Was bedeutet es, an Gott zu glauben? 1/2

Ist Glaube dasselbe wie Überzeugung, Vertrauen oder Wunschdenken? Muss ich einfach nur ein paar Prinzipien anzuwenden? Und warum sollte ich überhaupt an Gott glauben? Bayless Conley hat wichtige Antworten für dich, die deinen Glauben auf eine gute Grundlage stellen werden.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Wussten Sie, dass es in der Bibel heißt: „Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott wohlzugefallen“? Es ist nicht nur schwierig, sondern unmöglich. Glaube gefällt Gott. Und die Bibel sagt: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Wir leben durch Glauben, nicht durch Schauen. Ich bin schon seit Jahrzehnten Pastor, aber es überrascht mich immer noch, wie viele Christen noch nicht verstanden haben, was Glaube wirklich ist und wie einfach man ihn ausdrücken kann. Der Glaube scheint für manche Menschen ein Rätsel zu sein. Sie können ihn weder mit ihrem Verstand noch mit ihrem Herzen begreifen. Heute werden wir uns einige Grundlagen des Glaubens ansehen. Ich glaube, das wird Ihnen in Ihrem Leben mit Gott helfen, ob Sie nun seit fünfunddreißig Jahren oder fünfunddreißig Minuten Christ sind.

Unser heutiges Thema ist eine Art Neustart, eine Rückkehr zu den Grundlagen, denn das geistliche Leben ist nicht statisch. Sie bleiben nicht an einer Stelle. Wenn Sie nicht vorwärts gehen, wirft Sie das zurück. Und wenn Sie nicht im Glauben wachsen, bleiben Sie nicht einfach stehen, sondern werden letzten Endes in die andere Richtung gehen. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir uns nochmals die grundlegenden Prinzipien des Glaubens und einiger anderer Themen, mit denen wir uns in den kommenden Wochen befassen werden, vor Augen führen. Aber heute wollen wir uns zunächst die Grundlagen des Glaubens ansehen. Bitte schlagen Sie Hebräer, Kapitel 11 auf. Ich möchte mit einer einfachen Frage beginnen. Was ist Glaube? Die Menschen haben alle möglichen Definitionen dafür und für manche ist es extrem unklar. „Nun, ich glaube einfach.“ Sie können nicht auf den Punkt bringen, was Glaube ist. Aber die Bibel sagt es uns. In Hebräer 11:1 finden wir eine, wenn Sie so wollen, „technische“, eine biblische Definition von Glauben. Da heißt es:

Hebräer 11:1
„Der Glaube aber ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.“

Der Glaube hat also mit der unsichtbaren Wirklichkeit zu tun. Mir gefallen diese Verse in der Living Bible. Da heißt es: „Was ist Glaube? Er ist das Vertrauen darauf, dass etwas, das wir wollen, passieren wird. Er ist die Gewissheit, dass das, worauf wir hoffen, auf uns wartet, auch wenn wir es noch nicht sehen können.“

In vielen Übersetzungen der Bibel werden hier Wörter wie „Vertrauen“ oder „Überführung“ verwendet. Hier geht es nicht nur um Wunschdenken. Es ist eine Wirklichkeit, ein Beweis, das Vertrauen in eine Person. Es ist nicht nur ein Prinzip, sondern der Glaube an eine Person. Ohne Jesus funktioniert es nicht. Ohne den himmlischen Vater funktioniert es nicht. Wenn es Ihnen nur um Prinzipien geht, brauchen Sie Gott nicht. Aber hier geht es um den Glauben an eine Person, um Vertrauen, um eine Erwartung, die Überführung, dass Gott, unser himmlischer Vater, bestimmte Dinge in unserem Leben verwirklichen wird. Und Glaube kann allgemein, aber auch sehr spezifisch sein.

