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Gut oder Böse: Wofür entscheidest du dich? (1)

Wenn du vom Teufel angegriffen wirst, musst du dich entscheiden: Hältst du an Gott fest oder gibst du auf und lässt den Feind gewinnen? Entdecke heute am Beispiel des Königs Hiskia aus dem Alten Testament, wie du inmitten heftiger Angriffe mutigen Glauben zeigen kannst und Gott dich von der Macht des Bösen befreit!

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  • Liebe Freunde, Gott kann sehr schnell alles ändern. Wir können plötzlich einen geistlichen Aufbruch erleben, wenn Männer und Frauen für die Wahrheit aufstehen, so wie Hiskia. Vielleicht haben Sie Verwandte, die bisher Gott gehasst haben und nichts mit Kirche oder Christsein zu tun haben wollten – und plötzlich begegnet ihnen Gott und sie werden in Gottes Reich hineingezogen. Ich glaube, wir sollten uns auf eine Zeit des „sehr schnell“ einstellen.

    Ich hoffe, Sie sind bereit für Gottes Wort, denn ich möchte Ihnen weitergeben, was Gott mir für heute aufs Herz gelegt hat. Wenn Gott zu uns spricht, spricht er zu unseren Herzen, und das kann alles verändern.

    Vater im Himmel, wir als dein Volk laden dich ein, in uns zu wirken – in uns als Gemeinschaft und in uns als Einzelne. Wir wissen, dass du uns siehst. Du kennst unsere Umstände. Du kennst den Weg, der vor uns liegt. Du kennst unsere Vergangenheit. Wir bitten dich, Herr: Sprich heute durch den Heiligen Geist durch dein Wort zu uns. Wir wollen uns mit allem, was wir sind, vollkommen auf dich konzentrieren, mit Geist, Seele und Körper. Bitte lehre uns. Schenke uns Weisheit und Erkenntnis und lass uns die Wahrheit sehen. Lieber Vater, wir wollen dein Wort nicht nur hören oder gut finden, sondern wir wollen es tun. Herr Jesus, wir beten, dass du in allem verherrlicht wirst. Amen.

    Bei uns in Cottonwood läuft gerade eine Reihe mit dem Thema „Propheten, Könige und Königinnen“. Wir betrachten einige Propheten, Könige und Königinnen aus der Bibel und schauen, was wir aus ihrem Leben lernen können. Letztes Mal haben wir über König Joschafat gesprochen. Er war ein Mann, der Fehler hatte, aber er liebte Gott. Er war einer der Könige im Südreich Juda.
    Unter Salomos Sohn Rehabeam hatte sich das Land Israel gespalten. Er hatte da weitergemacht, wo sein Vater am Ende seines Lebens in seinem geistlichen Verfall aufgehört hatte. Er legte dem Volk zu hohe Steuern auf und unterdrückte es. Deshalb sagten 10 Stämme zu König Rehabeam: „Du sollst nicht mehr unser König sein. Wir gehören nicht mehr zu deinem Königreich.“ Und sie ernannten Samaria im Norden zu ihrer neuen Hauptstadt.
    Diese 10 Stämme mit der Hauptstadt Samaria bildeten von da an das Reich Israel. Die anderen zwei Stämme mit der Hauptstadt Jerusalem waren das Reich Juda. Israel im Norden, Juda im Süden. Über die nächsten 200 Jahre, bis zur assyrischen Gefangenschaft, hatte das Nordreich 19 Könige. Kein einziger von ihnen diente Gott. Kein einziger von ihnen liebte Gott.
    Und sie verfielen mehr oder weniger komplett dem Götzendienst. Das Südreich Juda bestand 130 Jahre länger als das Nordreich. Am Ende wurde auch das Südreich Juda von Babylon erobert und das Volk in die Gefangenschaft geführt. Die babylonische Gefangenschaft dauerte etwas über 70 Jahre.
    Das Südreich Juda hatte in seiner Geschichte acht gute Könige, acht Männer, die Gott liebten und ihr Bestes taten, um das Volk zurück zu Gott zu führen. Einer dieser guten Könige, den wir uns heute anschauen wollen, war Hiskia. Seine Hingabe an Gott war fast beispiellos in der Bibel. Dieser Mann liebte Gott, diente Gott und vertraute Gott von ganzem Herzen und ganzer Seele. Das ist erstaunlich, wenn man sich den Zustand anschaut, in dem er sein Königreich geerbt hatte.
    Sein Vater Ahas war ein Götzendiener. Er tat das Gleiche, was das Nordreich getan hatte. Er errichtete heidnische Schreine. Er vernagelte die Türen zu Gottes Haus – er füllte den Tempel mit Müll und vernagelte die Türen. Er verbrannte sogar einen von Hiskias Brüdern als Opfer für eine dämonische Gottheit. Damals hatten die Assyrer das Nordreich Israel fast komplett eingenommen. Und nun war das Südreich Juda wegen der Sünden von Hiskias Vater und vorangegangenen Generationen ebenfalls ein Vasall der Assyrer. Es war nicht ganz so schlimm wie im Norden, doch sie waren Untertanen der Assyrer. Und dann wurde Hiskia König. Er war erst 25 Jahre alt. Das Königreich, das er geerbt hatte, war eine Katastrophe. Die Lage war düster. Der Zustand war schlecht. Überall herrschte das Böse. Das Volk steckte in Schwierigkeiten. Und nun steigen wir in 2. Chronik 29,1 in die Geschichte ein:

