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Niedergeworfen, aber nicht vernichtet

Negative Umstände und schwierigen Lebensphasen können uns schon mal in die Knie zwingen. Doch wie finden Sie die Kraft, solche Tiefschläge zu überstehen? In dieser Predigt erklärt Bayless Conley, dass die Fähigkeit nach solchen Tiefschlägen wieder auf die Beine zu kommen, unser Glaube ist. Finde heraus, wie du nach körperlichen und geistigen Herausforderungen wieder auf die Beine kommen kannst und lerne, Jesus Christus immer besser zu vertrauen.

Predigtmanuskript

Haben Sie gerade Probleme? Hat Sie irgendetwas eiskalt erwischt? Vielleicht steht alles auf dem Kopf. Vielleicht ist es gerade erst ein paar Minuten her, dass etwas völlig Unerwartetes in Ihrem Leben passiert ist. Liebe Freunde, es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Sie sind für ihn kein gesichtsloser Punkt in der Masse, keine Nummer auf einer endlosen Liste. Gott kennt Sie ganz genau und er möchte Ihnen helfen. Hören Sie in den nächsten Minuten einfach zu. Was Sie gerade tun, kann warten. Wir wollen Gottes Wort den ersten Platz einräumen. Ich vertraue darauf, dass Gott Sie durch seinen Geist mit seinem Wort ansprechen wird. Ich glaube, Sie werden bekommen, was Sie brauchen. Hier in 2.Korinther 4 spricht Paulus unter anderem über einige Schwierigkeiten, die er als Verkündiger des Evangeliums hat. Mir gefällt die Offenheit und Transparenz, mit der er über seine Erlebnisse und seine Gefühle spricht. Er erzählt dem Leser einfach alles. Wir wollen uns ein paar Verse anschauen und beginnen bei Vers 8: „In allem sind wir bedrängt, aber nicht erdrückt; keinen Ausweg sehend, aber nicht ohne Ausweg; verfolgt, aber nicht verlassen; niedergeworfen, aber nicht vernichtet.“ Paulus sagt: „Wir sind von allen Seiten bedrängt“, wörtlich: „Die Probleme dringen von allen Seiten auf uns ein.“ Fühlen Sie sich auch manchmal so, als gäbe es überall, wo Sie hinschauen, nur Schwierigkeiten? Jedes Mal, wenn Sie den Kopf gerade wieder über Wasser haben, kommen neue Wellen und werfen Sie nieder. Ganz gleich auf welchen Horizont Sie schauen – überall warten neue Probleme auf Sie. Sie fühlen sich ein bisschen wie Jona, als er von dem Wal verschluckt wurde. Überall, wo er hinschaute, sah er nichts weiter als Wal. Er schaute nach oben: Wal. Er schaute nach unten: Wal. Hinten: Wal, vorne: Wal. Überall nur Wal, Wal, Wal ... So geht es manchen Menschen mit ihren Problemen. Und Paulus sagte: „Wir sind auf allen Seiten von Problemen bedrängt.“ Aber dann sagte er: „Wir werden nicht erdrückt.“ Der Ausdruck „nicht erdrückt“ bedeutet buchstäblich: „Wir sind nicht eingeengt, wir sind nicht eingesperrt, wir sind nicht ohne Ausweg.“ Die Probleme kommen zwar von allen Seiten, aber Gott schafft immer einen Ausweg. Vielleicht denken Sie jetzt: „Davon sehe ich nichts.“ Paulus ging es nicht anders. Schauen Sie, was er als Nächstes sagt: „Wir sind ratlos, aber wir verzweifeln nicht.“ Ratlos bedeutet, wir wissen nicht, was wir als Nächstes tun sollen. In einer Bibelübersetzung heißt es: „Wir haben keine Antwort auf unsere Probleme, aber wir geben nie auf.“ Vielleicht wissen Sie gerade nicht, was Sie tun sollen oder welche Vorgehensweise am besten wäre, aber bitte verzweifeln Sie nicht. Gott wird Ihnen helfen. Kenneth Wuest schreibt in seiner Übersetzung direkt aus dem griechischen Grundtext: „Wir sind verwirrt, wissen nicht ein noch aus, aber wir stehen nicht völlig ohne mögliche Maßnahmen oder Ressourcen da.