Anblick freuen können.“

    „Deine Schönheit hat dein Herz zum Hochmut verführt. Du hast deine Weisheit verdorben, weil dir dein Glanz so wichtig war.“ In der „Guten Nachricht“ steht:

    „Aus lauter Eitelkeit hattest du deine Weisheit preisgegeben.“

    Hören Sie: Stolz, Eitelkeit und die Liebe zum Geld können unsere Weisheit verderben. Von Gott geschenkte Erkenntnisse und Einsichten können zu Hinterlist werden, wenn sie verdorben sind. Von Gott geschenkte Weisheit, um Menschen zu Gott zu führen, kann zu Manipulation verdreht werden, wenn sie verdorben ist. Das geschah mit der Weisheit des Teufels. Achten Sie auf Ihr Herz. Prüfen Sie Ihre Motive.

    Ich kannte Menschen, denen Gott Weisheit und Gaben geschenkt hat, um Unterstützung für Gottes Reich zu gewinnen. Aber sie haben diese Weisheit verdorben. Nicht, dass sie keine Unterstützung mehr bekommen hätten – sie brachten immer noch viel Geld zusammen. Aber nicht mehr für König Jesus, sondern für sich selbst. Ihre Motive waren nicht mehr rein.

    Ich habe Menschen beobachtet, denen Gott Weisheit und Begabung geschenkt hat, um mit ihrem Gesang oder ihren Worten Menschen zu Gott zu führen. Aber es ging nicht mehr darum, Gott zu ehren. Es ging um weltlichen Ruhm. Ihre Arbeit wurde von ihrem Ego angetrieben. Sie hatten die Begabung immer noch. Sie hatten immer noch das, was Gott ihnen gegeben hatte. Aber es war verkehrt. Es war verdorben.

    Achten Sie also auf Ihr Herz. Achten Sie darauf, dass Ihre Motive rein bleiben und dass die Ziele, die Sie erreichen wollen, mit dem übereinstimmen, was Gott möchte. Denn alles, womit er uns begabt, sollte auf die eine oder andere Weise zu Gottes Ehre und dem Bau seines Reiches eingesetzt werden. In welchem Bereich wir auch aktiv sind – dies sollte das Ziel sein, auf das wir hinarbeiten. Die gute Nachricht ist, dass wir Weisheit bekommen können. Der Heilige Geist ist bereit, uns Weisheit zu schenken. Und wir können sie rein halten.

    Ich hoffe, dass die heutige Predigt ein Segen für Sie war. Und hören Sie: Sie hören und schauen mir immer noch zu. Ich möchte Ihnen sagen, dass Gott Weisheit für Sie bereithält. Wenn Sie Pastor oder Leiter sind – Gott hat Weisheit für Sie. Nein, er hat Sie nicht verlassen und er kennt die geheime Sprache Ihres Herzens. Er wird so zu Ihnen sprechen, dass Sie es verstehen können. Es ist kein Zufall, dass Sie mir gerade zuhören.

    Vielleicht haben Sie falsche Entscheidungen getroffen oder große Fehler gemacht. Gott hat einen Weg vorbereitet, den Sie gehen können. Vielleicht stehen Sie mit dem Rücken zur Wand und wissen nicht, wohin Sie sich wenden sollen. Gott kann Sie führen. Kommen Sie zu ihm. Er wird zu Ihnen sprechen. Wie gesagt – es ist kein Zufall, dass Sie diese Predigt gehört haben. Gott hält Weisheit für Sie bereit. Er liebt Sie. Er wird Sie nicht aufgeben. Gott segne Sie.

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