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Warum Dankbarkeit so wichtig ist (1)

Nur wenige Menschen haben heutzutage ein wirklich dankbares Herz. Dabei ist das so wichtig! Entdecke heute mit Pastor Bayless Conley, wie du zu einem von Herzen dankbaren Menschen werden kannst – auch dann, wenn die Umstände mal nicht so einfach sind. Darauf liegt Segen!

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  • Liebe Freunde, ein herzliches Willkommen im Namen Jesu. Er hat gute Dinge für Sie vorbereitet. Für die heutige Predigt lag mir etwas ganz Bestimmtes am Herzen. Und ich glaube, dass es entscheidend ist, damit gute Dinge in unserem Leben geschehen und erhalten bleiben. Ich habe es unter die Überschrift „Warum Dankbarkeit so wichtig ist“ gestellt, und ich garantiere Ihnen, dass Sie irgendetwas in dieser Predigt ansprechen wird. Sind Sie bereit?

    Ich weiß nicht, ob Sie eine Bibel mitgebracht haben, aber falls ja, werden Sie sie auf jeden Fall benutzen. Ich werde heute mit Ihnen ein wenig über das Thema Dankbarkeit sprechen. Heute Morgen musste ich an die 10 Aussätzigen denken, die zu Jesus kamen und um Erbarmen flehten. Jesus sagte: „Geht und zeigt euch den Priestern.“ Sicher kennen wir die Geschichte. Die Männer gingen, und in der Bibel heißt es: „Während sie gingen, verschwand ihr Aussatz. Einer von ihnen kam, als er es merkte, zu Jesus zurück und rief: Dank sei Gott, ich bin geheilt!“ Mit anderen Worten, er äußerte seine Dankbarkeit. Als Jesus ihn sah, fragte er: „Sind nicht zehn Menschen geheilt worden? Wo sind die anderen neun?“ Nur dieser eine Fremde, ein Nichtjude, kam zurück, um Gott die Ehre zu geben und seinen Dank zu äußern.
    Das ist ein interessantes kleines Detail. Dreimal wird gesagt, dass sie geheilt wurden. Sie wurden geheilt, während sie weggingen. Dann sah einer der Männer, dass er geheilt worden war, und als er zurückkam, fragte Jesus ihn: „Wurden nicht zehn geheilt?“ Jedes Mal steht da das gleiche Wort, das bedeutet, dass die Krankheit in ihrem Verlauf gestoppt wurde und keine Symptome mehr auftraten. Nun gingen die Männer, um sich dem Priester zu zeigen, und nach dem Gesetz würde der Priester sagen: „Es gibt keine Aussatz-Symptome mehr. Ihr könnt wieder in die Gesellschaft aufgenommen werden. Ihr könnt zu euren Familien zurückkehren.“ Denn bis dahin mussten sie von ihrer Familie und der Gesellschaft isoliert leben.
    Zu dem einen Mann, der voller Dankbarkeit zurückkehrte, sagte Jesus: „Dein Glaube hat dich gerettet.“ Dreimal ist von Heilung die Rede, doch der eine Mann hatte ein dankbares Herz. Jesus sagte, er sei gerettet worden – ein anderes Wort, das bedeutet „in einen Zustand der Vollständigkeit zurückgebracht werden“. Vielleicht wissen Sie, dass die ansteckende Form von Lepra dazu führt, dass man Finger oder Zehen verliert. Körperteile verfaulen buchstäblich und fallen ab. Neun Männer wurden geheilt, doch einer wurde gerettet. Es war derjenige, der dankbar war. Dankbarkeit hat große Kraft.

    Ich glaube auch, in der Geschichte wird besonders deutlich, wie selten ein wahrhaft dankbares Herz ist. Wir können reichlich Segnungen von Gott empfangen, und durch Menschen können uns gute Dinge widerfahren. Doch ich denke wirklich, ein wahrhaft aufrichtiges Herz ist viel seltener, als uns bewusst ist. Ich möchte heute über drei Aspekte von echter Dankbarkeit sprechen. Erstens: Dankbare Herzen ziehen Gott an. Eine dankbare Haltung bringt Gottes Gegenwart und seine Segnungen auf den Plan. Vielleicht kennen Sie Psalm 100. Dort steht in Vers 4:

    „Geht durch die Tempeltore mit Dank, tretet ein in seine Vorhöfe mit Lobgesang. Dankt ihm und lobt seinen Namen.“

