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Die Kraft des Heiligen Geistes und du

Als Jesus in den Himmel zurückkehrte, ließ er seine Jünger nicht schwach und allein zurück. Im Gegenteil: Er gab ihnen – und damit auch dir heute – den Auftrag, überall das Evangelium zu predigen und Kranke zu heilen. Aber wie kann das gehen? Die Wahrheit ist, dass wir diese Aufgabe nur durch den Heiligen Geist erfüllen können. Entdecke heute, was es bedeutet, mit dem Heiligen Geist getauft zu werden und dein Leben in der Kraft des Heiligen Geistes zu führen!

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  • Jesus hat uns als seine Nachfolger beauftragt, seine gute Nachricht der Welt zu verkündigen, die ihn so sehr braucht. Wir sollen für Kranke beten und erleben, wie sie sich erholen. Wir alle sollen anpacken, um die Welt zu verändern. Wir sind Kanäle für seine Herrlichkeit, seine Barmherzigkeit und seine Liebe. Aber die Wahrheit ist: Alleine schaffen wir das nicht. Wir können das nicht, ohne uns auf den Heiligen Geist zu verlassen. Das ist heute unser Thema. Lassen Sie sich das nicht entgehen!

    Hallo, ich bin Bayless Conley. Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt: Er hat Antworten auf deine Fragen.

    Nach seiner Auferstehung verbrachte Jesus 40 Tage auf der Erde, an denen er Menschen vielfach erschien und zu verschiedenen Gelegenheiten Zeit mit den Jüngern verbrachte. Er gab ihnen unwiderlegbare Beweise, dass er tatsächlich der auferstandene Sohn Gottes ist. Und dann, auf dem Ölberg, kurz bevor er in den Himmel aufstieg und sich zur rechten Hand des Vaters setzte, gab er den Jüngern und uns einige letzte Anweisungen, bevor er diese Erde verließ.

    In Apostelgeschichte 1 ab Vers 4 lesen wir:
    „Bei einer dieser Begegnungen, als sie gerade aßen, sagte er: ‚Bleibt hier in Jerusalem, bis der Vater euch sendet, was er versprochen hat. Erinnert euch: Ich habe schon mit euch darüber geredet. Johannes hat mit Wasser getauft, doch schon in wenigen Tagen werdet ihr mit dem Heiligen Geist getauft werden.‘ Wenn die Apostel mit Jesus zusammen waren, fragten sie ihn immer wieder: ‚Herr, wirst du Israel jetzt befreien und unser Königreich wiederherstellen?‘ ‚Die Zeit dafür bestimmt allein der Vater‘, erwiderte er, ‚es steht euch nicht zu, sie zu kennen. Aber wenn der Heilige Geist über euch gekommen ist, werdet ihr seine Kraft empfangen. Dann werdet ihr von mir berichten – in Jerusalem, in ganz Judäa, in Samarien, ja bis an die Enden der Erde.‘“

    Er sagte also: „Wartet auf das, was der Vater versprochen hat. Ihr werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden und Kraft empfangen. Alle zusammen: „Kraft“! Das ist das gleiche Wort, was sonst im Neuen Testament mit „Wunder“ übersetzt wird. In den Versen, wo es heißt, dass eine Wirkung oder Kraft von Jesus ausging und viele Menschen heilte, steht das gleiche Wort. Es ist heilende Kraft, Wunder vollbringende Kraft, vor unserer eigenen Haustür und rund um die Welt seine Zeugen zu sein.

    Wenn Sie meine Predigt gehört haben über jenes letzte Gespräch, das Jesus mit den Jüngern führte, erinnern Sie sich vielleicht an etwas, das wir nur kurz erwähnt haben. Jesus sprach detailliert über den Heiligen Geist und das, was er tut – was die Jünger vom Heiligen Geist erwarten konnten und sollten, wenn er kommt.
    Jesus sagte: „Der Heilige Geist wird euch trösten. Er wird euch stärken. Er wird euch die Zukunft offenbaren und euch an mein Wort erinnern. Er wird euch in alle Wahrheit leiten und euch helfen, meine Zeugen zu sein. Er wird die Menschen überzeugen, was die Wahrheit betrifft und die Möglichkeit der Rettung für die Welt, die Rettung braucht.“ Der Heilige Geist erfüllt uns persönlich, bereichert unser Leben persönlich, leitet uns, stärkt uns und tröstet uns persönlich. Er befähigt uns auch, den Einfluss von Gottes Reich durch uns zu anderen zu bringen. Er handelt in uns und für uns, aber er handelt auch durch uns. Und das betont Jesus hier in diesen Versen. „Ihr werdet Kraft, Wunder wirkende Kraft empfangen, meine Zeugen zu sein.“

