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Entdecke Gottes Bestimmung für dein Leben

Gott hat dich aus einem bestimmten Grund geschaffen. Und wenn du dieser Bestimmung nachgehst, wirst du einen starken Segen und große Zufriedenheit erfahren. In dieser Predigt gibt dir Pastor Bayless Conley vier entscheidende Fragen, die dir helfen werden, Gottes einzigartigen Plan und Zweck für dein Leben in Fülle zu entdecken.

Hallo Freunde. Ich bin Bayless Conley. Ich möchte in den nächsten Minuten mit Ihnen über Ziele reden. Dies ist Teil einer Serie mit dem Titel Worauf es wirklich ankommt. Wir sehen uns in der Bibel an, welchen Dingen wir nach dem Willen Gottes gezielt nachgehen müssen, wenn wir sie erfahren wollen. Heute werden wir uns mit einigen der wichtigsten Fragen im Leben eines Menschen befassen: Was ist meine Bestimmung und wie finde ich das heraus? Bleiben Sie dabei. Das wird gut.

 

Hallo, ich bin Bayless Conley. Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt: Er hat Antworten auf deine Fragen.

 

Der Apostel Paulus hatte eine ganz besondere Beziehung zu einer Gemeinde in Philippi. Er hatte die Menschen dort für Christus gewonnen und daraufhin die Gemeinde gegründet. Und in seinem Brief an sie – dem Philipperbrief in unserer Bibel – spricht er von einem der größten Ziele seines Lebens. Damit weist er uns auf etwas hin, das auch wir zum Ziel haben sollten. Philipper 3, Verse 12 bis 14:

 

„Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet bin; ich jage ihm aber nach …“

 

Das Wort „nachjagen“ ist gleichbedeutend mit dem Ausdruck „ein Ziel verfolgen“, den wir in dieser Serie benutzen. Paulus sagte wörtlich: „Ich jage ihm nach, ich verfolge dieses Ziel.“

 

„… ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin. Brüder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage …“

 

(Dasselbe griechische Wort: „Ich verfolge ein Ziel“)

 

„… auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.“

 

Wenn Sie die vorherigen Sendungen angesehen haben, kennen Sie verschiedene Gründe, warum es wichtig ist, unser Ziel und das Wissen um unser Ziel im Auge zu behalten. Und hier sagt Paulus: „Hey, ich verfolge mein Ziel, weil ich es ergreifen will, so wie Christus Jesus mich ergriffen hat.“ Mit anderen Worten: Als ich gerettet wurde, hat Christus mich ergriffen, und das hatte einen Grund. Und dieser ist größer, als dass ich nur Teil der Familie bin und in den Himmel komme, wenn ich sterbe. Er besteht darin, dass Gott mich gebrauchen will, um seinen Einfluss, den Einfluss seines Reiches, auf eine einzigartige Weise in diese Welt zu bringen. Und, Freunde, Gott hat Sie einzigartig erschaffen und er will Sie gebrauchen. Er hat Sie also aus einem bestimmten Grund ergriffen. Und Paulus sagte: „Mein Ziel ist es, herauszufinden, warum Christus mich ergriffen hat. Ich will meine Bestimmung herausfinden.“

 

Und wenn wir dasselbe Ziel haben, wird Gott uns unsere Bestimmung offenbaren, denn er verbirgt sie nicht vor uns. Die Bibel sagt: „Handelt nicht gedankenlos, sondern versucht zu begreifen, was der Herr von euch will.“

 

Die Gründe, warum wir das tun sollten, sind, erstens: Sie werden gelangweilt sein, wenn Sie es nicht tun. Es wird eine Leere in Ihnen geben, die Sie mit nichts anderem füllen können. Ich glaube, es ist ein Abenteuer, es ist Leben und Freude, wenn wir in unser Bestimmung leben.

