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Leidenschaftlich Christ sein 1/2

Christsein ist alles andere als langweilig, beschaulich und eintönig! Der Schöpfer des Universums wollte uns seine große Liebe zeigen, indem er ganz real Mensch wurde, starb und wiederauferstand, damit wir ihm begegnen können. Eine Beziehung mit Gott führt zu einem leidenschaftlichen, spannenden und aufregenden Leben mit unvergleichlichen Auswirkungen … oder zumindest sollte es das! Finde heraus, wie!

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Das Thema meiner heutigen Predigt ist „Leidenschaftlich Christ sein“. Ehrlich gesagt glaube ich, es gibt gar keine andere Möglichkeit als leidenschaftlich Christ zu sein. Das ist das „Normale“. Ich meine, wie kann man vom Tod zum Leben kommen, von der Hölle zum Himmel und nicht begeistert darüber sein? Das ist doch etwas, was man leidenschaftlich leben kann. Das Reich der Finsternis verlassen und in das Reich des Lichts kommen. Aus dem Herrschaftsbereich des Teufels in die herrliche Freiheit der Kinder Gottes kommen. In Gottes Familie aufgenommen zu werden, das ist eine grundlegende Veränderung. Wie kann man nicht darüber begeistert sein? Davon müsste man doch eigentlich der ganzen Welt erzählen wollen! Wir wollen uns deshalb acht verschiedene Punkte anschauen, was es heißt, Jesus nachzufolgen und ganz echt und ehrlich als Christ zu leben. Bleiben Sie dran! Die heutige Predigt ist eine Herausforderung an Sie, wird Ihnen aber auch helfen. Schauen wir, was Gottes Wort sagt! Was ich Ihnen heute weitergeben möchte, ist im Grunde leicht zu verstehen. Mein Predigttext ist aus Matthäus 8 und ich habe das Thema „Leidenschaftlich Christ sein“ genannt. Matthäus 8, ab Vers 1: Matthäus 8:1 „Als er aber von dem Berg herabgestiegen war, folgten ihm große Volksmengen.“ Mein erster Punkt ist: Jesus nachfolgen. Dazu ist eine Entscheidung nötig. Man muss aber auch verstehen, dass Jesus nachzufolgen bedeutet, alle andren Religionen und Philosophien aufzugeben. Jesus sagt in Johannes 14:6: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Wissen Sie, ich gehörte früher zu einer Religionsgemeinschaft, die sich „Metaphysische Kirche“ nannte. Ich machte Yoga und studierte und praktizierte verschiedene New-Age-Lehren. Aber als ich mein Leben Jesus anvertraute, gab ich alle anderen Philosophien auf. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er ist der einzige Weg. Ich habe es schon öfter erzählt, aber ich habe mich vor vielen Jahren auf die Suche nach Jesus gemacht, weil mir ein Junge in einem Park von Jesus erzählte. Dann landete ich irgendwie bei einer christlichen Familie. Da war ein junger Mann namens Dana, der vielleicht fünf Jahre älter war als ich. Ich erinnere mich noch genau, wie ich in dem Haus am Kamin lehnte: Ich, dieser Typ mit den langen Haaren! Damals hatte ich die Haare meistens geflochten und eine Feder im Zopf stecken. Außerdem hatte ich einen Bart. Und Dana sah aus wie aus einer christlichen Fernsehsendung entsprungen! Jedenfalls sagte ich zu ihm: „Dana, es gibt viele Wege zu Gott. Ich habe meinen Weg und du hast deinen. Es gibt einen christlichen Weg, aber es gibt auch noch andere.“ Ich war so unhöflich! Aber er sagte nur: „Bayless, das ist eine Lüge.“ „Was soll das heißen, das ist eine Lüge?“ Er sagte. „Es gibt nicht viele Wege zu Gott, sondern nur Jesus. Er hat gesagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Und ich sagte es zwar nicht laut, aber ich dachte: „Du bist ja so kleinkariert. Vielleicht kann ich dir helfen.“ Aber ich musste feststellen, dass er recht hatte. Jesus sagt selbst in Matthäus 7:14: „Schmal ist der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.