Heute, 20. März 2020

Hörst du dem anderen wirklich zu?

In Sprüche 18,2 wird uns eine wichtige Warnung gegeben:

Kein Gefallen hat der Tor an Einsicht, sondern nur an der Entblößung seines Herzens.

Wir verfallen nur allzu leicht in die Rolle solch eines Dummkopfes (Tor), wenn wir uns mit einer verletzten oder zerbrochenen Beziehung befassen. Anstatt zu versuchen, den anderen zu verstehen, versuchen wir eher, ihm unseren eigenen Schmerz begreiflich zu machen.

So wie ich hast du vermutlich auch schon öfter gesagt: „Sieh die Sache doch mal mit meinen Augen. Du musst verstehen, warum ich verletzt bin. Du musst verstehen, warum ich so reagiert habe, wie ich reagiert habe. Du musst doch begreifen, dass ich recht habe. Ich muss dich davon überzeugen, dass ich recht habe mit dem, was ich gesagt und getan habe.“

Wenn wir so reden, zeigt das, dass wir eigentlich nicht daran interessiert sind, den Standpunkt der anderen Person zu verstehen und zu einvernehmlichem Frieden zu gelangen. Wir wollen nur unsere Meinung, unseren Schmerz und unsere Argumente zum Ausdruck bringen.

Die Bibel sagt, dass sich so nur ein dummer Mensch verhält. Ich gebe gern als Erster zu, dass ich mehr als einmal dieser Dummkopf war. Aber wir müssen lernen, zuzuhören und zu verstehen.

Zum Zuhören und Verstehen gehört ein wichtiger Satz: „Ich verstehe, was du meinst, und es tut mir leid.“ Dieser Satz bedeutet nicht: „Ich verstehe, was du meinst, und es tut mir leid, dass du so ein Idiot bist.“ Es bedeutet: „Ich habe dir zugehört, ich habe dich verstanden und es tut mir leid.“ Nicht mehr und nicht weniger. „Bitte vergib mir.“

Es ist erstaunlich, wie schwer manchen Menschen diese Worte über die Lippen kommen. In der Tat ist es schockierend festzustellen, wie wenige Menschen wissen, wie man um Verzeihung bittet. Sie bieten dem anderen die Rose einer Entschuldigung an, überreichen sie aber mit dem dornigen Ende zuerst.

Spiele nicht den Narren. Höre zu, um zu verstehen.

Jetzt die Sendung zur Andacht anschauen: Neustart zum Frieden





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