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Psalm 119: Gott bedeutet mir alles! – Harrison Conley

Gott möchte dein Ein und Alles sein, an jedem Tag und in jeder Minute – weil er weiß, dass es keine größere Freude oder Zufriedenheit gibt als bei ihm. Pastor Harrison zeigt dir mithilfe von Psalm 119, wie du Gottes ständige Gegenwart erleben kannst, die so viel wertvoller ist als alles andere auf der Welt. Gib dich nicht mit weniger zufrieden!

Hallo, hier ist Bayless Conley. Herzlich willkommen zu unserer heutigen Sendung. Wir haben etwas ganz Besonderes für Sie. Harrison Conley, unser ältester Sohn, ist auch der Hauptpastor unserer Gemeinde. Er treibt die Vision voran. Er kümmert sich um die Alltagsaufgaben. Und er ist ein wunderbarer Prediger.

Wir befinden uns in einer Serie zu Psalm 119, die unsere Gemeinde sehr bereichert und ermutigt hat. Und Harrison hat eine fantastische Predigt dazu gehalten, die wir gleich hören werden. Also schnallen Sie sich an – es geht los!
Psalm 119 ab Vers 57. Heute will ich den Bibeltext nicht einfach vorlesen und Sie lesen still mit. Ich dachte mir, wir könnten einmal einen anderen Lernmuskel trainieren. Wie wäre es, wenn wir diese Verse laut gemeinsam lesen? Sie werden den Text gleich auf dem Bildschirm sehen. Lesen Sie mit?

Psalm 119,57-64. Bereit? Dann los.

„Mein Teil ist der Herr! Ich habe versprochen, deine Worte zu bewahren.
Ich suchte dich zu besänftigen von ganzem Herzen. Sei mir gnädig nach deiner Zusage!
Ich habe meine Wege überdacht und meine Füße gekehrt zu deinen Zeugnissen.
Ich bin geeilt und habe nicht gezögert, deine Gebote zu halten.
Stricke der Gottlosen haben mich umgeben. Dein Gesetz habe ich nicht vergessen.
Um Mitternacht stehe ich auf, um dich zu preisen wegen der Bestimmungen deiner Gerechtigkeit.
Ich bin der Gefährte aller, die dich fürchten, derer, die deine Vorschriften einhalten.
Von deiner Gnade, Herr, ist die Erde erfüllt. Lehre mich deine Ordnungen!“

Das ist ein wunderbarer Abschnitt! Mit gefällt besonders, wie der Psalmist beginnt. Er sagt einen Satz, der für mich zu den größten Sätzen der Bibel gehört. In Vers 57 erklärt er:

„Mein Teil ist der Herr!“
Was für eine Aussage. Gott ist mein Ein und Alles. Vielleicht unterstreichen Sie den Satz am besten. Was Sie in Ihrem Leben am meisten brauchen, sind nicht Geld, Sicherheit, Einfluss, Macht oder Gesundheit. Was Sie im Leben auf der Erde und in der Ewigkeit am meisten brauchen, ist Gott selbst.
Achten Sie auch darauf, dass der Psalmist schreibt: „Mein Teil ist der Herr.“ Kreisen Sie das Wort „mein“ am besten ein. Gott ist nicht das Teil oder Erbteil seines Volkes im Ganzen und auch nicht der Heiligen oder der Gemeinde. Der Psalmist macht es ganz persönlich. Er sagt: „Der Herr ist mein Teil.“ Ich gehöre ihm und er gehört mir. Das ist eines der großen Geheimnisse der Schöpfung, dass der Gott des Universums sich eine persönliche Beziehung zu jedem Einzelnen von uns wünscht.

Gott kennt Sie. Er hat Sie erschaffen. Aber er will auch, dass Sie ihn kennen, und zwar nicht nur aus zweiter Hand. Es ist toll, dass Sie in die Gemeinde kommen, dass Sie hier sind, um etwas über Gott zu erfahren. Aber wenn Ihre Beziehung zu Gott nicht weiter geht, als dass Sie den Sonntag auf Ihrer Liste abhaken, dann reicht das nicht aus.
Es reicht nicht aus, indirekt durch die Beziehung zu leben, die der Pastor zu Gott hat. Es reicht nicht aus, indirekt durch die Beziehung zu leben, die ein Freund oder Ihre Eltern oder Ihre Großeltern zu Gott haben. Nein, Gott will Ihr Gott sein. Einzahl. Er möchte eine persönliche Beziehung zu Ihnen, in der er Ihnen alles bedeutet und zur Quelle Ihres Lebens wird. Er will Sie kennen.
Ich weiß, das klingt ein bisschen überspannt und nach einem Klischee, dem ein Pastor eben folgen muss. Aber diejenigen von uns, die tatsächlich die Person und Gegenwart Gottes erlebt haben, wissen, dass diese Aussage ganz und gar kein Klischee ist. Wir wissen, dass es die Wahrheit ist: Gott kann mir alles bedeuten. Er kann mein Gott sein.

