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Vertraust du Gott oder deinem Verstand? (2)

Wenn du auf Gottes Plan und Versorgung vertraust, wirst du in den Augen der Welt manchmal dumm dastehen – aber du solltest es trotzdem tun. Denn dann können unfassbare Dinge in deinem Leben geschehen, genau wie es in der Bibel geschrieben steht. Verlass dich nicht auf deinen Verstand. Vertraue Gott auf allen deinen Wegen, dann wird er dich recht führen!

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  • Hallo und willkommen bei unserer heutigen Sendung. Mein Name ist Bayless Conley, und ich habe Antworten für Sie. Nicht, weil ich besonders schlau wäre oder die Weisheit gepachtet hätte. Aber ich weiß, wo die Antworten zu finden sind. Sie sind in der Bibel zu finden. Wir nennen unsere Sendungen „Antworten mit Bayless Conley“ – aber nicht, weil Bayless Conley alle Antworten hat. Er weiß nur, wo er danach suchen muss.

    Als ganz junger Christ kam ich aus der Hippie-Kultur. Ich hatte einen Bekannten, auch ein Hippie, ein bisschen älter als ich. Und er hatte auf seinem Gitarrenkoffer einen großen Aufkleber. Darauf stand: „Antworten: zu finden in der Bibel“. Das beeindruckte mich. Ich kaufte mir sogar einen Aufkleber für meinen eigenen Gitarrenkoffer, auf dem das Gleiche stand: „Antworten: zu finden in der Bibel“. Ich hatte mein Leben lang nach Antworten gesucht, und endlich fand ich heraus, wo sie in der Bibel zu finden waren.

    Wenn Sie beim letzten Mal dabei waren, erinnern Sie sich, dass ich mit einem Thema begonnen habe, das für unser Leben als Nachfolger von Jesus grundlegend ist. Es steht in Sprüche 3 und auch an anderen Stellen, aber hier ganz eindeutig. Es geht darum, ob wir Gott oder unserem Verstand vertrauen. Falls Sie letztes Mal nicht dabei waren: Die heutige Predigt ist in sich abgeschlossen. Wir machen aber weiter, wo wir bei Sprüche 3,5 aufgehört haben:

    „Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn und verlass dich nicht auf deinen Verstand.“

    Okay. „Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn.“ Die Bibel sagt, der Mensch glaubt mit dem Herzen. Wir sollen Gott mit dem Herzen vertrauen und uns nicht auf unseren Kopf verlassen. Verlassen Sie sich nicht auf Ihren eigenen Verstand. Wenn Ihr Verstand, Ihre Sichtweise, die menschliche Logik in krassem Gegensatz und Widerspruch zu Gottes Weisheit steht und zu dem, was Gott sagt, müssen Sie Gott von ganzem Herzen vertrauen und sich nicht auf menschliche Logik, auf Ihren eigenen Verstand verlassen. Weiter in Sprüche 3,6:

    „Denke an ihn, was immer du tust, dann wird er dir den richtigen Weg zeigen.“

    Was immer Sie tun – ob es Ihre Familie betrifft, Ihre Arbeit, Ihre Zukunft, Ihre Gesundheit –, denken Sie in allem an Gott. Das hebräische Wort, das hier mit „denken“ übersetzt ist, bedeutet: „Ausschau halten nach, lauschen auf“. Beziehen Sie Gott in Ihr Denken ein. Ich halte Ausschau nach Gottes Weisheit, ich lausche darauf. Ich werde still. Ich verbringe Zeit mit seinem Wort. Ich höre auf seine Stimme.
    Jesus sagt: „Meine Schafe hören meine Stimme, und sie folgen mir.“ Gottes Schafe kennen die Stimme des Hirten. Wenn wir ihn anerkennen und in allem nach ihm Ausschau halten und auf ihn hören, wird er unsere Wege lenken. „Lenken“ bedeutet „den richtigen Weg zeigen“. Es hat mit der Richtung zu tun. Gott führt uns in die richtige Richtung.

