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Jesus bringt dich von der Finsternis ins Licht

In Johannes 8,12 sagt Jesus: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Wir sind also in Gottes Familie aufgenommen! Und es wird noch besser: Jesus hat uns nicht nur vor etwas gerettet, er hat uns auch für etwas gerettet: Als Gottes Kinder haben wir auch Autorität über die Finsternis – und doch gebrauchen viele Christen diese Macht nicht. Bayless Conley erklärt in dieser Predigt, wie Gott dich in deinem Umfeld einsetzen möchte, um verlorenen und verletzten Menschen sein Licht zu bringen.

Diese Sendung wurde vor der Corona-Pandemie aufgezeichnet.

Ich möchte heute über etwas sprechen, das ich sehr spannend finde. Einige Aussagen von Jesus werden nur im Johannesevangelium überliefert. Wir finden sie nicht in den anderen drei synoptischen Evangelien, aber Johannes berichtet von sieben „Ich-bin“-Worten von Jesus. An sieben Stellen sagt Jesus: „Ich bin dies“ oder „Ich bin das“ und verrät uns damit mehr über seinen Charakter, sein Wesen, seinen Auftrag und sein Anliegen.

Wir wollen uns heute ein paar dieser Worte ansehen. Das erste finden wir in Johannes 8,12. Da steht:

„Jesus redete nun wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

„Ich bin das Licht der Welt.“ Und im nächsten Kapitel, in Johannes 9,5, sagt er:

„Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“

Das Lamm Gottes, das die himmlische Stadt in der Welt dort oben erleuchtet, ist auch das Licht dieser Welt hier unten.

Als Jesus nach Kapernaum kam, wurde dem Matthäusevangelium zufolge eine Prophezeiung aus dem Buch Jesaja erfüllt. Matthäus sagt Folgendes über Jesus, als er in die Gegend von Kapernaum kam. Wir lesen in Matthäus 4,16:

„Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Land und Schatten des Todes saßen, ist Licht aufgegangen.“

Als Jesus kam und predigte, heilte und Wunder vollbrachte, strahlte damit ein großes Licht in ihre Finsternis hinein und zeigte ihnen, wie Gott ist. Es beleuchtete, wie Gott wirklich ist. Und in der Bibel heißt es in Hebräer 1,3: „Der Sohn“ – das ist Jesus –

„Der Sohn spiegelt die Herrlichkeit Gottes wider, und alles an ihm ist ein Ausdruck des Wesens Gottes.“ Er ist sein Spiegelbild!

Wenn wir Jesus sehen, sehen wir den Vater. Wenn wir Jesus hören und sehen, werden uns das Wesen, der Charakter und die Absichten des Vaters offenbart.

Jesus zeigt uns im Zusammenhang mit seiner Aussage: „Ich bin das Licht der Welt“ zwei Dinge über die Absichten Gottes. Und das sind Vergebung und Heilung. Denn in Johannes 8 sagt er: „Ich bin das Licht der Welt“ in Zusammenhang mit der Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde und der Jesus Vergebung schenkte. Und in Johannes 9 sagt Jesus: „Ich bin das Licht der Welt“ in Zusammenhang mit der Heilung eines Mannes, der blind geboren worden war.

Jesus wollte uns diese beiden Dinge offenbaren. Er wollte, dass unsere Herzen in Bezug auf diese beiden Dinge von Licht überflutet werden, die er von Natur aus tut. Er sagte: „Ich bin das Licht der Welt.“ Und wenn der Herr sagt, dass er etwas ist, dann ist das sein Wesen. Mit anderen Worten: Er ist es immer. Er hört nicht damit auf, wenn eine bestimmte Zeit vorbei ist.

Jesus ist das Licht der Welt. Jesus heilt. Jesus vergibt von Natur aus. Wir können erwarten, dass er das immer tun wird.

Der Psalmist sagt: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen.“ Er heilt. Er vergibt. Und er verändert sich nicht.

