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Warum die Endzeit schon angefangen hat (4)

Was sagt Gott dazu, wie wir als Christen in der heutigen Endzeit leben sollen? Bayless Conley zeigt dir drei Schlüsseleigenschaften, die jetzt wichtig sind. Also los: Kauf die Zeit aus, lass dein Licht leuchten und konzentriere dich auf das, was jetzt zählt!

Liebe Freunde, ich freue mich sehr, dass Sie hier sind! Und ich möchte Sie um etwas bitten. Investieren Sie die nächsten 25 Minuten, in denen wir uns gemeinsam mit Gottes Wort beschäftigen. Worüber wir reden werden, kann Ihr Leben für immer verändern. Wir werden über die Merkmale der letzten Tage der Endzeit sprechen. Möge Gott schenken, dass Sie einiges davon mitnehmen, was Ihnen hilft!

Hallo, ich bin Bayless Conley. Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt: Er hat Antworten auf deine Fragen.

Der Apostel Paulus schrieb in seinem Brief an Timotheus durch den Heiligen Geist, wie die Welt am Ende der Endzeit aussehen wird. Wir schauen uns diese Verse Wort für Wort an, weil Paulus verschiedene Merkmale nennt, wie der Zustand der Gesellschaft sein wird.
Und wenn wir das genaue Gegenteil dessen nehmen, wie die Gesellschaft am Ende der Endzeit sein wird, verstehen wir, wie die Kirche sich verhalten soll, wie wir als Nachfolger Jesu leben und reden sollen.
In 2. Mose 8 sagt Gott zum Pharao: „Ich werde einen Unterschied setzen zwischen meinem Volk und deinem Volk.“ Gott sagte: „Ich werde einen Unterschied setzen zwischen dem Volk Israel und den Ägyptern.“ Später heißt es, dass bei den Ägyptern Finsternis herrschte, aber in den Häusern der Israeliten war es hell. Gott möchte einen Unterschied zwischen seinem Volk und den Menschen der Welt in unserer Generation, in unserer Zeit setzen.

Ich möchte Ihnen die folgenden Verse aus 2. Timotheus 3,1-5 vorlesen. Dort heißt es:

„Dies aber wisse“ – sei versichert, das ist eine Gewissheit –

„Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden.“

Das Wort, das hier für „letzte“ gebraucht wird, meint den Höhepunkt, das Ende von etwas. Es bezeichnet zum Beispiel den letzten Tag einer Woche, den letzten Monat im Jahr. Es wird sogar als nautischer Begriff verwendet und bezeichnet den letzten Hafen einer Reise. Wenn ein Schiff alle Häfen angelaufen hat und in den letzten Hafen einläuft, wird dieses Wort verwendet. Paulus sagt also: „Wenn die Zeit in ihren letzten Hafen einläuft und keine Reisezeit mehr übrig ist, wird die Gesellschaft so aussehen. Es werden schwere Zeiten sein.“

Und weiter schreibt Paulus:
„Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott, die eine Form der Gottesfurcht haben, deren Kraft aber verleugnen. Und von diesen wende dich weg!““

Eine Reihe dieser Begriffe sind wir bereits durchgegangen. Wenn Sie die letzten Predigten gehört haben, haben Sie das sicher noch in Erinnerung. Heute kommen wir zu dem Wort „Verleumder“. Paulus schreibt: „In den letzten Tagen werden die Menschen Verleumder sein.“ Das griechische Wort dafür ist „diabolos“ – wir leiten unser Wort „Teufel“ davon ab. Im ganzen Neuen Testament wird das Wort „diabolos“ mit „Teufel“ übersetzt. Der Teufel ist ein Verleumder. In Offenbarung 12,9-10 lesen wir das auch:

„Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen.
Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus gekommen; denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte.“
Der Satan ist ein Ankläger. Zu den auffälligsten Merkmalen der heutigen Gesellschaft gehören Betrug und Anklage. Und wer ist derjenige, der das beeinflusst? Der Teufel. Er ist ein Ankläger, ein Verleumder. Und wenn man jemanden verleumdet, wen ahmt man damit nach? Man beugt sich dem Einfluss des Teufels, wenn man einen anderen Menschen verleumdet.

