Nach mir die Sintflut? 2/2

Gott möchte, dass in seiner Kirche stets mehrere Generationen nebeneinander mit ihm an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. In der Bibel finden wir immer wieder Stellen, an denen von mindestens drei Generationen die Rede ist, die zusammenarbeiten und gemeinsam mit Gott vorwärts gehen. Und doch haben viele Kirchen mit dem Generationswechsel zu kämpfen. Bayless Conley gibt praktische Tipps, wie ein Übergang zwischen den Generationen reibungslos und freudig gelingen kann, statt zu einem Konkurrenzkampf und zu Spannungen zu führen. Die Staffelübergabe, bei der eine Generation die Zügel der Leiterschaft an die andere übergibt, dauert normalerweise ein Leben lang. Wir laufen dieses Rennen gemeinsam. Nur wenn wir alle Generationen im Blick behalten, können wir das bewirken, wozu Gott uns berufen hat!

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Ich glaube, wenn es darum geht, den Staffelstab von der einen Generation an die nächste weiterzugeben, besteht die größte Tragödie oft darin, dass die kommende Generation manches wieder ganz neu lernen muss. Darüber werde ich heute in meiner Predigt über die Generationen sprechen. Das sollten Sie nicht verpassen.

Bitte schlagen Sie mit mir 2.Könige, Kapitel 20 auf. Hier finden wir einen weiteren großen Helden der Bibel: König Hiskia. Er war ein guter König. Ich wünschte, wir hätten die Zeit, uns die ganze Geschichte und ihren Hintergrund anzusehen, aber das würde jetzt zu lang dauern. Wir beginnen mit Vers 16:

„Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort des Herrn!
Siehe, Tage kommen, da wird alles, was in deinem Haus ist und was deine Väter bis zum heutigen Tag angehäuft haben, nach Babel weggebracht werden. Nichts wird übrig bleiben, spricht der Herr.
Und von deinen Söhnen, die von dir abstammen, die du zeugen wirst, wird man einige nehmen; und sie werden im Palast des Königs von Babel Hofbeamte sein.
Da sagte Hiskia zu Jesaja: Das Wort des Herrn ist gut, das du geredet hast. Aber er sagte sich: Wenn doch nur Friede und Sicherheit in meinen Tagen bleiben!“

So, Hiskia, du wirst also die Generation nach dir verlieren. Hiskia sagte: „Gut.“ Sehen wir uns an, was weiter passierte. Kapitel 21:

„Zwölf Jahre war Manasse alt, als er König wurde, und er regierte 55 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Hefzi-Bah.
Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, nach den Gräueln der Nationen, die der Herr vor den Söhnen Israel vertrieben hatte.
Und er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia vernichtet hatte, und errichtete Altäre für den Baal und machte eine Aschera, wie sie Ahab, der König von Israel, gemacht hatte, und er warf sich nieder vor dem ganzen Heer des Himmels und diente ihnen.
Und er baute Altäre im Haus des Herrn, von dem der Herr gesagt hatte: In Jerusalem will ich meinen Namen niederlegen.
Und er baute für das ganze Heer des Himmels Altäre in den beiden Vorhöfen des Hauses des Herrn.
Und er ließ seinen Sohn durchs Feuer gehen, und er trieb Zauberei und Beschwörung und ließ sich mit Totengeistern und Wahrsagegeistern ein. Er tat vieles, was böse war in den Augen des Herrn, um ihn zu reizen.“

Und wenn es hier heißt „er ließ seinen Sohn durchs Feuer gehen“, bedeutet das, dass er seinen kleinen Sohn einer heidnischen Gottheit opferte. Vers 16:

„Manasse vergoss auch sehr viel unschuldiges Blut, bis er Jerusalem damit anfüllte von einem Ende bis zum andern; abgesehen von seiner Sünde, mit der er Juda zur Sünde verführte, zu tun, was böse war in den Augen des Herrn.“

Hiskia baute keine Brücke zu der nachfolgenden Generation. Sehen Sie, wo das hinführte. Das war eine absolute Katastrophe! Manasse führte die Nation ins Heidentum, sie frönten der Zauberei und der Götzenanbetung und es gab so viele Morde wie nie zuvor in der Geschichte. Hiskia, was ist los, Mann? Ich meine, Jesaja sagte: „Siehe, Babel wird kommen“ und genau das passierte. „Sie werden deine Söhne zu Hofbeamten machen. Du wirst eine Generation verlieren.“

