Hast du eine Frage oder ein Gebetsanliegen? 
Wir helfen dir gerne weiter.

+49 40 6 44 22 5 77

Jetzt anrufen

[email protected]

E-Mail-Programm öffnen
Unser Team ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr für dich da.

Die Rückkehr des Königs – Psalm 24

Wer kann in die Gegenwart des heiligen Gottes kommen? Nur wer ein reines Herz hat, heißt es in der Bibel in Psalm 24. Das scheint für uns Menschen unmöglich zu sein. Bayless Conley befasst sich in dieser Predigt mit drei prophetischen Psalmen, die auf Jesus hinweisen und darauf, was er für uns getan hat. Entdecke, was Psalm 22, Psalm 23 und Psalm 24 mit deiner persönlichen Beziehung zu Gott zu tun haben.

Bitte schlagen Sie Ihre Bibel in Psalm 22 auf, wenn Sie eine dabeihaben.

 

Wir werden uns kurz Psalm 22 und Psalm 23 ansehen und uns dann auf Psalm 24 konzentrieren. Psalm 24 wird heute im Mittelpunkt stehen. Diese drei Psalmen sind miteinander verknüpft. Sie sind alle prophetisch, sie sind alle von David geschrieben worden und sie weisen alle auf Jesus hin.

 

Psalm 22 wird auch „Kreuzigungspsalm“ genannt. Psalm 23 ist als „Hirtenpsalm“ bekannt. Und Psalm 24 wird auch als „Krönungspsalm“ bezeichnet. Retter, Hirte und Herrscher. Diese drei Psalmen weisen alle auf verschiedene Aspekte dessen hin, wer Jesus ist und was er für uns getan hat.

 

Ich habe früher schon ausführlich über Psalm 22 und Psalm 23 gepredigt. Deswegen schauen wir sie uns heute nur kurz an.

 

Fangen wir mit Psalm 22 an. Geschrieben wurde er etwa tausend Jahre, bevor Jesus am Kreuz starb. Und doch sind die Worte Davids, die er inspiriert durch den Heiligen Geist verfasste, so detailliert und genau, als würde er die Kreuzigung beschreiben. Man könnte meinen, er hätte sie mit eigenen Augen gesehen.

 

Lesen wir Vers 2:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Fern von meiner Rettung sind die Worte meines Gestöhns.“

 

Das sind genau die Worte, die Jesus am Kreuz aussprach und die in Matthäus 27 festgehalten sind.

 

Vers 3:

„Mein Gott, ich rufe bei Tage, und du antwortest nicht; und bei Nacht, und mir wird keine Ruhe.“

 

Er war vom Vater verlassen und ganz allein. Das Licht des Vaters hatte sich von ihm zurückgezogen. Im Matthäusevangelium wird berichtet, dass auf einmal eine tiefe Finsternis über das ganze Land kam. Das war mehr als nur ein Naturphänomen. Es war eine geistliche Aussage. Es schien, als hätten die Mächte der Finsternis die Herrschaft an sich gerissen und nun die Oberhand. Die Hoffnung der Menschheit hing entstellt an einem Kreuz. Das Licht der Welt wurde ausgelöscht. Es sah finster für die Menschheit aus.

 

Wir wissen, dass es einen Grund gab, warum das Licht der Welt ausgelöscht werden musste. Uns ist klar, warum er starb. Doch in diesem Moment war das ein Geheimnis. Es war verborgen. Selbst hier in diesem Psalm ist es ein Geheimnis. Die Juden wussten es nicht. Jesu eigene Jünger wussten es nicht. Satan wusste es nicht. In der Bibel steht, dass er den Herrn der Herrlichkeit sonst nie hätte kreuzigen lassen.

 

Und so sehen wir hier ein Bild, tausend Jahre, bevor Jesus gekreuzigt wurde. Schauen wir uns die nächsten Verse an. Psalm 22,5-7:

„Auf dich vertrauten unsere Väter; sie vertrauten, und du rettetest sie. Zu dir schrien sie um Hilfe und wurden gerettet; sie vertrauten auf dich und wurden nicht zuschanden.

Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk.“

 

Wir wissen, dass Jesus von den Menschen verachtet und verspottet wurde. Er sagt hier: „Ich bin ein Wurm.“ Auf Hebräisch steht hier das Wort „towla“ für eine Schildlaus. Sehr interessant. Aus diesen Schildläusen wurde der Farbstoff gewonnen, mit dem man die Kleidung von Königen färbte. Man zerquetschte die Schildläuse und machte aus ihrem Blut den Farbstoff, mit dem man die Kleider herstellte. Das ist ein Bild dafür, dass Jesus unter der Last unserer Sünde zerquetscht wurde und dass sein kostbares Blut uns in königliche Kleider hüllt. Wir werden Könige und Priester unseres Gottes. Durch das Opfer von Jesus bekommen wir das Gewand der Gerechtigkeit.

 

Vor vielen Jahren waren wir einmal im Urlaub. Die Kinder waren noch klein. Ich nahm mir einen Tag Zeit, um allein Golf zu spielen. Sie teilten mir einen anderen Spieler zu und wir verstanden uns prima. Wir lachten viel und stellten fest, dass wir vieles gemeinsam hatten. Etwa nach der Hälfte der Runde erzählte er mir, dass er in der Wäschebranche arbeitet. Und ich konnte nicht anders. Ich sagte: „Mein Chef ist auch in der Wäschebranche.“ Er fragte: „Wirklich?“ Und ich sagte: „Ja. Er tauscht unsere dreckigen Lumpen gegen strahlend weiße Kleider. Sein Waschmittel ist sein eigenes kostbares Blut. Das bringt jeden Fleck raus.“ Da schaute er mich an und sagte: „Das musste ja jetzt kommen.“ Wir lachten und verbrachten den Rest des Tages damit, Bälle zu schlagen und über Gott zu reden.

 

Ja, Jesus wurde zerquetscht, damit wir seine Gerechtigkeit anziehen und königliche Gewänder tragen können.

 

Weiter heißt es in den Versen 8-9:

„Alle, die mich sehen, spotten über mich; sie verziehen die Lippen, schütteln den Kopf: Er hat es auf den Herrn gewälzt, der rette ihn, befreie ihn, denn er hat ja Gefallen an ihm!“

 

Matthäus berichtet davon. Jesus wurde von den Juden verspottet – sogar von den Dieben, die neben ihm gekreuzigt wurden. Sie sagten genau diese Worte. In der Bibel steht: „Sie schüttelten den Kopf,“ während sie wortwörtlich genau das zu ihm sagten, während er am Kreuz hing.

 

Wir kommen zu Vers 17:

„Denn Hunde haben mich umgeben, eine Rotte von Übeltätern hat mich umzingelt. Sie haben meine Hände und meine Füße durchgraben.“

 

Es ist ungewöhnlich, dass David solche Worte schrieb. Zum einen war „Hunde“ die Bezeichnung der Juden für die Heiden. David sagt hier also: „Heiden umgeben mich. Die Heiden haben meine Hände und Füße durchbohrt.“ Es waren die Römer, die Jesu Hände und Füße durchbohrten. Doch es ist vor allem ungewöhnlich, weil die jüdische Todesstrafe die Steinigung war. Die Kreuzigung war keine jüdische Strafe, sondern eine römische. Und doch schrieb David tausend Jahre zuvor ganz konkret: „Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt.“ Und er ist noch nicht fertig.

 

Vers 19:

„Sie teilen meine Kleider unter sich, und über mein Gewand werfen sie das Los.“

 

Wir lesen in allen vier Evangelien, dass die römischen Soldaten am Fuß des Kreuzes das Los warfen und um Jesu Gewand spielten.

 

Doch in Vers 21 ändert sich die ganze Atmosphäre und Ausrichtung des Psalms, weil eine Auferstehung stattfindet. Eine Kirche wird geboren und ausgesendet.

