Dein Warenkorb (0)

Vier Tipps für ein erfülltes Leben (2)

Wie geht es dir in deinem Alltag? Lebst du einfach vor dich hin oder sehnst du dich nach wahrem Sinn und Erfüllung? Das Leben ist ein Geschenk, es sollte gefeiert werden. Schlafwandle nicht durch dein Leben. Gib großzügig. Singe laut. Tanze, als ob dir niemand zusieht. Entdecke in der heutigen Folge die Schlüssel zu einem erfüllten Leben voller Leidenschaft!

bestellen als CD
als PDF herunterladen
  • Hallo, mein Freund. Schön, dass Sie da sind. Wir haben das letzte Mal mit einer Predigt begonnen. Keine Sorge, wenn Sie den ersten Teil nicht gesehen haben. Das hier ist in sich abgeschlossen. Unser Thema lautet „Vier Tipps für ein erfülltes Leben“. Ich denke, jeder will erfüllt leben. Jeder möchte gesegnet und ein Segen für andere sein. Und was ich heute sage, ist so praktisch, dass Sie es auf jeden Fall verstehen werden. Holen Sie sich eine Tasse Tee und Ihre Bibel. Setzen wir uns hin und betrachten wir Gottes Wort.

    Ich habe es schon oft gesagt und es stimmt. Wenn ich mich zu Ihnen in Ihr Wohnzimmer oder Ihre Küche setzen, wir den Wasserkessel aufsetzen und uns eine Tasse Tee machen könnten und Sie vielleicht gern für etwas beten würden, dann würde ich gerne gemeinsam mit Ihnen diese Dinge im Gebet zu Gott bringen. Oder wir würden uns zusammen hinsetzen und über Gottes Wort reden oder über unseren herrlichen Jesus. Ich bin so dankbar für die Gnade des Herrn in meinem Leben und dafür, was er für mich getan hat und noch tut. Ich bin so dankbar für den Heiligen Geist, der uns jeden Tag stärkt und tröstet und leitet.

    Es wäre so schön, wenn wir uns zusammen hinsetzen und über diese Dinge reden könnten. Aber natürlich kann ich das nicht mit jedem machen. Und deswegen ist dies das Nächstbeste, das ich tun kann. Wir wollen zusammen über Gottes Wort nachdenken. Das Thema heute lautet „Vier Tipps für ein erfülltes Leben“. Beim letzten Mal haben wir darüber gesprochen, unsere Bestimmung zu entdecken. Dass Gott jeden von uns einzigartig geformt hat und dass das, was wir mit unserem Leben tun, dem entspringen sollte. Ich werde jetzt nicht alles wiederholen. Kommen wir zum zweiten Tipp für ein erfülltes Leben.

    Der erste ist, seine Bestimmung zu finden. Der zweite ist, Leidenschaft zu haben. Was wir auch tun, wir sollten nicht einfach nur existieren, sondern wirklich leben. Wir sollten nicht einfach nur da sein und den Tag hinter uns bringen. Ich weiß, dass mir gerade Menschen zuschauen, auf die das zutrifft. Für Sie ist es gerade eine Meisterleistung, nur den Tag zu überstehen. Und ich möchte Ihnen sagen: Gott sieht Sie. Er möchte Ihnen helfen.

    Ich weiß, dass manche von Ihnen in Ihrem Leben mit großen Herausforderungen zu kämpfen haben. Vielleicht kämpfen Sie gerade gegen eine tiefe, finstere Depression an. Hören Sie: Gott liebt Sie. Er möchte Ihnen helfen. Er möchte Ihre Gedanken von dieser Depression befreien. Und er möchte nicht, dass Sie einfach nur existieren. Er möchte, dass Sie leben.

    Ich will Ihnen etwas über Leidenschaft sagen. In der Bibel steht in Prediger 9,10:

    „Tu alles, was du mit deiner Kraft bewirken kannst.“

    In Kolosser 3,23 steht:

    „Tut eure Arbeit mit Eifer und Freude, als würdet ihr Gott dienen und nicht Menschen.“

    Ob Sie Prediger sind, Schriftsteller, Lehrer, Sänger oder Organisator – tun Sie es mit Leidenschaft!

