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Ändere deine Gedanken und du veränderst dein Leben (1)

Wie wir denken und was wir denken, bestimmt den Kurs unseres Lebens. Deshalb müssen wir uns Gottes Gedanken zu eigen machen. Bayless Conley zeigt dir in dieser Predigt, wie du deine Gedanken loslassen und gegen ein Denken aus Gottes Sicht eintauschen kannst. Du wirst sehen: Wenn du deine Gedanken änderst, verändert sich dein ganzes Leben!

Hallo, Freund! Heute geht es um etwas, das so einfach und so tiefgründig ist, dass es jeder verstehen kann. Und doch wissen viele nichts davon. Es ist leicht, es zu übergehen und es sich nicht bewusst zu machen.

Wenn Sie eine Bibel dabei haben oder ein elektronisches Gerät mit einer Bibel darauf, dann legen Sie es bereit. Wir wollen uns zusammen mit Gottes Wort beschäftigen. Und wissen Sie was? Diese Wahrheit, über die wir sprechen wollen, kann Ihr ganzes Leben verändern.

Hallo, ich bin Bayless Conley. Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt – er hat Antworten auf deine Fragen.

Ich möchte heute über einen Text aus Jesaja 55 sprechen. Schlagen Sie bitte dieses Kapitel auf.

Wissen Sie, ich liebe die Predigtserie über das Buch Jesaja, die wir gerade bei uns durchführen. Und ich bin bei diesem Kapitel gelandet und hatte den starken Eindruck, dass ich darüber predigen muss.

In Vers 1 heißt es:

„Auf, ihr Durstigen,
kommt zum Wasser!
Geht los, auch wenn ihr kein Geld habt.
Geht, kauft Getreide und esst. […]
Geht hin und besorgt euch Wein und Milch,
ihr braucht nicht zu bezahlen.“

Das erste Wort ist: „Auf!“ In einer anderen Version steht: „Hört zu!“ Es ist ein Ausruf, mit dem man die Aufmerksamkeit von jemandem erhalten will. Wie: „Hey! Hör mir mal zu! Das, was ich gleich sagen werde, ist wirklich wichtig.“ Und als nächstes sagt er: „Auf, ihr … Was ich gleich sagen werde, gilt für alle Angesprochenen. Es gilt für alle Durstigen.“ Und dann sagt er: „Ihr Durstigen, kommt zum Wasser!“ Für mich klingt das sehr nach Jesus. Und Jesus bezog sich auf diesen Vers, als er die folgenden Worte sagte. Ich lese aus Johannes 7 ab Vers 37:

„Am letzten Tag, dem Höhepunkt des Festes, stellte Jesus sich hin und rief der Menge zu: Wenn jemand Durst hat, soll er zu mir kommen und trinken! Wer an mich glaubt, aus dessen Innerem werden Ströme lebendigen Wassers fließen, wie es in der Schrift heißt. Mit dem lebendigen Wasser meinte er den Geist, der jedem zuteilwerden sollte, der an ihn glaubte. Aber der Geist war noch nicht gekommen, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.“

Nun, Jesus ist heute verherrlicht. Und der Geist ist gekommen. In diesem Vers geht es also darum, dass wir zu Jesus kommen sollen, um zu erleben, was der Heilige Geist tut. Was er schenkt, kann man nicht kaufen. Man kann es nicht verdienen. Es ist ein Geschenk. „Kommt, kauft Wein. Kommt, kauft Milch ohne Geld und ohne zu bezahlen.“ Wein und Milch sind Symbole für Segen und Überfluss. Aber sie stehen auch in einem direkten Bezug zum Wort Gottes.