Vor vielen Jahren kam ein älterer Herr nach dem Gottesdienst zu mir und sagte: „Pastor, ich muss mit Ihnen reden.“ Er und seine Frau kamen gemeinsam in unsere Kirche, und sie waren noch nicht sehr lange verheiratet. Sie hatten erst spät geheiratet. Sie war viele Jahre lang Witwe gewesen, bis er in ihr Leben trat. Sie waren 2 oder 3 Jahre verheiratet.
Jedenfalls sagte er zu mir: „Ich muss mit Ihnen reden. Sie haben doch in Ihrer Predigt über diesen einen bestimmten Punkt gesprochen?“ Ich bejahte es, und er fuhr fort: „Meine Frau hatte den Eindruck, dass Sie sie direkt angeschaut haben, als Sie das sagten. Und meiner Frau ist das sehr peinlich, weil sie nun meint, alle hätten sie angeschaut und hätten über sie gesprochen.“ Ich erwiderte: „Wenn ich predige, schaue ich überall hin. Ich erinnere mich nicht bewusst daran, Ihre Frau überhaupt angeschaut zu haben. Sie können sie also beruhigen. Ich habe nicht versucht, sie zu blamieren. Und ganz sicher hat jeder in der Kirche irgendwann mal gedacht, dass ich an irgendeinem Punkt ihn oder sie angeschaut habe.“ Er sagte: „Okay, das mache ich. Danke.“
Am nächsten Tag rief seine Frau mich an. Sie wollte einen Termin mit mir. Ich willigte ein, und sie kam mit ihrem Mann zu mir ins Büro. Sie sagte: „Pastor, Sie haben mich am Sonntag in der Kirche angeschaut und absichtlich blamiert. Warum haben Sie das gemacht? Ich glaube, ich kann nie wieder in den Gottesdienst gehen.“ Ich sagte: „Wovon reden Sie überhaupt? Ihr Mann hat mit mir darüber gesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass ich das nicht gemacht habe.“ Doch da meldete sich der Ehemann zu Wort: „Pastor, das haben Sie nicht gesagt. Sie haben mir erzählt, dass Sie es mit Absicht gemacht haben, dass Sie meine Frau absichtlich herausgestellt und vor der Versammlung blamiert haben.“
Ich war nur noch sprachlos. Ich wusste nicht, was ich dazu sagen soll. Er log mir ins Gesicht. Er belog seine Frau. Später riefen mich die Geschwister der Frau aus einem anderen Teil des Landes an und sagten: „Soviel wir wissen, geht unsere Schwester doch in Ihre Kirche? Ihr neuer Ehemann hat sie von uns allen isoliert und uns alle verleumdet, und jetzt redet sie nicht mehr mit uns. Sie denkt, wir sind gegen sie.“ Mir wurde klar, dass der Mann vom Teufel beeinflusst wurde. Der Teufel ist derjenige, der den Ruf von Menschen ruinieren will.
Ich erinnere mich noch an einen anderen Vorfall aus der Anfangszeit unserer Kirche. Er betraf eine Person aus der Leitung. Mehrere Personen aus unterschiedlichen Familien waren zu mir gekommen und hatten gesagt: „Pastor, dieser Mann hat das und das über Sie gesagt und behauptet, dass Sie zu dem und dem Zweck Geld der Kirche veruntreut haben.“ Nichts davon entsprach der Wahrheit. Ich sagte: „Das stimmt nicht. Sie können gern Einsicht in alles haben.“ Aber sie erwiderten: „Nein, nein. Wir wollten Ihnen nur einfach sagen, dass wir nicht mehr auf diesen Mann hören werden. Gott hat uns gezeigt, dass seine Behauptungen nicht wahr sind. Aber es hat uns so sehr belastet, dass wir Ihnen schon seit einem Monat nicht mehr richtig in die Augen schauen können.“ Mehrere Personen kamen unabhängig voneinander und sagten mir das Gleiche.
Also rief ich diesen Mann aus der Leitung an und verabredete mich mit ihm zum Mittagessen. Als wir uns trafen, erklärte ich ihm: „Drei verschiedene Personen sind zu mir gekommen und haben mir übereinstimmend erzählt, dass du das und das gesagt hast. Du und ich wissen, dass diese Dinge nicht wahr sind.“ Aber er saß einfach da und sagte: „Ich habe keine Ahnung, wovon du redest.“ Natürlich wusste er, wovon ich rede, denn er hatte diese Dinge ja gesagt. Und wenige Wochen später verließ er unsere Kirche.