    Ich hatte einmal einen Freund. Er ist jetzt im Himmel. Als wir einander kennenlernten, fing er gerade an, mit seiner Familie in unsere Gemeinde zu kommen. Und er fragte mich, ob ich mit ihm auf die Jagd käme. Eine Jagd mit Pfeil und Bogen. Ich sagte: „Klar.“ Also gingen wir in eine Wildnis und nahmen Pfeil und Bogen mit. Und ich merkte, dass er nervös war. Nicht wegen der Jagd oder weil ich mit Pfeil und Bogen so eine Gefahr gewesen wäre. Er war nervös, weil ich sein Pastor war. Ich weiß nicht, warum manche Leute so sind. Aber wenn sie mit ihrem Pastor zu tun haben, sind sie auf einmal ganz gehemmt.

    Ich merkte, dass er nervös war. Vielleicht wollte er nichts Falsches sagen. Und ich dachte: „Mann, das müssen wir irgendwie ändern.“ Wir standen am Fuß eines Hügels, der voller Gestrüpp war. Oben auf dem Hügel verlief ein alter, rostiger Stacheldrahtzaun. Ich weiß nicht, ob Sie Stacheldraht kennen. Er hat spitze Stacheln dran. Wenn man mit den Kleidern hängenbleibt, zerreißen sie und man kann sich auch ziemlich die Haut aufritzen. Wir waren also am Fuß des Hügels und ich konnte den Stacheldraht oben auf dem Hügel sehen. Und neben uns war ein großer Dornbusch.

    Er stand da und ich sagte: „Weißt du was?“ – „Was?“, fragte er. Ich sagte: „Machen wir ein Wettrennen auf den Hügel.“ Er sagte: „Was?“ Ich sagte: „Wer zuerst oben ist.“ Und er sagte: „Okay.“ Wir legten unsere Bogen hin und ich schubste ihn in den Dornbusch. Dann fing ich an zu lachen und rannte den Hügel hinauf. Ich werde den Ausdruck auf seinem Gesicht nie vergessen. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht rappelte er sich aus dem Busch hoch und lief den Hügel hinauf. Kurz vor der Spitze holte er mich ein. Wir kamen Kopf an Kopf oben an und er warf sich unter den Stacheldraht, nur, um zu gewinnen.

    Und ich weiß noch, dass ich dachte: „Aha, gerade habe ich etwas über diesen Mann gelernt.“ Ich hatte ihn einfach aus Unsinn in den Dornbusch geschubst. Aber wissen Sie was? Von diesem Moment an war die Nervosität weg. Es war nur noch ein Ausflug unter Freunden. Und wir wurden enge Freunde, bis er viele Jahre später in den Himmel ging. Ich lernte an diesem Tag etwas über ihn: Er war ein leidenschaftlicher Mann. Er hatte ein erfolgreiches Geschäft, das er voll Leidenschaft führte. Genauso konnte er begeistert den Hügel hinaufrennen, um ein Rennen gegen seinen Pastor zu gewinnen. Er war leidenschaftlich. Alles, was er tat, machte er voller Leidenschaft. Er ging immer aufs Ganze.

    Ich habe einen anderen Freund, der in seinem Land eine Veranstaltung für Pastoren organisierte, die über 500 Mitglieder in ihrer Gemeinde haben. Er wollte damit niemanden ausschließen oder sagen, dass sie besser wären als Pastoren einer kleineren Gemeinde. Es war einfach eine einmalige Sache, die er organisiert hatte, um einige Herausforderungen anzusprechen, mit denen Pastoren großer Gemeinden eher konfrontiert sind als Pastoren kleiner Gemeinden. Denn beides birgt eigene Herausforderungen.

