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Suche Frieden und jage ihm nach

Gott fordert uns in der Bibel dazu auf, dem Frieden regelrecht nachzujagen – weil es sich lohnt! Setz den Frieden mit Gott an die erste Stelle und du wirst erleben, wie sein Frieden alle anderen Lebensbereiche erfüllt und dir hilft, voller Freude durch den Tag zu gehen.

Hallo Freunde! Ich freue mich sehr, dass Sie heute zusehen. Wir fangen gerade eine Serie an, die sehr wichtig ist. Viele Menschen verbringen ihr ganzes Leben damit, Dingen nachzueifern, die in Wirklichkeit keine Rolle spielen. Und Gott gibt uns eine Liste von Dingen, die wir im Leben anstreben sollten. Darüber werden wir sprechen. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie zur Hand, setzen Sie sich und lassen Sie uns zusammen Gottes Wort ansehen.

Ich kann mich noch an eine Begebenheit auf dem Bible College erinnern. Wir hatten einen Kurs, in dem die Studenten lehren mussten. Jeder bekam 15 Minuten und hielt eine Predigt, und es war so langweilig. Manche von ihnen waren sehr schlecht und predigten hauptsächlich kopierte Botschaften.

Eines Tages saß ich da und dachte: „Okay, dann höre ich mir eben weitere langweilige 15 Minuten an, wie jemand die Predigt eines anderen hält.“ Doch als ich aufblickte und sah, wer als Nächstes sprechen würde, fiel ich aus allen Wolken. Es war ein wirklich hübsches Mädchen. Ich dachte: „Wie kommt es, dass ich sie noch nie gesehen habe?“ Ich beschloss, sie nach dem Kurs auf dem Flur abzufangen und sie zum Mittagessen einzuladen, was ich auch tat. Ich stellte mich vor, hielt ein bisschen Smalltalk mit ihr und sagte dann: „Hey, ich würde dich gerne zum Mittagessen ausführen.“ Sie sagte: „Darüber muss ich beten.“

Drei oder vier Tage später – vielleicht waren es auch mehr, ich weiß es nicht mehr genau – kam sie wieder auf mich zu und sagte: „Ich habe über deine Einladung gebetet und die Antwort ist Nein.“ Um es kurz zu machen: Ich gab nicht auf und fragte sie später erneut, und diesmal sagte sie Ja. Acht Monate nach unserer ersten Verabredung waren wir verheiratet, und in ein paar Monaten feiern Janet und ich unseren 40. Hochzeitstag. Und ich will Ihnen sagen: Das, wofür ich in meinem Leben am dankbarsten bin – abgesehen davon, dass ich Christus mein Leben anvertraut habe –, ist die Tatsache, dass ich nicht aufgehört habe, mich um dieses Mädchen zu bemühen, bis sie mir nachgab.

Gott nennt uns in der Bibel einige Dinge, nach denen wir uns ausstrecken sollen. Und er sagt uns, dass wir das tun sollen, weil sie, erstens, wirklich wichtig sind, und zweitens, weil sie vielleicht sogar Gottes Wille für uns sind, wir sie aber nie erfahren oder verwirklichen werden, wenn wir uns nicht nach ihnen ausstrecken.

In dieser Predigtreihe, die wir jetzt beginnen, sprechen wir über die Dinge, von denen Gott uns sagt, dass wir uns nach ihnen ausstrecken sollen. Wenn wir das tun, können wir sie bekommen und erfahren. Ich möchte mit einem Punkt beginnen, von dem jeder weiß, dass er wichtig ist, aber deshalb verfolgen wir ihn trotzdem nicht unbedingt. Wir sprechen über die Suche nach dem Frieden.