    „Hiskia war 25 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 29 Jahre in Jerusalem. Seine Mutter war Abi, die Tochter Secharjas. Er tat, was dem Herrn gefiel, so wie sein Stammvater David. Gleich im ersten Monat seines ersten Amtsjahres ließ Hiskia die Türen vom Haus des Herrn wieder aufschließen und setzte sie instand.“

    Er vergeudete keine Zeit und machte sich an die Arbeit. Als Erstes öffnete er Gottes Haus. Dann führte er wieder den Gottesdienst für Gottes Volk ein. Er entfachte eine neue Ehrfurcht für die heiligen Schriften. Er setzte die Priesterschaft und den Opferdienst wieder ein. Die Menschen begannen wieder zu singen; Hiskia ließ sie wieder die Psalmen Davids singen. Dieser Mann liebte das Wort Gottes. Und mit Hiskia am Steuer dauerte es nicht lange, bevor Juda sich wieder in Ehrfurcht, Unterordnung und Demut vor Gott beugte. Juda erlebte eine Erweckung. Wir lesen darüber in 2. Chronik 29,36:

    „Und Hiskia und das ganze Volk freuten sich sehr über das, was Gott für das Volk getan hatte, denn alles war sehr schnell gelungen.“

    Sehr schnell oder auch plötzlich. Gott ist ein Gott, der plötzlich handeln kann. Er hat einen langen Atem, aber manche Dinge tut er plötzlich. Hier befand sich das ganze Königreich in Finsternis. Die Dinge standen schlecht. Hiskia hatte ein boshaftes Regime geerbt. Doch plötzlich bringt Gott einen geistlichen Aufbruch in das Volk. Ich weiß, dass wir in einer dunklen Zeit leben. Viele Dinge, die unsere gegenwärtige Regierung und Kultur vertreten, sind das ganze Gegenteil vom Willen Gottes. Manche Dinge in unserem Bundesstaat, manches, was unsere Politiker vertreten, kann einem den Magen umdrehen, wenn man darüber nachdenkt. Doch liebe Freunde, Gott kann sehr schnell alles ändern.
    Wir können plötzlich einen geistlichen Aufbruch erleben, wenn Männer und Frauen für die Wahrheit aufstehen, so wie Hiskia. Vielleicht haben Sie Verwandte, die bisher Gott gehasst haben und nichts mit Kirche oder Christsein zu tun haben wollten – und plötzlich begegnet ihnen Gott und sie werden in Gottes Reich hineingezogen. Ich glaube, wir sollten uns auf eine Zeit des „sehr schnell“ einstellen. Gott hatte das Volk vorbereitet, heißt es in einer Bibelübersetzung. Ich glaube, dass Gott die Menschen vorbereitet, und wir werden erstaunliche Dinge erleben, und manches davon sehr schnell.