Früher haben wir oft ein Lied gesungen, das diese Wahrheit herausstellt. Es heißt „Im Garten“, und dort heißt es über Gott: „Und er geht mit mir und er spricht mit mir und er sagt mir: Du bist mein.“ Wer Gott kennt, wer wirklich mit ihm lebt, vielleicht schon ein ganzes Leben lang, der weiß, dass es keine größere Wahrheit gibt. Es gibt keinen größeren Schatz im ganzen Universum als die Freundschaft mit Gott.

Der Psalmist schreibt: „Mein Teil ist der Herr.“ Damit erklärt er Gott zu seiner Lebensquelle. Er sagt: Gott, du bist meine Kraft, meine Hilfe, meine Versorgung, meine Zufriedenheit. Gott, du bist mein Trost in Zeiten der Bedrängnis. Gott, du bist mein Frieden, mein Licht, meine Weisheit. Gott, du bist mein Ein und Alles.

Wenn wir den Verfasser dieses Psalms fragen könnten: „Wie bist du dahin gelangt, dass Gott dir alles bedeutet? Wie hast du ihn als dein Ein und Alles erfahren? Wie kam es dazu?“ Wissen Sie, was er sagen würde? „Ich weiß, dass Gott mein Erbteil ist, und ich kann sagen, dass er mir alles bedeutet, weil ich sein Wort gehalten habe.“

Und genau das sagt er in der nächsten Zeile von Vers 57: „Ich habe versprochen, deine Worte zu bewahren.“
Ich weiß, mir hören heute Menschen zu, die sich wünschen, Gott zu kennen. Sie wünschen sich, die Kraft seiner Gegenwart zu erleben, aber bisher ist es ihnen nicht gelungen. Sie haben das Gefühl, dass ihre Versuche keine Früchte getragen haben. Und sie fragen sich: Warum ist das so? Vielleicht liegt es daran, dass sie zwar Gott lieben, aber nicht sein Wort. Sie wissen vielleicht viel über Gott, aber sie lieben sein Wort nicht. Sie setzen es nicht in die Tat um und geben ihm nicht die angemessene Autorität in ihrem Leben.
Ich möchte es vielleicht so sagen: Wir werden Gott nie wahrhaft kennen und/oder mit ihm leben, bis sein Wort in unserem Leben zum größten Wunsch und zur erstrangigen Praxis wird.
Gott begegnet uns in seinem Wort, und wir erleben, dass er uns alles bedeuten will. Wir erleben ihn als unsere Quelle, wenn wir sein Wort in unserem Leben in die Tat umsetzen.

Ich glaube, für die meisten von uns hier und unter unseren Zuschauern ist das tatsächlich ein tiefer Herzenswunsch. Wir wollen es.
Wir wollen Gottes Wort bewahren. Wir wollen eine Leidenschaft für Gottes Wort haben. Wir wollen in unserer Beziehung zu ihm wachsen und sie vertiefen. Wir wollen zu Gott sagen können: „Du bedeutest mir alles! Du bist meine Quelle.“
Doch die Frage ist: Wie erreichen wir das? Wie gelangen wir an diesen Punkt? Wie geschieht das?
Denn manchmal passen meine alltäglichen Gewohnheiten nicht zu diesem tiefen Wunsch. Wie also komme ich dahin, dass ich ehrlich sagen kann: „Gott, du bedeutest mir alles“?
In den nächsten Versen nennt uns der Psalmist einige praktische Schritte. Er trifft sechs einzigartige Aussagen, die wir betrachten wollen. Und wenn wir sie in unserem Leben in die Tat umsetzen, werden wir ein Herz und ein Leben haben, das leidenschaftlich an Gott und seinem Wort hängt.

