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Erweckung in der Endzeit – bist du bereit? (Harrison Conley)

Hast du gewusst, dass sich in den sogenannten “letzten Tagen” noch viele Menschen für Gott entscheiden werden? Harrison Conley zeigt dir, wie du dich auf diese Zeit vorbereiten kannst und warum es gerade in der Endzeit so wichtig ist, heilig zu leben. Entdecke, wie Gott dich gebrauchen möchte, um Menschen zu Jesus zu führen und du an Gottes wunderbarem Werk der Errettung Teil haben kannst.

Hallo liebe Freunde. Ich freue mich sehr, dass Sie mit dabei sind. Wir haben etwas wirklich Besonderes. Harrison, unser ältester Sohn und Hauptpastor unserer Cottonwood Church, hat eine starke Predigt zum Thema „Erweckung in der Endzeit“ gehalten. Die Welt muss erweckt werden, aber die Kirche muss wiedererweckt werden.

Also, schnallen Sie sich an, setzen Sie sich Ihren Helm auf. Schlagen Sie Ihre Bibel auf und machen Sie sich bereit. Wir wollen zusammen in die Bibel eintauchen.

Wir fangen mit Jesaja 35 an. Jesaja 35, ab Vers 1. Dort lesen wir:

Die Wüste und das dürre Land sollen sich freuen
und die Steppe soll frohlocken und wie ein Krokusfeld erblühen.

Dort werden Blumen im Überfluss wachsen
und sie wird singen, jubeln und sich freuen!
Sie wird so herrlich werden wie der Libanon,
prächtig wie der Karmel und die Ebene von Scharon.
Denn sie werden die Herrlichkeit des HERRN,
die Pracht unseres Gottes, sehen.

Vers 3:

Stärkt die schlaffen Hände
und festigt die wankenden Knie.
Sprecht zu denen, die tief beunruhigt sind:
»Seid stark und fürchtet euch nicht.
Seht doch: Die Rache und Vergeltung
unseres Gottes kommt.
Er wird kommen und euch retten.

Diese ersten Verse in Jesaja 35 sind hochinteressant, weil sie eine tiefe Bedeutung in einer Vielzahl an Zusammenhängen haben. Man kann die Verse im Zusammenhang der Vergangenheit lesen, aber sie können auch viel Aufschluss über die Gegenwart und die Zukunft geben.

Wenn wir als moderne Leser einen Bibeltext im Zusammenhang der Vergangenheit verstehen wollen, müssen wir die ursprüngliche Leser- und Zuhörerschaft in Betracht ziehen – den geschichtlichen Rahmen, in dem der Verfasser schrieb.

Das haben wir in einer anderen Predigt bereits behandelt. Jesaja spricht zu einem bestimmten Publikum. Er wendet sich speziell an das Nordreich Israel und an das Südreich Juda.

Aufgrund seiner kollektiven Gottlosigkeit als Nation ist Israel dem Gericht und der Strafe Gottes ausgesetzt. Sie sind im Exil. Sie befinden sich in babylonischer Gefangenschaft. Das Südreich Juda war noch nicht besiegt, aber was die Gottesbeziehung betraf, schliefen seine Bewohner am Steuer ein. Sie waren geistlich lauwarm geworden. Sie gingen bloß nach Schema F vor. Die Nation als Ganzes hatte ihre Ehrfurcht vor Gott und ihre Leidenschaft für ihn verloren.

Nun schreibt der Prophet Jesaja vom Geist inspiriert an diese beiden Königreiche und sagt: „Hey, wacht auf!“ Das wäre ein passender Untertitel für das Buch Jesaja: „Wacht auf!“ Wenn man mal herauszoomt und fragt: „Was ist das Leitthema von Jesaja?“, lautet die Antwort: „Hey, wacht auf! Erinnert euch, wer ihr seid. Erinnert euch, wem ihr dient. Ihr seid das Volk Gottes. Wendet euch vom Bösen ab und wendet euch dem kommenden Retter zu.“

In diesem Zusammenhang sind die Verse 1, 2 und 4 zu verstehen, in denen der Prophet sagt: „Hey, die Wüste wird sich freuen. Sie wird wieder erblühen. Ihr und alle umgebenden Völker werdet die Herrlichkeit und die Pracht Gottes sehen, wenn er kommt, um euch zu retten.“ Können Sie sich vorstellen, welche Begeisterung das bei den Lesern und Hörern geweckt haben muss? Es war eine Zusage der Hoffnung.

