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Gut oder Böse: Wofür entscheidest du dich? (2)

Auch wenn Eltern Gott folgen, bedeutet das nicht, dass die Kinder es ihnen gleich tun. Das war auch in der Bibel schon so: König Hiskia im Alten Testament war ein leuchtendes Beispiel für Gottestreue. Aber sein Sohn Manasse war es nicht. Doch es gibt ein Zurück! Bayless zeigt Ihnen, wie Sie auf Gott vertrauen und den richtigen Weg für sich und Ihre Liebsten einschlagen können.

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  • Manasse lebte wie der Teufel. Doch als er ganz unten war – und manchmal muss es so weit kommen –, in seiner dunklen Gefängniszelle, fiel ihm alles wieder ein. Und Gott erhörte sein Gebet und setzte ihn wieder als König ein. – Gott liebt Ihre Kinder mehr als Sie es tun. Er kann sie erreichen. Es gibt Hoffnung für Ihre Kinder.

    In 2. Chronik 31,20-21 heißt es:

    „So sorgte Hiskia für die Verteilung in ganz Juda und tat damit, was dem Herrn, seinem Gott, gefiel und gut war in seinen Augen. In allem, was er für das Haus Gottes tat, und in seinem aufrichtigen Bemühen, das Gesetz und die Gebote zu halten, suchte Hiskia seinen Gott von ganzem Herzen. Und ihm glückte alles, was er unternahm.“

    Gleich als Nächstes lesen wir in 2. Chronik 32,1: „Nach diesen Taten der Treue segnete Gott Hiskia noch mehr und er lebte glücklich bis ans Ende seiner Tage.“ Das steht natürlich nicht da.

    „Nachdem Hiskia sein Werk treu zu Ende geführt hatte, fiel Sanherib, der König von Assyrien, in Juda ein. Er belagerte die Festungsstädte und versuchte, sie zu erobern.“

    Wenn wir den Bericht im Buch Könige lesen, sehen wir, dass Sanherib genau das tat. Er eroberte alle befestigten Städte Judas, und dann zog er gegen Jerusalem ins Feld. Liebe Freunde, nach Siegen sollten wir noch mehr Kämpfe erwarten. Nach diesen treuen Taten Hiskias taucht der Teufel auf. Sanherib kommt und wirft sofort ein Auge auf Jerusalem. Er will die Stadt zerstören und die Menschen versklaven. Der Teufel will nicht, dass wir Erfolg haben. In 2. Chronik 32 lesen wir ab Vers 20:

    „Da beteten König Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn von Amoz, deswegen und flehten den Himmel an. Und der Herr schickte einen Engel, der das Heer im Lager des Königs von Assur mit all seinen Befehlshabern und Obersten vernichtete. Und Sanherib musste gedemütigt den Rückzug in sein eigenes Land antreten. Als er dort den Tempel seines Gottes betrat, brachten ihn seine eigenen Söhne mit dem Schwert um. Auf diese Weise hat der Herr Hiskia und die Einwohner Jerusalems vor König Sanherib von Assyrien und vor allen anderen gerettet. Schließlich herrschte im ganzen Land Frieden. Von nun an genoss Hiskia, der König von Juda, die Hochachtung aller Völker, und es trafen viele Gaben für den Herrn und wertvolle Geschenke für Hiskia in Jerusalem ein.“

    Wer findet das wunderbar? Ja, es ist wunderbar. Doch gleich als Nächstes lesen wir in Vers 24:

    „Zu dieser Zeit befiel Hiskia eine tödliche Krankheit. Er betete zum Herrn, und dieser erhörte ihn und tat ein Wunder an ihm.“

