Zusammen kommen – Zusammen bleiben: Liebe deine Frau, respektiere deinen Mann 2/3 – Janet und Bayless Conley

Deine Beziehungen können dein größter Schatz sein. Aber Beziehungen sind nicht immer einfach! Doch ganz gleich, ob deine engsten Beziehungen ausgeglichen und angenehm oder angespannt und schwierig sind — Gott nimmt Anteil daran und wird dir helfen.

In dieser Predigtreihe sprechen Bayless und Janet Conley anhand der Bibel über praktische Schritte, mit denen wir unsere Beziehungen verbessern können. Du wirst lernen, neu miteinander ins Gespräch zu kommen und den speziellen Bedürfnissen der Menschen zu begegnen. Du wirst Einsichten gewinnen, mit deren Hilfe du in deiner Familie, deiner Ehe und deinen anderen Beziehungen eine neue Ebene der Nähe, Wertschätzung und Freude erreichen kannst.

Dies ist der zweite Teil der Predigtreihe. Den dritten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Meine Frau und ich haben einmal zusammen einen Vortrag mit dem Titel „Lieben Sie Ihre Frau, respektieren Sie Ihren Mann“ gehalten. Sie und ich haben gemeinsam einige praktische Dinge erklärt, die Frauen und Männer wissen müssen, um eine gute Ehe führen zu können. Heute beginnen wir mit Janet und ich sage Ihnen: Ich bin mit der klügsten Frau der Welt verheiratet. Sie ist bodenständig und hat gute Ratschläge, die Ihnen helfen sollen. Liebe Männer, Sie sollten meiner Frau heute besonders gut zuhören. Frauen wollen geliebt werden, Männer wollen respektiert werden. Janet und ich sprechen darüber, was das ganz praktisch heißt und sie hat ein paar wunderbare Gedanken dazu. Deshalb wollen wir uns wieder gemeinsam mit Gottes Wort beschäftigen. Meine Frau Janet macht den Anfang.

Janet:

Okay. Sind Sie bereit? Also, unser Thema heute ist: „Lieben Sie Ihre Frau, respektieren Sie Ihren Mann.“ An dieser Stelle möchte ich Dr. Emerson Eggerichs für sein Buch „Liebe und Respekt“ danken, denn einige der Gedanken heute stammen von ihm. Das ist auch ein tolles Buch, wenn Sie einfach ein paar Gedankenanstöße brauchen. Ich möchte also die Männer ansprechen und Bayless wird die Frauen ansprechen, denn ich als Frau kann Ihnen sagen, was Frauen mögen. Okay, sind Sie bereit? Ja. Okay.

Beginnen wir mit dem Epheserbrief in Kapitel 5. Epheser 5:33, nach der Neues-Leben-Übersetzung. Dort heißt es: „Deshalb sage ich noch einmal, dass jeder Ehemann seine Frau so lieben soll, wie er sich selbst liebt, und dass die Ehefrau ihren Mann achten und respektieren soll.“