    Zunächst war die Erweckung räumlich begrenzt, sie fand nur in Juda statt. Hiskia war erst 25. Er wusste nicht, dass „man“ manche Dinge nicht tut – und in seinem Fall war das gut. Er war wie die meisten 25-Jährigen, die einfach nicht ihre Grenzen kennen. Hiskia rief alle religiösen Leiter zusammen und sagte: „Ich habe gebetet und Gott hat zu mir gesprochen.“ – „Tatsächlich? Was hat er denn gesagt?“ – „Wir sollen das Passahfest wieder einsetzen. Wir haben schon ewig kein Passahfest mehr gefeiert. Und ich werde alle Stämme im Nordreich dazu einladen.“ Das haute die religiösen Leiter um. Und als sie sich wieder gefasst hatten, sagten sie: „Sind Hoheit sich sicher, dass Gott das gesagt hat?“ Überlegen Sie mal: Zu der Zeit waren Nord- und Südreich schon 200 Jahre voneinander getrennt. Der Norden war ganz dem Götzendienst verfallen. Seit 200 Jahren gab es Blutvergießen zwischen Juda und Israel. 200 Jahre voller Misstrauen und tief verwurzelter Angst.
    Zu der Zeit hatten die Assyrer, die Aggressoren, einen großen Teil des Nordreichs und Samaria eingenommen. Es stand kurz vor dem völligen Zusammenbruch. Viele Einwohner waren bereits in die Gefangenschaft weggeführt worden. Ein großer Teil des Nordens war von den Assyrern besetztes Gebiet. Das konnte doch niemals funktionieren! Es war ein unmöglicher Traum. Der Plan war einfach zu groß und fantastisch.
    Die religiösen Leiter sagten vielleicht etwas wie: „Hoheit, das ist eine großartige Idee, aber die Fakten …“ – „Die Fakten sind mir egal. Gott hat es mir so gesagt.“ – „Aber Hoheit verstehen nicht … das geht einfach nicht, aus Grund X, Y und Z.“ Und Hiskia sagte: „Grund X, Y und Z sind mir egal. Gott hat es mir gesagt, und wir machen es.“ – „Okay, aber wie soll das gehen?“ Hiskia erklärte: „Gott hat mir einen Plan gegeben.“ – „Und wie sieht der Plan aus, Hoheit?“ – „Ich schreibe einen Brief und lade sie ein.“ – „Ihr schreibt einen Brief und ladet sie ein? Das ist euer Plan?“ „Ja, das ist mein Plan.“
    Verrückt, wenn man darüber nachdenkt. Der Brief, der mit Boten zu allen Stämmen im Nordreich geschickt worden war, besagte mehr oder weniger: „Tut Buße.“ Es war kein freundlicher Brief. Er sagte: „Tut Buße und kehrt zu Gott um. Kommt nach Jerusalem und feiert das Passahfest.“ Doch am Ende des Briefes setzte Hiskia noch etwas hinzu, 2. Chronik 30,9:

    „Wenn ihr wieder zum Herrn zurückkehrt, werden die Eroberer euren Brüdern und Kindern gnädig sein, und sie werden in dieses Land zurückkehren dürfen. Denn der Herr, euer Gott, ist gnädig und barmherzig. Wenn ihr zu ihm zurückkehrt, wird er euch nicht abweisen.“

    Hiskia, so etwas kannst du doch nicht sagen! Die Unterdrücker werden sie freilassen? Wie kannst du so etwas sagen? Du sagst diesen Menschen, wenn sie Buße tun, zu Gott zurückkehren und zum Passahfest kommen, wird Gott die Assyrer dazu bewegen, ihre Gefangenen freizulassen, sodass diese in ihre Heimat zurückkehren können? Hiskia, bist du wahnsinnig?