Ich möchte Ihnen 1. Petrus 3, Verse 10 und 11 vorlesen. Tatsächlich sind diese Verse ein Zitat direkt aus Psalm 34 aus dem Alten Testament. Da heißt es, 1. Petrus 3, Verse 10 und 11:

„Denn wer das Leben lieben
und gute Tage sehen will,
der halte Zunge und Lippen vom Bösen zurück,
dass sie nicht Trug reden;
er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes;
er suche Frieden und jage ihm nach!“

Suchen Sie den Frieden und jagen Sie ihm nach.

In Psalm 34, aus dem dieses Zitat stammt, geht es vor allem darum, Frieden mit Gott zu suchen; den Frieden Gottes zu suchen. Aber hier im Neuen Testament geht es grundsätzlich um den Frieden zwischen den Menschen. Tatsächlich drehen sich alle Verse vor und nach diesen beiden um die verschiedenen Beziehungen, die wir haben.

Aber wir werden nie wahren Frieden mit den Menschen haben, solange wir nicht zuerst Frieden mit Gott haben. Die Bibel sagt in Römer 5, dass Christus für uns starb, als wir noch Feinde waren. Wussten Sie das? Aber jetzt haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Das ist fast, wie wenn zwei Nationen miteinander Krieg führen und dann Frieden schließen. Die Menschheit – Menschen wie Sie und ich – war aufgrund ihres sündhaften Wesens im Krieg mit Gott, mit den Prinzipien und dem Charakter Gottes. Aber er hat Frieden geschlossen. Das haben nicht wir getan. Er hat durch seinen Sohn, Jesus Christus, Frieden mit uns geschlossen. Dieser Friede mit Gott kommt nicht durch unsere guten Werke, nicht durch persönlichen Verdienst, nicht durch persönliche Opfer. Er ist nicht das Ergebnis unserer geistlichen Entfaltung, nach der wir einen Zustand des Nirwana oder der Offenbarung erhalten. Nein, er kommt durch Jesus.

Tatsächlich sagt die Bibel in Kolosser 1,20, dass Jesus durch sein Blut am Kreuz Frieden geschlossen hat. Der einzige Weg, um Frieden mit Gott zu haben, besteht darin, dass wir das Evangelium annehmen. Die gute Nachricht ist, dass Gott uns so sehr geliebt hat, dass er uns trotz unseres sündhaften, bösen Zustands seinen eigenen Sohn sandte, der einer von uns wurde. Er wurde von einer Jungfrau geboren, die ein sündloses Leben führte. Er wurde nicht in einem Schloss geboren, nicht unter der Elite und den einflussreichen Menschen, sondern in einem Stall, und er wuchs im Haus eines armen Zimmermanns auf.

Und dann begann er, den Menschen zu zeigen, wie Gott war. Er tat Wunder. Er sprach, wie noch niemand zuvor. Er sprach nicht von Gott, als sei dieser weit entfernt, distanziert und gleichgültig. Er sprach von ihm als einem liebevollen Vater. Und die Menschen hingen an seinen Lippen. Aber dann wurden einige der religiösen Führer eifersüchtig und sie sorgten dafür, dass sich die öffentliche Meinung gegen Jesus wandte. Er wurde von grausamen Händen ergriffen und durchlief einen Scheinprozess. Er wurde ohne Gnade geschlagen und gekreuzigt. Und dort am Kreuz legte Gott die Strafe für unsere Sünden auf Jesus. Er wurde unser Stellvertreter und starb unter der Last unserer Sünden. Er hat unsere Schuld voll bezahlt.

Am dritten Tag, als Gottes Anspruch auf ewige Gerechtigkeit für immer Genüge getan war, wurde Jesus durch die Kraft des Heiligen Geistes von den Toten auferweckt. Die Bibel sagt, wenn Sie das annehmen, können Sie Frieden mit Gott haben. Dann kommt der Heilige Geist und verändert Ihr inneres Wesen. Und wenn wir dann Frieden mit Gott haben, können wir den Frieden Gottes kennenlernen. Ich will Ihnen sagen, wie das funktioniert. In Philipper 4, Verse 6 und 7 heißt es:

„Sorgt euch um nichts, …“

Macht euch keine Sorgen über irgendetwas.

„… sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren.“

Wenn wir Frieden mit Gott haben, können wir auch den Frieden Gottes erfahren. Der Friede Gottes beschützt unser Herz und unseren Verstand; er bringt uns in einen Zustand, in dem wir uns um nichts sorgen müssen, und das geschieht, wenn wir mit Gott reden. Es heißt: „Sagt Gott in jedem Umstand, in allem, was ihr durchmachen mögt, was ihr braucht und dankt ihm.“
Danken Sie ihm, dass er Ihnen antwortet. Danken Sie ihm, dass er Sie hört, und der Friede Gottes wird Ihnen gehören. Gott wird Ihnen Frieden geben, wenn Sie mit ihm über ihre Sorgen reden.

Vor vielen Jahren tat ich einmal etwas sehr Dummes. Wir hatten einen Auftrag für eine sehr, sehr teure Arbeit zu vergeben, und ich schloss einen Handel mit jemandem, den wir nur per Handschlag besiegelten.

Er war mir von jemandem, dem ich vertraute, empfohlen worden, aber er hielt seinen Teil der Abmachung nicht ein. Dadurch geriet ich in große finanzielle Schwierigkeiten und kam schwer ins Schleudern. Ich sah keinen Ausweg. Damit würde ich noch lange Zeit zu kämpfen haben und es würde auch meine Familie beeinflussen. Ich wünschte, ich hätte die Zeit, Ihnen die ganze Geschichte zu erzählen. Das war furchtbar. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich war nur noch mutlos und sprach nicht mehr mit meiner Frau. Es wurde sogar so schlimm, dass ich in Angst und Depressionen versank.

Eines Tages saß ich auf dem Gehweg vor meinem Haus. Ich jammerte und sagte: „Gott, was soll ich tun?“ Und ich spürte, wie der Heilige Geist sagte: „Warum tust du nicht, was du allen anderen predigst?“ Das war es nicht, was ich hatte hören wollen, aber ich wusste, dass es richtig war. Also schüttete ich Gott auf dem Gehweg mein Herz aus; ich sagte ihm, was ich brauchte, und dankte ihm. Dann passierte etwas Erstaunliches. Auf mein Herz und meinen Verstand legte sich ein übernatürlicher Friede. Das Problem hatte sich nicht verändert, aber in mir hatte sich etwas verändert. Ich machte mir keine Sorgen mehr. Es war unerklärlich.

Ich weiß noch, wie erleichtert ich war. Ich stand auf, erhob meine Hände und begann einfach, Gott anzubeten. Ich ging vor und zurück, ich dankte und lobte Gott laut mitten auf der Straße vor meinem Haus. Ich weiß, dass mich einige der Nachbarn sahen. Ich weiß auch, dass manche von ihnen dachten, ich sei verrückt geworden. Bei einem weiß ich es ganz sicher, weil er es mir später sagte, aber es interessierte mich nicht. Ich hatte alles Gott gegeben und ich hatte den Frieden Gottes.

Und wissen Sie was? Es dauerte nicht lange, bis Gott ein Wunder tat. Die Sache nahm eine Wendung, die ich nie für möglich gehalten hätte. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass auf diesem Weg eine Lösung kommen könnte, aber Gott beantwortete meine Bitte und holte uns aus der Situation heraus. Weil ich Frieden mit Gott hatte, konnte ich den Frieden Gottes auch erfahren.

Hören Sie, es ist kein Zufall, dass Sie mir gerade zusehen. Gott liebt Sie, er möchte Frieden mit Ihnen haben und er möchte, dass Sie in Ihrem Herzen und Ihrem Verstand seinen Frieden erfahren. Vielleicht sind sie aufgrund Ihrer derzeitigen Umstände gerade verzweifelt. Vielleicht wissen Sie nicht, was Sie tun sollen und kämpfen mit einer tiefen, dunklen Depression. Ich sage es nochmals: Es ist kein Zufall, dass wir gerade zusammen sind. Gott will Ihnen helfen.