    In der Bibel steht im Buch der Sprüche: „Ein leerer Stall bleibt zwar sauber – aber ohne Rinder gibt es keinen Ertrag!“ Das heißt, wenn man keine Ochsen im Stall hat, muss man das Zeug, das sie dort lassen, auch nicht rausschaufeln. Dann muss man sich nicht mit diesem Zeug herumschlagen. Aber wenn Sie das Wachstum haben wollen, das ein Ochse mit sich bringt, müssen Sie mit so einigem zurechtkommen. Wenn Sie viele Ochsen haben, müssen Sie viel Zeug rausschaufeln. Je mehr Sie wachsen, umso mehr davon wird Ihnen begegnen. Je größer Ihr Werk oder Ihr Geschäft ist, mit desto mehr Mist werden Sie konfrontiert werden.

    Es ging also bei der Veranstaltung darum, wie man als Pastor einer großen Gemeinde mit dem Mist-Faktor umgeht. Um die Geschichte abzukürzen: Mein Freund hatte einen der führenden Atheisten des Landes kennengelernt. Ich sage „führender Atheist“, was bedeutet, dass er der bekannteste war.

    Mein Freund hatte also diesen Mann kennengelernt und war ein Freund von ihm geworden. Und er sagte: „Weißt du was? Bei uns gibt es eine Pastorenkonferenz. Die Pastoren aller großen Gemeinden im Land werden kommen. Und ich möchte dich als Gastredner.“ Der Atheist sagte: „Was?“ Er sagte: „Ja, ich will, dass du zu ihnen sprichst.“ Er sagte: „Warum willst du, dass ich zu Pastoren spreche?“ Er antwortete: „Ich möchte, dass du darüber sprichst, warum du nicht zum Gottesdienst kommst und warum du denkst, dass die meisten Menschen in unserem Land nicht zum Gottesdienst kommen. Warum halten sie sich von der Kirche fern?“ Und der Mann sagte: „Okay. Ich mach‘s.“

    Mein Freund erzählte mir die Geschichte. Alle saßen da. Dieser Mann stand auf und nahm das Mikrophon. Der Saal war voller Pastoren aus den einflussreichsten Gemeinden des Landes. Und sein erster Satz war: „Ich fühle mich wie ein Löwe in einer Grube voller Daniels.“

    Alle lachten und die Spannung im Raum löste sich auf. Dann sagte er: „Man hat mich gebeten, Ihnen zu erzählen, warum ich nicht in die Kirche gehe und warum die meisten Leute in unserem Land das nicht tun.“ Er sagte: „Nun, der Hauptgrund, warum die Leute nicht in die Kirche kommen, ist, dass wir keine Leidenschaft auf der Kanzel sehen.“

    Damit hatte er ihre Aufmerksamkeit gewonnen. Und er sprach weiter: „Wenn Ihre Botschaft stimmt und man in die Hölle kommt, wenn man stirbt, ohne Jesus angenommen zu haben, und wenn die Hölle wirklich so ist, wie die Bibel sie beschreibt, dann muss es für Gott die größte Blasphemie sein, wenn Sie Ihre Botschaft nicht mit absoluter Leidenschaft verbreiten.“

    Er sagte: „Aber ich sehe auf der Kanzel keine Leidenschaft.“ Damit hatte er ihre Aufmerksamkeit. Es ist so wahr. Niemand kommt und hört einem schläfrigen Prediger zu, der nicht einmal selbst zu glauben scheint, was er erzählt. Menschen werden von Leidenschaft angezogen. Sie wollen jemanden sehen, der voller Begeisterung für das brennt, was er tut. Das gilt für die Gemeinde, aber auch für alles andere. Menschen werden von Leidenschaft angezogen.