Denken Sie dran, sie befinden sich in Gefangenschaft. Sie sind geistlich lauwarm geworden. Ihre Gottesbeziehung ist abgekühlt. Nun hören sie diese Worte, eine Zusage der Errettung, dass Gott sie aus der Gefangenschaft befreien will. Dass Gott sie in ihre Heimat zurückbringen will. Es ist eine Zusage, dass Gott sie geistlich wiederbeleben will.

Der ursprünglichen Leser- und Hörerschaft bedeuteten Jesajas Worte viel. Die fielen stark ins Gewicht. Aber hören Sie: Diese Worte können auch in unserem Zusammenhang, in unserer gegenwärtigen Realität viel bedeuten und Gewicht haben.

Jetzt mag jemand einwenden: „Moment mal. Sie haben gerade gesagt, dass Jesaja speziell zu Israel und Juda sprach. Man kann diese Worte doch nicht einfach auf uns anwenden.“ Da bin ich anderer Ansicht. Das neutestamentliche Buch Hebräer, 760 Jahre nach Jesaja geschrieben, äußert sich genau zu diesem Punkt.

Der Verfasser schreibt in Hebräer Kapitel 8, Verse 7 bis 13 speziell über die Königreiche Israel und Juda. Aber wissen Sie, was er tut? Er bezieht sich auf sie als prophetische Beispiele, als Sinnbilder, die auf die Kirche weisen. Wer ist die Kirche? Das sind Sie und ich. Wir sind die Kirche.

Das bedeutet, dass wir das Buch Jesaja in seinem vollen Umfang nur verstehen können, indem wir nicht nur den geschichtlichen Zusammenhang und die ursprüngliche Zuhörerschaft im Blick haben, sondern auch unsere Zeit. Wir müssen lernen, es auf unsere gegenwärtige Realität anzuwenden. Richtig? Denn dem Hebräerbrief zufolge weisen Israel und Juda prophetisch auf die Kirche. Verstehen Sie?

Wir müssen also Jesaja 35 mit einem Verständnis lesen, was diese Worte für uns heute bedeuten. Durch solche Augen betrachtet sehen wir, dass dieses Kapitel ein wunderschönes Bild der Errettung malt. Es zeigt, was das Evangelium im Leben eines Gläubigen bewirkt.

Sprachbilder wie in Vers 1 und 2 – „Die Wüste und das dürre Land sollen sich freuen und im Überfluss erblühen“ – erinnern uns daran, dass Gott die fruchtlosen Dinge der Welt und die trockenen Stellen unseres Lebens wieder zum Blühen bringen kann. Wie macht Gott das? Durch seine Liebe und durch die Kraft des Evangeliums.

Darum geht es in diesen Versen im gegenwärtigen Zusammenhang. Es geht um die Kraft des Evangeliums. Sie malen ein Bild vom Eingang des Evangeliums und der Kraft, die es hat, wenn es geglaubt und akzeptiert wird. Das Evangelium kann das dürre Land der Sünde im Menschenherzen in ein wunderschönes, fruchtbares Feld der Errettung verwandeln. Darum geht’s bei diesen Versen.

Aber die Verse haben nicht nur Gewicht und Sinn im Zusammenhang mit der Vergangenheit und der Gegenwart. Denn Gottes Wort ist lebendig und wirksam. Diese Worte sprechen immer noch. Sie sind immer noch prophetisch. Sie sprechen immer noch in die Zukunft hinein, eine Zukunft – so bin ich überzeugt –, die nicht sehr weit weg ist.

