Nutze die Zeit des Wartens

Wartest du gerade darauf, dass Gott dir aus einem Problem oder einer Situation heraushilft? Du hast gebetet und du vertraust Gott, aber du fühlst dich wie in einer Warteschleife, in der nichts passiert? Dann nutze diese Zeit des Wartens! Bayless Conley gibt dir vier praktische Tipps, was du tun kannst, während du darauf wartest, dass Gott eingreift und dein Gebet erhört.

Predigtmanuskript

Hallo, hier ist Bayless Conley. Willkommen zu der heutigen Sendung. Ich habe eine Frage an Sie: Was tun Sie von dem Moment an, in dem Sie beten, Gott bitten und danken, bis zu dem Moment, in dem Gott auf Ihr Gebet reagiert? Manche nennen diese Zeit zwischen dem „Amen“ und Gottes Antwort „die Wüste“. Was tun Sie in dieser Zeit? Darüber wollen wir heute nachdenken. Was wir tun, während wir warten, ist nämlich von großer Bedeutung.

 

Wenn Sie eine Bibel haben, können Sie sie in Hebräer 6 aufschlagen. Vater, segne uns, wenn wir dein Wort hören. Lass es für uns real werden. Danke für deine Gnade, durch die wir nicht nur Hörer, sondern auch Täter sein können zur Ehre Jesu. Amen.

 

Hebräer 6,12:

„…damit ihr nicht träge werdet, sondern die nachahmt, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.“

 

Und dann wird uns ein Beispiel für solche Menschen genannt. Ab Vers 13 heißt es: „Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich selbst, da er bei keinem Größeren schwören konnte,und sprach: Wahrlich, ich will dich segnen und mehren. Und so wartete Abraham in Geduld und erlangte die Verheißung.“ Es geschah nicht nur durch Glauben, sondern durch Glauben und Geduld.

 

In Hebräer 10, ab Vers 35 heißt es: „Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber habt ihr nötig, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.“ Das gilt für die Verheißung vom Wiederkommen Jesu, aber auch für jedes andere Versprechen Gottes.

 

 

Diese Versprechen sind die Leitungen, die uns mit Gottes Versorgung verbinden, ob geistlich, körperlich, emotional oder materiell. Und wenn es um ein Versprechen in Bezug auf eine konkrete Bitte geht, dann gibt es zuerst mehreres, das Sie tun können. Erstens: Finden Sie die passende Verheißung. Glaube kommt durch Hören, Hören durch das Wort Gottes. Glaube basiert auf dem Wort Gottes. Ohne das Wort Gottes gibt es keinen Glauben. Finden Sie also die Verheißung, die Ihr Bedürfnis erfüllt. Suchen Sie danach. Schlagen Sie die Bibel auf und finden Sie die Verheißung, in der es um Ihre konkrete Situation geht. Zweitens: Saugen Sie sie auf. Wenn Sie die Verheißung gefunden haben, saugen Sie sie auf. Anders gesagt: Meditieren Sie darüber. Das Wort für „meditieren“ steht in der Bibel dort, wo von einem Mann die Rede ist, der wie ein Baum an Wasserbächen gepflanzt ist. Er meditiert Tag und Nacht über das Wort. Es bedeutet „nachdenken“, „nachsinnen“ oder wörtlich „immer wieder murmeln“. Wenn wir über Gottes Verheißungen nachsinnen und meditieren, entsteht als ganz natürliches Nebenprodukt Glaube. Der Glaube kommt zu uns. Es ist wie beim Essen. In der Bibel heißt es, dass das Wort Gottes Nahrung für unseren Geist ist. Wenn man natürliche Nahrung zu sich nimmt und verdaut, gibt sie dem Körper Kraft. Wenn ich esse, bekomme ich Kraft. Wenn ich nicht esse, werde ich nach einer gewissen Zeit schwach und müde. Genauso ist es mit dem Glauben. Wir müssen Gottes Wort in uns aufnehmen, damit unser Glaube stark bleibt. Und das bringt uns zum dritten Punkt. Finden, aufsaugen und daran glauben. Glaube ist das natürliche Nebenprodukt, wenn wir Gottes Wort aufsaugen, aber unser Handeln gehört auch dazu. Glaube ohne Taten ist tot. Finden Sie also eine Verheißung, saugen Sie sie auf und glauben Sie daran. Und dann viertens: Erfüllen Sie die Bedingungen dafür.

