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Finde deine göttliche Bestimmung! (1)

Fragst du dich, was Gottes Wille für dein Leben ist? Finde es in dieser Predigt heraus! Bayless Conley zeigt dir, dass es sehr wohl möglich ist, Gottes Willen zu erkennen und erklärt dir ganz konkrete Schritte, die du gehen kannst, um sicher zu sein, dass du in deiner göttlichen Bestimmung lebst.

Hallo! Ich freue mich, dass Sie heute dabei sind. Haben Sie schon mal überlegt, was Gott für Ihr Leben will? Wie Sie Gottes Willen erfahren können? Vielleicht ist es eine kühne Behauptung, aber ich sage: Wenn Sie dranbleiben, kann ich Ihnen erklären, wie Sie so leben können, dass es Gottes Willen entspricht. Fragen Sie sich jetzt, wie das gehen soll? Bleiben Sie dran. Unser Thema ist, wie man seine göttliche Bestimmung findet.

Es gibt eine Möglichkeit zu erfahren, ob man gerade Gottes Bestimmung entsprechend handelt oder lebt. Viele Christen finden das schwierig. Sie wollen Gott Freude machen und seinem Willen folgen, aber dabei gibt es noch viele Fragezeichen. „Woher weiß ich, was Gottes Wille für mein Leben ist?“ Ich möchte Ihnen einige Bibelverse vorlesen. Und achten Sie aufmerksam darauf, was in diesen Versen gesagt wird, denn sie führen in eine Richtung, die gut für Sie sein wird.

Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Ephesus, Kapitel 5,15-17:

„Seht nun genau zu, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise!“

(Genau das wollen wir doch, oder? Nicht unweise sein, sondern weise.)

„Kauft die rechte Zeit aus! Denn die Tage sind böse. Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist!“

Wenn die Bibel uns sagt, wir sollen verstehen, was Gottes Wille ist, dann können wir auch verstehen, was Gottes Wille ist. Gott trägt den Ephesern durch Apostel Paulus nichts auf, was diese Christen in Ephesus unmöglich erfüllen könnten. Gott versteckt seinen Willen nicht vor uns, sondern er möchte, dass wir verstehen, was sein Wille ist.
Im Kolosserbrief Kapitel 1 betete Paulus für die Gemeinde in Kolossä, dass sie mit der Erkenntnis über Gottes Willen erfüllt sein mögen. Und dann in Kolosser Kapitel 4 betete auch Epaphras für die Gemeinde, dass sie in allem den Willen Gottes erkennen und danach handeln mögen.
Das ist wirklich wichtig, wenn man bedenkt, was Jesus in Matthäus 7,21 dazu sagte:

„Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.“

Das wird vielleicht manche beunruhigen. „Woher soll ich denn wissen, ob mein Leben Gottes Bestimmung für mich entspricht?“ Und auch aufrichtige Menschen, die wirklich Gott dienen wollen, geraten deswegen fast in Panik, weil sie denken: „Wie kann ich Gottes Willen erfahren? Woher weiß ich, ob ich nach seinem Willen lebe? Und was, wenn das, was ich tue, nicht Gottes Wille oder Plan für mein Leben ist?“
Das wird unser Thema sein. Wir werden es heute nicht vollständig schaffen; die Fortsetzung folgt in der nächsten Sendung. Aber wir werden heute wenigstens einen Anfang machen und auf verschiedene Aspekte schauen, bei denen Sie ganz genau wissen können, dass Sie damit Gottes Willen entsprechen – ganz einfach, weil die Bibel es ausdrücklich so sagt.