 

Ich habe wie gesagt schon einmal darüber gepredigt. Deswegen belassen wir es dabei und kommen zu Psalm 23, dem beliebtesten aller Psalmen. Wir alle kennen ihn.

 

 

 

Psalm 23,1:

„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“

 

Solange er nicht mein persönlicher Hirte ist, bin ich nur ein verlorenes Schaf.

 

In Jesaja 53,6 heißt es:

„Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg.“

 

Das ist die gesamte Menschheit.

 

Gott vergleicht die verlorene Menschheit nicht zufällig mit einem Schaf. Denn von allen Tieren ist keines so bemitleidenswert wie ein Schaf, wenn es verloren geht. Ein Schaf kann sich direkt neben seinem Zuhause hoffnungslos verirren. Schafe sind nicht besonders klug. Deswegen vergleicht Gott die Menschen mit Schafen.

 

Trotz all unserer Fortschritte und unserer Technik sind wir geistlich vollkommen verloren. So cool und klug die anderen Schafe auch sind, von denen Sie umgeben sind – sie haben sich trotzdem verlaufen und können die Leere nicht füllen. Wir brauchen einen Hirten. Wir müssen gefunden werden.

 

Doch erst, wenn ich sein vollbrachtes Werk aus Psalm 22 annehme, kann ich ihn als meinen Hirten aus Psalm 23 annehmen. Erst muss ich mein Vertrauen auf das setzen, was er als Retter in Psalm 22 getan hat, auf sein Opfer für mich. Nur dann kann ich ihn als meinen Hirten kennenlernen.

 

Kommen wir zu Psalm 24, dem Psalm des Herrschers, dem „Krönungspsalm“. Wir beginnen mit Vers 1:

„Des Herrn ist die Erde und ihre Fülle, die Welt und die darauf wohnen.“

 

Die Erde und alles was auf ihr und in ihr ist, gehört rechtmäßig ihm, dem Schöpfer. In der Bibel steht: „Der Herr hat uns gemacht, nicht wir uns selbst.“

 

Vers 2:

„Denn er, er hat sie gegründet über Meeren und über Strömen sie festgestellt.“

 

Das bezieht sich auf den Bericht in 1. Mose 1,9-10.

Vers 3:

 

„Wer darf hinaufsteigen auf den Berg des Herrn und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?“

 

Mit „der Berg des Herrn“ ist der Berg Zion gemeint und mit der „heiligen Stätte“ der Tempel. Aber bildlich gesehen geht es hier um den Himmel. Und es ist eine sehr gute Frage. Er fragt: „Wer kann hinaufsteigen? Wer kann in die Gegenwart des heiligen Gottes kommen, ob im Tempel auf der Erde (der eine Kopie des wahren ist) oder im Himmel selbst? Wer kann hinaufsteigen und vor Gott treten?“

 

Die Antwort darauf gibt er in Vers 4:

„Der unschuldige Hände und ein reines Herz hat, der seine Seele nicht auf Falsches richtet und nicht schwört zum Betrug.“

 

Unschuldige Hände und ein reines Herz. „Unschuldige Hände“ bedeutet äußere Reinheit und „ein reines Herz“ innere Reinheit. Wir müssen nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich gerecht sein.

 

 

 

Und dann sagt er ab Vers 5:

„Er wird Segen empfangen vom Herrn und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Das ist das Geschlecht derer, die nach ihm trachten, die dein Angesicht suchen: Jakob.“

 

In der Neues-Leben-Bibel steht: „Das gilt für die Menschen, die nach dem Gott Israels fragen und seine Gegenwart suchen.“ Den, der unschuldige Hände und ein reines Herz hat.

