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Finde deine göttliche Bestimmung! (2)

Gottes hält seinen Willen nicht vor dir versteckt. Im Gegenteil, in der Bibel hat er offenbart, wie du seinen Willen für dein Leben erkennen und umsetzen kannst. Bayless Conley geht in dieser Predigt auf zwei wichtige Voraussetzungen ein, damit du in deiner göttlichen Bestimmung lebst. Los geht´s!

Ich freue mich sehr, dass Sie heute dabei sind! Schnallen Sie sich an und setzen Sie Ihren Sturzhelm auf. Wir werden zusammen anhand von Gottes Wort herausfinden, wie wir Gottes Willen entsprechend leben können. Ja, wir können Gottes Bestimmung erkennen. Garantiert. In der heutigen Predigt wird es einige Punkte geben, die Sie mitten ins Herz treffen werden. Und Gott wird Sie dadurch ansprechen, wenn Sie offen dafür sind. Also machen Sie sich bereit.

Der Apostel Paulus schrieb etwas sehr Aufschlussreiches an die Gemeinde in Ephesus. Wir finden es in Epheser 5, und es hat mit Gottes Willen zu tun. Es galt für die Christen damals und es gilt für uns heute. Epheser 5 ab Vers 15:
„Seht nun genau zu, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise! Kauft die rechte Zeit aus! Denn die Tage sind böse. Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist!“

Paulus schrieb den Christen durch den Heiligen Geist, dass sie verstehen sollten, was der Wille Gottes ist. Das bedeutet, dass Gott einen Willen für uns als Gemeinschaft hat, als Leib Christi insgesamt und als Ortsgemeinde, und auch für uns als einzelne Mitglieder am Leib Christi. Er würde nicht sagen: „Versteht, was Gottes Wille ist“, dann aber seinen Willen vor uns verbergen. Das wäre nicht nur unfair, das wäre grausam. Und wie könnte Gott uns für Dinge zur Verantwortung ziehen, wenn er uns nie seinen Willen offenbart hat?

Als Fortsetzung vom letzten Mal werden wir heute aus einem interessanten Winkel auf diese Frage schauen. Denn ich kenne viele Christen, die fast in Panik geraten und fragen: „Wie kann ich Gottes Willen erkennen? Was ist meine Bestimmung? Woher soll ich wissen, was ich mit meinem Leben anfangen soll?“ Und ja, Gott hat individuelle Pläne für Sie. Manche Christen fragen sich: „Welchen Beruf soll ich ergreifen? Wen soll ich heiraten?“ All das ist sehr, sehr wichtig. All das fällt unter Gottes Willen.
Aber in der Bibel werden einige konkrete Dinge genannt, die Gott als seinen Willen für jeden Glaubenden bezeichnet. Sie sind der offenbarte, der bekannte Wille Gottes. Diese Dinge müssen wir zuerst lernen und tun.
Und dann gibt es den unbekannten Willen Gottes: „Soll ich diese Person heiraten? Soll ich diese Arbeitsstelle antreten?“ und so weiter. Ganz gleich, was es ist. Auf diese Dinge können wir uns konzentrieren. Aber wenn ich nicht bereit bin, den bekannten und offenbarten Willen Gottes zu tun, warum sollte ich dann erwarten, dass Gott mir offenbart, was unbekannt und gegenwärtig ist?

Es gibt also einige sehr konkrete Dinge, von denen Gott in seinem Wort sagt, dass sie sein Wille sind.

Beim letzten Mal haben wir uns Markus 3 angeschaut. Jesus war in einem Haus, umringt von Menschen. Er lehrte sie Gottes Wort. Inzwischen kam seine Familie; seine Mutter und Brüder standen draußen. Sie hatten gehört, dass Jesus zu viel arbeitet und deswegen mental angeknackst ist, und sie wollten ihn mit nach Hause nehmen, damit er sich ausruht. Also schickten sie jemanden hinein, der Jesus holen sollte. Und jemand sagte zu ihm: „Hey, deine Mutter und Brüder sind draußen. Sie wollen mit dir reden.“ Jesus erwiderte: „Wer sind meine Mutter, Brüder und Schwestern?“ Und dann schaute er sich unter denjenigen um, die um ihn herum saßen, und sagte: „Das sind meine Mutter, meine Brüder und Schwestern – jeder, der den Willen Gottes tut.“ Sie saßen ihm zu Füßen und hörten zu, als er lehrte. Und Jesus sagte, das entspräche Gottes Willen.