    Das Leben selbst ist ein Geschenk, das man genießen und feiern sollte. Schlafwandeln Sie nicht durch das Leben. Schenken Sie großzügig. Singen Sie aus Leibeskräften. Tanzen Sie, als würde Sie niemand sehen. Leben Sie mit Leidenschaft! In Johannes 2,13-17 geht es um Jesus und seine Leidenschaft. Und dort steht:

    „Das alljährliche Passahfest stand bevor, und Jesus ging nach Jerusalem. Im Hof des Tempels sah er Händler, die Rinder, Schafe und Tauben als Opfertiere zum Verkauf anboten; und er sah Geldwechsler hinter ihren Tischen sitzen. Da machte Jesus aus Stricken eine Peitsche …“

    Das ist ein Jesus, von dem man nicht allzu oft etwas hört.

    „Da machte Jesus aus Stricken eine Peitsche und jagte sie alle aus dem Tempel. Er trieb die Schafe und Rinder hinaus, warf die Münzen der Geldwechsler auf den Boden und stieß ihre Tische um. Dann ging er zu den Taubenverkäufern und befahl ihnen: Schafft das alles fort. Macht aus dem Haus meines Vaters keinen Marktplatz! Da erinnerten sich die Jünger an die Prophezeiung aus der Schrift: Die Leidenschaft für dein Haus brennt in mir.“

    „Die Leidenschaft für dein Haus brennt in mir.“ Wann brannte das letzte Mal eine Leidenschaft für etwas in Ihnen? Wann brannte das letzte Mal ein Eifer für etwas in Ihnen? Ein Freund von mir erzählte mir einmal etwas über sich und seine Familie. Ich glaube, sie waren im Skiurlaub in Colorado. Er und seine Frau fuhren ein paar Stunden Ski und gingen dann zur Hütte. Sie saßen draußen und genossen eine Tasse Kaffee und die herrliche Landschaft. Sie konnten die Pisten sehen. Auf einmal sahen sie, dass eine Gruppe Verrückter durch die Bäume kam.

    Sie hatten die Piste verlassen und rasten in halsbrecherischem Tempo durch die Bäume. Wirklich gefährlich. Er schaute seine Frau an: „Siehst du diese Idioten?“ Er sagte: „Einer von denen wird sich das Genick brechen.“ Sie beobachteten sie. Sie sagte: „Ja, das ist verrückt.“ Doch als sie immer näherkamen, sagte er: „O nein. Das sind unsere Söhne.“ Er ging danach sofort los und kaufte beiden Helme. Als er mir die Geschichte erzählte, sagte ich nichts dazu, aber ich dachte: „Natürlich. Sie sind genau wie du.“ Er war genauso. Alles, was er tat, tat er mit Leidenschaft. Wenn wir zusammen vor einer Treppe standen, wollte er mit mir um die Wette hinaufrennen. Was wir auch taten, er war voller Leidenschaft. Er war ein leidenschaftlicher Prediger. Er war leidenschaftlich im Leben. Und seine Söhne waren genauso.

    Wie gesagt: Begeisterung zieht Menschen an. Sie ist ansteckend. In 2. Korinther 9,2 steht:

    „Ich weiß ja, wie gern ihr helfen wollt, und habe vor unseren Freunden in Mazedonien damit angegeben, dass ihr in Griechenland schon vor einem Jahr bereit wart, eine Gabe zu schicken. Eure Begeisterung“ – eure Leidenschaft – „war sogar für viele dort ein Ansporn.“

    Leidenschaft kann andere anspornen. Sie berührt andere Menschen. Leidenschaft und Eifer färben auf andere ab. Über eine der Veranstaltungen von D.L. Moody heißt es, dass dort ein Mann einen anderen fragte: „Kommen Sie oft her, um ihn zu hören?“ Er antwortete: „Ja.“ Er fragte: „Kommen Sie, weil Sie glauben, was er predigt?“ Und wissen Sie, welche Antwort er bekam? Die Antwort war: „Nein. Ich komme nicht, weil ich glaube, was er predigt. Ich komme, weil er glaubt, was er predigt.“ Da gab es Leidenschaft. Da gab es Eifer. Gott möchte, dass wir mit Leidenschaft leben.