“ Einmal war ich während eines Familienurlaubs Golf spielen. Auf dem Golfplatz gab man mir als Spielpartner einen anderen Mann, der auch allein da war. Wir verstanden uns ganz gut, bis der Mann fragte: „Und, Bayless, was machst du beruflich?“ „Ich bin Pastor.“ Und er antwortete in etwa: „Ach, das tut mir aber leid. Das ist ja blöd!“ Ich sagte: „Ich finde, es ist ein guter Beruf.“ Er wollte mich ein bisschen beruhigen und sagte: „Weißt du, ich bin auch ein spiritueller Mensch. Ich glaube an alle möglichen Religionen und an verschiedene Philosophien. Ich suche mir einfach das Beste an dieser und das Beste an jener Religion heraus und das Beste an dieser Philosophie und das alles zusammen ist meine persönliche Religion.“ Das klang zwar sehr edel und friedfertig, aber es war ein fataler Irrtum. Die Bibel sagt in Sprüche 14:12: „Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber zuletzt sind es Wege des Todes.“ Ich erinnere mich an eine Geschichte über ein Ehepaar, das an einem sehr stürmischen Abend mit dem Auto nach Hause fuhr. Auf dem Heimweg mussten sie auf einer kurvigen Straße eine Brücke überqueren. Als sie auf die Brücke zukamen, stand plötzlich ein Mann mit einem etwas wilden Blick auf der Straße. Er hatte sein Hemd ausgezogen und winkte ihnen damit hektisch zu. Sie versuchten um ihn herumzufahren, aber er lief ihnen direkt vors Auto. Nun war es so, dass der Weg über die Brücke der einzige Weg für sie nach Hause war. Also setzte der Ehemann zurück und versuchte noch einmal, an dem Verrückten auf der Straße vorbeizufahren. Der rief ihnen die ganze Zeit etwas zu, aber sie konnten ihn nicht verstehen, weil sie wegen des Regens die Fenster geschlossen hatten. Der Mann auf der Straße winkte weiter wie wild mit seinem Hemd und ließ sie nicht vorbeifahren. Schließlich sagte der Autofahrer zu seiner Frau: „Ich steige jetzt aus und schaue, was der Typ will. Lass auf jeden Fall die Türen verschlossen!“ Also stieg er aus und fragte - mit gehörigem Sicherheitsabstand: „Was ist denn los, Mann?“ Da sagte der andere ganz atemlos: „Die Brücke ist eingestürzt!“ - „Was?“ - „Die Brücke ist eingestürzt!“ Der Fahrer ging noch 30 Meter weiter, und tatsächlich: Die Brücke war eingestürzt. Wären sie weitergefahren, wären sie über 100 Meter tief in den Fluss im Tal gestürzt und gestorben. Nun schickte der Fahrer seine Frau zurück, bis sie irgendwo wieder Mobilfunkempfang hatte und die notwendigen Stellen informieren konnte. Und die zwei Männer blieben an Ort und Stelle, winkten mit ihren Hemden und hielten alle Autos an, die dort entlang kamen. Liebe Freunde, alle anderen Wege führen ins Verderben. Ernster kann die Lage nicht sein: Die Ewigkeit ist die Ewigkeit und jeder Mensch wird die Ewigkeit irgendwo verbringen. Folgen Sie Jesus nach. Wir müssen anderen Menschen sagen, dass Er der Weg ist und sie vor allen anderen Wegen warnen. Gut. Lesen wir weiter in Matthäus 8:2. Matthäus 8:2 „Und siehe, ein Aussätziger kam heran und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen.“ Zweitens: Jesus anbeten. Er allein ist unserer Anbetung würdig, Er allein verdient unsere Anbetung. Das Bild für Anbetung, das hier verwendet wird, ist niederzuknien oder sich zu Boden zu werfen und Jesus zu verehren. Stellen Sie sich einmal diesen Aussätzigen vor. Im Text heißt es, dass dort eine große Menschenmenge war. Ganz bestimmt teilte sich die Menge, als der Mann kam und vor Jesus niederfiel. Niemand wollte in der Nähe eines Aussätzigen sein! Und er fing an, Jesus anzubeten. Ich habe einmal eine kleine Geschichte über Abraham Lincoln gelesen. Jeden Tag wartete eine Schlange von Menschen vor seiner Tür, die alle etwas von ihm wollten. Er sollte seine Macht und seinen Einfluss benutzen, um etwas an ihrer Situation zu ändern. Einmal kam aber eine Frau herein, die ihm Plätzchen brachte. Lincoln fragte: „Was kann ich für Sie tun?