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Offenbarung und Endzeit verstehen (2)

Wie ist das Buch der Offenbarung in der Bibel zu verstehen? Leben wir schon in der Endzeit? Bayless Conley erklärt, welche Prophezeiungen aus der Bibel schon eingetreten sind und welche noch vor uns liegen – und was das für dein Leben im Hier und Jetzt konkret bedeutet.

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier.

Die Kirche wird weggeholt. Dieser Ausdruck ist übrigens biblischer als „Entrückung“. Das Wort „Entrückung“ steht nirgends in der Bibel. Es ist nicht falsch, aber in der Bibel steht es so:
Die Gemeinde, also die Gläubigen, wird in die Wolken aufgehoben und den Herrn in der Luft treffen, um für immer beim Herrn zu sein. Wir werden bei ihm im Himmel sein. Und wenn er zum zweiten Mal auf die Erde kommt, werden wir mit ihm zurückkommen. Und jetzt eine Frage: Was passiert mit uns im Himmel, bevor das zweite prophetische Ereignis eintrifft und Jesus auf die Erde zurückkehrt?

Ich möchte Ihnen zwei Dinge zeigen, die es im Himmel geben wird. Das erste ist der Richterstuhl Christi. In der Bibel wird nur zweimal direkt vom Richterstuhl Christi gesprochen, aber in der ganzen Bibel wird immer wieder darauf angespielt. Eine der Stellen, in der er direkt genannt wird, ist Römer 14,10. Da wird die Frage gestellt:

Römer 14,10: „Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.“

Und in Vers 12 heißt es:

Römer 14,12: „Also wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.“

Auch in 2. Korinther 5 ist davon die Rede. Ich möchte ein paar Verse daraus vorlesen. In Vers 1-5 geht es darum, dass die Gläubigen ihre verherrlichten Körper empfangen und beim Herrn im Himmel sind.

Wenn die Posaune erschallt und der Ruf ertönt, werden alle Gläubigen, die schon gestorben sind, ihren Körper zurückbekommen. Aber es wird ein verherrlichter Körper sein. Und dann werden wir, die zu diesem Zeitpunkt noch leben, mit in die Luft aufgehoben, um den Herrn zu treffen. Und auch wir werden verändert. In der Bibel steht, dass wir einen verherrlichten Körper bekommen werden wie der verherrlichte Körper von Jesus.

Davon sprechen die ersten fünf Verse in 2. Korinther 5. Und ab Vers 6 heißt es:

2. Korinther 5,6-8: „So sind wir nun allezeit guten Mutes und wissen, dass wir, während ‚einheimisch‘ im Leib, wir vom Herrn ‚ausheimisch‘ sind – denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen –; wir sind aber guten Mutes und möchten lieber ‚ausheimisch‘ vom Leib und ‚einheimisch‘ beim Herrn sein.“

Das ist ehrlich gesagt die bessere Option. Ich genieße dieses Leben, aber der Apostel Paulus sagt an einer anderen Stelle: Es ist viel besser, zu gehen und bei Jesus zu sein. Es ist nicht nur ein bisschen besser, sondern viel besser. Verse 9 bis 11:

2. Korinther 5,9-11: „Deshalb setzen wir auch unsere Ehre darein, ob ‚einheimisch‘ oder ‚ausheimisch‘, ihm wohlgefällig zu sein. Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder empfange, was er durch den Leib vollbracht, dementsprechend, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses.
Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, so überreden wir Menschen, Gott aber sind wir offenbar geworden; ich hoffe aber, auch in euren Gewissen offenbar zu sein.“

Ich finde es interessant: Erst sagt er: „Wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden.“ Und dann: „Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen …“ Offensichtlich war dem großen Apostel Paulus etwas mulmig zumute, wenn er an dieses Ereignis dachte. In der Neues-Leben-Bibel steht: „Weil wir wissen, dass der Herr zu fürchten ist …“

Vor dem Richterstuhl Christi werden wir nicht gerichtet oder für unsere Sünden bestraft. Das hat Christus am Kreuz von Golgatha auf sich genommen. Mit seinem Blut hat er unsere Sünden ausgelöscht. Wir werden dort also nicht für unsere Sünden bestraft. Auf Altgriechisch steht hier das griechische Wort „bema“. B-E-M-A. Damit ist im Altgriechischen unter anderem der Sitz des Schiedsrichters bei den Olympischen Spielen gemeint. Der Schiedsrichter saß nicht auf seinem Stuhl, um zu urteilen, sondern um die Sieger zu ehren. Darauf nimmt diese Stelle Bezug. Jesus sagt in Offenbarung 22,12 zur Kirche: „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.“

