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Halte dein Ziel fest im Blick

Gott hat dich mit einer einzigartigen Bestimmung geschaffen. Er gibt dir jedoch nicht die ganze Lebensgeschichte auf einmal. Die Suche nach deiner Bestimmung passiert Schritt für Schritt und um diese zu entdecken, musst du sie dein ganzes Leben lang verfolgen.
In dieser Predigt zeigt dir Pastor Bayless Conley, wie du kontinuierlich nach der einzigartigen Bestimmung suchst, für die Gott dich geschaffen hat.

Hallo Freunde, ich freue mich riesig, dass Sie heute mit dabei sind. Dies ist Teil einer Serie mit dem Titel Worauf es wirklich ankommt. Wir beleuchten konkrete Dinge, denen wir der Bibel zufolge nachgehen sollen. Sie entsprechen Gottes Willen, aber wenn wir sie uns nicht bewusst zum Ziel setzen, erleben wir sie nicht. Heute wollen wir mit einer der außergewöhnlichsten Geschichten aller Zeiten beginnen. Das werden Sie nicht verpassen wollen.

Gleich möchte ich Ihnen eine der erstaunlichsten Geschichten überhaupt vorlesen, nicht nur in der Bibel, sondern in der ganzen Geschichte, wenn man die Auswirkungen bedenkt. Sie handelt von der Zeit des Volkes Israel, in der Salomos Sohn Rehabeam König geworden war, aber er war sehr hart gegenüber dem Volk. Zehn der Stämme sagten deshalb: „Ohne uns!“ und krönten einen anderen Typen zum König über die zehn Stämme, Jerobeam, der noch nicht mal königliches Blut hatte.

Und Jerobeam sagte sich: „Die Leute beten immer noch Gott an und gehen nach Jerusalem, um die Feste zu feiern und Opfer zu bringen. Wenn sie das weiter tun, verliere ich sie. Dann werden sie mich töten. Sie werden zu Rehabeam zurückkehren.“ Also verkündet Jerobeam: „Liebe Israeliten, ihr müsst nicht mehr nach Jerusalem.“ Er lässt zwei goldene Kälber anfertigen und sagt: „Dies sind eure Götter, die euch aus Ägypten herausgebracht haben.“ Eins stellte er in Dan auf, eins in Bethel, und er sagt: „Ihr könnt diese Götter anbeten.“ Dann ernennt er Priester aus allen Stämmen, Leute, die nicht mal vom priesterlichen Stamm kommen. Er führt ein ganz neues System mit Anbetung, Opfern und so weiter ein. An dieser Stelle lesen wir, was weiter geschieht.

Jerobeam befindet sich gerade bei einem der Altäre, die er gemacht hat, und ist drauf und dran, Opfer zu bringen. Da kommt ein unbenannter Prophet daher. Hören Sie, was er ihm sagt. 1. Könige 13,1 und 2. In den nächsten Minuten werde ich so einige Verse lesen. Die Bibelstellen enthalten einige reichhaltige Wahrheiten, die Sie sich bestimmt nicht entgehen lassen wollen.

In 1. Könige 13,1 lesen wir:

„Ein Mann Gottes aus Juda kam im Auftrag des Herrn nach Bethel, gerade als Jerobeam vor den Altar trat, um dort zu opfern. Da rief er zum Altar hin, was der Herr ihm gesagt hatte: ‚Altar! Altar! So spricht der Herr: Dem Königshaus Davids wird ein Kind mit Namen Josia geboren werden. Der wird die Priester der Höhenheiligtümer, die Opfer auf dir verbrennen, töten und Menschenknochen wird er auf dir verbrennen.´“

Dies war 322 Jahre bevor Josia geboren wurde. Der Prophet nannte ihn tatsächlich beim Namen und er sagte voraus, was er tun würde. Das ist eines der außergewöhnlichsten Vorkommnisse, die man sich vorstellen kann.

Als Josia König von Juda wird, ist Israel immer noch gespalten. Es gibt die Nation Israel mit ihrer Hauptstadt in Samarien, die zehn Stämme. Dann gibt es Juda, bestehend aus den Stämmen Juda und Benjamin, mit der Hauptstadt in Jerusalem. Josia wird zum König gekrönt, als er acht Jahre alt ist. Stellen Sie sich das vor. Sein Vater, König Amon, und sein Großvater, König Manasse, waren beide ganz böse Männer gewesen. Götzendiener. Sie hatten nichts mit Gott zu tun gehabt.