 

Gott hat Sie nicht dafür erschaffen, ein fades, farbloses, langweiliges Leben zu führen. Er möchte, dass Sie mit ihm ein großes Abenteuer erleben. Der zweite Grund besteht darin, dass Sie und ich außerhalb unserer Bestimmung nie zu dem Segen werden, den Gott vorgesehen hat. Nur wenn wir im Einklang mit unserer Bestimmung wirken, werden wir ein großer Segen sein. Gott sagte Abraham: „Zieh los, geh an den Ort, den ich dir zeigen werde, gehorche mir, lebe in der Bestimmung, die ich für dich habe, und ich werde dich segnen und dich zum Segen machen.“

 

Und der dritte Grund ist, dass wir nur für die Taten belohnt werden, zu denen Gott uns berufen hat.

 

Am Ende der Verse, die ich gerade gelesen habe, sagte Paulus: „… ich jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.“ Es gibt einen Preis. Es gibt einen Lohn. Adam Clark sagte dazu in seinem Kommentar, dass damit wörtlich ein Läufer gemeint ist, der in seiner Spur läuft, denn wenn er sie verlässt und auf der eines anderen läuft, wird er disqualifiziert. Und selbst wenn er als Erster durchs Ziel geht, bekommt er den Preis nicht, weil er sein Rennen laufen muss, genauso wie ich meins und Sie Ihrs.

 

Ich lese Ihnen vor, was Paulus in Apostelgeschichte 20, Verse 22 bis 24 sagte. Hören Sie genau zu, denn in diesen Versen steckt Leben. In Gottes Wort steckt Leben. Hören Sie, was Paulus sagte, Vers 22:

 

„Nun gehe ich nach Jerusalem, unwiderstehlich gezogen vom Heiligen Geist, ohne genau zu wissen, was mich dort erwartet, obwohl der Heilige Geist mir in jeder Stadt gesagt hat, dass mich Gefangenschaft und Leid erwarten. Doch mein Leben ist mir nicht der Rede wert, es sei denn, ich nutze es, um das zu tun, was der Herr Jesus mir aufgetragen hat – das Werk, anderen die Botschaft von Gottes Gnade zu bringen.“

 

Paulus sagte: „Es spielt keine Rolle, was es mich kostet. All das bewegt mich nicht. Ich will mein Rennen beenden, nicht das eines anderen.“ Er spricht von seinem Lauf und dem, „was der Herr Jesus mir aufgetragen hat; die Dinge, die er mir persönlich gesagt hat“. Auch Sie laufen ein Rennen. Gott wird Anweisungen für Sie haben. Ich habe einen Freund, der oft sagt: „Du wurdest als Original geboren. Es wäre eine Schande, wenn du als Kopie sterben würdest.“ Dem stimme ich absolut zu.

 

Jesus sagte in Johannes 17,4: „Ich habe alles getan, was du mir aufgetragen hast.“

Was hat der Herr Ihnen aufgetragen? Sie haben ein Rennen zu laufen. Sie haben eine Aufgabe zu erledigen.

 

Vielleicht sagen Sie: „Gut. Wo fange ich an?“ Hier fangen Sie an: Geraten Sie nicht in Panik. Ich weiß, dass manche Menschen denken werden: „Mann, ein so großer Teil meines Lebens ist schon vorbei. Es ist schon so viel passiert. Was ist, wenn das, was ich gerade tue, nicht dem entspricht, wofür Gott mich erschaffen hat? O nein! O nein! O nein!“ Nein. Geraten Sie nicht in Panik. Gott wird Sie führen. Denn alle, die vom Geist Gottes geführt werden, sind Kinder Gottes. Jesus sagte: „Meine Schafe hören meine Stimme und sie folgen mir.“

 

Paulus gibt Menschen, die Fragen haben, wie: „Was ist, wenn das, was ich tue, nicht Gottes Wille ist?“, einen ausgezeichneten Rat. Er sagt in 1. Korinther 7, Vers 20:

 