Die Prophezeiung über das Volk, das im Finstern sitzt und im Land und Schatten des Todes lebt, die Matthäus hier zitiert, beschreibt aber auch den Zustand des Menschen fern von Gott. Der Mensch ist geistlich durch die Finsternis von Gott getrennt und abgeschnitten. In Epheser 5,8 steht:

„Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn.“

Als der Apostel Paulus von seinem Bekehrungserlebnis und dem Auftrag erzählt, den der Herr ihm gegeben hat, berichtet er, dass Jesus zu ihm sagte: „Ich rette dich von den Juden und den Heiden, um dich jetzt zu ihnen zurückzusenden.“ Und Jesus sagt in Apostelgeschichte 26,18 zu ihm: „Ich sende dich zu ihnen, um …

„ihre Augen zu öffnen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.“

„Dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht.“

Als ich etwa 16 war, ließen ein Freund und ich uns einmal von jemandem in die San-Gabriel-Berge bringen. Wir hatten unsere Rucksäcke und Angelruten dabei und wollten etliche Kilometer in die Berge hineinwandern, am Flussufer ein Lager aufbauen, den ganzen Tag angeln, dort übernachten, die Fische kochen, die wir gefangen hatten, noch einen Tag lang angeln und dann zu einer bestimmten Zeit zurückwandern, wo man uns wieder abholen würde.

Mein Freund und ich gingen also fliegenfischen. Wir fingen etliche Forellen und beschlossen, uns ein wenig umzusehen. Also ließen wir unsere Angelruten im Lager und kletterten in den umliegenden Hängen umher. Dabei fanden wir ein altes Bergwerk. Es war wahrscheinlich um die hundert Jahre alt und seit 70 oder 80 Jahren nicht mehr in Betrieb. Für uns als 16-jährige Burschen war das ein seltener Fund. Wir hatten keine Taschenlampen dabei, aber jeder in meinem Alter weiß, dass Taschenlampen vor 50 Jahren ohnehin nicht viel Licht gaben. Aber ich hatte in meiner Angelweste eine kleine Schachtel Streichhölzer. Also sagte ich: „Los, komm mit.“

Wir gingen in den Stollen und merkten als Erstes, dass es rutschig und feucht war. Als wir um eine Kurve bogen, konnten wir das Licht vom Eingang nicht mehr sehen. Also zündeten wir ein Streichholz an. Es brannte herunter und verbrannte mir die Finger. Ich zündete das nächste an. Und wir gingen immer weiter. Irgendwann sagte mein Freund: „Ich will nicht weitergehen.“ Ich sagte: „Gut, dann warte hier.“ Das gefiel ihm gar nicht. „Hier im Dunkeln?“ Ich sagte: „Ja, ich komme wieder.“

Ich musste wissen, was dort drin war. Ich zündete ein Streichholz nach dem anderen an und ging immer tiefer hinein. Als ich wieder eines anzündete, sah ich plötzlich direkt vor mir einen tiefen Schacht, der senkrecht nach unten führte. Ich zündete ein Streichholz an und ließ es fallen. Es fiel immer weiter und weiter. Ich hörte nie, wie es aufprallte. Es verschwand einfach. Und als es verlöschte, stand ich in dieser tiefen Dunkelheit, in der ich meine Hand nicht vor den Augen sehen konnte, und mir wurde schwindelig. Ich wusste, dass ich am Rand dieses endlosen Schachtes stand und hätte mich am liebsten irgendwo festgehalten. Also zündete ich wieder ein Streichholz an, drehte mich vorsichtig um und ging zurück. Und schließlich gelangten wir wieder ans Tageslicht.

Dieses Erlebnis ist eine gute Beschreibung für den Zustand der Menschheit. Sie steht buchstäblich am Rand eines Abgrunds und droht, in eine Ewigkeit ohne Gott zu stürzen. Deswegen müssen wir das Evangelium von Jesus predigen, damit ihnen die herrliche Wahrheit klar wird und sie in das Licht von Gottes Reich führen kann. „Wir waren Finsternis, doch jetzt sind wir Licht in dem Herrn.“ Jesus sagt in Johannes 12,46:

„Ich bin als das Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, das Licht hat und nicht in der Finsternis bleibt.“

Diese Finsternis ist ein Bild für die verlorene Beziehung des Menschen zu Gott, aber sie ist mehr als das. Wenn die Bibel im Neuen Testament von Finsternis spricht, geht es nicht nur um die Trennung von Gott. Es ist auch ein Bild für das Reich des Teufels.