Stellen Sie sich vor, wie er in so einem Umfeld aufwächst. Aber aus irgendeinem Grund liebt Josia Gott und möchte ihm dienen, selbst schon als kleiner Junge.

Spulen wir etwas vor. Israel ist voller Götzen. Das Volk hat im Grunde die Erkenntnis Gottes verloren. Als nun eines Tages der Tempel gereinigt wird, in dem Götzen und dergleichen stehen, findet ein Priester eine Gesetzesschriftrolle. Er weiß noch nicht mal, was das ist – soweit hat Israel sich von Gott entfernt. Er bringt die Rolle dem König und der König sagt: „Lies sie mir vor.“ Also wird das Gesetz Josia vorgelesen, und er sagt: „Oh weh. Wir tun ja alles, was wir unserem Schöpfer zufolge nicht tun sollen. Auf uns liegt ein Fluch.“ Also schafft Josia alle Götzen aus dem Tempel und ruft das ganze Volk in Jerusalem zusammen – auch Menschen aus dem Norden –, und er lässt die Schriftrolle vorlesen.

Dann veranstaltet er einen Feldzug durchs Land. Er rottet den gesamten Götzendienst aus, er reißt Schreine und Ältere nieder. Dann kommen wir zu folgender Geschichte. Die ist aus 2. Könige 23. Noch einmal, das ist 322 Jahre nach der Prophezeiung. Ab Vers 15:

„Auch den Altar in Bethel ließ der König niederreißen …“

Von dem Altar haben wir gelesen.

„… jenes Höhenheiligtum, das Jerobeam, der Sohn Nebats, errichtet hatte, als er Israel zur Sünde verleitete. Er zertrümmerte und verbrannte den Altar und verbrannte das Ascherabild. Als Josia sich umsah, fiel sein Blick auf mehrere Gräber am Hang. Er befahl, die Gebeine herauszuholen, und ließ sie auf dem Altar verbrennen, um diesen zu entweihen. All das geschah genau so, wie der Herr es durch den Propheten vorhergesagt hatte. Dann fragte Josia: Was ist das für ein Grabmal dort drüben? Die Einwohner der Stadt antworteten: Es ist das Grab des Mannes Gottes, der aus Juda kam und alles vorausgesagt hat, was du am Altar von Bethel getan hast!“

Josia folgt hier nicht einem Drehbuch, dessen er sich bewusst ist. Er folgt bloß seinem Herzen. Aber stellen Sie sich den Moment vor, als er erfährt, dass er auf der Bühne steht und seine Rolle von Gott geschrieben wurde – dass er genau das tut, wozu Gott ihn namentlich vorherbestimmt hat. Er wusste es nicht einmal, aber nun wird es ihm gesagt: „Ein Mann Gottes, ein namensloser Mann Gottes, hat vor 322 Jahren prophezeit, dass ein Kind namens Josia geboren werden sollte und dass er die Altäre niederreißen und die Knochen darauf verbrennen würde. Und genau das tust du!“

Das ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was Gott durch die Worte Jesajas sagte. Jesaja 42,9:

„Das Frühere, siehe, es ist eingetroffen,
und Neues verkündige ich.
Bevor es aufsprosst, lasse ich es euch hören.“

Erstaunlich. Schicksal, Bestimmung. Darum geht es: Ziele fest im Blick zu halten. Josia hatte Ziele, die Gott ihm gesteckt hatte. Buchstäblich vor Grundlegung der Welt, bevor er geboren wurde, bevor seine Eltern geboren wurden, bevor seine Großeltern und seine Urgroßeltern geboren wurden, hatte Gott beschlossen, dass er hier sein würde und einen Zweck zu erfüllen hatte.
Und Gott ließ das von einem Mann vorhersagen. Das ist nicht das erste Mal, dass so etwas geschehen ist. Beziehungsweise es ist nicht das einzige Mal, dass so etwas geschehen ist.