„Jeder sollte, nachdem Gott ihn berufen hat, an dem Ort oder in den Umständen des Lebens bleiben, in denen der Ruf ihn angetroffen hat.“

 

Das ist aus der Amplified Bible. In der Neues-Leben-Bibel heißt es hier:

 

„Jeder bleibe in dem, was er war, als Gott ihn berief.“

 

Wenn Sie Lebensmittelhändler waren, als Sie gerettet wurden, bleiben Sie es weiterhin. Bleiben Sie dabei. Als Sekretär bleiben Sie weiterhin Sekretär. Bleiben Sie Student, Zahnarzt, Maurer; bleiben Sie, wo Sie sind, bis Gott Ihnen eine andere Tür öffnet, Ihnen den nächsten Schritt zeigt oder weitere Anweisungen gibt.

 

Es ist möglich, dass Sie Gottes Ruf und Bestimmung für Ihr Leben in dem Beruf erfüllen, den Sie gerade ausüben. Seinen Willen zu tun, bedeutet nicht unbedingt, dass Sie darüber hinausgehen.

 

Meine Frau erzählte mir, dass sie, nachdem sie gerettet war, an nichts anderes mehr denken konnte als die Frage: „Was soll ich tun?“ Sie war ausgebildete Krankenschwester und ging gerade zur Bibelschule. Sie fragte ihren Pastor: „Pastor, was soll ich tun? Soll ich meinen Beruf aufgeben? Soll ich in den Dienst eintreten? Was soll ich tun?“ Sie stand völlig neben sich. Und der Pastor sagte: „Immer mit der Ruhe.“ Er sagte: „Bleib einfach Krankenschwester. Übe einfach weiterhin deinen Beruf aus, bis Gott eine andere Tür öffnet oder dir eine konkrete Anweisung gibt.“ Das war einer der besten Ratschläge, die sie hätte bekommen können. Danach lernten wir uns kennen, wir fingen an, miteinander auszugehen und heirateten acht Monate später. Ich begann, als Hilfspastor in einer kleinen Gemeinde hier in Südkalifornien zu arbeiten. Janet arbeitete nach unserer Hochzeit noch ein oder eineinhalb Jahre als Krankenschwester.

 

Und als wir im August 1983 unsere Gemeinde, die Cottonwood Church gründeten, fing sie an, dort zu arbeiten. Seitdem hat sie ihren Beruf als Krankenschwester nie wieder ausgeübt, obwohl sie ihre Lizenz, für die sie hart gearbeitet hatte, immer aufrechterhielt. Aber in den letzten fast 40 Jahren arbeitete sie im Dienst und nicht mehr als Krankenschwester. Sie geriet in Panik wie schon viele Menschen vor ihr. Freunde, brechen Sie nicht in Panik aus. Gehen Sie einfach die Schritte, die Gott Ihnen zeigt. Gott zeigt uns selten den ganzen Plan, aber er zeigt uns Schritte. In Psalm 37, Vers 23 heißt es:

 

„Vom Herrn her werden eines Mannes Schritte gefestigt, und an seinem Weg hat er Gefallen …“

 

In Psalm 40, Vers 2 lesen wir:

 

„… er hat meine Füße auf Felsen gestellt, meine Schritte fest gemacht.“

 

Psalm 119, Vers 133:

 

„Lehre mich, Herr, nach deinen Ordnungen zu leben.“

 

Sprüche 16, Vers 9:

 

„Ein Mensch kann seinen Weg planen, seine Schritte aber lenkt der Herr.“

 

Gott zeigt uns Schritte. Deshalb müssen Sie sich keine Sorgen darüber machen, was in einem oder zehn Jahren sein wird, und Gott fragen: „Was ist der nächste Schritt? Was soll ich jetzt tun?“ Sie müssen nicht alles über ihre lange Reise des Glaubens wissen. Befassen Sie sich einfach mit dem nächsten Schritt. Ich möchte Sie ermutigen. Vielleicht wollen Sie sich nach der Predigt ein paar Minuten Zeit nehmen, still werden und fragen: „Herr, was ist der nächste Schritt für mich?“ Und wenn der Heilige Geist Ihnen auch nur den leisesten Eindruck gibt, sollten Sie beschließen, ihm zu gehorchen und, so gut Sie es können, danach zu handeln.