Im Februar 2020, kurz bevor die Welt auseinanderfiel, stand ich auf dieser Bühne und hielt eine Predigt über eine kommende Erweckung. Einige von Ihnen mögen sich daran erinnern. In der Predigt gab ich ein prophetisches Bild weiter, das Gott mir meiner Meinung nach gegeben hatte. Und zwar hatte ich den Eindruck, dass Gott mich an den Schöpfungsbericht erinnerte.

In 1. Mose schwebt der Heilige Geist brütend über den Wassern, und ich hatte den Eindruck, dass Gott mir sagte: „Harrison, mein Heiliger Geist fängt wieder an, über den Wassern zu schweben.“ So wie eine Meereswoge zu einer Welle heranwächst und schließlich am Ufer bricht, glaube ich, dass Gott sagte: Es gibt eine Welle der Erweckung, eine Welle der Wiederherstellung, die auf die Küste zukommt, um über uns hereinzubrechen.

Ich glaube, dass Menschen durch diese Ausgießung des Heiligen Geistes die Kraft und Gegenwart Gottes erleben werden wie nie zuvor. Wenn diese Welle der Erweckung über uns hereinbricht, glaube ich, dass eine besondere Heilungssalbung freigesetzt wird. Ich glaube, dass wir die Gegenwart Gottes auf solch starke und greifbare Weise erleben werden, dass sie als Nachwirkung Menschen auch von ihren Sünden überführen wird. Sie werden das Gewicht ihrer Sünden spüren und werden Gott um Errettung anrufen, in einem noch nie dagewesenen Ausmaß.

Und ich glaube, dass diese Erweckungswelle schnell kommt. Ich glaube, dass sie zuerst über die kalifornische Küste hereinbricht und sich dann übers ganze Land ausbreitet.

Viele von Ihnen erinnern sich an diese Predigt. Und als Gott mir dieses Bild zeigte, gab ich ihm einige kleine Widerworte. Es ist nie eine gute Idee, Gott zu widersprechen. Ich sagte: „Gott, hey, ich bin völlig dafür, dass Erweckung ausbricht. Aber ich finde es schwer zu glauben, dass das in Kalifornien beginnen soll.“ Ich erinnere mich, wie ich ihm sagte: „Du weißt über uns Bescheid, oder? Unsere Gegend hier ist quasi das Aushängeschild für die progressive, postmoderne, postchristliche Anti-Gott-Bewegung. Du bist dir dessen bewusst, oder?“ Woraufhin Gott mir eine kurze Antwort gab. Er sagte: „Schau mir zu.“

Er erinnerte mich daran, dass sein Geist und seine Kraft nicht von der Gesellschaft oder den vorherrschenden Gedanken einer Kultur beschränkt sind. Er sagte: „Ich benutze Törichtes, um die Weisen zu beschämen. Ich gieße meinen Geist aus, wo ich will, und ich will meine Kirche maßgeblich für diese Bewegung meines Geistes gebrauchen.“

Wie gesagt, gab Gott mir diesen Impuls im Februar 2020, und ich spürte ihn damals stark. Aber hören Sie: Jetzt kann ich es förmlich schmecken. Es ist greifbar in meinem Geist. Und diese Woche, als ich mich mit Jesaja 35 beschäftigte, hat Gott mich immer wieder daran erinnert. Ich sehe in diesem Kapitel die Zusage der Erweckung. Ich sehe die Wiederherstellung, die Gott der Erde durch seine Kirche bringen will. Aber ich sehe auch eine Anweisung, die befolgt werden muss, bevor diese Endzeiterweckung kommen kann.

In diesem Sinne noch einmal Vers 3. Jesaja 35,3. Dort sagt Gott:

Stärkt die schlaffen Hände
und festigt die wankenden Knie.