Die Sache ist also eigentlich ganz einfach. Eine Frau möchte geliebt  werden und der Mann braucht Respekt. Männer brauchen Respekt, weil Gott sie so geschaffen hat. Frauen brauchen Liebe, weil Gott uns so angelegt hat. So hat Er uns erschaffen. Wir brauchen Liebe. Wahre und dauerhafte Liebe, ganz gleich, ob in einer Ehe oder in zwischenmenschlichen Beziehungen allgemein, achtet den anderen höher als sich selbst. Sie setzt die Bedürfnisse des anderen an die erste Stelle und wünscht sich, dass er im Leben wächst und gedeiht. Und wie viele wissen, dass man daran hart arbeiten und Opfer bringen muss? Genauso ist es. Aber wissen Sie was? Es lohnt sich. Und die Kehrseite davon wäre: „Sie respektiert mich nicht, also gebe ich ihr keine Liebe.“ Oder: „Er liebt mich offenbar nicht richtig, also respektiere ich ihn auch nicht.“ Und damit gerät man in einen Kreislauf: „Wenn er das und das nicht tut, tue ich das und das nicht oder tut sie das und das nicht.“ Und so geht es dann immer weiter im Kreis und immer tiefer hinein. Es ist wie bei Hamstern im Laufrad, sie laufen und laufen und kommen nicht vom Fleck. Aber wenn wir die Bedürfnisse des anderen über unsere eigenen stellen, ermutigt die Liebe des Mannes die Frau dazu, ihn zu respektieren und ihr Respekt hilft ihm, sie zu lieben. Dadurch entsteht ein Kreislauf, der beiden Kraft gibt. So ist es etwas Gutes, wenn wir die Bedürfnisse des anderen an die erste Stelle setzen, sehen Sie? Vielleicht fragen sich die Männer: „Ich versuche ja, meine Frau zu lieben, aber ich kann sie einfach nicht zufrieden stellen. Nichts funktioniert. Wie kann ich ihr meine Liebe so zeigen, dass sie es versteht?“ Diese Fragen versuchen wir heute zu beantworten. Ich möchte Ihnen drei Möglichkeiten nennen, wie Sie Ihrer Frau Ihre Liebe so zeigen können, dass sie es richtig versteht. Ihre Frau sehnt sich nach Nähe, sie sehnt sich nach Verständnis und sie sehnt sich nach Wertschätzung. Wiederholen wir noch einmal: Nähe, Verständnis und Wertschätzung. So versteht Ihre Frau Liebe.

Kommen wir also zum Ersten: Eine Frau sehnt sich nach Nähe. In 1. Mose 2:24 heißt es: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen“ oder „mit seiner Frau verbunden sein“.

Das Wort „anhängen“ bedeutet eng zusammenhängen, anklammern, stark beteiligt, emotional anhänglich oder miteinander verbunden sein. Ein Mann verlässt also seine Eltern und hängt eng mit seiner Frau zusammen, klammert sich an sie, hängt emotional an ihr und ist mit ihr verbunden. Und Gott sagte das, weil Er wusste, wie Er die Frau geschaffen hat und was sie braucht. Sie braucht diese Nähe. Sie braucht das Gefühl der Nähe und Verbindung anders als ein Mann. Im Hohelied Salomos spricht Sulamith über ihren Geliebten. In Kapitel 8, Vers 6, heißt es: „Leg mich wie ein Siegel an dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm!“ Das ist ein Ausdruck für sehr große Nähe.