 

Vielleicht ist es etwas so Einfaches, wie: „Hey, arbeite ehrenamtlich mit den Kindern in deiner Gemeinde. Fang an, mich zu ehren; sei großzügiger mit deinem Einkommen, säe es in die Mission aus; sprich mit deinem Nachbarn über Gott. Frage die alte Witwe in deiner Straße, ob du ihr bei der Gartenarbeit helfen kannst. Mähe ihren Rasen und mulche ihren Garten.“ Sie wissen nicht, was es ist, wenn Sie nicht fragen. Und dann tun Sie es, so simpel es auch sein mag. Seien Sie treu in den kleinen Dingen, dann wird Gott Ihnen mehr geben.

 

Seien Sie treu im Kleinen, dann gibt Gott Ihnen Größeres. Seien Sie treu, wenn es um andere geht, dann zeigt Gott Ihnen, was er für Sie hat. Werden Sie still. Sagen Sie: „Gott, was ist mein nächster Schritt?“ Und dann gehen Sie diesen Schritt und sehen Sie, wie Gott noch mehr Türen für Sie öffnet.

 

Gut. Ich stelle Ihnen jetzt einige Fragen, die Ihnen weiterhelfen werden, in Ihre Berufung hineinzukommen. Beantworten Sie sich diese Fragen ehrlich. Frage Nummer eins: Was betrübt Ihr Herz? In Hiob 30, Vers 25 fragte Hiob:

 

„Habe ich nicht um die geweint, die in Not waren?“

 

Wenn Sie seine Geschichte lesen, sehen Sie, dass ein großer Teil seiner Berufung darin bestand, den Armen zu helfen. David war betrübt über den Spott Goliats, und er sagte: „Ist das nicht der Mühe wert?“ Nun, Davids Aufgabe war es, ein Leiter und Kämpfer zu sein, und was sein Herz betrübte, war ein Zeichen dafür.

 

Apostelgeschichte 17, Verse 16 und 17:

 

„Während aber Paulus sie in Athen erwartete, wurde sein Geist in ihm erregt …“

 

(Er war betrübt)

 

„… da er die Stadt voll von Götzenbildern sah. Er unterredete sich nun in der Synagoge mit den Juden und mit den Anbetern und auf dem Markt an jedem Tag mit denen, die gerade herbeikamen.“

 

Gut. Sein Geist war betrübt; er wurde erregt, als er sah, dass diese Stadt sich dem Götzendienst hingab. Und dann lesen wir, dass er zur Tat schritt, um etwas dagegen zu tun.

 

Vielleicht gibt es einige Dinge, die Ihr Herz betrüben, und vielleicht sind Sie überrascht, dass diese Dinge das Herz anderer Menschen nicht im selben Ausmaß betrüben. Normalerweise gibt Gott uns die Gabe, die Dinge, die uns ärgern, zu ändern. Wenn Ihr Herz nun betrübt ist, sagen Sie: „Warum tun sie nichts dagegen? Warum tut er nichts dagegen? Warum sie nicht?“ Nun, warum tun Sie nichts? Was ist Ihr Beweggrund?

 

Früher hörte ich mir am frühen Morgen immer eine bestimmte Radiosendung an. Sie war faszinierend. Sie interviewten immer Gäste, die etwas zum Wohl der Gesellschaft getan hatten. Einer hatte ein neues Produkt erfunden, das gegen Fettleibigkeit half, eine Frau hatte für die Kinder in der Innenstadt ein Lernprogramm nach der Schule auf die Beine gestellt und so weiter. Und wenn sie ihre Geschichte erzählten, sagte jeder Einzelne von ihnen, dass seine Initiative aus etwas heraus entstanden war, das ihn geärgert oder sein Herz betrübt hatte.