    Nun befinden wir uns am Ende der 40 Tage. Jesus hat mit den Jüngern über Gottes Reich gesprochen. Sie verstehen ihren Auftrag, hinauszugehen und der ganzen Schöpfung das Evangelium zu verkündigen. Jesus steht kurz vor der Himmelfahrt. Und was sagt er? „Ihr kennt die Wahrheit. Ich wurde von den Toten auferweckt. Es gibt Rettung für die verlorene Welt. Es gibt eine Möglichkeit, der Hölle zu entkommen, in den Himmel zu gelangen und eine Beziehung zu mir zu haben. Deswegen lautet mein letzter Auftrag an euch: Draußen ist die verlorene Welt, aber wartet. Wartet, dass der Vater tut, was er versprochen hat. Nicht lange, und ihr werdet mit dem Heiligen Geist erfüllt und getauft werden.“

    Sie mussten nur etwa 10 Tage warten. Kommen wir zu Apostelgeschichte 2. Dort heißt es ab Vers 1:
    „Am Pfingsttag waren alle versammelt. Plötzlich ertönte vom Himmel ein Brausen wie das Rauschen eines mächtigen Sturms und erfüllte das Haus, in dem sie versammelt waren. Dann erschien etwas, das aussah wie Flammen, die sich zerteilten, wie Feuerzungen, die sich auf jeden Einzelnen von ihnen niederließen. Und alle Anwesenden wurden vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu sprechen, wie der Heilige Geist es ihnen eingab.“

    Im Neuen Testament werden die Ausdrücke „mit dem Heiligen Geist erfüllt“ und „mit dem Heiligen Geist getauft“ als Synonyme verwendet. Sie bezeichnen das gleiche Erlebnis.

    Ich finde es wunderbar, wie der Heilige Geist sich zeigte, als er diese Glaubenden das erste Mal erfüllte. Vom Himmel kam ein Geräusch wie ein mächtiger, rauschender Wind, und zerteilte Feuerzungen ließen sich auf jedem Einzelnen nieder.

    Unter dem Alten Bund zog das Volk Gottes aus Ägypten aus. Das Neue Testament lehrt uns, dass dies ein Bild für unsere Errettung ist – dass wir die Sklaverei der Sünde verlassen und von der Herrschaft des Teufels befreit werden. Das Volk Israel zog durchs Rote Meer – das Neue Testament sagt, das ist ein Bild für unsere Taufe – und sie kamen ins verheißene Land – das ist ein Bild für unsere Errettung.
    Und als Gottes errettetes Volk ins verheißene Land kam, war der Heilige Geist jeden Tag bei ihnen. Auf einem Teil des Weges zeigte er sich als riesige Feuersäule. Sie spendete ihnen Licht. Aber wenn die Feuersäule sich erhob und bewegte, brach das Volk das Lager ab und folgte der Feuersäule. So führte der Geist Gottes sie gemeinschaftlich von außen. Er führte sie gemeinsam, gemeinschaftlich von außen.
    Jesus sagt im Johannesevangelium: „Der Heilige Geist wohnt bei euch, aber er wird auch in euch wohnen.“ Ich glaube, das ist teilweise ein Symbol dafür, dass der gleiche Heilige Geist, der früher Gottes Volk gemeinschaftlich von außen führte, Gottes Leute nun individuell und von innen her führt.