    „Geht durch die Tempeltore mit Dank, tretet ein in seine Vorhöfe mit Lobgesang.“ Ohne Dankbarkeit kommt man nicht einmal durchs Tor. Man gelangt nicht in den Vorhof des Tempels und in Gottes Gegenwart. Waren Sie schon einmal irgendwo, wo man am Tor einen Zugangscode eingeben musste, damit es sich öffnet?
    Und wissen Sie, es gibt einen „Zugangscode“, mit dem man durchs Tor und in Gottes Gegenwart gelangt. Dieser fünfstellige Code lautet D-A-N-K-E. Danke. Das ist der Zugangscode. So gelangt man durchs Tor und in Gottes Gegenwart – mit Danksagung und Dankbarkeit. Dankbarkeit zieht außerdem Gottes Segnungen an. Wenn wir uns Dankbarkeit als Grundhaltung angewöhnen und gegenüber Gott und Menschen unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, ist es, als bekommen wir damit eine große Zielscheibe auf den Rücken gemalt, auf der „Segne mich!“ steht.

    Ich weiß, Kinder sind heute nicht mehr so gemein, aber in meiner Kindheit malten wir manchmal Klebezettel, auf denen mit großen Buchstaben „Tritt mich“ stand. Dann gingen wir mit dem Zettel zu einem unserer Kumpels und sagten: „Hey, Mann, wie geht es dir?“ und klopften ihm kräftig auf den Rücken. Er hatte natürlich keine Ahnung, dass er nun einen Zettel auf dem Rücken kleben hatte, auf dem „Tritt mich“ stand. Und dann kamen andere Kinder auf ihn zu und traten ihn. Er wunderte sich, was da los war. Scheinbar nahm die ganze Schule den Zettel als Freibrief, ihn zu treten, und das taten sie auch. Wir fanden das sehr lustig, es sei denn, wir selbst hatten den Zettel auf dem Rücken.

    Und wissen Sie, wenn Sie dankbar leben, ist es, als würde Gott Ihnen eine große Zielscheibe auf den Rücken malen, auf der „Segne mich“ steht. Sie werden sich fragen, wo all das Wohlwollen herkommt, das Sie erleben. Sie werden sich fragen, warum so viel Gutes geschieht und wo es herkommt. Dankbaren Menschen fließen Güte und Segen zu.

    Vor einigen Jahren war ich mit Freunden in San Clemente. Dort war ein Laden für Taucherbedarf, der einen Flohmarkt veranstaltete. Wir wollten morgens gleich da sein, wenn er öffnete, um uns als Erste die Ausrüstungen anzuschauen. Als wir ankamen, hatte keiner von uns gefrühstückt; also fuhren wir in ein kleines mexikanisches Drive-in und kauften uns Burritos oder so etwas. Als wir fertig waren, sahen wir beim Wegfahren einen Mann auf der Bordsteinkante sitzen. Er lächelte vorwitzig, und dann stellte er ein Schild auf, auf dem stand: „Wetten, ihr könnt mich nicht mit einer Münze treffen?“ Wir hatten eine ganze Menge Münzen dabei und versuchten unser Glück – und jeder andere Gast an dem Drive-in. Dieser Mann machte jede Menge Geld mit seinem cleveren kleinen Schild. Die meisten, die eine Münze nach ihm warfen, verfehlten ihn.
    Freunde, wenn Gott seinen Segen schickt, verfehlt er Sie niemals. Er trifft immer ins Schwarze. In 2. Timotheus 3,2 heißt es, eines der Zeichen für die Endzeit, für die letzte Zeit der Welt ist, dass die Menschen undankbar sein werden. Es wird eine allgemeine Gesinnung der Undankbarkeit geben, die die Gesellschaft durchdringt. Es ist traurig, aber viele heutzutage, besonders in unserem Land, haben ein Anspruchsdenken. „Das steht mir zu. Du schuldest mir etwas.“
    Gottes Kinder sollten sich deutlich davon abheben. Es gibt in der Bibel zahlreiche Beispiele von Menschen, deren dankbare Grundhaltung sich deutlich zeigte, und sie wurden dafür gesegnet.