Der Richterstuhl Christi ist nicht für die Welt gedacht. Als Gläubige stehen wir also auch vor einem Richter. Aber dabei geht es nicht um unsere Rettung. Nein, es geht darum, wie wir gelebt haben – ob wir Gott gehorcht haben oder nicht, ob wir unsere Zeit gut genutzt haben oder nicht und ob wir unserer Berufung gefolgt sind oder nicht.

Wenn Sie eine Bibel haben, lesen Sie mit mir die folgende Stelle aus 1. Korinther, Kapitel 3. Wir haben hier einen indirekten Hinweis auf diesen kommenden Tag vor dem Richterstuhl Christi, der im Himmel sein wird. 1. Korinther 3. Wir lesen ab Vers 10:

1. Korinther 3,10-14: „Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf; jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag (er spricht über den gleichen Tag) wird es klarmachen, weil er in Feuer offenbart wird. Und wie das Werk eines jeden beschaffen ist, das wird das Feuer erweisen. Wenn jemandes Werk bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen …“

Sagen wir alle „Lohn“. Vers 15:

1. Korinther 3,15: „… wenn jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.“

Das Fundament ist also eine Metapher für Jesus. Das haben wir verstanden. Wenn wir auf Jesus vertrauen, haben wir ein festes Fundament. Und unser Leben ist das, was wir auf diesem Fundament bauen. Mit der Metapher beschreibt er, ob wir es richtig und mit der richtigen Motivation tun. Bauen wir mit festen Materialien oder mit Holz? Oder bauen wir mit Heu oder Stroh? Dieser Tag wird es zeigen. Wenn das Werk von jemandem verbrennt, ist er trotzdem gerettet, aber wie durchs Feuer hindurch.

Das Fundament wird dadurch nicht beschädigt, aber wenn das, was wir gebaut haben, an diesem Tag verbrennt, bekommen wir keinen Lohn. Denn an diesem Tag kommt ans Licht, wer wir wirklich sind, was wir tun und was wirklich dahintersteckt.

Ich nenne jetzt ein paar Dinge, die wahrscheinlich vor diesem „bema“, dem Richterstuhl Christi, zur Sprache kommen werden. Ich werde nicht alle Bibelstellen nennen. Aber die Bibel bestätigt uns, dass wir Gläubigen in diesen Bereichen beurteilt werden. Es wird beurteilt, ob wir Liebe gezeigt haben, wie wir andere behandelt haben und ob wir so vergeben haben, wie Jesus uns vergeben hat. Unsere Worte werden beurteilt. Es ist wichtig, dass wir lernen, unsere Zunge zu zügeln. Lesen Sie den Jakobusbrief. Jesus selbst hat in den Evangelien gesagt, dass wir am Tag des Gerichts für jedes unnütze Wort Rechenschaft ablegen müssen.

Es wird auch beurteilt, ob wir den Missionsbefehl befolgt haben.

Freund, hören Sie: Ich bin so wie Sie. Ich rede auch nicht gern mit Leuten. Ich möchte auch lieber nichts verschenken. Wir sind im Grunde alle gleich. Aber wenn Sie ein echter Christ sind, dann sollten Sie dem Missionsbefehl gehorchen. Verlorene Menschen liegen ihm am allermeisten am Herzen. Sie sollten das Evangelium großzügig unterstützen. Sie sollten beten. Und Sie sollten den Mund aufmachen und anderen von Ihrem Glauben erzählen. All das wird vor dem Richterstuhl zur Sprache kommen.

Und ich glaube, dass beurteilt wird, ob wir unter Verfolgung treu geblieben sind, ob wir unsere Berufung erfüllt haben
und ob wir dem Evangelium gegenüber großzügig waren oder nicht.