Als Janet vorhin bei mir hier oben war, wollte Tom uns in Verlegenheit bringen, aber das hat nicht funktioniert. Und du weißt: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Janet und ich sind jetzt 35 Jahre verheiratet. Davor waren wir acht Monate zusammen. Sie kennt mich sehr gut. Sie hat einen allgemeinen Glauben an mich, weil sie meinen Charakter und mein Wesen kennt. Sie weiß, dass ich sie nicht verlassen werde und alles tue, was in meiner Macht steht, um für sie zu sorgen. Sie weiß, dass ich mein Leben geben würde, um sie zu beschützen. Das alles ist für sie keine Frage. Sie denkt nicht einmal über diese Dinge nach und macht sich keine Sorgen darüber. Sie hat einen allgemeinen Glauben an mich, weil sie meinen Charakter und mein Wesen kennt und das wirkt sich darauf aus, wie wir miteinander umgehen und wie sie lebt und denkt. Aber manchmal hat sie auch einen speziellen Glauben an mich und zwar dann, wenn ich ihr mein Wort gebe oder ihr etwas verspreche.

Nehmen wir einmal an, sie trifft sich mit ihren Freundinnen und ich mache mich fertig, um woanders hinzugehen. Etwa eine Stunde später, als ich gerade aus dem Haus gehen will, klingelt mein Handy. Sie sagt: „Liebling, ich habe meinen Hausschlüssel in der Küche liegen lassen. Ich werde in etwa 45 Minuten zu Hause sein. Bist du dann da und kannst mich hereinlassen?“ Ich sage: „Es tut mir leid, Liebling, ich habe eine Verabredung. Aber ich werde den Hausschlüssel in den Briefkasten legen.“ Und ich sage Ihnen, was sie dann nicht tut. Sie sagt nicht: „Das glaube ich erst, wenn ich es sehe“ oder: „Wie kann ich wissen, ob ich mich darauf verlassen kann?“ Sie sagt nicht: „Das glaube ich erst, wenn du hier her kommst und mir den Schlüssel in die Hand drückst. Wenn ich ihn in der Hand habe, glaube ich es. Ich werde auf keinen Fall die 45 Minuten nach Hause fahren und in den Briefkasten sehen, nur weil du gesagt hast, dass du ihn dort hineinlegst.“ Nein. Wenn ich ihr sage, dass ich den Schlüssel in den Briefkasten lege, sagt sie: „Okay.“ Mehr nicht. Und dann handelt sie nachdem, was ich gesagt habe. Das ist ein sehr spezifischer Glaube an ein Versprechen.

Und der Glaube an Gott ist sowohl allgemein als auch spezifisch. Weil Sein Charakter und Sein Wesen sich nie ändern, ist Er immer treu, gut und gnädig und deshalb habe ich die Gewissheit, dass Er für mich sorgen, mich schützen und führen wird. Ich habe einen allgemeinen Glauben, deshalb mache ich mir über diese Dinge keine Sorgen. Ich habe das grundsätzliche Vertrauen, dass mein himmlischer Vater mich liebt. Ich kenne Sein Wesen und Seinen Charakter. Ich lerne immer noch dazu, aber ich mache mir keine Sorgen darüber, ob Er meine Bedürfnisse stillt oder für mich sorgt. Ich glaube nicht, dass Er mich im Stich lässt. Er liebt mich. Das ist Sein Wesen.

Aber es gibt auch einen spezifischen Glauben und dieser ist für unser Leben mit Gott sowohl bedeutend als auch entscheidend. Er kommt von und basiert auf Gottes Wort. In Römer 10:17 heißt es: „Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi.“  Glaube kommt durch das Hören und er geht, wenn wir nicht hören oder etwas anderes hören als Gottes Wort. Wenn es jemandem an Glauben mangelt, mangelt es ihm fast immer an Gottes Wort.

Dienstags haben wir immer Familienabend. Das ist stets sehr lustig. Zu neunzig Prozent koche ich dann. Ich mache das gern. Es dauert fast den ganzen Tag. Alle kommen zu uns und dann herrscht das Chaos im Haus. Im Fernsehen läuft Sport oder jemand spielt mit der Wii-Konsole. Wenn man Enkel hat, ist das wunderbar, aber es ist auch irgendwie chaotisch. Gestern war es wieder so weit und ich beschloss, Hackbällchen zu machen. Ein Freund hat uns wunderbares biologisches Fleisch von Montana gegeben. Ich gab also Zwiebeln und Gewürze und frisch geriebenen Parmesankäse dazu und machte Hackbällchen. Morgens hatte ich schon eine Gemüsesuppe mit Paprika, Karotten, Sellerie, Zwiebeln und Pilzen vorbereitet, die den ganzen Tag vor sich hin köchelte. Oh, sie war so gut!