Aus welchem Grund sollte ein Mensch den anderen verleumden? Es ist ein Zeichen der Endzeit. Und es ist sehr traurig, wenn es in Gottes Kirche geschieht. Aber in der Welt gibt es eine Menge davon.
Vor vielen Jahren hatten wir ein Grundstück gekauft, um unser neues Gemeindehaus darauf zu bauen. Es war ein langer Prozess gewesen. Es handelte sich um mehrere Grundstücke, die wir zusammengezogen und gekauft hatten. Die Bebauungsvorgaben gestatteten den Bau einer Kirche. Ich arbeitete jahrelang mit der Stadt zusammen. Wir entwickelten unsere Pläne, arbeiteten mit Architekten zusammen und so weiter. Wir reichten die Pläne bei der Stadt ein, um die Baugenehmigung zu erhalten. Drei Tage später bekam ich einen Brief vom Bauamt, in dem man uns mitteilte, dass man uns das Grundstück wegnehmen würde. Wir müssten es sofort räumen oder man würde uns enteignen. Genau das geschah auch. Die Stadt zog einen Zaun um unser Grundstück, schloss das Tor ab und versuchte, uns zu enteignen, damit sie das Land an einen Immobilienkonzern verkaufen konnte.
Es war von vorn bis hinten illegal. Dafür ist das Mittel der Enteignung nicht da. Wenn eine Schnellstraße gebaut oder ein Stausee angelegt werden muss, ist das eine Sache, aber nicht, damit man das Eigentum einer Person wegnehmen und an jemand anderen verkaufen kann. Und wir wehrten uns dagegen. Der Gerichtsprozess zog sich über Jahre hin. Am Ende gewannen wir eindeutig vor dem Bundesgericht. Insgesamt ging es in dem Prozess um fünf Streitpunkte, und wir gewannen in allen Punkten. Es gab keine Frage. Der Richter sprach das Urteil.
Während jener Jahre des Gerichtsverfahrens gab es in der Presse regelmäßig Verleumdungen gegen uns. Nur eine Zeitung behandelte uns fair – nur eine. Sie waren nicht immer nett zu uns, aber in der Regel behandelten sie uns wenigstens fair. Aber bei unserer kleinen Lokalzeitung gab es an einem Tag fünf verschiedene Artikel über unsere Kirche und über mich voller Falschinformationen und stellenweise sogar unverschämten Lügen. Ein paar Mal druckten sie Karikaturen mit meinem Gesicht ab. Einmal malten sie mich sogar mit Teufelsschwanz und Teufelshörnern.
Andere Zeitungen, große Zeitungen hier in Kalifornien, griffen das auf. In den ganzen USA wurde das zu einer ziemlich großen Story, sogar in namhaften Zeitungen in New York. Sie druckten Dinge, die einfach nicht der Wahrheit entsprachen. Ich redete mit einem der Zeitungschefs, und er sagte im Grunde: „Wir glauben, dass es wahr ist, und wir werden es weiter drucken. Und Sie lügen. Und wenn es vor Gericht geht, werden Sie garantiert verlieren. Aber sollte vor Gericht herauskommen, dass Sie die Wahrheit sagen, fress ich nen Besen.“ Tja, vor Gericht kam heraus, dass das Bauamt gelogen und Registereinträge gelöscht hatte. Alles, was sie behauptet hatten, war unwahr. Nach jahrelangen gerichtlichen Ermittlungen kam alles ans Licht.
Und wissen Sie was? Nachdem vor Gericht herauskam, dass wir in allen Punkten die Wahrheit gesagt hatten, druckte nicht eine Zeitung einen Widerruf. Nicht eine Zeitung entschuldigte sich. Selbst der Inhaber der Zeitung, die mich persönlich und unsere Kirche über die Jahre wiederholt verleumdet hatte, druckte weder eine Entschuldigung noch einen Widerruf.
Das, liebe Freunde, ist ein Zeichen der Endzeit. So, sagte Paulus, wird die Welt am Ende der Endzeit aussehen.