“ Vielleicht wissen auch Sie im Moment nicht ein noch aus, aber es gibt Maßnahmen, die Sie ergreifen können, und Ressourcen, auf die Sie zurückgreifen können. Paulus sagte weiter: „Wir werden verfolgt, aber wir sind nicht verlassen.“ Das heißt, nicht von Gott verlassen. Gott lässt Sie nie im Stich und er verlässt Sie nie. Und dann sagte Paulus: „Wir sind niedergeworfen, aber nicht vernichtet.“ Die Philips-Übersetzung drückt es fantastisch aus: „Wir wurden niedergeschlagen, aber nicht k. o. geschlagen.“ Die Neues-Leben-Bibel übersetzt: „Wir werden zu Boden geworfen, aber wir stehen wieder auf und machen weiter.“ Darüber möchte ich mit Ihnen reden, wie man wieder aufsteht und weitermacht, wenn man zu Boden geworfen wurde. Denn der Kampf ist nicht vorbei, wenn Sie am Boden liegen. Er ist erst vorbei, wenn Sie aufgeben. Und Sie müssen nicht aufgeben. Vielleicht hat der Teufel Sie zu Boden geworfen. Vielleicht mussten Sie einen finanziellen Tiefschlag einstecken. Sie liegen am Boden, ringen um Luft und wissen nicht, was Sie tun sollen. Sie sind ratlos. – Vielleicht geht es auch um Ihre Kinder, Ihre Ehe, Ihre Gesundheit oder einen anderen Bereich Ihres Lebens. Vielleicht haben Sie kürzlich eine Nachricht erhalten, die wie ein Schlag in die Magengrube war. Sie haben es nicht kommen sehen. Oder vielleicht wussten Sie, dass etwas auf Sie zukommt. Sie hatten riesige Angst davor, und als es dann eintraf, hat es Sie umgeworfen. Paulus sagte, dass von allen Seiten Probleme auf ihn eindrangen. Es gab Momente, in denen er nicht wusste, was er tun sollte und er sagte: „Es gab Situationen, in denen wir zu Boden geworfen, aber nicht vernichtet wurden.“ Gott ist mit Ihnen noch nicht fertig. Das letzte Kapitel Ihrer Geschichte ist noch nicht geschrieben. Die Tatsache, dass Sie heute hier sind, zeugt davon, dass der Teufel Sie nicht vernichten konnte. Sie sind hier, in Gottes Haus. Sie atmen und leben noch. Und ich glaube, dass der Heilige Geist Ihnen, noch während Sie auf die Predigt hören, innere Kraft schenken kann. Er kann Sie innerlich aufrichten und Ihnen helfen aufzustehen, wenn Sie am Boden liegen. Er kann Ihnen helfen, Ihre Schwierigkeiten durchzustehen. Es ist kein Zufall, dass wir heute hier zusammen sind. Ich möchte Ihnen ganz kurz einiges nennen, was Menschen oft zum Aufgeben bringt oder was sie als Ausrede fürs Aufgeben nehmen. Das Erste ist Sünde. Man gibt einer Versuchung nach; man sündigt und dann denkt man: „Mensch, du hast schon wieder die gleiche Dummheit gemacht. Du kannst genauso gut aufgeben. Es bringt nichts, zur Kirche zu gehen und Gott zu dienen. Gib einfach auf.“ Manche Menschen brauchen noch nicht einmal den Teufel, der sie verurteilt. Das schaffen sie ganz gut allein. Und ihre Selbstverurteilung ist für sie sogar viel realer als Gottes Vergebung. Wir wollen über zwei gegensätzliche Geschichten nachdenken, die in der Bibel direkt nacheinander erzählt werden, was interessant ist. Zwei Personen hatten gegen Gott gesündigt, und sie gingen völlig unterschiedlich damit um. Und ihre Geschichten enden ganz unterschiedlich. Bitte schlagen Sie mit mir Matthäus 26 auf. Dort steht die erste dieser beiden Geschichten. Matthäusevangelium, das 26. Kapitel. Petrus hatte den Mund sehr voll genommen, als Jesus seinen Jüngern sagte, dass sie ihn alle im Stich lassen würden. Jesus zitierte die Heilige Schrift: „Gott wird den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden zerstreut werden.