Und auch wir, wenn wir stille, unabgelenkte Zeit betend mit Gottes Wort verbringen, tun wir den Willen Gottes. Nehmen Sie sich Zeit zum Bibellesen, liebe Freunde. Lesen Sie, denken Sie darüber nach, meditieren Sie darüber, studieren Sie es. Das ist Gottes Wille.
Und dann schauen Sie sich an, was Paulus an die Korinther schrieb. Er versuchte sie zu ermutigen, indem er ihnen die mazedonischen Christen vor Augen hielt, die aus der Stadt Philippi, und was sie als Beispiel für Gottes Willen taten: „Schaut euch diese mazedonischen Christen an. Sie machen gerade schwere Zeiten durch.“ Es gab großen Mangel dort, und dennoch spendeten sie mehr als großzügig über das hinaus, was sie eigentlich konnten. Das taten sie freiwillig. Paulus schreibt. „Zuerst gaben sie sich Gott hin und dann uns durch Gottes Willen.“

Letztes Mal haben wir uns noch einen zweiten Punkt ausführlich angeschaut. Es ist Gottes Wille, dass wir uns zuerst ganz ihm hingeben. Nicht nur halbherzig: „Okay, Herr, ich gehöre dir sonntags für zwei oder drei Stunden, aber der Rest der Woche gehört mir.“
Nein. Geben Sie sich ganz Gott hin, und dann geben Sie sich in eine Arbeit, die Gott durch sein Volk tut. Geben Sie sich in eine Arbeit, die Gott durch seine Gemeinde vor Ort tut. Die mazedonischen Christen gaben sich durch Gottes Willen ganz dem Herrn hin und an die missionarische Arbeit, die der Apostel Paulus tat. Sie unterstützten seine Arbeit.
Wir lesen im Philipperbrief davon, den Paulus an sie schrieb. Er sagte: „Ihr habt mir mehrmals Hilfe zukommen lassen. Nicht, weil ich etwas von euch haben will, sondern weil ich mir wünsche, dass ihr den verdienten Lohn für eure Freundlichkeit bekommt.“
Alle Menschen, die Paulus für Jesus gewonnen hatte, alle Wunder, die geschehen waren, jedes Leben, das durch seinen Dienst verändert wurde – das war die Frucht, für die sie ihren verdienten Lohn bekommen sollten. Sie hatten sich selbst, ihre Zeit und buchstäblich ihren Schatz gegeben, um Paulus in seiner Arbeit zu unterstützen. Und das ist auch für uns Gottes Wille.

Kommen wir zu einem dritten Aspekt, der Gottes Wille für jeden Christen zeigt. Ich werde das aus der Neues-Leben-Übersetzung vorlesen, nämlich Epheser 6,5-8. Andere Übersetzungen sind auch gut, aber die hier hat mir in ihrer Schlichtheit besonders gut gefallen. Hören Sie einfach zu. Ab Epheser 6,5 heißt es da:

„Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als dem Christus; nicht mit Augendienerei, als Menschengefällige, sondern als Sklaven Christi, indem ihr den Willen Gottes von Herzen tut! Dient mit Gutwilligkeit als dem Herrn und nicht den Menschen! Ihr wisst doch, dass jeder, der Gutes tut, dies vom Herrn empfangen wird, er sei Sklave oder Freier.“