Wie ich schon sagte, drehen sich die Verse aus 1. Petrus 3, in denen Gott uns sagt, dass wir den Frieden suchen und ihm nachjagen sollen, vor allem um den Frieden zwischen Menschen. Lesen Sie die Verse davor und danach. Da ist die Rede vom Frieden in der Ehe; es geht um die Beziehung zwischen Eheleuten und die zwischen Christen in der Kirche. Und in den Versen danach geht es um die Beziehung zu Menschen, die Ihnen schaden wollen, die Sie verfolgen und Ihnen das Leben schwermachen.

Die Bibel sagt in Hebräer 12,14, wir sollen den Frieden mit allen Menschen suchen. Ist damit mein Nachbar gemeint? Ja. Suchen Sie Frieden mit allen Menschen. Ist damit Ihr Vater gemeint? Ihre Mutter? Ja. Ihr Chef? Ihre Kollegen? Ihre Brüder und Schwestern in der Kirche? Ja, ja, ja. Die ungerettete, unerträgliche Person, die Ihnen so oft auf die Nerven geht? Ja, ja und doppelt ja. Suchen Sie Frieden mit allen Menschen.

In Römer 14, Vers 19 heißt es:

„So lasst uns nun dem nachstreben, was dem Frieden, und dem, was der gegenseitigen Erbauung dient.“

Streben Sie nach den Dingen, die dem Frieden und der gegenseitigen Erbauung dienen. Dinge, die auferbauen, bringen normalerweise Frieden. Dinge, die herunterziehen, nehmen den Frieden weg.

Was genau sollten wir nun anstreben, um Frieden mit anderen Menschen zu haben? Nun, ich würde sagen, Nummer eins ist das Gebet. Das Gebet verändert die Dinge. In Psalm 34, wo wir die Verse, die Petrus zitierte, ursprünglich finden und in denen es heißt, dass wir den Frieden suchen und ihm nachjagen sollen, heißt es danach: „Die Augen des Herrn sind gerichtet auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien.“ Das ist ein direkter Hinweis auf das Gebet. Das Gebet bewirkt, dass Gottes Geist das Herz der Menschen beeinflusst. Es bewirkt, dass Gottes Geist Situationen beeinflusst.

Manchmal werden Sie, nur indem Sie beten, einen Durchbruch erzielen. Aber ich will sagen: Ganz allgemein ist das nur der Ausgangspunkt. Es kann so wichtig sein, für jemanden zu beten, mit dem Sie derzeit keine gesunde Beziehung haben. Wenn Sie das tun, wird Gott anfangen, Ihr Herz und Ihre Einstellung zu ändern.

Vielleicht denken Sie jetzt: „Moment mal. Ich dachte, du sagst, dass ich beten soll, damit Gott sie ändert. Sie sind doch das Problem.“ Nein, Sie können das nicht beeinflussen. Vielleicht geben diese Menschen dem Einfluss von Gottes Geist nach, vielleicht auch nicht. Wir können nicht mehr tun, als dem zu entsprechen, was Gott in uns tut. Vielleicht tut er etwas mit ihnen, aber das habe ich nicht in der Hand. Doch was ich tun kann, ist mit Gott zusammen-zuarbeiten bei dem, was er in mir bewirken will.