“ Und Petrus antwortete: „Nein, Herr. Auch wenn alle anderen dich verlassen – ich nicht.“ Dann ging er noch einen Schritt weiter. Er sagte: „Ich bin bereit, für dich zu sterben. Selbst wenn es mich das Leben kostet, ich werde dich nie im Stich lassen.“ Und Jesus sagte: „Petrus, bevor der Hahn kräht, wirst du dreimal leugnen, dass du mich kennst.“ Sicher reagierte Petrus ein bisschen beleidigt. Vielleicht dachte er: „Niemals! Jesus, ich würde sofort mein Leben für dich lassen!“ Und natürlich wurde Jesus im Garten Gethsemane verhaftet und die Prophezeiung erfüllte sich. Alle liefen fort, auch Petrus. Jesus wird zum Palast des Hohepriesters gebracht, und Petrus folgt mit einigem Abstand. Wir lesen weiter in Matthäus 26,69: „Petrus aber saß draußen im Hof; und es trat eine Magd zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer. Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst. Als er aber in das Torgebäude hinausgegangen war, sah ihn eine andere; und sie spricht zu denen, die dort waren: Auch dieser war mit Jesus, dem Nazoräer. Und wieder leugnete er mit einem Eid: Ich kenne den Menschen nicht! Kurz nachher aber traten die Umstehenden herbei und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, auch du bist einer von ihnen, denn auch deine Sprache verrät dich. Da fing er an, sich zu verwünschen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht! Und gleich darauf krähte der Hahn. Und Petrus gedachte des Wortes Jesu, der gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.“ Bittere Tränen der Reue. Stellen Sie sich vor, wie schuldig und beschämt er sich gefühlt haben muss! Gerade noch hatte er zu Jesus gesagt: „Ich werde ihn nie verlassen. Ich würde für dich sterben!“ Und jetzt flucht er und schwört öffentlich: „Ich weiß nicht, wer er ist. Ich habe noch nie von ihm gehört!“ Und es tat ihm so leid, dass er weinte. Aber Gott vergab Petrus. Nach der Auferstehung gab Jesus den Frauen eine Botschaft mit: „Sagt den Jüngern und Petrus ...“ (er nannte Petrus ausdrücklich) „... dass ich vor ihnen her nach Galiläa gehe.“ Und wer stand am Pfingsttag als der feurige Prediger auf, der Tausenden den Weg zu Christus zeigte? Es war Petrus. Wer wurde zu einer Säule der Kirche? Petrus. Er nahm Gottes Vergebung an, obwohl er Jesus öffentlich verleugnet hatte. Das Blut Christi hatte ihn reingewaschen und in dieser Vergebung lebte er und tat große Dinge für Gott. Direkt im Anschluss wird uns von einem anderen Mann erzählt, der gegen Jesus gesündigt hatte. Kapitel 27 Vers 1: „Als es aber Morgen geworden war, hielten alle Hohenpriester und Ältesten des Volkes Rat gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen. Und nachdem sie ihn gebunden hatten, führten sie ihn weg und überlieferten ihn dem Statthalter Pilatus. Als nun Judas, der ihn überliefert hatte, sah, dass er verurteilt wurde, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten zurück und sagte: Ich habe gesündigt, denn ich habe schuldloses Blut überliefert. Sie aber sagten: Was geht das uns an? Sieh du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel und machte sich davon und ging hin und erhängte sich.“ Judas verspürte die gleiche Reue wie Petrus. In der Bibel steht, er bereute, was er getan hatte. Es tat ihm leid. Er gestand den Priestern: „Ich habe gesündigt. Er ist unschuldig!