Zu Weihnachten habe ich eine neue Fritteuse bekommen. Das ist mein Weihnachtsgeschenk. Und ich machte einen Berg Pommes Frites. Wir hatten also Hackbällchen, Gemüsesuppe und diesen riesigen Berg Pommes Frites, der innerhalb von etwa 19 Sekunden weg war. Wir aßen und das Essen gab uns körperliche Kraft. Von den Hackbällchen blieben sogar noch ein paar übrig, die ich heute zum Mittagessen dabei hatte. Mann, die waren gut! Und wissen Sie was? In zwei Wochen kann ich Ihnen diese Mahlzeit noch genauso gut beschreiben. Ich kann Ihnen von den Hackbällchen erzählen, wie lange ich sie im Ofen hatte, wie man sie macht und wie sie geschmeckt haben, aber ich kann keine körperliche Kraft mehr daraus beziehen. Und wenn ich mich von Gottes Wort nähre, kommt der Glaube durch Hören. Das Hören gibt mir eine geistliche Kraft namens Glauben.

Das gefällt mir. Der Glaube kommt durch Hören. Das ist die Gegenwartsform. Glaube kommt durch Hören, nicht durch gehört haben. Deshalb ist es so wichtig, dass wir täglich Gottes Wort zu uns nehmen. Als die Israeliten jeden Tag das Manna aufsammelten – das Manna ist Gottes Wort; das Brot, das vom Himmel kam – war es immer nur genug für diesen einen Tag. Wenn sie versuchten, es aufzubewahren, verdarb es oder war voller Maden. Gott lehrte sie die Lektion, dass wir uns täglich mit dem lebendigen Wort nähren müssen, damit unser Glaube aktiv ist und wächst. Deshalb sage ich nochmals: Ein Mangel an Glauben kommt fast immer von einem Mangel an Gottes Wort. Wenn Sie in Gottes Wort lesen, darüber nachdenken, beten und es laut aussprechen, wird ganz automatisch Glauben in Ihnen entstehen.

Wir haben darüber gesprochen, was Glaube ist und wo er herkommt. Nächste Frage: Wie drücken wir unseren Glauben aus? Legen Sie hier in Hebräer bitte ein Lesezeichen in Ihre Bibel und lassen Sie uns den Jakobusbrief aufschlagen. Jakobus, Kapitel 2, ab Vers 18. Da heißt es:

Jakobus 2:18-19
„Es wird aber jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne Werke, und ich werde dir aus meinen Werken den Glauben zeigen! Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern.“

Dämonen haben Glauben. Sie glauben, aber sie tun keine Buße, sie beten Gott nicht an, sie gehorchen Ihm nicht, sie reagieren nicht mit angemessenen Taten. Auch Sie können Glauben haben, aber wenn Sie keine angemessenen Taten zeigen, soweit Ihr Glaube reicht, sind Sie nicht besser dran als die Dämonen, denn auch die Dämonen glauben, aber sie reagieren nicht richtig darauf. In Vers 20 lesen wir:

Jakobus 2:20
„Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, dass der Glaube ohne die Werke nutzlos ist?“

Werke bedeutet Taten. In der International Standard Version heißt es: „Glaube ohne Taten ist wertlos.“ In einer anderen Übersetzung steht hier: „Glaube, der nichts tut, ist nutzlos.“ Und wieder eine andere Übersetzung lautet: „Glaube ohne entsprechende Taten ist tot.“ Und Vers 26:

Jakobus 2:26
„Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“

Damit der Glaube etwas bewirkt, muss er durch Taten ausgedrückt werden. Glaube ist eine Handlung.