Starten wir bei einer interessanten Geschichte aus Markus 3, ab Vers 20. Ich lese Vers 20-21. Dort heißt es:

„Und er kommt in ein Haus. Und wieder kommt die Volksmenge zusammen, sodass sie nicht einmal Brot essen konnten. Und als seine Angehörigen es hörten, gingen sie los, um ihn zu greifen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.“
Sehr interessant. Seine Familie hatte gehört, dass er sozusagen seinen Körper vernachlässigte. Jesus und die Jünger hatten nicht einmal Zeit zum Essen, weil die vielen Menschen einfach Gottes Wort hören wollten. Sie wollten, dass man für sie betet. Sie wollten Wunder erleben.
Offenbar hatte Jesu Familie davon erfahren, dass er sich vernachlässigte und zu viel arbeitete und nun angeblich mental angeknackst war. Zweifellos war das ein Gerücht, das seine Feinde in die Welt gesetzt hatten – jedenfalls wollte die Familie Jesus nach Hause holen, damit er sich ausruht.

Und dann Vers 22!

„Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.“

Damit verschärften sie die Sache nur noch. Sie behaupteten: „Jesus ist von Beelzebul besessen, dem Obersten der Dämonen, und so kann er anderen Dämonen austreiben.“ Sie machen also alles noch schlimmer.

Und Jesus lädt sie ein, in das Haus zu kommen, das schon brechend voll ist, und lehrt sie. Er ist bereit, seinen Gegnern offen zu begegnen, und er fängt an, sie zu lehren und mit ihnen zu diskutieren. Dazu benutzt er Gleichnisse. In Vers 23 heißt es:

„Und er rief sie zu sich ...“

(... nämlich die Gesetzeslehrer, die behauptet hatten, er sei vom Teufel besessen ...)

„Und er rief sie zu sich ...“

(Er ist ja noch im Haus.)
„Und er rief sie zu sich und sprach in Gleichnissen zu ihnen: Wie kann der Satan den Satan austreiben?“

Doch es geht noch weiter:

„Und es kommen seine Mutter und seine Brüder; und sie standen draußen, sandten zu ihm und riefen ihn.“

Erinnern Sie sich, warum seine Mutter und Brüder gekommen waren. Sie dachten, er hätte den Verstand verloren. Sie dachten, er sei überarbeitet und das habe seinen Geisteszustand beeinträchtigt. Sie standen draußen und schickten jemanden, der Jesus zu ihnen hinausrufen sollte.

Weiter heißt es:

„Und eine Volksmenge saß um ihn her; sie sagten aber zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen suchen dich.

(Jesus antwortet.)

„Wer sind meine Mutter und meine Brüder?“

„Und er blickte umher auf die um ihn im Kreise Sitzenden und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder! Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.“