    Kommen wir zum nächsten Punkt, dem nächsten Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben. Und das ist Frieden. Wir sollen nach Frieden streben. In Psalm 34,15 steht:

    „Suche Frieden und jage ihm nach.“

    Nach Frieden zu streben ist ein gutes Ziel. Es ist eine gute Sache. Es gibt Frieden mit Gott und es gibt den Frieden Gottes. Das sind zwei verschiedene Dinge. Frieden mit Gott kommt durch die Errettung.

    Ich erinnere mich an etwas, das ich über Henry David Thoreau gelesen habe, den großen amerikanischen Naturalisten und genialen Schriftsteller. An seinem Sterbebett fragte einer seiner Freunde: „Henry, hast du deinen Frieden mit Gott gemacht?“ Und Thoreau antwortete: „Ich wusste nicht, dass Gott und ich zerstritten sind.“ Das ist eine schlaue Antwort, aber leider ist sie falsch. Sie zeugt von Unwissenheit. In der Bibel steht in Kolosser 1: „Christus hat durch sein Blut am Kreuz Frieden geschlossen.“ Die ganze Welt war verfeindet. Wir waren alle Gottes Feinde.

    Die ganze Welt hat Schuld auf sich geladen. In der Bibel steht: „Als wir noch Gottes Feinde waren, starb Christus für uns und brachte Frieden durch das Blut am Kreuz.“ Wir bekommen nur Frieden mit Gott, wenn wir unser Vertrauen auf seinen Sohn Jesus Christus setzen, der für uns gestorben ist. Am Kreuz auf Golgatha trug er unsere Schuld und die Strafe dafür. Und wenn wir Frieden mit Gott haben, bekommen wir auch den Frieden Gottes. In Philipper 4,6-7 steht:

    „Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren.“

    Sorgen Sie sich um nichts, sondern beten Sie um alles. Wenn wir das tun, heißt es hier, wird der Friede Gottes unsere Herzen und Gedanken bewahren. Er wird eine Mauer um Sie bauen und Sie vor ängstlichen Gedanken schützen.

    Werfen Sie Ihre Sorgen auf ihn. Jesus sagt: „Sorgt euch nicht um das Morgen. Es genügt, dass jeder Tag seine eigenen Sorgen hat.“ Das ist so wahr. Wenn man sich um das Morgen sorgt, ist es, als würde man die Wolken von morgen über den Sonnenschein von heute ziehen.

    In unserem alten Haus hatten wir eine Klimaanlage. Wo wir jetzt wohnen, haben wir keine. An manchen Tagen wünschte ich, wir hätten eine. Aber in unserem alten Haus hatten wir eine Klimaanlage, und sie war ein Segen. Aber irgendetwas war daran kaputt, denn es gab immer wieder einmal Leistungsspitzen und die Sicherung flog raus. Ich bestellte Elektriker, die sich das Ding anschauen sollten, aber keiner fand den Grund. Die Anlage funktionierte super, wenn sie da waren. Aber sie ließ jede Woche eine Sicherung durchbrennen.

    Es ist, als habe Gott auch in unsere Herzen eine 24-Stunden-Sicherung eingebaut. Wenn wir uns heute über das Morgen Sorgen machen, belasten wir unsere 24-Stunden-Sicherung mit 48 Stunden. Und dann explodiert etwas. Vielleicht tauchen Probleme in der Ehe auf. Vielleicht geht unsere Gesundheit kaputt. Vielleicht zeigt es sich durch Probleme in der Familie. Und manche machen sich nicht nur Sorgen um das Morgen, sondern auch um die nächste Woche oder den nächsten Monat. Manche sorgen sich um Jahre im Voraus.