 

Gott sieht nicht die Person an, aber er sieht die Bedingungen an. Sie werden feststellen, dass beinahe jede Zusage in der Bibel an eine oder mehrere Bedingungen geknüpft ist. Das kann zum Beispiel bedeuten, etwas wegzugeben, etwas zu vergeben, etwas zurückzugeben oder auch sich unterzuordnen. Was es auch ist: Tun Sie es. Und dann, wenn Sie die Verheißung gefunden und sie  aufgesogen haben, ihr glauben und die Bedingungen dafür erfüllt haben, dann müssen Sie nur noch warten, dass Ihre Gebete erfüllt werden. Und genau darum soll es heute gehen. Ich möchte über vier Dinge sprechen, die Sie tun können, während Sie warten. Erstens: Anbeten. Sie können Gott anbeten.

 

Psalm 34,2:

„Den Herrn will ich preisen allezeit, beständig soll sein Lob in meinem Munde sein.“

 

Als König David das schrieb, war er gerade auf der Flucht vor König Saul, der ihn ermorden wollte. Schließlich kam David im Land der Philister in die Stadt Gat und landete vor den König. Er hörte die Leute murmeln: „Das ist David. Er hat unseren besten Krieger Goliath umgebracht. Sie singen Lieder über diesen Mann. Kennst du den bekannten Schlager ‚Saul hat Tausend umgebracht, David aber Zehntausend‘? Das ist er. Das ist David.“ Und in der Bibel heißt es, dass David große Angst bekam. Also tat er so, als wäre er wahnsinnig. Er fing an zu sabbern und am Tor zu kratzen. Der König von Gat sagte: „Bringt diesen Verrückten weg. Ich brauche keine Verrückten vor meinen Augen.“ Und David entkam. In dieser gefährlichen Zeit, als er große Angst hatte, schrieb David die Worte: „Ich will den Herrn preisen allezeit.“ Das bedeutet: in guten und in schlechten Zeiten. Wir sollen den Herrn loben, wenn wir Angst haben und wir sollen ihn anbeten, während wir warten. „Den Herrn will ich preisen allezeit.“ Ich will ihn anbeten, während ich warte. Anbetung ist nie verschwendete Zeit.

 

Ich will ein paar Gründe aufzählen, warum es gut ist, Gott anzubeten. Erstens: weil Gott treu ist. Er ist es wert. Ganz gleich, in welcher Situation Sie gerade sind und wie Sie sich fühlen, Gott ist würdig. Zweitens: Anbetung hilft uns, unseren Glauben auf Kurs zu halten. Wir behalten das im Blick, was wichtig ist: nämlich den Herrn, der die Quelle unserer Hilfe und Kraft ist. Drittens: Es ist besonders wichtig, Gott dann anzubeten, wenn wir warten, damit wir nicht von Mutlosigkeit erdrückt werden.

 

Jesaja 61,3:

„… und den Trauernden Zions Freude zu bringen. Schmuck bekommen sie anstelle von Schmutz, Freudenöl statt Trauersack, Jubellieder statt Mutlosigkeit …“

 

Wenn Sie warten, nachdem Sie gebetet und alles getan haben, das Sie wussten, dann schickt der Feind Ihnen gern einen Geist der Mutlosigkeit. Manche Übersetzungen nennen es auch einen verzagten Geist. Doch Anbetung befreit Sie von dieser Mutlosigkeit.

Punkt Zwei: Bitten Sie um Weisheit. In Jakobus 1 lesen wir, dass wir um Weisheit bitten sollen: „Meine Brüder und Schwestern, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallt, und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt. Die Geduld aber soll zu einem vollkommenen Werk führen, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und keinen Mangel habt. Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden.“

 

Hier geht es darum, dass unser Glaube angegriffen wird. Wir wollen gern vollkommen und unversehrt sein, aber uns fehlt etwas im Leben. Wir vertrauen darauf, dass Gott uns gibt, was uns fehlt. Doch irgendwie scheint es nicht zu funktionieren. Wenn Sie Weisheit brauchen, Ihr Glaube an das Versprechen angegriffen wird und Sie denken: „Vielleicht mache ich etwas falsch. Vielleicht muss ich etwas ändern. Vielleicht muss ich ein paar Dinge loslassen und die Last leichter machen. Vielleicht muss ich etwas tun,“ dann sagt Gott: „Wenn euch Weisheit fehlt und ihr nicht wisst, was ihr tun sollt, dann bittet um Weisheit.“ Gott gibt gern und ohne Vorwurf. Wenn Sie das Gefühl haben: „Vielleicht mache ich etwas falsch, aber ich habe keine Ahnung“, dann bitten Sie Gott um Weisheit. Ich weiß nicht, was für Sie in Ihrer Situation Weisheit bedeutet. Und das bringt uns zu unserem dritten Punkt nach „Anbetung“ und „Um Weisheit bitten“: Zuhören. Ich möchte die Verse 1 bis 6 aus Sprüche 2 lesen.