Jesaja 44,28. Jesaja spricht durch das Wort des Herrn, und er sagt Folgendes:

„Ich bin der Herr, der zu Kyrus `mein Hirte´ sagt.
Alles, was ich will, wird er ausführen.
Ich bin der Herr, der zu Jerusalem spricht: `Werde wieder aufgebaut!´
und zum Tempel: `Werde wieder neu gegründet!´“

Jesaja prophezeit hier über jemanden namens Kyrus, der den Befehl erlassen wird, den Tempel wiederaufzubauen. Der Tempel soll neu gegründet werden. Für Jesajas Zeitgenossen hatten diese Worte keine große Bedeutung. Aber spult man mehrere Generationen vor, wird in Persien ein Kyrus geboren. Jesaja prophezeite dies 175 Jahre vor der Geburt von Kyrus, und 213 Jahre vor der Erfüllung. Kyrus erteilte wirklich einen Erlass, Jerusalem und den Tempel wiederaufzubauen. 213 Jahre, bevor es sich ereignet, 175 Jahre, bevor er geboren wurde. Bestimmung. Jeremia sagte Gott Folgendes. Er sagte:

„Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich erkannt,
und ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt;
zum Propheten für die Nationen habe ich dich eingesetzt.“

Nachdem ich zum Glauben gekommen war, war ich einmal beim Beten, und der Heilige Geist sprach zu mir. Ich würde Ihnen das nicht erzählen, wäre es nicht wahr. Der Heilige Geist sagte mir: „Du wirst drei Kinder haben: einen Jungen, ein Mädchen und einen Jungen.“ Zu dem Zeitpunkt hatte ich nicht mal eine Freundin. Doch Jahre später lernte ich ein Mädchen namens Janet kennen. Wir verliebten uns, heirateten. Als sie schwanger wurde, wusste ich, es würde ein Junge werden. Und tatsächlich, es war ein Junge, unserer Harrison. Ein paar Jahre später wurde sie wieder schwanger. Eines Tages kam sie zu mir ins Büro und sagte: „Bayless, ich war gerade beim Arzt. Wir bekommen Zwillinge!“ Ich sagte: „Ja, wir bekommen Zwillinge. Nun, wenn da drin Zwillinge sind, dann muss es ein Mädchen und ein Junge sein. Und das Mädchen wird zuerst herauskommen.“ Und tatsächlich, es waren ein Mädchen und ein Junge, und das Mädchen wurde zuerst geboren. Gott hatte mir ja gesagt: „Junge, Mädchen, Junge.“ Gott kannte ihr Geschlecht schon vor ihrer Geburt, er kannte ihre Reihenfolge. Aber er wusste auch eine Menge mehr. Er kennt ihre Bestimmung. Er kennt ihre Ziele.

Liebe Freunde, er kennt Ihre Bestimmung. Er kennt die Ziele, die er für Sie hat. Sie haben eine Bestimmung, und ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie Gottes Ziele ins Auge fassen können, wie Sie herausfinden können, welche Ziele er hat. Epheser 2,8 bis 10. Das ist für Sie. Ich hoffe, Sie hören zu. Epheser 2,8 bis 10:

„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühmt. Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“

Gott hat gute Taten für unser Leben vorbereitet, die wir ausführen können. Er hat Ziele für uns gesteckt, schon vor Grundlegung der Welt. Diese Verse knüpfen an Epheser 1 an, wo Paulus genau das sagt.

Ronald Knox‘ Bibelübersetzung gibt es so wieder: „Wir sind sein Design. Gott hat uns in Christus Jesus geschaffen und uns die guten Aktionen zugesichert, die er als unsere Lebensaufgabe vorbereitet hat.“ Eine freie Übersetzung. Sie wurden für einen einzigartigen Zweck designt, und dahingehend sollten Sie Ihr Leben nutzen.

Wir werden gleich genauer darüber sprechen, wie Sie diesen Zweck finden können, wie Sie Gottes Aufgabe für Sie herausfinden können – indem Sie ihr bewusst nachgehen. rSie werden bestimmt keinen Moment davon verpassen wollen! Diese Wahrheit kann Ihr Leben verändern.