Das ist eine Anweisung an Gottes Volk. Das ist eine Anweisung an die Kirche. Das ist die Vorbereitung für die Wiederherstellung: „Stärkt eure schlaffen Hände. Festigt eure wankenden Knie.“

Ich verspüre beim Lesen dieses Verses eine Dringlichkeit in meinem Geist, dass diese Zeit jetzt ist. Jetzt muss die Kirche von ihrem Schlummer aufwachen. Jetzt müssen wir uns auf Gottes Wiederherstellung der Erde vorbereiten. Jetzt müssen wir die schlaffen Hände stärken und die wankenden Knie festigen.

Die erste Anweisung ist: „Stärkt die schlaffen Hände.“ Inmitten dieser letzten Tage, in denen wir vom Bösen und von Finsternis umgeben sind, brauchen wir als Gläubige starke Hände, um uns für König Jesus einsetzen zu können. Im christlichen Leben benutzen wir unsere Hände in der Anbetung und um anderen zu dienen.

Darf ich Ihnen eine ehrliche Frage stellen? Sind Ihre Hände aus mangelndem Einsatz schlaff geworden? Ist Ihre Anbetung erkaltet? Ist Ihr Dienst an anderen erschlafft? Sind Ihre Hände schwach geworden?

Ich weiß nicht, wie es Ihnen ergeht, aber ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass man ganz leicht in eine Bequemlichkeit hineinrutschen kann – besonders bei der Anbetung und dem Dienst an anderen Menschen.

Hören Sie. Die Dinge dieser Welt, die unsere Aufmerksamkeit fesseln und unsere Zeit auffressen, die Dinge, in die wir Energie stecken – wenn wir mal einen ehrlichen Blick darauf werfen, können sie uns ein klares Bild davon geben, was wir anbeten und wo unsere Prioritäten liegen. Und hören Sie mich. Ich sage nicht, dass diese Dinge unbedingt schlecht sind. Ich sage nur, dass sie nicht Gott sind. Und um die Wahrheit zu sagen, sie gehören nicht mal auf dieselbe Liste wie Gott. Sie müssen auf einer anderen Liste stehen.

Richtig?!? Im ersten Gebot sagt Gott: „Ich bin Gott und du sollst neben mir keine anderen Götter anbeten.“ Wenn irgendetwas auf der Liste Gott verdrängt, ist das Götzendienst in unserem Leben. Und als Kirche von Jesus Christus, als das Volk Gottes ist es Zeit, dass wir unsere schlaffen Hände stärken. Es ist Zeit, aus unserer Bequemlichkeit aufzuwachen. Es ist Zeit, dass wir uns neu ausrichten und unsere Anbetung des Retters wieder neu entfachen. Es ist Zeit, dass wir zu unserer ersten Liebe zurückkehren und wieder die Dinge tun, die wir am Anfang getan haben.

Es ist Zeit, die Zweisamkeit mit Jesus zur obersten Priorität zu machen. Von diesem Überfluss seiner Gegenwart schöpfen wir dann die Kraft, auch unseren Mitmenschen zu dienen.

Dann kommt die zweite Anweisung Gottes. Er sagt: „Festigt die wankenden Knie.“ Das Wort für „wanken“ in der Sprache des Grundtexts hat mit Angst zu tun. Das Wortbild, das dadurch vermittelt wird, ist buchstäblich, weiche Knie zu bekommen, weil man Angst hat.

Und hören Sie mich: Wenn wir für König Jesus leben wollen, brauchen wir Mut – besonders in der heutigen Zeit. Wir brauchen feste Knie, um Jesus zu folgen. In unserem Einsatz für seine Sache benutzen wir unsere Knie zum Gebet und um eine klare Haltung für die Wahrheit einzunehmen.