    Eine geteilte Feuerzunge kam und setzte sich auf jeden von ihnen. Wir alle wissen, dass Feuer sich schnell ausbreitet. Ich glaube, Gott sagte damit: „Ihr werdet das Evangelium von meinem Königreich nehmen und es wird sich wie Feuer auf der ganzen Welt ausbreiten, wenn ihr meinem Wort gehorcht und euch meiner Bevollmächtigung hingebt.“

    Aber warum mussten sie bis Pfingsten warten? Pfingsten war 50 Tage nach dem Passahfest, also im Grunde 50 Tage, nachdem Jesus gekreuzigt wurde. Warum bis dahin warten? Weil so den Jüngern eingeschärft wurde, worum es bei dieser Ausgießung, dieser Taufe des Heiligen Geistes hauptsächlich ging – nicht ausschließlich aber hauptsächlich. Das Pfingstfest war nämlich das Fest der Ernte. Es war das Fest der Ernte.
    Dieses Fest der Ernte wurde jedes Jahr gefeiert und zeigte: Gott hat uns persönlich gesegnet – er hat uns aber auch durch den Heiligen Geist befähigt, die Ernte einzubringen.
    In der ganzen Bibel wird dieses Bild dafür gebraucht, dass Menschen, die Gott nicht kannten, als „Ernte“ ins Reich Gottes gebracht werden.
    In den Briefen von Petrus und Jakobus heißt es: „Denkt nicht, dass Jesus seine versprochene Wiederkehr hinauszögert. Wie ein Bauer wartet er geduldig, dass die Ernte heranreift.“ Worauf wartet Gott? Warum lässt Jesus auf sich warten? Warum ist er noch nicht wiedergekommen? Weil es am Ende der Zeit eine große „Seelenernte“ auf der ganzen Welt geben wird, und wir dürfen daran beteiligt sein.

    In der Offenbarung wird Jesus als Person dargestellt, die auf einer weißen Wolke sitzt und eine scharfe Sichel in der Hand hält. Und ein Engel ruft: „Die Ernte auf der Erde ist reif. Gebrauche die Sichel zur Ernte!“ Und er schwingt die Sichel und die Ernte auf der Erde wird eingebracht.
    Jesus ist der Herr der Ernte. Und die scharfe Sichel in seiner Hand ist die Gemeinde – also wir. Er gebraucht uns, um die Menschheit zu erreichen, die seine Rettung so dringend braucht. Und diese Befähigung, das Kommen des Heiligen Geistes, geschah am Pfingsttag unter anderem, um uns zu zeigen, dass es um Rettung für Verlorene geht. Wir sollen andere auf Gottes Reich hin beeinflussen.
    Um diese Ernte einzubringen, brauchen wir die Kraft des Heiligen Geistes. Petrus sagt über dieses Ereignis, das gerade geschehen war, über das Geschenk des Heiligen Geistes, die Taufe mit dem Heiligen Geist, in Apostelgeschichte 2,39:

    „Diese Zusage Gottes gilt euch und euren Kindern und auch denen, die fern von Gott sind – allen, die vom Herrn, unserem Gott, berufen werden“
    Das Wort für „Gemeinde“ im Neuen Testament ist das griechische Wort „ekklesia“. Das bedeutet wörtlich „die Herausgerufenen“. Wenn Sie zur Gemeinde Jesu gehören, sind Sie gerufen. Und dieses Geschenk ist auch für alle da, die noch weit weg sind – für alle, die von Gott noch berufen werden. Der gleiche Heilige Geist, der am Pfingsttag kam und die Glaubenden erfüllte, die in jenem Raum im Obergeschoss des Hauses versammelt waren – diese Erfahrung steht auch Ihnen heute offen. Gott will seine Gemeinde heute genauso mit Kraft erfüllen wie damals.

    An jenem Pfingsttag hielt Petrus eine Predigt. In den Augen der anderen Juden war er ein ungebildeter Mann, ein Fischer, ein gewöhnlicher Mann. Aber am Pfingsttag predigte er, und seine Worte hatten Kraft. Etwas an seinen Worten traf die Menschen, und an jenem Tag kamen 3.000 Menschen zum Glauben. Gott gebrauchte Petrus’ Worte. Gott segnete seine Worte in besonderer Weise.