“ Sie sagte: „Nichts, Herr Präsident. Ich wollte Ihnen nur ein paar Plätzchen bringen.“ Und in der Geschichte hieß es, dass dem Präsidenten die Tränen kamen. Er sagte: „Gute Frau, jeden Tag kommen Hunderte von Menschen zu mir und alle wollen etwas. Sie sind die Erste, die etwas für mich tun wollte - ganz ohne Gegenleistung. Danke!“ Wissen Sie, früher hatte ich Tage, die ich „verlorene Montage“ nannte. Damals hielt ich jede Woche drei verschiedene Predigten: Mittwochabend, Sonntagmorgen und Sonntagabend und jedes Mal eine andere Predigt. Die ganze Woche lang bereitete ich diese drei Predigten vor. Und falls Sie es nicht wissen: Das ist viel! So ging das jahrelang. Meine Wochen waren mit Bibelstudium und Gebet gefüllt. Das war gut und ich machte es gern. Am Wochenende predigte ich mir die Seele aus dem Leib - nur danach fühlte ich mich wie ein ausgewrungener Lappen.Die ganze Woche hatte ich alle „weltlichen“ Wünsche unterdrückt und gebetet, aber montags tat ich dann, was ich wollte und worauf ich Lust hatte. Ich tat nichts, was besonders sündig gewesen wäre, aber ich tat auch nichts Geistliches. Montags las ich nicht in der Bibel. Montags betete ich nicht. Es war, als würde ich montags Gott nur im Vorbeigehen Hallo sagen, während ich zu etwas unterwegs war, das mir Spaß machte. Eines Tages wurde mir aber bewusst, dass meine Montage verlorene Zeit waren und ich beschloss, das zu ändern. Also ging ich über eine längere Zeit, über ein Jahr lang, jeden Montag in den El-Dorado-Park hier in der Nähe. Ich schlief aus und dann nahm ich mir meine Bibel und ging in den Park. Ich ging einfach zwei oder drei Stunden spazieren, setzte mich auf eine Picknickbank oder unter einen Baum und las in der Bibel und betete Gott an. Ich war einfach dort, um mit Gott zusammen zu sein. Ich betete nicht um etwas oder bereitete mich auf eine Predigt vor. Es war keine Arbeit. Ich war einfach nur mit Gott zusammen. Und es waren ganz herrliche Tage! Ich freute mich auf diese Montage, wenn ich einfach Zeit mit meinem Retter verbringen konnte. Und wissen Sie was? Ich glaube, das hat Gott gefallen. Ich möchte Sie ermutigen, ein „Anbeter“ zu sein. Beten Sie Gott an. Kommen wir nun zu Vers 3: Matthäus 8:3-4 „Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will. Sei gereinigt! Und sogleich wurde sein Aussatz gereinigt. Und Jesus spricht zu ihm: Siehe, sage es niemandem, sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und bring die Gabe dar, die Mose angeordnet hat, ihnen zum Zeugnis!“ Mein dritter Punkt ist: Jesus gehorchen. Ganz gleich, was er zu Ihnen sagt: Tun Sie es. In 1. Samuel 15:22 heißt es, Gehorsam ist besser als Opfer. Warum? Man kann durch ein Opfer nie wettmachen, was man durch Ungehorsam verliert. Vor vielen Jahren waren meine Familie und ich im Urlaub auf Hawaii. Wir wohnten in einem etwas in die Jahre gekommenen Ferienhaus und gleich dahinter war die Zentrale von Jugend mit einer Mission. An einem Tag beschlossen wir, uns die Zentrale einmal anzuschauen. Janet und ich kamen mit unseren kleinen Kindern im Schlepptau dort an und ich sagte zu einer Mitarbeiterin: „Ich würde mich gern hier auf dem Campus umschauen und mich genauer informieren.“ Denn von dort aus werden junge Missionare in die ganze Welt ausgesandt. Sie sagte: „Dann los! Ich zeige Ihnen den Campus.“ Also zeigte sie uns die Bibliothek und die Gemeinschaftsräume und so weiter und ich stellte ihr ein paar Fragen, zum Beispiel: „Wie haben Sie Jesus kennengelernt?