Hiskia sagte: „Das Wort, das der Herr gesprochen hat, ist gut, weil zumindest in meiner Zeit Frieden und Wahrheit herrschen werden. Hauptsache ich bleibe vor Konflikten verschont, meine Bedürfnisse werden gestillt, ich habe eine gute Bibellehre und kenne die Wahrheit. Die nächste Generation muss ihren Weg selbst finden. Das ist nicht meine Aufgabe. Solange für mich alles gut läuft, bin ich glücklich. Das ist ein gutes Wort, Jesaja.“

Hiskia, warum hast du so gedacht? Wenn wir sein Leben betrachten, sehen wir, dass Hiskia der ersten Generation von Gläubigen angehörte. Sowohl sein Vater als auch sein Großvater, die vor ihm auf dem Thron saßen, waren Götzenanbeter und böse Männer gewesen. Sie wollten nichts mit Gott zu tun haben. Hiskia wuchs in einem heidnischen Haus auf. Er entdeckte Gott selbst und baute eine Beziehung zu ihm auf. Anders kannte er das nicht. Und ich bin mir sicher, dass er dachte: „Ich musste das alles selbst herausfinden und meine Kinder werden dasselbe tun müssen.“ Aber sie taten es nicht. Das ist die Ausnahme von der Regel.

Auch ich bin ein Christ der ersten Generation, also auch eine Art Ausnahme von der Regel. Ich hörte erst vom Evangelium, als ich in den Zwanzigern war. Aber wir müssen weitergeben, was wir haben. Ich weiß noch, wie sehr ich mir einen Vater im Glauben wünschte, jemanden, dem ich Fragen stellen konnte, der mich unter seine Fittiche nahm und mir half. Aber das hatte ich nie. Ich war ein Christ der ersten Generation und musste mich allein zurechtfinden.

Aber ich glaube nicht, dass das der beste Weg ist. Ich erinnere mich noch an einen Mann, der viel älter war als ich. Er ist schon viele Jahre im Himmel. Ich reiste mit ihm in einige Länder der Welt. Und ich hätte ihn so gerne zum geistlichen Mentor und Vater gehabt. Ich weiß noch, wie ich in dem Staat war, wo er seine Gemeinde und ein großes Missionswerk hatte.

Ich versuchte eine enge Beziehung zu ihm aufzubauen, aber ich merkte schnell, dass das nicht funktionierte. Als ich an diesem Abend in mein Hotelzimmer zurückkam, ging ich auf die Knie und weinte. Ich sagte: „Gott, ich habe keinen Vater!“ Da sprach der Heilige Geist ganz deutlich in mein Herz: „Es ist an der Zeit, dass du aufhörst nach einem Vater zu suchen und anfängst, einer zu sein.“ Und darum habe ich mich seit diesem Tag immer bemüht.

Und auch für einige von Ihnen ist es an der Zeit, dass sie anfangen ein Vater zu sein. Vielleicht mussten Sie wie ich Ihren Weg selbst suchen. Aber lassen Sie die nächste Generation nicht dasselbe durchmachen. Lassen Sie sie auf Ihren Schultern stehen. Lassen Sie Ihre Decke zu ihrem Boden werden. Wir brauchen Mütter in Israel, wir brauchen Väter in der Gemeinde. Der Apostel Paulus sagte: „Wenn ihr zehntausend Zuchtmeister in Christus hättet, so doch nicht viele Väter.“

Und Hiskia baute keine Brücke; er gab den Staffelstab nicht weiter, nicht einmal an seine Söhne, und die Nation stürzte in die Finsternis.

Aber ich muss auch sagen: Wenn die Übergabe des Staffelstabs misslingt, ist das nicht immer die Schuld der älteren Generation. Manchmal trägt auch die jüngere Generation die Schuld daran. Sehen wir uns dazu ein Beispiel an. Wir können jetzt nicht die ganze Geschichte lesen, weil sie ziemlich lang ist. Sie können das später nachholen. 1.Könige, Kapitel 12, die Verse 1 bis 19. Sie finden sie auch in 2.Chronik, Kapitel 10,1 bis 19. Hier geht es um Rehabeam, den Sohn Salomos.