Was für eine Aussage! Die eigene Mutter und leiblichen Brüder von Jesus standen draußen – aber er schaute diejenigen an, die um ihn herumsaßen. Stellen Sie sich das einmal vor! Das Haus war brechend voll mit Menschen, die hören wollten, wie Jesus lehrt. Und er schaute sie an und sagte: „Hier sind meine Mutter und Brüder. Menschen, die Gottes Willen tun, sind für mich Mutter und Brüder und Schwestern.“
Also erstens: Gottes Wille ist, dass wir zu seinen Füßen sitzen, um sein Wort zu hören. Jesus deutete an, dass diese vielen Menschen geistlich hungrig waren. Abgesehen von seinen Gegnern – die wollten ihn nur anklagen oder ihm eine Falle stellen. Doch die meisten Anwesenden waren da, um ihn lehren zu hören. Jesus sagte, dass sie den Willen Gottes tun.
Für uns bedeutet das, betend und ohne Ablenkung Zeit in Gottes Wort zu verbringen. Wenn wir das tun, tun wir Gottes Willen. Wenn Sie Gottes Willen entsprechen wollen, schlagen Sie die Bibel auf und verbringen Sie betend und ohne Ablenkung Zeit mit Gott, indem Sie sein Wort lesen.
Schalten Sie einen Gang zurück, suchen Sie sich einen ruhigen Ort, schlagen Sie die Bibel auf und sagen Sie: „Herr, sprich zu mir.“ Ich weiß, wir leben in einer sehr geschäftigen Welt. Manche werden jetzt sagen: „Das ist schwer.“ Ich weiß. Ich kann mich auch hinsetzen, den Computer anschalten und die Weltnachrichten lesen. Ganz einfach. Ich kann eine halbe Stunde Artikel überfliegen, und wenn mich etwas interessiert, lese ich den Artikel ganz. Und bevor ich es merke, habe ich eine halbe oder dreiviertel Stunde einfach nur die Nachrichten gelesen. Die Bibel zu lesen, ist nicht ganz so leicht.
Warum ist das wohl so? Weil wir uns in einem geistlichen Kampf befinden. Die Bibel sagt, wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächten und Gewalten und den Herrschern der Finsternis und dieser Welt. Der Teufel will nicht, dass Sie Zeit mit Bibellesen verbringen. Deswegen bekommen Sie auf einmal Hunger, oder es schießen Ihnen ablenkende Gedanken in den Kopf. Wenn Sie die Zeitung lesen oder Fernsehen schauen, wird das nicht passieren – aber wenn Sie Zeit mit Gottes Wort verbringen wollen, werden Sie abgelenkt.
Die wichtigste Stimme, auf die wir in unserem Leben bewusst hören sollten, ist die Stimme von Gottes Wort. Wenn ich Gottes Wort lese und darüber nachdenke, tue ich Gottes Willen. Verstehen Sie: Was Gott in unserem Leben tut, tut er vor allem durch sein Wort. Gott hat sich entschieden, durch die scheinbare Torheit, das Evangelium, sein Wort zu predigen, jeden zu retten, der ihm glaubt.

Psalm 107,20:

„Er sandte sein Wort und heilte sie, er rettete sie aus ihren Gruben.“

Der Apostel Paulus sagte: „Nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, aufzuerbauen und ein Erbe unter allen Geheiligten zu geben.“ Jesus sagte: „Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben. Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

Wenn Gott etwas in unserem Leben tun will, tut er es hauptsächlich durch sein Wort, ganz gleich, worum es sich handelt: sei es Rettung, Heilung, Erlösung oder Frieden. Gott schenkt uns seine Führung hauptsächlich durch sein Wort.
Und ich weiß, viele Menschen beten ungefähr so: „Gott, bitte tu dies oder das. Ich brauche ein Wunder. Bitte Gott, tu es.“ „Gott, zeig mir, was ich tun soll. Bitte leite mich.“ „Gott, heile mich.“ „Gott, bitte rette meine Kinder.“ Und es ist gut, so zu beten. Es ist gut, mit Gott zu reden. Aber hören Sie: Das meiste, was Gott tut, beginnt mit Information – Information aus seinem Wort.
In Hosea sagt Gott: „Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis.“ Und in Jesaja: „Darum zieht mein Volk gefangen weg aus Mangel an Erkenntnis.“ Sie haben keine Erkenntnis, weil sie keine Kenntnis haben – nämlich Kenntnis von Gottes Wort. Wir müssen uns Zeit fürs Bibellesen nehmen.
Zeit mit Gottes Wort ist keine vergeudete Zeit. Und lesen Sie nicht in der Bibel, um einen Punkt auf Ihrer To-do-Liste abzuhaken, nach dem Motto: „Ich habe heute meine zwei Kapitel aus der Bibel gelesen.“ Manchmal müssen Sie das gleiche Kapitel immer wieder lesen. Lesen Sie es betend, langsam, achtsam. Denken Sie darüber nach.

Das bringt uns zum zweiten Teil dieses Punktes. Erstens brauchen wir Information – wir müssen uns Zeit fürs Bibellesen nehmen. Und dann kommt das Nachdenken. Wir sollen immer wieder darüber meditieren. Das hebräische Wort für „Meditation“ bedeutet nämlich reflektieren, nachsinnen und sogar, sich etwas immer wieder leise vorzusagen.