Das sagte auch Jesus. In Matthäus 5,44 lesen wir:

„Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen …“

Vor vielen Jahren übertrug ich dummerweise einem Mann eine wichtige Rolle in der Leiterschaft der Gemeinde. Er war ein junger Pastor. Ehrlich gesagt, tat ich das vor allem deshalb, weil ich gegenüber Menschen den richtigen Anschein erwecken wollte. Sie sollten nicht denken, dass ich eine Art Alleinkämpfer war, der niemandem Rechenschaft schuldete. So zeigte ich mich ihnen gegenüber verantwortlich. Zurückblickend muss ich sagen, dass meine Herzenshaltung richtig war, aber die Person, die ich wählte, war falsch. Dieser Mann verursachte mir so viel Kummer. Er hetzte einige Menschen in der Gemeinde gegen mich auf und setzte Gerüchte in die Welt. Einige Menschen kamen weinend zu mir und sagten: „Ich konnte dir nicht mehr in die Augen sehen, weil Soundso das gesagt hat, aber ich habe beschlossen, ihm nicht mehr zu glauben, Pastor.“ Das war kein Einzelfall. Zahlreiche Menschen kamen zu mir und sagten: „Dieser Mann sagt X, Y und Z.“

Ich ging zu ihm und sagte: „Wir sollten zusammen Mittagessen gehen.“ Als wir dann zusammensaßen, berichtete ich ihm dies und das und erwähnte all die Menschen, die zu mir gekommen waren und alle dasselbe gesagt hatten. Er stritt alles ab und machte einfach so weiter.

Eines Tages betete ich oben in meinem Büro. Ich betete über der Situation, und plötzlich öffnete Gott mir die Augen und ich sah diesen Mann. Ich sah ihn aus Gottes Blickwinkel. Und Gott zeigte mir, dass er tatsächlich glaubte, im Recht zu sein und die Gemeinde schützen wollte. Das war falsch. Es war völlig verdreht, aber nach seinem Denken hielt er es für richtig, was er tat. Er versuchte nicht, mir persönlich zu schaden. Ich hätte nicht in einer Million Jahren angenommen, dass er keine böswilligen Absichten gegen mich hegte.

Das änderte alles, sowohl mein Verhalten ihm gegenüber als auch meine Sichtweise der Geschehnisse. Und Gott schenkte mir die Weisheit, die Dinge richtigzustellen und die richtigen Menschen in diese Situation zu bringen. Aber was ich sagen will ist: Da gab es eine ungesunde Beziehung und ich begann zu beten. Ich wollte, dass Gott diesen Mann veränderte, und das tat er schließlich auch, aber zuerst veränderte Gott mich und öffnete dadurch die Tür für die richtige Beziehung.

Das Zweite, was wir suchen sollten, um Frieden mit den Menschen zu haben, ist die Kommunikation. Wir müssen friedliche Gespräche führen. Wir sollten anfangen, indem wir mit Gott über die Menschen reden, aber dann müssen wir uns mit den Menschen zusammensetzen und mit ihnen reden. Sprechen Sie mit den Menschen über Gott, sagen Sie ihnen, was Sie auf dem Herzen haben.

Vielleicht schätzen wir eine Sache völlig anders ein als der andere und haben eine unterschiedliche Wahrnehmung. Wir müssen in der Lage sein, miteinander zu reden. In Sprüche 18, Vers 19 heißt es:

„Ein getäuschter Bruder ist unzugänglicher als eine befestigte Stadt;
und Streitigkeiten sind wie der Riegel einer Burg.“

Das bedeutet, es braucht Zeit, Besonnenheit und Planung. Sie können nicht einfach aus Ihren Emotionen heraus mit jemandem sprechen. Denken Sie im Gebet darüber nach, bevor Sie ein Gespräch beginnen. Fangen Sie mit Gebet an, aber dann sprechen Sie mit den Menschen.

Und denken Sie daran: Wenn Sie kommunizieren, besteht das Ziel nicht darin, zu beweisen, dass Sie recht haben. Wenn Sie und ich Streit haben und ich darüber gebetet habe, will ich Frieden haben. Deshalb habe ich Zeit im Gebet verbracht, und jetzt reden wir. Mein Ziel sollte nicht sein, Sie davon zu überzeugen, dass ich recht habe. Nein, das Ziel ist Frieden. Das ist so wichtig!