Vor ein paar Jahren war ich mit ein paar Freunden in Mexiko an der Sea of Cortez. Den größten Teil der Woche waren wir auf einem alten, umgebauten Troller. Dieser hatte einige kleine Boote, die Pangas genannt werden, im Schlepptau und auf eines von ihnen hatten wir einen kleinen, knapp fünf Meter langen Skipper geladen. So fuhren wir los. Wir wollten den ganzen Tag frei tauchen und speerfischen. Als wir an eine bestimmte Stelle kamen, sah mich der Pongaro an und sagte: „Bahia.“ So nennt man mich in Mexiko. Das ist mein Spitzname für Bay, Bahia. Er sagte: „Hier gibt es Tintenfische.“ Wir unterhielten uns auf Spanisch. Ich sagte: „Okay!“ Wir gingen ins Wasser. Einige Männer schwammen in die eine Richtung und ich hielt mich an den Felsen. Plötzlich kroch dort ein großer Tintenfisch heraus und ich schwamm hinüber. Ich legte einen Speer in meine Harpune und hob sie an, aber plötzlich schoss dieses Ding wie der Blitz auf mich zu! Es klammerte sich an meinen Rücken und schlang seine Tentakel um mich. Es drückte meine Harpune an meinen Körper. Ich versuchte etwa fünf Minuten lang, mich von ihm zu befreien, aber ich schaffte es nicht. Ich rief meinen Freund. „Hey, Dave!“ Er sagte: „Was?“ Ich sagte: „Komm her.“ Er schwamm herüber und fragte: „Was willst du?“ Ich sagte: „Uh, Hilfe.“ Er fragte: „Was meinst du?“ Ich drehte mich um und da hing dieser Tintenfisch mit seinen langen, dicken Tentakeln auf meinem Rücken. Ich sagte: „Kannst du mich von diesem Ding befreien?“ Er fing an zu lachen. Die nächsten fünf Minuten lang schälte er diesen großen Tintenfisch von meinem Rücken. Natürlich gab ich ihn dem Mann in dem Panga, der sich sehr darüber freute. Aber wer mich mit dem Tintenfisch gesehen hätte, hätte vielleicht gesagt: „O, Bayless, halte ihn fest!“ Nein, nein, nein. Ich wollte ihn nicht festhalten, sondern von ihm entfesselt werden! Und dasselbe gilt für den Glauben – wenn Sie wollen, dass er effektiv ist, müssen Sie ihn entfesseln. Das tun Sie durch Taten. Glaube ohne Taten ist wertlos, nutzlos und tot.

Lassen Sie uns zu Hebräer 11 zurückgehen. Im weiteren Verlauf dieses Kapitels finden wir eine Liste von Männern und Frauen, die ihrem Glauben auf verschiedene Weise Ausdruck verliehen. Das wurde aufgeschrieben, um uns als Beispiel zu dienen. Sehen wir uns jetzt ein paar dieser Menschen an. Wir beginnen mit Vers 4. Hier geht es um Abel:

Hebräer 11:4
„Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain, durch welchen Glauben er das Zeugnis erhielt, gerecht zu sein, indem Gott Zeugnis gab zu seinen Gaben; und durch diesen Glauben redet er noch, obgleich er gestorben ist.“

Stellen Sie sich vor, wir könnten Abel vom Himmel herunterrufen und sagen: „Abel, erkläre uns, was Glaube ist.“ Abel würde sagen: Das ist einfach. Glaube ist, Gott dein Erstes und dein Bestes zu geben. So drückte Abel seinen Glauben aus. Er schätzte Gott, er schätzte Gottes Reich. Gott kam zuerst in sein Leben und so gab er Gott sein Erstes und sein Bestes. Das war ein Ausdruck seines Glaubens. Wenn Sie die Geschichte in 1. Mose, Kapitel 4 lesen, sehen Sie, dass sein Bruder Kain ein Ackerbauer war. Abel war ein Schafhirte. Und nach einiger Zeit brachten beide Gott ein Opfer dar. Kain brachte ein Opfer von den Früchten des Ackerbodens, was, wie wir im Alten Testament lesen, absolut akzeptabel ist. Aber es war nur ein nichtssagendes Opfer, das ihn nichts kostete. Doch von Abel heißt es: „Als Abel sein Opfer brachte, brachte er von den Erstlingen seiner Herde und er brachte Gott das absolut Beste.“ Und die Bibel sagt uns, dass er das im Glauben tat.