Okay, drittens: Gottes Wille ist es, dass Sie sich mit ganzem Einsatz in Ihren Beruf einbringen. Arbeiten Sie, als sei Jesus Ihr Chef, und geben Sie ihm immer Ihr Bestes – nicht nur, wenn Sie beobachtet werden.
Als Teenager arbeitete ich in einer Fabrik, in der Verkehrsampeln hergestellt wurden, für die Städte und andere Projekte. Und die Jungs, die mit mir an der Werkbank standen, waren einfach faul. Sie standen da, Ellenbogen auf dem Tisch, und einer brauchte fünf Minuten, um etwas zu montieren, das eigentlich nur eine Minute dauerte.
Sie waren einfach faul, bis der Chef in die Werkshalle kam. Jemand sagte Bescheid: „Der Chef kommt!“ – und im gleichen Moment standen alle stramm und arbeiteten wie die Bienchen. Sie schraubten und machten dies und das und sahen einfach wie effiziente kleine Roboter aus. Aber sobald der Chef wieder weg war, lümmelte eine Reihe der Arbeiter wieder herum. Sie machten langsam und gaben definitiv nicht ihr Bestes. Und ich kenne viele, die es bei ihrer Arbeit genauso machen.
Hören Sie: Es ist Gottes Wille, dass wir unsere Arbeit fleißig und mit Einsatz tun. Und ich weiß, jetzt denken sicher manche: „Ach komm schon, Bayless. Ich wollte etwas zutiefst Geistliches hören.“ Nun, das ist etwas zutiefst Geistliches. Wenn Sie Ihrer normalen Arbeit nachgehen, 40 Stunden pro Woche, dann können Sie Gottes Willen tun, indem Sie es fleißig und mit Einsatz tun.
An anderer Stelle schrieb Paulus: „Setzt euch bei eurer Arbeit voll ein. Tut es von ganzem Herzen. Das ist Gottes Wille.“ Andere Übersetzungen sagen: „Tut eure Arbeit mit Eifer und Freude“, oder „Macht nicht gerade genug, um damit durchzukommen. Arbeitet mit einem Lächeln im Gesicht.“ Wir sollen hart arbeiten, aber auch mit der richtigen Einstellung. Noch zwei andere Übersetzungen: „Bemüht euch eifrig, euer Allerbestes zu geben. Arbeitet mit ganzem Herzen.“ Oder: „Tut eure Arbeit und freut euch darüber. Arbeitet, als würdet ihr Gott dienen, nicht nur einem irdischen Vorgesetzten.“
Ganz gleich, ob Sie Viertklässler unterrichten oder Software programmieren oder Videospiele entwerfen, ob Sie Trainer oder Bauarbeiter, Sekretärin oder Polizeibeamter sind, Verkäufer, Immobilienmaklerin oder Architekt oder ob Sie eine eigene Firma haben: Was immer es ist, tun Sie es von ganzem Herzen und mit Begeisterung. Das ist Gottes Wille für Sie.

Ich weiß, manche sagen jetzt: „Aber Bayless, ich habe das Gefühl, dass Gott mehr für mich bereithält als meinen aktuellen Job. Ich arbeite zwar hier, aber nicht für immer. Ich will nicht den Rest meines Lebens in dieser Fabrik arbeiten oder dies oder jenes tun. Ich habe das Gefühl, dass Gott etwas Größeres, etwas Wichtigeres für mich hat, einfach etwas anderes.“ Okay, das ist gut.
Meine Frau Janet ist examinierte Krankenschwester. Als wir heirateten, arbeitete ich in Vollzeit in einer Gemeinde und bekam dafür 300 Dollar im Monat. Das war damals gar nicht so schlecht, aber es war nicht viel Geld. Aber Janet arbeitete zwei Tage pro Woche als Krankenschwester und verdiente mit diesen zwei Tagen mehr als ich mit meiner Vollzeitstelle. Wenn die Gemeindearbeit es zuließ, arbeitete ich nebenher als Glaser.
Janet studierte an einer Bibelschule und arbeitete nebenher als Krankenschwester. Als ihr Abschluss näher rückte, kam bei ihr Panik auf: „Was soll ich mit meinem Leben anfangen? Was soll ich machen? Soll ich weiter als Krankenschwester arbeiten oder in den Predigtdienst gehen? Höre ich als Krankenschwester auf und gehe vollzeitlich in den Gemeindedienst? Was ist Gottes Wille für mich?“ Sie sprach mit ihrem Pastor, der damals sehr weise war und ihr sagte, sie solle treu weiter ihre Arbeit als Krankenschwester tun. Gott würde zur rechten Zeit schon die richtigen Türen öffnen.