    Ich glaube, einer der Gründe, warum wir heute in unseren Gemeinden nicht die Ergebnisse sehen, die wir sehen wollen, ist, dass die Pastoren und die Christen Angst haben, so kühne Aussagen zu treffen. Ich sage Ihnen etwas. Ganz gleich, wie sehr Sie in unsichtbaren Fesseln und Ketten gefangen sind, wie schwer oder wie lange Sie schon unter Ihrer Sucht leiden: Jesus Christus kann Sie jetzt befreien. Er kann Ihrer Seele Frieden bringen. Er kann Ihre Familie wiederherstellen. Er kann Ihren Körper heilen. Er kann Ihr Leben völlig umkrempeln. Und Jesus muss nicht nach einem „Ratenzahlungsplan“ vorgehen, sondern er kann es jetzt tun. Er ist mächtig. Er ist barmherzig. Er ist derselbe gestern, heute und für immer. Das ist der Herr, dem wir dienen. – Lesen wir Hiskias Geschichte weiter ab Vers 10:

    „Die Boten zogen von Stadt zu Stadt durch Ephraim und Manasse, bis nach Sebulon. Doch die meisten Menschen lachten nur über sie und verhöhnten sie.“

    Es wird immer Menschen geben, die lachen und spotten, doch als Nächstes kommt ein „Trotzdem“. Lesen wir, was passiert:

    „Lediglich einige Leute aus Asser und Manasse und Sebulon zeigten Reue und zogen nach Jerusalem. Zur gleichen Zeit legte Gott seine Hand auf das Volk von Juda und weckte in den Menschen den gemeinsamen Wunsch, dem Befehl des Königs und seiner Männer zu folgen, wie es dem Wort des Herrn entsprach.“

    Erst jetzt wird Hiskias Brief als „Wort des Herrn“ bezeichnet. Zuvor dachten sie, es wären nur die Worte irgendeines jungen Königs mit einer großen Klappe, der nach den Sternen greift. Doch jetzt begreifen sie, dass Gott von Anfang an dahintersteckte. Manche Menschen werden nie begreifen, dass Gott hinter manchen Dingen steckt, bis sie hinterher dastehen und sagen: „Wow, da hat Gott an ihm oder an ihr gehandelt. Das war Gott!“

    In den frühen Anfangszeiten unserer Gemeinde waren wir an einem richtig guten Sonntag vielleicht 62, 63 Besucher. Aber nur, wenn wir alle schwangeren Frauen doppelt zählten – und natürlich zählten wir die Blindenhunde auch mit! Da gab Gott mir eine Idee. Wir entwarfen Türanhänger. Gott gab mir einen Plan, und ich erzählte es allen. Manche lachten und sagten: „Das ist doch dumm. Türanhänger?“ Doch wir machten die Türanhänger, und darauf standen Dinge wie: „Sind Sie bedrückt?“ Und eine Verheißung aus der Bibel, wie Gott uns aus Bedrückung befreien kann.
    „Brauchen Sie Frieden? Haben Sie Sorgen? Gott hat Frieden versprochen“, und eine kühne Verheißung Gottes. „Sind Sie krank? Hier ist eine kühne Verheißung über Heilung. Wissen Sie nicht mehr weiter? Hier ist eine Verheißung, dass Gott Ihnen Weisheit geben wird.“ Und unten am Türanhänger war ein kleines Kärtchen, das man abschneiden und einsenden konnte, und dann bekam man eine Kassette zum Thema „Freiheit von Angst“.
    Einige von uns verteilten diese Türanhänger in der Nachbarschaft. Und allein durch diese Aktion mit den Türanhängern kamen 50 neue Familien in unsere Gemeinde. Das mag sich nicht nach viel anhören, aber wenn in einer Gemeinde mit 62 oder 63 Gottesdienstbesuchern plötzlich 50 neue Familien auftauchen? Freunde, wenn Gott Türanhängern sein Leben einhauchen kann, dann ganz gewiss auch einem Brief von einem 25-jährigen König. Wenn Gott etwas Leben einhaucht, bekommt es neues Leben!