Sicher kennen Sie den Vers aus Epheser 6, in dem von unserem Kampf die Rede ist und dass wir nicht gegen Fleisch und Blut kämpfen. Unser Kampf ist geistlich. Und Paulus gibt den verschiedenen Kategorien von bösen Geistern, Mächten und Gewalten unterschiedliche Namen. Er sagt über die bösen Geister: „Sie herrschen über die Finsternis der Welt.“ Das ist ihr Herrschaftsbereich. Sie herrschen über die Finsternis dieser Welt. In der Bibel steht in 1. Johannes 5,19:

„Wir wissen, dass wir Kinder Gottes sind und dass die Welt um uns herum vom Bösen beherrscht wird.“

Die Welt weiß es nicht, aber der Bibel zufolge ist sie nicht nur von Gott getrennt, sondern steht auch unter dem Einfluss, der Herrschaft, der Macht des Bösen. Aber hier ist die gute Nachricht. Ich lese Ihnen Kolosser 1,13 vor:

„Denn er“ – der Vater – „hat uns aus der Gewalt der Finsternis befreit und hat uns in das Reich versetzt, in dem sein geliebter Sohn regiert.“

Alle, die Jesus angenommen haben, sind versetzt worden. Wir sind aus der Gewalt des Bösen befreit worden, mein Freund, aus der Gewalt der Finsternis.

Ich bin versetzt worden. Ich stehe nicht mehr unter der Gerichtsbarkeit des Teufels, nicht mehr unter der Herrschaft der Finsternis. Ich bin versetzt worden. Ich bin von seiner Macht befreit. Der Teufel hat genauso wenig Macht über ein Kind Gottes wie der Pharao über Israel, nachdem das Heer des Pharao im Roten Meer ertrunken war. Wir sind herausgeholt worden. Und es wird noch besser: Als Gläubige sind wir jetzt diejenigen, die Macht haben.

Jesus sagt zu seinen Jüngern in Lukas 10,19:

„Siehe, ich habe euch die Macht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über die ganze Kraft des Feindes, und nichts soll euch schaden.“

„Ich habe euch die Macht gegeben über die ganze Kraft des Feindes.“

Als ich Co-Pastor drüben im Inland Empire war, kam einmal ein Ehepaar nach dem Gottesdienst zu mir. Sie baten mich, für ihr Kind zu beten. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, ob es ein Junge oder ein Mädchen war. Aber es war ein etwa sechsjähriges Kind. Sie erzählten mir: „Wir bringen unser Kind jeden Abend ins Bett, und es schläft wunderbar. Aber dann wacht es mitten in der Nacht auf und schreit, ist vollkommen verstört und lässt sich nicht beruhigen. Wir müssen es festhalten und es schluchzt. Es hat panische Angst. Und wir können nichts daran ändern.“ Sie sagten: „Es passiert jede Nacht. Das zerreißt unsere Familie. Wir wissen nicht, was wir tun sollen.“ Und während sie mir die Geschichte erzählten, hörte ich den Heiligen Geist in meinem Herzen flüstern: „Das ist ein Geist der Angst. Du musst ihn vertreiben.“

Ich sagte: „Beten wir.“ Wir nahmen uns an den Händen und ein Mann, der dabei stand, nahm auch unsere Hände. Wir beteten ein ganz einfaches Gebet. Und zum Schluss sagte ich etwas wie: „Du Geist der Angst, der dieses Kind quält, ich befehle dir, damit aufzuhören. Verlass dieses Haus im Namen von Jesus.“ Und das war’s. Das Paar bedankte sich und ging. Als sie gegangen waren, sagte der andere Mann, der mit uns gebetet hatte: „Bayless, als du gebetet hast, hatte ich eine Vision.“ Ich fragte: „Wirklich? Was hast du gesehen?“ Und er sagte: „Als du angefangen hast zu beten, war ich auf einmal im Zimmer dieses Kindes. Die Bettdecke lag zusammengeknüllt auf dem Bett. Als du den Geist der Angst angesprochen hast, setzte sich auf einmal ein abscheuliches kleines dunkles Wesen im Bett auf und schaute genau dorthin, von wo deine Stimme kam. Und als du den Namen Jesus gesagt hast, kam eine Art Lichtball durchs Fenster und traf dieses Wesen. Und auf einmal war es weg.“ Ich sagte: „Coole Vision, aber es muss sich auch in der Praxis zeigen. Warten wir ab.“