Es gab mal einen Mann namens Eric Liddell, den man den „Fliegenden Schotten“ nannte. Er war Christ. Seine Eltern waren Missionare, weshalb er in China geboren wurde. Es wurde ein Film über ihn gedreht, Die Stunde des Siegers, ein preisgekrönter Film. Er war ein sehr, sehr begabter Leichtathlet, aber er hatte auch eine Berufung als Missionar. Im Film gibt es eine Szene, wo seine Schwester mit ihm redet. Er will zu den Olympischen Spielen, aber sie findet: „Nein, du musst nach China. Gottes Berufung muss in deinem Leben zuerst kommen.“ Und ich werde nie vergessen, wie Eric in dem Film seine Schwester anschaut und sagt: „Ja, Gott hat mich für China gemacht, aber er hat mich auch schnell gemacht, und wenn ich laufe, spüre ich seine Freude.“ Bei dieser Szene bekomme ich immer noch eine Gänsehaut. „Ich bin für China gemacht, aber Gott hat mich auch schnell gemacht, und wenn ich laufe, spüre ich seine Freude.“

Er kannte seine Bestimmung und zog bei den Olympischen Spielen in Paris viel Aufmerksamkeit auf seinen Glauben, da er am Sonntag nicht laufen wollte, weil es seiner Überzeugung widersprach, dass dieser Tag dem Herrn geweiht ist. Das brachte seinem christlichen Glauben viel Aufmerksamkeit. Später ging er dann wirklich noch als Missionar nach China, wo er starb und in den Himmel kam. Jedenfalls kannte er seine Bestimmung. Und, liebe Freunde, auch für Sie hat Gott eine einzigartige Bestimmung.

Paulus schrieb der Gemeinde in Philippi etwas. Die Gemeinde dort hatte eine ganz besondere Beziehung zu ihm, wahrscheinlich eine engere Beziehung als sonst eine Gemeinde. Paulus hatte sie für Jesus gewonnen. Man kann die Gründungsgeschichte dieser Gemeinde in der Apostelgeschichte nachlesen. Nun schrieb Paulus ihr einmal über seine eigenen Lebensziele. Dadurch legte er nicht nur sein Herz offen, sondern zeigte auch, was bei den Zielen eines jeden Christen im Mittelpunkt stehen sollte, etwas, was wir als Gläubige alle verfolgen sollten.

Ich möchte es Ihnen vorlesen. Philipper 3, ab Vers 12. Hören Sie genau zu. Paulus schreibt:

„Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet bin; ich jage ⟨ihm⟩ aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, wozu ich auch von Christus Jesus ergriffen bin. Brüder, ich denke von mir selbst nicht, ⟨es⟩ ergriffen zu haben; eines aber ⟨tue ich⟩: Ich vergesse, was dahinten ist, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.“

Wenn Paulus sagt, dass er diesem Ziel „nachjagt“ und „auf das Ziel zujagt“, so ist es dasselbe griechische Wort wie in den anderen Bibelstellen in dieser Predigtreihe, wo es ums Nachjagen geht. Paulus sagt: „Ich jage dem nach. Ich jage darauf zu. Ich halte dieses Ziel fest im Blick.“ Nun, was ist das Ziel, das er fest im Blick hat? Was war die große Jagd seines Herzens? Er sagte: „Ich will das ergreifen, wozu ich von Jesus Christus ergriffen bin. Jesus nennt mich sein Eigen. Er hat mich in seine Familie gebracht. Ich bin gerettet. Ich gehöre zu seinem Reich.“ Und jetzt sagt er: „Das große Ziel meines Leben ist, herauszufinden, wozu. „Jesus, wozu hast du mich ergriffen? Was soll ich mit meinem Leben tun, das du mir gegeben hast?“ Und Paulus sagte: „Hey, ich will nicht behaupten, ich habe dies schon alles ergriffen!“ Es ist eine Erkenntnis, die sich im Laufe unseres Lebens entfaltet. Gott gibt niemandem von uns die ganze Geschichte. Er gibt uns einen Schritt nach dem anderen. Die Schritte eines Gerechten werden vom Herrn gelenkt.

Wir mögen nicht unbedingt wissen, wo unser Weg schließlich hinführt. Aber wissen Sie was? Gott zeigt uns den Weg. Er gibt uns Anweisungen. Er beleuchtet den Abschnitt des Weges, auf dem wir uns befinden. Wir können die Ziele für die gegenwärtige Phase erkennen.