Als Kehrseite davon sollten wir Menschen mit einem von Jesus geprägten Charakter sein, die andere aufbauen. Wir sollten nicht den Ruf anderer beeinträchtigen und beschmutzen. Verleumdungen sollten uns nicht über die Lippen kommen. Wir sollten ermutigen, nicht niedermachen.

Wissen Sie, es ist so einfach, ein Haus einzureißen. Mit einem Vorschlaghammer und einem Brecheisen geht das sehr schnell. Aber es kostet sehr viel mehr Arbeit, ein Haus zu bauen. Jeder kann etwas einreißen. Dazu gehört nicht viel Mühe und nicht viel Geschick. Aber zum Aufbauen gehört viel Geschick und Mühe.

Und wir sollten, wie gesagt, Ermutiger sein, nicht Entmutiger. Wir sollten Menschen aufbauen statt sie niederzumachen. Die Bibel sagt in Epheser 4,27:

„Und gebt dem Teufel keinen Raum!“

Wir sollen dem Teufel keinen Raum geben. Und in einigen Versen im Zusammenhang damit geht es interessanterweise um unser Reden. Ab Vers 29 heißt es:
„Kein faules Wort komme aus eurem Mund, sondern nur eins, das gut ist zur notwendigen Erbauung, damit es den Hörenden Gnade gibt! Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung hin! Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan, samt aller Bosheit! Seid aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat!“

Dann sagt er im nächsten Vers, Kapitel 5 Vers 1:

„Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder!“

„Gebt dem Teufel keinen Raum.“ Der Teufel ist ein Verleumder. Ahmen wir nicht den Teufel nach, sondern Gott. Uns sollte kein verwerfliches Wort über die Lippen kommen. Betrüben wir den Heiligen Geist nicht, sondern seien wir Ermutiger. Lästern wir nicht. Das sollte uns als Christen kennzeichnen und von anderen abheben.

Es ist eine Sünde, Rufmord an anderen zu begehen und ihren Namen durch den Schmutz zu ziehen. Das spiegelt den Charakter des Teufels wider, nicht Gottes Charakter.
Ich hatte früher einen Bekannten, einen jungen Prediger, der mich in meinen ersten Jahren als Christ stark prägte. Einige meiner Freunde erzählten mir, dass sie eines Abends nach einem Treffen mit ihm essen gingen. Sie saßen zu dritt oder zu viert mit ihm am Tisch, und irgendwann fingen sie an, über jemanden herzuziehen. Sie sagten schlechte Dinge über jemanden und zogen seinen Charakter durch den Schmutz. Und sie erzählten mir: „Bayless, als wir anfingen, schlecht über diese Person zu reden, stand der Prediger auf, drehte seinen Stuhl herum und setzte sich mit dem Rücken zu uns hin. Du glaubst gar nicht, wie schnell wir den Mund hielten. Wir hatten unsere Lektion gelernt. Und als wir still wurden, drehte er seinen Stuhl wieder herum und setzte sich wieder zu uns. Er sagte kein Wort darüber, sondern zeigte uns einfach, dass er sich nicht an Verleumdung beteiligen würde.“

Verbreiten Sie keinen Tratsch über andere. Verleumden Sie niemanden. Wenn es nicht hilfreich ist, sagen Sie es nicht. Wenn es nicht aufbaut, sagen Sie es nicht. Das soll nicht heißen, dass Sie unehrlich oder unecht sein sollen. Aber es gibt einfach so viel Klatsch und Verleumdung. Das ist die Sprache des Teufels. Segen und Güte und Hilfe, das ist die Sprache des Himmels. Die sollten wir sprechen.

