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Die Ernte ist reif – Menschen von Gott erzählen (1)

Jesus kündigt in der Bibel an, dass es in der Zukunft eine Erweckung geben wird. Aber er sagt auch, dass die Ernte schon jetzt reif ist und viele Menschen offen sind für das Evangelium – wenn ihnen nur jemand davon erzählen würde! Bist du bereit? Bayless zeigt dir, wie du Menschen erreichen kannst; am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft oder an der Supermarktkasse.

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  • Sie sind genau da, wo Sie sein sollten, liebe Freunde. Ich will heute ein Thema ansprechen, das so einfach und doch so tiefgehend ist, dass man es leicht übersieht. Es ist absolut entscheidend für unser aller Leben und für die Erfüllung des göttlichen Willens. Ich kann Ihnen nur sagen: Diese Botschaft hat es in sich, und ich bin echt gespannt darauf, loszulegen.

    Im Johannes-Evangelium, Kapitel 4, gibt es eine Geschichte, die oft Erwähnung findet. Jesus macht einen Abstecher nach Samarien. Normalerweise machen Juden einen großen Bogen um die Samariter. Diese wurden quasi als Mischlinge betrachtet; es waren Juden, die sich mit anderen Völkern im Land Kanaan vermischt hatten. Und darauf haben die Juden herabgesehen. Aber Jesus? Er geht mitten durch Samarien, hält an einem Brunnen an, und siehe da, eine Frau kommt mittags, um Wasser zu holen. Allein das ist schon ungewöhnlich. Frauen gehen normalerweise nicht allein und schon gar nicht bei sengender Mittagshitze zum Brunnen. Normalerweise holt man morgens Wasser.

    Sie fragen sich, warum sie allein dort ist? Im Laufe der Geschichte wird das klar. Jesus spricht sie an: „Hol deinen Ehemann.“ Sie entgegnet: „Ich bin nicht verheiratet.“ Darauf Jesus: „Genau, du hattest bereits fünf Männer, und der, mit dem du jetzt zusammen bist, ist nicht dein Ehemann.“ Kein Wunder also, dass sie allein war – die anderen Frauen haben wohl ihre Männer in Sicherheit gebracht. Wie auch immer – Jesus verurteilt sie nicht. Er offenbart sich ihr als der Messias. Sie lässt ihren Krug stehen und rennt ins Dorf.

    Die Jünger waren derweil Essen holen. Als sie zurückkommen, staunen sie nicht schlecht, dass Jesus mit einer Frau gesprochen hat. Während Jesus noch mit den Jüngern redet, hat die Frau im Dorf schon alle alarmiert: „Kommt schnell, da ist ein Mann, der weiß alles über mich. Ist er vielleicht der Messias?“ Das ganze Dorf strömt herbei, nur wegen ihr. Jesus bleibt noch eine Weile, und die Leute sind letztlich durch ihr Zeugnis und Jesu eigene Worte überzeugt: Er ist der Sohn Gottes.

    Während Jesus also mit seinen gerade zurückgekehrten Jüngern spricht, passiert Folgendes – stellen Sie sich die Szene einmal vor: Die Frau ist ins Dorf gelaufen, hat ordentlich Stimmung gemacht und jetzt kommt eine ganze Menschenmenge, um diesen Mann zu sehen, der die Frau so beeindruckt hat. Jesus schaut auf diese Menschenmenge und sagt zu seinen Jüngern – und das steht im Johannesevangelium, Kapitel 4, Verse 35 bis 36:

    „Meint ihr etwa, dass erst in vier Monaten zum Ende des Sommers die Zeit der Ernte beginnen wird? Schaut euch doch um! Überall reifen die Felder heran und sind schon jetzt bereit zur Ernte. Der Erntearbeiter erhält guten Lohn, und die Früchte, die er einsammelt, sind Menschen, die zum ewigen Leben geführt werden. Welche Freude erwartet beide zugleich: den, der pflanzt, und den, der erntet!“

    Wenn Jesus hier von einer Ernte spricht, dann redet er von der Ernte menschlicher Seelen und vom ewigen Leben. Manche Leute sagen ja ständig: „Sie kommt noch, sie kommt noch.“ Ich neige auch dazu, das zu glauben. Ich bin überzeugt, dass wir noch eine weltweite Ernte erleben werden, dass der Heilige Geist unter seinem Volk wirken und es eine große Erweckung geben wird. Aber vergessen wir nicht: Es gibt auch jetzt schon eine Ernte.