Vor vielen Jahren kam in der Gemeinde einmal eine Frau zu mir. Das war etwa eine Stunde vor dem Gottesdienst. Ich war gerade im Gemeindesaal und betete. Sie hatte eine kleine handgestrickte Tasche dabei, die fast wie ein Hut aussah. Sie sagte: „Pastor, kannst du dafür sorgen, dass das zum heutigen Opfer kommt?“ Ich sagte: „Sicher. Was ist das?“ Sie gab mir die Tasche. Sie war schwer. Sie sagte: „Das sind meine Brotlaibe und meine Fische. Ich vertraue Gott für ein Wunder.“ Ich wusste sofort, was sie meinte. Sie sprach von einer der Geschichten in der Bibel, wo Jesus ein paar Brotlaibe und Fische segnete und Gott sie so vermehrte, dass eine ganze Menschenmenge davon satt wurde. Offensichtlich hatte Gott durch diese Verse zu ihr gesprochen, denn Glaube kommt durch Hören und Hören durch Gottes Wort. Ich weiß nicht, was für ein Wunder sie brauchte, aber nachdem sie gegangen war, sah ich in die Tasche und fand Münzen im Wert von 25, vielleicht auch 30 Dollar darin. Das war alles. Aber für sie war es viel. Es repräsentierte den Glauben der Frau. Ich betete darüber und behandelte es als etwas Heiliges, das es auch war. Sie sehen, Glaube kann durch unser Geben ausgedrückt werden.

Vor etwa 38 Jahren war ich in einer Gemeinde und der Pastor kündigte an, dass der Parkplatz einen neuen Belag brauchte. Das würde sechzig tausend Dollar kosten. Dieser Betrag war damals absolut astronomisch für mich. Das war mehr Geld, als ich mir vorstellen konnte. Aber ich dachte: „Ich liebe meine Gemeinde; ich liebe dieses Haus Gottes.“ Er sagte: „Betet darüber und fragt Gott, was ihr tun sollt.“ Das tat ich und beschloss, dass ich hundert Dollar geben wollte. Das war sehr viel für mich! In dem Moment besaß ich nur noch zehn Dollar. Ich sagte niemandem, was ich vorhatte, aber ich legte vor Gott ein Gelübde ab. Ich sagte: „Gott, ich werde mit hundert Dollar meinen Beitrag dazu leisten, dass der Parkplatz saniert werden kann.“ Und als ich darüber betete, kam mir ein Vers aus der Bibel in den Sinn. Lukas 6:38: „Gebt, und es wird euch gegeben werden: ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit demselben Maß, mit dem ihr messt, wird euch wieder gemessen werden.“ Ich wusste, dass der Heilige Geist durch diesen Vers zu mir sprach. Ich verstand, was ich tun sollte. Gott sprach zu mir. Ich nahm meine zehn Dollar… ich weiß, man soll kein Geld in Briefe stecken, aber ich tat es. Ich steckte den Zehn-Dollar-Schein in einen Briefumschlag und schickte ihn an eine Missionsorganisation, die in ganz Afrika Evangelisationen durchführte. Kein anderer Mensch auf dem Planeten Erde wusste, was ich in meinem Herzen gelobt hatte. Niemand wusste, was ich getan hatte, niemand wusste von den zehn Dollar in dem Umschlag. Am nächsten Tag bekam ich einen Brief. Es war kein Absender darauf, nur meine Adresse. Ich öffnete den Umschlag und fand zehn Zehn-Dollar-Scheine darin. Wie erklären Sie sich das? Ich glaube, es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Und wenn Er Sein Wort in Ihrem Herzen lebendig macht, honoriert Er das. Ich ging sofort in die Gemeinde und spendete das Geld für das Parkplatzprojekt. Abel lehrt uns also, dass wir unseren Glauben ausdrücken können, indem wir Gott unser Erstes und Bestes geben. Gehen wir zur nächsten Person: Henoch. Verse 5 und 6:

Hebräer 11:5-6
„Durch Glauben wurde Henoch entrückt, so dass er den Tod nicht sah, und er wurde nicht gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor der Entrückung hat er das Zeugnis gehabt, dass er Gott wohlgefallen habe. Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.“

Durch Glauben. In der Bibel steht nur sehr wenig über Henoch. Ich möchte Ihnen 1. Mose 5:24 vorlesen. Da heißt es: „Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr da, denn Gott nahm ihn hinweg.“ Der vorherige Vers sagt uns, dass er über 300 Jahre mit Gott wandelte. Und das Wort wandeln bezeichnet einen Lebensstil. Es bedeutet Gemeinschaft. Aber Henoch handelte im Glauben. Wenn wir Henoch herabriefen und ihn fragen würden: „Henoch, worum geht es beim Glauben?“, würde er sagen: „Das ist einfach. Das bedeutet, mit Gott zu leben.“ „Wie meinst du das? Hast du Gott immer gespürt?“ „Natürlich nicht. Der Glaube ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ Henoch handelte im Glauben. Wenn er Gott nicht spürte, hob er die Hände und betete Ihn an oder brachte Ihm ein Opfer. Er betete zu einem Gott, den er nicht sehen konnte, aber er wusste, dass dieser ihm zuhörte. Vielleicht denken Sie: „Ich fühle Gott nicht. Er ist einfach nicht da.“ Nein, leben Sie in solchen Zeiten im Glauben mit Ihm. Ich liebe es, wenn Seine Gegenwart kommt. Das ist fantastisch! Aber Gott geht es nicht darum, dass wir eine Gänsehaut bekommen. Wir sollen im Glauben mit Ihm leben.

Manche von Ihnen werden in den Zeiten, in denen sie im Glauben handeln und Gott absolut nicht spüren, am meisten wachsen. Henoch handelte im Glauben. Gehen wir weiter. Einer unserer Lieblinge, Noah.

Hebräer 11:7
„Durch Glauben baute Noah, als er eine göttliche Weisung über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses. Durch ihn verurteilte er die Welt und wurde Erbe der Gerechtigkeit, die nach dem Glauben ist.“

„Gut, Noah, sag uns: Wie hast du deinen Glauben umgesetzt?“ Er sagt: „Das ist einfach. Glaube trifft Vorbereitungen.“ Gott sagte Noah, dass es regnen würde und so machte er sich an die Arbeit und baute die nächsten 100 Jahre lang eine Arche. Noah bereitete sich im Glauben vor.

Wenn Sie Gottes Wort glauben, dass etwas passieren wird, sollten Sie sich vorbereiten. So setzen Sie Ihren Glauben um.

Noah bereitete sich im Glauben vor. Es hatte nicht geregnet, er hatte keinen Beweis dafür, dass Gottes Verheißung wahr werden würde. Und doch handelte er und baute die Arche. Das ist eine Facette des Glaubens. Das ist eine Art, wie Glaube ausgedrückt wird. Wenn Gott uns eine Verheißung oder eine Erklärung gibt, sollten wir danach handeln, auch wenn wir keinen Beweis dafür haben, dass sie sich verwirklichen wird. Gottes Wort ist wahr. Wir können also lernen, unseren Glauben auf sehr praktische Weise auszudrücken. Und denken Sie daran: Ohne Glauben ist es nicht nur schwierig, sondern unmöglich, Gott zu gefallen. Beim nächsten Mal werden wir uns einige Grundlagen des Glaubens ansehen, die jeder kennen sollte, der ein gottgefälliges Leben führen will. Gott hat uns das Maß des Glaubens zugeteilt, aber es liegt an uns, unseren Glauben zu steigern. Und das tun wir unter anderem, indem wir Gottes Wort in uns aufnehmen. Bis zum nächsten Mal.

 

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