In Psalm 104,15 steht: „Du gibst Wein, der sie fröhlich macht.“ Psalm 19,9: „Die Gebote des Herrn erfreuen das Herz.“ Wein ist ein Bild für Gottes Wort. Und auch Milch ist ein Bild dafür. In 1. Petrus 2,2 steht: „So wie ein Säugling nach Milch schreit, sollt ihr nach der reinen Milch – dem Wort Gottes – verlangen, die ihr benötigt, um im Glauben zu wachsen.“ Im 1. Korinther und auch im Hebräerbrief wird Milch als Metapher für Gottes Wort verwendet.

Es ist also eine Einladung an den Heiligen Geist, zu kommen und uns sein Wort zu offenbaren. Diese Einladung wird innerhalb des einen Verses drei Mal ausgesprochen: „Ihr Durstigen, kommt. Auch wenn ihr kein Geld habt, kommt. Kommt und kauft Wein und Milch, ohne zu bezahlen.“

Vers 2:

„Warum solltet ihr euer Geld für etwas ausgeben, das kein Brot ist,
euren Lohn für etwas, von dem ihr nicht satt werdet?
Hört zu und esst Gutes
und eure Seele wird satt werden.“

Das ist Nahrung für die Seele. Es geht hier um geistliche Nahrung. Der Heilige Geist lässt das Wort Gottes in unseren Herzen lebendig werden. Und dann steht im ersten Teil von Vers 3:

„Kommt zu mir und sperrt die Ohren auf!
Hört mir zu und eure Seele wird leben.“

Denken Sie einmal darüber nach, was der Herr bisher getan hat. Er sagt: „Kommt, kommt, kommt, hört mir zu, sperrt die Ohren auf, kommt, hört und eure Seele wird leben, weil sie von den Worten genährt wird, die der Heilige Geist gesprochen hat.“ Und im zweiten Teil von Vers 3 steht:

„Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen.
Er soll so verlässlich sein wie die Gnade, die ich an David bewiesen habe.“

Apostelgeschichte 13,34 zufolge bezieht sich diese Aussage direkt auf den Sieg, den Jesus durch die Auferstehung errungen hat. Dort wird die gleiche Bibelstelle zitiert. Es geht hier also um das Werk von Jesus. Es geht um die Rettung. In den nächsten beiden Versen geht es um Jesus und um die Rettung, die er der Welt gebracht hat.

In dem ganzen Kapitel geht es darum, zu ihm zu kommen, um zuerst einmal das Geschenk der Rettung zu bekommen. Aber es bezieht sich auch auf jede Facette der Gnade, die in dieser Rettung enthalten ist – Vergebung, Heilung, Frieden, Kraft, Führung, Trost oder was es auch sein mag.

Kommen wir zu Vers 6. Da steht:

„Sucht den Herrn, solange er sich finden lässt.
Ruft zu ihm, solange er nahe ist.“

Sehen Sie das? Er sagt: „Kommt, hört, sperrt eure Ohren auf, hört, sucht.“ Wenn wir kommen, sollten wir erwarten, dass der Heilige Geist zu uns spricht und uns das Wort erklärt, das Rettung bringt und den ganzen Nutzen, der damit verbunden ist.

Aber wenn wir zu ihm kommen, hören, unsere Ohren aufsperren und durstig kommen, weil wir dieses Wort hören wollen, dann müssen wir auch etwas tun. Sagen wir alle „müssen“. Wenn wir die Gnade der Rettung und ihren Nutzen genießen wollen, dann müssen wir neben dem, dass wir durstig und hörend und mit der Bereitschaft kommen, um zu hören, auch etwas zurücklassen. Und das ist nicht verhandelbar. Ab Vers 7 steht es:

„Der Gottlose soll seinen Weg verlassen
und der Übeltäter von seinen Plänen absehen!
Stattdessen soll er zum Herrn umkehren,
damit er sich seiner erbarmt.
Ja, bekehrt euch zu unserem Gott,
denn bei ihm ist viel Vergebung.

Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
sagt der Herr, und meine Wege sind nicht eure Wege.“

Er sagt also: „Kommt zu mir.“ Das ist eine Einladung in seine Gegenwart. Der Heilige Geist wird die Wahrheit der Rettung offenbaren. Aber wenn wir das empfangen wollen, was Jesus uns schenken möchte und wozu er gekommen ist, ja, dann sollen wir hungrig sein und bereit sein zu hören, aber wir müssen auch bereit sein, unsere eigenen Wege und Gedanken aufzugeben. Denn seine Gedanken sind nicht unsere Gedanken. Und seine Wege sind nicht unsere Wege.

Er sagt hier: „Verlasst eure Wege und seht von euren Plänen ab, und der Herr wird barmherzig sein.“

Ich sage jetzt etwas. Und Sie sollten gut zuhören. Ein falscher Gedanke, an den man sich klammert oder den man nicht aufgeben will, kann der Barmherzigkeit Gottes im Weg stehen. Ein falscher Gedanke kann Gottes Barmherzigkeit daran hindern, uns zu berühren.

Ein Beispiel für einen solchen Gedanken, den manche haben und nicht loslassen – und ich habe das schon sehr oft gehört – ist, dass man sich seine Rettung verdienen muss. Es kann ja schließlich nicht sein, dass man sie nur annimmt und Jesus vertraut. Das ist zu einfach. Nein. Es muss eine Art große Waage geben mit allen guten Taten auf der einen und allen schlechten Taten auf der anderen Seite. Und wenn am Ende des Lebens die guten Taten überwiegen, komme ich in den Himmel. Viele Menschen glauben so etwas. Wenn man diesen Gedanken festhält, kann man die Barmherzigkeit der Rettung nie empfangen. Dann wird man nie die Gnade und das Geschenk bekommen, die Jesus uns anbietet. Dieser eine falsche Gedanke kann einen davon abhalten.

Paulus schrieb über seine Brüder, die Juden, dass dies genau ihr Problem war. In Römer 10, ab Vers 1 sagt er:

„Liebe Freunde, ich sehne mich von Herzen danach und bete zu Gott, dass das jüdische Volk gerettet wird. Ich kann bezeugen, mit welcher Hingabe sie Gott dienen, aber es fehlt ihnen die richtige Erkenntnis.“

(Sie haben nicht die richtige Erkenntnis von Gott.)

„Denn sie haben nicht erkannt, auf welche Weise Gott die Menschen gerecht erklärt. Stattdessen gehen sie ihren eigenen Weg, indem sie versuchen das Gesetz zu halten, um dadurch die Anerkennung Gottes zu gewinnen. Damit lehnen sie den Weg Gottes ab.“

Sie folgten ihren eigenen Gedanken und Wegen. Sie dachten, man würde sich die Rettung durch Werke und das Halten des Gesetzes verdienen. Und weil sie ihre Wege und Gedanken nicht aufgeben wollten, trennte sie das von der Barmherzigkeit von Gottes Rettung.

Man kann sogar für einen solchen Gedanken brennen. Aber nur weil man brennt, heißt das nicht, dass man Recht hat. Sie brannten für das, was sie glaubten. Aber falsches Denken führt zu falschem Glauben, der zu falschem Handeln führt.

Paulus sagt hier: „Sie folgen ihren eigenen Wegen und Gedanken und wollen sie nicht aufgeben. Ich wünsche mir so sehr, dass sie gerettet werden. Aber sie müssen zuerst bereit sein, diesen Gedanken aufzugeben und Gottes Gedanken anzunehmen.“

In Jesaja 55,9 sagt der Herr:

„Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde,
so viel höher stehen meine Wege über euren Wegen
und meine Gedanken über euren Gedanken.“

Lässt er uns damit einfach im Regen stehen? Nein. Denken Sie daran: Es geht in diesem Kapitel darum, zu ihm zu kommen und zu hören. Dann wird der Heilige Geist sprechen und Ihnen Gottes Gedanken mitteilen.