Vielleicht kennen Sie die Geschichte von dem Vater, der seine vierjährige Tochter ins Bett bringt. Er legt sich für ein paar Minuten neben sie, um ihr einschlafen zu helfen. Im Zimmer ist es dunkel. Und sie redet und redet und redet ununterbrochen… da liegen sie also nebeneinander und plötzlich sagt sie: „Papa, schau mich an.“ Sie merkt, sie kann spüren, dass er sie nicht anschaut. Und weil er sie nicht anschaut, hört er ihr vielleicht auch nicht zu und sie nimmt sein Gesicht zwischen die Hände und dreht es zu sich um. Schon in diesem jungen Alter spürt sie und wünscht sie sich diese Nähe, diese unmittelbare Verbindung. Nach solcher Nähe sehnt sich eine Frau in jeder Beziehung und besonders in der Ehe. Man kann sich eine Ehe wie auf einem Spektrum vorstellen: Auf der einen Seite hier befinden sich Nähe und Verbundenheit und auf der anderen Seite ist die Unabhängigkeit. Und in einer Ehe steht eine Frau eher auf dieser Seite, bei der Nähe und Verbundenheit und der Mann vielleicht eher ein wenig auf der Seite der Unabhängigkeit. Wenn der Mann zu unabhängig wird… vielleicht redet er zum Beispiel nicht viel… wenn er also mehr auf dieser Seite steht, fühlt sich die Frau ihm nicht nahe und gewinnt den Eindruck, dass er sie nicht richtig liebt. Und sicher kann kein Mann alle emotionalen Bedürfnisse einer Frau stillen. Darum haben wir Frauen Freundinnen und Gott. Das heißt nicht, dass Männer wie Frauen werden sollen und ständig bei ihr sitzen und mit ihr reden sollen. Nein. Ihre Frau wünscht sich natürlich, dass Sie ein richtiger Mann sind. Aber wenn Sie sich auch nur in kleinen Dingen oder mit kleinen Schritten auf sie zu bewegen, werden Sie staunen, wie sehr es das Herz Ihrer Frau und ihr ganzes Wesen berührt. Und natürlich brauchen Sie Ihre Freiräume. Wenn Sie die ganze Woche gearbeitet haben, haben Sie sich den Sport oder das Angeln verdient. Aber Sie werden Ihre Frau nicht motivieren, Ihnen zu geben, was Sie brauchen, indem Sie Ihr vorenthalten, was sie braucht. Natürlich brauchen beide Partner hin und wieder Freiräume, aber das gehört zum Erwachsensein. Man muss kommunizieren und herausfinden, wie man die Bedürfnisse des anderen erfüllen kann. Geben Sie einander hin und wieder Freiräume, aber bleiben Sie nah beieinander. Und, Männer, es gibt einige Möglichkeiten, Ihren Frauen diese Nähe zu vermitteln: sogar mit so kleinen Dingen wie ihre Hand zu halten. Oder nehmen Sie sie in den Arm. Manchmal stürmen so viele Gefühle auf uns ein, dass wir gar nicht richtig wissen, was los ist. Vielleicht haben wir nur einen harten Tag hinter uns. Manchmal nimmt mich mein Mann einfach in den Arm und ich schmelze nur so dahin, weil ich mich ihm nahe fühle und spüre, dass ich ihm wichtig bin. Und noch etwas: Seien Sie zärtlich, ohne Sex zu wollen. Umarmen Sie sie. Halten Sie ihre Hand. Küssen Sie sie. Sagen Sie ihr, wie hübsch Sie ist. Denn wissen Sie was? Wenn Sie nur zärtlich zu ihr sind, wenn Sie Sex wollen, wird Ihre Frau anfangen, sich benutzt zu fühlen. Also sparen Sie Ihre Zärtlichkeiten nicht für den Abend auf. Ihre Frau wird es zu schätzen wissen und genießen. Etwas, das für uns Frauen ebenfalls Bände spricht, ist, wenn wir von unserem Mann ausgeführt werden. Verabreden Sie sich regelmäßig. Vielleicht gehen Sie auch einfach nur spazieren, einmal um den Block, und dabei können Sie sich unterhalten. Machen Sie den ersten Schritt. Das fördert die Nähe. Seien Sie der Initiator für gemeinsame Zeit. Außerdem ist es schön, wenn Sie sich nach dem Liebesspiel noch ein bisschen mit Ihrer Frau unterhalten, statt einfach nur einzuschlafen oder Fernsehen zu schauen. Das fördert die Nähe. Ihre Frau möchte wissen, was in Ihrem Leben geschieht. Wenn Ihre Frau auf Sie zukommt und Ihnen Fragen stellt, dann ist das kein Verhör oder so etwas. Sie möchte Ihnen einfach nahe sein, weil Sie ihr viel bedeuten. Sie sind ihr wichtig. Sie möchte Ihnen nahe sein, sie möchte eng mit Ihnen verbunden sein. Das ist der erste Punkt.

BAYLESS:
Ich möchte noch einmal Epheser 5:33 lesen.

Epheser 5:33
„Deshalb sage ich noch einmal, dass jeder Ehemann seine Frau so lieben soll, wie er sich selbst liebt, und dass die Ehefrau ihren Mann achten und respektieren soll.“