“ Und die Frau erzählte mir ihre Geschichte. Sie war Sekretärin bei einer sehr großen und erfolgreichen Firma gewesen, Chefsekretärin oder etwas Ähnliches. Jedenfalls hatte sie eine sehr gut bezahlte und einflussreiche Stelle. Ihr Mann war Ingenieur und Wissenschaftler und hatte ebenfalls einen hochrangigen Posten. Aber beide gaben ihre Berufe auf und als wir sie kennenlernten, lebten sie bei jemandem in der Garage zur „Untermiete“. Ihre „Dusche“ war der Gartenschlauch auf der Wiese hinterm Haus. Warum? Weil sie zu der Zeit gerade bei JMEM in der Ausbildung waren, im Jüngerschaftstraining. Sie wollten als Missionare auf eine kleine Insel im Südpazifik gehen, ich weiß nicht mehr genau wo, irgendwo in der Nähe von Papua-Neuguinea. Dort wollten sie für den Rest ihres Lebens den Inselbewohnern die gute Nachricht von Jesus bringen. Ihr Mann arbeitete außerdem an einem wissenschaftlichen Projekt, um Kokosnüsse besser nutzbar zu machen, damit sie den Menschen dort helfen konnten. Ich dachte über ihre Lebensentscheidung nach, was beide für eine Karriere hinter sich gelassen hatten und dass ihr Badezimmer im Moment der Gartenschlauch hinterm Haus war. Sie wollten auf eine kleine Südseeinsel gehen und unter Bedingungen arbeiten, die manche als „Dritte Welt“ bezeichnen würden - Arbeit in einem Entwicklungsland. Ich fragte die Frau: „Sie haben wohl etwas für radikale Opfer übrig?“ Und ohne mit der Wimper zu zucken, antwortete sie: „Nein. Wir haben nur etwas für radikalen Gehorsam übrig.“ Das habe ich nie vergessen. Radikaler Gehorsam. Gehorchen Sie Jesus, auch wenn es nicht einfach ist. Stellen Sie sich vor, Sie wären gerade von Lepra geheilt worden. Jesus sagte: „Erzähl niemandem davon.“ Das ist nicht einfach. Und dann sagte Jesus: „Geh hin und zeig dich dem Priester.“ Nach dem alttestamentlichen Gesetz musste jemand, der von Aussatz geheilt worden war, zum Priester gehen. Der Priester stellte eine Diagnose und dann gab es eine Reinigungszeremonie, die schon ein Hinweis auf Jesus und Sein Sühneopfer war. Aber es war keine einfache Prozedur. Doch auch wenn Gehorsam nicht immer einfach ist, ist immer Segen damit verbunden. In Jesaja 1:19 heißt es: „Wenn ihr willig seid und hört, sollt ihr das Gute des Landes essen.“ Ich habe einen Freund in Australien. Vor Jahren hat er seine amerikanische Staatsbürgerschaft aufgegeben und zu mir gesagt: „Bayless, mich wird man einmal in Australien begraben. Gott hat mich hierher gerufen.“ Er ging also nach Australien und gründete dort eine Gemeinde. Es ist eine der großen missionarischen Gemeinden der Welt. Ich habe schon oft dort gepredigt. Dort habe ich auch Joel Holm kennengelernt. Wir waren beide Hauptreferenten bei einer Missionskonferenz in dieser australischen Gemeinde. Diese Gemeinde hat einen wunderbaren, riesigen Campus und einen Gottesdienstraum so groß wie ein Hörsaal. Es gibt auch eine Gesamtschule, alle möglichen Gebäude und reichlich Parkplätze. Außerdem liegt die Gemeinde in einer schönen Gegend. Aber sie hat auch eine interessante Geschichte. Die ersten Gottesdienste fanden in einer Bar statt. Wenn die Gemeinde kam, musste sie erst einmal sauber machen und immer roch es nach schalem Bier und Zigaretten. Aber sie sammelten Spenden, weil sie davon träumten, ein wenig Land zu kaufen und ein kleines Gemeindehaus darauf zu bauen. Also spendeten die Mitglieder, bis eine ordentliche Summe zusammengekommen war, genug, um das Land zu kaufen. Dann begannen sie, Immobilien zu besichtigen. Doch dann hatten der Pastor und die Gemeindeleitung den Eindruck, dass Gott ihnen aufträgt, die gesamte Summe für die Weltmission zu spenden. Sie legten die Frage der Gemeinde vor und die Gemeinde sagte einstimmig: „Also gut. Wir wollen Gott vertrauen und tun, was Gott am Herzen liegt.“ Und sie spendeten das gesamte Geld für die Weltmission. Wenige Tage später bekam mein Freund einen Anruf von einem anderen Pastor in der Gegend. „Kannst du mal rüberkommen? Ich würde gern etwas mit dir besprechen.