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Befreit leben – Jesu Joch verstehen

Kennst du den Vergleich vom Joch? In der Bibel wird dieses Bild von zwei vor einen Pflug gespannten Ochsen verwendet, um die Bindung an jemanden oder eine Sache zu verdeutlichen – sowohl positiv als auch negativ. Wie ist das bei dir – hast du ungute Bindungen, quälende Sorgen? Dann möchte Bayless Conley dich heute ermutigen: Komm heute zu Jesus, lass dich von seiner Kraft tragen und erlebe, wie deine Seele Ruhe findet!

Liebe Freunde, hin und wieder spreche ich hier über Dinge, die viele verschiedene Aspekte haben. Zum Beispiel kann das Grundthema die Ehe sein, aber es kommt etwas über Kinder dazu, über das Leben im Glauben, über christliches Verhalten und vielleicht noch etwas darüber, den Zehnten zu geben. Die heutige Predigt dreht sich um ein solches Thema. Sicher ist für jeden etwas dabei. Ich hatte jedenfalls Freude daran – und Sie hoffentlich auch. Sind Sie bereit?

Hallo, ich bin Bayless Conley. Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt: Er hat Antworten auf deine Fragen.

Der Titel meiner Predigt lautet: „Befreit leben – Jesu Joch verstehen“. Hier auf dem Podium sehen Sie ein altes Joch. Es war ein Stück Holz wie dieses hier. Es war dazu gemacht, zwei Ochsen darunter zu spannen. Der Nacken des einen Tieres kam hierhin und der andere auf diese Seite. Die Tiere wurden zusammengespannt, um einen Pflug oder einen Wagen oder etwas Ähnliches zu ziehen.
In der Bibel ist das Joch ein Bild für verschiedene Dinge. Erstens ist es im negativen Sinn ein Symbol für Sklaverei und Gefangenschaft. Im positiven Sinn wird damit Unterordnung unter Gott und sein Gesetz beschrieben. Und drittens, im allgemeinen Sinn, beschreibt das Joch zwei Menschen oder Dinge, die miteinander verbunden sind.
Heute werden wir uns unterschiedliche Arten eines Jochs anschauen. Wir werden uns fragen, wo wir stehen und was in unserem Leben und unseren jetzigen Umständen auf uns zutrifft. Die erste Variante finden wir in 3. Mose 26. Dort geht es um das Joch des Feindes. In Vers 11 bis 13 sagt Gott:

„Ich will mitten unter euch wohnen und mich nicht mehr voller Abscheu von euch abwenden.
Ich will mitten unter euch leben; ich will euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein.
Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Ägypten geführt hat, damit ihr nicht länger Sklaven der Ägypter seid. Ich habe das Joch der Sklaverei von euren Schultern genommen, sodass ihr aufrecht gehen könnt.“

Hier in Vers 12 heißt es: „Ich will mitten unter euch leben; ich will euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein.“ Genau dieser Vers wird in 2. Korinther 6 zitiert, und zwar in Verbindung mit der Gemeinde.
Diese Verse, die wir eben gelesen haben, sprechen prophetisch in unsere Zeit und unser Leben hinein. Ägypten war ein Symbol für die Welt. Der Pharao, der König von Ägypten, war ein Symbol für den Teufel. Und die Wahrheit ist: Wir wurden aus Ägypten gerettet und von jedem Werk des Feindes erlöst, das uns niedergebeugt hat. Jesus hat dieses Joch zerbrochen und uns davon befreit.

In 1. Johannes heißt es:

„Doch der Sohn Gottes kam, um die Taten des Teufels zu vernichten.“
Gottes Volk war durch das Joch des Feindes niedergebeugt und unterworfen und in Knechtschaft. Doch dieses Joch wurde Gott sei Dank durch Jesus Christus zerbrochen.
In Klagelieder heißt es: „Übertretungen sind ein Joch.“ Und das kann ein enorm schweres Joch sein. Je öfter man eine Sünde wiederholt, umso vertrauter wird die Sünde und umso enger und schwerer kann das Joch auf unserem Leben liegen. Aber es sind alle Werke des Teufels gemeint: Sünde, Krankheit, Unterdrückung, Angst. Jesus kam, um diese Dinge zu zerstören.