Gott sagte zu Josua: „Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen; ... dann wirst du Erfolg haben.“ Wir sollen Tag und Nacht über Gottes Wort nachsinnen. In Psalm 1 heißt es: Der Mensch, der wie ein Baum ist, der am Wasser gepflanzt ist, zur rechten Zeit Früchte bringt und nie verwelkt – das ist der gleiche Mensch, der Tag und Nacht über Gottes Wort, über Gottes Gesetz nachsinnt.
Wenn ich Gottes Wort lese, lese ich es langsam. Vielleicht ist es ein Kapitel wie Matthäus 6. Dann lese ich es immer wieder durch. Wenn mir etwas auffällt, lese ich das noch einmal. Vielleicht sage ich mir einen Vers daraus immer wieder vor. Vielleicht fällt mir auch nur ein einziges Wort auf – dann lese ich das ein paar Mal. Ich denke ein wenig darüber nach. Ich nehme mir Zeit und lese es noch einmal. Ich wende es in Gedanken hin und her. Ich sage es mir laut vor. Das ist die biblische Kunst der Meditation. Und jeder Christ hat das nötig, denn Information und Meditation bringen Erkenntnis.
Anders ausgedrückt: Gottes Wort geht uns im Herzen auf. Es wird plötzlich real für uns. Gott fängt an, durch sein Wort zu uns zu reden. Und sobald man diese Erkenntnis hat, kommt die Aktion. Was einem plötzlich greifbar klar geworden ist, setzt man in die Tat um. Und nach der Aktion kommt die Manifestation – und das ist Gottes Aufgabe.
Glaube heißt nicht, einfach auf etwas hin zu handeln, das nicht real für uns ist. Glaube bedeutet, auf ein Versprechen hin zu handeln, auf die Wahrheit von Gottes Wort hin, wenn es in unserem Herzen gezündet und uns erleuchtet hat. Information, Meditation, Erkenntnis, Aktion und dann Manifestation. Gott lässt es Wirklichkeit werden. Und das ist Gottes Weg für jeden glaubenden Menschen. Auch für Sie.
Vielleicht sagt jetzt jemand: „Das kostet aber Zeit!“ Stimmt. Es gibt keine Abkürzungen. Aber wissen Sie was? Wenn Sie das tun, und damit sind wir wieder bei unserem Thema, dann folgen Sie Gottes Willen. Jesus sagte von den Menschen, die um ihn herumsaßen und seinem Wort zuhörten, dass sie Gottes Willen tun.
Kommen wir nun zu einem zweiten Aspekt, wie wir definitiv Gottes Willen tun können. Ich möchte Ihnen 2. Korinther 8,1-5 vorlesen. Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth:

„Wir tun euch aber, Brüder, die Gnade Gottes kund, die in den Gemeinden Mazedoniens gegeben worden ist, dass bei großer Bewährung in Bedrängnis sich der Überschwang ihrer Freude und ihre tiefe Armut als überreich erwiesen haben in dem Reichtum ihrer Aufrichtigkeit im Geben. Denn nach Vermögen, ich bezeuge es, und über Vermögen waren sie aus eigenem Antrieb willig und baten uns mit vielem Zureden um die Gnade und die Beteiligung am Dienst für die Heiligen. Und nicht nur so, wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst zuerst dem Herrn und dann uns durch Gottes Willen.“