In der Regel brauchen Frauen fürs Lieben nicht viel Anleitung. Lieben ist für sie etwas recht Natürliches. Aber sie brauchen Ermutigung, was den Respekt betrifft. Respekt ist für Männer etwas so Natürliches wie Liebe für Frauen. Männer wollen vor allem respektiert werden. Frauen wollen vor allem geliebt werden. Und den Frauen möchte ich sagen: Wenn Sie wollen, dass Ihr Mann zärtlicher ist und Sie mehr liebt, dann erreichen Sie das nicht, indem Sie ihm mehr Liebe schenken. Nein: Sie müssen ihn vor allem mehr respektieren. Wenn Sie ihm geben, was er braucht, wird er Ihnen unbewusst auch geben, was Sie brauchen. Bitte denken Sie einmal über diesen Vers nach: „Männer, liebt eure Frauen.“ Die meisten von uns wissen und stimmen sicher zu, dass diese Liebe bedingungslos sein muss. In der Bibel heißt es noch an vielen anderen Stellen, dass wir so lieben sollen, wie Gott uns durch Christus Jesus geliebt hat. Wie viele Frauen denken, dass ihre Männer sie bedingungslos lieben sollen? Auch dann noch, wenn Sie selbst sich nicht besonders liebenswert verhalten? Ich glaube, das trifft auf viele zu. Das ist ein Gebot, dem wir gehorchen sollen: Männer, liebt eure Frauen. Liebt sie nicht nur dann, wenn sie nett ist und das Richtige tut. Liebt sie einfach. Und wenn das stimmt, dann gilt das Gleiche für den Respekt. Der Respekt soll so frei von Bedingungen sein wie die Liebe. Das ist kein Vorschlag, sondern ein Gebot Gottes, dem wir gehorchen sollen. Und ich weiß, dass manche Frauen denken: „Ich respektiere nichts an ihm!“ Wenn eine Frau das sagt, ist sie meist entweder zu wütend oder zu entmutigt, um nach Dingen zu suchen, die es wert sind, respektiert zu werden. Fangen wir bei einer einfachen Voraussetzung an:

Wahrscheinlich ist Ihr Mann nicht böse und versucht nicht, Sie zu zerstören. Wahrscheinlich ist er im Grunde ein guter Kerl; deswegen haben Sie ihn geheiratet. Und, Männer, Ihre Frau ist auch nicht böse. Sie will Sie nicht klein machen und in der Luft zerreißen. Gehen wir einfach davon aus, dass Ihr Ehepartner im Grunde das Richtige tun und sein will. Die meisten Menschen stecken nicht voller böser Absichten. Meine Damen, vielleicht ist Ihr Mann genauso frustriert über Sie wie Sie über Ihren Mann. Denken Sie daran: Ihr Mann ist nach Gottes Bild erschaffen, mit göttlichen Eigenschaften, die es wert sind, respektiert zu werden. Versuchen Sie, in ihm zu sehen, was Gott in ihm sieht. Schauen Sie sein gutes Herz an und beginnen Sie, ihm Respekt entgegenzubringen, ganz gleich, wie er reagiert. Die meisten Männer sehnen sich nämlich nach Ehre und Bewunderung so wie Frauen sich nach Liebe und Wertschätzung sehnen. Also, meine Damen, zeigen und sagen Sie ihm, dass Sie ihn respektieren. In dem Buch über Liebe und Respekt, das Janet erwähnt hat, schlägt der Autor ein kleines Experiment vor. Überlegen Sie, was Sie an Ihrem Mann respektieren, selbst wenn es nur wenige Dinge sind. Und wenn er gerade nicht abgelenkt oder beschäftigt ist, dann gehen Sie zu ihm und sagen: „Ich habe über dich nachgedacht und möchte dir einfach sagen, dass ich vieles an dir und dich als Person respektiere.“ Warten Sie nicht auf seine Reaktion, sondern gehen Sie einfach wieder. Und dann warten Sie ab, was danach passiert. Wahrscheinlich wird er denken: „Moooment mal! Was respektierst du an mir?“ Sie werden überrascht sein, wie sehr Männer sich nach Respekt sehnen. Es gibt drei Dinge, die ich Ihnen zum Nachdenken mitgeben möchte; drei Dinge, die damit zu tun haben, wie Gott uns Männer geschaffen und angelegt hat. Drei Bereiche, in denen Männer sich Respekt wünschen. Und wenn Sie Ihren Mann in diesen Bereichen durch Ihre Worte und Taten respektieren, ehren und bewundern, wird er ganz unbewusst anfangen, Ihnen zu geben, was Sie brauchen. Diese drei Bereiche sind seine Arbeit, seine Entscheidungen und seine Bedürfnisse. Seine Arbeit, seine Entscheidungen und seine Bedürfnisse. Darum soll es in den nächsten Minuten gehen.