 

Sprüche 2,1ff:

„Mein Sohn, achte auf meine Worte und behalte meine Gebote im Gedächtnis. Höre auf die Weisheit und versuche, sie mit dem Herzen zu verstehen. Bitte um Verstand und Einsicht, und suche sie, wie du nach Silber suchen oder nach verborgenen Schätzen forschen würdest. Dann wirst du verstehen, was es heißt, den Herrn zu achten, und wirst die Erkenntnis Gottes gewinnen. Denn der Herr schenkt Weisheit! Aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht.“

 

Gott schenkt Weisheit. Aber unsere Aufgabe ist es, ihm zuzuhören. Wenn man jemanden etwas fragt, muss man sich auch die Zeit nehmen, ihm zuzuhören. In Sprüche 4,20 steht: „Meine Söhne, hört mir zu und folgt den Ratschlägen eures Vaters. Beachtet meine Worte, damit ihr klug werdet!“ Und in Sprüche 22,17: „Höre aufmerksam und achte auf die Worte der Weisen; öffne dein Herz für meine Lehre.“ Als Kinder klingelten wir oft bei unseren Nachbarn. Dann rannten wir weg und versteckten uns. Wir fanden das lustig. Die Leute kamen an die Tür, aber niemand war da. Wir warteten eine Weile; dann gingen wir hin, klingelten wieder und rannten weg. Ich glaube, dass viele das so mit Gott machen. Sie beten und laufen dann weg. Werden Sie still, nachdem Sie Gott um Weisheit gebetet haben. Nehmen Sie sich Zeit zum Hören. Er hat versprochen, uns Weisheit zu schenken. Aber manche kommen gar nicht genug zur Ruhe dafür.

 

Meine Frau und ich haben zwei liebe Freunde. Wir haben sie wirklich unglaublich gern. Aber manchmal ist es anstrengend, mit ihnen zusammen zu sein. Sie können beide gut reden, aber nur schlecht zuhören. Wir mögen sie trotzdem, aber ein Gespräch mit ihnen ist oft sehr einseitig. Das geht soweit, dass einem einer von ihnen eine Frage stellt, und während man versucht, darauf zu antworten, fällt er einem schon ins Wort und sagt, was er selbst denkt. Dabei hat er nicht einmal gehört, was man sagen wollte. Wie gesagt, es ist manchmal anstrengend. Vielleicht geht es auch Gott manchmal so. Wir fragen ihn, aber wir warten nie lange genug, um zu hören, was er zu sagen hat. Vielleicht sagt jetzt jemand: „Aber was ist, wenn ich frage und wirklich lausche, aber einfach nichts höre?“ Solange Sie Frieden haben, würde ich sagen: Gehen Sie weiter in die Richtung, in der Sie unterwegs sind. Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken. Wenn Gott mit Ihnen reden will, kann er das. Er kann Ihnen seine Stimme zeigen, wenn Sie zur Ruhe kommen und sich Zeit nehmen, um zuzuhören. Wenn Sie nichts hören, gehen Sie einfach so weiter wie bisher. Und das bringt uns zu unserem vierten Punkt: Bleiben Sie stehen.

Epheser 6,13-14:

„Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, wenn ihr alles ausgerichtet habt, stehen bleiben könnt! So steht nun …“

 