    Es ist interessant, wenn man das Neue Testament durchgeht, einmal zu schauen, wie oft das Wort „dynamis“, die Wunder wirkende Kraft, einfach im Zusammenhang mit der Verkündigung des Evangeliums gebraucht wird. Gott wird unseren Worten Kraft geben, bei einer Menschenmenge von Tausenden ebenso wie wenn wir mit einem einzelnen Menschen reden.
    Viele von Ihnen kennen meine Glaubensgeschichte, oder jedenfalls einen Teil davon. Ich war früher schwer drogen- und alkoholabhängig. Und es hatte noch nie jemand mit mir über Jesus geredet. Ich kannte den Rettungsplan Gottes nicht, bis mir eines Tages in einem Park ein 12-jähriger Junge von Jesus Christus erzählte. Er sprach über ihn, als sei er immer noch lebendig, und sagte mir, ich könne eine Beziehung zu ihm haben. Ich dachte, der Junge ist verrückt, aber ich konnte seinen Worten nicht entkommen.
    Dann zog ich um, nach Mexiko-Stadt. Damals lebten dort nur ungefähr 11 Millionen Menschen; inzwischen sind es doppelt so viele. Dort war ich in ein paar illegale Aktivitäten verwickelt. Nur durch Gottes Gnade landete ich nicht in einem mexikanischen Gefängnis. Aber selbst dort konnte ich den Worten nicht entkommen, die mir jener Junge gesagt hatte. Sie verfolgten mich. Sie hatten sich gewissermaßen an mir festgeklammert, so als hätte mir jemand einen Nagel ins Herz geschlagen.
    Und so sagte ich eines Tages zu meinen Freunden dort: „Ich gehe fort.“ Sie fragten: „Wann denn?“ Und ich sagte: „Jetzt gleich.“ Ich setzte mich ins Auto und fuhr fast 5.000 Kilometer nach Hause nach Oregon, um diesen 12-jährigen Jungen zu suchen.
    Durch eine Verkettung verschiedener Ereignisse landete ich in einer Straßenkirche, wo ich zum Glauben kam. Dort waren lauter Obdachlose und Menschen mit Drogenproblemen. Aber ich war der Einzige, der an dem Abend der Einladung zur Bekehrung folgte.
    Nun war ich ein frisch bekehrter Christ. Ich war mit dem Jungen und seiner Mutter unterwegs, und sie fragten mich, ob ich mit ihnen einen Besuch bei jemandem im Krankenhaus machen wollte. Ich stimmte zu, und wir gingen hin. Im Krankenzimmer unterhielt sich die Mutter mit dem Patienten, und als ich mich umdrehte, war der Junge verschwunden. Der 12-Jährige war einfach verschwunden! Ich dachte mir, ich sollte ihn suchen gehen.
    Also wanderte ich durchs Krankenhaus, diesen und jenen Flur entlang, und suchte nach dem Jungen. Ich konnte ihn nicht finden. Schließlich kam ich in einen Flur, in dem eine Bank vor einem Zimmer stand, und da saß ein Mann in einem Krankenhaushemd – so ein Hemd, das hinten offen ist. Er saß da und weinte schrecklich. Ich ging zu ihm und fragte: „Alles in Ordnung?“ Er erwiderte: „Wer war dieser Junge? Die Ärzte haben mir gesagt, dass ich eine unheilbare Krankheit habe und sie mir nicht helfen können. Und dieser Junge kam in mein Zimmer und sagte mir, dass Jesus heilen kann und dass ich durch die Wunden Jesu geheilt bin. Ich habe noch nie jemanden wie ihn reden gehört. Wer ist der Junge?“ Und ich hätte am liebsten gesagt: „Ich weiß, was Sie meinen. Mit mir hat er das auch gemacht.“
    Ich sage Ihnen, wer der Junge war: ein 12-Jähriger, der Jesus kannte, mit dem Heiligen Geist erfüllt war und in Zungen redete. Gott hatte seine Worte gesegnet.

    Gott wird Ihre Worte segnen, wenn Sie nur den Mund aufmachen.
    Als der Heilige Geist kam, gab es Feuer und Licht, aber es gab auch Sound. Wir müssen etwas hören lassen. Wir müssen den Mund aufmachen. Wir müssen es jemandem sagen. Und der Heilige Geist wird unseren Worten Kraft geben.
    Ich erinnere mich an ein Ehepaar, das vor Jahren in unsere Gemeinde kam. Die Frau hatte Magenkrebs. Sie war in Behandlung, aber die Ärzte hatten alles für sie getan, was sie konnten. Und eine ihrer Freundinnen sagte zu ihr: „Geh doch mal in meine Gemeinde. Dort wird für Kranke gebetet. Ich glaube, Gott könnte dir helfen.“ Also kam das Ehepaar zu uns. Sie glaubten an Gott und die Bibel, aber sie waren keine Christen. Solche Menschen gibt es viele. Sie waren nicht wiedergeboren.
    Wir setzten uns vielleicht 20 Minuten zusammen. Ich ging mit ihnen viele Bibelstellen zum Thema Heilung durch und sprach mit ihnen darüber. Ich sagte: „Sehen Sie das? Jesus ist derselbe gestern, heute und für immer. Glauben Sie, was er da verspricht?“ Sie sagten: „Ja, das tun wir.“ Und wir legten der Frau die Hände auf und beteten für sie – ich und mehrere andere Mitarbeiter.
    Bei der nächsten Behandlung wurden einige Tests gemacht und die Ärzte sagten: „Es hat sich etwas verändert.“ Daraufhin wurden Röntgenaufnahmen und noch mehr Tests gemacht – und jede Spur der Krebserkrankung war verschwunden. Ein herrliches Wunder!
    Doch das eigentliche Wunder geschah am nächsten Sonntag. Sie und ihr Mann und alle ihre Kinder kamen in die Gemeinde und ließen sich alle zu Jesus einladen. Sie kamen nach vorn und vertrauten Jesus ihr Leben an.