Die gute Nachricht ist: Jesus hat bereits die Arbeit getan. Im Römerbrief heißt es, dass die Sünde uns nicht mehr beherrschen wird. Ich muss nie wieder ein Sklave der Sünde sein. Ich muss nie wieder das Joch der Gefangenschaft auf mich nehmen.
Wir müssen nicht sündigen. In Römer 6 heißt es: „Die Sünde hat die Macht über euch verloren.“ Wenn wir aber doch sündigen, können wir Gott für 1. Johannes 1 und 2 danken. Wenn wir sündigen, haben wir einen Anwalt beim Vater: Jesus Christus, den Gekreuzigten. „Doch wenn wir ihm unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns vergibt und uns von allem Bösen reinigt.“ Wenn Sie sündigen, kehren Sie um. Bekennen Sie Gott die Sünde. Vielleicht steht der Feind mit einem Joch und einer Kette da. Sagen Sie: „Nein, die legst du mir nicht an.“ Und Jesus steht zwischen Ihnen und dem Teufel und sagt: „Ganz richtig. Er gehört mir. Sie gehört mir. Sie muss nie wieder das Joch der Gefangenschaft und das Joch der Sklaverei tragen. Danken wir Gott, dass er uns befreit hat.“

Das zweite Joch, von dem in der Bibel die Rede ist, ist das Joch der unrealistischen Erwartungen und Forderungen. Das Joch der unrealistischen Erwartungen und Forderungen.

Reisen wir in der Geschichte ein Stück zurück. Salomo, der Sohn von König David, war gestorben. Nach seinem Tod wurde sein Sohn Rehabeam der neue König von Israel. Bei seiner Krönung kam das ganze Volk zu ihm, weil ihr Leben unter Salomo sehr schwierig geworden war. Sie kamen zu König Rehabeam, um mit ihm zu reden. Und in 2. Chronik 10 ab Vers 4 können wir nachlesen, was sie sagten:

„‚Dein Vater war ein sehr strenger Herrscher‘, sagten sie. ‚Von dir hoffen wir, dass du unseren Dienst erleichterst und das schwere Joch, das er uns auferlegt hat. Dann werden wir dir treu dienen.‘
Doch Rehabeam antwortete: ‚Kommt in drei Tagen wieder zu mir.‘ Damit zog das Volk ab.“

Das Volk kam also zurück. Das finden wir ab Vers 12:

„Drei Tage später kehrte Jerobeam mit dem ganzen Volk zurück, um Rehabeams Entscheidung zu hören, wie es der König angekündigt hatte. Da fuhr Rehabeam sie schroff an, denn er hatte sich dem Rat der älteren Berater verschlossen und folgte stattdessen dem seiner jüngeren Ratgeber. Er antwortete dem Volk: ‚Mein Vater hat euch schwere Lasten auferlegt, aber ich werde noch viel mehr von euch verlangen. Mein Vater hat euch mit der Peitsche gestraft, ich werde eine Peitsche mit Stacheln verwenden!‘“