Und so zeichnet er uns hier ein Bild davon, was passiert, wenn wir zu ihm kommen – durstig, mit der Bereitschaft zu hören und bereit, unsere Gedanken und Wege loszulassen. Dann wird uns der Heilige Geist Gottes Gedanken und Gottes Wege schenken. Er sagt ab Vers 10 mit einer Metapher:

„Regen und Schnee fallen vom Himmel
und bewässern die Erde.
Sie kehren nicht dorthin zurück,
ohne Saat für den Bauern
und Brot für die Hungrigen
hervorzubringen.
So ist es auch mit meinem Wort, das aus meinem Mund kommt.
Es wird nicht ohne Frucht zurückkommen,
sondern es tut, was ich will
und richtet aus, wofür ich es gesandt habe.“

„So ist es auch mit meinem Wort.“ Es ist nicht machtlos, sondern tut, was er will. Es richtet aus, wozu Gott es gesandt hat – um zu retten, zu heilen, zu befreien und wiederherzustellen. Es wird Kraft schenken und Frieden und Führung und Trost und Gunst und Versorgung im Überfluss und Reichtum und Schutz. Es wird das Schlechte herausreißen und das Gute pflanzen.

Vers 12:

„Ihr werdet in Freude ausziehen
und in Frieden geleitet werden.
Die Berge und Hügel
werden jubelnd vor euch singen
und alle Bäume auf dem Feld werden in die Hände klatschen!“

Und von wo werden wir mit Freuden ausziehen? Wohin werden wir in Frieden geleitet werden? Denken wir daran, was er gesagt hat. Er sagte: „Verlasst eure Wege, seht von euren Plänen ab und kommt zu mir. Meine Gedanken sind höher als eure Gedanken. Meine Wege sind höher als eure Wege. Wenn du mir zuhörst und mein Wort annimmst, dann wirst du aus meiner Gegenwart mit Freude ausziehen. Du wirst mit Frieden aus meiner Gegenwart geleitet werden.

So ist es mit meinem Wort“, sagt er. Möchten Sie wissen, was Gott denkt? Dies ist das Buch über Gottes Gedanken.

Wenn Sie wissen möchten, was ich denke, müssen Sie mir zuhören. Meine Worte offenbaren meine Gedanken. Gottes Wort offenbart Gottes Gedanken. Und der Heilige Geist lässt Gottes Gedanken in uns lebendig werden. Wenn wir unsere Gedanken aufgeben und seine Gedanken annehmen, werden wir mit Freuden und mit Frieden ausziehen. Und in Vers 13 finden wir die Folgen davon:

„Wo einst Dornen waren, werden Zypressen wachsen,
wo Nesseln wucherten, werden Myrten sprießen.
Das geschieht zur Ehre des Herrn
und zu einem ewigen Zeichen, das nie mehr vernichtet wird.“

In einer anderen Version heißt es, es soll uns ständig an seine Güte und Macht erinnern.

„Wo einst Dornen wuchsen und Nesseln wucherten.“ Dornen und Nesseln sind ein Bild für den Fluch. Sie sind ein Bild für das, was schiefgegangen ist. Als Adam im 1. Buch Mose sündigte, sagte Gott: „Nun ist die Erde wegen dir verflucht und wird Dornen und Nesseln hervorbringen.“ Dornen und Nesseln waren das erste Zeichen des Fluches, nachdem der Teufel in die Welt der Menschen eintrat. Aber Gott sagt: „Wenn ihr eure Gedanken und eure Wege aufgebt und kommt, um auf mich zu hören und meine Worte anzunehmen, dann werdet ihr statt des Fluches Zypressen und Myrten haben.“ Zypressen und Myrten stehen symbolisch für Stabilität und Reichtum und Sicherheit und Segen.