 

Was ist also das Problem? Nun, das Problem ist Folgendes: Niemand hat das. Niemand kann das erfüllen. Deswegen gab es im Alten Testament Sündopfer, so dass die Menschen zu Gott kommen konnten. Aber die Sündopfer unter dem alten Bund konnten die Sünde nicht abwaschen. Sie konnten die inneren Verletzungen nicht heilen. Sie konnten die Sünde nur für ein Jahr bedecken. Doch jedes Jahr wurde an die Schuld erinnert. Und die Opfer mussten immer und immer wieder gebracht werden.

 

In Hebräer 10,1-4 steht:

„Das Gesetz brachte also nur einen Schatten des Zukünftigen und nicht die Wirklichkeit der himmlischen Güter. Die Opfer wurden Jahr für Jahr wiederholt, doch sie konnten denen, die zur Anbetung kamen, keine vollkommene Reinigung schenken. Wäre dies der Fall gewesen, dann hätte es keine Opfer mehr gegeben, denn die Opfernden wären ein für alle Mal gereinigt gewesen, und sie hätten ein reines Gewissen. Doch das Gegenteil geschah. Die jährlichen Opfer erinnerten sie Jahr für Jahr erneut an ihre Sünden. Denn das Blut von Stieren und Böcken kann keine Sünden fortnehmen.“

 

Es bedeckte die Sünde nur. Einmal im Jahr wurde sie bedeckt. Doch die Schuld darunter war immer noch da. Sie konnten jedes Jahr neu den Mantel darüber ziehen, um die Verletzungen und den Schmutz der Sünde zu bedecken. Aber das war alles. Die Schuld war nur bedeckt. Sie war immer noch da. Und man wurde nicht innerlich verändert. Man war innerlich immer noch schmutzig und zerbrochen. Das Opfer konnte den Schmutz nicht abwaschen. Es konnte die Schuld nicht wegnehmen. Es konnte die Verletzungen nicht heilen. Es konnte nur alles für ein Jahr bedecken.

 

Und es war sogar noch schlimmer. Ich möchte Ihnen etwas aus Römer 3,9-12 vorlesen. Es sind eigentlich die Worte von König David aus Psalm 53 und Psalm 14. Der Schreiber des Römerbriefs zitiert sie aus den Psalmen und schreibt in Römer 3,9-12:

 

„Was nun? Haben wir einen Vorzug? Durchaus nicht! Denn wir haben sowohl Juden als auch Griechen vorher beschuldigt, dass sie alle unter der Sünde seien,

wie geschrieben steht:

Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer.“

 

Vers 23:

„Denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes.“

 

Mein Freund, unsere guten Taten reichen nicht aus, um uns vor dem heiligen Gott gerecht zu machen. All unsere persönlichen Opfer sind zu wenig. Sie können nie den Preis für unsere Erlösung zahlen. Deswegen brauchen wir einen Retter. Am Kreuz hat er eine Schuld bezahlt, die er nicht schuldig war. Seine Seele wurde zu einem Sündopfer für uns. Er ging in die Dunkelheit, damit wir ins Licht treten können. Jesus hat gegen die Sünde, den Satan und die Mächte der Finsternis gekämpft und gewonnen. Er hat unseren Widersacher besiegt. Er ist siegreich aus dem Grab auferstanden.

 

Hören Sie zu, wie es im Kolosserbrief beschrieben wird.

 

 

Ich lese aus Kolosser 2,14-15 in der „Passion“-Übersetzung:

„Er hat jede unserer Gesetzesübertretungen getilgt und den alten Haftbefehl aufgehoben, der uns anklagte. Er hat alles ausgelöscht – unsere Sünden, unsere befleckte Seele – und sie können nicht wieder zurückgeholt werden! Alles, was wir einst in Adam waren, ist an sein Kreuz genagelt worden und bleibt dort als öffentliches Zeichen, dass alles getilgt ist.