    „Zu dieser Zeit“ – zu welcher Zeit? Als sie den Sieg und die Befreiung feierten. Als alles mit Schwung voranging. Als Gott seine starke Hand gezeigt hatte und viele Dinge passiert waren. Und nun war Hiskia plötzlich krank und lag im Sterben. Manchmal kommen wir vom Regen in die Traufe. Wir haben einen sehr sturen Feind. Er gibt nicht so leicht auf. Wir müssen nur sturer sein als er.
    Nicht nur das Zeichen, das Hiskia bekam, sondern die ganze Geschichte ist in allen Aspekten faszinierend. Jesaja kam zu Hiskia und sagte: „Du wirst diese Krankheit nicht überleben. Du wirst sterben.“
    Jesaja ging wieder, Hiskia drehte sich mit dem Gesicht zur Wand, begann zu weinen und zu beten und schüttete Gott sein Herz aus. Noch bevor Jesaja den Hof durchquert hatte, hielt Gott ihn auf und sagte: „Geh zurück und sprich noch einmal mit Hiskia.“ Jesaja kam wieder zu Hiskia und erklärte: „Gott sagt, er hat deine Tränen gesehen und dein Gebet gehört. Er wird dir noch 15 Lebensjahre schenken und dir ein Zeichen geben. Du kannst es dir aussuchen: Entweder wird der Schatten der Sonnenuhr 10 Striche vorwärts oder 10 Striche rückwärtsgehen.“ Hiskia wollte, dass der Schatten rückwärtsging und so geschah es. Der Schöpfer des Himmels ließ den Schatten der Sonnenuhr 10 Striche rückwärtsgehen, wie auch immer er das bewirkte. Es ist wirklich zum Staunen. Doch dann lesen wir in Vers 25-26,

    „Doch Hiskia würdigte die Güte nicht, die ihm der Herr erwiesen hatte, sondern er wurde überheblich. Deshalb wurde der Herr zornig auf ihn und auf Juda und Jerusalem. Da bereute Hiskia seine Überheblichkeit und die Einwohner Jerusalems ebenfalls. Deswegen kam der Zorn des Herrn nicht über sie, solange Hiskia lebte.“

    Hiskia wurde hochmütig, doch Gott sei Dank wurde er auch wieder demütig und vermied so die Vernichtung. Der Bibeltext sagt: „Hiskia würdigte die Güte nicht …“ Mir gefällt eine Übersetzung, wo es heißt: „Hiskia vergalt Gott die erwiesene Wohltat nicht.“ In Psalm 103,2-3 heißt es:

    „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss all das Gute nicht, das er für dich tut. Er vergibt dir alle deine Sünden und heilt alle deine Krankheiten.“

    Das Gute, das Hiskia empfangen hatte, war die Heilung. Gottes heilende Hand berührte ihn, doch er vergalt Gott diese Wohltat nicht. Er antwortete nicht angemessen auf das Gute, das Gott in sein Leben gebracht hatte. In 2. Chronik 32,31 wird genauer erklärt, was geschehen war. Dort heißt es:

    „Als jedoch Boten aus Babel eintrafen und nach dem Wunder fragten, das im Land geschehen war, zog Gott sich von Hiskia zurück, um ihn auf die Probe zu stellen und zu sehen, wie es in seinem Herzen aussah.“

    Man kann Jesajas Bericht dazu in Jesaja 39 nachlesen. Dort heißt es: „Als der König von Babylon hörte, dass Hiskia krank gewesen und geheilt worden war, schickte er ihm Geschenke und einen Brief.“ Setzen wir nun diese Informationen zusammen. Es war bekannt, dass etwas Übernatürliches geschehen war. Der König von Babylon schickte Botschafter. „Ich will wissen, was es mit dieser unsichtbaren Hand, die sogar den Himmel bewegen und einen Menschen heilen kann, auf sich hat.“ Wenn man die Geschichte liest, erwähnte Hiskia den Botschaftern gegenüber Gott nicht ein einziges Mal. Er zeigte ihnen nur seinen Besitz. Er sagte: „Kommt und schaut euch meine Schätze an, meine Waffen und die Gewürze und die Gebäude. Schaut euch die Architektur an!“ Er sprach nur davon, wie großartig er selbst war. Er war kein zweitklassiger König. Er prahlte mit seinem Besitz und erwähnte Gott gar nicht.
    Dabei hätte Hiskia eine wichtige Rolle für die Bekehrung dieses babylonischen Königs zu dem einen, wahren Gott spielen können! Der König schickte seine Botschafter, weil er unbedingt wissen wollte, was hinter den übernatürlichen Ereignissen steckte. Hiskia hätte sagen können: „Ja, der Gott, dem wir dienen, ist der Gott, der den Himmel und die Sterne geschaffen hat, die ihr studiert, und die Sonne und den Mond, die ihr so genau beobachtet. Er hat sie mit eigenen Händen erschaffen und kann sie so lenken, wie er will. Der gleiche Gott, der den Kosmos lenkt, streckt sich zu uns aus und heilt und segnet uns. Er vergibt uns. Er interessiert sich für unser Leben. Du kannst ihn kennenlernen.“ Doch das tat Hiskia nicht.