    Der Heilige Geist möchte Dinge in uns und für uns tun, aber er will auch Dinge durch uns tun. Und „durch“ ist ein wichtiges Wort. In Gottes Gegenwart kann kein Mensch sich rühmen. Gott gebraucht das, was dumm erscheint. Wenn Sie sich unzulänglich fühlen, möchte ich Ihnen einfach sagen, dass Sie geeignet sind.
    An jenem Tag, als der Heilige Geist ausgegossen wurde, gebrauchte Gott sogar das Zungenreden, um andere Menschen zu erreichen. Das ist ziemlich einmalig. Wir werden es jetzt nicht nachlesen, aber im Bibeltext heißt es, dass in Jerusalem gottesfürchtige Menschen aus jeder Nation unter dem Himmel wohnten. Ein Land nach dem anderen wird dort aufgezählt. Es lebten also viele Menschen in Jerusalem, Juden, die in anderen Ländern geboren waren, die immer noch Familie und Freunde in ihren Heimatländern hatten. Und es gab viele Menschen, die aus aller Welt eigens zu diesem Erntefest nach Jerusalem gekommen waren.
    Es werden tatsächlich auch mehrere Menschen aus anderen Ländern erwähnt, die wegen des Erntefestes in Jerusalem waren.
    Und das Ereignis am Versammlungsort der Jünger verlagerte sich auf die Straße. Sie redeten in anderen Sprachen. Wenn ich mir eine Methode zur Gründung der Kirche hätte überlegen sollen, hätte ich nicht 120 Personen auf die Straße geschickt, die in fremden Sprachen reden. Das ist doch komisch! Aber genau das tat Gott.
    Und es fand ein Wunder statt, denn alle waren außer sich und sagten: „Wir können sie in unserer Muttersprache reden hören!“ Das Wunder kann ebenso sehr im Hören wie im Sprechen gelegen haben. Sie sagten: „Jeder von uns kann sie reden hören, und wir wissen, dass sie eigentlich nicht unsere Muttersprache sprechen!“
    Und dann nutzt Petrus diese Gelegenheit zu einer Predigt und 3.000 Menschen kamen zum Glauben.
    Es war in einem Gottesdienst in der Cottonwood-Gemeinde; ich erinnere mich noch genau daran. Es gab eine Frau in der Gemeinde, die vor etwa 20 Jahren aus Montana nach Kalifornien gezogen war. Eine sehr liebenswürdige Dame! Sie liebte Jesus von Herzen und hatte eine echte prophetische Gabe. Ich hatte großen Respekt vor ihr und ihrer Sensibilität für den Heiligen Geist. Und in unseren normalen Gottesdiensten, so wie heute, sprach sie manchmal in Zungen, und das wurde dann übersetzt. Sie hob einfach die Hände und betete Gott an und lobte Gott und sang in fremden Sprachen.
    Und man muss einfach wissen, dass Gott auch unsere Persönlichkeit gebraucht. Diese Frau war manchmal etwas laut. Einmal sang sie ganz laut in anderen Sprachen, und ein Mann, der neben ihr saß oder stand, starrte sie die ganze Zeit an. Jedenfalls setzten sich alle wieder und ich hielt die Predigt und lud zum Glauben an Jesus ein. Und dieser Mann ging der Frau nach dem Gottesdienst nach – ich bekam es mit, es war vor dem Gemeindehaus. Jedenfalls sprach er die Frau an. Sie verstand kein Wort. Sie sagte: „Tut mir leid, aber ich verstehe Sie nicht.“ Aber er sprach weiter in dieser anderen Sprache mit ihr.
    Sie sagte: „Hören Sie, ich spreche nur Englisch.“ Er erwiderte: „Das können Sie mir nicht weismachen. Ich habe Sie doch eben in tadellosem Hebräisch singen und Gott loben hören!“ Es stellte sich heraus, dass dieser Mann Jude war, kein Christ, und er sprach Hebräisch. Ein Freund hatte ihn mitgebracht, um sich unsere Gemeinde „mal anzuschauen“. Und er sagte noch etwas auf Hebräisch zu der Frau. Sie erwiderte: „Ich sage Ihnen doch, dass ich kein Hebräisch spreche.“ Er sagte: „Aber ich habe Sie doch gehört!“ Sie wiederholte: „Ich spreche kein Hebräisch – aber ich spreche in Zungen.“ Und sie erklärte ihm, was das bedeutet, und er war absolut sprachlos.
    Kam er zum Glauben an Jesus? Soviel ich weiß nicht, aber mit ihm war etwas passiert, das er nie wieder vergessen kann. Ich weiß nicht, was aus ihm wurde, aber an dem Tag bekannte er sich nicht zu Jesus. Trotzdem hatte Gott etwas für ihn getan.