    Ich erinnere mich an eine Pastorentagung in einem anderen Land. In meiner Predigt zitierte ich genau diese Verse aus Johannes 4 und sagte: „Wir schieben die Ernte immer vor uns her. Es gibt aber Menschen, die jetzt schon empfänglich sind. Überall reifen die Felder heran und sind schon jetzt bereit zur Ernte. Es sind Menschen da draußen, die bereit sind, jetzt in das Reich Gottes zu kommen.“ Ich ermutigte die Pastoren: „In euren Vierteln, in euren Städten, da draußen gibt es hungrige Seelen, die das Evangelium hören müssen.“

    Nach der Predigt kam einer der Pastoren auf mich zu, und der war wirklich sauer. „Ihr Amerikaner, ihr glaubt immer, alles besser zu wissen“, schimpfte er. „Das waren nicht meine Worte, das hat Jesus gesagt“, erwiderte ich. Er fuhr fort: „Sie kapieren das nicht. Hier ist nicht Erntezeit, hier ist Zeit zum Beten. Die Leute sind noch nicht so weit, die haben kein Interesse an Gott.“ „Weißt du was? Da stimme ich Ihnen zu, es ist Zeit zum Beten. Aber es ist eben auch Erntezeit“, antwortete ich.

    Er ließ nicht locker und machte mich weiterhin als ahnungslosen Amerikaner nieder. Dabei hatte ich das alles nicht überheblich gemeint. Mein Herz blutete für diesen Mann. „Hören Sie mal“, sagte ich, „ich halte heute Abend eine Versammlung ab, nur fünf Minuten von hier. Wir haben ein Gebäude gemietet. Ich werde predigen, aber ich werde auch die Netze auswerfen. Wir haben Leute aus Ihrer Gemeinde, aus Ihrer Nachbarschaft eingeladen.“ Tatsächlich wollten wir die Veranstaltung sogar übertragen und hielten sie in der dortigen Landessprache ab.

    Ich sagte: „Wir haben Leute aus der Gemeinde und auch Kirchenferne eingeladen. Kommen Sie doch einfach mal vorbei und sehen Sie sich an, ob Gott nicht doch was bewegt.“ Er zog schnaubend ab, und das tat mir wirklich leid. Er erschien nicht zur Versammlung, die übrigens rappelvoll war, von vorne bis hinten. Die Atmosphäre war toll. Ich predigte die gute Nachricht von Jesus Christus, lud zur Umkehr ein, und etliche kamen nach vorne, um ihr Leben Jesus anzuvertrauen und gerettet zu werden.

    Der gesamte vordere Bereich des Auditoriums war von einer Seite zur anderen, mehrere Reihen tief, gefüllt. Eine wahre Menschenmasse war dort, und viele hatten Tränen in den Augen. Wir hatten eine wundervolle Zeit. Aber dieser Pastor blieb bei seiner Überzeugung: „Nein, jetzt ist nicht die Zeit für die Ernte.“ Freunde, klar, die große Ernte kommt noch, da bin ich mir sicher. Aber wir dürfen die Augen nicht vor den reifen Feldern direkt vor unserer Nase verschließen. Lasst uns die Augen öffnen, so wie Jesus es uns rät. Es gibt jetzt Chancen – am Arbeitsplatz, beim Fußball, wo ihr eure Kids hinbringt, in der Schule, in der Nachbarschaft. Wir wollen uns leiten lassen und sagen: „Gott, zeig es mir. Führe mich.“

    Und wenn wir aktiv werden, gibt’s dafür auch was zurück. Der Apostel Paulus sagte, als er sein Werk vollendet hatte: „Jetzt wartet der Ehrenkranz der Gerechtigkeit auf mich.“ Ich bin fest davon überzeugt, dass himmlische Belohnungen auf uns warten, wenn wir andere Menschen gewinnen. In Daniel 12,3 steht: „…diejenigen, die andere auf den Weg der Gerechtigkeit geführt haben, werden für alle Ewigkeit funkeln wie die Sterne.“ Aber nicht nur im Jenseits gibt’s eine Belohnung, auch hier und jetzt.