    Wir „vergelten“ die Wohltaten von Heilung und Vergebung und Segen nicht, wenn wir Menschen nicht von dem erzählen, was Gott getan hat. Wir müssen den Mund aufmachen und anderen von Gottes Güte und Nähe und Macht und Barmherzigkeit erzählen. Wir müssen ihnen erzählen, wie Gott uns geholfen und unsere Gebete erhört hat, wie er die Menschen liebt und wie er seinen Sohn geschickt hat. Wir müssen es weitersagen!

    Ich hatte einmal einen Bekannten namens Demos Shakarian. Er war der Gründer von „Full Gospel Business Men’s Fellowship“, einer Vereinigung für christliche Geschäftsleute. Er lebt schon einige Jahre nicht mehr. Wir waren einige Male gemeinsam essen, aber ich würde ihn eher einen Bekannten als einen Freund nennen. Einmal erzählte er mir bei einem Essen die folgende Geschichte. Demos war ein legendärer Milchbauer. Er hatte Milchhöfe, bevor er seine Vereinigung für christliche Geschäftsleute gründete. Und er war bekannt dafür, dass er die besten Milchkühe im ganzen Bundesstaat hatte.
    Er hatte einfach ein Händchen dafür, immer die besten Kühe zu kaufen und obenauf zu sein. Mit den Zuchtbullen, die er kaufte, traf er immer ins Schwarze. Er war eine Legende, und viele andere Molkereikonzerne konnten nicht verstehen, warum dieser Mann so erfolgreich war. „Warum bekommt er immer die besten Bullen und Kühe? Wie schafft er eine solche Produktion?“
    Ein Geschäftsführer einer der anderen Molkereikonzerne rief Demos an und sagte: „Wir können uns das nicht erklären. Niemand macht alles so richtig wie du. Wie machst du das?“ Demos sagte: „Ich habe jemanden in meinem Team, der mich berät und mir sagt, welche Zuchtbullen und welche Kühe ich kaufen soll und woher. Ich kann das alles nur dieser Person in unserem Team zuschreiben. Absolut genial! Und ich würde ihn dir gern vorstellen.“
    Der andere Geschäftsführer sagte: „Wirklich?“ – „Ja.“ – Und der Geschäftsführer dachte zweifellos: „Ich werde diesen Mann kennenlernen, und dann werde ich ihm mehr Geld anbieten und wir werden ihn abwerben.“ Sie verabredeten sich also zum Mittagessen. Demos saß schon am Tisch, als der Geschäftsführer hereinkam, ihn begrüßte, sich zu ihm setzte und fragte: „Wo ist denn nun euer Mann?“ Demos sagte: „Er ist hier.“ – „Wie, ist er gerade austreten?“ – „Nein. Er ist hier am Tisch.“ – „Wie bitte?“ – Und Demos sagte: „Ja. Ich möchte dir den Heiligen Geist vorstellen.“
    „Der Heilige Geist führt mich und sagt mir immer, was ich tun soll.“ Dann erzählte er, wie er zum Glauben gekommen war und was es mit dem Heiligen Geist auf sich hat. Damit stellte er die Welt des anderen Mannes auf den Kopf. Genau das sollten wir auch tun: es anderen Menschen weitersagen und Gott die Ehre geben. Haben Sie sich für alles dankbar erwiesen, was Gott Ihnen Gutes getan hat? Manchmal haben wir ein sehr kurzes Gedächtnis.

    Als junger Christ besuchte ich eine kleine Pfingstkirche, und in den meisten Abendgottesdiensten gaben Menschen Zeugnis von Glaubenserlebnissen, von etwas, das Gott für sie getan hatte. Einmal – das werde ich nie vergessen – stand ein alter Mann auf. Ich habe diese Geschichte sicher schon einmal erzählt. Als Jugendlicher hatte er ein einschneidendes Erlebnis. Er hatte am Ufer eines Flusses mit starker Strömung Unsinn gemacht, war ausgerutscht und hineingefallen. Er konnte nicht schwimmen, und die Strömung zog ihn immer wieder unter Wasser. Er begriff, dass er ertrinken würde, denn er konnte ja nicht schwimmen und die Strömung hielt ihn unter Wasser. Und dann, so erzählte er, betete er von ganzem Herzen:
    „Gott, wenn du mich rettest, gehört mein Leben dir. Gott, wenn du mich rettest, werde ich für dich leben.“ Nun, stromabwärts hatte jemand seinen Sturz gesehen. Dort war eine Brücke, und der Zeuge kletterte an den Brückenpfeilern entlang und zog den Jungen aus dem Fluss. Er packte ihn an den Hosenträgern seines Overalls und zog ihn aus dem Wasser. – Und nun erzählte dieser alte Mann mit Tränen in den Augen von diesem Erlebnis und sagte: „Sobald ich wieder trocken war, vergaß ich mein Versprechen an Gott. Es dauerte über 30 Jahre, bis ich das Versprechen einlöste, das ich Gott gegeben hatte.“