Erstens: die Arbeit. Gott hat es in die Natur des Mannes gelegt, zu versorgen und zu beschützen. In
1. Mose 2:15 heißt es: „Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.“ Bebauen bedeutet arbeiten; bewahren bedeutet bewachen. Gott hat es in die Natur des Mannes gelegt, zu versorgen und zu beschützen, zu arbeiten und zu bewachen. Die meisten Frauen wissen vermutlich gar nicht, wie wichtig Männern ihre Arbeit ist. Ihre Identität hängt daran. Wissen Sie, worüber zwei Männer als Erstes sprechen? Die erste Frage ist immer: „Was machst du beruflich?“ Unsere Identität hängt an unserer Arbeit. Haben Sie Ihrem Mann schon einmal für seine Arbeit gedankt? „Danke, dass du arbeiten gehst und dein Bestes tust, unsere Familie zu versorgen.“ Unterstützen Sie ihn und machen Sie ihn nicht nieder. Und wenn Ihr Mann gerade arbeitslos ist, dann ist es ganz besonders wichtig, dass Sie ihn in diesem Bereich ermutigen!

Ein Ehepaar wurde einmal von einem anderen Ehepaar in deren neues Haus eingeladen. Dieses Paar war sehr wohlhabend und hatte sich sein Traumhaus gebaut. Also luden sie ihre Freunde ein und zeigten ihnen ihr Haus mit dem grandiosen Schlafzimmer und dem gigantischen begehbaren Kleiderschrank, der schicken Badewanne und der riesigen Dusche mit mehreren verschiedenen Duschköpfen. Als sie wieder die Treppe hinuntergingen, sagte die Frau des anderen Ehepaars zu ihrem Mann: „Ich glaube, du brauchst einen zweiten Job.“ Es war einfach nur eine beiläufige Bemerkung, bei der sie sich nichts dachte. Aber wissen Sie, wie die männliche Psyche so einen Satz interpretiert? „Du Versager. Ich respektiere dich nicht. Du machst nicht genug und ich kann dich nicht wertschätzen.“ Also macht er dicht. Zehn Minuten später merkt sie, dass etwas nicht stimmt und fragt ihn: „Was ist denn los?“ „Nichts.“ „Was hast du denn?“ „Nichts.“

Verstehen Sie, die Frau hatte sich respektlos über seine Arbeit geäußert.

Bei einem anderen Ehepaar wollte der Mann seinen Vorgesetzten um eine Gehaltserhöhung bitten. Er hatte wirklich viel für seine Firma getan, also bat er um die Gehaltserhöhung, rief seine Frau an und sagte: „Der Chef hat Ja gesagt!“ Sie antwortete: „Gut gemacht, Schatz!“ Als er heimkam, erwartete ihn ein Candle-Light-Dinner und eine kleine, wunderschöne Karte neben seinem Teller, auf der stand: „Herzlichen Glückwunsch! Ich wusste, dass du es schaffst! Dieses Essen soll dir zeigen, wie sehr ich dich liebe!“ Es war wunderbar! Später in der Küche rutschte der Frau eine zweite Karte aus der Tasche, ohne dass sie es merkte. Er hob die Karte auf, öffnete sie und las: „Mach dir nichts draus, dass du die Gehaltserhöhung nicht bekommen hast. Verdient hättest du sie. Dieses Essen soll dir zeigen, wie sehr ich dich schätze.“ Eine sehr, sehr kluge Frau!

Zweitens steckt in uns der Wunsch zu beschützen. Und, meine Damen, ich weiß, dass das oft als Kontrollzwang missverstanden wird. Aber wir wollen Sie nicht kontrollieren, sondern beschützen. Manchmal wird es auch als Kritik verstanden, aber das stimmt nicht.