Meine Frau und ich sind in unseren späten 60ern. Ich weiß, ich sehe nicht so aus. Aber dies ist eine neue Lebensphase für uns. Gott hat Ziele für mich und Ziele für meine Frau in dieser Phase. Das allgemeine Ziel ist, die frohe Botschaft von Jesus einer sterbenden Welt zu bringen. Das ändert sich nicht. Aber einige Wege, wie Gott uns einsetzt und benutzt – die ändern sich. Wir jagen dieser Bestimmung nach. Wir versuchen, es zu ergreifen: „Herr, was soll ich während dieser Lebensphase tun?“

Liebe Freunde, Sie können es ergreifen. Ich möchte Ihnen einige Gründe nennen, warum es so wichtig ist, dass Sie Ihre Bestimmung ergreifen. Erstens, weil Sie sich sonst langweilen würden. Es würde eine Leere geben, die selbst Ihre Errettung nicht füllen kann. Unsere Kirchen wimmeln vor Menschen, die errettet worden sind, aber nie verstanden haben, wozu. Sie haben nie die Spur gefunden, in der sie laufen sollen. Sie gehen zur Kirche, was gut ist. Sie sollten zur Kirche gehen. Sie sprechen sogar über ihren Glauben, was wir alle tun sollten. Sie engagieren sich in ihrer örtlichen Kirchengemeinde, was wir alle tun sollten. Aber es gibt auch noch ganz spezifische Dinge, die Gott schon vor Grundlegung der Welt für uns bestimmt hat, wie er Jeremia sagte: „Bevor ich dich in deinem Mutterleib formte, kannte ich dich und habe dich zum Propheten für die Völker bestimmt.“ Genauso kannte Gott Sie schon, bevor er Sie im Mutterleib formte, und hat Sie für spezifische Aufgaben bestimmt.

Die Aufgabe mag Arbeit mit Kindern sein. Es mag eine bestimmte Berufssparte sein, wo Sie ein Einfluss für Gott sein können – im Gesundheitswesen, in der Unterhaltungsbranche oder wo auch immer. Sie haben eine Bestimmung, und Sie müssen sie ergreifen. Paulus sagte: „Ich jage ihr nach.“ Wir können in Erfahrung bringen, was Gott von uns will. Wie Paulus in Epheser 5,17 schreibt:

„Handelt nicht gedankenlos, sondern versucht zu begreifen, was der Herr von euch will.“

Gott macht das nicht zu schwierig für uns. Wer dem nachjagt, wer bittet, wer sucht, wer anklopft, dem öffnet Gott die Tür. Wer sich entschließt, dem nachzujagen, der wird es finden. Und, liebe Freunde, das ist nicht langweilig. Mit dem Schöpfer des Universums zusammenzuarbeiten, demjenigen, der das Maß des Himmels mit seiner Handspanne festgesetzt hat, demjenigen, der eines Tages den Himmel wie eine Schriftrolle zusammenrollen und einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird. Meinen Sie, Gottes Bestimmung auszuleben, sei langweilig? Nie im Leben! Es ist das größte Lebensabenteuer, das es gibt. Dazu beruft Gott Sie.

Der zweite Grund, warum Sie Ihrer Bestimmung nachkommen müssen, ist, dass Sie sonst anderen kein Segen sein können. Dazu müssen Sie mit seinen Zielen Schritt halten. In 1. Mose 12,1 bis 3 sagte Gott zu Abraham … Hören Sie:

„Dann befahl der Herr Abram:

Verlass deine Heimat,
deine Verwandten
und die Familie deines Vaters
und geh in das Land, das ich dir zeigen werde!
Von dir wird ein großes Volk abstammen.
Ich will dich segnen
und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein.
Ich will dich zum Segen für andere machen.
Wer dich segnet, den werde ich auch segnen.
Wer dich verflucht, den werde ich auch verfluchen.
Alle Völker der Erde werden durch dich gesegnet werden.“

Gott sagte: „Abraham, verlasse deine Familie. Geh weg. Ich sende dich auf ein Abenteuer. Ich sage dir nicht, wo es hingeht. Ich sage dir bloß, dass du aufbrechen sollst. Ich werde dich auf dem Weg führen.“ Im Neuen Testament steht, dass Abraham aufbrach, ohne zu wissen, wo es hinging. Er ging im Glauben.

Liebe Freunde, das Leben mit Gott ist ein Abenteuer. Gott sagte: „Gehorche mir, verfolge meine Bestimmung, halte mit mir Schritt, dann werde ich dich segnen und du sollst ein Segen sein.“ Wir können nie der Segen werden, den Gott beabsichtigt hat, wenn wir nicht mit ihm Schritt halten.