Und 10 der Stämme Israels zogen an jenem Tag davon und sagten: „In Ordnung. Dann bist du nicht unser König.“ Und sie gingen und gründeten eine Hauptstadt in Samaria. Von dem Tag an war Israel viele Generationen lang gespalten. Es gab die Nation Juda, die aus den Stämmen Benjamin und Juda bestand, mit Jerusalem als Hauptstadt. Und es gab die anderen 10 Stämme, deren Hauptstadt Samaria war. Und nach jenem Tag gab es generationenlang Blutvergießen und Kämpfe.
Sie müssen wissen: Salomo war am Ende seines Lebens vom rechten Weg abgekommen. Der Mann, der uns das Buch der Sprüche gegeben hat – der Mann, dem Gott Weisheit geschenkt hatte – war Gottes Geboten ungehorsam. Er nahm sich viele Frauen, und sie wendeten sein Herz von Gott ab. Salomo begann, andere Götter zu verehren. Er wurde zum Götzendiener. Und er überforderte sein Volk. Er erlegte ihnen eine Steuerlast auf, die sie nicht tragen konnten, und führte dann die Leibeigenschaft ein. Israel litt unter seiner Tyrannei und überlebte kaum. Und nun sagte Rehabeam: „Ich mache es noch schlimmer.“ Da rebellierte das Volk.

Wenn Veränderung nicht freiwillig von oben nach unten geschieht, wird sie irgendwann von untenher kommen, in Form einer Revolution.

Die Beziehung hier betrifft zwar einen König und seine Untertanen, doch es kann auf jede Beziehung zutreffen, zum Beispiel zwischen Vorgesetzten und Angestellten. Der Chef erlegt seinen Angestellten unrealistische Forderungen und Erwartungen auf. Er versucht, ihnen ein Joch aufzulegen, das er nie selbst aushalten könnte.

Ich kenne manche Männer, bei denen ich ihre Leistungen und bestimmte Eigenschaften in ihrem Leben bewundert habe, doch ich würde niemals für sie arbeiten, weil sie herzlos mit ihren Angestellten umgehen. Und weil die Veränderung nicht von der Spitze ausging, kam die Revolution in manchen Fällen von unten her. Und es schadete der Organisation, der Arbeit. In manchen Fällen war es deren Ende.
Das Gleiche gilt auch umgekehrt. Manche Menschen erwarten, ein sehr gutes Gehalt für eine schlechte Arbeitsmoral zu bekommen. Sie haben die Möglichkeit, etwas aus sich zu machen, und tun es nicht. Und sie finden, dass man ihnen das gleiche Geld zahlen sollte wie jemandem, der sich angestrengt und die schwere Arbeit geleistet hat. Beiden standen die gleichen Chancen offen, aber manche Menschen sagen innerlich: „Ich verdiene es, das Gleiche zu bekommen wie sie.“ Das stimmt nicht. So läuft das Leben nicht.

Das gilt auch für Ehepartner. Manche verlangen vom anderen sehr viel mehr, als sie selbst zu geben bereit sind. Und wenn in einer Ehe ein Partner nur nimmt und sehr wenig gibt, entstehen Probleme.

Das Gleiche kann auf die Beziehung zwischen Eltern und Kindern zutreffen. Dinge haben immer zwei Seiten. Wir leben in einer Gesellschaft, die schon fürs Dabeisein Preise verteilen will.
Vielleicht sagt jemand: „Ach, Sie kommen einfach aus einer älteren Generation.“ Stimmt. Aber die ältere Generation ist bereit, für sich selbst zu denken. – So läuft das Leben nicht.
Wenn Sie Ihr Kind immer für nichts belohnen, gibt es ein böses Erwachen, wenn es einmal das Elternhaus verlässt. So läuft das Leben nicht.
Auf der anderen Seite gibt es Eltern, die viel zu hart zu ihren Kindern sind. Sie wollen nicht, dass aus ihren Kindern verweichlichte Erwachsene werden. Das kann ich verstehen. Wir müssen unseren Kindern Ziele setzen und manches abverlangen. Wir müssen ihnen beibringen, Aufgaben zu erledigen und eine gute Einstellung zu haben. Wir müssen sie fordern. Aber manche Eltern wollen Kinder, die kein Geräusch von sich geben und in der Schule nur Einsen schreiben und Konzertgeiger oder Spitzensportler werden. Und später sollen sie dann am liebsten Arzt oder Anwalt werden, damit sie die Eltern unterstützen können. Unrealistische Erwartungen!