In der Bibel heißt es in 1. Korinther 7,20, auch hier nach der Neues-Leben-Übersetzung:

„Jeder bleibe in dem, was er war, als Gott ihn berief.“

Vielleicht haben Sie das Gefühl, Sie seien zu etwas Größerem oder etwas anderem berufen – etwas, das Sie für Gott tun sollen. Vielleicht haben Sie eine kreative Ader. Vielleicht wollen Sie Ihre eigene Firma gründen oder Ihre eigene Produktlinie entwickeln. Oder Sie haben einfach diese Idee. Wunderbar! Aber inzwischen arbeiten Sie treu und mit Freude und Eifer bei Ihrer aktuellen Arbeitsstelle weiter. Das ist Gottes Wille.
Ein paar Beispiele aus der Bibel. Saul, Israels erster König, wurde von Samuel zum König gesalbt. Und Samuel sagte ihm: „Tu, was dir vor die Hände kommt.“ Und was tat der frisch zum König gesalbte Saul? Er ging zurück zu den Rindern seines Vaters und arbeitete treu weiter. Und schließlich kam seine Gelegenheit. Er rettete die Männer von Jabesch-Gilead, wo alle seine Salbung anerkannten. Dann war es vorbei mit den Rindern, und er fing an, als König und militärischer Anführer zu arbeiten.
Bei David war es ähnlich. Samuel goss Öl auf Davids Kopf und salbte ihn zum König über Israel. Und was tat David? Er ging zurück zu den Schafen und arbeitete weiter als Hirte. Das tat er treu und mit Einsatz, bis seine Gelegenheit kam. Dann herrschte er siebeneinhalb Jahre über Juda, und schließlich über ganz Israel. Aber es ging stufenweise voran, und auf jeder Stufe war David treu.

Vielleicht hat Gott mehr für Sie vorbereitet. Aber im Moment will er, dass Sie mit Einsatz und Freude an Ihrer aktuellen Arbeitsstelle weiterarbeiten. Jammern und beschweren Sie sich nicht. Arbeiten Sie nicht halbherzig, sondern von ganzem Herzen. Das ist Gottes Wille. Und wenn Sie denken: „Was hat Gott nur für mich vorbereitet? Was ist meine Bestimmung?“ Dann fangen Sie dort an, beim bekannten Willen Gottes. Wenn Sie wollen, dass Gott Ihnen die nächsten Schritte zeigt, müssen Sie bei den Schritten treu sein, die Sie sehen und kennen.
Den nächsten Punkt, an dem unsere Treue gefragt ist, finden wir in 1. Thessalonicher 4. Das Nächste, was Gottes Wille für uns ist. Manche von Ihnen werden diese Verse lieben, andere werden sie hassen. Aber es ist Gottes Wille. Sind Sie bereit? 1. Thessalonicher 4,3-5:

„Denn dies ist Gottes Wille: eure Heiligung, dass ihr euch von der Unzucht fernhaltet, dass jeder von euch sich sein eigenes Gefäß in Heiligung und Ehrbarkeit zu gewinnen weiß, nicht in Leidenschaft der Begierde wie die Nationen, die Gott nicht kennen.“

Unsere Heiligung ist Gottes Wille. Das Wort „geheiligt“ bedeutet „für Gott ausgesondert“. Und dann sagt Paulus: „Haltet euch von jeder sexuellen Unmoral fern.“ Wir sollen lernen, unseren Körper zu kontrollieren und nicht wie der Rest der Welt um uns herum zu leben.