    Wenn ich über diese Menschen nachdenke, fällt mir als Allererstes Rut ein. Sie sollten einmal das Buch Rut lesen. Es hat nur wenige Kapitel und steckt voller Reichtümer. In Bethlehem lebte mal ein Mann namens Elimelech mit seiner Frau Noomi und ihren beiden Söhnen. Eine Hungersnot kam übers Land und er beschloss, in ein anderes Land auszuwandern. Das hätte er nicht tun sollen, denn Gott hatte es ihm nicht aufgetragen.
    Er nahm seine Familie und zog ins Land Moab, fort von dem Ort, wo sie Gott anbeteten, und in ein Land voller Götzendienst. In Moab verehrte man einen Götzen namens Kemosch. Als die Familie nach Moab kam, starb als Erstes Elimelech. Dann heirateten die Söhne moabitische Frauen, Orpa und Rut. Danach starben auch beide Söhne. Noomi und ihre Schwiegertöchter standen nun als Witwen da. Sie hatten nichts mehr. Da hörte Noomi, dass Gott Bethlehem und Israel wieder gesegnet hatte.
    Sie sagte zu ihren Schwiegertöchtern: „Ich gehe zurück nach Hause.“ Alle weinten, und die jungen Frauen wollten mit Noomi gehen.
    Noomi sagte: „Sucht euch lieber Ehemänner. Kommt nicht mit mir mit.“ Eine der Schwiegertöchter gab ihr einen Kuss und ging zurück zu ihrem Volk, ihren Göttern. Doch Rut sagte: „Verlange nicht von mir, dich zu verlassen. Wo du hingehst, gehe ich auch hin. Wo du wohnst, will ich auch wohnen. Dein Volk soll mein Volk sein. Dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, will auch ich sterben und begraben werden. Nichts außer dem Tod soll mich von dir trennen.“ Rut sah etwas in dem Gott, den diese Israeliten anbeteten, was sie bei allen Götzen Moabs nicht gefunden hatte. Sie sagte: „Ich gehe.“ Das ist ein interessanter Kontrast. Bei Noomi sieht man, dass sie sehr verbittert war. Sie machte Gott für alle ihre Probleme verantwortlich. „Gott ist derjenige, der mir alle Sicherheiten genommen hat.“ Als sie nach Bethlehem zurückkamen, sagte Noomi sogar: „Ich habe meinen Namen geändert. Nennt mich Mara. Nennt mich bitter. Ich bin eine verbitterte Frau. Ich bin verbittert über Gott und über das Leben.“
    Im Gegensatz dazu war Rut ganz anders. Sie sagte: „Noomi, ich werde zusammen mit den armen Leuten aufs Feld gehen, nachdem die Erntearbeiter fertig sind. Das Gesetz des Mose besagt ja, dass ich alle Erntereste aufsammeln darf, wenn welche liegen geblieben sind. So können wir etwas zu essen bekommen.“ Also ging sie und geriet zufällig auf das Feld von Boas, der zufällig ein Verwandter von Noomi war. Boas bemerkte sie und sagte den Ernteleuten: „Lasst ein bisschen mehr für diese junge Frau liegen.“ Er hatte nämlich gehört, wie gut sie zu Noomi gewesen war. Dann verwickelte er Rut in ein Gespräch. Es ist wirklich eine erstaunliche Geschichte, denn das Einzige, das Rut ausstrahlt, ist Dankbarkeit. Alles, was sie sagt, ist durchflutet von Dankbarkeit.
    Liebe Freunde, wenn das Leben Druck auf Sie ausübt, kommt das aus Ihnen heraus, was in Ihnen steckt. So wie bei einem Schwamm: Was in einem Schwamm ist, kommt heraus, wenn man ihn zusammendrückt. Wenn das Leben zudrückt, kommt heraus, wer Sie sind und was Sie ausmacht. Das Einzige, das Rut über die Lippen kam, war Dankbarkeit. Sie war dankbar, dass Boas sie beachtet hatte, und sagte das auch. Sie war dankbar für seine freundlichen Worte, für seine Großzügigkeit, für seinen Schutz – und sie sagte das auch.
    Sie hätte sagen können: „Ich habe gelitten. Du schuldest mir etwas.“ Oder: „Ich habe deiner Verwandten Noomi geholfen. Du schuldest mir etwas.“ Sie hätte sagen können: „Ich bin unterprivilegiert und du bist reich. Du schuldest mir etwas.“ Doch sie hatte keinerlei Anspruchsdenken. Sie arbeitete hart und war dankbar für jede noch so kleine Freundlichkeit. Und Gott segnete sie dafür. Gott schenkte ihr ein Zuhause und einen gottesfürchtigen Ehemann. Gott schenkte ihr Wohlstand und Einfluss. Sie wurde die Urgroßmutter von König David. Sie wurde Teil des Stammbaums von Jesus Christus.
    Sie hatte ein enorm dankbares Herz inmitten der härtesten Umstände. Ich meine, sie hatte ihren Schwiegervater verloren und ihren Ehemann und ihren Schwager und ihr Einkommen und ihr Volk und ihr Land. Sie hatte alles verloren außer Gott. Sie war dankbar, und das brachte enormen Segen und Reichtum in ihr Leben. Dankbarkeit ist so wichtig!