    Jesus hat es klar gesagt: Wer sät und wer erntet, der bekommt seinen gerechten Lohn. Sprüche 11,30 fügt hinzu: „Wer Leben rettet, ist weise.“ Und gleich der nächste Vers bestätigt: „Die Gerechten werden schon hier auf Erden ihren Lohn erhalten.“ Also, Menschen zu gewinnen passiert hier, auf dieser Erde. Im Himmel ist die Arbeit getan, da treten wir in unsere ewige Ruhe ein. Wer aber hier auf Erden Menschen gewinnt, der handelt weise, und Gott wird ihm das auf der Erde vergelten. Gott steht denen bei, die sein Werk tun.

    Schlagen Sie mal Jakobus 5 auf und lesen Sie das Kapitel in Ruhe durch. Da geht es um Erntearbeiter und zurückgehaltene Löhne. Gott nimmt die materielle Versorgung derjenigen, die auf seinen Erntefeldern arbeiten, wirklich ernst. Ob in Ihrer Nachbarschaft, in meinem Garten, in unseren Schulen, auf den Straßen oder an der Tankstelle – überall gibt es Menschen, die nach mehr hungern. Ich möchte Ihnen vier simple Überlegungen nahelegen.

    Wenn wir eine echte Ernte einfahren wollen, dann brauchen wir vier Dinge. Als Erstes brauchen wir fruchtbaren Boden. Und dieser Boden ist nichts anderes als das menschliche Herz. Lassen Sie mich Ihnen aus dem Lukasevangelium vorlesen. Jesus erzählt da das Gleichnis vom Sämann. Und in diesem Gleichnis ist der Samen das Wort Gottes. Genauer gesagt, Lukas 8, ab Vers 11 erklärt es so:

    „Das Gleichnis hat folgende Bedeutung: Die Samenkörner sind Gottes Botschaft.“

    Es geht also um Prediger, Menschen, die anderen die Wahrheit des Evangeliums nahebringen. Jesus fährt fort:

    „Der Same, der auf den festgetretenen Weg fiel, steht für Menschen, die die Botschaft zwar hören, aber dann kommt der Teufel, raubt sie ihnen wieder und verhindert, dass sie glauben und gerettet werden.“

    Okay, der Teufel klaut Gottes Botschaft aus ihren Herzen. Er fährt fort in Vers 13:

    „Mit dem felsigen Boden sind jene gemeint, die die Botschaft freudig aufnehmen.“ Aber ihre Wurzeln reichen nicht tief. „Eine Weile glauben sie zwar, aber wenn Schwierigkeiten kommen, wenden sie sich ab. Der von Dornen bewachsene Boden meint Menschen, die Gottes Wort zwar hören und annehmen, sich aber durch die Verpflichtungen, den Reichtum und die Zerstreuungen des Lebens schon bald wieder davon ablenken lassen. Auf diese Weise gelangt nichts zur Reife.”

    Nicht jeder, der das Wort hört, wird den Weg bis zum Ende gehen. Und dann sagt Jesus in Vers 15:

    „Der gute Boden dagegen steht für verlässliche, aufrichtige Menschen, die Gottes Botschaft hören, an ihr festhalten und durch ihre Beständigkeit viel Frucht hervorbringen.“

    Sie nehmen das Wort auf und bringen mit Geduld Früchte hervor. Aber wo bewahren sie das Wort? In ihren Herzen. Das Herz ist das eigentliche Ziel. In Römer 10 macht Paulus das deutlich: „Durch den Glauben in deinem Herzen wirst du vor Gott gerecht, und durch das Bekenntnis deines Mundes wirst du gerettet.“ Liebe Freunde, es gibt Unmengen von Menschen, die nur darauf warten, die Botschaft zu hören. Es gibt leere Felder, die nur darauf warten, bepflanzt zu werden. Noch einmal: Es ist das Herz, auf das es ankommt, nicht nur der Verstand. Das Evangelium lässt sich nicht einfach in den Kopf eines Menschen hämmern. Denn könnte ich Sie rein durch Argumente gewinnen, kann Sie auch jemand anderes durch Argumente wieder davon abbringen.