 

Der Mann, der das Produkt gegen Fettleibigkeit entwickelte, hat heute eine Firma, die auf der ganzen Welt Nahrungsergänzungsmittel und Produkte verkauft, die die Gesundheit der Menschen fördern. Wie sich herausstellte, waren seine beiden Eltern stark übergewichtig und starben aufgrund von Diabetes schon sehr jung. Und er sagte: „Ich wollte verhindern, dass noch mehr Menschen in so jungen Jahren ihre Eltern verlieren, weil sie sich ungesund ernähren. Ich wollte etwas dagegen tun.“ Und so fing er an, diese Gesundheitsprodukte zu entwickeln.

 

Die Frau, die das außerschulische Lernprogramm gegründet hatte, sagte: „Ich war es so leid, zu sehen, wie die Kinder in meiner Nachbarschaft in Gangs landeten und wollte ihnen eine Alternative bieten.“ Und das Programm, das sie ins Leben rief, explodierte regelrecht. Ich glaube, es wurde von einer Stadt nach der anderen übernommen, und so hilft sie jetzt vielleicht Tausenden von Kindern. Aber der Auslöser war etwas, das ihr Herz betrübte. Was bricht Ihr Herz? Was macht Sie wütend? Das kann ein Zeichen dafür sein, wozu Gott Sie berufen hat und was Ihre Aufgabe ist.

 

Gut. Hier ist die zweite Frage, die Sie sich stellen können: Was erweckt Sie zum Leben? Was macht Sie lebendig? Howard Thurman wird das folgende, sehr tiefgründige Zitat zugeschrieben. Er sagte: „Frag dich nicht, was die Welt braucht. Frag dich selbst, was dich lebendig macht und tu es, denn was die Welt braucht sind Menschen, die voller Leben sind.“ Was begeistert Sie? Oder was hat Sie begeistert, bevor Sie Ihre Herzensträume begraben haben?

 

Ich glaube, dass Gott uns die Gnade schenkt, die Dinge, zu denen er uns berufen hat, zu genießen. Wir haben die Verse aus Apostelgeschichte 20 gelesen, in denen Paulus von der Beendigung seines Rennens sprach. Er sagte: „Schwierigkeiten, Verfolgung, Ketten und Gefängnis berühren mich nicht. Ich will meinen Lauf mit Freude vollenden.“ Ja, es werden Schwierigkeiten kommen, es werden Herausforderungen und Verfolgung kommen, wenn wir dem Weg von Gottes Willen für unser Leben folgen, aber er ist auch erfüllt von einer Freude, die Sie an keinem anderen Ort finden können. Und wenn Ihnen das, was Sie mit und durch Ihr Leben tun, keine Freude bringt, ist es vielleicht, nur vielleicht, an der Zeit, den Weg, auf dem Sie sind, zu überdenken.

 

Fragen Sie sich: Was hat Sie in früherer Zeit am meisten erfüllt? Eine leere Leinwand und Wasser- oder Ölfarben? Ein Klumpen Ton auf der Töpferscheibe, die Arbeit mit Kindern? Ein Stift in der Hand und ein Block vor sich oder im Flugzeug zu sitzen oder was auch immer? Was erweckt Sie zum Leben? Ich will Ihnen jetzt nicht empfehlen, Ihren Job zu kündigen, aber ich empfehle Ihnen, mutig genug zu sein, eine ehrliche Bestandsaufnahme Ihres Lebens durchzuführen. Habe ich Freude? Hasse ich, was ich tue, oder liebe ich es?