    Da war Hiskia und ging in Anwesenheit aller religiösen Leiter in seinem Palast auf und ab. Sie sagten: „Hoheit, das war von vornherein eine verrückte Idee. Ihr hättet euch nicht so viel Hoffnung machen sollen. Es war ein wilder Traum. Ihr hättet das nicht machen sollen.“ Manche Ratsherren sagten vielleicht: „Und außerdem war es sowieso gegen die Stadtverordnungen. So viele Leute können wir gar nicht unterbringen, selbst wenn sie kämen. Einen solchen Brief hätten Hoheit niemals schreiben dürfen!“
    Und Hiskia ging auf und ab und alle folgten ihm und redeten auf ihn ein … Doch plötzlich kam ein Diener und sagte: „Hoheit, ich glaube, da gibt es etwas, das Ihr sehen solltet!“ Er zeigte zum Balkon, von dem aus man einen Blick über den Platz vor dem Palast hatte. Hiskia ging hin und zog den Vorhang zurück – und draußen auf dem Platz stand ein Meer aus Menschen, die sich umarmten und Gott lobten und weinten. 100.000 Juden waren in die Stadt gekommen.

    Sie befanden sich mitten in einem enormen Handeln Gottes. Hunderttausende Menschen wurden von Gott berührt. Mit einem 25-jährigen König und unter den schlimmsten Umständen, in kultureller und geistlicher Finsternis, tut Gott etwas Erstaunliches – und es geht noch weiter.
    In 2. Chronik 31,20-21 heißt es:

    „So sorgte Hiskia für die Verteilung in ganz Juda und tat damit, was dem Herrn, seinem Gott, gefiel und gut war in seinen Augen. In allem, was er für das Haus Gottes tat, und in seinem aufrichtigen Bemühen, das Gesetz und die Gebote zu halten, suchte Hiskia seinen Gott von ganzem Herzen. Und ihm glückte alles, was er unternahm.“

    Gleich als Nächstes lesen wir in 2. Chronik 32,1: „Nachdem Hiskia sein Werk treu zu Ende geführt hatte, segnete Gott ihn noch mehr und er lebte glücklich bis ans Ende seiner Tage.“ Das steht natürlich nicht da.

    „Nachdem Hiskia sein Werk treu zu Ende geführt hatte, fiel Sanherib, der König von Assyrien, in Juda ein. Er belagerte die Festungsstädte und versuchte, sie zu erobern.“

    Wenn wir den Bericht im Buch Könige lesen, sehen wir, dass Sanherib genau das tat. Er eroberte alle befestigten Städte Judas, und dann zog er gegen Jerusalem ins Feld. Liebe Freunde, nach Siegen sollten wir noch mehr Kämpfe erwarten. Wenn wir in Gottes Sache Fortschritte machen, dann nicht ohne Widerstand vom Feind.

    Jesus war auf dem Berg der Verklärung. Die Herrlichkeit Gottes zeigte sich und Gott sprach. Und was geschah als Nächstes? Jesus stieg hinunter ins Tal und begegnete einem Jungen, der von einem Dämonen besessen war. Jesus ging direkt von der Gegenwart Gottes zu einer Auseinandersetzung mit dem Teufel. Jesus sagte: „Wenn das Wort Gottes ausgesät wird, kommt sofort der Satan, um es zu stehlen. Er bringt Anfechtung und Verfolgung und Sorge und die Verlockung anderer Dinge.“ Der Teufel benutzt all das sofort, um Gottes Wort zu ersticken.