“ Judas gestand, als er sah, dass Jesus verurteilt wurde. Vielleicht hatte er nicht gedacht, dass es so weit kommen würde. Vielleicht dachte er, dass Jesus einfach durch die wütende Menge verschwinden würde, wie er es schon einmal getan hatte. Vielleicht dachte Judas, das würde noch einmal geschehen. Aber jetzt sieht er, dass man Jesus töten will, und er ist voller Reue. Doch statt Gott um Vergebung zu bitten, geht er zu den Priestern und versucht, ihnen das Geld zurückzugeben. Liebe Freunde, Gottes Vergebung kann man sich nicht erkaufen. Es ist seine Gnade, die man nur im Glauben annehmen kann. Man kann weder mit guten Werken noch mit Geld dafür zahlen. Und Judas – obwohl er, glaube ich, Vergebung hätte finden können – verurteilte sich selbst. Er gab auf ganzer Linie auf, ging hin und erhängte sich. Also: Sowohl Petrus als auch Judas wurden von der Sünde zu Boden geworfen. Petrus verleugnete Jesus öffentlich, Judas verriet ihn heimlich. Petrus stand auf, Judas nicht. Und manche Christen verhalten sich mehr wie Judas als wie Petrus, wenn sie sündigen. Sie sind voller Reue, es tut ihnen leid, und sie versuchen, sich irgendwie durch gute Werke Gottes Gnade zu erkaufen. Sie sagen: „Wenn ich nur Gutes tue und eine Weile nichts falsch mache, kann ich zu Gott kommen.“ Oder: „Wenn ich jeden Tag so und so lange in der Bibel lese ...“ Oder: „Wenn ich immer in die Kirche gehe ...“ Freunde, in die Kirche zu gehen und die Bibel zu lesen, ist gut, aber Vergebung kann sich damit keiner verdienen. Die gibt es nur aus Gnade. Gott ist reich an Erbarmen für alle, die ihn darum bitten, nicht für die, die es sich verdienen wollen. Durch Gnade, durch Glauben – nicht durch Werke, damit keiner sich rühmen kann, heißt es im Römerbrief. Wenn die Sünde Sie niedergeworfen hat, stehen Sie wieder auf! Das Blut Jesu Christi reinigt uns von aller Sünde. Gott ist nicht wütend auf Sie. Er liebt Sie. Lassen Sie sich nicht von der Sünde niederhalten. Das Zweite, was viele Menschen niederhält, ist, wenn sie einen Schicksalsschlag oder einen Verlust erleiden, vielleicht in Bezug auf einen geliebten Menschen oder ein Familienmitglied. Und leider geben viele Menschen Gott die Schuld an den Tragödien des Lebens. Oft trennen solche Erlebnisse sie von Gott. Schlagen Sie bitte mit mir das Buch Rut auf. Wenn Sie sich in der Bibel noch nicht so gut auskennen, können Sie bei 1.Mose anfangen und dann vorwärtsblättern: 2.Mose, 3.Mose, 4.Mose, 5.Mose, Josua, Richter und Rut. Rut war Moabiterin. Sie war in einer heidnischen Kultur aufgewachsen und zum Götzendienst erzogen worden. Ein Israelit namens Elimelech und seine Frau Noomi zogen mit ihren beiden Söhnen nach Moab. Die Söhne nahmen sich moabitische Frauen. Einer heiratete eine Frau namens Orpa, der andere heiratete Rut. Dann starb Elimelech und Noomi wurde Witwe. Orpas Mann starb und sie wurde Witwe. Ruts Mann starb und sie wurde Witwe. Jetzt leben also diese drei Witwen zusammen und die Bibel sagt, dass sie in bitterer Armut lebten. Sie hatten nichts. Dann hörte Noomi, dass Gott sich seinem Volk Israel wieder zugewandt hatte und dass die Hungersnot im Land vorbei war. Es gab wieder Getreide. Also beschloss Noomi zurückzukehren. Sie sagte: „Ihr Mädchen solltet euch Ehemänner suchen.