 

Ich glaube, das Leben ist zu kurz, um es mit etwas zu verbringen, das Sie hassen. „Aber ich verdiene damit viel Geld.“ Okay, das ist gut, aber das, wozu Gott Sie beruft, macht Sie lebendig. Sie werden Freude haben. Ja, es wird Prüfungen und harte Zeiten geben, aber wenn wir Gottes Berufung für uns entsprechen, wird alles, was wir tun, von einem Gefühl der Erfüllung, der Freude und der Lebendigkeit begleitet sein.

 

Hier ist die dritte Frage: Worin sind Sie gut? Ehrlich gesagt, glaube ich, dass die Menschen, ohne dass sie sich dessen bewusst sind, oft ganz intuitiv in die Richtung ihrer Bestimmung gehen, sogar schon, bevor sie Gott kennen. Denken Sie nur an den Apostel Paulus. Er wurde ein römischer Gelehrter, der sein Leben Gott widmete, noch bevor er gerettet war. Warum wurde er kein Politiker? Er hatte einen brillanten Verstand. Warum wurde er kein Künstler? Warum schrieb er keine Romane für die antike Welt? Warum wurde er kein Geschäftsmann? Er hätte sehr viel Geld verdienen und in einem Palast leben können. Er hätte all das tun können, aber noch bevor er Christus kannte, zog es ihn zur Religion und dem Dienst für Gott, obwohl er über diese Dinge falsch informiert war.

 

Denken Sie an Mose. Die Bibel sagt, als er 40 Jahre alt war, entstand der Wunsch in seinem Herzen, seine Brüder und die Kinder Israel zu besuchen. Und er sah einen Ägypter, der einen Israeliten bedrohte, und tötete ihn. Am nächsten Tag traf er auf zwei Israeliten, die miteinander kämpften. Er fragte: „Männer, warum kämpft ihr? Ihr seid Brüder.“ Und einer von ihnen sagte: „Willst du mich töten wie den Ägypter gestern?“

 

Und in der Bibel heißt es, Mose hatte geglaubt, sie wüssten, dass er ein Richter und ein Retter sein würde. Nun, er war nur 40 Jahre zu früh dran. Das war lange, bevor er auf den brennenden Busch traf und seine Berufung von Gott erhielt. Aber irgendwie wirkte er schon damals intuitiv in seiner Berufung als Leiter und Richter, wenn auch ein bisschen zu früh.

 

Und vielleicht, nur vielleicht, haben auch Sie sich schon intuitiv auf den Weg zubewegt, auf dem Sie laufen sollen.

 

Früher trafen sich immer alle Kinder aus meiner Nachbarschaft, und ich weiß noch, dass ich immer die Führung übernahm, ob wir nun ein Fußballturnier organisierten, eine Festung bauten oder was auch immer. Und ich glaube, das hat mit der Tatsache zu tun, dass Gott mich im Leib Christi als Leiter berufen hatte. Ich glaube, ich handelte intuitiv.

 

Und wenn es darum geht, unsere Berufung zu verfolgen, ist es sehr wichtig, zu berücksichtigen, dass sich diese von Zeit zu Zeit verändern kann. Ja. Sie kann in den verschiedenen Zeiten unseres Lebens ein wenig variieren. Wenn ich auf meinem Lauf von einem Bein aufs andere wechsle, verändert sich jedes Mal ihr Schatten und vielleicht hat sie einen anderen Schwerpunkt. Aber ganz gleich, in welcher Zeit wir sind, wird unsere Berufung auf Gottes großen Plan der Erlösung zurückgehen.

 

Gottes wichtigstes Anliegen ist es, Männer und Frauen in seine Familie zu bringen. Jesus Christus kam, um zu suchen und zu retten, was verloren war. Und deshalb muss auch unsere Berufung, ganz gleich, wie sie aussieht – ob ich im Bereich der Medizin arbeite, in der Unterhaltung oder der Politik, ob ich ein Prediger bin, mit meinen Händen arbeite oder ein Künstler bin – unsere Berufung muss zu jeder Zeit unseres Lebens auf Gottes großen Plan, die Verlorenen zu erreichen, zurückgehen.