    Ich glaube, wenn wir die Bibel kennen, dann verstehen wir, dass die Zungenrede hauptsächlich dem persönlichen Gebrauch dient, zur Andacht und persönlichen Erbauung. Paulus schrieb ausführlich darüber. Ich möchte ein paar Bibelverse dazu lesen. In 1. Korinther 14,2 schreibt Paulus:

    „Denn wem die Gabe geschenkt wird, in anderen Sprachen zu reden, der spricht zu Gott, aber nicht zu Menschen, weil ihn niemand versteht. Er redet durch die Kraft des Geistes, aber es sind Geheimnisse, die er ausspricht.“

    Auch im vorangegangenen Kapitel, in 1. Korinther 13,1, spricht Paulus davon:

    „Wenn ich in den Sprachen der Welt oder mit Engelszungen reden könnte …“
    Man könnte übernatürlich in einer Sprache sprechen, die irgendwo auf der Welt existiert, die man aber nie gelernt hat. Man könnte auch in einer himmlischen Sprache der Engel reden. Darum wird es manchmal auch als die „Himmelssprache“ eines Menschen bezeichnet. Doch der Hauptzweck ist das persönliche Sprechen mit Gott, die Andacht. Das hat großen Nutzen für mich. Niemand sonst versteht mich. Aber ich spreche Geheimnisse des Heiligen Geistes aus. – Vers 4:

    „Wenn jemand in anderen Sprachen redet, wird er selbst dadurch im Glauben gestärkt.“

    Ja, die Zungenrede ist für mich. „Im Glauben gestärkt“ könnte man auch mit „aufgebaut“ wiedergeben.
    Wenn man es ganz modern übersetzen würde, wäre die genaueste Übersetzung für „wird selbst im Glauben aufgebaut“ ungefähr „lädt sich auf wie eine Batterie“.

    Ich habe etwas darüber nachgedacht. Es ist ein großer Segen. Dieses Mikrofon hier hat eine Batterie. Meistens benutzen wir wiederaufladbare Batterien. Wenn sie entladen ist, müssen wir sie wieder aufladen. Aber die Batterie wird nicht für sich selbst aufgeladen. Sie gibt, was sie hat. Wenn man sie in eine Taschenlampe einsetzt, leuchtet die Lampe. Wenn man sie in ein Mikrofon einsetzt, funktioniert es.
    Es ist nicht so, als würde die Batterie sagen: „Ich bin so gesegnet. Ich bin so aufgeladen. Schaut mich nur an!“ Aber ich glaube, das tun wir Christen manchmal. Es ist fast, als würden wir … Nein, nein, nein. Gott lädt uns auf, aber für einen anderen Zweck. Wir werden dadurch aufgebaut, wir bekommen Kraft, aber nicht nur für uns selbst. Die Batterie wird für etwas anderes aufgeladen.
    Vielleicht sagt jemand: „In meinem Leben passiert nie etwas.“ Vielleicht ist Ihre Batterie entladen. Vielleicht müssen Sie sich wieder aufladen lassen.