Als Nächstes nennt Paulus in dieser Liste von Merkmalen der Endzeit, dass die Menschen keine Selbstbeherrschung haben werden. Damit sind die gemeint, die durch aktive Sünde die Kraft, sich selbst zu führen, verspielt haben – sei es im Blick auf sexuelles oder im Blick auf körperliches Verlangen. Paulus sagt: „In den letzten Tagen werden die Menschen ungezügelt sein.“
Ein anderer Aspekt im Zusammenhang damit wird schon in Sprüche 25,28 genannt:

„Eine aufgebrochene Stadt ohne Mauer, so ist ein Mann ohne Selbstbeherrschung.“

Mit anderen Worten, der Teufel kann direkt aufmarschieren und einen solchen Menschen verderben. Er kann ihn berauben und bestehlen. Ein Mensch ohne Selbstkontrolle ist wie eine Stadt ohne Mauern. Der Feind kann kommen und ihn versklaven.
Im Gegensatz dazu sollen wir Menschen sein, die Selbstbeherrschung üben. Damit richten wir bestimmte Mauern und Grenzen auf, die der Feind nicht überwinden kann.

Geben Sie Ihrer menschlichen Natur nicht alles, was sie will. Paulus schreibt in 1. Korinther 9,27:

„Sondern ich zerschlage meinen Leib und knechte ihn, damit ich nicht, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde.“

Ich diszipliniere meinen Körper. Ich unterwerfe ihn mir.

Am Ende der Endzeit müssen wir Selbstbeherrschung üben.
In manchen Fällen ist es offensichtlich, dass etwas außer Kontrolle geraten ist, sei es unsere Ernährung oder diese oder jene Begierde. Manchmal ist es dadurch schwer für Menschen, die Botschaft zu hören, dass Jesus unser Leben verändern kann, wenn sie uns anschauen und sehen, dass wir unser Reden oder auch unsere Essgewohnheiten nicht beherrschen können. Wir müssen disziplinierte Menschen sein.
Ein Beispiel. Einmal sprach ich in einem Gottesdienst über Selbstdisziplin. Das Neue und auch das Alte Testament sprechen viel davon. Während der Predigt zog ich eine Packung Zigaretten aus der Tasche und zündete mir eine an. Ich lief auf dem Podium hin und her, rauchte und sagte: „Hey, Jesus kann dein Leben verändern.“ Ich nahm einen langen Zug von der Zigarette. „Jesus kann dich von allem befreien.“ Noch ein Zug. „Ich sage euch, seine Macht ist größer als alles andere. Nichts kann einen Nachfolger Jesu versklaven.“ Und dann nahm ich noch einen langen Zug von der Zigarette. Meine Zuhörer waren entsetzt. Das habe ich nie wieder gemacht, aber was ich sagen wollte, war klar.

In den letzten Tagen werden die Menschen durch Sünde die Kraft zur Selbstbeherrschung verspielt haben. Doch in seiner Kirche, als Menschen, die zu Gott gehören, sollten wir Selbstbeherrschung üben.

Als Nächstes in seiner Aufzählung über die Zeichen der Endzeit schreibt Paulus an Timotheus, dass die Menschen grausam sein werden. Sie werden hart und brutal miteinander umgehen. Man kann das Wort auch mit „barbarisch“ oder „erbittert“ übersetzen. Die Menschen haben keinen Sinn für die Gefühle oder die Zukunft anderer. Sie werden mörderisch und skrupellos mit anderen umgehen. Wir als Christen hingegen müssen freundlich und rücksichtsvoll sein und barmherzig, so wie Gott barmherzig zu uns ist.
Wir sollen barmherzig sein. Das heißt aber nicht, dass wir über die Sünde hinwegsehen und so tun, als wäre es keine Sünde. Wir müssen die Dinge beim Namen nennen, aber die Bibel sagt, wir sollen die Wahrheit in Liebe sagen. Das wiederum wird man in der Welt in der Regel nicht finden. Die Menschen werden brutal miteinander umgehen.