    In 5. Mose 28 ist von den Segnungen die Rede, die Gott für sein Volk bereithält, wenn sie ihm gehorchen und mit ihm leben. Ebenso werden alle Flüche aufgezählt, die über Gottes Volk kommen werden, wenn sie ihm ungehorsam sind. Und Gott sagt da etwas sehr Interessantes. Ich lese 5. Mose 28,45-47. Gott sagt:

    „Wenn ihr nicht auf den Herrn, euren Gott, hört und die Gebote und Anordnungen, die er euch gegeben hat, nicht genau befolgt, werden euch alle diese Flüche verfolgen und treffen, bis ihr umgekommen seid. Sie sollen immer eine Warnung für euch und eure Nachkommen sein [und übrigens auch für andere Völker]. Weil [Alle zusammen: Weil!] ihr dem Herrn, eurem Gott, trotz eures Wohlstands [mit dem Gott euch gesegnet hat] nicht fröhlich und dankbar gedient habt …“

    Gottes segnende, schützende Hand lag auf ihnen. Doch als sie sich weigerten, dankbar zu sein, nahm Gott seine Hand weg, und der Fluch, der bereits in der Welt wirkte, kam über sie, als Gott seine schützende Hand wegnahm. Gott sagte: „All das ist euch zugestoßen, weil ihr nicht dankbar wart. Euer Mangel an Dankbarkeit hat die Tür für alle diese Dinge geöffnet.“

    Meine Eltern hatten einmal einige Tage einen Gast, der gerade eine schwere Phase durchmachte. Er wohnte etwa eine Woche bei ihnen. Nachdem er wieder fort war, besuchte ich sie und fragte sie: „Wie war es denn?“ Und sie erzählten: „Wir waren noch nie so froh, dass jemand unser Haus wieder verlassen hat.“ Ich fragte: „Wirklich? Warum denn?“ Und sie erklärten: „Er war der undankbarste Mensch, der uns je begegnet ist. Nichts war ihm recht: Er hat sich über unser Essen beschwert. Ihm hat nicht gepasst, wie es gewürzt war. Unsere Essenszeit hat ihm nicht gepasst. Sein Bett hat ihm nicht gepasst, und darüber hat er sich auch beschwert.“ Meine Mutter erzählte: „Dann hat er einfach seine ganze schmutzige Kleidung abgeladen und von mir erwartet, dass ich sie wasche, bügle und zusammenlege. Das habe ich gemacht. Aber dann hat er sich darüber beschwert, wie ich seine Kleider gebügelt und seine Hosen gefaltet habe. Er war so undankbar. Nicht ein einziges Mal hat er sich für eine Mahlzeit bedankt oder dafür, dass wir ihn eine Woche lang beherbergt haben. Er hat für nichts Danke gesagt. Er tat so, als wären wir ihm das alles schuldig, und nichts war genug. Nichts entsprach seinen Maßstäben. Wir waren so froh, als er wieder ging.“ Dankbarkeit hat etwas sehr Anziehendes an sich – und Undankbarkeit etwas sehr Abstoßendes.