All das habe ich gesagt, damit wir an diesen Punkt kommen. Und nun möchte ich Ihnen vier Gedanken zeigen, die Sie aufgeben müssen, bevor Sie Gottes Gedanken annehmen können. Zuerst müssen wir verstehen, dass wir seine Gedanken annehmen müssen, damit er uns auf einen Weg der Fruchtbarkeit, der Freiheit und der Durchbrüche führen kann. Und nun kommen vier Gedanken, die wir loslassen müssen, bevor wir seine Gedanken und seine Wege annehmen können.

Gedanke Nummer Eins: dass Sie in Ihren derzeitigen Umständen und Ihrer Situation feststecken, ohne dass es einen Ausweg gibt. Ich weiß, dass hier ein paar Leute sitzen, die kurz davor sind, aufzugeben. „Es wird sich nie etwas verändern. Ich sitze fest. Gerettet, geheiligt, festgefahren. Ich stecke fest. Es war schon immer so. Es war in meiner Familie so. Es ist bei mir so. Es wird sich nie ändern. Ich sitze fest.“

Sie müssen bereit sein, diesen Gedanken abzulegen, um Gottes Gedanken anzunehmen. Und wenn Sie seine Gedanken annehmen, mein Freund, dann kann seine Barmherzigkeit Sie berühren.

„Aber was sind Gottes Gedanken?“, fragt vielleicht jemand. Nun, dieses Buch offenbart seine Gedanken. Ich möchte es vorlesen. 1. Korinther 10,13:

„Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt.“

Mit der Versuchung – sagen Sie „mit – also genau dann, wenn wir die Versuchung erleben, wird Gott uns einen Ausweg zeigen.

Drehen Sie sich um und sagen Sie zu Ihrem Sitznachbarn: „Es gibt einen Ausweg.“ Es gibt einen Ausweg. Es gibt einen Ausweg. Sie sitzen nicht fest. Es gibt einen Ausweg. Es gibt einen Ausweg. Es gibt einen Ausweg.

Ich habe viele Jahre lang einen Artikel über einen Mann aufbewahrt, der auf einer Straße in Oregon unterwegs war. Sie führt von Klamath Falls nach Ashland. Als ich in den 70er Jahren in der Gegend lebte, bin ich die Straße oft gefahren. Man hat sie seitdem umbenannt, aber früher hieß sie „die Straße der toten Indianer“. Einmal blieb ich dort im Winter im Schnee stecken und saß mehrere Stunden fest. Irgendwann schaffte ich es heraus. Aber ich kenne jeden Abschnitt der Straße. Ich bin jeden Kilometer davon schon oft gefahren.

Und einmal gab mir jemand einen Zeitungsbericht über einen Mann, der mit einem kleinen Campingbus über diese Straße fuhr und im Schnee steckenblieb. Er kam nicht mehr vor und nicht mehr zurück. Es war einfach zu viel Schnee. Also kroch er in den hinteren Teil seines Busses und blieb dort.

Die Straße war eine Woche lang gesperrt. Und er blieb einfach dort. Er war Christ. Und er schrieb Tagebuch. In dem Artikel waren einige Seiten seines Tagebuches abgedruckt. Er blieb in seinem Bus und dachte: „Der Herr will mich wohl hier haben. Ich sitze fest. Wenn es der Wille des Herrn ist, werde ich gerettet.“ Er blieb also in seinem kleinen Campingbus und verhungerte.

Als es eine Woche später aufhörte zu schneien und wieder aufklarte, fand man ihn mit seinem Tagebuch in seinem Campingbus. Er war tot. Ich kenne den genauen Ort, an dem sein Bus steckenblieb. Er hätte aussteigen und die Straße entlanggehen können bis dorthin, wo es Häuser und Menschen gibt. Er hätte vielleicht vier Stunden dafür gebraucht. Aber er dachte nur daran, dass er festsaß. Er saß fest. Also rollte er sich zusammen und starb, weil er überzeugt war, festzusitzen.