Ich kenne zwei Männer, beide in ihren späten 60ern. Sie hatten beide recht fruchtbare christliche Arbeiten. Dann sprach Gott zu beiden, sie sollten ihre Zelte abbrechen und woanders noch mal neu starten, der eine in einem ganz anderen Land, der andere in einem anderen US-Bundesstaat. All ihre Freunde sagten: „Ihr seid zu alt dafür. Das ist dumm. Ihr habt doch bereits Erfolg. Ihr habt zu tun. Was soll das? Da, wo ihr hinwollt, kennt ihr doch niemanden. Das ist verrückt.“ In ihren Konfessionen wurde ihnen gesagt: „Ihr solltet das nicht tun. Das wäre unweise:“ Doch beide entschieden sich, ihr vertrautes Umfeld hinter sich zu lassen, diesen Glaubensschritt zu wagen und Gott zu gehorchen.

Und noch in ihren späten 60ern hauchte Gott neues Leben in ihre Arbeit. Durch die Gnade Gottes und die Hilfe des Heiligen Geistes entstanden dadurch Werke, die sich stark auf die Weltevangelisation ausgewirkt haben – durch diese beiden Männer, die noch in ihren späten 60ern aufbrachen.

Abraham war 75 Jahre alt, als Gott ihm sagte, dass er aufbrechen sollte. Ich weiß nicht, wie Sie es empfinden, aber ich möchte der Segen sein, den Gott für mich vorgesehen hat. Es geht nicht um Geld oder weltlichen Erfolg, sondern darum, Gott zu gehorchen und den Einfluss seines Reiches zu erweitern.

Es gab einen Mann in unserer Kirche, der mir eines Tages sagte: „Ich habe einen guten Job, ich verdiene viel Geld, bin aber nicht zufrieden. Ich habe das Gefühl, dass Gott noch etwas anderes mit mir vorhat.“ Ich fragte: „Was denn? Was sollen Sie Ihrer Meinung nach tun?“ Er sagte: „Ich glaube, ich soll Basketballtrainer werden.“ Ich sagte ihm: „Dann nur zu!“

Also sandte er einen ganzen Haufen Bewerbungen mit Lebensläufen an verschiedene Colleges und Schulen im ganzen Land. Eine kleine Schule bot ihm eine Stelle als Leiter der Sportabteilung und als Basketballtrainer an. Ich sprach mit ihm darüber, und er verdient nicht nahezu so viel Geld wie zuvor, aber er war so begeistert. Er hat sich für Gottes Sache mächtig ins Zeug gelegt. Jetzt gewinnt er Menschen für Jesus und übt einen positiven Einfluss auf die Schüler und Lehrer aus – und darüber hinaus. Davon abgesehen hat er auch eine erfolgreiche Basketball-Saison.

Liebe Freunde, wir müssen unsere Bestimmung finden und ein großer Segen für die Welt sein. Gott hat Ziele für Sie. Wenn Sie ihn suchen, wird er Ihnen den nächsten Schritt zeigen – Tag um Tag, einen Schritt nach dem anderen. Lasst uns der Bestimmung nachjagen.

Die Bibelstelle in Philipper, wo Paulus sagt: „Ich jage auf dieses Ziel zu“, bedeutet einem Griechisch-Experten zufolge buchstäblich: „Ich laufe entlang der Linien.“ Das bezieht sich auf einen Läufer, der beispielsweise bei den Olympischen Spielen in seiner Spur läuft. Er übertritt die Linien seiner Spur nicht. Paulus sagt im Grunde: „Ich jage weiter aufs Ziel zu. Ich versuche das zu ergreifen, wozu Jesus Christus mich ergriffen hat. Ich versuche, in meiner Spur zu bleiben, denn wenn wir aus der Spur kommen, bekommen wir den Preis nicht. Dann sind wir disqualifiziert.“ Am Ende dieser Verse sagt Paulus: „Ich jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.“

Es gibt einen Lohn dafür, Gottes Lebensplan zu erfüllen und unser Rennen zu laufen, nicht das Rennen eines anderen. Das ist ein Grund, warum es immer so unweise ist, uns mit anderen zu vergleichen. Es ist nicht ratsam, ein Rennen zu laufen, für das wir nicht gemacht sind.