    Einmal hatten wir – ich habe das schon mal erzählt – zu Weihnachten ein Gemeindeprojekt, bei dem man, wenn man wollte, eine Familie „adoptieren“ konnte, die kein Geld für ein Weihnachtsfest hatte. Janet, die Kinder und ich waren Paten für ein Ehepaar mit einem kleinen Sohn. Wir kauften Geschenke mit Geld, das wir sonst für uns ausgegeben hätten. Ich kaufte ein Geschenk für den Ehemann, etwas, das mir auch selbst gut gefallen hätte. Meine Frau kaufte ein Geschenk für die Ehefrau. Und die Kinder – wir sagten ihnen: „Hört mal, so viel Geld hätten wir für euch ausgegeben. Mögt ihr dafür Geschenke für den kleinen Jungen aussuchen?“ Und das taten sie auch.
    Dann besuchten wir sie in ihrer kleinen, sehr bescheidenen Zwei-Zimmer-Wohnung. Wir klopften, sie baten uns herein, und wir brachten unsere Geschenke herein und stellten sie auf den Boden. Der Ehemann war völlig überwältigt und begann zu weinen. Das werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Er hob die Hände und begann, Gott zu danken und anzubeten. Und eine heilige Gegenwart erfüllte dieses Zimmer. Ich hatte das Gefühl, ich sollte die Schuhe ausziehen, weil wir auf heiligem Boden standen. Gottes Gegenwart erfüllte buchstäblich den Raum. Ich schaute die Kinder an, und wir schauten einander an. Alle im Zimmer spürten es. Da stand der Mann mit erhobenen Händen und tränenüberströmtem Gesicht. Unterdessen packte der kleine Sohn begeistert alle Geschenke aus, aber es war einfach perfekt. Dankbarkeit hat etwas göttlich Anziehendes an sich.

    Das Zweite an einem dankbaren Herzen ist, dass es ein großzügiges Herz hervorbringt. In 4. Mose 31 finden wir einen erstaunlichen Bericht, wie die Israeliten in den Kampf gegen die Midianiter ziehen. Die Midianiter hatten ein viel größeres Heer. Israel hingegen beschloss, 1.000 Kämpfer aus jedem Stamm zu nehmen. Sie zogen mit 12.000 Männern in die Schlacht gegen die Midianiter. Israel gewann, doch Gott tat etwas sehr Ungewöhnliches in dieser Schlacht. Lesen wir einmal 4. Mose 31,48-52:

    „Anschließend kamen die Heerführer über 1.000 und über 100 Krieger zu Mose und sagten: ‚Herr, wir haben alle Krieger, die unter unserem Befehl stehen, gezählt und nicht einer wird vermisst! Deshalb möchten wir dem Herrn alle goldenen Schmuckstücke, die wir erbeutet haben – Armbänder, Armspangen, Ringe, Ohrringe und Halsketten –, als Weihegabe bringen und damit für uns Wiedergutmachung vor dem Herrn schaffen.‘ Mose und der Priester Eleasar nahmen die kunstvoll gearbeiteten goldenen Gegenstände von den Heerführern entgegen. Insgesamt wog das Gold, das die Heerführer über 1.000 und über 100 Krieger dem Herrn als Gabe brachten, etwa 16.750 Schekel.“

    Das ist eine beträchtliche Menge – fast 200 Kilogramm Gold, was heute ungefähr 12 Millionen Dollar wert wäre. Das ist außerordentlich, denn sie sagten: „Das wollen wir dem Herrn geben.“ Diese besondere Gabe, von der sie sprachen, wird in 2. Mose 30 erwähnt. Dort im Gesetz heißt es ausdrücklich, dass man einen halben Schekel Silber bringen sollte. Ob reich oder arm, die Reichen gaben die gleiche Menge wie die Armen. Ein halber Schekel Silber wäre heute etwa 5 Dollar wert. Das war die Gesetzesvorschrift. Aber diese Männer gaben pro Kopf das 200-Fache von dem, was vorgeschrieben war.
    Was ist da los? Warum so extravagant? War es eine „Bezahlung“ für Gottes Schutz, mit dem er sie gesegnet hatte? Gewiss nicht. Es war die Reaktion eines dankbaren Herzens. Als sie das enorme Ausmaß dessen begriffen, was Gott getan hatte, flossen ihre Herzen vor Dankbarkeit über.
    Stellen Sie sich vor, wie die jeweiligen Truppenführer zu ihren Kommandanten kamen, um Bericht zu erstatten. „Stamm Ruben, wie viele Männer haben wir verloren?“ „Keinen.“ „Was? Keiner fehlt? Wir haben nicht einen Mann verloren? Ist das möglich?“ „Stamm Juda?“ „Niemanden, wir sind alle hier.“ So gingen sie jeden Stamm durch. Und bestimmt überfiel sie ein heiliges Schweigen, als sie begriffen, was Gott getan hatte. Sie würden zu keiner einzigen Ehefrau nach Hause gehen und sagen müssen: „Dein Mann kommt nicht mehr heim.“ Sie würden keinem einzigen Kind sagen müssen: „Dein Papa kommt nie wieder.“
    Und als sie in dieser Atmosphäre über das nachsannen, was Gott für sie getan hatte, meldete sich bestimmt jemand zu Wort und sagte: „Ich werde Gott ein Opfer bringen. Ich bin so dankbar.“ Und vielleicht schloss sich jemand an: „Ja, ich auch.“ Und schließlich sagten sie alle: „Wir sind alle dabei.“ Verlangt war ein Beitrag von ungefähr 5 Dollar pro Kopf – und am Ende brachten sie 200 Mal so viel. Warum? Ein großzügiges Herz rührt von einem dankbaren Herzen her.