Gottes Wille ist es, dass wir uns ihm ganz hingeben, und dass wir uns dann in etwas hineingeben, was er durch Menschen tut. Ich wiederhole das noch einmal: Gottes Wille ist es, dass wir uns ihm ganz hingeben, und dass wir dann uns – unsere Energie, Zeit und Ressourcen – in etwas hineingeben, was er durch Menschen tut.
Die mazedonischen Christen hatten sich ganz hinter Paulus und seine missionarische Arbeit gestellt, und darüber sprach Paulus hier mit den Korinthern. Er hielt ihnen die Mazedonier als Vorbild vor Augen. Er sagte: Sie haben große Not erlebt, eine Zeit von großem Mangel, und trotzdem haben sie mehr als reichlich gegeben.
Das war eine Überraschung. Sie taten es aus freien Stücken, und sie gaben über ein vernünftiges Maß hinaus. Aber vor allem konnten sie es nur tun, weil sie sich zuerst ganz Gott hingegeben hatten – und dann durch Gottes Willen an die anderen. Die mazedonischen Christen und Paulus hatten sie für Jesus gewonnen. Sie standen ganz hinter Paulus’ Missionsarbeit. Sie hatten von Gott das Leben empfangen und wollten, dass auch andere das Leben von Gott empfangen.
Paulus war zu den Mazedoniern gekommen, weil er die Vision von einem mazedonischen Mann gehabt hatte, der sagte: „Komm nach Mazedonien und hilf uns.“ Und Paulus war dorthin gegangen und hatte Menschen für Christus gewonnen. Die ersten waren Lydia, die Purpurhändlerin, und der römische Gefängniswärter in Mazedonien. Dann kamen andere zum Glauben an Jesus – Lydias gesamte Hausgemeinschaft –, die zum Kern der Gemeinde dort wurde, in der Stadt Philippi. An diese Christen wurde auch der Philipperbrief geschrieben. Und Paulus sagte: „Ihr habt mich von Anfang an unterstützt.“ Und wenn er nach Korinth oder an andere Orte reiste, unterstützten ihn die Mazedonier weiter, damit Menschen zu Jesus finden konnten.
Paulus sagte, dass sie damit Gottes Willen taten; sie taten es durch den Willen Gottes. Wenn Menschen zu mir sagen: „Pastor Bayless, ich glaube an das, was Gott hier in der Cottonwood-Gemeinde tut, und ich stehe voll und ganz dahinter“ – dann freut mich das. Ich bin Gott sehr dankbar dafür. Aber es erfüllt mich auch mit einer heiligen Angst! Denn mir ist klar, dass ich eines Tages dafür Rechenschaft ablegen muss, wie ich für die Herde gesorgt habe, als deren Hirte Gott mich berufen hat – aber auch für die Ressourcen, die Energie, die Zeit, die Spenden, die Menschen geben. Es ist ein Werk der Gnade Gottes. So bezeichnete Paulus es.

Sobald das Herz hingegeben ist, kommt das Geben ganz natürlich dazu. – Dann schreibt Paulus weiter in 2. Korinther 8,6-7:

„Sodass wir Titus zugeredet haben, er möge bei euch ebenfalls dieses Gnadenwerk auch so vollenden, wie er es früher angefangen hatte. Aber so wie ihr in allem überreich seid: in Glauben und Wort und Erkenntnis und allem Eifer und der Liebe, die von uns in euch geweckt ist, so sollt ihr auch in diesem Gnadenwerk überströmend sein.“

Vielleicht sehen mich heute Menschen, die Glauben und Liebe haben und reden können, die eifrig sind. Trotzdem gibt es noch ein weiteres Werk der Gnade, das Gott Ihnen schenken will, damit Sie noch mehr seinen Willen tun. Es geht darum, dass Sie Ihre Zeit, Ihre Energie und Ihre Ressourcen in das Werk geben, das Gott durch sein Volk, durch eine Ortsgemeinde tut oder durch irgendetwas anderes.