“ Sie trafen sich und der andere Pastor sagte: „Ich bin alt und will in Rente gehen. Gott hat mir etwas ans Herz gelegt und ich habe auch schon mit der Gemeindeleitung gesprochen. Wir haben den Eindruck, dass wir euch unseren gesamten Campus schenken sollen.“ Also bekamen mein Freund und seine Gemeinde den ganzen riesigen Campus mit allem Drum und Dran. Erst hatten sie einen Baufonds, dann hatten sie keinen Baufonds und dann hatten sie einen riesigen Campus, der Millionen Dollar wert war. Gott segnet unseren Gehorsam. Natürlich kommt der Segen nicht immer so schnell und so spektakulär. Schön wär’s, aber wir wissen, dass es nicht so ist. Aber auch wenn es nicht so schnell und so spektakulär geht, wird Gott doch diejenigen, die willig und gehorsam sind, garantiert segnen. Deshalb also drittens: „Jesus gehorchen“. Lesen wir nun weiter, Matthäus 8 ab Vers 5: Matthäus 8:5-10 „Als er aber nach Kapernaum hineinkam, trat ein Hauptmann zu ihm, der ihn bat und sprach: Herr, mein Diener liegt zu Hause gelähmt und wird schrecklich gequält. Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. Der Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst; aber sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund werden. Denn auch ich bin ein Mensch unter Befehlsgewalt und habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin! und er geht; und zu einem anderen: Komm! und er kommt; und zu meinem Knecht: Tu dies! und er tut es.  Als aber Jesus es hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei keinem in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.“ Viertens: Jesus vertrauen. Der Hauptmann begeistert mich. Er sagte: „Herr, ich brauche nur dein Wort. Sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund.“ Glaube an Gott drückt sich durch Vertrauen auf Sein Wort aus. Wir sollen uns darauf verlassen, ohne andere Beweise zu fordern. „Herr, dein Wort allein.“ Daran zeigt sich unser Glaube. Einmal waren Janet und ich in Übersee. Ich war als Referent unterwegs, aber sie wollte vor mir zurück in die USA fliegen. So steckte ich alle Papiere, die sie brauchte - Bordkarte, Pass und so weiter - in ihre Bibel und steckte die Bibel in Janets riesige Handtasche. Bevor sie ins Taxi zum Flughafen stieg, sagte ich zu ihr: „Schatz, alles, was du brauchst - deine Bordkarten und alles andere - habe ich in deine Bibel gelegt und in die große Handtasche gesteckt.“ Sie sagte: „Okay“, gab mir einen Kuss und fuhr weg. Sie schaute nicht einmal nach. Als ich dann fünf oder sechs Tage nach ihr nach Hause kam, sagte ich: „Darf ich dich mal was fragen? Als ich sagte, dass deine Bordkarte und alles in deiner Bibel ist, die ich in deine große Handtasche gesteckt habe, hast du da nachgeschaut?“ Sie sagte: „Nein.“ Und ich fragte: „Wann hast du denn nachgeschaut?“ Sie sagte: „Als ich zum Check-in kam.“ Es kam ihr nicht einmal in den Sinn, mich nicht beim Wort zu nehmen. Sie sagte nicht: „Bayless, das glaube ich erst, wenn ich es sehe.“ Nein, sie nahm mich einfach beim Wort. Das bedeutet Glauben im Grunde - Gott beim Wort nehmen. Sprüche 3:9: „Ehre den Herrn mit deinem Besitz, mit den Erstlingen all deines Ertrages! Dann füllen deine Speicher sich mit Vorrat.“ Nehmen wir Gott beim Wort und handeln wir danach. In 1. Petrus 3:1 heißt es, ein ungläubiger Ehemann kann durch das Verhalten seiner Frau für Jesus gewonnen werden, ohne dass sie ihn anpredigt. Folgen Sie einfach diesem Rat. Oder Jakobus 5: „Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, ... und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.