Eine Woche später kam die Familie wieder zu mir und sagte: „Etwas hat sich verändert. Unser Kind hat jede Nacht durchgeschlafen. Es ist nie mehr voller Angst aufgewacht. Es ist vorbei.“ Sie wurden nie mehr davon heimgesucht.

Wir sind also nicht nur von der Herrschaft der Finsternis befreit, sondern haben auch Macht über sie. Diese Familie war gläubig. Sie waren Kinder Gottes.

Aber was ist mit denen, die nicht zu Gottes Familie gehören? Nun, wir verstehen sicher, dass der Teufel nicht will, dass sie das Evangelium verstehen und daran glauben. Genau das steht in der Bibel. Paulus schrieb es an die Korinther. In 2. Korinther 4,3-4 sagt er:

„Wenn die gute Botschaft, die wir verkünden, für jemanden wie hinter einem Schleier erscheint, zeigt das nur, dass er verloren ist. Der Satan, der Gott dieser Welt, hat die Gedanken der Ungläubigen so verblendet, dass sie das herrliche Licht der Botschaft nicht wahrnehmen können. Damit bleibt ihnen unsere Botschaft über die Herrlichkeit von Christus, der das Ebenbild Gottes ist, unverständlich.“

Er sagt hier: „Satan hat die Gedanken der Menschen verblendet, die verloren sind.“ Deswegen, schreibt er, können sie es nicht verstehen. Die Wahrheit und das Evangelium sind ihnen verborgen, weil der Teufel ihre Augen mit Blindheit geschlagen hat.

Doch ich glaube, dass diese Finsternis und diese geistliche Blindheit durchbrochen werden können, wenn wir beten und unsere Macht über die Finsternis nutzen. Dann können sie das herrliche Licht des Evangeliums sehen.

Denken Sie einmal darüber nach. Paulus schreibt noch etwas anderes an die Korinther, eine Gruppe Menschen, zu denen Gott ihn geschickt hatte, um ihnen die gute Nachricht zu bringen. In 2. Korinther 10,13 schreibt er:

„Wir werden nicht mit einer Vollmacht angeben, die wir gar nicht besitzen. Wir wollen vielmehr innerhalb der Grenzen bleiben, die uns Gott gesteckt hat, und dazu gehört auch unser Auftrag bei euch.“

Er sagt hier, dass wir nicht überall und bei jedem Menschen Vollmacht haben. Wir sollen innerhalb der Grenzen bleiben, die Gott uns gibt. „Aber bei euch haben wir eine gewisse Vollmacht, weil wir zu euch gesandt worden sind.“ Wir alle haben unsere Aufgaben und unseren Einfluss- und Machtbereich.

Aber auch wenn die Finsternis bei einen Menschen durchbrochen worden ist, ist es immer noch seine Entscheidung. Gott zwingt Menschen zu nichts.

Nachdem ich Christ geworden war, erzählte ich all meinen Freunden vom Evangelium. Die meisten dachten, ich sei verrückt und glaubten, es sei nur eine Phase. „Wir kennen Bayless ja. Er macht das jetzt eine Weile, weil es ihn gerade begeistert. Aber wie lange wird das schon anhalten?“ Es sind mittlerweile vierzig Jahre. Ich glaube, es geht nicht mehr weg.