Und noch etwas: Für das Gespräch mit anderen sollten Sie einige sehr wichtige Worte lernen. Nachdem Sie ihre Sichtweise gehört haben, sollten Sie sagen: „Ich habe gehört, was du gesagt hast, und es tut mir leid.“ Und das nicht im Sinne von: „Es tut mir leid, dass du ein solcher Idiot bist“, oder: „Es tut mir leid, dass ich dies oder das gesagt habe, aber wenn du nicht immer jenes tun würdest, hätte ich nicht so reagiert.“ Das ist keine wirkliche Entschuldigung. Sagen Sie einfach: „Es tut mir leid. Punkt. Vergib mir.“

Manche Menschen haben nie gelernt, wie man sich angemessen entschuldigt. Sie mögen dem anderen die Rose einer Entschuldigung reichen, aber sie sorgen immer dafür, dass sich der Empfänger an ihren Dornen sticht. Seien Sie bereit zu reden. Seien Sie bereit, sich zu demütigen. Und es muss noch darüber hinausgehen. Es braucht Taten, denn oft reichen Worte allein nicht aus. Vielleicht denken Sie sogar darüber nach, der Person etwas zu schenken. Das ist eine mächtige Form der Kommunikation. Damit meine ich nicht, dass wir jemanden bestechen oder kaufen sollten. Das Geschenk muss auch nicht teuer sein. Es könnte etwas sein, das uns gehört; etwas, das kostbar für uns ist und von dem wir glauben, dass es dem anderen gefallen könnte. Dahinter steckt die Botschaft: „Hey, ich schätze dich. Ich habe über dich und diese Sache nachgedacht. Unsere Beziehung ist mir so wichtig, dass ich in sie investieren möchte.“ Das kann eine kraftvolle Form der Kommunikation sein.

Einer meiner Freunde, der Pastor einer Gemeinde, telefonierte einmal mit einem seiner leitenden Angestellten. Mein Freund war sehr frustriert, weil dieser Mann etwas nicht getan hatte. Er war im Auto, und nach dem Gespräch glaubte er, die Verbindung sei unterbrochen. Da wandte er sich seiner Frau zu und sagte aus seiner Frustration heraus: „Mann, ich kann diesem Mann nicht glauben. Er hat nicht genug Verstand, als dass er das hätte tun können. Mann, ich kann ihm absolut nicht vertrauen. Ich bin so enttäuscht von ihm. Er ist ein furchtbarer Angestellter.“ So schimpfte er weiter. Schließlich beruhigte er sich wieder und dachte: „Ich hätte das nicht sagen sollen.“

Als er in der Gemeinde eintraf, kam dieser Mann in sein Büro und legte ihm seine Kündigung auf den Tisch. Wie sich herausstellte, war die Verbindung nicht unterbrochen gewesen und der Angestellte hatte alles gehört, was er gesagt hatte. Mein Freund sagte: „Es tut mir leid. Ich war zornig und hätte das nicht sagen sollen.“

Er zog los und kaufte dem Mann ein Geschenk. Er sagte: „Bitte kündige nicht. Ich schätze dich. Ich war im Unrecht.“ Durch diese Kommunikation und das Geschenk wurde die Beziehung wieder heil.

Sind unsere Taten warmherzig, schließen sie den anderen ein? Oder behandeln wir jemanden, als sei er ein Aussätziger? Zeigen wir ihm die kalte Schulter? Es lohnt sich, mit den Menschen im Frieden zu sein. Die Bibel sagt: „Wenn die Wege eines Menschen dem Herrn gefallen, lässt er sogar seine Feinde in Frieden mit ihm leben.“ Das ist so wertvoll. Aber es ist nicht immer möglich, Frieden zu haben. In Römer 12,18 lesen wir:

„Tragt euren Teil dazu bei, mit anderen in Frieden zu leben, so weit es möglich ist!“

König David sagte: „Wenn ich vom Frieden rede, sind sie für Krieg.“

Wenn die andere Person also nicht bereit ist, mir entgegenzukommen, wenn sie nicht bereit ist, Frieden zu schließen, okay, dann kann ich das nicht ändern. Aber was meine Einstellung betrifft, werde ich Frieden mit ihm haben. Ich werde die glühenden Kohlen der Freundlichkeit auf sein Haupt streuen. Ich werde gut von ihm sprechen. Vielleicht wird nie Frieden zwischen uns herrschen, aber ich werde vor Gott ein reines Herz haben.