    Als sehr junger Christ hatte ich mich mit einigen Freunden verabredet, um zu einer kleinen Evangelisationsveranstaltung in der Stadt zu gehen. Als die Freunde mich abholen wollten – keine Ahnung, was los war – fühlte ich mich, als hätte mich ein Bus überfahren. Sie klopften und kamen in mein Zimmer, und ich sagte: „Ich kann nicht mitkommen!“
    Aber eine der jungen Frauen – das werde ich nie vergessen – packte mich am Arm, zerrte mich aus dem Bett und auf den Boden und sagte: „Bayless, du kommst mit!“ Ich sagte: „Ich fühle mich zwar nicht danach, aber okay.“ Und ich werde diesen Abend nie vergessen. Der Evangelist predigte über das Gleichnis vom Sämann, und das veränderte mein Leben. Bis heute ist das die vielleicht bedeutsamste Predigt, die ich überhaupt je von irgendeinem Prediger gehört habe. Sie veränderte den ganzen Kurs meines Lebens.
    Ich lernte, wie wichtig Gottes Wort ist, wie es in unser Leben ausgesät wird, wie es sich dann auswirkt und wie sehr der Teufel dagegen ankämpft. Und wissen Sie was? Es gab Widerstand. Wenn man auf Gottes Weg vorangehen will, wird es Widerstände geben.
    Manche von Ihnen erinnern sich noch an unser altes Gemeindezentrum mit dem großen Gelände in der Sausalito Street.
    Eines Tages kam der Chef einer der Baufirmen, die daran arbeiteten, zu uns. Er war kein Christ, aber er sagte: „Könnt ihr mir bitte erklären, was hier los ist? Ich bin schon lange in der Baubranche, aber ich habe noch nie solche Widerstände erlebt. Die Brandschutzbehörde ist gegen uns. Stadtbeamte arbeiten gegen uns, und es gibt keinen logischen Grund für ihren Widerstand. Ich habe gute Baumaschinen, aber ständig geht irgendetwas kaputt.“ Und dieser Mann, der kein Christ war, sagte: „Es ist so, als will irgendeine unsichtbare Macht nicht, dass dieses Gemeindezentrum gebaut wird.“
    Ich antwortete: „Ja, diese Macht gibt es.“ Wir beteten und jene unsichtbare Macht zog sich zurück, und das Projekt wurde fertiggestellt. Wenn wir heute in diesem schönen Raum sitzen auf diesem wunderbaren Gelände – ganz gleich, wo Sie gerade auf dem Gelände sind – das alles ist nicht ohne Widerstände entstanden. Erst haben wir den Grund und Boden gekauft und dann gründlich die Pläne ausgearbeitet. Doch plötzlich stellte sich die Stadtentwicklungsbehörde dagegen und sagte: „Wir enteignen euch und verkaufen es an ein großes Handelsunternehmen.“ Das ist ein Missbrauch dieses Gesetzes, denn der Zweck war kein öffentliches Interesse, wie es das Enteignungsrecht eigentlich vorsieht.
    Wenn man einen Stausee oder eine Autobahn bauen will und eine Privatimmobilie betroffen, das ist eine Sache. Aber ein Verkauf an ein Handelsunternehmen, das ist etwas komplett anderes. Wir gingen vor Gericht – manche von Ihnen haben das miterlebt – und das Ganze zog sich über Jahre hin. Die Stadtentwicklungsbehörde engagierte eine PR-Agentur, um unsere Gemeinde in den Schmutz zu ziehen, und das gelang ihnen auch.
    Die Lokalpresse berichtete jahrelang nur schlecht über uns. Sie taten alles, um die öffentliche Meinung gegen uns zu drehen. Wir beteten, und dann engagierten wir einen Mediator. Er arbeitete mit Organisationen und brachte die Beteiligten zusammen, damit alle Stimmen in einer Sache gehört wurden. Er organisierte also ein Treffen, auf dem die Bürger etwas anderes zu hören bekamen als das, was die Gegenseite von sich gab. Und der Mediator kam zu mir und sagte: „Bayless, ich mache diese Arbeit schon lange Zeit und habe wirklich schwierige Situationen erlebt. Meistens kommt es mir vor, als würde ich gegen den Strom schwimmen. Aber bei euch habe ich das Gefühl, ich schwimme einen Wasserfall hinauf!“ Dieser wunderbare Mann war kein Christ, aber er war gläubiger Jude, und er sagte: „Der Teufel will nicht, dass diese Gemeinde gebaut wird – aber wir werden erreichen, dass sie gebaut wird!“