    Viele hebräische Gelehrte und Kommentatoren sagen, dass in dem Wort auch der Gedanke von Befähigung enthalten ist. Gott zeigt uns nicht nur den Weg, den wir gehen sollen, sondern befähigt uns auch, diesen Weg zu gehen. Und auch der Gedanke, dass Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, ist enthalten. Wenn wir Gott in unser Denken einbeziehen und ihn suchen, wird er uns Weisheit geben. Diese Weisheit mag sich menschlicher Logik und Weisheit widersetzen.

    Ich werde von ganzem Herzen Gott vertrauen und tun, was er sagt. Dabei wird er mich befähigen und auch Hindernisse beseitigen und den Weg ebnen. Vielleicht erleben Sie gerade große Hindernisse. Vielleicht ist es ein Hindernis des Mangels. Vielleicht sind es große Hindernisse in Ihrer Familie, die mit Ihrer Vergangenheit zu tun haben – vergangenem Missbrauch oder anderen Verletzungen. Vielleicht sind Sie mit jemandem verheiratet, der Ihren Glauben nicht teilt. – Natürlich kenne ich Ihre Situation nicht.
    Vielleicht sind schlechte finanzielle Entscheidungen die Ursache. Vielleicht haben Sie große gesundheitliche Probleme. Was immer es ist, wie die Hindernisse auch aussehen: Gott hat eine Antwort für Sie. Er hat Weisheit für Sie. Wenn Sie ihn in Ihr Denken einbeziehen, wenn Sie Zeit mit seinem Wort verbringen, wird er Sie durch sein Wort ansprechen. Er wird im Gebet durch seinen Geist zu Ihnen sprechen. Und wenn Sie ihm bewusst von ganzem Herzen vertrauen und einfach gehorsam und voller Glauben tun, was er sagt, und sich nicht auf Ihren eigenen Verstand verlassen, werden Sie gute Früchte ernten. Unsichtbare Hände werden Hindernisse aus dem Weg räumen. Im Lukasevangelium Kapitel 5 gibt es ein wunderbares Bild dafür. Vielleicht kennen Sie die Geschichte aus Lukas 5. Ab Vers 1:

    „Als Jesus eines Tages am See Genezareth predigte, drängten sich viele Menschen um ihn, die alle das Wort Gottes hören wollten. Er bemerkte zwei leere Boote am Ufer. Die Fischer hatten sie liegen lassen und reinigten gerade ihre Netze. Jesus stieg in eines der Boote und bat den Besitzer des Boots, Simon, vom Ufer abzustoßen. Dann lehrte er die Menge vom Boot aus. Als er mit seiner Predigt fertig war, sagte er zu Simon: ‚Nun fahr weiter hinaus und wirf dort deine Netze aus, dann wirst du viele Fische fangen.‘ ‚Meister‘, entgegnete Simon, ‚wir haben die ganze letzte Nacht hart gearbeitet und gar nichts gefangen. Aber wenn du es sagst, werde ich es noch einmal versuchen.‘ Diesmal waren ihre Netze so voll, dass sie zu reißen begannen! Sie riefen nach ihren Gefährten in dem anderen Boot, und bald darauf waren beide Boote so voller Fische, dass sie unterzugehen drohten.“

    Was für eine starke Geschichte! Es gibt ein Hindernis: keine Fische. Ohne Fische kein Geld. Wenn man keine Fische verkaufen kann, gibt es kein Geld. Man kann keine Miete zahlen, keine Lebensmittel kaufen. Man kann nicht einmal für das Lebensnotwendige sorgen. Das ist ein riesiges Problem. Und Jesus kommt, leiht sich ein Boot zum Predigen aus, und dann sagt er: „Simon, wirf deine Netze zum Fischen aus.“
    In Vers 5 reden sowohl Simons Kopf als auch Simons Herz. Sein Kopf sagt: „Herr, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen.“ Sein Herz sagt: „Trotzdem, Herr, werden wir auf dein Wort hin die Netze auswerfen.“ Was mag ihm wohl alles durch den Kopf gegangen sein? Vielleicht: „Herr, wir haben die ganze Nacht gefischt. Wir sind müde. Das ist nicht die richtige Tageszeit zum Fischen. Wir wissen, du meinst es gut. Aber man erzählt sich, dass du von Beruf Zimmermann bist. Und jetzt sagst du, wir sollen in der heißesten Tageszeit die Netze noch einmal auswerfen? Das ist unlogisch!“

    Verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern vertraue Gott von ganzem Herzen. Petrus, wirst du Gott vertrauen oder dir selbst? Und Petrus entschied sich für das Gott-Vertrauen. Er antwortete Jesus: „Aber wenn du es sagst, werde ich es noch einmal versuchen.“ Und sie fingen zwei Bootsladungen Fische.
    Genauso soll es sein. Das ist das Einmaleins des Christseins. Mein Verstand sagt das eine, aber Gottes Wort sagt etwas anderes. Ich werde Gottes Wort vertrauen und mich nicht auf meinen Verstand oder meine Logik verlassen. Manchmal läuft Gottes Wort der menschlichen Logik komplett zuwider. Überlegen Sie einmal. Ich möchte das mit noch einem anderen Beispiel veranschaulichen, aus 1. Petrus 3,1-2:

    „Ebenso sollt ihr Ehefrauen euch euren Ehemännern unterordnen, auch dann, wenn sie nicht an die Botschaft Gottes glauben. Das Beispiel eures Lebens wird sie mehr überzeugen als alle Worte. Sie werden für Gott gewonnen werden, wenn sie sehen, wie ihr vorbildlich und in Ehrfurcht vor Gott lebt.“

    Man kann auch übersetzen, dass die Ehefrauen ihren Ehemännern dienen sollen. Sie sollen sie lieben und ihnen dienen, auch den Männern, die sich weigern, Gottes Lehre anzunehmen, die nicht auf sein Wort hören wollen. Man kann sie gewinnen, ohne sie anzupredigen. Petrus sagt den Ehefrauen: Eure Männer werden euer verändertes Leben sehen. Euer Leben wird wie eine Predigt sein. Manche Frauen denken jetzt: „Nie im Leben!“ Und sie werden ihre Männer weiter anpredigen.
    „Du musst den Kindern ein Vorbild sein. Du musst in die Kirche gehen. Du trinkst zu viel Bier. Du bist faul. Was ist mit den Kindern? Du musst sie mit in die Kirche nehmen. Sie müssen sehen, wie du in der Bibel liest.“ Sie predigen ihn ununterbrochen an. Aber ich habe einen Rat für Sie. Seien Sie still. Lieben Sie Ihren Ehemann und dienen Sie ihm. Lassen Sie ihn Ihren sanften, stillen Geist sehen. Dann kann er gewonnen werden, auch ohne dass sie ihn anpredigen. Und manche Frauen sagen: „Nicht mit mir, Pastor.“
    Aber Sie müssen Gott von ganzem Herzen vertrauen und sich nicht auf Ihren eigenen Verstand verlassen. Sie predigen ihn an, nörgeln, dass er in die Kirche gehen soll, und sagen ihm ständig, was er für ein schlechtes Vorbild ist. Das hat bisher nicht funktioniert, oder? Nein? Nun, die Bibel sagt Folgendes: Sie können Ihren Mann gewinnen, auch ohne ihn anzupredigen, wenn er die Veränderung bei Ihnen sieht, Ihren sanftmütigen, stillen Geist und Ihr dienendes Herz.
    Dieser Ansatz läuft vielleicht allem zuwider, was Sie für erfolgversprechend halten. Es geht vielleicht auch komplett gegen Ihre menschliche Natur, denn Sie sagen gern, was Sie denken. Aber Sie müssen sich entscheiden, Gott von ganzem Herzen zu vertrauen und sich nicht auf das zu verlassen, was Ihr Kopf Ihnen sagt. Im Blick auf biblische Aussagen wie diese, überhaupt im Blick auf Gottes Wort und unser Vertrauen darauf müssen wir uns komplett darauf einlassen. Der Heilige Geist wird uns ebenfalls ansprechen und uns Weisheit für unsere individuelle Situation geben.