Wissen Sie, was das häufigste Gebot in der Bibel ist? Man sieht es überall, im Alten wie im Neuen Testament. Das häufigste Gebot. Wissen Sie, welches das ist? „Fürchte dich nicht.“ Bibelexperten zufolge kommt die Formulierung „Fürchte dich nicht“ oder „Hab keine Angst“ oder eine davon abgeleitete Formulierung 365-mal in der Bibel vor. Einmal für jeden Tag des Jahres „Fürchte dich nicht.“

Wissen Sie, was mir das sagt? Dass eines der Hauptkennzeichen eines Christen Mut sein sollte. Es erfordert Mut, Jesus nachzufolgen. Es erfordert Mut, hervorzustechen und ein Licht inmitten einer dunklen und verdrehten Generation zu sein. Es erfordert Mut, weil – dessen können Sie sich sicher sein –, Sie keinen Beliebtheitswettbewerb gewinnen, wenn Sie für Jesus eintreten. Es kostet etwas. Für Jesus einzutreten, bringt Verfolgung mit sich. Aber ich sage Ihnen: Es ist die Sache wert. Er ist der Schatz der Völker. Er ist unser größter Preis.

Ich weiß, wir leben in harten Zeiten – in ängstlichen und unsicheren Zeiten. Aber hören Sie mich: Die Kirche von Jesus Christus soll sich durch Unerschrockenheit auszeichnen. Hören Sie mich: Sich mit Überzeugung für die Wahrheit des Wortes Gottes einzusetzen, bewirkt etwas auf der Erde.

Vielleicht hören Sie mich und sagen: „Pastor, das findet bei mir Widerhall. Aber ich muss ehrlich sein, meine Knie fühlen sich weich an. Ich weiß nicht, ob ich so mutig sein kann. Ich weiß nicht, ob ich die Kraft habe, standhaft zu sein.“

Hören Sie. Wollen Sie Ihre wankenden Knie stärken? Das geht nur an einem Ort. Es fängt in der Gebetskammer an. Liebe Gemeinde, es ist Zeit, dass wir unsere Liebe zum Gebet wiedererwecken.

Einer meiner Glaubenshelden sagte zu mir: „Harrison, niemand ist größer als sein Gebetsleben.“ Ich fragte ihn: „Und wie viel betest du?“ Er sagte: „Nun, ich bete selten länger als fünf Minuten, aber ich lasse auch selten fünf Minuten ohne Gebet verstreichen.“

Hören Sie. Durch Gebet wird die Vision neu ausgerichtet. Durch Gebet bekommt man Kraft für den Kampf. Durch Gebet erlebt man den Frieden Gottes. Durch Gebet werden Ängste vertrieben. Aber der größte Nutzen von Gebet ist, dass man durch Gebet die Salbung Gottes bekommt. Seine Salbung. Wer ein effektives Leben als Christ führen will, sollte lieber die Salbung Gottes haben, denn es ist die Salbung, die das Joch bricht. Es ist die Salbung, die einem die Kraft gibt, standhaft zu bleiben, wenn allen anderen um einen herum die Knie einknicken. Es ist die Salbung, die einem das Mitgefühl von Jesus für andere Menschen verleiht.

Liebe Gemeinde, wir müssen gesalbte Menschen sein. Wir müssen gebetsvolle Menschen sein. Ohne Gebet gibt’s keine Salbung. Ohne Gebet gibt’s keine „Ölung“. „Ölung“ ist ein alter Begriff für die Salbung. Wir sind darauf angewiesen. Ohne Gebet gibt’s keine Ölung, keine Salbung.

Jemand mag sagen: „Das ist ja schön und gut, aber das ist doch bloß für Pastoren, oder?“ Nein, die Salbung ist nicht bloß für Pastoren, sondern für alle, die den Namen Jesus anrufen wollen; für alle, die auf die Knie gehen und Gott um ein Wirken seines Heiligen Geistes bitten wollen: in ihrer Familie, in ihrer Ehe, in ihren Kindern, an ihrem Arbeitsplatz, an ihrer Schule, in ihrer Kirche und in ihrem Land. Sie sind im Exil. Sie befinden sich in babylonischer Gefangenschaft. Wir brauchen die Salbung Gottes. Wir brauchen einen frischen Wind seines Geistes, denn ohne ihn können wir nicht die Stellung halten. Ohne die Salbung des Heiligen Geistes können wir in unserer Generation nichts bewirken. Wir brauchen seine Salbung.