Kommen wir zum vierten Aspekt. Es ist Gottes Wille für alle seine Kinder, dass wir innerhalb der Grenzen leben, die Gott für unsere Sexualität gesetzt hat. Das ist Gottes bekannter, offenbarter Wille. Wir sollen uns entscheiden, innerhalb der Grenzen zu leben, die Gott für unsere Sexualität gesetzt hat. Finden Sie sich damit ab, dass Gott klüger ist als Sie. Und er hat in seinem Wort Grenzen für uns gesetzt. Das ist zu unserem Besten.
Als kleiner Junge war ich einmal wütend auf meine Eltern. Meine Mutter hat den Zettel aufgehoben, den ich damals geschrieben habe – wahrscheinlich steckt er in irgendeiner Kiste. Jedenfalls hatte ich ihnen einen Zettel geschrieben, mit ganz schlechter Rechtschreibung, und einen Hai und einen Panzer darauf gemalt. Ich war vielleicht fünf Jahre alt. Und ich hatte darauf geschrieben: „Ich laufe weg, weil ihr so gemein wart.“ Aber ich hatte „sogemeinwart“ als ein Wort geschrieben. Ich hatte den Zettel also hingelegt und war weggelaufen, ich kleiner fünfjähriger Kerl.
Meine Mutter kam aus dem Haus und sah mich auf der Bordsteinkante vor unserem Haus sitzen. Sie sagte: „Ich dachte, du wolltest weglaufen?“ „Mache ich doch!“ „Aber warum sitzt du dann hier?“ „Ihr habt mir doch verboten, über die Straße zu gehen!“ Gott sei Dank! Damals verstand ich es nicht. Ich fand es gemein und unfair. Aber meine Mutter wollte nicht, dass ich über die Straße gehe, weil das für einen Fünfjährigen gefährlich ist. Sie wusste, dass dort Autos aus beiden Richtungen kamen. Sie wusste, dass ich verletzt werden oder mein Leben verlieren könnte. Als Fünfjähriger verstand ich das nicht.

Liebe Freunde, wir sind der Ton, Gott ist der Töpfer. Sagt der Ton zum Töpfer: „Was machst du da? Ich weiß es besser als du!“ Wie albern wäre das?
Und wenn es um die Grenzen geht, die Gott für unsere Sexualität gesetzt hat, ist Gott weiser und klüger als wir. Er hat uns erschaffen und weiß, was am besten für uns ist. Es ist zu unserem Besten. Lassen Sie Gottes Wort Ihre letztgültige Autorität sein und entscheiden Sie sich, danach zu leben. Dann wird Gottes Geist Ihnen helfen, Sie stärken und unterstützen. Sie müssen das nicht aus eigener Kraft schaffen. Wenn Sie sich für Gottes Weg entscheiden, wird er Ihnen helfen.
Vielleicht sagt jetzt jemand: „Moment mal. Ich habe den Wunsch nach einer Form von Sexualität, die die Bibel als falsch bezeichnet. Das ist doch nicht fair! Muss ich mein Leben lang diese Gefühle und diese Sehnsucht verleugnen, die ich habe? Warum kann ich keine offene Ehe haben?“ Oder: „Ich liebe meinen Freund. Warum kann ich nicht mit ihm schlafen? Warum müssen wir verheiratet sein? Warum hat Gott diese Regeln aufgestellt? Woher weiß ich, dass die Bibel recht hat?“
Liebe Freunde, die Bibel hat recht. Wenn man die Ewigkeit ausklammert, erscheinen manche dieser Regeln wirklich als sehr unfair. Aber ich glaube, Gott wird kommen und uns helfen und Kraft und Gnade für diesen Kampf geben. Aber selbst wenn es ein lebenslanger Kampf für Sie wäre, für Gott ein heiliges Leben zu führen – selbst wenn es ein lebenslanger Kampf wäre, mit Ihrer Sexualität nach Gottes Regeln umzugehen: Die Ewigkeit ist der große Ausgleich. Nicht ein einziger Mensch wird in die Ewigkeit kommen und sagen: „Hätte ich doch lieber nach meinen eigenen Regeln gelebt.“
Nein. Die Gnade und Herrlichkeit, das Geschenk und das Abenteuer, die Farben und die unvorstellbare Seligkeit, die diejenigen erwarten, die Gott gehorchen, werden jedes Opfer weit überwiegen, das Sie in diesem Leben gebracht haben. Wenn wir die Ewigkeit einbeziehen, zahlt es sich aus, Gott zu gehorchen.