Salomo war ein großer König und der weiseste Mann, der je gelebt hatte. Dennoch geriet er am Ende seines Lebens aus der Spur. Er wurde zum Götzenanbeter und zum Mörder, er unterdrückte die Menschen und wendete sich von Gott ab. Salomos Ende war kein gutes. Als sein Sohn Rehabeam den Thron übernahm, versammelte sich das ganze Volk und sie sagten:

„Rehabeam, dein Vater war sehr streng. Er hat uns unterdrückt und uns zu hohe Steuern auferlegt. Was wirst du tun?“ Rehabeam sagte: „Kommt in drei Tagen wieder her, dann werde ich euch antworten.“ Dann rief er die Alten zu sich, was sehr weise war, und sagte zu ihnen: „Das haben sie zu mir geredet. Was denkt ihr, was ich ihnen antworten soll?“

Sie sagten: „Das Volk hat recht. Dein Vater war zu streng zu ihnen. Du musst freundlich mit ihnen reden. Baue eine Beziehung mit ihnen auf. Schmiede ein Band zwischen euch, dann wird alles gut laufen.“
Und Rehabeam sagte: „Okay. Danke. Ihr könnt jetzt gehen.“ Als Nächstes rief er die jungen Männer zu sich, mit denen er aufgewachsen war, und fragte sie: „Leute, was denkt ihr?“

Sie sagten: „Die Alten liegen falsch. Sie wissen nicht, wovon sie reden. Du musst jetzt eine klare Linie fahren. Wenn das Volk zurückkommt, sag ihnen, dass dein kleiner Finger dicker ist als die Hüften deines Vaters, und dass er sie mit Peitschen gezüchtigt hat, aber du es mit Skorpionen tun wirst.“
Drei Tage später kam das Volk zurück und Rehabeam antwortete ihnen gemäß dem Rat der jungen Männer. Die Weisheit der älteren Generation ignorierte er völlig. Und wissen Sie was passierte? Zehn Stämme sagten: „Okay, wir gehen“ und zogen weg. Von diesem Tag an war Israel eine gespaltene Nation.

Sehen Sie, beide Seiten müssen bereit sein, aufeinander zuzugehen. Die Jüngeren müssen auf die Weisheit der älteren Generation hören und sie respektieren; sie müssen bewusst den Kontakt zu ihr suchen und ihren Rat annehmen, auch wenn nicht alles cool ist, was wir tun. Ich will den jungen Leuten hier ein Geheimnis verraten: Vor dem allmächtigen Gott gibt es so etwas wie cool nicht. In Gottes Gegenwart ist niemand cool. Und wir von der älteren Generation müssen uns öffnen; wir müssen die Jungen lehren geduldig sein und bereit sein, Veränderung zu akzeptieren.

Ich glaube, die persönliche Vorliebe im Hinblick auf den Musikstil ist ein klassisches Beispiel. Manchen von Ihnen gefällt der Lobpreis hier nicht. Hier ist ein Brief, der an eine Gemeinde geschickt wurde: „Ich bin kein Musikgelehrter, aber ich weiß, welche Musik in einer Gemeinde angemessen ist. Die neue Hymne, wenn man das so nennen kann, vom letzten Sonntag hörte sich an wie ein sentimentales Liebeslied aus einer Kneipe.

Wenn Sie uns in Gottes Haus einem solchen Müll aussetzen, sollten Sie nicht überrascht sein, wenn sich viele Ihrer treuen Mitglieder einen neuen Ort für den Lobpreis suchen. Die Hymnen, mit denen wir aufgewachsen sind, sind alles, was wir brauchen.“ Der Brief ist von 1863 und es ging darin um das Lied „So wie ich bin“, das sie auch nach dem Altarruf auf Evangelisationen von Billy Graham singen.

In einem anderen Brief heißt es: „Was ist falsch an den inspirierenden Liedern, mit denen wir aufgewachsen sind? Ich gehe in die Gemeinde, um Gott anzubeten, und nicht um ein neues Lied zu lernen. Das Lied vom letzten Sonntag war nervtötend, die Melodie unsingbar und der Klang verzerrt.“ Geschrieben 1890 über die Hymne „Welch ein Freund ist unser Jesus“. Es gibt nichts Neues unter der Sonne.

Einer meiner Freunde war früher der Musikdirektor der wahrscheinlich größten Gemeinde im Vereinigten Königreich. Er war in den Besitz einiger Briefe aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert gelangt, deren Verfasser sich über die Musik in der Gemeinde ausließen. Diese Kirchgänger hatten geschrieben: „Die Musik ist zu laut. Sie ist zu lebhaft. Sie wird sich niemals durchsetzen. Sie wahrt die Tradition der Kirche nicht.“ Und das bezog sich auf Lieder wie „Amazing Grace“, „Steh mir vor Augen“ und „Es ist Kraft, wunderbare Kraft“.