    Ich habe einen Freund, der vor vielen Jahren für den Evangelisten Reinhard Bonnke arbeitete. Es war die Zeit, in der Bonnke mit Volldampf unterwegs war und riesige Evangelisationen in Afrika veranstaltete, manchmal mit 400.000-500.000 Menschen bei einer einzigen Versammlung. In diesem Fall war es eine Veranstaltung mit ungefähr 100.000 Menschen. Reinhard Bonnke stand auf dem Podium und sagte: „Hier ist jemand namens John. John, du musst Jesus dein Leben anvertrauen.“ Jetzt denken Sie vielleicht: „Okay, wir haben hier 100.000 Teilnehmer. Da sind bloß 20.000 Johns dabei.“ Später sagte Reinhard Bonnke: „Ich hatte das Gefühl, dass der Heilige Geist es mir auftrug. Es leuchtete mir nicht ein, aber ich tat es.“
    Jedenfalls war mein Freund dort mit anderen Seelsorgern, und bei manchen standen große Gruppen von Menschen. Sie redeten mit ihnen und gaben ihnen Literatur weiter. Und mein Freund hatte den Impuls, mit einem bestimmten Mann zu reden. Er weinte und erzählte: „Meine Mutter hat darauf bestanden, dass ich heute Abend hierherkomme. Ich wollte nicht, weil ich das alles für Schwindel hielt.“
    Aber die Mutter hatte gesagt: „Du musst mit mir hingehen.“ – „Aber das ist alles Schwindel!“ – „Nein, Sohn, das ist kein Schwindel. Es ist echt.“ Und er sagte: „Ich weiß erst, dass das wirklich echt ist und dass Gott echt ist und dass die Sache mit der Errettung echt ist, von der du immer redest, wenn der Prediger auf dem Podium meinen Namen ruft.“ Und sein Name war John. „Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Denke an ihn, was immer du tust, dann wird er dir den richtigen Weg zeigen.“

    Als Jesus bei der Hochzeit in Kana in Galiläa war, kam seine Mutter zu ihm und sagte: „Den Gastgebern ist der Wein ausgegangen.“ Dann wandte sie sich an die Bediensteten und sagte: „Was immer er euch sagt, das tut.“ In dem Haus gab es leere Wasserkrüge, die insgesamt über 200 Liter fassten. Und Jesus sagte: „Füllt diese Krüge mit Wasser“, und die Diener taten es. Dann sagte Jesus: „Jetzt schöpft aus den Krügen und bringt es dem Zeremonienmeister.“
    Sie nahmen das Wasser, gossen es aus und gaben es dem Zeremonienmeister zu trinken. Ich persönlich glaube, dass das Wasser sich erst in Wein verwandelte, als sie es in seinen Becher ausgossen. Der Mann kostete es, rief den Bräutigam zu sich und sagte: „Normalerweise serviert man doch den besten Wein zuerst, und wenn dann alle schon ein bisschen angeheitert sind, wird der weniger gute Wein serviert. Aber du hast den besten Wein bis jetzt aufgehoben.“ Die Diener, die das Wasser schöpften, mussten Jesus von ganzem Herzen vertrauen und durften sich nicht auf ihren eigenen Verstand verlassen.

