Sechs Merkmale einer lebendigen Kirche 1/2

Von 28.09.2018 2677 Views82 Keine Kommentare
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Wie soll Kirche in Gottes Augen aussehen? Bayless Conley spricht über sechs Merkmale, an denen du eine lebendige Kirche erkennst. Lerne ein Leben kennen, das zielgerichtet, voller Wachstum, Tiefe und Bedeutung ist und strecke dich mehr und mehr danach aus.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Sechs Merkmale einer lebendigen Kirche / Teil 1
29.09.2018
Pastor Bayless Conley

Willkommen zur heutigen Sendung. Ich möchte einige Begriffe nennen, wie Gottes Kirche nicht sein sollte: lethargisch, faul, verschlafen, langweilig, belanglos. Nein. Gottes Kirche sollte dynamisch sein, lebendig, aktuell, aufregend. So sehen wir es in der Bibel: eine sehr lebendige, aufregende, relevante, starke Kirche. Darum soll es heute gehen und um einige Elemente, die Gott sich für jede einzelne Gemeinde wünscht. Ich glaube, die heutige Predigt kann ein Segen für Sie sein. Also holen Sie Ihre Bibel und lassen wir uns auf Gottes Wort ein!

Herr, bitte sprich uns an. Und, Vater, hilf uns, Dein Wort in die Tat umzusetzen. Hilf uns, es zu verstehen, damit wir danach handeln können und damit Jesus dadurch verherrlicht wird. Bitte sprich heute durch mich. Herr Jesus, Du sollst erhöht und verherrlicht werden. Mögen wir Deinen Namen mit Ehrfurcht und Liebe aussprechen. Wir lieben Dich, Herr. Amen.

Unser Thema diesen Monat ist: „Die Kirche, die Gott sieht“. Was wünscht Gott sich von Seiner Familie? Welche Vision hat Gott für unser persönliches Leben? Und was möchte Er darüber hinaus in uns und durch uns tun, wenn wir uns versammeln? Über die verschiedenen Aspekte dieses Themas könnten wir tatsächlich wochenlang reden. Doch weil wir nicht so viel Zeit haben, möchte ich heute sechs verschiedene Merkmale nennen, die jede Gemeinde, jede Kirche, in der Menschen an Jesus glauben, an den Tag legen sollte. Sechs Merkmale, und man kann sich das gut merken, weil das Wort „Kirche“ auch sechs Buchstaben hat. Also: die Kirche, die Gott sieht. Erstens: Sie soll christuszentriert sein. Für Seine Kirche – für unser individuelles Leben und für uns als Gemeinschaft – geht es vor allem darum, dass Gottes Sohn, Jesus Christus, im Mittelpunkt steht. Lesen Sie mit mir Kolosser 1:15-18. Dort heißt es über Jesus:

Kolosser 1:15-18
„Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe.“

Das finde ich wunderbar. „… damit Jesus in allem den Vorrang habe.“ Alles wurde durch Ihn und für Ihn erschaffen. Hat Er den Vorrang in unseren Finanzen? In der Art und Weise, wie wir unseren Ehepartner behandeln? In allem, was wir tun? Er war schon vor der Schöpfung da. Er steht über der ganzen Schöpfung. Die Schöpfung ist durch Ihn und für Ihn gemacht. Er ist vor allen Dingen und in allen Dingen. Und besonders in Seiner Kirche sollte Er den Vorrang haben. Und ich möchte Ihnen zeigen, was geschieht, wenn er diesen Platz nicht hat. Kolosser 2:18-19. Paulus schreibt:

Kolosser 2:18-19
„Um den Kampfpreis soll euch niemand bringen, der seinen eigenen Willen tut in scheinbarer Demut und Anbetung der Engel, der auf das eingeht, was er in Visionen gesehen hat, grundlos aufgeblasen von der Gesinnung seines Fleisches, und nicht festhält das Haupt, von dem aus der ganze Leib, durch die Gelenke und Bänder unterstützt und zusammengefügt, das Wachstum Gottes wächst.“

Wir müssen am Haupt festhalten, an Jesus. Er muss bei uns an der ersten Stelle bleiben. Andernfalls werden wir in alle möglichen bizarren Dinge hineingezogen, geschoben, geführt. In der Gemeinde von Kolossä verehrten die Menschen Engel und versuchten, Heiligkeit durch Selbstverleugnung zu erreichen – und all das, weil sie nicht am Haupt festhielten und Jesus nicht den Vorrang gaben.