Vielleicht haben Sie das Gefühl: „Das klingt super, aber mir fehlt der Mut. Pastor, mir sind die Knie weich geworden.“

Hören Sie. Es gibt nur einen Weg, sie zu stärken: durch Gebet. Und nicht nur ein einmaliges Gebet. Das ist zwar besser als nichts, aber ich meine beständiges Beten. Ich meine einen gebetsvollen Lebensstil. Ich meine, es sich zur Gewohnheit zu machen, im Austausch mit dem Schöpfer zu stehen. Ich meine auch regelmäßige Gebetszeiten mit der Familie und mit dem Ehepartner. Ich meine, es sich zur Gewohnheit zu machen, für seine Kinder zu beten, bevor sie morgens zur Schule gehen. Ich meine, auf dem Arbeitsweg in Sprachen zu beten.

Ich meine ein totales Leben des Gebets. Denn das, was Gott in und durch seine Kirche tun will, wird nicht geschehen, solange wir dem Gebet keine Priorität einräumen. Denken Sie dran: Nicht durch Macht, nicht durch Intellekt, nicht durch Menschengemachtes, sondern durch seinen Geist … Wir müssen unsere Liebe fürs Gebet neu entfachen.

Lesen Sie die Apostelgeschichte. Mann, da hat der Heilige Geist so einiges Übernatürliche durch Christen getan! Er hat Erstaunliches durch seine Kirche getan. Wunder. Man liest das und denkt: „Mann, das möchte ich auch erleben! Das möchte ich in dieser Kirche erleben! Das möchte ich in diesem Land erleben!“ Aber wenn man mal schaut, was diesen wundersamen Ereignissen vorausging, sieht man jedes Mal, dass es eine Gruppe Menschen gab, die beteten. Sie beteten.

Und in diesen letzten Tagen, während wir uns auf Erweckung vorbereiten, wollen wir unsere schlaffen Hände stärken und unsere wankenden Knie festigen. Mögen unsere Anbetung und unser Dienst ihm gefallen. Mögen die Worte unseres Mundes und die Gedanken unseres Herzens heilig sein, und möge unser Gebetsleben entflammen.

Wenn wir das tun, wenn wir unsere schlaffen Hände stärken und unsere wankenden Knie festigen – schauen Sie, was dann geschieht. Vers 5: „Dann …“ Das ist das erste Wort. „Dann“ – das ist das Resultat. Ab Vers 5:

Dann werden die Augen der Blinden
und die Ohren der Tauben geöffnet.

Der Lahme wird springen wie ein Hirsch,

und der Stumme wird jubeln.

Denn aus der Wüste entspringen Quellen,

Ströme bewässern die Steppe.

Luftspiegelungen werden zu echten Seen
und das durstige Land zu sprudelnden Wasserquellen.
Gras, Binse und Schilf blühen,
wo einst Schakale hausten.

Und dann Vers 8:

Durch die Wüste führt dann eine Straße,
die die heilige Straße genannt werden wird.

Heiligkeit. Hören Sie. Ohne Heiligkeit kann es keine Erweckung geben. Haben Sie mich gehört? Ohne Heiligkeit keine Erweckung. Weg mit dem Bequemlichkeits-Christentum! Dies ist ein Aufruf zur Heiligkeit!

Dies ist ein Aufruf, Jesus ähnlicher zu werden. Dies ist kein Aufruf, sonntags zur Kirche zu gehen, um es abhaken zu können und dann von Montag bis Samstag so zu leben, wie man will – um dann sonntags wieder zurückzukommen, seine Hände zu heben, zu lächeln und die Sache wieder abzuhaken. Das ist nicht das Ziel des Ganzen. Dies ist ein Aufruf zur Heiligkeit.