Woher wissen Sie, dass Sie als Arbeitgeber zu hart sind? Woher wissen Sie, wenn Sie Ihrem Ehepartner oder Ihren Kindern ein Joch aufzulegen versuchen, das es nicht geben sollte? Es ist ziemlich einfach: Hören Sie ihnen zu.

Kommen wir zum dritten Joch. Bereit? Das ist das Joch des Gesetzes. Mit anderen Worten, das Gesetz einzuhalten, um errettet zu werden oder Gott zu gefallen.

In Apostelgeschichte 15 lesen wir, dass die Gemeinde sich in Jerusalem versammelte, weil es eine Fraktion gläubiger Pharisäer gab, die sagten: „Wir glauben, dass Jesus der Weg ist. Wir glauben an die Errettung. Aber jeder, der sich Jesus zuwendet, muss auch das Gesetz des Mose einhalten. Andernfalls ist ihre Errettung nicht echt.“ Apostelgeschichte 15,5:

„Doch dann erhoben sich einige aus der Gruppe der Pharisäer, die zum Glauben gekommen waren, und erklärten, die Nichtjuden müssten beschnitten werden und sich an das mosaische Gesetz halten.“
Und Petrus antwortet ihnen, Vers 10:

„Warum zweifelt ihr nun an Gottes Weg, indem ihr ihnen eine Last aufbürdet, die weder wir noch unsere Vorfahren tragen konnten? Wir glauben, dass wir alle auf demselben Weg wie jene gerettet werden, nämlich durch die Gnade des Herrn Jesus.“

Die Rettung geschieht nicht durch das Einhalten des Gesetzes oder durch gute Taten, sondern aus Gnade durch Glauben.

Das Gesetz ist gut. Es legt unsere Sündhaftigkeit offen. Es zeigt uns, dass wir einen Retter brauchen. Es verweist uns auf Jesus. Aber das Gesetz rettet uns nicht. Die Bibel sagt, das Gesetz soll als Lehrer dienen, um uns zu Jesus zu bringen.
Wir haben das Gesetz, das sagt: „Du sollst nicht“; und ich tue es trotzdem. Daran erkenne ich, dass ich ein Problem habe – etwas, das ich selbst nicht bewältigen kann. Ich brauche jemanden, der größer ist als ich. Das ist der Zweck des Gesetzes.
Noch einmal: Wir werden durch den Glauben gerettet, ohne die Werke des Gesetzes.

Vielleicht denken jetzt viele. „Okay, Pastor, verstanden. Wo liegt das Problem?“ Das Problem liegt darin, dass heute wie damals viele Menschen plötzlich anfangen, sich von Gottes Gnade abzuwenden und von ihren eigenen guten Werken zu erwarten, dass sie ihnen irgendwie Gerechtigkeit oder Gunst bei Gott verschaffen.
Unser rechtschaffenes Leben bringt Gott nicht dazu, gut zu uns zu sein. Gottes unverdiente Güte zu uns inspiriert uns, richtig zu leben. Das ist ein großer Unterschied.

In Galater 5,1 schreibt Paulus:
„So hat uns Christus also wirklich befreit. Sorgt nun dafür, dass ihr frei bleibt, und lasst euch nicht wieder unter das Gesetz versklaven.“

Welche Sklaverei ist damit gemeint?

„Denn wenn ihr durch das Gesetz vor Gott bestehen wollt, seid ihr von Christus getrennt und aus Gottes Gnade gefallen.“

Gott liebt Sie nicht aufgrund Ihrer guten Werke. Er liebt Sie, weil er ist, wer er ist. Nicht, weil Sie tun, was Sie tun. Sie sind sein Kind und er liebt Sie. Er hat Sie sogar schon geliebt und wertgeschätzt, bevor Sie irgendetwas Gutes oder Schlechtes getan hatten. Wir glauben, dass gute Werke wichtig sind – aber wir glauben, dass sie eine Auswirkung der Errettung sind, nicht ihre Ursache. Sie sind die Folge davon, dass wir Leben von Gott erhalten und seine Güte annehmen. Die Errettung bewegt mich dazu, richtig handeln und leben zu wollen. Sie bewegt mich dazu, mich von innen heraus zu verändern. Aber ich tue die äußerlichen Werke nicht, um Gott zu überzeugen, mich innerlich zu verändern. Das ist genau das Gegenteil von dem, was das Evangelium lehrt.