Besonders zwei sehr gute Freunde, denen ich davon erzählte, konnten es nicht begreifen. Sie verstanden es einfach nicht. Ich dachte: „Bitte versteht es doch!“ Aber sie verdrehten nur die Augen: „Also bitte!“ Also fing ich an, ernsthaft für sie zu beten, wie wir es vorhin gesagt haben – dass die Blindheit von ihren Augen abfällt und dass sie diesen wunderbaren Jesus und die Wahrheit des Evangeliums erkennen würden. Ich betete täglich und inständig für diese Jungs.

Und ich lud beide ein, mit mir mitzukommen. Den einen lud ich zu einem christlichen Konzert ein und den anderen zum Gottesdienst. Der, den ich zum Konzert eingeladen hatte, sagte: „Ich komme nicht mit. Du spinnst wohl. Auf keinen Fall.“ Also ging ich allein zu diesem Konzert. Eine christliche Band spielte. Es waren vielleicht hundert Leute da. Es war wirklich gut. Am Ende erzählte der Bandleader vom Evangelium und lud die Zuhörer zu Jesus ein. Keiner rührte sich. Da hörte ich ein leises Weinen und drehte mich um. Es war mein Freund. Offensichtlich war er doch gekommen, hatte hinter mir gestanden und das Evangelium gehört. Und er war tief getroffen und weinte bitterlich. Er ging nach vorn und wurde gerettet. Ich durfte ihm einige Tage später die Hände auflegen und erleben, wie er mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde.

Mein anderer Freund nahm die Einladung an und kam mit mir zum Gottesdienst. Wir saßen in der zweiten Reihe. Und wenn Sie das schon einmal erlebt haben, wissen Sie, was ich meine. Wenn nicht, bete ich dafür, dass Sie es einmal erleben. Es war ein normaler Gottesdienst. Alles ging seinen Gang. Aber auf einmal trat Gott in den Saal. Ich weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben soll. Auf einmal war da eine greifbare, unbestreitbare Gegenwart Gottes und jeder im Gebäude wusste es. Ich fing an zu schluchzen. Mein Freund sah und spürte es auch. Er schaute mich ganz erschrocken an. Dann walzte er mich und die Frau neben uns buchstäblich nieder und rannte hinaus.

Bei beiden war die Finsternis durchbrochen worden. Einer von ihnen kam demütig nach vorn, der andere rannte weg.

Gott überlässt uns die Entscheidung. Aber immerhin hatten sie die Chance, es zu verstehen. Es war trotzdem ihre Entscheidung. Und ich habe wirklich für sie gebetet. Leider habe ich den Kontakt zu beiden verloren, aber ich bete bis heute für sie, obwohl es über vierzig Jahre her ist.

Für den, der Jesus angenommen hat, bete ich, dass er immer mehr in das Ebenbild von Jesus verwandelt wird, dass seine Familie Jesus kennenlernt und dass er den Willen Gottes tut. Für den anderen bete ich immer noch, dass er gerettet wird. Ich weiß, dass er verheiratet ist und eine Tochter hat. Ich bete für seine Frau und seine Tochter. Wahrscheinlich werde ich für ihn beten, bis ich zu Jesus gehe oder bis Jesus wiederkommt.

Aber die Frage, die wir uns stellen sollten, ist: Für wen können oder sollten wir beten, dass die Finsternis über ihren Gedanken durchbrochen wird, damit sie die Botschaft sehen und verstehen können? Vielleicht haben wir nicht überall und bei jedem diese Vollmacht, aber wir haben Vollmacht. Gott schickt uns zu bestimmten Personen und möchte, dass wir für sie beten, damit sie die Chance bekommen, das Evangelium ohne diese geistliche Blindheit zu sehen, mit der sie geschlagen sind. Wir haben da eine Aufgabe.

Wenn Sie eine Bibel dabei haben, können Sie jetzt Johannes 6 aufschlagen. Wir wollen uns noch ein zweites „Ich-bin“-Wort von Jesus ansehen. In Johannes 6,35 steht:

„Jesus sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten.“

Gehen wir weiter zu Johannes 6,51. Da sagt er:

„Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot isst, wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.“

„Ich bin das Brot des Lebens. Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist und das Brot, das ich gebe, ist mein Fleisch.“

Brot wird aus Korn hergestellt. An einer anderen Stelle im Johannesevangelium, in Kapitel 12, vergleicht Jesus sein Leben mit einem Weizenkorn. Bevor es zu Brot werden kann, muss dieses Weizenkorn geschlagen, zerquetscht und zermalmt werden.