Danach hat Jesus alle Mächte und Gewalten der Finsternis öffentlich bloßgestellt und ihnen ihre Waffen, ihre geistliche Autorität und ihre Macht genommen, mit denen sie uns verklagt haben. Durch die Macht des Kreuzes führte Jesus sie als seine Gefangene in einem Triumphzug davon. Er war nicht ihr Gefangener – sie waren seine!“

 

In Hebräer 2,14 steht: „Durch den Tod hat er den zunichte gemacht, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel.“

 

Deswegen sagt Jesus in Offenbarung 1,18: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“

 

Was für ein Retter! Er hat die Dunkelheit zerschmettert, die Ketten der Sünde zerrissen, sich seinen Jüngern lebendig gezeigt und ist dann in den Himmel aufgefahren, um auf der rechten Seite des Vaters zu sitzen.

 

Und wenn Sie die Bibel kennen, wissen Sie, dass sowohl bei der Auferstehung als auch bei der Himmelfahrt Engel da waren.

 

An diesem Punkt in Psalm 24 verändert sich etwas. Der Schauplatz ist nicht mehr die Erde, sondern der Himmel. Es wirkt, als würde die Engels-Delegation, die Jesus an seinen rechtmäßigen Ort in den Thronsaal führt, um sich auf die rechte Seite des Vaters zu setzen, etwas rufen – und als würden die Engel, die den Thronsaal bewachen, etwas antworten. Von nun an besteht der Psalm aus einem Dialog zwischen diesen beiden Engelsgruppen.

 

Zuerst sprechen die Engel, die Jesus begleiten.

 

Sie rufen in den Versen 7-10:

„Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!“

 

Die anderen Engel antworten voll Staunen:

 

„Wer ist dieser König der Ehre?“

 

Da kommt die Antwort:

 

„Es ist der HERR, stark und mächtig, der Herr, mächtig im Streit.“

 

Und dann rufen wieder die ihn begleitenden Engel:

 

„Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!“

 

Voll Ehrfurcht und Staunen folgt wieder die Frage:

 

„Wer ist er, dieser König der Ehre?“

 

Sie antworten:

 

„Der Herr der Heerscharen …“

 

Wörtlich: „Der Herr der Engelsheere“.

 

„Er ist der König der Herrlichkeit!“

 

Woher kommt dieses ehrfürchtige Staunen der Engel, die den Thronsaal bewachen? Nun, sie waren dabei, als der König den Saal verließ. Sein Thron war 33 Jahre lang leer.

 

Ich stelle es mir oft vor: ein langer Korridor, in dem immer wieder Engel postiert sind. Riesige Türen am anderen Ende. Und an diesem Ende sitzen Vater und Sohn auf ihren Thronen und unterhalten sich leise. Doch etwas an der Atmosphäre ist anders. Jeder Engel spürt es. Eine gewisse Resignation und Traurigkeit scheinen in der Luft zu liegen, wie sie es noch nie erlebt haben. Langsam steht Jesus auf, steigt die Stufen hinunter und geht den Gang zwischen den Engeln entlang. Vielleicht werfen sie einander Blicke zu: „Was ist los?“ – „Ich weiß es nicht.“ Er erreicht das Ende des Korridors mit den großen Türen und dreht sich noch einmal um, als wollte er den Vater ein letztes Mal sehen. Dann ist er auf einmal verschwunden. Er hat seine göttlichen Vorrechte und die Würde abgelegt, die ihm rechtmäßig zusteht. In diesem Moment wurde er zu einem Kind im Leib einer Jungfrau namens Maria. Er erniedrigte sich selbst und nahm die Gestalt eines Menschen an.

 

Doch nun hat sich alles verändert. Die Erlösung ist da. Das große Opfer ist gebracht worden. Die Finsternis ist besiegt. Der König der Herrlichkeit kehrt auf seinen Thron zurück. Er ist immer noch der Gleiche – und doch ist er anders. Er strahlt Glanz und Pracht aus. Die Engel sagen: „Macht die Tore weit! Öffnet die Türen!“ Sie sagen: „Wir wissen, dass er es ist, aber seine Hände sind durchbohrt. Seine Füße haben Löcher. Seine Seite ist verletzt worden. Sein Gesicht, sein Rücken … Wer ist der König der Herrlichkeit, der seinen Thron, seinen Vater im Himmel und die Herrlichkeit verlassen hat, um hinunterzusteigen und für seine Schöpfung zu sterben? Wer ist dieser König der Herrlichkeit?“

 

Mein eigenes Herz ruft das Gleiche. Wer würde so etwas für mich tun? Doch es steckt noch mehr darin. Als er dieses Allerheiligste betrat, nahm er uns dorthin mit. Der Himmel war für uns verschlossen. Doch nun stehen seine Türen weit offen.