 

Während Sie mir jetzt gerade zusehen, möchte ich Sie fragen: Warum ist das so? Ich glaube, das ist so, weil Gott will, dass Sie um Ihre Aufgabe wissen. Und wenn Sie anfangen, ihn zu suchen und ihm zu folgen, wird Gott Ihnen diese Aufgabe zeigen. Vielleicht nur für die nächste Zeit Ihres Lebens, nur den nächsten Schritt, den Sie gehen müssen. Aber wenn Sie ihn suchen, wird er Ihnen antworten. Vielleicht haben Sie Jesus Christus noch nie Ihr Herz geöffnet. Aber Sie würden mir jetzt nicht zusehen, wenn Sie kein sanftes Herz hätten. Sie könnten jetzt alles Mögliche andere tun, aber Sie hören mir zu. Warum?

 

Gott versucht, Sie zu erreichen, Freunde. Er versucht, Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie sind wichtig für ihn. Er liebt Sie. Und er will, dass Sie ihn kennen. Jesus Christus, sein Sohn, starb am Kreuz, um Sie in eine Beziehung mit sich zu bringen. Er hat den Preis für Ihre Sünden bezahlt. Er hat Ihren Platz eingenommen und starb als Ihr Stellvertreter. Und er ließ bereitwillig zu, dass die Last Ihrer Sünden ihn zerstörte. Er war von der Gegenwart Gottes abgeschnitten, damit Sie dort willkommen sein würden.

 

Dem Anspruch von Gottes ewiger Gerechtigkeit wurde Genüge getan. Jesus wurde von den Toten auferweckt. Und die Bibel sagt, wenn Sie das glauben und ihn mit Ihrem Mund als Herrn bekennen, bringt Gott Sie in diese Beziehung hinein, die man Erlösung nennt, und das ist der Anfang. Dort werden Sie Ihre Bestimmung finden und Gottes Platz für Sie in seiner Familie und seinem Reich. Und, Freunde, es ist ein wunderbares Abenteuer, jeden Tag mit ihm zu leben, ihn zu lieben, ihn zu kennen und ihn bekannt zu machen.

 

Lassen Sie mich die drei Fragen, die ich Ihnen gestellt habe, noch einmal anders formulieren und sie auf vier Fragen ausdehnen. So ist es sehr einfach, sie sich zu merken. Nummer eins: Wo ist Ihr Feuer? Nummer zwei: Worin finden Sie Erfüllung? Nummer drei: Wo bringen Sie Frucht, und Nummer vier: Was macht Sie wütend?

 

Gut. Nummer eins: Wo ist Ihr Feuer? Nochmals: Was macht Sie lebendig? Ich weiß noch, wie ich einmal auf einem TV-Kongress war und dort einen befreundeten Pastor traf. Er hatte einen großen Mediendienst, und mit ihm waren einige Techniker da. Wir standen zu viert oder fünft zusammen und unterhielten uns. Und einer der Männer sah aus wie Lazarus, bevor er von den Toten auferweckt wurde. Er war so desinteressiert, stand nur da und wirkte wie ein lebendiger Toter. Er zeigte kein Interesse und beteiligte sich nicht an der Unterhaltung, bis jemand das Wort „Computer“ sagte.

 

In dem Moment, als das Wort „Computer“ fiel, wurde Lazarus von den Toten auferweckt und er beteiligte sich an dem Gespräch. Er sprach in einer Sprache, die ich nicht verstand. Das machte ihn lebendig. Da war sein Feuer. Worin finden Sie Erfüllung? Was gibt Ihnen diese innere Zufriedenheit? Das ist normalerweise ein deutliches Zeichen für Ihre Berufung.