“ Und wir lesen ab Rut, Kapitel 1, Vers 12. Hier sagt Noomi zu den jungen Frauen: „Kehrt um, meine Töchter, geht! Ich bin ja zu alt, um eines Mannes Frau zu werden. Selbst wenn ich spräche: Ich habe noch Hoffnung! – wenn ich gar diese Nacht eines Mannes Frau werden würde und sogar Söhne gebären sollte, wolltet ihr deshalb warten, bis sie groß würden? Wolltet ihr euch deshalb abgeschlossen halten, ohne eines Mannes Frau zu werden? Nicht doch, meine Töchter! Denn das bittere Leid, das mir geschah, ist zu schwer für euch. Ist doch die Hand des Herrn gegen mich ausgegangen. Da erhoben sie ihre Stimme und weinten noch mehr. Und Orpa küsste ihre Schwiegermutter, Rut aber hängte sich an sie. Da sagte sie: Siehe, deine Schwägerin ist zu ihrem Volk und zu ihrem Gott zurückgekehrt. Kehre auch du um, deiner Schwägerin nach! Aber Rut sagte: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, von dir weg umzukehren! Denn wohin du gehst, dahin will auch ich gehen, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da will auch ich sterben, und dort will ich begraben werden. So soll mir der Herr tun und so hinzufügen, nur der Tod soll mich und dich scheiden.“ Rut hatte allen Grund, nicht mit Noomi zurück nach Israel zu gehen und Noomis Gott nicht zu dienen. Aber in der kurzen Zeit, seit sie zu dieser Familie gehörte, hatte sie in diesem Gott Jahwe, dem sie dienten, eine Realität erlebt, die sie von Kemosch oder den anderen moabitischen Göttern nicht kannte. Vielleicht dachte sie: „Ich verstehe nicht, warum mein Mann gestorben ist oder warum ich meinen Schwager und Schwiegervater verloren habe. Aber ich werde mich nicht durch diese Tragödien von der Realität dieses Gottes trennen lassen. Wohin du gehst, gehe ich auch. Dein Gott soll mein Gott sein und dein Volk mein Volk. Das Einzige, was mich daran hindern kann, ist der Tod.“ Das ist wunderbar. In dem ganzen Buch sehen wir bei Rut keine Spur von Bitterkeit gegen Gott – obwohl ihre Schwiegermutter sehr verbittert war. Fälschlicherweise gab Noomi Gott die Schuld an allem, was passiert war. Als sie nach Israel zurückkam und ihre alten Freunde sie alle begrüßten: „Noomi!“, da sagte sie: „Ich habe meinen Namen geändert. Nennt mich bitter. Mein Name ist jetzt Mara, denn der Allmächtige ist bitter mit mir umgegangen.“ Aber Rut hat diese Bitterkeit nie übernommen. Ich weiß, dass Menschen hier sind, die schreckliche Tragödien erlebt haben. Manche haben vielleicht ein Kind verloren oder einen geliebten Menschen, oder etwas anderes ist geschehen und sie haben keine Erklärung dafür. Wir leben in einer gefallenen Welt und nichts funktioniert so, wie es eigentlich gedacht war. Eines Tages wird Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, und dann wird alles wieder vollkommen sein. Schieben Sie nicht alle Tragödien auf Gott. Gott ist ein guter Gott. Jesus sagte: „Ich bin gekommen, damit ihr Leben im Überfluss habt. Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu töten und zu zerstören.“ Vielleicht gehören Sie zu denjenigen, die eine Tragödie erlebt haben. Vielleicht haben Sie keine Antwort. Und ich glaube nicht, dass es eine einfache Antwort gibt. Ich will auch nicht oberflächlich darüber hinweggehen. Ich weiß, dass solche Erlebnisse vernichtend sein können. Aber geben Sie Gott nicht auf. Zweifeln Sie nicht an seiner Güte. Corrie ten Boom sagte: „Wir müssen glauben, dass Gott gut ist, auch wenn das Leben uns manchmal Gründe liefert, das Gegenteil zu denken.