    Überzeugen wir nur auf der intellektuellen Ebene, dann erreichen wir auch nur die Köpfe der Menschen. Aber wenn wir aus dem Herzen heraus sprechen und predigen, dann erreichen wir die Herzen. Das Evangelium ist nicht nur für die grauen Zellen gedacht. Man muss kein Genie sein, um jemanden für den Glauben zu gewinnen. Und man muss auch kein Theologe sein, der Griechisch und Hebräisch kann. Hören Sie auf die Worte des Apostels Paulus, 1. Korinther 1, Verse 17 bis 21:

    „Denn Christus sandte mich nicht, um zu taufen, sondern um Gottes Botschaft zu verkünden. Und dies nicht mit geschliffenen Reden, welche die Zuhörer beeindrucken, damit das, was am Kreuz durch Christus geschah, nichts von seiner Kraft einbüßt. Ich weiß, wie unsinnig die Botschaft vom Kreuz in den Ohren derer klingt, die verloren gehen. Wir aber, die wir gerettet sind, erkennen in dieser Botschaft die Kraft Gottes. In der Schrift heißt es: »Ich will die Weisheit der Weisen vernichten und die Klugheit der Klugen verwerfen.«

    Paulus fügt in Vers 20 hinzu:

    „Wo bleiben da die Weisen, die Schriftgelehrten, die glänzenden Redner? Gott hat sie zu Narren gemacht und ihre Weisheit als nutzlosen Unsinn entlarvt.“

    Und jetzt passen Sie gut auf, Vers 21:

    „Obwohl die Welt von der Weisheit Gottes durchdrungen ist, konnte sie ihn durch ihre Weisheit nicht finden. Gott hat eine Botschaft, die unsinnig erscheint, dazu benutzt, alle zu retten, die daran glauben.“

    Durch „eine Botschaft, die unsinnig erscheint“, nicht durch ein ausgeklügeltes intellektuelles Duell. Klar, wenn jemand ernsthafte Fragen hat, sollten wir unser Möglichstes tun, um diese kompetent zu beantworten. Aber im Endeffekt glaubt man mit dem Herzen, nicht mit dem Kopf. Das stellt Paulus im nächsten Kapitel klar.
    Überlegen Sie mal: Diese Korinther waren die herausragendsten Philosophen ihrer Zeit. Sie schätzten die Weisheit über alles. Einige der größten Denker der Geschichte stammten aus der griechischen Kultur. Und ausgerechnet in dieser Stadt Korinth, wo die Weisheit geradezu angebetet wurde, sagte Paulus Folgendes:

    „Liebe Brüder, als ich das erste Mal zu euch kam, habe ich euch die Botschaft Gottes nicht mit hochtrabenden Worten und großartigen Gedanken verkündet, sondern ich hatte mir vorgenommen, mich allein auf Jesus Christus und seinen Tod am Kreuz zu konzentrieren.“

    Paulus meint damit: „Ich kam zu euch mit einer klaren, einfachen Botschaft: der Botschaft vom Kreuz.“ Und diese Botschaft wirkt, wenn wir über Jesus sprechen. Der Heilige Geist setzt da noch eins drauf. Er verherrlicht Jesus. In den Versen, die wir gerade gelesen haben, geht es oft ums Verkünden, ums Zeugnis ablegen, nicht um hochintellektuelle Lehren, sondern um die mutige Verkündung der Wahrheit. Nicht eine detaillierte Erklärung, sondern eine kraftvolle Verlautbarung. Da verpassen wir oft das Wesentliche. Menschen finden durch die scheinbare Torheit der Verkündigung zu Gott, durch eine kraftvolle Aussage, nicht durch Lehrstunden.

    Natürlich hat die Lehre ihren Platz. Die Gläubigen brauchen geistliche Nahrung, sie müssen durch Gottes Wort gestärkt werden. Zu predigen heißt, etwas laut und deutlich zu sagen. Klar, ich werde mein Bestes geben, um jemandem, der eine ernsthafte Frage hat, kompetent zu antworten. Aber letztlich geht es ums Herz. Ich habe erlebt, wie Menschen zwar eine intellektuelle Debatte gewannen, aber die Seele verloren.