Ich hatte früher einen Freund. Wir haben schon jahrelang keinen Kontakt mehr und neulich kam mir die Idee, nach ihm zu recherchieren. Ich fand alles Mögliche über ihn, einige Artikel und Bücher über ihn, aber keine Kontaktmöglichkeit. Ich hatte ihn vor vielen Jahren kennengelernt, als ich in der Bibelschule war. Dieser Mann hatte eine ähnliche Bekehrungsgeschichte wie ich, einen ähnlichen Hintergrund und ich kann ohne Zögern sagen, dass er mein Leben tiefgreifend beeinflusst hat. Es gab etwas, das Gott in meinem Leben tun wollte, aber ich verstand es einfach nicht und Gott gebrauchte ihn, um so in mein Leben hineinzusprechen, dass es mich veränderte – bis heute. Ich bin sehr dankbar dafür, wie Gott ihn gebraucht hat. Und ich weiß noch, dass er und seine Frau nach der Bibelschule ins Ausland gingen, in ein Land, das eine große Weltmacht war. Gott gebrauchte sie, um die Führung dieses Landes zu beeinflussen und den größten Staatsleuten dieses Landes die Botschaft von Jesus zu bringen. Einfach wunderbar. Doch heute ist er ein New-Age-Guru und lehrt Metaphysik. Er hat nicht am Haupt, an Jesus, festgehalten. Jesus hat nicht mehr den ersten Platz in seinem Leben. Irgendwann stand Jesus bei ihm nicht mehr im Mittelpunkt – und wenn Jesus nicht im Mittelpunkt steht, gibt es viele Dinge, die um diesen Platz wetteifern und versuchen, sich dorthin zu drängen. Ich weiß, manche Menschen sagen: „Das ist alles toll, Pastor Bayless, ja, Jesus, und ich bin gerettet. Ja, toll. Aber können Sie nicht mehr über die Endzeit predigen?“ – „Sie meinen über die Offenbarung?“ – „Ja, das wäre super.“

In Offenbarung 1:1 heißt es: „die Offenbarung von Jesus Christus“. Um Ihn geht es in der Offenbarung. Jesus steht am Anfang des Buches und es endet mit Jesus. Er ist das Alpha und das Omega und wer an Jesus vorbeigeht, der geht an allem vorbei. Dem entgeht die Hauptaussage des Buches und der Kern der Endzeit-Prophezeiungen. Es ist die Offenbarung von Jesus Christus.

Ich möchte Ihnen einen anderen Weg zeigen. Schlagen Sie einmal Epheser, Kapitel 1, auf. Dort finden wir einige starke Bibelverse. Die meisten von Ihnen kennen sie vielleicht, hoffe ich jedenfalls. Epheser 1:15-19. Paulus schreibt an die Gemeinde in Ephesus:

Epheser 1:15-19
„Deshalb höre auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht auf, für euch zu danken, und ich gedenke euer in meinen Gebeten, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke.“

Hier möchte ich einen Moment stehen bleiben. Bitte denken Sie über das nach, was da steht. Paulus sagt: „Ich bete, dass Gott euch die Augen öffnet…“ Wörtlich heißt es da im Griechischen: „… dass die Augen eures Herzens von Licht durchflutet werden, damit ihr drei Dinge erkennt – die Hoffnung seiner Berufung, den Reichtum des Erbes und die überragende Größe seiner Macht, die euch zur Verfügung steht.“ Gehen wir noch einmal zu Vers 17 zurück und setzen dort an:

Epheser 1:17-21
„… dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke. Die hat er in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat, hoch über jede Gewalt und Macht und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird. Und alles hat er seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.“

Es geht darum, Jesus zu kennen. Es geht um Seine Berufung, Seine Herrlichkeit, Sein Erbe, Seine Macht, Sein Wirken, Seine Auferstehung, Seinen Platz im Himmel, Seine Füße, Sein Haupt, Seinen Leib, Seine Gemeinde und Seine Fülle. Wem Jesus fehlt, dem fehlt alles. Ich möchte dieses herrliche Leben entdecken, zu dem Gott uns berufen hat und meine konkrete Rolle darin. Ich möchte auf den Wegen gehen, die Er für mich bestimmt hat. Ich möchte in der Fülle des Erbes leben, das wir in Christus haben und sowohl den geistlichen als auch den äußeren Segen genießen. Ich bin dafür, im Namen Jesu Vollmacht auszuüben. Es ist die gleiche Kraft, mit der Gott Christus von den Toten auferweckt hat. Doch in dem Moment, in dem Jesus nicht mehr der Mittelpunkt all dessen ist, gehen wir am Ziel vorbei. Es geht um Ihn, und wenn der Vater im Himmel auf Seine Gemeinde schaut, auf Sein Volk, auf Sein Haus, möchte Er Jesus im Mittelpunkt sehen.

Kommen wir zum zweiten Punkt. Die Kirche, die Gott sieht, hat heilende Hände. Also, zweitens: „heilende Hände“. Als Jesus auf der Erde lebte und arbeitete, heilte Er immer wieder Menschen. Wenn man das Matthäus-, Markus-, Lukas- und Johannesevangelium liest, ist nicht zu übersehen, wie wichtig Jesus Heilungen waren, ebenso wie Sein Mitgefühl mit menschlichem Leiden. Es ist fast, als hätte Er immer gerade jemanden geheilt oder wäre gerade dabei oder würde gleich wieder jemanden heilen. Und Jesus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. So steht es in Hebräer 13:8. Jesus sagte in Johannes 14:12:

Johannes 14:12
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.“

Die Kirche soll die gleichen Werke tun die Er tat. Merken Sie sich diese Stelle in Epheser, weil wir darauf zurückkommen werden und schlagen Sie mit mir das Markusevangelium auf. Letztes Kapitel, und ich möchte das vorlesen, was wir oft als „Missionsbefehl“ bezeichnen. Es sind die letzten Worte von Jesus an Seine Jünger, bevor Er in den Himmel aufstieg.

Markus 16:15-20
„Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird gerettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden. Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden. Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte.“

Die letzten Worte, die Jesus zu Seinen Jüngern sagte, bevor Er in den Himmel aufstieg und sich zur rechten Hand des Vaters setzte, waren: Geht hinaus, predigt, treibt Dämonen aus, legt Kranken die Hände auf und sie werden sich erholen. Und dann gingen sie hin und taten das, was Er gesagt hatte. Sie predigten und legten Kranken die Hände auf und Jesus tat Seinen Teil dazu. Er bestätigte Sein Wort durch begleitende Zeichen. Wir können nicht mehr als unseren Teil tun. Wenn wir das getan haben, wird Jesus Seinen Teil tun. Wir gehen hinaus, sagen Sein Wort weiter und gehorchen Seinen Geboten. Damit endet unsere Verantwortung. Er ist der Einzige, der diese Arbeit bestätigen kann – und Er ist der Herr. Er ändert sich nicht.