    Ganz gleich, wie Ihre persönliche Situation im Moment aussieht, womit Sie es zu tun haben, was Sie durchmachen … Vielleicht haben Sie eine Ehekrise, aber Gott hat Weisheit für Sie. Hören Sie: Noch bevor diese Situation überhaupt zustande kam, hat Gott, der Vater, schon vor Ewigkeiten zusammen mit Gott, dem Sohn, und Gott, dem Heiligen Geist, über Sie und Ihre Situation gesprochen und einen Plan dafür vorbereitet.
    Gott hat einen Weg für Sie, den Sie gehen können, und er wird ihn Ihnen zeigen, wenn Sie Gott suchen. Verbringen Sie Zeit mit seinem Wort. Beten Sie und suchen Sie Gott. Der große Hirte wird Ihren Weg lenken. Er hat Weisheit für Sie. Wenn Sie gerade Ihre Arbeit verloren haben, hat Gott Weisheit für Sie. Vielleicht sind Sie als Flüchtling in ein Land gekommen und wissen nicht weiter. Sie haben nichts und sind immer von Abschiebung bedroht. Es passiert so viel, und Sie wollen nur Ihre Familie versorgt wissen. Mein Herz ist bei Ihnen. Aber Gott ist nicht von Ihrer Situation überrascht. Er hat Weisheit für Sie. Wenn Sie ihn suchen, wird er Ihnen zeigen, was Sie tun sollen.
    Werden Sie still. Nehmen Sie sich Zeit, um auf Gott zu warten. Er wird Ihr Herz ansprechen. Vertiefen Sie sich in sein Wort und Gott wird zu Ihnen sprechen. – In einem unserer früheren Gemeindehäuser hatten wir nur wenige Parkplätze, also mussten wir weit weg parken. Da war ein Mann, der immer in seinem Garten arbeitete. Meistens war er merklich angetrunken. Wenn die Gemeindebesucher an seinem Haus vorbeigingen, verspottete er sie. Er schikanierte sie, schrie sie an und machte sich über sie lustig. Er war gemein. Einmal ging ich dort vorbei. Er wusste nicht, dass ich der Pastor war, und er sagte: „Ach, du gehst auch in diese blöde Kirche! Wenn du ein echter Christ wärst, würdest du meinen Müll rausbringen.“
    Ich ging durch das Tor, holte seine Mülltonnen und brachte sie hinaus an die Bordsteinkante. Ich sagte. „Bitteschön. Einen schönen Tag Ihnen!“ Er fluchte nur, und ich ging weiter. Jedenfalls parkte einer unserer Pastoren immer dort und kam an dem Haus vorbei. Gott sprach ihn innerlich an. In Römer 12,20-21 steht:

    „Handelt stattdessen so, wie es in der Schrift heißt: ‚Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu essen. Wenn er durstig ist, gib ihm zu trinken, und er wird beschämt darüber sein, was er dir angetan hat.‘ Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!“

    Haben Sie einen Feind? Geben Sie ihm zu essen. Wenn er Durst hat, geben Sie ihm zu trinken. Dann werden Sie „glühende Kohlen auf sein Haupt sammeln“, wie es im griechischen Text heißt. Manche Kommentatoren sagen, damit sei gemeint, dass der andere sich brennend schuldig dafür fühlen wird, dass er Sie falsch behandelt hat. Überwinden Sie Böses mit Gutem. – Jedenfalls wurde das dem Pastor wichtig. Er sprach immer freundlich mit dem Mann, wenn er vorbeilief und der Mann gerade im Garten war.
    Der Pastor machte ihm Komplimente über seinen Garten: „Sie haben wirklich einen tollen Garten hier. Und Ihre Rosen sind wunderschön!“ Der Mann war überrascht. „Wirklich? Ich habe hinterm Haus noch einen Garten. Wollen Sie den auch mal sehen?“ Der Pastor willigte ein, und der Mann nahm ihn mit. Unser Pastor war einfach immer freundlich, und schließlich lud er den Mann in die Gemeinde ein. Eines Tages kam er tatsächlich mit, und ich hielt an dem Tag die Predigt. Am Ende des Gottesdienstes kam der Mann nach vorn und vertraute Jesus sein Leben an. Er weinte, und erinnerte sich daran, wie er mich verspottet und angeschrien hatte. Er sagte: „Ich wusste nicht, dass Sie der Pastor sind. Es tut mir so leid!“ Aber ich beruhigte ihn.
    Er kam zum Glauben an Jesus, weil jemand etwas tat, was in der Bibel stand. Innerlich wollte man den Mann eigentlich lieber ignorieren; das wäre menschlich vernünftig gewesen. Man würde denken: „Der Typ ist betrunken. Er ist nicht ganz bei Sinnen.“ Oder vielleicht würde man auch etwas Hässliches erwidern. Das liegt in der menschlichen Natur, Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Doch Gottes Weisheit sagt: „Sei freundlich. Überwinde Böses mit Gutem.“ Und das tat der Pastor.