    Ich bin leidenschaftlicher Angler. Und es ist wirklich ärgerlich, wenn man einen guten Fisch fast im Boot hat – und wir reden hier von einem Brocken, der 15 bis 20 Kilo auf die Waage bringt. Der Deckhelfer steht schon bereit mit dem Haken, und dann verfehlt er den Fisch, trifft die Leine, die reißt und weg ist der Fisch. Ich habe solche Momente erlebt. Da stehen Leute, die mit komplexen intellektuellen und theologischen Argumenten jemanden beeindrucken wollen. Am Ende des Tages schwimmt der Fisch jedoch davon, weil sie das eigentliche Ziel aus den Augen verloren haben. Es ging ihnen nie wirklich ums Herz, sondern nur um den Kopf.

    Ich kenne einige Leute, die machen es ganz einfach: Sie gehen raus auf die Straße und sprechen wildfremde Leute an. Sie kommen ins Gespräch und teilen die schlichteste Botschaft überhaupt. Und sie führen Menschen am laufenden Band zum Glauben. Wir verlassen uns darauf, dass der Heilige Geist seinen Part übernimmt. Verstehen Sie mich nicht falsch, der Kopf spielt natürlich auch eine Rolle. Aber letztlich geht es von Herz zu Herz.

    Das Herz ist der Nährboden, und der Sämann, der sind wir mit der frohen Botschaft Gottes. Die, die sein Wort in einem aufrichtigen und guten Herzen aufnehmen, die bringen auch Früchte hervor. Man glaubt mit dem Herzen, und darum geht’s hier: Um den Herzensboden. Das Herz ist der Boden, in den das Wort gepflanzt wird.

    Sie müssen kein Theologe sein, kein Einstein, um Menschen für den Glauben zu gewinnen. Sagen Sie einfach der Kollegin im Büro: „Hören Sie, ich kann nur von mir sprechen. Ich war drauf und dran, mein Leben wegzuwerfen. Drogen, Alkohol, Ängste – bis jemand mir von Jesus erzählt hat. Als ich ihn in mein Leben ließ, da hat sich alles gewendet. Endlich Frieden, endlich frei von der Sucht.“ Mehr braucht es oft nicht.

    Glauben Sie mir, wenn es aus Ihrem Herzen kommt, dann trifft es auch andere mitten ins Herz. Wenn Sie jemandem einfach erzählen: „Jesus ist real, er ist der Sohn Gottes und er liebt Sie. Er ist für Ihre Sünden gestorben und wieder auferstanden, und jetzt können Sie durch ihn zu Gott finden,“ dann hat das Gewicht. Jeder kann so eine Story weitergeben.

    Der nächste Punkt, den wir verstehen müssen, wenn wir eine Ernte einfahren wollen: Wir brauchen Saatgut. Und das Saatgut, das ist – wie wir im Lukasevangelium gelesen haben – das Wort Gottes. Es ist die gute Nachricht von Jesus. Paulus hat es in den Korintherbriefen klargemacht: Es geht um das Evangelium, um die Botschaft vom Kreuz, um die Kreuzigung Christi. Ja, erzählen Sie Ihre eigene Story, das ist eine gute Sache. Erzählen Sie, was Jesus für Sie getan hat, aber geben Sie auch einige Inhalte aus der Bibel weiter. Erst wenn wir das Wort Gottes weitergeben, ist die entscheidende Zutat für eine geistliche Wiedergeburt vorhanden.

    Petrus sagt, wir werden nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen wiedergeboren – durch das Wort Gottes, das ewig Bestand hat. Ich erinnere mich an einen alten Freund, der nach Jahren im Ausland zurückkam. Als er hörte, dass ich Christ geworden war, hat er mich sofort aufgesucht. Ich habe ihm meine Geschichte erzählt, wie sich mein Leben verändert hat. Wir hatten früher zusammen Drogen genommen, waren zusammen in Schwierigkeiten geraten. Und er sah: Ich hatte mich wirklich verändert. Er meinte nur: „Du bist wie ausgewechselt, einfach nicht mehr der Alte.“