    Liebe Freunde, geistlicher Gedächtnisverlust ist das Letzte, was man braucht, wenn es um die Dinge geht, die Gott für uns getan hat. Wir müssen unsere Versprechen an Gott halten und anderen von ihm weitersagen. Wir müssen Gott Ehre geben – und Hiskia tat das nicht. Er bestand diesen Test nicht, und das ist interessant. Es heißt, dass Gott sich von ihm zurückzog, um ihn auf die Probe zu stellen. Natürlich ist Gott überall. Doch das Gefühl, dass Gott gegenwärtig war, dass Gott ihn führte, dass Gott ihn befähigte – das nahm Gott Hiskia weg. Dadurch zeigte sich der wahre Zustand von Hiskias Herzen. – Gott kann uns ein gewisses Maß an Wohlstand und Erfolg geben, und dann tritt er zurück und schaut, was wir tun. Werden wir immer noch über ihn reden? Werden wir immer noch von seiner Barmherzigkeit und Güte weitererzählen? Oder vergessen wir ihn?

    Nein, wir sollten kein Kurzzeitgedächtnis haben. Und noch etwas anderes in dieser Geschichte fällt auf. Jesaja sagte zu Hiskia, dass er noch 15 Lebensjahre bekommen würde. Hiskia konnte rechnen und wusste, wann er sterben würde. Wie würden Sie leben, wenn Sie tatsächlich wüssten, wie viel Zeit Sie noch hätten? Wenn Sie wüssten, wann Sie den Planeten Erde verlassen müssen, wie würden Sie leben? Hiskia nutzte seine Zeit gut. In Sprüche 25,1 heißt es:

    „Es folgen noch mehr Sprüche Salomos, gesammelt von den Ratgebern Hiskias, des Königs von Juda.“

    Hiskia war derjenige, der alle Sprüche Salomos sammelte und ordnete, die wir heute in unserer Bibel haben. Er sammelte und ordnete auch viele Psalmen Davids und stellte sie zusammen. Tatsächlich gibt es irgendwo zwischen Psalm 120 und 134 ungefähr 10 anonyme Psalmen, die Hiskia selbst zuzuschreiben sind. Er wurde von Gott gebraucht, um einen Teil der Bibel zu schreiben. Wir haben ihm viel zu verdanken. Durch Hiskias Arbeit wurde das Alte Testament erhalten, geordnet und zusammengestellt.
    Tatsächlich kann man, wenn man die antiken Exemplare, die uralten Abschriften der hebräischen Heiligen Schrift anschaut, die Initialen „HZK“ als Anmerkung finden – die königliche Unterschrift von Hiskia. Ohne ihn hätten wir heute das Alte Testament nicht. Genau genommen vollendete Esra die Zusammenstellung des Alten Testaments, doch ohne Hiskia, der Gottes Wort so liebte, hätten wir es nicht. Ich würde sagen, Hiskia nutzte seine zusätzlichen 15 Lebensjahre gut. Er veränderte die Welt durch das, was er tat. Doch drei Jahre nach seiner Heilung bekam er auch einen Sohn, Manasse. Ich frage mich, ob Hiskia Gott um mehr Zeit gebeten hätte, wenn er gewusst hätte, wie der Junge sich entwickeln würde. Wir lesen in 2. Chronik 33,1 weiter:

    „Manasse war zwölf Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 55 Jahre in Jerusalem. Er tat, was dem Herrn missfiel, und ahmte die abscheulichen Praktiken der Völker nach, die der Herr vor den Israeliten vertrieben hatte.“

    Vers 9:

    „Manasse verleitete Juda und die Einwohner Jerusalems zu noch weit Schlimmerem als alles, was jene Völker getan hatten, die der Herr vernichtet hatte, als Israel das Land in Besitz nahm.“

    Gott hatte die heidnischen Völker aus dem verheißenen Land vertrieben. Er ließ seinen fein ausgeklügelten Zeitplan wirken, doch die Bosheit jener Völker war so groß geworden, dass Gott ihnen nicht erlauben konnte, so weiterzuleben wie bisher. An diesem Punkt vernichtete Gott sie, nicht nur, um Israel das Land zu geben, sondern aufgrund ihrer Bosheit.
    Hier verführte Manasse das Volk Gottes dazu, noch böser zu werden als die einstigen Bewohner des Landes. In 2. Chronik und in 2. Könige kann man einige der Dinge nachlesen, die er unternahm. Er ließ alle heidnischen Schreine wiederaufbauen, die sein Vater Hiskia hatte zerstören lassen. Die Reformen und der geistliche Aufbruch, die unter Hiskia stattgefunden hatten, kamen zum Stillstand, als dieser 12-Jährige König wurde.