Kommen wir zum zweiten Ereignis, das stattfinden wird, während wir im Himmel beim Herrn sind. Gehen wir zu Offenbarung 19. Offenbarung, Kapitel 19. Das zweite Ereignis ist das Hochzeitsmahl des Lammes. In Offenbarung 19,7-9 steht:

Offenbarung 19,7-8: „Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und ihr wurde gegeben, dass sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend, rein; denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen.“
Offenbarung 19,9: „Und er spricht zu mir: Schreibe: Glückselig, die eingeladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes! Und er spricht zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes.“

Vielleicht fragen Sie: „Was passiert dort?“ Ich weiß es nicht. Aber es wird schön.

Legen Sie sich hier bei Offenbarung 19 ein Lesezeichen hinein und blättern Sie mit mir zurück zu 2. Thessalonicher 2. 2. Thessalonicher 2. Wir lesen ab Vers 1. 2. Thessalonicher 2, ab Vers 1. Da steht:

2. Thessalonicher 2,1-3a: „Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm, dass ihr euch nicht schnell in eurem Sinn erschüttern, auch nicht erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief, als seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. Dass niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen [ist] …“

Es wird also ein Abfallen oder eine Apostasie geben. Die Menschen werden vom Glauben abfallen. Er sagt: „Es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen ist …“

2. Thessalonicher 2,3b-4: „… und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; der sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, dass er Gott sei.“
2. Thessalonicher 2,5-7: „Erinnert ihr euch nicht, dass ich dies zu euch sagte, als ich noch bei euch war? Und jetzt wisst ihr, was zurückhält, damit er zu seiner Zeit offenbart wird. Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur offenbart es sich nicht, bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist.“

Das ist interessant. Er spricht darüber, dass im Moment etwas oder jemand den Antichristen und das Böse zurückhält, sodass es sich nicht ganz entfalten kann. Vielleicht sagen Sie: „Das ist der Heilige Geist. Gott wird den Heiligen Geist von der Erde wegnehmen, wenn die Gemeinde entrückt worden ist. Dann ist der Heilige Geist nicht mehr da. Der Heilige Geist hält das Böse zurück.“ Ich würde sagen: Ja, indirekt. Aber der Heilige Geist verlässt die Erde nicht. Er ist allgegenwärtig. Wir lesen in der Bibel, dass auch während der Trübsal noch Menschen gerettet werden. Das könnte nicht passieren, wenn der Heilige Geist nicht da wäre.

Die Welt wird eine Zeit erleben, die Jesus in Matthäus 24 als „die große Trübsal“ bezeichnet. Einige glauben, dass sie sieben Jahre dauert, andere denken, dass es nur dreieinhalb Jahre sind. Wenn es sieben sind, sind die letzten dreieinhalb davon auf jeden Fall die schlimmsten. Diese Zeit wird auch in Offenbarung 6,16 beschrieben. Es wird eine furchtbare Zeit für die Menschheit. Aber während der großen Trübsal, wenn all diese schrecklichen Dinge auf der ganzen Welt geschehen, werden viele Juden und Nichtjuden zum Glauben an Christus kommen.

Dann wird der Antichrist seine Armeen nach Jerusalem führen, um es auszulöschen. Und dann wird Jesus Christus auf die Erde zurückkommen. In Vers 8 steht:

2. Thessalonicher 2,8: „… und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft.“

In den Versen zuvor wird beschrieben, wie Jesus wiederkommt, dass wir mit ihm zurückkommen werden und dass er kommt, um zu richten und Krieg zu führen. Und dann lesen wir ab Vers 19:

Offenbarung 19,19-21: „Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Truppen versammelt, um mit dem, der auf dem Pferd saß, und mit seinen Truppen Krieg zu führen. Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet – der mit ihm war und die Zeichen vor ihm tat, durch die er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen und sein Bild anbeteten –, lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt. Und die Übrigen wurden getötet mit dem Schwert, das aus dem Mund dessen hervorging, der auf dem Pferd saß; und alle Vögel wurden von ihrem Fleisch gesättigt.“ Das nennt man auch den „Kampf von Armageddon“.