“ Und das kam von einer Frau, die viele Jahre in einem deutschen Konzentrationslager war. Gott ist ein guter Gott. Und dann gibt es noch einen dritten Grund, warum Menschen manchmal am Boden liegen bleiben, und das sind körperliche Nöte oder Widerstand von Menschen. Manchmal ist das Leben hart. Schlagen Sie bitte mit mir 2.Korinther auf, Kapitel 11. In diesem Kapitel führt Paulus einige Referenzen für seinen Dienst an. 2.Korinther, 11. Kapitel, ab Vers 22. 2.Korinther 11,22: „Sie sind Hebräer? Ich auch. Sie sind Israeliten? Ich auch. Sie sind Abrahams Nachkommen? Ich auch. Sie sind Diener Christi? – Ich rede unsinnig – ich über die Maßen. In Mühen umso mehr, in Gefängnissen umso mehr, in Schlägen übermäßig, in Todesgefahren oft. Von den Juden habe ich fünfmal vierzig Schläge weniger einen bekommen. Dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich in Seenot zugebracht; oft auf Reisen, in Gefahren von Flüssen, in Gefahren von Räubern, in Gefahren von meinem Volk, in Gefahren von den Nationen, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern.“ Das sind viele Gefahren! Vers 27: „In Mühe und Beschwerde, in Wachen oft, in Hunger und Durst, in Fasten oft, in Kälte und Blöße; außer dem Übrigen noch das, was täglich auf mich eindringt: die Sorge um alle Gemeinden.“ Dann erzählt er, wie er in einem Korb über die Stadtmauer gelassen wurde, um einem Mordanschlag zu entgehen. Vielleicht haben Sie Ihre eigene Liste, aber wahrscheinlich kommt sie an die von Paulus nicht heran! Doch er gab nie auf. Er gab nie auf. Widerstand und Feinde von allen Seiten, aber er machte weiter. Es gibt noch mehr solche Geschichten in der Bibel. Denken Sie einmal an Josef. Er hatte ein Erlebnis mit Gott, und was geschah als Nächstes? Sein Leben ging vor die Hunde. Gott hatte ihm einen Traum geschickt und seine Brüder wurden eifersüchtig. Sie warfen ihn in eine Grube. Josef ist ein Teenager! Er sitzt in der Zisterne und weint, und sie antworten ihm nicht. Schließlich werden ein paar Seile hinuntergelassen und er denkt: „Okay, jetzt ist der Streich vorbei.“ Er wird herausgeholt, aber nicht von seinen Brüdern. Es sind midianitische Händler und seine Brüder nehmen Geld von ihnen. Sie haben ihn gerade in die Sklaverei verkauft. Er kann nicht glauben, was da passiert! Er wird gefangen weggeführt. Er wird angeschrien, vielleicht sogar mit einer Peitsche geschlagen. Er versteht nicht einmal die Sprache, in der er angeschrien wird! Er wird nach Ägypten gebracht und versteigert. Gebote werden für ihn abgegeben. Er kann die Sprache nicht; er weiß nur, dass er in Schwierigkeiten steckt. Er wird als Sklave in Potifars Haus verkauft. Potifars Frau versucht, Josef zu überreden, mit ihr zu schlafen. Er weigert sich, also lügt sie ihren Mann an: „Dieser hebräische Junge, den du ins Haus gebracht hast, hat versucht, mich zu vergewaltigen.“ Potifar ist wütend und wirft Josef ins Gefängnis. Dort verbringt er Jahre ... Jahre! Er deutet dem Mundschenk und dem Bäcker ihre Träume. Zum Mundschenk sagt er: „Du bekommst deinen Posten beim Pharao zurück. Wenn es so weit ist, denk an mich und hol mich hier raus, ja?“ Der Mann sagt: „Na klar!“ Aber als er aus dem Gefängnis kommt, vergisst er es. Und wenn mich nicht alles täuscht, saß Josef danach noch zwei weitere Jahre im Gefängnis. Da muss man doch ins Nachdenken kommen. Seit Josef jene Begegnung mit Gott hatte, wurde sein Leben nur auf den Kopf gestellt, durchgeschüttelt und völlig durcheinander gebracht. Nach all den Jahren musste er doch denken: „Hey, ich werde Jahwe gegen einen dieser coolen Katzengötter aus Ägypten eintauschen. Ich meine, schauen wir uns doch die Israeliten an. Sie leben in der Wüste in Zeltlagern und die Ägypter haben diese unglaublichen Pyramiden und Tempel. Und sie sind reich und ihre Götter scheinen auch besser als unserer zu sein.