Als weiteres Merkmal der Endzeit nennt Paulus, dass die Menschen das Gute nicht lieben oder verachten werden. Die Menschen werden die Tugend verachten und gute Menschen hassen. In einer Übersetzung heißt es: „Sie verhöhnen diejenigen, die versuchen, gut zu sein.“
Als Christen, als Salz und Licht in dieser korrupten Generation der Endzeit, müssen wir die Tugend lieben und gute Menschen lieben. Wir müssen diejenigen loben und anfeuern, die versuchen, Gutes zu tun.
Ich glaube, eine der Sünden, die anständige Menschen oft begehen, besteht darin, neutral zu sein, wenn sie eigentlich Partei für das Gute ergreifen sollten. Sie sehen jemanden, der Gutes tut, der für die Gerechtigkeit eintritt, doch sie bleiben neutral und schweigen. Warum? Sie wollen nicht dazugerechnet werden, weil ihnen klar ist, dass sie dann auch verspottet werden. Die Welt würde auch sie geringschätzig ansehen.
Liebe Freunde, die Wahrheit ist, dass Sie für das Recht eintreten müssen. Wenn Sie je in Ihrem Leben etwas in dieser Welt bewirken wollen, müssen Sie in manchen Dingen Partei ergreifen. Und ja, das kann bedeuten, dass Sie verspottet werden. Es kann bedeuten, dass Sie zusammen mit den anderen, die Stellung beziehen, verachtet werden. Aber wenn Sie in dieser Welt Spuren für Jesus hinterlassen wollen, müssen Sie Stellung beziehen. Es heißt, wer für nichts einsteht, wird auf alles hereinfallen. Wir müssen Menschen, die Gutes tun wollen, anfeuern und ermutigen und dürfen nicht neutral sein – und schon gar nicht dürfen wir diejenigen verachten, die Gutes tun.

Weiter sagt Paulus, dass Menschen Verräter sein werden. Am Ende der Endzeit werden Menschen ihre Freunde verraten, sie werden nicht zu ihren Versprechen stehen. Jesus sagt in Markus 13,12, ein Zeichen der Endzeit wird sein, dass ein Bruder den anderen dem Tod ausliefern wird. Eltern werden ihre Kinder dem Henker ausliefern und Kinder ihre Eltern. Verrat und Heimtücke werden sogar innerhalb von Familien herrschen. Für uns als Christen heißt das, dass wir loyal bleiben müssen. Wir müssen die Entscheidung treffen, andere nicht für die berühmten 30 Silberstücke zu verraten.
Bleiben Sie also treu: Ihrem Ehepartner, Ihren Freunden, Ihren Geschäftspartnern. Bleiben Sie Ihrer Kirche treu und bleiben Sie Gott treu. Ich danke Gott, dass Jesus der Berufung und dem Auftrag seines himmlischen Vaters treu geblieben ist und uns damit Segen gebracht hat. In den Sprüchen heißt es: „Ein zuverlässiger Mann ist reich an Segnungen.“ Jesus war der zuverlässigste aller Menschen, und aufgrund seiner Treue sind wir reich gesegnet.
In Sprüche 28,20 steht: „Ein zuverlässiger Mann ist reich an Segnungen.“ Danken wir Gott für Jesus, die Treue in Person, der selbst in der Todesangst von Gethsemane treu blieb. Er blieb treu, als er verhöhnt wurde; er blieb treu, als er verraten wurde; er blieb treu, als er am Kreuz hing. Und er nahm die Strafe für unsere Sünden bis zum bitteren Ende auf sich, sodass wir uns am Segen des Himmels freuen können.

Liebe Freunde, wenn Sie Ihr Leben noch nicht bewusst Jesus anvertraut haben, dann tun Sie es jetzt. Sagen Sie: „Jesus, komm in mein Leben. Sei mein Herr. Sei mein Retter. Ich glaube an dich.“ Sagen Sie es ihm. Er wird Sie nicht abweisen, und Sie können ebenfalls den reichen Segen seiner Errettung erleben. Sie sind von Gott geliebt!

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