Ich erinnere mich an einen Anruf vor vielen Jahren, in der Anfangszeit der Cottonwood-Gemeinde, noch bevor wir unser Gemeindezentrum hier hatten. Der Anruf kam von einer Frau, die ich noch aus meiner Zeit als Hilfspastor kannte. Sie lebte ein ganzes Stück von hier entfernt. Und sie sagte: „Bayless, ich bin froh, dass ich dich erreicht habe. Weißt du, ich kann hier gerade nicht weg. Mein Vater liegt im Krankenhaus. Gerade habe ich mit den Ärzten telefoniert. Sie haben mir gesagt, dass mein Vater nur noch wenige Tage zu leben hat. Sie sagen, er kommt nicht mehr aus dem Krankenhaus. Er hat eine sehr aggressive Form von Magenkrebs und überall Metastasen. Sie sagen, er hat nur noch ein paar Tage, nicht mehr. Kannst du ihn bitte besuchen und für ihn beten?“ Ich sagte: „Klar, gerne. Wie soll ich beten?“ Sie sagte: „Ich möchte, dass du für meinen Vater um Heilung betest.“ Und ich sagte: „Okay.“ Ihr Vater, Mr Dunn, lag in einem kleinen Regionalkrankenhaus und ich ging ihn besuchen. In seinem Zimmer lag noch ein anderer Krebspatient, der gerade Besuch von seiner Frau hatte. Der Vorhang um das Bett war halb zugezogen. Ich winkte ihnen kurz zu und sagte Hallo und dann ging ich zu Mr Dunn. Er lag in seinem Bett und sein Bauch war sehr aufgebläht und er hatte überall Schläuche. Er war bei Bewusstsein, also beugte ich mich über ihn und sagte: „Mr Dunn, ich bin Bayless. Ihre Tochter hat mich angerufen. Sie hat mich gebeten, Sie zu besuchen. Ich würde gern ein paar Minuten mit Ihnen reden. Ist das okay?“ Er nickte, weil er wegen der vielen Schläuche nicht sprechen konnte. Ich sagte: „Ich weiß, dass Sie nicht sprechen können. Wenn ich eine Frage stelle, können Sie einfach nicken oder den Kopf schütteln.“ Und dann sagte ich: „Ihre Tochter hat mich gebeten, für Sie zu beten, doch das Wichtigste ist… Sie wissen ja, der Arzt hat gesagt, dass Sie nicht mehr viel Zeit haben. Wie steht es denn um Ihre Seele? Haben Sie Ihren Frieden mit Gott gemacht?“ Und er nickte. „Haben Sie Jesus Christus als Herrn Ihres Lebens angenommen?“ Wieder nickte er und ich fragte: „Sind Sie gerettet? Haben Sie Ihr Vertrauen auf Jesus allein gesetzt?“ Er sagte: „Ja, das habe ich.“ Ich sagte: „Wunderbar. Das ist das Allerwichtigste.“ Dann sagte ich: „Ihre Tochter hat mich gebeten, für Ihre Heilung zu beten. Darf ich das tun?“ Und er nickte wieder. „Also gut. Zuerst will ich Ihnen etwas vorlesen.“

Ich weiß noch, ich setzte mich auf den Boden und schlug meine Bibel auf und die nächsten 25 Minuten las ich ihm Verse über Heilung und Berichte über Heilungen vor. Ich habe sie ihm einfach vorgelesen. Die Bibel sagt, der Glaube kommt aus dem Hören und das Hören aus dem Wort Gottes. Jesus sagte: „Geht hin und predigt, und dann legt den Kranken die Hände auf.“ Also las ich ihm aus Gottes Wort vor und dann sagte ich: „Mr Dunn, ich werde Ihnen jetzt die Hände auflegen und für Sie beten. Darf ich das tun?“ Er stimmte zu und ich legte ihm die Hände auf und betete. Während ich betete, hörte ich die Frau auf der anderen Seite des Zimmers etwas zu ihrem Mann sagen: „Schatz, dieser junge Mann betet für ihn. Ich glaube, er betet, dass er geheilt wird.“ Ich konnte sie hinter mir hören. Also betete ich für Mr Dunn und segnete ihn im Namen Gottes. Dann sagte ich: „Es war schön, bei Ihnen zu sein. Ich werde jetzt wieder gehen.“ Da sprach mich die Frau an: „Junger Mann, könnten Sie bitte kurz herkommen?“ „Ja, natürlich.“ „Haben Sie gerade für diesen Mann gebetet?“  „Ja, das habe ich.“ Sie sagte: „Mein Mann und ich, wir gehen in die und die Kirchengemeinde“, und sie nannte mir den Namen. Sie sagte: „Dort lehrt man, dass es keine Heilungen mehr gibt, dass Gott nicht mehr heilt, doch wir glauben das nicht. Wir glauben, dass Gott immer noch heilt. Würden Sie bitte für meinen Mann beten?“ Und ich sagte: „Okay.“ Also betete ich auch für ihren Mann und dann passierte etwas Lustiges und Unerwartetes: Diese Frau fing an, durch das Krankenhauszimmer zu tanzen, nachdem ich für ihren Mann gebetet hatte. Es war wirklich süß, sie tanzte mit erhobenen Händen im Zimmer herum. Und ich ging wieder nach Hause.  Und raten Sie mal, wer am folgenden Sonntagmorgen in unsere Gemeinde kam? Mr Dunn. Er kam herein und sagte: „Hallo, Herr Pastor.“ Ich sagte: „Hallo, Mr Dunn.“ Und er setzte sich und wurde Gemeindemitglied und war jede Woche da. Er war noch lange Zeit ein treues Gemeindemitglied, bevor er irgendwann, in ziemlich hohem Alter, starb und in den Himmel ging.