Gut. Das vierte Joch ist das, was ich im positiven Sinn das Joch der gleichen Beziehungen nenne – oder im negativen Sinn das Joch der ungleichen Beziehungen.

Im Alten Testament gab es ein Gebot, das als Anschauungsbeispiel hierfür dienen soll. Es steht in 5. Mose 22,10 und lautet:

„Spannt nicht ein Rind und einen Esel zusammen vor den Pflug.“
Das sind zwei verschiedene Tiere. Man soll nicht Rind und Esel zusammen unters Joch spannen, weil sie zum einen ein unterschiedliches Temperament haben und zum anderen ein unterschiedliches Tempo. Sie werden sich gegenseitig aufreiben. Der eine zieht in die eine Richtung, der andere in die andere. Der eine geht schnell, der andere langsam. Das wird Probleme geben. Und der Konflikt zwischen den Tieren kann sogar gefährlich werden.

Das Neue Testament drückt das in 2. Korinther 6, ab Vers 14 folgendermaßen aus:

„Macht nicht gemeinsame Sache mit Ungläubigen. Wie kann die Gerechtigkeit sich mit der Gesetzlosigkeit zusammentun?

(Christen werden hier als „Gerechtigkeit“ bezeichnet und Nichtchristen als „Gesetzlosigkeit“.)

Wie kann das Licht mit der Finsternis zusammenleben? Welche Übereinstimmung kann es zwischen Christus und dem Teufel geben? Welche Gemeinsamkeiten hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? Und welche Gemeinschaft kann zwischen dem Tempel Gottes und Götzenbildern bestehen? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: ‚Ich will mitten unter ihnen sein und mitten unter ihnen leben. Ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.‘“
Manche Übersetzungen formulieren es so: „Hört auf, intime Beziehungen zu Nichtchristen aufzubauen.“ Das heißt nicht, dass wir uns nicht auf die Welt einlassen sollen, die dringend Rettung nötig hat. Wir müssen uns mit Menschen anfreunden, wenn wir ihnen die Liebe Christi zeigen wollen. Wir sollen Menschen das Evangelium verkündigen. Paulus meint also nicht, dass wir von der Welt abgeschottet leben, sondern dass wir keine intimen Beziehungen zu Nichtchristen aufbauen sollen.“