    Die Bibel sagt uns, dass er die Sterne anbetete. Er stellte überall heidnische Götzenbilder auf, sogar im Haus Gottes. Er opferte einige seiner eigenen Kinder an dämonische Gottheiten und verbrannte sie bei lebendigem Leibe. Er praktizierte Zauberei und Hexerei. Es heißt über ihn, dass er Jerusalem von einem Ende bis ans andere mit unschuldigem Blut füllte. Der Mann richtete eine Inquisition ein und verübte einen Massenmord an allen Nachfolgern Gottes. In 2. Chronik 33 lesen wir ab Vers 10:

    „Immer wieder redete der Herr zu Manasse und seinem Volk, aber sie hörten nicht auf ihn. Schließlich schickte der Herr die Anführer des Heers des assyrischen Königs, und Manasse wurde gefangen genommen. Sie legten ihn in bronzene Ketten und brachten ihn nach Babel.“

    Wenn es heißt, dass Manasse in Ketten gelegt wurde, bedeutet das: Man zog ihm einen Ring durch die Nase und führte ihn dann an einer Kette, die an diesem Nasenring befestigt war. Er wurde als Gefangener weggeführt. In Vers 12 heißt es:

    „In dieser Notlage wandte sich Manasse an den Herrn, seinen Gott. Er betete demütig zum Gott seiner Vorfahren, und der Herr nahm sein Gebet an und erhörte sein Bitten. Deshalb ließ er Manasse nach Jerusalem, auf seinen Thron, zurückkehren. Da erkannte Manasse, dass der Herr allein Gott ist.“

    Ziemlich erstaunlich. Von diesem Punkt an, als er nach Jerusalem zurückkam und dort wieder als König regierte, arbeitete er den Rest seines Lebens daran, alles Böse rückgängig zu machen, das er zuvor getan hatte. Er ließ alle heidnischen Schreine zerstören und hielt ganz Juda dazu an, allein Gott anzubeten.
    Ich erwähne Manasse aus einem bestimmten Grund, nämlich für Eltern von aufsässigen Kindern. Vielleicht denken Sie: „Ich war nicht perfekt, aber ich habe mein Bestes getan.“ Sie wissen, dass Hiskia nicht perfekt war. Wir haben uns nicht alle seine Fehler angeschaut. Er hatte noch mehr Schwächen als den Hochmut, von dem die Bibel redet. Er machte auch in anderen Bereichen faule Kompromisse. Wir haben keine Zeit für alle diese Punkte.
    Viele Eltern denken: „Ich habe mein Bestes gegeben. Ja, wir haben Fehler gemacht. Wir haben versucht, unsere Kinder in Gottes Wegen zu erziehen. Aber wenn ich sie mir heute anschaue, ist es, als hätte der Teufel ihnen einen Ring durch die Nase gezogen und würde sie daran herumführen. Ihr Verhalten und ihre Werte, wie sie reden und leben, das alles reflektiert die verkehrte Kultur um uns herum statt die Wege Gottes, in denen sie erzogen wurden.“
    Manasse lebte wie der Teufel. Doch als er ganz unten war – und manchmal muss es so weit kommen –, in seiner dunklen Gefängniszelle, fiel ihm alles wieder ein: Dass er gesehen hatte, wie sein Vater Hiskia tränenüberströmt an seinem Bett kniete und für seine Familie betete. Wie sehr sein Vater Hiskia Gottes Wort liebte und ihn anbetete, und dass Gott bei ihm in allem an erster Stelle kam. Schon als kleiner Junge hatte er Gottes Wort gehört. Er wusste, dass sein Vater nicht perfekt war, aber er wusste auch, dass sein Vater Gott liebte.
    All das fiel ihm in der Finsternis seiner Gefängniszelle auf einen Schlag wieder ein, und er tat aus tiefstem Herzen Buße. Er sagte: „Gott, vergib mir!“ Und Gott erhörte sein Gebet und setzte ihn wieder als König ein. – Gott liebt Ihre Kinder mehr als Sie es tun. Er kann sie erreichen. Es gibt Hoffnung für Ihre Kinder.