Janet ist eine sehr intelligente Frau. Sie hat studiert und ist examinierte Krankenschwester. Eines Abends – wir waren noch nicht so lange verheiratet – wollte sie noch aus dem Haus; es war gegen 20.30 Uhr. Ich fragte: „Wo willst du noch hin?“ Sie sagte: „Ins Einkaufszentrum.“ Ich sagte: „Nein, lieber nicht.“ Sie sagte: „Doch, ich fahre.“ – Damals lebten wir in einer relativ sicheren Gegend, aber das Einkaufszentrum war in einer wirklich schlechten Gegend. In der Woche zuvor war auf dem Parkplatz dort eine Frau vergewaltigt worden. Also stellte ich mich vor die Tür. Sie sagte: „Geh mir aus dem Weg.“ Ich sagte: „Ich rühre mich nicht vom Fleck. Du fährst nicht ins Einkaufszentrum.“ Sie versuchte, an mir vorbeizukommen, aber ich ließ sie nicht. Ich sagte: „Nur über meine Leiche!“ Sie war so sauer auf mich! Sie dachte, ich wolle sie kontrollieren! Aber in Wirklichkeit wollte ich sie nur beschützen! Liebe Frauen, wenn nötig, würden wir für Sie sterben! Sie müssen verstehen, dass es nicht um Kontrolle geht.

Wissen Sie, wenn ein Mann seine Frau ständig ermahnt, im Wohngebiet langsamer zu fahren, dann kritisiert er nicht ihren Fahrstil. Er versucht damit nicht, sie zu kontrollieren. Vielmehr denkt er: „Wenn jetzt ein Kind hinter einem Ball herläuft und zwischen den Autos hervorkommt und du es anfährst, dann stürzt du eine andere Familie ins Unglück und du wirst auch selbst niemals damit leben können.“ Er versucht seine Frau davor zu schützen und er denkt an die Zukunft. Er weiß: „Wenn etwas passiert, gibt es eine Gerichtsverhandlung und wir könnten unser Haus verlieren und alles, wofür wir je gearbeitet haben.“ Er will beschützen, nicht kontrollieren. Also sagen Sie Ihrem Mann, dass Sie seine Bemühungen bewundern und respektieren. Schreiben Sie ihm einmal eine kleine Nachricht: „Ich finde es schön, wie du mich beschützt. Ich respektiere dich sehr dafür.“

JANET:
Danke, dass du so hart arbeitest. Ich finde es schön, wie du mich beschützt.

Okay. Das Zweite, was eine Frau sich wünscht, ist Verständnis. In 1. Petrus 3:7 heißt es nach der Neues-Leben-Übersetzung: „Für euch Männer gilt: Euer Verhalten gegenüber euren Frauen soll von Achtung geprägt sein. Begegnet ihnen verständnisvoll, denn sie sind die Schwächeren. Und vergesst nicht, dass sie wie ihr das ewige Leben von Gott geschenkt bekommen, damit eure Gebete nicht vergeblich sind.“ In einer anderen Übersetzung heißt es: „Lebt verständnisvoll mit euren Frauen zusammen.“ Sie müssen Ihre Frau nicht in allen Einzelheiten verstehen. Ich glaube, kein Mensch kann den anderen völlig verstehen. Aber sie muss merken, dass Sie sie verstehen möchten. Sagen Sie ihr, dass Sie ihrem Herzen vertrauen und dass Sie im Grunde wissen, dass sie ein guter Mensch ist. Ihre Frau ist sehr verletzlich, wenn Sie sich nicht bemühen, sie zu verstehen. Sie will gehört und verstanden werden. Wenn Sie ihr vermitteln, dass niemand Frauen verstehen kann, besonders Sie nicht oder wenn Sie sie nicht als gleichwertigen Partner im Leben behandeln, schießen Sie sich ein Eigentor. Weil Gott uns geschaffen hat, wie Er uns geschaffen hat, können wir mit solch einer Einstellung nicht leben. Gott sagt in diesem Vers: „Du musst deine Frau behutsam behandeln. Sie ist zerbrechlich und braucht deine Hochachtung.“ Und um sie verstehen zu können, haben Sie als Männer zwei effektive Mittel mitbekommen, nämlich Ihre Ohren. Hören Sie Ihrer Frau einfach zu und sie wird sich höchstwahrscheinlich verstanden fühlen. Wussten Sie das schon? Hören Sie ihr zu.