Im Allgemeinen sprechen wir davon im Zusammenhang mit der Ehe. Man kann es auch auf andere Beziehungen anwenden, aber ich möchte hier über die Ehe sprechen. Im negativen Sinn werden in einer Ehe, in der ein Partner Christ ist und der andere nicht, die beiden immer in unterschiedliche Richtungen ziehen. Sie werden sich ständig aneinander reiben. Sie haben unterschiedliche Werte und Prioritäten. Und das macht beide müde, weil sie ständig in unterschiedliche Richtungen gehen und sich reiben. Das kann Streit über den Gottesdienstbesuch sein. Oder ein Streit darüber, den ersten Teil des Einkommens Gott zu geben. Oder darüber, dass ein Hauskreis im eigenen Haus stattfinden soll, oder über die christlichen Freunde.
Und das kann sich auf Charakter und Moral auswirken. Eine ständige enge Beziehung kann unsere Ansichten, Einstellungen und Sichtweisen beeinflussen. Vielleicht sind wir sogar versucht, faule Kompromisse im Blick auf unsere Moral und Integrität zu machen, nur um des lieben Friedens willen.
Als Jugendlicher hatte ich eine Lieblingsjeans. Damals war uns das sehr wichtig – heute sind es vielleicht die Lieblingsschuhe, aber damals waren es die Jeans. Ich hatte ein Paar herrliche Flickenjeans, die ich liebte. Ich war noch nicht lange bei meinen Eltern ausgezogen und wollte meine Wäsche im Waschsalon waschen. Und ich hatte mir gerade ein neues rotes Hemd gekauft. Ich warf dieses Hemd mit meiner Lieblingsjeans in die Waschmaschine, und sie hatten dort sehr enge Gemeinschaft miteinander. Als ich sie aus der Maschine nahm, waren meine blauen Jeans pink. Das war ziemlich traumatisch.
Aber dieses rote Hemd, das so enge Gemeinschaft mit der Jeans hatte, sorgte dafür, dass seine Farbe auf die Jeans überging. So ist das in engen, vertrauten Beziehungen: Die Einstellungen und Werte und Sichtweisen des einen gehen fast unbewusst auf den anderen über. Das passiert.
Aber ich empfehle es nicht. Und Gott trägt uns als Christen auf, uns nicht in enge Beziehungen zu Nichtchristen zu begeben.
Auf der positiven Seite hat es große Vorteile, unter dem gleichen Joch zu gehen. Die Arbeit ist leichter. Man zieht die gleiche Last im Einklang miteinander. Man ermutigt sich gegenseitig. Wenn einer niedergeschlagen ist, ist der andere meist guter Dinge. Man ist gemeinsam mit Gott in dieser Beziehung. Man kann gemeinsam beten. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass auch die gemeinsamen Kinder für Gott leben werden. Dann hört man keine Sätze wie „Warum muss ich zum Gottesdienst gehen? Papa geht doch auch nicht!“ Ich kann nur wärmstens empfehlen, in der Ehe im Glauben verbunden zu sein. Es ist viel besser, als wenn man als Rind mit einem Esel eingespannt ist.

Wenn Sie bereits mit einem Nichtchristen verheiratet sind, haben Sie schon die Entscheidung getroffen. Sie haben geheiratet. Dann bleiben Sie auch verheiratet. Oder Sie waren beide Nichtchristen und dann haben Sie zu Jesus gefunden. Dann bleiben Sie in Ihrer Ehe. Zeigen Sie Ihrem Partner die Liebe Jesu. Beten Sie dafür, dass Gott ihm oder ihr die Augen öffnet, damit er oder sie auch zu Jesus findet. Und lassen Sie das wunderbare Licht des Evangeliums durch Ihre Einstellung und Ihre bedingungslose Liebe hindurchstrahlen. Predigen Sie den anderen nicht ständig an. Nörgeln Sie nicht. Leben Sie einfach Ihren Glauben aus. Lassen Sie Ihren Partner sehen, wie sich Ihr Lebensstil, Ihre Einstellung, Ihr Handeln durch Jesus verändert hat. Und hoffentlich werden dem anderen die Augen aufgehen und er oder sie findet auch den Weg in Gottes Reich.

Kommen wir noch zum letzten Joch, über das ich sprechen möchte, und das ist das Joch Jesu. In Matthäus 11,28 bis 30 sagt Jesus:
„Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen. Denn mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich euch auflege, ist leicht.“