    Ob es Sorgen um Ihre Gesundheit sind, um Ihre Familie, um Dinge, die in der Welt passieren, um die Sicherheit ihrer Arbeitsstelle oder was es auch sein mag – in der Bibel heißt es: „Sorgt euch um nichts. Macht euch keine Sorgen. Aber betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht und dankt ihm. Und der Friede Gottes, der größer ist als unser Verstand“ – mit anderen Worten: den wir nicht begreifen können – „wird unsere Herzen bewahren. Er wird unsere Gedanken bewahren.“

    Es ist wunderbar, mit diesem Frieden zu leben. Das bedeutet nicht, dass wir keine Probleme haben. Ich habe Probleme. Ich erlebe Herausforderungen wie jeder andere. Ich bin von diesen Dingen nicht ausgenommen. Aber wissen Sie was? In alldem habe ich das Versprechen des Friedens. Und das ist eine wunderbare Art zu leben. Eigentlich schlafe ich jede Nacht gut, ganz gleich, was los ist. Denn ich rede mit Gott über alles, was mich beunruhigt.

    Einmal habe ich eine Geschichte über ein Ehepaar gelesen, das eine Abmachung hatte. Wenn sie versucht waren, sich Sorgen zu machen und ein Problem hatten, setzten sie sich an den Tisch und schrieben das Problem auf einen Zettel. Nachdem sie dafür gebetet hatten, falteten sie den Zettel zusammen. Und sie hatten über die die Küchentür eine Papiertüte geklebt, auf die sie in großen Buchstaben „Gott“ geschrieben hatten.

    Wenn sie das Problem zu Gott gebracht hatten, stiegen sie auf einen Stuhl und warfen den Zettel in die Tüte. Mit dieser symbolischen Handlung sagten sie: „Wir geben es Gott und es ist jetzt in seiner Hand.“ Und eine Besonderheit war, dass sie etwas vereinbart hatten. Mann und Frau gaben sich dann die Hand und versprachen: „Wenn du oder ich irgendwann anfangen, uns über diese Sache Sorgen zu machen, die wir gerade Gott übergeben haben, dann muss derjenige, der sich Sorgen macht, auf den Stuhl steigen, den Zettel herausholen und ihn wieder an sich nehmen. Denn wenn wir uns Sorgen darum machen, ist es nicht mehr bei Gott. Dann ist es bei uns.“ Und ich dachte: „Das ist genial. Eine sehr gute Idee.“

    Wenn wir ehrlich sind, müssten wohl viele von uns sagen: „Ich würde viel Zeit damit verbringen, Zettel aus dieser Tüte herauszuholen.“ Mein Freund, wenn Sie Gott etwas übergeben, sollten Sie es auch bei ihm lassen. Wenn er Ihnen zeigt, dass Sie etwas tun sollen, dann tun Sie es. Aber wenn Sie beten, werfen Sie Ihre Sorgen auf ihn. Und Gottes Friede wird Sie bewahren.

    Der letzte Punkt, über den ich zum Schluss sprechen möchte, ist Zeit für schöne Dinge. Ja, Sie haben richtig gehört. Nehmen Sie sich Zeit für Schönes. In 1. Timotheus 6,17 steht:

    „…Gott …, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen, damit wir uns daran freuen und es genießen können.“

    Sie sollten sich Zeit nehmen, um diese Dinge zu genießen. Ich weiß noch, dass ich einmal einem Missionar aus Borneo zugehört habe. Er sprach auf dem Bible College, das ich besuchte. Und ich dachte: „Wow, dieser Mann ist unglaublich.“ Er hatte sein ganzes Leben investiert und lebte an einem Ort, der für mich der äußerste Winkel der Erde war. Und er stand auf und sagte: „Ich war viele Jahre Missionar auf Borneo. Und ich habe herausgefunden, dass man es als Missionar im Dienst nicht aushält, wenn man kein Hobby hat.“ Er sagte: „Mein Hobby ist Muscheln sammeln. Ich laufe den Strand entlang und sammle Muscheln.“

    Ich weiß noch, dass ich ganz enttäuscht war. Ich dachte: „Können wir bitte einen echten Missionar herholen? Der macht wohl Witze. Ein Hobby? Ich dachte, jetzt käme eine gesalzene Ansprache, und jetzt sagt er, ich brauche ein Hobby.“ Doch Jahre später erlebte ich etwas. Einige von Ihnen werden ihn kennen, aber ich erzähle die Geschichte, ohne Namen zu nennen. Das macht es noch besser.