Wenn Sie alles getan haben, dann stehen Sie. Sie haben alles getan, das Sie wussten. Sie beten Gott an. Sie haben um Weisheit gebetet. Sie haben zugehört. Und nun bleiben Sie stehen. Bleiben Sie standhaft. Danken Sie Gott im Glauben für seine Hilfe. Halten Sie sich das Versprechen vor Augen. Nageln Sie die Fahne an den Mast. Kein Rückzug. Kein Aufgeben. Kennen Sie den Ausdruck „Flagge zeigen“? Das ist sehr interessant. Er stammt aus dem 18. Jahrhundert. Damals waren die Niederländer die stärkste Seemacht der Welt. Ihr einziger Rivale war England. Und es gab eine große Seeschlacht. Auf einem Kriegsschiff hing die Fahne hoch oben am Mast, und wenn man kapitulierte und aufgab, ließ man die Fahne herunter. Am Anfang der Schlacht sah es für die Engländer nicht gut aus. Das Schiff des Admirals wurde von einer Kanonenkugel direkt am Mast getroffen. Ein Teil des Mastes brach ab und die Fahne fiel herunter. Dadurch geriet die ganze englische Marine in Verwirrung. Sie schauten hinüber und die Fahne war nicht mehr gehisst. Sie dachten: „Hat unser Admiral kapituliert? Hat er aufgegeben? Haben wir verloren?“ Die Niederländer setzten ihnen weiter zu. Da nahm ein englischer Matrose die Fahne, kletterte den abgebrochenen Mast hoch und nagelte die Fahne so weit oben an, wie er konnte. Er hieß James Crawford. Und diese eine Tat ließ die Schlacht anders ausgehen. Die englische Marine merkte: „Nein, wir haben nicht aufgegeben. Wir kämpfen weiter.“ Die Situation schlug um und die Engländer gewannen. Viele Historiker denken, dass England an diesem Tag die Niederländer als größte Seemacht der Welt ablösten. Diese Tat veränderte die Geschichte. Als James Crawford nach England zurückkehrte, war er ein Held. Die Engländer haben diese Einstellung – Flagge zu zeigen – verinnerlicht. „Wir geben nicht auf. Wir lassen nicht los. Wir zeigen, woran wir glauben.“ Ich denke, dass wir das manchmal lernen müssen. Die Kanonen dröhnen, vielleicht gibt es Rauch und Feuer, vielleicht stecken wir mitten in einer erbitterten Schlacht, aber wir sagen: „Nein, ich werde nicht aufgeben. Ich ziehe mich nicht zurück. Ob ich untergehe oder nicht, ob ich lebe oder sterbe, ob ich Bohnen essen und unter einem Baum schlafen muss – ich gebe nicht auf. Ich gehe weiter. Ich glaube an seine Zusage. Ich werde Flagge zeigen. Ich bleibe standhaft. Gottes Wort ist wahr. Daran glaube ich. Ich habe alles getan, was ich konnte. Mir bleibt nichts mehr, außer standhaft zu bleiben und Gott Gott sein zu lassen.“ Und, Freunde, er ist Gott.

 

Hier noch ein paar Gedanken, die Ihnen helfen können, während Sie anbeten, um Weisheit bitten, zuhören und standhaft bleiben. Erstens: Denken Sie daran, dass Sie nicht der Einzige sind. Sie sind nicht allein. Gehen wir zum ersten Petrusbrief.

 

1.Petrus 5,6ff:

„Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch. Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht standhaft durch den Glauben, da ihr wisst, dass dieselben Leiden sich an eurer Bruderschaft in der Welt vollziehen!“

 

Während wir darauf warten, dass Gott uns aus Schwierigkeiten oder einem Problem befreit und uns auf eine neue Stufe des Lebens stellt, während wir diesen Kampf gegen den Feind unserer Seele kämpfen, widerstehen wir dem Teufel. Er sagt, dass wir das tun müssen. Aber Sie müssen noch etwas wissen. Sie müssen wissen, dass Ihre Geschwister in der Welt das gleiche erleben. Sie sind nicht der Einzige, der leidet. Sie sind nicht der Einzige, der kämpfen muss, Sie sind nicht der Einzige, der diese einsame Straße entlanggegangen ist, auf der Sie gerade unterwegs sind. Sie sind nicht der Einzige. Sie sind nicht allein. Das zu wissen, ist ein Trost.

 