    Aber ich glaube, es ist auch wichtig, dass wir den Unterschied zwischen Vermessenheit und Glauben kennen. Vermessenheit, dass man etwas nur tut, weil jemand anderes es getan hat, oder man geht große Risiken ein. „Ich werde den Ast absägen, auf dem ich sitze, und Gott – fang mich bloß auf!“ Nein. Gott ist nicht verpflichtet, Sie aufzufangen. Wenn Gottes Wort für Sie plötzlich ganz real wird oder der Heilige Geist wirklich zu Ihnen gesprochen hat, dann können Sie daraufhin handeln und es wird etwas passieren.

    Ich erinnere mich an eine Gruppe Amerikaner, die in ein Land reisten, um einen Missionar dort zu unterstützen, den ich kannte. Er warnte sie: „Trinkt hier kein Leitungswasser. Es ist nicht sauber.“ Und es war eine ganze Gruppe von Leuten Anfang 20. Aber sie nahmen ihn nicht ernst. „Wir stellen uns im Glauben auf Gottes Wort, und das Wasser wird uns nicht schaden.“ Der Missionar warnte sie noch einmal: „Im Leitungswasser sind Bakterien. Wir haben hier Flaschenwasser. Wenn wir keins hätten, wäre es etwas anderes, aber wir haben welches.“
    Sie sagten: „Es wird uns nicht schaden. Wir vertrauen Gott, dass nichts Tödliches uns schaden wird.“ Der Missionar nahm sie mit zu einer Lagune und sagte: „Das Wasser ist voller Haie. Wollt ihr trotzdem in der Lagune schwimmen gehen?“ – „Nein, wir können die Haie ja sehen. Da gehen wir nicht schwimmen.“ – „Okay. Ihr könnt zwar die Bakterien nicht sehen, aber ihr solltet das Wasser nicht trinken.“ Doch sie taten die Warnung ab. Sie alle tranken das Leitungswasser und alle wurden krank. Wie gesagt, es ist eine Sache, wenn man kein sauberes Wasser hat. Aber wenn man welches hat, liegt die Sache anders. Das eine kann mit Glauben zu tun haben, das andere ist ziemlich vermessen. Also handeln Sie nicht töricht oder vermessen, aber handeln Sie im Glauben.

    In 1. Samuel 13 und 14 gibt es eine erstaunliche Geschichte. Die Philister hatten sich mit einigen Tausend Kriegswagen, Wagenlenkern und einer riesigen Armee versammelt. Als Israel unter dem König Saul sah, wie sich dieses riesige Heer von Philistern sammelte, flohen sie. Sie versteckten sich in Löchern und Höhlen und überall, wo sie ein Versteck finden konnten. Sie hatten Todesangst. Außerdem waren sie unbewaffnet. In ganz Israel gab es keine Speere und Schwerter, weil Israel damals den Philistern unterworfen war.
    Es gab in ganz Israel nur zwei Schwerter. Saul hatte eins und sein Sohn Jonathan hatte eins. Saul war noch vor Ort, auch wenn seine ganze Armee geflohen war. Nur 600 Mann waren bei ihm geblieben. Die Philister hatten eine große Garnison und eine riesige Armee. Und Jonathan schlich sich davon. In 1. Samuel 14 ab Vers 6 lesen wir:

    „‚Komm, lass uns zu dem Posten dieser Gottlosen hinübergehen‘, sagte Jonatan zu seinem jungen Waffenträger. ‚Vielleicht wird der Herr uns helfen, denn den Herrn kann nichts aufhalten. Er kann eine Schlacht gewinnen, ganz gleich, ob er viele oder nur wenige Krieger hat!‘ ‚Tu, was du für das Beste hältst‘, antwortete der Waffenträger. ‚Ich bin an deiner Seite, was immer du vorhast.‘“