Eines Tages kam ein Mann in unsere Gemeinde, ein Biker. Kein Möchtegern-Biker, sondern ein Gesetzloser, der ein wildes und undurchsichtiges Leben geführt hatte. Seine Freundin stammte ursprünglich aus einer Pfingstkirche.
Eines Abends bei einer Party schob ihr ein Mitglied einer Motorrad-Gang einen Pistolenlauf in den Mund und drohte, sie umzubringen – und das war gar nichts Ungewöhnliches. Sie wurde misshandelt. Am Ende verbrachte sie die Nacht buchstäblich im Schrank unter der Küchenspüle hinter den Rohren. Sie schloss die Küchentür und kroch in den Spülschrank, um sich in Sicherheit zu bringen. Am nächsten Morgen sagte sie zu ihrem Freund: „Ich will wieder in die Kirche gehen.“ Er sagte: „Dann komme ich mit.“
Und dieser Mann war ein bewaffneter Wachposten für Drogenhändler im organisierten Verbrechen. Er war ein extrem gewalttätiger Mensch. Und er kam in unsere Gemeinde, und er sah furchteinflößend aus. Sein Gesicht war wie eine Straßenkarte von Orten, an die man nicht gehen will. Ich erinnere mich noch an das 40 Zentimeter lange Messer, das er am Gürtel trug. An jedem Finger trug er einen großen Ring mit Totenkopf und so weiter. Diese Ringe hatte er benutzt, um jemandem das Auge auszuschlagen oder den Kiefer zu brechen, wenn er in eine Auseinandersetzung geriet – und das passierte oft.
Er kam also herein, und eine kleine weißhaarige Oma begrüßte ihn an der Tür. Sie umarmte ihn und sagte: „Hallo Schatz, schön, dass du da bist!“ Das erweichte sein Herz, dass diese kleine weißhaarige Oma ihn so begrüßte und nicht von ihm abgeschreckt war. Er kam in den Gottesdienst, fing an zu weinen und entschied sich für ein Leben mit Jesus. Auch seine Freundin machte einen Neuanfang mit Jesus, und sie wurden treue Gemeindemitglieder. Heute ist er übrigens Pastor.
Sie waren ungefähr zwei oder drei Monate in unserer Gemeinde, da kam ich eines Tages in mein Büro, und der Mann saß in meinem kleinen Warteraum. Die Sekretärin saß an ihrem Schreibtisch, und er saß auf einem Stuhl und weinte. Ich fragte: „Mensch, was ist denn los?“ Und er erklärte: „Pastor, ich muss mit Ihnen reden. Meine Freundin und ich leben zusammen, und ich habe durchs Bibellesen gemerkt, dass das nicht richtig ist. Gott will das nicht.“
Er sagte: „Wir haben kein Geld für zwei Wohnungen. Ich habe das Gefühl, es ist eine aussichtslose Situation, aber ich weiß, dass ich Gott gehorchen muss. Und ich weiß, was ich jetzt tue, gefällt Gott nicht. Aber ich will nicht ungehorsam sein.“ Und er weinte sehr. Es war schon ein Bild, wie dieser große, raue Biker sich die Augen ausweinte. Also kniete ich mich neben ihn und wir beteten. Und er sagte: „Ich ziehe aus. Selbst wenn ich auf der Straße leben muss. Wir werden es richtig machen und nicht mehr miteinander schlafen und nicht mehr zusammenwohnen, bis wir heiraten.“
Einer seiner Freunde ließ ihn für die nächsten acht Monate in seiner Garage wohnen. Am Ende heirateten sie und gingen die Sache auf die richtige Art und Weise an. Der Mann fand sich damit ab, dass Gott klüger ist als er, und er wollte innerhalb der Grenzen leben, die Gott gesetzt hatte.