 

Und dann: Wo bringen Sie Frucht? Manche Menschen sind in bestimmten Bereichen auf ganz natürliche Weise erfolgreich. Ich kenne Menschen, die einen Motor nur ansehen müssen und intuitiv wissen, wie er funktioniert. Sie können ihn zerlegen und daran herumschrauben und können nicht nachvollziehen, warum andere das nicht verstehen. Ich habe keine Ahnung, was sie tun und könnte es nicht nachmachen. Aber für sie ist das etwas ganz Intuitives. Sie bringen auf ganz natürliche Weise Frucht. Manche von Ihnen gehen in einen Raum voller schreiender Kinder, und plötzlich werden alle still. Sie lieben Sie einfach. Sie sind fasziniert von Ihnen. Sie sind ein Kind-Flüsterer. Sie haben diese erstaunliche Gabe, und dort bringen Sie Frucht. Wir anderen gehen in einen Raum voller stiller Kinder und sie fangen alle an zu weinen.

 

Es gibt Bereiche, in denen Sie einfach auf natürliche Weise Frucht bringen, fast ohne sich anzustrengen. Vielleicht sind es Zahlen: vielleicht ist es die Arbeit mit Kindern. Es gibt einen Bereich natürlicher Fruchtbarkeit in Ihrem Leben.

 

Und schließlich haben wir darüber gesprochen, was Sie wütend macht. Was ärgert sie? Und nochmals, ich glaube, ich muss das sagen. Als Pastor habe ich das im Lauf der Jahre viele, viele Male erlebt. Jemand kommt zu mir und ist total genervt von etwas. Vielleicht, weil es in seiner Stadt obdachlose Menschen gibt, oder wegen eines bestimmten Gebiets auf der Welt, wo es die Möglichkeit gibt, in die Mission zu gehen, oder es hat mit einer Ungerechtigkeit an der örtlichen Schule zu tun. Und sie kommen und sagen: „Pastor, warum unternimmst du in dieser Sache nichts? Warum tun wir in dieser Sache nichts?“ Und ich sage ihnen immer: „Das macht dich wirklich zornig, stimmt’s?“ Und sie sagen: „Ja.“ Ich sage: „Nun, vielleicht solltest du derjenige sein, der die Sache ins Rollen bringt.“

 

Suchen Sie nicht immer nach jemand anderem, um die Dinge, die Sie ärgern, zu lösen. Vielleicht will Gott Sie gebrauchen, um Menschen zu helfen, die kein Essen haben, mit Kindern zu arbeiten oder in dieser Gegend der Welt Missionsarbeit zu tun. Wo ist Ihr Feuer? Worin finden Sie Erfüllung? Wo bringen Sie Frucht? Und was macht Sie wütend? Beantworten Sie diese Fragen und Sie werden auf dem Weg sein, Ihre Bestimmung zu finden.

 

Ich hoffe, dass Sie heute etwas Gutes mitgenommen haben. Ich möchte Sie ermutigen, diese Botschaft immer wieder anzuhören. Ich habe bei mir selbst festgestellt, dass ich nie alles mitbekomme, wenn ich etwas zum ersten Mal höre. Ich muss es immer wieder hören. Manchmal nimmt uns ein Gedanke gefangen und wir bekommen die nächsten Dinge, die gesagt werden, nicht ganz mit. Sie müssen wissen, Freunde: Gott liebt Sie und auch wir lieben Sie.

 

Ich möchte all jenen, die für uns beten und uns unterstützen, danke sagen. Diese Predigten werden in vielen Sprachen auf der ganzen Welt ausgestrahlt. Wir wollen sehen, dass die Menschen zu Gott finden und die Wahrheit erkennen. Und wir haben eine Partnerschaft, ein Team von Menschen, mit denen wir geistlich verbunden sind. Sie unterstützen unsere Arbeit finanziell und im Gebet, und das ermöglicht es uns, diese Botschaft in die ganze Welt zu bringen. Danke, dass Sie dazu beitragen, Menschen die lebendige Hoffnung von Jesus weiterzugeben.

 

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