Und dann geschieht etwas sehr Interessantes. Der Satan wird für tausend Jahre gefesselt. Und Christus, der gerade mit seinen Heiligen auf die Erde zurückgekehrt ist, richtet sein tausendjähriges Friedensreich auf. In Sacharja 14,9 steht, dass er der König der ganzen Welt wird. Lesen wir Offenbarung 20, ab Vers 1:

Offenbarung 20,1-3: „Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen, der den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand hatte. Und er griff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist; und er band ihn tausend Jahre und warf ihn in den Abgrund und schloss zu und versiegelte über ihm, damit er nicht mehr die Nationen verführe, bis die tausend Jahre vollendet sind. Nach diesem muss er für kurze Zeit losgelassen werden.“
Offenbarung 20,4: „Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und ich sah die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren, und die, welche das Tier und sein Bild nicht angebetet und das Malzeichen nicht an ihre Stirn und an ihre Hand angenommen hatten, und sie wurden lebendig und herrschten mit dem Christus tausend Jahre.“

Jesus richtet also das tausendjährige Reich auf und der Teufel wird für tausend Jahre eingesperrt. Vielleicht fragt jetzt jemand: „Warum wird er danach wieder freigelassen?“ Ich weiß es nicht. Das wird uns nicht gesagt. Ich könnte hier nur Vermutungen äußern. Wir erfahren nicht, warum. Wir lesen nur, dass es geschehen wird.

In diesen tausend Jahren gibt es keine Kriege. Schwerter werden zu Pflugscharen. Es wird eine Zeit sein, in der auf der ganzen Welt großer Wohlstand und großer Frieden herrschen. Es gibt keine gefährlichen Tiere mehr. Jesus ist physisch auf der Erde und herrscht über sie. Und seine Herrschaft hat kein Ende. Es wird ein weltweites Reich sein und es wird keine menschlichen Herrscher mehr geben. Jesus ist der Herrscher. Aber dann gehen die tausend Jahre zu Ende. Ab Vers 7:

Offenbarung 20,7-10: „Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden und wird hinausgehen, die Nationen zu verführen, die an den vier Ecken der Erde sind, den Gog und den Magog, um sie zum Krieg zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand des Meeres. Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umzingelten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt; und Feuer kam aus dem Himmel herab und verschlang sie. Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

Es wird also einen letzten großen Kampf geben, der sehr kurz sein wird. Von Gott wird Feuer herunterkommen und sie verzehren. Und dann wird es mit dem Teufel zu Ende sein. Er wird für alle Ewigkeit in den Feuersee geworfen und kann uns nie mehr verführen und beeinflussen. Aber ist es nicht interessant? Als er nach den tausend Jahren losgelassen wird, zieht er los, um die Völker zu verführen. Und so viele Menschen lassen sich von ihm verführen und folgen ihm. Sie sind wie Sand am Meer. Es gab tausend Jahre Frieden. Tausend Jahre ohne Krieg. Jesus ist physisch auf der Erde anwesend. Aber es gibt immer noch Menschen, die ihn nicht wollen und die sich dafür entscheiden, ihn abzulehnen und sich gegen ihn zu wenden. Ein erstaunlicher Gedanke.

Als nächstes Ereignis in unserer prophetischen Zeitachse gibt es wieder ein Gericht. Aber es gilt nicht für Gläubige, sondern für die, die Jesus abgelehnt haben. Es wird „das Gericht vor dem großen weißen Thron“ genannt.

Offenbarung 20, ab Vers 11: Offenbarung 20,11-15: „Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.“

Es ist eine Auferstehung, aber nicht die der Gerechten, sondern die der Ungerechten. Sie werden vor Gott stehen, und dann wird das Buch geöffnet, das alles über ihr Leben enthält – alles, was passiert ist, jede Chance, die sie hatten, wie sie ihr Herz gegen Gott verhärtet haben, sodass ihr Name nie ins Buch des Lebens eingetragen wurde. Hier steht sogar, dass der Tod, der Hades oder die Hölle ihre Toten hergaben. Die Hölle ist also kein Ort für immer. Sie ist nur eine Art Aufbewahrungsort für alle, die Jesus ablehnen und die nicht im Himmel sein wollen. Freund, wenn Sie Jesus während der 50 oder 80 Jahre Ihres Lebens nicht bei sich haben wollen, dann wollen Sie ihn sicher nicht in Ewigkeit bei sich haben. Selbst der Hades oder die Hölle geben ihre Toten her. Es ist so wie eine Untersuchungshaft. Danach erscheint man vor dem Richter, der dann das lebenslängliche Urteil spricht. Und dann kommt man ins Gefängnis. Das ist der Feuersee, der von Ewigkeit zu Ewigkeit brennt.