    Von einer alten Dame namens Mama Abbott lernte ich ein Geheimnis. Sie war 80 Jahre alt und wir freundeten uns an, als ich noch ein ganz junger Christ war. Sie hatte eine kleine Farm, ich habe ihre Ziegen gemolken und ihre Tiere versorgt. Einmal half ich dem Tierarzt, ein Pferd zu kastrieren – das will ich nie wieder machen!
    Ich verbrachte viel Zeit mit ihr. Mama Abbott war 80 Jahre alt. Sie hatte ein Waisenhaus in Indien aufgebaut und unterstützte es. Das Gleiche mit einem Waisenhaus in Mexiko, das sie aufgebaut hatte. Sie hatte sechs Waisenkinder aus Mexiko über die Grenze geholt, und mit ihren 80 Jahren war sie alleinerziehend mit sechs Teenagern. Sie war eine erstaunliche, starke Frau. Sie hatte eine Naturkostfirma und stellte irgendeine Naturkostmischung her, die sie an Bioläden in ganz Oregon verkaufte. Und außerdem fuhr sie jeden Sommer persönlich los, um in verschiedenen Gemeinden zu predigen. Sie hatte so viel Energie.
    Ich lernte ein Geheimnis von und über Mama Abbott. Manchmal besuchte ich sie einfach. Wenn ich kam, sagte ich Hallo zu den Kindern und fragte: „Ist Mama da?“ – „Ja, sie ist oben.“ Dann ging ich nach oben und sagte: „Hallo Mama, ich bin’s, Bayless.“ Sie bat mich ins Zimmer, und wenn ich hereinkam, lief sie herum und betete in anderen Sprachen. Dann sagte sie zu mir: „Setz dich, Junge!“ und betete noch 5 oder 10 Minuten weiter in Zungen. Sie sagte: „Willst du mich etwas fragen?“ Und ich bejahte und stellte meine Frage. Sie gab mir die Antwort und betete dann weiter in Zungen. Sie lief einfach vor mir im Zimmer auf und ab.
    Und wenn sie fragte: „Willst du noch etwas anderes wissen?“ Dann stellte ich meine Frage und sie antwortete mir. Und dann betete sie weiter in Zungen.
    Einmal waren sie und ich zu einer Versammlung unterwegs. Ich fuhr das Auto, und die ganze Fahrt über betete sie in anderen Sprachen. Mir machte eine Sache Sorgen und ich bat sie: „Mama, könntest du bitte mit mir um etwas beten?“ Und ich erklärte ihr, worum es ging. Sie sagte: „Da müssen wir nicht beten. Ich habe die Antwort schon unterwegs vom Heiligen Geist bekommen. Es ist schon erledigt. Gott hat mir gezeigt, dass er sich schon darum gekümmert hat.“ Erstaunlich!
    Als Nachfolger Jesu kann ich Gott für den Heiligen Geist und seine Kraft danken. Danken wir Gott für die Taufe im Heiligen Geist – eine Erfahrung, die auf die Errettung folgt. Es ist das eine, in uns eine Wasserquelle zu haben, die ins ewige Leben sprudelt. Aber es ist etwas anderes, wenn diese Quelle überfließt und zu Strömen lebendigen Wassers wird, die von uns ausgehen. Flüsse produzieren Energie. Sie setzen Räder in Gang. Sie bringen Steine ins Rollen.
    Als Glaubende sollten wir Gott dafür danken, wie der Heilige Geist bei unserer Errettung wirkt, diese Quelle lebendigen Wassers, die ins ewige Leben fließt. Aber der Heilige Geist kann auch diese Ströme bewirken, die aus uns herausfließen.
    Und in der Apostelgeschichte sehen wir, wie als Teil dieser Taufe mit dem Heiligen Geist die Glaubenden, die er erfüllte, in anderen Sprachen zu sprechen begannen, wie der Geist sie ihnen eingab. Ich glaube, das ist eine Erfahrung, die für alle Glaubenden zugänglich ist. Das Blut Jesu macht uns bereit für den Himmel. Der Heilige Geist gibt uns Kraft, um auf der Erde zu leben.

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    1. hallo bayles, danke für diese Predigt, die ich im Text gelesen habe. sie gab und gibt mir
      Kraft und Erkenntnis.

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