Es gibt einige Dinge, die Ihnen helfen werden, sexuell rein vor Gott zu leben. Erstens: Wenn Sie in Versuchung geraten, außerhalb der von Gott gesetzten Grenzen Sex zu haben, laufen Sie weg. Auch wenn Sie das nicht hören wollen: Laufen Sie weg. Laufen Sie weg.
Potifars Frau versuchte, Josef zu verführen. Sie sagte: „Schlaf doch mit mir“ – und wahrscheinlich war sie eine sehr attraktive Frau. Aber die Bibel sagt: „Josef rannte davon.“ In 2. Timotheus 2,22 heißt es: „Die jugendlichen Begierden aber fliehe.“ In 1. Korinther 6,18 hören wir: „Flieht die Unzucht.“ Lauft weg. Und in den Sprüchen heißt es sinngemäß: „Meidet die Orte der Versuchung.“

Zweitens, und das wird Ihnen helfen: „Treibt nicht Vorsorge für das Fleisch, dass Begierden wach werden“, wie es in Römer 13,14 heißt. Das heißt, wir sollen solche Dinge nicht im Voraus einplanen.

Da war mal ein kleiner Junge, der mit seinen Freunden am Kanal gewesen war. Er kam klatschnass nach Hause, und sein Vater sagte: „Ich habe dir doch gesagt, du sollst nicht im Kanal schwimmen. Das ist gefährlich.“ Der Junge sagte: „Aber Papa, das wollte ich doch gar nicht. Es ist einfach passiert.“ Sein Vater erwiderte: „Was soll das heißen? Du hast doch eine Badehose an!“ Der Junge sagte: „Die habe ich nur mitgenommen für den Fall, dass ich in Versuchung gerate.“ Nein. Das ist Vorausplanung. Das ist „Vorsorge für das Fleisch“ treiben.
Gottes Wille für Sie ist, dass Sie innerhalb der Grenzen für Sexualität leben, die Gott gesetzt hat.

Und schließlich, wenn Sie innerhalb dieser Grenzen leben wollen, erneuern Sie Ihr Denken durch Gottes Wort. Römer 12,2 sagt uns:

„Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüft, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“

Füllen Sie Ihr Herz, Ihr Denken, mit Gottes Wort. Das wird Sie auf dem rechten Weg halten und Ihnen Kraft geben, auf die richtige Art und Weise zu leben.

Ich freue mich sehr, dass Sie heute dabei waren. Ich hoffe, bei dem, was Sie gehört haben, war etwas dabei, das Ihnen Hoffnung macht. Und mir ist klar, dass manchen Menschen das Thema, innerhalb der Grenzen Gottes für die Sexualität zu leben, gegen den Strich ging. Ich kann nur sagen: Wenn das jemandem gegen den Strich ging, dann braucht er Veränderung. Lassen Sie Gottes Wort die letztgültige Autorität in Ihrem Leben sein. Die Bibel sagt, das ist Gottes Wille für uns.

Also: Gott hat einen Willen für uns, und wir können ihn erfahren. Wir können innerhalb dieses Willens leben, aber es beginnt damit, Jesus Herr Ihres Lebens sein zu lassen. Falls Sie bisher noch nicht Ja zu Jesus gesagt haben, tun Sie es heute. Sie werden es nicht bereuen.
Und ich würde gern von Ihnen hören. Wenn diese Sendungen, in denen wir Gottes Wort lehren, ein Segen für Sie sind, dann wäre es eine große Ermutigung für mich und mein Team, wenn Sie uns davon berichten. Nehmen Sie sich doch kurz Zeit, uns zu schreiben. Gott segne Sie.

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