    Lassen Sie mich zusammenfassen, was wir gelernt haben. Sieben Gedanken aus unseren Betrachtungen. Erstens: Gott kann sehr schnell dramatische Dinge tun, wenn wir es wagen, Schritte zu gehen und ihm gehorsam zu sein. Es mag einfach und für andere lächerlich erscheinen. Doch ich sage Ihnen: Gott kann dramatische Dinge sehr plötzlich tun, wenn er nur Menschen findet, die ihm gehorsam sind. Zweitens: Der Feind wird sich immer unseren Fortschritten in Gott entgegenstellen, doch wir werden gewinnen, wenn wir den Blick auf Gott gerichtet halten und beten.
    Drittens: Wir müssen den Mund aufmachen und anderen erzählen, was Gott uns alles Gutes getan hat. Jeder Einzelne von uns muss das tun. Wir müssen uns ein demütiges und dankbares Herz bewahren und uns den Wohlstand nicht zu Kopf steigen lassen. Wir haben besser kein kurzes Gedächtnis! Lassen Sie uns Gott loben und anderen sagen, was er getan hat.
    Viertens: Menschen haben einen freien Willen. Manasse hätte kein besseres Vorbild haben können als seinen Vater Hiskia; trotzdem kam er vom Weg ab. Als Eltern tun wir unser Bestes, um Leitplanken zu bauen. Und unsere Kinder werden im Heranwachsen ins Schleudern kommen, doch dann sollen sie an die Leitplanken der Wahrheit stoßen und nicht ganz von der Straße geraten. Aber trotz bester Anstrengungen haben manche erlebt, dass ihre Kinder vom Weg abgekommen sind.
    Es bringt nichts, sich fertig zu machen und zu sagen: „Ach, das hätte ich besser machen sollen. Ich hätte mehr tun sollen. Ich hätte mehr beten sollen. Dies und jenes habe ich versäumt.“ Nein. Verurteilung ist die Sprache des Teufels und der Treibsand des Teufels. Wenn Sie Buße tun müssen, dann tun Sie Buße. Aber denken Sie daran, dass Menschen einen freien Willen haben.
    Fünftens: Gott kann unsere Lieben retten, ganz gleich, wie schlimm alles aussieht. Dafür gibt es kein besseres Beispiel als Manasse. Gott rettete ihn. Sechstens: Wenn die Bekehrung eines Menschen echt ist, werden ihr Taten folgen. Johannes der Täufer sagte zu Israel: „Bringt Frucht, die der Buße würdig ist.“ Wenn die Buße und die Bekehrung echt sind, wird irgendwann dementsprechende Frucht folgen. Wenn aber keine Frucht folgt, ist es, glaube ich, zweifelhaft, ob es je eine Wurzel gegeben hat.
    Echter Glaube bringt Früchte. Echter Glaube bringt gute Werke hervor. Am Ende muss es so sein! Wenn unser Glaube echt ist, werden die Taten es bestätigen. Und schließlich: Ganz gleich, wie tief Sie gesunken sind – wenn Sie vor Gott demütig werden und seinem Sohn Jesus vertrauen, wird er Sie aus der Macht des Teufels befreien und Sie in den Sonnenschein seiner Gnade holen.

    Ich möchte Sie heute ermutigen: „Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Denke an ihn, was immer du tust, dann wird er dir den richtigen Weg zeigen.“ Gott wird Sie befähigen. Er wird Ihnen den Weg zeigen, den Sie gehen sollen, und er wird die Hindernisse beseitigen.
    Liebe Freunde, bevor ich schließe, möchte ich Ihnen noch sagen: Gott kennt Sie und Gott liebt Sie. Er sieht Sie. Er kennt Ihre Umstände und Ihre Situation. Sie können damit rechnen, dass er Ihnen hilft, ihn zu suchen, und Sie werden ihn finden. Suchen Sie ihn von ganzem Herzen.
    Am Ende bleibt mir nur, denen zu danken, die uns unterstützen und uns helfen, diese Ermutigung noch weiteren Menschen zu bringen. Wenn Sie ermutigt worden sind, denken Sie doch mal darüber nach, uns zu helfen, diese Ermutigung auch anderen Menschen auf der Welt zu bringen. – Möge Gott Sie reichlich segnen. Bis zum nächsten Mal!

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