Wir sollen nicht so sein wie die Welt. Wir sollen anders sein. Wir sollen uns abheben. Wir sollen wie eine Stadt auf einem Berg sein, ein Licht im Dunkeln. Wir sind zur Heiligkeit berufen, dazu, uns wie unser Retter zu benehmen. Es gibt keine Erweckung ohne einen Aufruf zur Heiligkeit.

Kein unreiner Mensch wird darauf wandern,
denn sie ist nur für sein Volk bestimmt.
Wer auch immer auf diesem Weg geht, wird sich nicht verirren. Selbst der Einfältige
wird darauf nicht fehlgehen.

Löwen wird es dort nicht geben.

Kein wildes Raubtier

wird diesen Weg betreten.
Nur die Erlösten werden darauf gehen.

Diejenigen, die vom HERRN erlöst wurden,
werden zurückkehren und jubelnd nach Jerusalem kommen.
Ihr Gesicht spiegelt unendliche Freude wider.
Freude und Glück werden bei ihnen einkehren,
Kummer und Seufzen aber werden vor ihnen fliehen.

Das ist ein Bild der Wiederherstellung und Erweckung, die Gott der Erde bringen will. Aber es fängt mit uns als Kirche an, indem er unsere schlaffen Hände stärkt und unsere wankenden Knie festigt. „Dann“, wie es in Vers 5 heißt, „werden die Augen der Blinden und die Ohren der Tauben geöffnet.“

Ist damit körperliche Heilung gemeint? Ja, absolut, das gehört dazu. Aber noch mehr sind die geistlichen Augen und Ohren gemeint, die geöffnet werden. Der Teufel hat Menschen verblendet, sodass sie das Evangelium nicht sehen. Es ist ihnen verschleiert.

Das ist ein prophetisches Bild. Der Heilige Geist hebt den Schleier. Er gibt Menschen Augen zum Sehen und Ohren zum Hören, und ein Herz und einen Verstand, der versteht, was Gott in ihrem Leben tun will. Ich glaube, dass durch diese Öffnung der geistlichen Augen- und Ohren Menschen scharenweise zu Jesus kommen werden. Aber das ist noch nicht alles: „Der Lahme wird springen wie ein Hirsch, und der Stumme wird jubeln.“

Ist damit körperliche Heilung gemeint? Ja, absolut. Genauer gesagt glaube ich, dass wir körperliche Heilungen erleben werden wie vielleicht noch nie zuvor in der Welt. Aber auch hier gibt’s noch eine tiefere, geistliche Bedeutung. Diejenigen, die von Sünde gebunden waren – sei es durch Süchte, Generationsflüche oder durch dämonische Unterdrückung – erlangen Freiheit, wenn der Geist wirkt und Gott Erweckung bringt. Wenn Gott Wiederherstellung bringt und Menschen von seiner Kraft berührt werden, erlangen sie zum ersten Mal in ihrem Leben Freiheit, und sie werden Lieder der Befreiung singen, Lieder des Lobes unseres Gottes.

Was sagt man daraufhin? Ja, und Amen. Ich glaube es, Herr. Lass es so geschehen. Erwecke dein Volk. Lass uns eine Ausgießung deines Geistes erleben. Lass uns Heilungen erleben wie nie zuvor.

Konkret möchte ich jetzt beten, dass Sie, lieber Freund, in diesem Moment – ja, in diesem Moment – von Gottes mächtiger Kraft berührt werden. Ich bete, dass Depression sich hebt. Ich bete, dass Heilung in die Körper von Menschen strömt, im Namen von Jesus. Vater, ich bete, dass du denen, die im Dunkeln tappen, Klarheit schenkst. Mach dich für sie stark. Ich bete im mächtigen, einmaligen, kostbaren, erhöhten Namen von Jesus Christus, unserem Herrn und Retter.

Liebe Freunde, Sie sind von Gott geliebt. Er sieht Sie und er kennt Sie, und er möchte Ihnen helfen. Gottes Segen!

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