 

In Hebräer 9,12 steht:

„Mit seinem eigenen Blut ist er ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen und hat uns eine ewige Erlösung erworben.“

 

Wir können nun ohne jede Scham und Schuld vor den heiligen Gott treten. Wer kann den Berg des Herrn hinaufsteigen? Wer kann in seine heilige Gegenwart treten? „Die, die ihre Kleider gewaschen haben im Blut des Lamms.“ Er hat all das für uns getan, mein Freund.

 

Was für ein Retter! Was für ein König!

 

Was für ein Retter! Jemand sagte einmal: „Er rettet alle, vom Höchsten bis zum Niedrigsten.“ Mein Freund, ganz gleich, auf welcher gesellschaftlichen Stufe Sie stehen – es gibt einen Retter, der für Sie gestorben ist. Jesus hat Ihre Sünden ans Kreuz geschlagen. Er ist freiwillig an Ihrer Stelle gestorben. Der Zorn Gottes über die Sünde der Welt ergoss sich über seinen eigenen unschuldigen Sohn, der bereitwillig unsere Schuld bezahlte. Durch das, was Jesus Christus getan hat, steht uns der Weg in das Allerheiligste – in Gottes Gegenwart im Himmel – offen.  

 

Wenn Sie ihm noch nie Ihr Herz geöffnet haben, gibt es keinen besseren Moment dafür als jetzt. Ganz gleich, wo Sie gerade sind – Gott ist bei Ihnen und spricht durch seinen Geist zu Ihrem Herzen. Er liebt Sie so sehr. Er hat so viel bezahlt, um Sie zu retten, Sie in seine Familie zu holen, Sie reinzuwaschen und Ihnen ein neues Leben zu schenken. 

 

 

 

 

Sagen Sie aus ganzem Herzen: „Jesus, komm in mein Leben. Sei mein Herr. Sei mein Retter. Jesus, ich will dir nachfolgen und dienen.“

 

Wenn Sie schon einmal ein Gebet wie dieses gebetet haben oder wenn Sie gerade mitgebetet haben, dann hat er Sie gehört. Er hört den Schrei jedes Herzens. Er wird Sie nie aufgeben und nie verlassen. 

 

Ich möchte für Sie beten. Vater, ich bitte dich, meinen Freund jetzt zu segnen. Was er auch durchmacht und was er erlebt, Herr, ich bitte dich, dass du dich um seinetwillen als stark erweist. Ich bitte dich, dass du in seine Situation im Leben eingreifst. Schenk ihm Weisheit. Schenk ihm Kraft. Im Namen von Jesus. 

 

Zum Schluss möchte ich allen danken, die uns finanziell unterstützen. Ohne Ihre Spenden und Ihre Gebete könnten wir nicht tun, was wir tun. Wir danken Ihnen von Herzen. Danke fürs Weitersagen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hat dir die Sendung gefallen?

Dann leite sie gerne weiter oder teile sie in den sozialen Medien, damit auch andere ermutigt werden!

Verpasse keine Sendung

Unser Service für dich: Wir schicken dir jede Woche eine E-Mail mit dem Link zur aktuellen Sendung.
Jetzt anmelden

Das könnte dich auch interessieren:

Unterstütze unsere Arbeit

Bring mit uns Hoffnung in die Wohnzimmer der Menschen!

Gerade während der momentanen Corona-Krise empfinden wir es als große Chance, Menschen durch Gottes Wort neue Zuversicht zu geben.
crosschevron-down