Wir können also den Frieden Gottes haben, nachdem wir Frieden mit Gott haben, und wir können Frieden mit den Menschen haben. Es lohnt sich, sich danach auszustrecken.

Freunde, Gott sagt, wir sollen „den Frieden suchen und ihm nachjagen“, weil wir ihn nie haben werden, wenn wir das nicht tun.

Hören Sie, es würde Ihnen nicht schaden, wenn Sie in Ihrer Wohnung oder wo immer Sie gerade sind, einfach niederknien, Gott Ihr Herz ausschütten und ihn bitten, Ihnen zu helfen. Und wenn Sie das tun, denken Sie daran, sich einen Moment Zeit zu nehmen, um ihm zu danken, denn er hört zu. Seine Ohren sind offen für Ihr Schreien.

In den Versen Philipper 4, 6 und 7, die wir vorhin gelesen haben, verspricht er uns nicht einmal, dass er unsere Bitten beantworten wird. Das schwingt sicher in den Versen mit und wird an anderer Stelle in der Bibel spezifisch gesagt. Aber was uns hier verheißen wird, ist: Wenn Sie ihm Ihr Herz ausschütten, wenn Sie mit ihm reden, wenn Sie ihm sagen, was Sie brauchen, und ihm danken, wird er Ihnen Frieden schenken; einen Frieden, der den Verstand übersteigt. Mit anderen Worten: Man kann ihn nicht erklären. Vielleicht gibt es keinen Grund, warum Sie nicht mehr besorgt sind. Es gibt nichts, das die Tatsache, dass mein Sinn nicht mehr belastet ist, erklären könnte. Es ist der Friede Gottes. Und, Freunde, es ist wunderbar, ihn zu erleben, und Gott möchte, dass Sie ihn haben.

Vater, ich bete jetzt für meine Freunde, die mir gerade zusehen, dass sie sich vor dir demütigen, dir ihr Herz öffnen und mit dir reden. Ich bete, dass dein Frieden ihr Herz und ihren Verstand überflutet; dass du ihnen auf eine Weise begegnest, die ihnen sagt, dass du bei ihnen bist und sie liebst.

Und, Freunde, ich möchte Ihnen sagen: Gott liebt Sie mehr, als Sie sich je vorstellen könnten, mehr als Sie begreifen und mehr als Sie messen können. Der Gott des Universums liebt Sie.

Ich hoffe, dass Sie aus der heutigen Sendung etwas mitgenommen haben. Ich bin so begeistert von dieser Serie. In der nächsten Predigt werden wir über etwas anderes sprechen, von dem Gott will, dass wir uns danach ausstrecken. Das wird Ihnen Schätze eröffnen. Sie werden keine Minute davon verpassen wollen.

Ich möchte mir jetzt noch einen Moment Zeit nehmen und all jenen, die für uns beten und uns finanziell unterstützen, danke, danke, danke sagen. Diese Predigten werden in verschiedenen Sprachen auf der ganzen Welt ausgestrahlt. Wir erreichen jetzt die Menschen in über 100 Ländern. Und sie finden zu Christus. Durch Gottes Wort wird ihr Leben verändert. Deshalb will ich Ihnen danken, und ich möchte Ihnen sagen: Gott liebt Sie. Vergessen Sie das nie. Vielleicht sagt Ihnen das sonst niemand, aber ich will Ihnen sagen: Gott liebt Sie.

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