Als ich gerettet wurde, gab es zwei geisterfüllte Gemeinden in der Stadt, aber eine der beiden schied für mich aus. Ich wusste, dass Gott mir nicht erlauben würde, diese Gemeinde zu besuchen, weil dort ein paar junge Leute hingingen, die ich kannte. Sie rauchten immer noch Gras und hatten Sex miteinander. Der einzige Unterschied war, dass sie ihrem Leben den Namen Jesus hinzugefügt hatten. Ich wusste selbst, dass ihr Lebensstil wieder auf mich abfärben würde, wenn ich mit ihnen Kontakt hätte. Die andere Gemeinde war eine Pfingstgemeinde und ich glaubte, dass Gott mich dort haben wollte. Aber ich war der einzige Mann in der Gemeinde, der langes Haar hatte und einen Bart trug.

Und die Musik war furchtbar! Und sie klatschten auf eins und drei, statt auf zwei und vier und sangen Lieder wie: „Drüben in Beulahs Land“. Ich weiß noch, wie ich den Mann neben mir fragte: „Was ist Beulahs Land?“ Er sagte: „Ich weiß es nicht.“ Und der Musikstil war von dem, den ich bevorzugte, so weit entfernt, wie er nur sein konnte. Aber wenn wir von Jesus sangen, weinte ich trotzdem immer. Eines Tages hörte ich dann eine modernere christliche Musik von frühen Calvary Chapel Bands und einigen anderen und ich weiß noch, wie ich schockiert dachte: „Ist das erlaubt?“

Ich glaubte, wir müssten bis an unser Lebensende langsame Lieder singen und auf eins und drei klatschen! Es war eine Offenbarung für mich, dass Gott nicht ärgerlich war. Ich dachte: „Ich mag diese Musik. Ist das okay?“ Und wissen Sie, auch wenn die Musik hier nicht ihrem Geschmack entspricht, beten wir damit Jesus an. Und Sie sollten sich darüber freuen, dass junge Menschen ihren Glauben an Gott mit Musik ausdrücken. Gott sei Dank haben wir junge Leute hier! Hier sind wir vereint.

Und noch ein Wort an die jungen Leute: „Setzt uns nicht unter Druck, indem ihr sagt: Wenn es sich nicht anhört und nicht aussieht, wie wir wollen, kommen wir nicht.“ Das ist Götzendienst. Auch ihr müsst manches ändern und manches annehmen.

Die gute Übergabe des Staffelstabs, über die ich sprechen möchte, fand zwischen König David und seinem Sohn Salomo statt. Charles Spurgeon wurde einmal von einem Reporter gefragt: „Pastor Spurgeon, was tun Sie für die nächste Generation?“
Er sagte: „Das ist nicht meine Aufgabe“ und zitierte Apostelgeschichte 13,36, wo es heißt, dass David seinem Geschlecht nach dem Willen Gottes diente und dann entschlief. Und er sagte: „Ich bin wie David. Ich diene meiner eigenen Generation und dann bin ich weg. Die nächste Generation muss allein klarkommen.“
Eine clevere Antwort. Aber ich glaube nicht, dass dieser eine Vers seine Position stützt. Ich stimme nicht mit ihm überein, auch wenn es eine kluge Antwort war, weil David sehr generationsbezogen dachte und handelte. Einige der Verse, die wir uns aus dem Buch der Psalmen angesehen haben, waren von David.

Er sorgte dafür, dass die kommende Generation Wohlstand genoss und Ressourcen hatte. Er stellte ihnen Baumaterial und Arbeiter zur Verfügung, er organisierte ein Leiterschaftsteam, das Salomo beriet, und er betete für Salomo und unterwies ihn in Gottes Wort. Und das Wichtigste: Er war ihm ein Vorbild für einen demütigen Leiter und die Übergabe war erfolgreich. Und ich glaube, mit Gottes Gnade wird uns das auch gelingen.