Das sieht man buchstäblich auch bei Wettläufen. Haben Sie bei den Olympischen Spielen mal Nahaufnahmen eines Sprinters gesehen? Die Beine sind muskelbepackt, der Körper ist wie aus Marmor gehauen. Er ist für einen 100-Meter-Sprint oder eine andere kurze Strecke gebaut. Ein Marathon-Läufer hingegen ist gewöhnlich viel dünner. Der Körperbau ist ein ganz anderer.

Jemand, der dafür gebaut ist, Meilen um Meilen oder Kilometer um Kilometer zu laufen, ist anders gebaut als der, der kurze Strecken explosionsartig schnell läuft. Die beiden Läufer nehmen jeweils an ganz anderen Wettläufen teil. Bei den Olympischen Spielen gibt es ganz verschiedene Körperformen. Ein Speerwerfer ist gut gebaut, aber schlank. Ein Kugelstoßer hingegen – obwohl es sich ebenfalls um einen Wurfsport handelt – ist wie ein Hydrant gebaut. Gewöhnlich ist er ziemlich korpulent, ein Schwergewicht. Obwohl der Speerwerfer und der Kugelstoßer ähnliche Sportarten praktizieren, sind sie so anders gebaut, dass man sie gar nicht miteinander vergleichen kann.

Meine Aufgabe mag ähnlich sein wie Ihre, aber sie wird nicht genau dieselbe sein. Deshalb wäre es unweise, mich mit Ihnen zu vergleichen und zu denken: „Ja, ich schneide viel besser ab als er. Schau mal, was ich geschafft habe!“ Das wäre dumm. Vielmehr muss ich einfach dem folgen, was der Herr mir ans Herz gelegt hat.

Ich möchte Ihnen etwas sagen. Jesus sagte: „Meine Schafe hören meine Stimme und sie folgen mir.“ Das ist im Kern unsere ganze Verantwortung als Gläubige. Wir hören und wir gehorchen. Wir hören hin und wir folgen. Wir erfahren den nächsten Schritt, den wir gehen sollen, und gehen ihn. „Meine Schafe hören und folgen. Sie hören und gehorchen.“ Genau das müssen Sie tun. Gehen Sie auf Ihre Knie, hören Sie hin. Und dann tun Sie, was der Herr Ihnen sagt.

Den Hochzeitsgästen in Kana sagte Maria über Jesus: „Tut, was immer er euch sagt.“ Weise Worte! Jesus wies sie an: „Füllt die Wasserkrüge mit Wasser und gebt dem Zeremonienmeister davon zu trinken.“ Das Wasser verwandelte sich in Wein, als sie taten, was er sagte.

Genauso möchte ich Sie heute ermutigen: Hören und gehorchen Sie. Tun Sie, was immer er Ihnen sagt. Bleiben Sie in Ihrer Spur. Liebe Freunde, auf uns wartet ein Preis. Das Leben ist so kurz. Es ist zu kurz, um nur für uns selbst zu leben und nicht für Gottes Ziele. Gott segne Sie.

Liebe Freunde, ich bin so froh, dass Sie heute bei diesem Thema mitgemacht haben. Wir sind noch nicht fertig. Seien Sie auch nächstes Mal wieder mit dabei.

Ich sage das oft, aber es ist wahr. Könnte ich mich mit Ihnen auf eine Tasse Tee zusammensetzen und mit Ihnen darüber beten, was Sie brauchen und was Sie bewegt, dann würde ich das tun. Aber dies hier ist auch nicht schlecht. Ich möchte Sie ermutigen: Gott ist bei Ihnen. Wenn Sie ihn suchen, wird er sich Ihnen zeigen. Er wird Ihnen den nächsten Schritt zeigen. Vater, ich bete jetzt für die Zuschauer. Ermutige sie durch deinen Geist. Richte sie auf und sprich ganz persönlich zu ihnen. Im mächtigen Namen von Jesus.

Wie immer möchte ich mich bei denen bedanken, die die gute Nachricht durch Gebet und Spenden unterstützen. Ohne Sie könnten wir diese Arbeit nicht tun. Also, vielen, vielen Dank dafür, dass Sie uns unterstützen. Gott segne Sie.

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