Ich sage Ihnen: Nein, Sie sitzen nicht fest.

Manche von Ihnen erinnern sich vielleicht daran, dass ich diese Geschichte schon einmal erzählt habe. Früher war unsere Kirche in einem kleinen Bürogebäude. Und wir hatten so wenig Platz. Der Mann, dem das Gebäude nebenan gehörte, war ein geschätzter Glaubensbruder und wir durften ein paar Büroräume in seinem Gebäude für die Sonntagsschule benutzen. Eines Tages kam er zu mir und sagte: „Bayless, ich habe eine Tiefgarage. Wenn ihr es schafft, von der Stadt eine Genehmigung zu bekommen, könnt ihr sie haben und du kannst dort mit der Kirche einziehen. Ich denke, dort hättet ihr ein paar hundert Plätze.“ Ich sagte: „Gut, ich schaue es mir an.“

Also ging ich dorthin. Es regnete in Strömen. Ich werde es nie vergessen. Die Decke war ein bisschen niedrig, aber ich schritt alles ab. Ich rechnete alles durch. Wir hätten 400 Stühle hineinstellen können. Ich dachte: „Das ist großartig!“ Denn das Gebäude nebenan hatte nur etwa 160 Plätze. Und so schritt ich alles ab und dachte: „Das ist toll!“ Dann ging ich zurück zu der Tür, die zum Treppenhaus führt. Aber sie war zugeschnappt. Ich war in der Tiefgarage eingesperrt. Ich versuchte mit aller Kraft, sie zu öffnen, aber ich schaffte es nicht. Es gab auch noch ein vergittertes Tor, das die Leute mit einem kleinen elektronischen Gerät öffnen konnten. Ich ging also zu diesem Tor und probierte eine halbe Stunde lang daran herum. Aber ich konnte es einfach nicht öffnen. Also saß ich in dieser Tiefgarage fest. Ich klammerte mich buchstäblich an die Gitter dieses Tores. Es war im Untergeschoss, aber ich konnte einen Teil der Straße über mir sehen. Ich war über eine Stunde dort unten. Vielleicht waren es auch ein paar Stunden. Und ich wartete einfach.

Irgendwann kam ein Postbote vorbei. Er hatte Regenkleidung an und schob seine Karre. Ich rief: „He!“ Er blickte herunter. Ich sagte: „Ich stecke fest. Würden Sie bitte um das Gebäude herumgehen und die Tür aufmachen?“ Er sagte: „Bin gleich da.“ Zehn Minuten später öffnete er die Tür und ließ mich heraus.

Ein paar Tage später besuchte ich Jack, den Besitzer des Gebäudes, der Christ war. Ich saß in seinem Büro und sagte: „Jack, ich habe es mir angeschaut. Es könnte funktionieren.“ Und ich sagte: „Es ist etwas Komisches passiert. Die Tür ist hinter mir ins Schloss gefallen. Ich saß eineinhalb, zwei Stunden dort unten fest.“ Und er fing an zu lachen. Ich fragte: „Was ist so lustig?“ Und er sagte: „Bayless, es ist urkomisch. Bei dem vergitterten Tor fehlt einer der Stäbe. Du hättest einfach durchgehen können.“ Ich sagte: „Du lügst.“ Und er sagte: „Nein. Geh und sieh es dir an.“

Also verließ ich sein Büro und ging hinunter. Und es stimmte. Ich hatte mich hier an zwei der Gitterstäbe geklammert, und direkt daneben fehlte einer der Stäbe. Er war nicht da. Ich hätte mich wahrscheinlich nicht einmal seitlich hindurchquetschen müssen. Aber ich dachte, ich würde festsitzen. Und so sah ich den Ausweg nicht, obwohl er direkt vor meiner Nase war.