    Nach diesen treuen Taten Hiskias taucht der Teufel auf. Sanherib kommt und wirft sofort ein Auge auf Jerusalem. Er will die Stadt zerstören und die Menschen versklaven. Der Teufel will nicht, dass wir Erfolg haben. In 2. Chronik 32 lesen wir ab Vers 20:

    „Da beteten König Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn von Amoz, deswegen und flehten den Himmel an. Und der Herr schickte einen Engel, der das Heer im Lager des Königs von Assur mit all seinen Befehlshabern und Obersten vernichtete. Und Sanherib musste gedemütigt den Rückzug in sein eigenes Land antreten. Als er dort den Tempel seines Gottes betrat, brachten ihn seine eigenen Söhne mit dem Schwert um. Auf diese Weise hat der Herr Hiskia und die Einwohner Jerusalems vor König Sanherib von Assyrien und vor allen anderen gerettet. Schließlich herrschte im ganzen Land Frieden. Von nun an genoss Hiskia, der König von Juda, die Hochachtung aller Völker, und es trafen viele Gaben für den Herrn und wertvolle Geschenke für Hiskia in Jerusalem ein.“

    Wer findet das wunderbar? Ja, es ist wunderbar. Doch gleich als Nächstes lesen wir in Vers 24:

    „Zu dieser Zeit befiel Hiskia eine tödliche Krankheit. Er betete zum Herrn, und dieser erhörte ihn und tat ein Wunder an ihm.“

    „Zu dieser Zeit“ – zu welcher Zeit? Als sie den Sieg und die Befreiung feierten. Als alles mit Schwung voranging. Als Gott seine starke Hand gezeigt hatte und viele Dinge passiert waren. Und nun war Hiskia plötzlich krank und lag im Sterben. Manchmal kommen wir vom Regen in die Traufe. Wir haben einen sehr sturen Feind. Er gibt nicht so leicht auf. Wir müssen nur sturer sein als er.

    Bevor ich schließe, möchte ich Ihnen noch sagen: Gott liebt Sie. Ich hoffe, Sie wissen das. Sie sind für ihn keine Nummer auf einer endlosen Liste. Sie sind keine gesichtslose Person in einer Menschenmenge. Er kennt Sie persönlich und bis ins Innerste. Er kennt Ihre Situation und möchte Ihnen helfen. Er liebt Sie mehr, als Sie überhaupt begreifen können. Ich bete, dass Sie ihm noch heute Ihr Vertrauen schenken.
    Und zum Schluss möchte ich sagen: Wenn unsere Sendungen Ihnen helfen, dann überlegen Sie doch mal, ob Sie unsere Arbeit unterstützen wollen. Der größte Teil unserer Fernseharbeit findet nicht in den USA statt, sondern international. Wir produzieren unsere Sendungen in unterschiedlichen Sprachen auf der ganzen Welt, um vielen Menschen das Anschauen dieser Sendungen in ihrer Sprache zu ermöglichen. Das können wir nur, weil Menschen für uns beten und uns unterstützen. Vielleicht möchten auch Sie uns dabei helfen.
    Ich wünsch‘ Ihnen Gottes Segen!

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