    In Johannes 12 lesen wir von Maria, die eine ganze Flasche Nardenöl, eine kostbare Salbe, die ungefähr eineinhalb Jahreslöhne wert war, über die Füße von Jesus ausgoss. Es war ein erstaunliches, außergewöhnliches, teures Geschenk. Was verdienen Sie in eineinhalb Jahren? Würden Sie das einfach alles der Gemeinde spenden? Genau das tat Maria in Johannes 12. Warum, Maria? Vielleicht lag es daran, dass Jesus ein Kapitel zuvor ihren Bruder von den Toten auferweckt hatte.
    Kapitel 12 beginnt damit, dass sie im Haus von Maria und Marta zu Besuch waren, und Lazarus saß mit am Tisch. Ich stelle mir vor, wie Lazarus und Jesus lachten. Vielleicht sagte Jesus: „Was hast du gesehen, Lazarus? Wie war es auf der anderen Seite?“ Und Maria stand dabei und dachte: „Noch vor wenigen Stunden stand ich vor seinem Grab. Schaut doch nur, was Gott getan hat!“ Die natürliche Reaktion war diese überfließende Großzügigkeit.

    Oder Zachäus in Lukas 19. Er war Zolleinnehmer, ein Verräter, der sich von den Römern hatte kaufen lassen. Ganz Israel hasste ihn. Außerdem war er klein. Er merkte, dass Jesus von Menschen umdrängt vorbeiging. Um überhaupt etwas sehen zu können, kletterte Zachäus auf einen Baum. Jesus blieb unter dem Baum stehen und sagte: „Zachäus, heute Abend komme ich zu dir zum Essen. Okay?“ Zachäus stieg eilig vom Baum, und die Leute sagten: „Jesus will mit einem Sünder zusammen essen!“ Ja, Jesus ist der Freund von Sündern. Und manchmal muss man mit einem Sünder essen gehen. Wir können keinen erreichen, wenn wir uns nicht mit ihm abgeben.
    Jedenfalls besuchte Jesus ihn, und Zachäus versprach: „Die Hälfte von allem, was ich habe, werde ich den Armen geben. Wenn ich jemanden betrogen habe, erstatte ich es ihm vierfach zurück.“ Was tat Zachäus da? Bezahlte er Jesus, weil der so nett zu ihm gewesen war und ihn beachtet hatte? Nein. Sein Herz floss vor Dankbarkeit über. – Ist Jesus zu Ihnen gekommen? Hat er Sie beachtet? Hat er Sie trotz Ihrer Vergangenheit angenommen? Bei mir war es so. Und Großzügigkeit ist das Normalste der Welt. Sie fließt aus einem dankbaren Herzen.

    Das ist so wahr. Die normalste Reaktion eines dankbaren Herzens ist Großzügigkeit. Daher möchte ich Sie ermutigen: Wenn Sie regelmäßig unsere Sendungen sehen und dadurch gesegnet werden, dann fragen Sie doch Gott einmal im Gebet, ob Sie uns oder auch eine andere Arbeit unterstützen sollten. Seien Sie einfach großzügig. Seien Sie gegenüber Ihrer Kirchengemeinde, Ihren Nachbarn, Ihren Kollegen großzügig. Lassen Sie Großzügigkeit aus Ihrem Herzen fließen. Wir sind so dankbar für die Menschen, die unsere Arbeit unterstützen, sodass wir Gottes Botschaft auf der ganzen Welt in vielen Sprachen verbreiten können. Ich bete, dass Gott Sie weiterhin segnet und dass Sie ganz viel erleben, für das Sie „Danke“ sagen können, weil Gott einfach gut zu Ihnen war. Gott war gut zu Ihnen – Gott war gut zu Ihnen! – Bis bald und Gottes Segen!

     

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