“ Aber das tat Josef nie. Er gab Gott nie auf. Er hörte nie auf, Gott zu dienen. In seiner Geschichte klingt nicht die leiseste Verbitterung gegen Gott an. Und wissen Sie was? Es kam der Tag, an dem er von einer Sekunde auf die andere aus dem Gefängnis in den Palast kam und Premierminister über ganz Ägypten wurde. Und Gott gebrauchte Josef, um die ganze damals bekannte Welt vor der kommenden Hungersnot zu retten – auch seine eigene Familie. Wunderbar! Lesen Sie einfach die Geschichten in der Bibel. Wir könnten über Abraham oder Daniel oder Noah und so weiter reden. Jeder von ihnen wurde niedergeworfen, aber jeder von ihnen stand wieder auf und machte weiter. Vielleicht wurden Sie in Ihrem Leben auch niedergeworfen und es sieht so aus, als wäre der Kampf vorbei. Aber es ist erst vorbei, wenn Sie aufgeben. Wenn Sie beschließen, noch einmal aufzustehen, sage ich Ihnen, Sie werden den Kampf gewinnen. Als Jesus am Kreuz starb, schien es, als wäre der Kampf vorbei. Es sah so aus, als hätte der Teufel ihn k. o. geschlagen und als wäre der kostbare Preis der Menschheit an Satan gegangen. Aber nach drei Tagen geschah etwas. Im Reich der Finsternis rumorte es. Die Tore des Totenreiches fingen an, sich in ihren rostigen Scharnieren zu drehen, eine kleine Glocke läutete: „Ding!“ Letzte Runde. Satan sagte: „Nein, nein, nein, der Kampf ist vorbei!“ Und plötzlich floss die Auferstehungskraft in Jesus und er ging hinüber zum zitternden Satan. Er nahm die Schlüssel des Todes und der Hölle und schlug den Teufel so hart, dass er sich seit zweitausend Jahren nicht erholt hat. Und er wird sich auch nicht mehr erholen. Am Freitag, als man Jesus ins Grab legte, sah es schlecht aus. Am Samstag sah es noch schlechter aus. Aber am Sonntag wurde er von den Toten auferweckt. – Vielleicht ist es für Sie gerade Freitag oder Samstag, aber ich sage Ihnen: Der Sonntag kommt gewiss! Die gleiche Kraft, die Jesus von den Toten auferweckte, lebt auch in Ihnen. Zu Boden geworfen, aber nicht k. o. gegangen. Ratlos, aber nicht verzweifelt. Scheinbar von allen Seiten von den Problemen eingekesselt, aber Gott schafft immer einen Ausweg. Als Jesus am Kreuz starb, sah es aus, als wäre alles verloren – als hätte Satan die Oberhand gewonnen, als hätte er gesiegt. Es sah so aus, als wäre Gottes Sache verloren. Doch genau das Gegenteil war der Fall. Es war so wie bei Haman, der den Galgen bauen ließ, an dem er Mordechai hängen sehen wollte. (Mordechai war der Onkel der Königin Ester.) Doch am Ende wurde Haman an genau dem Galgen aufgehängt, den er für Mordechai hatte bauen lassen. Was wie ein Erfolg für den Teufel aussah, wie sein großer Sieg, stellte sich als seine endgültige Niederlage heraus – denn Jesus wurde am dritten Tag von den Toten auferweckt. Jesus sagt: „Ich war tot, und ich bin lebendig, und ich habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ Liebe Freunde, Jesus ist an der Macht. Satan ist besiegt. Und wenn Sie diesem auferstandenen Retter Ihr Leben öffnen, wird es sich für immer verändern. Sagen Sie Ja zu Jesus, zu seiner Rettung, und tun Sie es gleich heute. Verschieben Sie es nicht. Gott segne Sie.

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