    Ich finde das sehr wichtig. Der Waffenträger erkannte, dass Gott Jonathan einen Gedanken ins Herz gegeben hatte. Jonathan handelte hier nicht einfach vermessen; Gott hatte ihm wirklich eine Idee gegeben. Also sagte der Waffenträger: „Tu, was du für das Beste hältst. Ich bin an deiner Seite, was immer du vorhast.“

    „‚Gut‘, meinte Jonatan. ‚Wir gehen zu den Männern hinüber und zeigen uns ihnen. Wenn sie zu uns sagen: Bleibt, wo ihr seid, bis wir bei euch sind, bleiben wir stehen und gehen nicht zu ihnen hinauf. Wenn sie aber sagen: Kommt herauf zu uns, gehen wir hinauf. Das soll das Zeichen des Herrn sein, dass er uns hilft, sie zu besiegen.‘“

    Und genau so geschah es. Jonathan und sein Waffenträger gingen hinauf und töteten eine Reihe Philister. Dann ließ Gott Panik über die Philister kommen. Sie begannen, einander zu töten und völlig kopflos zu fliehen. Dann begriffen die Israeliten, was da geschah. Sie begannen, die Philister anzugreifen, und alle, die sich zwischen den Felsen und in den Löchern und Höhlen versteckt hatten, kamen heraus und jagten den Philistern nach. Es war ein großer Sieg, den Gott ihnen gebracht hatte – und zwar, weil Jonathan dem inneren Impuls von Gott gefolgt war.
    Es war unlogisch. Man könnte sagen, sein Hindernis war die Garnison der Philister. Gott räumte sie aus dem Weg, als Jonathan ihm von ganzem Herzen vertraute. Für den natürlichen Verstand war das vollkommen unsinnig. Doch dadurch wurde die Macht der Philister über Israel gebrochen.

    Vielleicht sieht es aus, als hätte der Teufel riesige, unerschütterliche Macht über Ihr Leben, Ihren Körper, Ihre Ehe, Ihre Finanzen oder Ihre Kinder.
    Sie haben das Schwert von Gottes Wort. Tun Sie, was Gott Ihnen aufs Herz gelegt hat, und verlassen Sie sich nicht auf Ihren eigenen Verstand. Greifen Sie die Festung des Teufels mit Gottes Mitteln an. Greifen Sie Ihren Mangel mit dem Schwert des Gebens an und Ihre Feinde mit dem Schwert der Freundlichkeit und Liebe. Es mag Ihrem natürlichen Verstand nicht einleuchten.
    Wenn Sie sich entscheiden, Gott von ganzem Herzen zu vertrauen und sich nicht auf Ihren Verstand zu verlassen, wenn Sie das Spielzeugschwert der menschlichen Logik wegwerfen und das zweischneidige Schwert von Gottes Wort ergreifen, erzittert der Feind in der Finsternis, weil er weiß, dass Gott anfangen wird, Hindernisse zu beseitigen. Tun Sie, was Gott Ihnen ans Herz gelegt hat. Sie werden es nicht bereuen. Gott wird Ihren Weg lenken. Er wird Sie befähigen und Hindernisse beseitigen. Er wird Sie in die richtige Richtung schicken.

    Zum Schluss möchte ich mich noch bei allen bedanken, die unterstützen, was wir tun. Hoffentlich hat diese Predigt Sie ermutigt. Durch Ihre Hilfe bringen wir Menschen auf der ganzen Welt die gleiche Ermutigung. Gott segne Sie. Und wenn Sie noch nie darüber nachgedacht haben, sich finanziell an unserer Arbeit zu beteiligen, dann denken Sie gerne darüber nach. Wir wollen erleben, dass Menschen so von Gottes Wort gesegnet und ermutigt werden wie Sie selbst. – Bis zum nächsten Mal.

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