Traditionell gibt es zwei Dinge, die in der Gemeinde nicht gut funktionieren. Menschen, die in ihrem Leben ein Chaos angerichtet haben, wird nicht gut geholfen und der Wechsel der Generationen wird nicht gut vollzogen. Der Grund dafür ist, dass das verflixt schwer ist. Das braucht Zeit. Das passiert nicht in einer Woche oder einem oder drei oder fünf Jahren. Und es ist sehr selten, dass die Generationen zusammenarbeiten. Es gibt Gemeinden, wo alle zusammen alt werden, und andere, wo fast nur junge Leute sind,

aber nur wenige Gemeinden mit mehreren Generationen, wo Abraham, Isaak und Jakob zusammen dienen und bereit sind, aufeinander zuzugehen und zu lernen, zu wachsen und sich zu verändern. Für ältere Personen ist es nicht leicht sich zu ändern und als jüngerer Mensch ist es nicht einfach, einen Grauschopf zum Essen einzuladen und ihm Fragen zu stellen. Aber das müssen wir tun. Und nochmals: Ich glaube, dass wir das mit der Gnade Gottes auch tun können.

Wir arbeiten schon seit über zehn Jahren hart und ganz bewusst daran, die jungen Leute zu erreichen und entsprechend zu lehren und die ältere Generation so zu beeinflussen, dass sie zusammenarbeiten können. Das ist uns schon recht gut gelungen. Im Januar 2014 hatte ich den Bootsunfall und konnte sechs Monate lang nicht predigen. Ich konnte nicht mehr schlucken, eines meiner Stimmbänder war zerstört und es gab noch eine Reihe anderer Komplikationen.

Ich musste wieder ganz neu sprechen lernen. Sie wussten nicht, ob ich jemals wieder predigen könnte. Einige der Ärzte glaubten, dass ich frühestens nach 18 Monaten wieder darüber nachdenken könnte, eine Predigt zu halten. Und unser Team und all die jungen Leute, mit denen wir so hart gearbeitet haben, waren plötzlich extrem gefordert. Aber sie haben die Herausforderung wunderbar gemeistert.

Als ich in die Gemeinde zurückkam, war sie an Mitgliedern gewachsen, sie war finanziell gewachsen und hatte an Einfluss und Herzenswärme gewonnen. Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass ich jetzt nicht mehr in allen, sondern nur noch in einigen Gottesdiensten im Monat predige. Ich trage nicht mehr so viel Verantwortung wie früher. Wenn ich dahin zurückkehren würde, wie es einmal war, wäre das ein Schritt zurück.

Aber ich werde nicht weggehen, deshalb hoffe ich, dass Sie sich an mich gewöhnen. Wissen Sie, ich und einige der älteren Leute hier wissen durch Zufall schon mehr, als einige der jungen Leute jemals bewusst gelernt haben. Ihr braucht unsere Weisheit und unseren Rat. Und wir brauchen euer Feuer, wir brauchen eure Vision, aber ihr braucht uns, weil ihr kein Geld habt. Das ist so!

Ich glaube, wir haben eine vielversprechende Zukunft und eine staunenswerte Gegenwart. Und ich will Sie ermutigen, ein Teil dessen zu sein, was Gott gerade tut. Bitte beugen Sie für einen Moment den Kopf und schließen Sie die Augen.

Himmlischer Vater, wir lieben dich und danken dir für alles, was du tust. Wir preisen dich, Gott. Wir wissen, dass alles damit beginnt, dass wir deinen Sohn als unseren Herrn und Retter annehmen. Wenn wir dir unser Leben wirklich hingeben, beginnt das große Abenteuer, dass wir von deinem Geist geführt und ermächtigt werden. Und auch wenn diese Predigt für die Gemeinde, für Christen war – wenn jetzt jemand hier ist, der dich noch nicht kennengelernt hat, der noch nicht mit deinem kostbaren Blut reingewaschen wurde und die Herrlichkeit einer Beziehung mit dir noch nicht erfahren hat, bete ich, dass du dich jetzt durch deinen Geist nach ihm ausstreckst und ihm die Augen öffnest, damit er zu dir kommt, Jesus.

Und ich bete für jeden hier, der vom Glauben abgekommen ist. Gott ist nicht ärgerlich auf Sie, aber es ist Zeit, dass Sie nach Hause kommen. Und Sie wissen es. Sie werden einige schwere Entscheidungen treffen und einiges ändern müssen, aber es wird sich lohnen! Die Ewigkeit ist zu lang, der Lohn ist zu groß und der Preis, den es Sie kostet, wenn Sie sich weiterhin allein durchschlagen, ist zu hoch. Geben Sie sich Gott hin und brennen Sie für ihn.