Ich habe einen Freund, den ich seit wohl etwa dreißig Jahren kenne. Durch die Gnade Gottes wurde seine große und einflussreiche Kirche auf einmal überall bekannt. Es war, als hätte man auf einen Knopf gedrückt. Auf einmal stieg ihr Einflussbereich exponentiell an. Jeder redete über diese Kirche. Und wenn man die Leute reden hörte, klang es, als sei sie das Paradies und die perfekte Kirche. „Wenn wir nur dort leben würden! Dann könnten wir dorthin gehen.“ Auch bei uns lief es gut. Wir kamen voran. Der Heilige Geist floss. Aber ich hatte Schwierigkeiten mit ein paar Mitarbeitern und wir hatten hier und dort einige Probleme. Und ich bekam ständig zu hören: „Wenn wir nur in diese Kirche gehen könnten. Dort ist es wie im Paradies. Dort wirkt Gott. Es ist einfach großartig.“ Schön und gut, aber das half mir nicht gerade. Und dann fuhr ich zu einer Konferenz dieser Kirche. Ich kam dort an und die Leute wussten, dass ich ein Freund des leitenden Pastors war. Seit Jahrzehnten predigte ich immer wieder dort. Der Lobpreisleiter kam zu mir und sagte: „Bayless, können wir zusammen Mittag essen?“ Ich sagte: „Ja.“ Also gingen wir zusammen essen. Und er fing an, mir sein Herz auszuschütten und von all den Schwierigkeiten zu erzählen, die sie mit den Leuten im Lobpreisteam hatten. Am nächsten Tag fragte jemand anderes: „Bayless, kann ich mit dir Mittag essen?“ Es war einer der Hauptpastoren der Kirche. „Ja, natürlich.“ Und er fing an, auszupacken: „Wir haben dieses Problem. Und dieses läuft schief, und jenes auch.“ Jemand anderes erwischte mich im Fahrstuhl und sagte: „Bayless, Gott sei Dank. Ich muss mit jemandem reden. Wir haben dieses Problem und jenes Problem, und irgendwie kann ich nicht mit dem Pastor darüber reden. Kannst du das für mich machen?“ – „Ja, mach ich.“ Auf der Konferenz gab es viele gute Predigten. Aber das Seltsame ist – und ich glaube nicht, dass das falsch ist: Mich ermutigte am Allermeisten, dass auch sie ihre Probleme hatten. Es ermutigte mich, weil ich merkte: Es geht nicht nur mir so. Es geht allen gleich. Gott hilft ihnen und er hilft auch mir. Sie sind nicht der Einzige. Wirklich nicht. Vielleicht haben Sie das Gefühl, es sei so. Aber es stimmt nicht.

 

Und noch ein zweiter Gedanke: Halten Sie das Leben nicht auf Stand-By, während Sie warten. Drücken Sie nicht auf „Pause“. Dienen, lieben, lachen und leben Sie weiter, während Sie darauf warten, dass Gott Ihr Gebet erhört. Seien Sie ein guter Ehemann, eine gute Ehefrau, ein guter Vater, eine gute Mutter oder ein guter Freund. David wurde von Samuel gesalbt und bekam von Gott das Versprechen, dass er als König über ganz Israel regieren würde, aber es dauerte 15 Jahre, bis dieses Versprechen Wirklichkeit wurde. In der Zwischenzeit hütete David Schafe. Er lieferte Käse aus. Er tötete Riesen. Er machte Musik. Er entwickelte Führungsqualitäten. Er betete Gott an. Er heiratete. Er bekam Kinder. Er schloss Freundschaften. Er machte sich Feinde. Er schrieb Lieder. Mit anderen Worten: In der Zeit dazwischen lebte er weiter. Und auch Sie sollen weiterleben. Schalten Sie das Leben nicht auf Stand-By. Wenn Sie es durchleben und der Kampf am stärksten ist, werden Sie vielleicht überrascht, wie Gott Sie gebraucht, um andere zu ermutigen. Sie denken vielleicht: „Ich bin doch der, der Hilfe braucht! Ich bin der, der ermutigt werden muss!“ Hören Sie: Gott wird Sie gerade dann gebrauchen, um andere zu stärken, wenn Sie selbst am meisten kämpfen. Sie sind nicht der Einzige. Und drücken Sie nicht auf „Pause“. Leben Sie weiter, während Sie warten. bekam Kinder. Er schloss Freundschaften. Er machte sich Feinde. Er schrieb Lieder. Mit anderen Worten: In der Zeit dazwischen lebte er weiter. Und auch Sie sollen weiterleben. Schalten Sie das Leben nicht auf Stand-By. Wenn Sie es durchleben und der Kampf am stärksten ist, werden Sie vielleicht überrascht, wie Gott Sie gebraucht, um andere zu ermutigen. Sie denken vielleicht: „Ich bin doch der, der Hilfe braucht! Ich bin der, der ermutigt werden muss!“ Hören Sie: Gott wird Sie gerade dann gebrauchen, um andere zu stärken, wenn Sie selbst am meisten kämpfen. Sie sind nicht der Einzige. Und drücken Sie nicht auf „Pause“. Leben Sie weiter, während Sie warten. Bitte stehen Sie alle auf. Eine Verheißung kann übrigens auch im Wesen Gottes begründet sein; in seiner Güte, in seiner Treue oder darin, dass er Jehova-Rapha ist, der Herr, unser Heiler. Wenn wir die Verheißung gefunden, sie aufgesogen und im Glauben angenommen und unser Bestes getan haben, um die Bedingungen dafür zu erfüllen, dann sollten wir Gott anbeten.

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