In der Bibel steht über Jesus, dass er für unsere Vergehen durchbohrt und für unsere Sünden zerschlagen wurde. Er wurde gemartert und gequält. Er wurde buchstäblich unter dem Gewicht der Sünden der Welt zermalmt.

Warum musste dieses Weizenkorn, das aus dem Himmel herabgekommen ist, geschlagen, zerquetscht und zermalmt werden? Weil die Welt in einer geistlichen Hungersnot steckte. Männer und Frauen starben, weil ihnen Brot, weil ihnen Leben fehlte. Und der leidende Retter, unser kostbarer Herr Jesus, wurde geschlagen, gegeißelt und ans Kreuz genagelt, um zum Brot des Lebens für die ganze Menschheit zu werden. Dieses eine Weizenkorn brachte genug Brot für die Menschen aller Völker, Nationen, Stämme und Sprachen, damit sie ewiges Leben haben können.

Jesus sagte: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Aber im Zusammenhang damit sagte er auch noch etwas anderes.

Er sagte: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt und an mich glaubt, wird nie mehr Hunger und Durst haben.“ Mit anderen Worten: Jesus sagt: „Ich bin genug. Wenn du zu mir kommst, brauchst du nichts anderes mehr. Du musst die Leere in dir nicht mehr mit noch anderen Drogen, einem anderen Freund, einer anderen Freundin, mit Geld, mit Dingen, mit Religion oder mit Abenteuern füllen.“ Jesus ist genug. Jesus reicht aus.

Ich weiß, dass manche sagen: „Ich glaube an Jesus, aber er ist trotzdem nicht genug.“ Ihnen sage ich, dass Sie nicht komplett dabei sind. Jesus sagt auch, dass wir das Leben erst finden, wenn wir bereit sind, unser Leben um seinetwillen zu verlieren. Es reicht nicht aus, den großen Zeh einzutauchen, um zu sehen, wie das Wasser ist. Christ sein heißt nicht, auf Probefahrt zu sein. Es funktioniert nur, wenn man ganz dabei ist. Aber wenn Sie dazu bereit sind und alles für den geben, der geschlagen, zerquetscht und zermalmt wurde, damit Sie Leben haben, dann werden Sie feststellen, dass er genügt.

Hallo, mein Freund. Ich freue mich sehr, dass Sie heute dabei waren. Ich möchte Ihnen noch etwas ganz Einfaches sagen. Das glaube ich von ganzem Herzen. Es ist kein Zufall, dass Sie mir gerade zuschauen. Oder vielleicht nur zuhören. Vielleicht hören Sie meine Stimme von nebenan. Es gibt einen Grund dafür. Gott möchte, dass Sie ganz dabei sind. Wir stehen am Anfang eines neuen Jahres. Machen Sie es zu einem Jahr für Jesus. Wie ich in dieser Predigt gesagt habe, funktioniert es nur, wenn wir hundertprozentig dabei sind.

Ich möchte mit Ihnen beten. Vater, ich bete mit meinem Freund hier, der über das Christsein und die Ansprüche von Jesus nachdenkt. Ich bete, dass er tief in seinem Herzen weiß, dass du gerade zu ihm sprichst. Und ich bete, dass er den Retter entdeckt, wenn er aufblickt, zum auferstandenen Jesus, der auf dem Thron sitzt und bald wiederkommt. Mein Freund, Jesus liebt Sie. Sie werden nie bereuen, ihn zu Ihrem Herrn gemacht zu haben.

Außerdem möchte ich allen unseren Unterstützern danken. Die Predigt, die Sie gerade gehört haben, ist in über hundert Ländern und elf Sprachen auf der ganzen Welt ausgestrahlt worden. Wir erreichen Menschen mit der Botschaft von Jesus Christus, weil andere Menschen uns treu unterstützen und an das glauben, was wir tun. Ich danke also unseren Unterstützern herzlich. Gott segne Sie.

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