Jesus bestätigt noch immer Sein Wort durch begleitende Zeichen. Vielleicht fragt jemand: „Und was, wenn es nicht geschieht?“ Das weiß ich auch nicht. Ich habe vor vielen Menschen gepredigt, die sich nicht bekehrt haben. Ich höre aber nicht auf, über die Rettung zu predigen. Ich werde einfach im Glauben nach Gottes Wort handeln. Alles andere ist nicht mein Anteil. Gott hat Seinen Anteil und ich habe meinen, wir haben unseren. – Ich möchte gern beten.

Vater im Himmel, wir beten, dass Du Deine Hände ausstreckst und heilst. In unserer persönlichen Welt und in unserem Umfeld gibt es so viele Menschen, die so sehr leiden – Verwandte, Freunde, Bekannte. Wir wissen, dass Du Dir wünschst, dass Deine Kirche im Namen von Jesus ihre Hände ausstreckt. Und, Herr, in einfachem Glauben wollen wir Dir gehorchen. Wir werden Dein Wort weitersagen und in einfachem Gehorsam und Vertrauen werden wir handeln, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt. Herr, wir wollen unseren Teil tun und wir vertrauen darauf, dass Du Deinen Teil tust. Das bitten wir im Namen von Jesus. Amen.

Gott hat mir etwas aufs Herz gelegt, das ich gern weitergeben möchte. Manche von Ihnen werden für Verwandte oder Freunde beten und etwas Wunderbares wird geschehen. Und die betreffenden Menschen werden wissen, dass nicht Sie es bewirkt haben, denn sie kennen Sie. Sie werden ein Wegweiser zu Jesus sein. Das ist ein wirklich sinnvolles Leben. Ein sinnvolles Leben ist eines, das andere auf Gott hinweist. Genau das wollen wir tun. Kommen wir zum dritten Punkt. Die Kirche, die Gott sieht, ist einmütig. Alle zusammen: „Einmütig.“

Schauen wir zurück in den Epheserbrief, dieses Mal in Kapitel 4. Würden Sie es bitte aufschlagen?

Epheser 4:1-3
„Ich ermahne euch nun, ich, der Gefangene im Herrn: Wandelt würdig der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, einander in Liebe ertragend! Befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens.“

Der Ausdruck „sich befleißigen“ bedeutet auf etwas hinarbeiten, nach etwas streben – in diesem Fall Einheit. Einheit geschieht nicht einfach so. Wir müssen darauf hinarbeiten, die Einheit des Heiligen Geistes in Gottes Haus zu bewahren. Warum ist das so wichtig? Ich möchte fünf kurze Gründe nennen, alle aus Psalm 133: Psalm 133. Sie sollten den Text gleich sehen. Verse 1-3:

Psalm 133:1-3
„Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen. Wie das köstliche Öl auf dem Haupt, das herabfließt auf den Bart, auf den Bart Aarons, der herabfließt auf den Halssaum seiner Kleider. Wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions. Denn dorthin hat der Herr den Segen befohlen, Leben bis in Ewigkeit.“

Fünf Verheißungen. Erstens: Einheit ist angenehm. Es ist gut und angenehm, wenn Geschwister einträchtig beisammen leben. Wer von Ihnen weiß, wie unangenehm Streit ist? Es ist einfach schön, wenn Einigkeit herrscht. Wenn Ehepaare sich verstehen, ist das fantastisch! In der Bibel heißt es, es ist besser, in einer Ecke unter dem Dach zu wohnen als in einem Haus mit einer zänkischen Frau oder in der Wüste statt in einem Haus mit einer zänkischen Frau oder einem ungehaltenen Mann. Das ist das Allerschlimmste. Eine schlechte Ehe ist fast die Hölle auf Erden. Und eine gute Ehe ist fast der Himmel auf Erden. Es ist einfach angenehm, wenn Eintracht herrscht.

Der zweite Vorteil: Einheit bringt Vollmacht. Im Psalm heißt es, sie ist wie kostbares Salböl, das auf den Kopf des Hohepriesters Aaron gegossen wurde und das auf seine Kleider herunterrann, bis an den Saum seines Gewandes. Und die Bibel sagt, wir sind Könige und Priester unseres Gottes. Es ist ein Bild für die Kirche. Und wenn wir in Einheit leben, fließt die Vollmacht des Heiligen Geistes zu jedem Mitglied der Gemeinde, bis hin zum neuesten und unscheinbarsten Glied am Leib Christi. Wenn wir in Einheit leben, wird jedes Mitglied im Haus Gottes, jedes Familienmitglied Gottes Gegenwart und Gottes Segen und Vollmacht an sich spüren. Liebe Freunde, Einheit ist so wichtig, doch wenn es keine Einheit gibt, werden wir auch vergeblich nach Vollmacht suchen.

Das Dritte: Einheit ist erfrischend. Es heißt: „Wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions.“ Das ist Erfrischung. In der Apostelgeschichte heißt es, vom Heiligen Geist werden Zeiten der Erfrischung kommen.

Der vierte Vorteil der Einheit ist Segen. Im Psalm heißt es: „Denn dorthin (nicht nur auf die Berge, sondern auf das einträchtige Zusammenleben) hat der Herr den Segen befohlen.“ Es gibt Segen von Gott. Und dann Leben in Ewigkeit, das ist der fünfte Vorteil. Menschen werden ewiges Leben finden. Als Endergebnis wird Einheit Menschen in Gottes Familie bringen; sie werden ewiges Leben erhalten. Gott wünscht sich eine einträchtige Gemeinde.

Einheit ist so wichtig. Psalm 133 sagt, Gott schickt den Segen dorthin, wo Einheit ist. Und in den Segen eingeschlossen sind sicher auch Segnungen wie Gesundheit und Frieden und Wohlergehen. Doch der größte Segen ist im Psalm genannt: Leben in Ewigkeit. Wenn die Gemeinde in Eintracht lebt, wenn sie sich darum bemüht und danach strebt und darauf hinarbeitet, Einheit zu bewahren, dann werden Menschen zu Jesus kommen. Jesus betete: „Vater, so, wie du und ich eins sind, sollen auch meine Jünger in uns eins sein, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast.“ Vor allem unsere Einheit wird dazu führen, dass Menschen Jesus annehmen, die vorher ohne Ihn lebten. Fakt ist: Die Welt schaut uns zu. Sie beobachtet Sie und mich. Und wenn die Kirche nicht miteinander auskommt, gibt es nicht viel Hoffnung für die Welt.  Bemühen wir uns also darum, die Einheit des Geistes und das Band des Friedens zu bewahren.

 

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