    Er war ein sehr bekannter Prediger, und ich hatte das Privileg, ihn zu kennen. Wir spielten manchmal zusammen Golf. Dieser Mann hatte große Schwierigkeiten in seinem Leben gemeistert und das Evangelium auf der ganzen Welt verkündet. Und eines Tages fragte ich ihn: „Was ist der wichtigste Rat, den du mir als jungem Prediger geben würdest?“ Ich dachte: „Dieser Mann ist 35 Jahre älter als ich und hat schon mehr erlebt als ich in meinem ganzen Leben. Wahrscheinlich hat er allein in einem seiner Finger mehr Erfahrung als ich.“

    Und wissen Sie, was er sagte, als ich ihn nach seinem wichtigsten Rat für mich als jungen Prediger fragte? Er sagte: „Bayless, du hast im Golf einen recht guten Schlag. Tritt doch einem Club bei.“ Er sagte: „Du musst mehr Golf spielen. Weißt du, Golf ist das Einzige, das mich am Leben gehalten hat.“ Und wieder war ich enttäuscht. Ich dachte: „Was? Das war nicht das, was ich hören wollte.“ Aber ich ließ es damit bewenden.

    Zwei Wochen später war ich bei der Konferenz einer Gruppe namens „Apostoliker“. Das ist eine pfingstkirchliche Bewegung in Australien. Ich war der Gastredner bei der Konferenz. Sie fanden heraus, dass ich gern Golf spiele und brachten mich in Kontakt mit einem Veteranen der Bewegung. Er war in Australien eine Art Legende. Wir gingen also zusammen golfen. Und auf dem neunten Fairway erzählte er mir eine Geschichte. Er sagte: „Bayless, ich war damals zu Beginn der Bewegung einer der Pioniere. Und wir waren ziemlich gesetzlich. Es hieß, man dürfte nicht geschlechtergemischt schwimmen gehen. Jungen und Mädchen durften nicht gleichzeitig im Pool sein. Jungen durften keine kurzen Hosen tragen. Mädchen durften ihre Haare nicht schneiden. Und es hieß, Sport wäre Sünde.“

    Er sagte: „Ich war einer der Hauptprediger, und meine Gesundheit verschlechterte sich. Ich ging zum Arzt. Der Arzt machte eine ganze Reihe von Untersuchungen und sagte: ‚Nun, offensichtlich sind Sie nicht wirklich krank, aber das sind alles Zeichen von Stress. Was tun Sie zur Entspannung?‘ Und meine Antwort war: ‚Doktor, ich lese in der Bibel.‘ Er sagte: ‚Schön, aber was ist Ihr Ventil?‘ Ich sagte: ‚Ich lese in der Bibel.‘ Er sagte: ‚Schön. Lesen Sie weiter in Ihrer Bibel, aber ich sage Ihnen, dass Sie den ganzen Druck der Arbeit mit sich herumschleppen. Wenn Sie kein Ventil finden, werden Sie nicht alt werden. Sie brauchen ein Hobby.‘“

    Und er sagte: „Bayless, ich verstieß gegen die Gemeinderichtlinien, schuf einen Präzedenzfall und fing an, Golf zu spielen.“ Er sagte: „Es war ein Skandal, dass ich als einer der wichtigsten Prediger der Bewegung auf dem Golfplatz stand.“ Dann hielt er inne, wandte sich um, schaute mir in die Augen und sagte: „Bayless, Golf ist der einzige Grund, warum ich noch lebe.“ Ich weiß noch, dass ich dachte: Das habe ich doch erst vor ein paar Wochen von diesem anderen legendären Prediger gehört. Der hatte auch gesagt: „Golf ist das Einzige, das mich am Leben gehalten hat.“

    Dann ging ich in Gedanken zurück und dachte an den Missionar aus Borneo. Und mir wurde klar, dass Gott mir etwas sagen wollte. Wissen Sie, ich liebe meine Arbeit, aber ich bin nicht süchtig danach. Ich spiele gern Golf, und ich habe noch ein anderes Hobby. Ich springe mit einer Harpune ins Meer und besorge uns unser Mittagessen. Ich nenne das Salzwassertherapie. Das ist für mich kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.