Ich finde es wunderbar, wie Paulus im weiteren Verlauf darüber spricht. 1. Korinther 8,8
„Nicht befehlsweise spreche ich, sondern um durch den Eifer anderer auch die Echtheit eurer Liebe zu prüfen.“

Mit anderen Worten, er nimmt die Mazedonier als Vorbild. In Vers 10 schreibt er:

„Und ich gebe hierin eine Meinung ab; denn das ist euch nützlich, die ihr nicht allein das Tun, sondern auch das Wollen vorher angefangen habt – seit vorigem Jahr.“

Und danach sagt er: „Nun aber vollendet auch das Tun.“
Er sagt: „Ihr wolltet geben, ihr wolltet anderen Christen helfen, ihr wolltet für diese Arbeit spenden. Vor einem Jahr habt ihr davon gesprochen. Jetzt handelt auch entsprechend. Absichtserklärungen sind das eine – ihr müsst die Sache aber auch durchziehen. Und Paulus sagte: „Ich befehle euch nicht, sondern ich rate euch.“ Er zwingt sie nicht zu spenden, sich einzubringen. Er redete ihnen keine Schuldgefühle ein.
Und Gott will nicht nur, dass ihr ihm euch ganz hingebt, sondern auch, dass ihr euch für etwas hingebt, was er durch andere tut. Das sollt ihr nicht aus Schuldgefühlen tun oder aus Zwang. Wenn ich das Gefühl habe, dass mich jemand unbedingt zu etwas überreden will, werde ich sehr zurückhaltend. Aber wenn ich das Gefühl habe, dass Gottes Gnade in meinem Leben wirkt, dass er mich in Kontakt mit einer bestimmten Arbeit bringen will ...
Gestern Abend sprach ich mit meiner Frau über ein Projekt. Wir unterstützen Waisenkinder in unterschiedlichen Regionen der Welt. Wir tun das nicht aus Schuldgefühlen oder weil uns jemand zwingt. Es ist ein Werk von Gottes Gnade, und es gibt noch andere. Unser Erstes und Bestes geht in unsere Ortsgemeinde, aber wir unterstützen auch andere Projekte überall auf der Welt. Das tun wir, weil wir das Gefühl haben, dass Gott dadurch an unserem Herz arbeitet. Wir haben uns Gott hingegeben. Und wenn er uns in eine bestimmte Richtung lenkt, wollen wir das tun. Es ist ein Werk seiner Gnade.
Und dieser Einsatz, dieses der-Gnade-Gottes-Folgen, kann ganz unterschiedlich aussehen. Eine Möglichkeit ist unsere Präsenz. Reden wir nur von der Kirche. Kommen Sie einfach und seien Sie da. Haben Sie eine gute, eine unterstützende Einstellung. Das überträgt sich auf andere. Sie folgen Gottes Willen, wenn Sie einfach da sind und sich an etwas beteiligen. Und Sie sind nicht da, um schlechtzumachen oder nach Fehlern zu suchen oder nach etwas, das Ihnen nicht gefällt. Sie sind da, weil Sie dazugehören wollen, durch Ihre Präsenz.

Zweitens: Beteiligung. Beteiligen Sie sich. Vielleicht als Kleingruppenleiter. Vielleicht in der Arbeit mit Kindern. Vielleicht im Begrüßungsdienst oder indem Sie Essen zubereiten. Oder Sie arbeiten im Medienteam mit. Oder vielleicht arbeiten Sie auf dem Parkplatz mit oder helfen Obdachlosen oder was auch immer Ihre Kirche tut. Beteiligen Sie sich. Fahren Sie auf Missionseinsätze.
Also: Erstens Präsenz. Sie müssen da sein. Gottes Wille ist zweitens auch, dass Sie sich beteiligen. Und dann drittens: Gebet. Beten Sie, dass Gott Sie führt, und beten Sie um Gottes Segen für die Arbeit, an der Sie sich beteiligen. Beten Sie, dass Gott die leitenden Mitarbeiter dort führt. Beten Sie, dass Gott Sie persönlich führt und dass Sie ein guter Einfluss sein können. Beten Sie um Gottes Segen und dass er seine Hand darüber hält. Dass er Türen öffnet, die kein Mensch öffnen kann, und Türen schließt, die geschlossen werden müssen. Beten Sie einfach.