Das Erste: „ich flehe“ oder „ich suche“. In Vers 58 sagt der Psalmist:

„Ich suchte dich zu besänftigen von ganzem Herzen. Sei mir gnädig nach deiner Zusage!“

In der Neues-Leben-Bibel klingt das so: Gott …

„… von ganzem Herzen suche ich deine Güte.“

Es ist nichts Schlechtes, sich Gottes Segen zu wünschen, ganz und gar nicht, denn ich glaube wirklich, dass Gott seine Kinder segnen möchte. Aber es gibt ein Problem an diesem Denken, und zwar ein großes Problem. Viele Menschen möchten Gottes Segen erleben, den Segen, den sie in seinem Wort finden, aber sie wollen Gottes Wort nicht befolgen, jedenfalls nicht als Lebensstil.
Meiner Erfahrung nach befolgen die meisten Menschen Gottes Wort, wenn es bequem für sie ist, wenn sie es verstehen und damit einverstanden sind. Aber sie weigern sich, Gottes Wort zur höchsten Autorität in ihrem Leben zu machen, und es ist definitiv nicht ihr täglicher Herzenswunsch.
Ich kenne Menschen, die sich über Gott ärgern, weil sie das Gefühl haben, er tut nicht, was er ihrer Meinung nach tun sollte, und auch nicht zu der von ihnen erwarteten Zeit. Nach ihrer Vorstellung ist Gott wie ein kosmischer Flaschengeist, der irgendwo existiert, um nach unserer Pfeife zu tanzen. Doch nichts könnte der Wahrheit ferner sein.

Manche Menschen sagen: „Ich habe getan, was Gottes Wort sagt, aber Gott hat seinen Part nicht eingehalten.“ Haben Sie es wirklich getan, oder haben Sie Gottes Wort als einmalige Transaktion betrachtet? Gott, wenn ich das tue, musst du das tun. Aber so funktioniert die Bibel nicht, und so funktioniert Nachfolge nicht. Nachfolge ist ein konsequentes Verhalten in meinem Leben.
Gottes Wort ist kein einmaliger Tauschhandel. Gott, ich tue das, und du tust das. So läuft das nicht. Es steht uns nicht zu, Gottes Wort nach unserem Belieben zu benutzen. Gott und seinem Wort zu folgen bedeutet, dass es zu meinem Lebensstil wird und tagein, tagaus sein Wort meine größte Freude ist.
Und tagein, tagaus, in jedem Augenblick und jeder Lebensfrage ist sein Wort meine höchste Autorität. Und wir müssen auch begreifen, dass wir Gottes Wort nicht nur befolgen, weil wir den damit verbundenen Segen wollen. Das ist die falsche Herzenshaltung, der falsche Beweggrund. Ich befolge Gottes Wort, ob ich der gleichen Meinung bin oder nicht, weil mir klar ist, dass Gott klüger ist als ich und mein Bestes will. Mir ist aber auch klar: Wenn ich seinem Wort folge, wenn ich es suche, bekomme ich ihn. Ich bekomme Gott, und er ist der wahre Schatz. Er wird mein Ein und Alles.
Schauen Sie noch einmal in Vers 58. Der Psalmist sagt:

„Ich flehe von ganzem Herzen um deine Gunst.“

Das hebräische Wort für „Gunst“ bedeutet eigentlich „Gesicht“. Es ist von einer Person, von einer Präsenz die Rede. Der Psalmist sagt also nicht: „Gott, ich suche deinen Segen. Ich suche deine Gunst. Ich suche, was du für mich tun kannst.“ Nein, das sagt er nicht, sondern: „Gott, ich suche dein Angesicht. Mehr als alles in dieser Welt, Gott, will ich dich. Ich will deine Gegenwart, deine Person. Du hast für mich Priorität. Ich will nicht den Segen, sondern den, der den Segen gibt.“

Daran müssen wir uns in der Beschäftigung mit Gottes Wort täglich erinnern: Es geht nicht um uns. Das ist eine bittere Pille, denn wir sind gut darin, uns in den Mittelpunkt zu stellen. Ich bin echt gut darin, mich in den Mittelpunkt zu stellen.

Der Psalmist sagt also: „Gott, ich suche dein Gesicht, deine Person, deine Gegenwart, und ich suche sie von ganzem Herzen.“ Das ist also die erste Aussage: ich suche. Nun zur zweiten, dritten und vierten Aussage in den nächsten zwei Versen. Der Psalmist sagt: „ich überdenke“, „ich kehre um“ und „ich eile“. Schauen Sie sich Vers 59-60 an:

„Ich habe meine Wege überdacht und meine Füße gekehrt zu deinen Zeugnissen. Ich bin geeilt und habe nicht gezögert, deine Gebote zu halten.“

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