    Gott hat uns dazu geschaffen, diese Dinge zu genießen. Ich habe viele Prediger gekannt, die auf der Kanzel herausragend waren, aber sozial unfähig, weil sie kein Leben außerhalb der Kanzel hatten. Manchmal muss man sich Zeit nehmen, um sich zu erholen. In Markus 6,31 sagt Jesus zu seinen Jüngern:

    „Darauf sagte Jesus: ‚Kommt, wir ziehen uns an einen einsamen Ort zurück, wo ihr euch ausruhen könnt.‘ Denn ständig waren so viele Menschen um sie, dass Jesus und seine Apostel nicht einmal Zeit fanden zu essen.“

    Wenn Ihr Leben so aussieht, mein Freund, dann brauchen Sie einen einsamen Ort. Schalten Sie Ihr Handy ab. Ruhen Sie sich aus. Gehen Sie wandern oder biken oder spazieren oder etwas anderes, das Ihren emotionalen Tank füllt. Wenn Sie ein erfolgreiches Leben führen wollen, müssen Sie erstens Ihre Bestimmung entdecken. Zweitens: Entwickeln Sie Leidenschaft. Drittens: Streben Sie nach Frieden. Und viertens: Nehmen Sie sich Zeit für Schönes. Ich hoffe, dass Ihnen das hilft und bete, dass Gott Sie reich segnet. Bis zum nächsten Mal.

  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    1. Lieber Bayless,
      die Predigt enthält viele gute Gedanken.Vielen Dank dafür!
      Die Aussage des Pastors, dass der Grund warum er noch am Leben ist, das Golfen ist,empfinde ich als Hohn für Jesus, als Armutszeugnis.Golfen oder ein anderes Hobby sollen retten können? Ich denke der Pastor war religiös,sonst wäre er nicht so gestresst gewesen.Jesus zog sich zurück und verbrachte jede freie Minute mit dem Vater.Er lebte aus dieser Kraftquelle und brannte nicht aus, trotz sehr wenig Schlaf.Ich glaube,dass aus dieser Priorität, ein gesunder Lebensstil kommt,der natürlich auch Schönes enthält.Ich denke ,dass wir den Erhalt unseres Lebens als Christen nur Jesus zusprechen sollten.Er ist doch unsere Kraftquelle.Wie leicht kann mich verkehrtes Denken auch von guten Dingen, abhängig machen.Ich hoffe,du verstehst,was ich meine.
      Liebe Grüße
      Deine Glaubensschwester Helga

      1. Liebe Helga, wir verstehen deine Gedanken.
        Gott nutzt aber auch unsere Fähigkeiten und Gaben, um in Kontakt mit uns zu treten.
        Wir glauben, dass es da kein richtig oder falsch gibt, wie du sagst kommt es dabei auf die Herzenshaltung an.

Hat dir die Sendung gefallen?

Dann leite sie gerne weiter oder teile sie in den sozialen Medien, damit auch andere ermutigt werden!

Das könnte dich auch interessieren
Artikel

So wirkt der Heilige Geist

TV-Sendung

Bist du ein lauwarmer Christ? (1)

Kurzvideo

Wie du Gott wieder nah sein kannst

Unterstütze unsere Arbeit

Bring mit uns Hoffnung in die Wohnzimmer der Menschen!

Gerade in unsicheren Zeiten empfinden wir es als große Chance, Menschen durch Gottes Wort neue Zuversicht zu geben.