Und schließlich können Sie durch Spenden und finanzielle Unterstützung Gottes Willen tun. Paulus sprach ja von den Christen in Mazedonien. Sie hatten schwere Zeiten durchgemacht, aber Paulus sagte über sie: „Sie haben uns trotzdem überrascht. Ihre Großzügigkeit, ihre Unterstützung hat uns überrascht. Sie haben sich Gott hingegeben, und dann haben sie sich uns hingegeben und dem, was wir durch Gottes Willen tun.“

Also: Sie können durch Ihre Präsenz, Ihre Beteiligung, Ihr Gebet und Ihre finanzielle Unterstützung Gottes Willen tun.

Denken Sie noch einmal über das nach, worüber wir bereits gesprochen haben. Verbringen Sie ungehetzt, unabgelenkt und betend Zeit mit Gottes Wort. Wenn Sie das tun und sich Gott ganz hingeben, tun Sie, was Gottes Bestimmung entspricht. Und vielleicht haben einige von Ihnen das noch nicht getan. Vielleicht gehören Sie zu einer Kirche und glauben an Jesus, aber das ist einfach eine Aktivität unter vielen. Es ist Ihr Sonntagsprogramm. Aber Montag bis Samstag kümmern Sie sich um Ihre eigene Welt und Ihr eigenes Leben.
Aber bei Jesus müssen Sie ganz dabei sein. Geben Sie ihm Ihr ganzes Herz, Ihre Seele. Schätzen Sie ihn höher als alles andere. Wenn Sie Jesus Ihren Herrn nennen, bedeutet das, dass Sie für Ihr Recht auf ein autonomes Leben gestorben sind, und Sie geben sich ihm ganz hin. Wenn Sie das noch nicht getan haben, tun Sie es am besten jetzt.
Und dann beten Sie und bitten Sie Gott um Weisheit, um etwas zu finden, das er durch seine Menschen tut, und geben Sie sich da ganz hinein. Das ist in Jesus Christus Gottes Wille für Sie.

Es gibt noch einige andere Aspekte, die wir uns anschauen wollen, und ich glaube, sie werden Ihnen sehr helfen. Aber das dann beim nächsten Mal. Bei manchen der Punkte werden Sie vielleicht sagen: „Ich will aber eigentlich etwas Geistliches hören!“ Ja, es wird etwas Geistliches geben, doch es wird auch sehr praktisch. Verpassen Sie es nicht!

Wenn Sie Jesus Ihr Leben bisher noch nicht anvertraut haben, lade ich Sie ein, jetzt mit mir zu beten. Es wäre ein großes Vorrecht für mich, Ihnen zu helfen, Jesus und seine Vergebung für sich persönlich anzunehmen. Denn die Sünde hat uns von Gott getrennt. Wir hatten keine Möglichkeit, ihn aus eigenen Stücken zu erreichen. Und jeder Mensch spürt, dass ihm irgendetwas fehlt. Wir haben ein gottgeformtes Loch im Herzen. Drogen und Alkohol, Geld und materielle Dinge, Sex und Extremsport werden dieses Loch niemals füllen. Wir sind für eine lebendige Beziehung mit Gott erschaffen.
Als wir ihn nicht erreichen konnten, streckte er uns seine Hand entgegen. Er schickte seinen Sohn Jesus, um am Kreuz für unsere Sünden zu sterben. Am dritten Tag wurde er von den Toten auferweckt. Wenn Sie das glauben und es Gott ehrlich sagen, wird er Ihnen begegnen. Wenn Sie mögen, beten Sie einfach mit: „Gott, ich glaube, dass Jesus dein Sohn ist. Ich bekenne ihn als meinen Herrn. Jesus, bitte komm in mein Leben und rette mich. Ich bete in deinem Namen. Amen.“

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