Jesus sagt: Kommt alle, die ihr Mühe habt, die ihr schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Die ganze Welt müht sich ab, um Ruhe zu finden. Menschen betrinken sich und nehmen Drogen. Warum? Sie versuchen, innere Ruhe zu finden.
Ich befand mich lange Zeit auf diesem Weg. Ich war schwerer Alkoholiker und hatte große Drogenprobleme. Aber in Wirklichkeit suchte ich nach etwas, das die Leere in mir füllt. Ich suchte nach innerer Ruhe.
Manche Menschen sammeln mehr Geld und mehr Besitz an. Sie wollen immer mehr und sagen sich: „Wenn ich das noch bekommen kann, werde ich vielleicht diesen inneren Frieden finden.“ Doch das wird nie ausreichen. Manche wechseln ständig ihren Sexualpartner, von einem zum anderen. Auch sie versuchen, eine innere Leere zu füllen. Liebe Freunde, nur Jesus kann Ihnen diese Ruhe schenken.
Jesus sagt: „Komm zu mir. Du mühst dich mit schweren Lasten ab. Aber ich will dir Ruhe schenken. Nimm mein Joch auf dich und lerne von mir, ich bin demütig und freundlich.“ Das Joch Jesu ist ein Joch von Freundlichkeit und Demut. Und wenn wir sein Joch auf uns nehmen, ist uns nicht mehr wichtig, was Menschen denken oder sagen. Es spielt keine Rolle mehr, ob man uns lobt und anerkennt oder ob Menschen unsere Bedeutung übersehen. Wir sind damit zufrieden, Gottes Willen zu tun – und wenn er will, ungesehen und unbeachtet zu bleiben.
Wir werden frei von Stolz und müssen uns nicht mehr verstellen. Das ist eine Last, die den größten Teil der Welt langsam umbringt. Es ist wunderbar, davon frei zu werden und in Gemeinschaft mit Jesus demütig zu werden. Dann wird uns am wichtigsten sein, Jesus nachzufolgen, statt Menschen beeindrucken zu wollen oder uns zu sorgen, was sie von uns denken könnten. Wir können anfangen, Gott und nicht Menschen zu Gefallen zu leben. Der Aufruhr und die Unruhe verschwinden aus unserer Seele und werden durch den Frieden Gottes ersetzt.
Diese Zufriedenheit und Ruhe kommen in unsere Seele, wenn wir das Joch Jesu auf uns nehmen. Unser Ruf oder unser Status, so wie andere ihn sehen, spielt für uns keine Rolle mehr. Und das ist etwas Großes!

Woher wissen Sie, was Jesus von Ihnen will, wenn Sie zu ihm kommen? In der Landwirtschaft nahm man oft ein älteres Zugtier und spannte es mit einem jüngeren Zugtier zusammen. Das ältere Tier war das Führungstier.
Harrison, komm doch mal her. Okay. Also, das ältere Tier wird mit dem jüngeren Tier zusammen eingespannt. Wenn das ältere Tier sich dreht, kommt das jüngere mit. Es ist nur ein kleiner Impuls nötig. Und so lernt das jüngere Tier, wohin es gehen muss und wie die Arbeit funktioniert. In der Bibel sagt Jesus: „Nehmt mein Joch auf euch.“ Er wird uns durch den Heiligen Geist einen innerlichen Impuls geben, ein innerliches „Geh los“ oder „Bleib stehen“: Das ist dann das Natürlichste der Welt. Jesus lehrt uns, wenn wir mit ihm zusammen unter einem Joch sind. Das ist ein wunderbares Leben. Danke.
Jesus hat gesagt: „Mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich euch auflege, ist leicht.“ Die Bibel sagt, der Weg der Sünde ist hart. Doch Jesus sagt: „Mein Joch ist leicht.“ Manche von Ihnen denken vielleicht: „Wenn ich Jesus alles anvertraue, wird mein Leben unglaublich schwer. Ich glaube, so kann ich nicht leben.“ Nein. Jesus gibt uns durch seinen Geist die Kraft, für ihn zu leben. Und er leitet uns durch seinen Geist. Wollen Sie wissen, was schwer ist? Der Weg der Sünde. Wollen Sie wissen, was leichter ist? Das Joch Jesu. Und seine Last ist leicht.
Heute haben wir viel über unterschiedliche Arten eines Jochs geredet. Wenn Sie noch nicht mit Jesus zusammen unter einem Joch sind, sollten Sie unbedingt diesen Schritt gehen. Die Bibel sagt, wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet. Das gilt auch für Sie. Jesus wird Sie nicht fortschicken. Es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Er möchte, dass Sie mit ihm leben und reden. Wenden Sie sich heute an ihn. Sie werden es nicht bereuen.

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