Vielleicht haben Sie Jesus noch nie als Ihren Retter angenommen oder sich von Gott abgewendet. Bitte beten Sie jetzt mit mir. Sie brauchen nicht die Hand zu heben, aber wenn Sie Ja zu Gottes Geschenk der Vergebung und der Erlösung sagen wollen, sprechen Sie das Gebet von ganzem Herzen mit. Sagen Sie:

Lieber Gott, ich komme jetzt zu dir. Ich glaube von ganzem Herzen, dass Jesus Christus dein Sohn ist und dass du ihn gesandt hast, damit er für die Sünder starb. Jesus, danke dass du ans Kreuz gegangen bist. Ich glaube, dass du am dritten Tag von den Toten auferweckt wurdest und für meine Sünden bezahlt hast. Ich nehme deine Vergebung an und setze mein Vertrauen auf dich. Sei mein Herr und Retter. Von diesem Moment an gehöre ich dir, Jesus. Amen.

Ich weiß nicht, ob Sie das Gebet der Gemeinde mitgebetet und Jesus als Ihren Herrn und Retter angenommen haben. Aber wenn Sie es aufrichtig getan haben, hat Gott Sie gehört. Seine Ohren sind offen für Ihre Gebete. Und Sie sind wichtig für Gott und deshalb auch für uns. Schreiben Sie uns doch ein paar Zeilen, wenn die Sendung ein Segen für Sie war oder wenn Sie Jesus als Ihren Herrn und Retter gefunden haben. Wir werden für Sie beten. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

Als Pastor bin ich von Menschen umgeben, die mich lieben und wahrscheinlich ihr Leben für mich geben würden. Ich habe eine wunderbare Familie und viele Freunde. Jesus wird mich nie verlassen noch im Stich lassen. Ich habe viel Segen, für den ich mir die Zeit nehmen muss ihn zu zählen. Und auch wenn wir schwierige Zeiten durchmachen, ist es wichtig, dass wir das Gute betonen und Gott dafür danken, statt uns auf das Schlechte zu konzentrieren.

Manchmal stehen wir vor finanziellen Herausforderungen. Das hat jeder Pastor einer Gemeinde und fast jeder, den ich kenne, schon einmal durchgemacht. Auch bei uns gab es Zeiten der Not, in denen wir Gott vertrauen mussten. Es ging nicht um Luxus oder darum, mehr zu haben, als wir brauchten. Wir vertrauten Gott von Monat zu Monat. Und er war immer treu. Und Jesus sagte: „Ich werde meine Gemeinde bauen.“ Daran müssen wir immer denken. Wenn er nicht baut, will ich es nicht.

Und in der Bibel heißt es: „Wir gehen in die Ruhe ein als die, die geglaubt haben.“ Selbst in Zeiten des Aufruhrs, in denen wir den größten Teil der Nacht betend verbrachten, kam eine überwältigende Ruhe in unser Herz, weil wir wussten, dass Gott sich um das Werk, zu dem er uns berufen hat, kümmern wird. Jemand sagte einmal: „Was Gottes Wille ist, das lässt er auch gelingen.“ Darin steckt eine Menge Wahrheit. Und wenn er nicht der Wind in Ihren Segeln ist, sollten Sie auf ihn sehen. Dadurch haben wir die finanziellen Schwierigkeiten und vieles andere überwunden.

Seit ich Pastor bin, stehe ich vor meiner größten Herausforderung. Es war die größte Herausforderung in meinem Dienst, sie ist es noch und ich glaube, sie wird es immer sein, und das bin ich! Ich muss mich frisch erhalten und die richtige Herzenshaltung vor Gott bewahren. Wenn wir nicht am Ball bleiben, passiert es leicht, dass wir im Hinblick auf die geistlichen Dinge in eine Art Routine verfallen und kein Feuer mehr haben. Jesus sagte im Buch der Offenbarung zu einer der Gemeinden:

„Du hast vieles richtig gemacht, aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.“ Er sagte also: Denkt daran, kehrt um und tut die ersten Werke. Und ich denke, das ist vielleicht ein Wort für uns alle: Wir müssen wieder ganz neu anfangen, Jesus zu lieben und rein und demütig bleiben und unser Leben mit ihm einfach halten. Das ist eine Herausforderung für mich, aber ich tue jeden Tag mein Bestes, um meine Beziehung mit Jesus frisch und ehrlich zu halten. Und er hilft mir dabei und er wird auch Ihnen helfen!

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