Manchmal ist das für Ehemänner eine riesige Hürde und sehr schwierig, weil sie darauf angelegt sind, Dinge in Ordnung zu bringen. Wenn Ihre Frau anfängt, Ihnen etwas zu erzählen, analysieren Sie die Situation und suchen eine Lösung. Doch genau das ist oft ein großer Konfliktpunkt in einer Ehe. Also fragen Sie lieber nach: „Möchtest du eine Lösung oder soll ich dir einfach zuhören?“ Ihre Frau wird Ihnen sagen, was sie sich wünscht.

Ein zweiter Aspekt zum Bedürfnis, verstanden zu werden, ist das Bedürfnis nach Frieden zwischen ihr und Ihnen. Für mich ist es sehr, sehr wichtig zu wissen, dass wir Frieden miteinander haben, nichts zwischen uns steht, in keinerlei Hinsicht. Sie können sich Männer und Frauen wie zwei unterschiedliche Schaltkreise vorstellen. Wenn in einer Reihenschaltung mit 3000 Lampen ein Licht ausgeht, gehen alle Lichter aus. In einer Parallelschaltung können 1000 Lampen ausfallen, doch die restlichen 2000 leuchten weiter. Das ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen. Die Frau ist die mit der Reihenschaltung – wenn ein Licht ausgeht, gehen alle aus, weil alles in ihr miteinander vernetzt ist. Man sagt manchmal, Männer sind wie Waffeln und Frauen wie Spaghetti. Männer haben für alles eine Schublade und bei Frauen ist alles miteinander verwoben. Wenn also bei einer Frau etwas schief geht, wirkt sich das auf ihr gesamtes Wohlbefinden aus. Deswegen wünscht sich eine Frau, im Frieden mit ihrem Mann zu leben. Aber wissen Sie, Konflikte in einer Ehe sind nicht unbedingt ein Zeichen für eine schlechte Ehe. In 1. Korinther 7:28 heißt es: „Wer heiratet, hat zusätzliche Erschwernisse.“ Wenn man zwei Menschen, zwei Individuen zusammenbringt, die eins werden sollen, dann kostet das etwas Arbeit und es wird auch Konflikte dabei geben. Aber es lohnt sich. Es lohnt sich so sehr! Und ich würde sagen: Die Ehe ist vielleicht das Schwerste, was ich je in meinem Leben angepackt habe, was wir in unserem Leben getan haben. Selbst wenn man Pastor ist. Aber wissen Sie was? In einer Ehe bekommt man auch sehr, sehr viel geschenkt. Und wenn man verheiratet ist, wirkt sich die Ehebeziehung auf das gesamte Leben aus.

Ich wünschte, wir hätten die Zeit, dieses Thema heute zu Ende zu bringen. Janet und ich hätten noch sehr viel mehr dazu zu sagen. Deswegen schlage ich vor, dass Sie auch zur nächsten Sendung mit Teil 2 unseres Themas wieder einschalten. Wir wollen mit Ihnen umfassend betrachten, was es heißt, dass Frauen ihre Männer respektieren und Männer ihre Frauen lieben sollen. Bis dahin bete ich, dass Gott Sie segnet und Sie in die Praxis umsetzen können, was Sie heute gehört haben. Sicher gibt es etliche Zuschauer, die das Gefühl haben, dass ihre Ehe vorbei ist und nicht mehr gekittet werden kann. Doch Gott kann sogar eine tote Liebe wieder zum Leben erwecken. Legen Sie es in Seine Hände und warten Sie ab, was Er tut. Ich möchte Ihnen Mut machen, Gott zu gehorchen, ganz gleich, was Er von Ihnen verlangt. Beten Sie: „Gott, hier bin ich. Ich möchte Deinen Willen tun. Zeig mir den nächsten Schritt, den ich in meiner Beziehung zu Dir und in meiner Ehe tun soll.“ Lieber Freund, Gott wird Sie führen. Also schalten Sie nächste Woche wieder ein. Gott segne Sie.

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