    Wir saßen also beim Mittagessen, und ich habe echt versucht, das Thema ganz geschickt in Richtung Glauben zu lenken. Ein kleiner Wink hier, ein Andeuten da. Ich habe zwar darüber gesprochen, wie sich mein Leben gewandelt hat, aber die Bibel kam nicht zur Sprache. Als wir dann auf dem Parkplatz zu unseren Autos gingen, platzt er raus: „Bayless, was muss ich machen, um gerettet zu werden? Wie krieg ich das hin, was dir passiert ist?“

    Ich war völlig baff. Ich hatte alles Mögliche getan, nur den entscheidenden Impuls, den Samen, hatte ich vergessen. Also sagte ich: „Weißt du, in der Bibel steht: ‚Wenn du glaubst, dass Jesus für deine Sünden gestorben und von Gott auferweckt wurde, und wenn du das mit deinem Mund bezeugst, wirst du gerettet.‘ Und mitten auf dem Parkplatz, umgeben von Autos und Leuten, reißt er die Arme hoch und ruft: „Ich glaube mit ganzem Herzen, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Jesus, ich sage jetzt und hier, du bist mein Herr!“ Und genau in dem Augenblick fand seine Rettung statt.

    Das Saatgut ist Gottes Wort. Ich muss kein Theologe sein, um eine einfache Bibelstelle weitergeben zu können. Klar, ich sollte meine eigene Story erzählen, aber am Ende muss auch Gottes Wort mit ins Spiel kommen. Das ist übrigens auch der Grund, warum wir diese Sendungen machen. Und falls Sie das nicht wissen: Wir übersetzen das Ganze in die Sprache, die Ihnen am nächsten ist. Diese Sendung wird in vielen verschiedenen Sprachen und für über 100 Länder weltweit aufbereitet. In Gegenden, in denen man nicht einfach den Fernseher anmachen und einen Prediger finden kann, da sieht die Sache anders aus als hier bei mir in den USA, wo man leicht Zugang zu diversen Predigten hat.

    Das amerikanische Fernsehen ist voller Prediger. Wenn man einen Prediger hören will, kann man leicht einen finden. Das ist nicht überall auf der Welt so. Ob das in Ihrem Land auch so ist, weiß ich nicht. Aber wir richten uns vor allem an Orte, an denen der Glaube nicht so präsent ist, und übersetzen es dann in die Muttersprache der Menschen dort.

    Ich möchte hier und jetzt einfach mal die Gelegenheit ergreifen, um danke zu sagen. Es gibt so viele Leute, die regelmäßig für unsere Arbeit beten und uns finanziell unterstützen. Dafür sind wir unendlich dankbar. In meinem eigenen Land bin ich gar nicht so bekannt. Klar, wir hatten mal mehr Präsenz im amerikanischen Fernsehen, aber heute ist das nur noch ein Tropfen auf den heißen Stein. Der Hauptteil unserer Arbeit fließt in Regionen der Welt, wo ich wahrscheinlich nie hinkommen werde. Dort würden mich die Leute auf der Straße erkennen, hier wohl eher nicht. Aber darum geht es ja auch gar nicht. Freunde, das Leben ist zu kurz und die Zeit rennt uns davon. Die Ewigkeit ist lang, die Hölle zu heiß und der Himmel einfach zu real, als dass wir uns nicht voll und ganz für die Sache des Herrn einsetzen sollten.

    Ja, von Herzen danke! Ohne Ihre Unterstützung könnten wir diese Botschaft nicht in die entlegensten Winkel der Welt tragen. Wir könnten Menschen, die sonst nie die frohe Botschaft in ihrer eigenen Sprache hören würden, nicht erreichen. Also ein herzliches Dankeschön dafür! Wenn Sie uns bisher noch nicht unterstützt haben: Werden Sie ein Teil dieser Arbeit und helfen Sie uns, Gottes Wort in die Herzen der Menschen zu pflanzen – egal ob Mann oder Frau, jung oder alt, überall auf der Welt. Wir sind überzeugt, dass wir eine gewaltige Ernte erleben werden. Sie sollten unbedingt dabei sein, wenn wir das zu Ende bringen. Es gibt noch ein paar Dinge, die wir brauchen, um wirklich eine Ernte einzufahren. Aber dazu mehr beim nächsten Mal. Gott segne Sie.

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