So lange Sie denken und sagen, dass Sie festsitzen, werden Sie den Ausweg nicht erkennen, den Gott Ihnen vor die Nase setzt. Mit der Versuchung und mit den Schwierigkeiten wird er immer einen Ausweg schaffen. Er hat einen Weg vorbereitet, auf dem Sie gehen können. Aber den werden Sie nie erkennen, solange Sie das Falsche denken und das Falsche aussprechen. Geben Sie Ihre Wege auf. Lassen Sie Ihre Gedanken los. Gottes Gedanken und Wege sind höher. Wenn Sie seine Gedanken annehmen und sich von seiner Barmherzigkeit berühren und führen lassen wollen, dann müssen Sie Ihre eigenen Gedanken aufgeben.

Gut. Gedanke Nummer Zwei: dass der Feind die Oberhand hat. Vielleicht ist es Ihre Stadt. Vielleicht hat die Schulbehörde Ihnen gesagt, dass Sie nicht hinterfragen sollen, was man Ihren Kindern beibringt und dass Sie ohnehin nichts zu sagen haben. Vielleicht ist es auch Ihre Kreisverwaltung oder Ihr Staat. Ich höre manchmal, was die Leute darüber sagen, was in unserem Staat vor sich geht. Und es gibt offensichtlich gerade eine Massenabwanderung aus Kalifornien. Die Leute sagen: „Ich muss hier raus. Ich habe das Gefühl, in einem Polizeistaat zu leben.“ Und ich bin definitiv nicht damit einverstanden, was unsere Regierung gerade tut. Persönlich bin ich mit einigen Dingen ganz und gar nicht einverstanden. Aber der Teufel hat nicht die Macht über Kalifornien. Der Teufel hat nicht die Oberhand.

Manche Leute denken: „Mit der Welt geht es nur noch abwärts. Der Teufel tut dies und der Teufel tut das. O nein! Die Welt steht in Flammen!“ Und ja, in der Welt lläuft so einiges falsch. Aber der Teufel ist nicht derjenige, der die Macht hat. Der Teufel hat nicht die Oberhand. Nicht in meinem persönlichen Leben, nicht in meiner Ehe und nicht in dieser Welt.

Einmal war ich in einer Kirche, in der man ein Lied mit folgenden Worten sang: „Großer, mächtiger Gott – kleiner, schwacher Teufel.“ Das ist die Wahrheit! Ich habe das Buch bis zum Ende gelesen. Wir gewinnen. „Der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist.“ In der Bibel steht: „Unterwerft euch Gott und widersteht dem Teufel und er wird vor euch fliehen.“

Wie Sie sicher bemerkt haben, ist diese Predigt noch nicht zu Ende. Schalten Sie also nächstes Mal wieder ein. Denn es wird immer besser. Das sollten Sie wirklich nicht verpassen.

Aber jetzt gerade sitzen wir hier zusammen. Und wenn ich Sie zu Hause besuchen, mich zu Ihnen an den Küchentisch setzen, eine Tasse Tee mit Ihnen trinken und mit Ihnen reden könnte, dann würde ich Ihnen Folgendes sagen. Erstens: Gott liebt Sie und wird Sie nie verlassen. Er wird Sie nicht aufgeben. Vielleicht sagen Sie: „Aber ich habe so große Fehler gemacht.“ Das haben wir alle. Danken wir Gott für seine Vergebung, die so vollkommen und umfassend ist.

Gott liebt uns. Er hat uns geliebt, bevor wir ihn kannten, als wir noch Feinde Gottes waren. Er liebt Sie immer noch. Er wird Sie ewig lieben. Und er ist auf Ihrer Seite. Das ist das Zweite, das ich Ihnen sagen möchte: Er möchte Ihnen helfen. In seinem Wort stehen viele Zusagen für Sie. Er hat seinen Heiligen Geist gesandt, um Sie zu stärken, zu versorgen und zu leiten. Vertrauen Sie ihm. Sie werden es bis ans Ziel schaffen.

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