Und schließlich wird Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen. In Offenbarung 21, ab Vers 1 lesen wir:

Offenbarung 21,1-4: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“
Offenbarung 21,5: „Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig.“

Gott wird für immer bei uns wohnen.

Bei seinem ersten Kommen kam Jesus als Retter, um Barmherzigkeit zu schenken. In 1. Johannes wird er unser Fürsprecher genannt. „Wir haben einen Fürsprecher beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten.“ Und er spricht über die Macht seines Blutes. Ein Fürsprecher ist ein Anwalt. Aber wenn Jesus wiederkommt, kommt er nicht als Fürsprecher, sondern als Richter.

Im Moment ist Jesus noch unser Anwalt, aber es wird der Zeitpunkt kommen, an dem er unser Richter ist. Im Moment gibt es noch Barmherzigkeit. Es gibt Gunst. Es gibt Gnade. Es gibt Vergebung. Wiederherstellung ist möglich. Aber diese Tür wird nicht immer offen sein.

Dieses Leben ist ein Rauch, der für eine kleine Zeit da ist und dann verschwindet. Ich möchte mein Leben mit einem Auge auf dem Richterstuhl Christi führen. Meine Rettung steht außer Frage. Mein Fundament ist sicher. Aber ich möchte mit den richtigen Materialien auf diesem Fundament bauen. Ich möchte mich den Dingen widmen, die Gott wichtig sind und die ich in die Ewigkeit mitnehmen kann.

Ich möchte großzügig sein. Ich möchte nicht an Bitterkeit und Verletzungen festhalten. Ich möchte diese Dinge loslassen und nicht zulassen, dass sie mich und meine Familie und die um uns herum vergiften. Ich möchte den Missionsbefehl erfüllen, beten und geben, anderen von Jesus erzählen und mein Licht leuchten lassen. Ich möchte auf meine Worte achten und mir bewusst sein, dass ich für alles Rechenschaft ablegen muss, was ich sage.

Ich möchte Menschen behandeln, wie ich behandelt werden möchte – nach der altbekannten Goldenen Regel. Es ist eine gute Regel. Leben wir in dem Bewusstsein, dass jederzeit der Ruf und die Posaune ertönen können und die Gelegenheit vorbei ist, um noch alles zu ordnen und richtig zu machen. Wir werden so gehen, wie wir sind.

Etwas überrascht mich. Es gibt so viele Menschen, die die Wahrheit kennen; die das Evangelium gehört und die Bedeutung der Botschaft verstanden haben. Sie haben verstanden, worum es bei diesem Angebot geht. Aber trotzdem schieben sie die Entscheidung auf. Sie sagen: „Ich will lieber mein eigenes Ding machen. Ich werde dann zum Schluss noch reinschlüpfen, wenn nicht mehr viel Zeit übrig ist.“ So funktioniert das aber normalerweise nicht.

Ich habe einmal in einem Restaurant gearbeitet; erst als Koch und dann als Kellner. Und ich erzählte dem Küchenchef immer wieder von Jesus. Er hatte eine Familie in einem anderen Land und schickte seiner Frau und seinen Kindern Geld, aber er hatte auch eine Freundin, mit der er in den USA zusammenlebte. Ich redete hinten in der Küche oft mit ihm, wenn wir nach Küchenschluss zusammen aufräumten. Und er sagte: „Bayless, ich weiß, dass du Recht hast. Ich weiß, dass ich mein Leben in Ordnung bringen sollte. Ich weiß, dass ich Jesus mein Leben geben sollte.“ Und ich sagte: „Dann tu es doch! Wollen wir miteinander beten?“ Viele, viele Male. Aber er sagte jedesmal: „Nein, nein.“ Und dann kam eines Abends, als ich nicht da war, ein Einbrecher ins Restaurant, ging in die Küche und erschoss den Küchenchef. Sein Blut sickerte in den Abfluss, an dem wir so viel gespült haben. Ich habe mich oft gefragt, ob er die Entscheidung noch getroffen hat, bevor er diese Welt verließ.

Rufen Sie den Namen des Herrn an, solange er nahe ist und die Tür der Rettung offen steht.

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