“ Nehmen wir einfach Gott beim Wort. Manche von Ihnen haben die Geschichte vielleicht schon einmal von mir gehört. Ich war noch nicht lange Christ und wohnte damals in einem kleinen Zimmer über einer Bar, in dem es nicht einmal Strom gab. Niemand hatte mir gesagt, dass ich in der Bibel lieber zuerst das Neue Testament lesen sollte, also fing ich bei 1. Mose an. 1. und 2. Mose waren gut, aber bei 3. Mose blieb ich stecken. Ich quälte mich also durch 3. Mose, aber irgendwann beschloss ich, einen Blick ins Neue Testament zu werfen. Wie sich herausstellte, war das sehr wichtig für mich. Ich hatte damals eine schlimme Hautkrankheit. Meine Haut sah schrecklich aus und manchmal hätte ich sie mir am liebsten vom Leib gezogen, so schlimm war der Juckreiz. Es war mir auch peinlich, wie meine Arme aussahen. Ich hatte Medikamente bekommen, aber sie halfen nicht. Es wurde einfach nicht besser. Dann landete ich in Jakobus 5, bei dem Vers, den ich eben zitiert habe: „Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten.“ Ich war begeistert! Aber dann dachte ich: „Was ist denn ein Ältester? Hat unsere Gemeinde Älteste?“ Ich war ja noch nicht lange Christ und hatte keine Ahnung, was ein Ältester ist. Ich ging zur nächsten Telefonzelle und rief bei jemandem an, der in unsere Gemeinde ging. Ich sagte: „Ich habe mal eine Frage. Was ist ein Ältester? Und hat unsere Gemeinde Älteste?“ „Ja, Bayless, unsere Gemeinde hat Älteste. Ein Ältester ist im Grunde ein reiferer Christ, der schon eine Weile Verantwortung trägt. Älteste sind in der Gemeinde anerkannt und haben eine gewisse Vollmacht.“ Ich sagte: „Toll! Wer ist bei uns ein Ältester?“ Und ich erklärte, dass ich Jakobus 5 gelesen hatte. Als ich den Namen hörte, den man mir nannte, wurde mir ganz anders, denn es war ein alter Bauer, vor dem ich Angst hatte. Ich hatte Angst vor ihm, weil er oft im Gottesdienst betete und dabei immer so seltsam zitterte und zuckte: „Jesus, danke, Herr. Wir danken Dir für den Heiligen Geist.“ Das war mir unheimlich! Ganz ehrlich: Ich ging in die Kirche, weil ich wusste, dass man als Christ in die Kirche gehen soll. Aber wenn ich ihn sah, setzte ich mich auf die andere Seite, so weit weg von ihm wie möglich. Er machte mir Angst! Und er war also Ältester! Also ging ich wieder zur Telefonzelle, suchte im Telefonbuch nach seiner Nummer und rief ihn an. Ich sagte: „Hallo, ich bin der junge Mann aus Ihrer Gemeinde, der mit den langen Haaren. Ich habe Jakobus 5 gelesen und ich habe eine Hautkrankheit. Ich wollte fragen, ob Sie zu Hause sind. Ich würde gern zu Ihnen kommen. Haben Sie Öl?“ Und er sagte: „Ja, komm her.“ Ich fuhr mit ein paar Freunden zu seinem Bauernhof. Ich klopfte an die Haustür und als er öffnete, stand er im Overall und mit einer Flasche Öl in der Hand da. Er sagte: „Danke, Jesus!“ Ehrlich - ich habe einfach nur die Augen geschlossen. Er hat mich nicht einmal hereingebeten. Ich schloss die Augen und hob die Hände und sagte: „Bitte.“ Und er salbte mich mit Öl und betete und ich wusste, dass er dabei zitterte und zuckte, aber ich schaute einfach nicht hin. Und wissen Sie, man muss dabei nichts fühlen; Gefühle sind kein Zeichen dafür, dass Gott wirkt. Aber ich fühlte etwas. Als er mich mit dem Öl salbte, war es, als ob eine Art Elektrizität durch meinen Körper floss, hinunter zu meinen Füßen und wieder hinauf und durch meine Arme aus meinem Körper heraus. Ein seltsames Gefühl. Dann war er fertig. Ich bedankte mich - und er bat mich immer noch nicht herein. Ich glaube, er mochte mich nicht. Aber binnen 24 Stunden verschwand die Hautkrankheit und nichts deutete mehr darauf hin, dass ich sie jemals hatte. Vertrauen Sie Jesus. Nehmen Sie Ihn beim Wort. Gott ist ehrlich - behandeln Sie Ihn so. Ich glaube, eine meiner größten Lebenslektionen war, dass man Gott beim Wort nehmen kann. Und für dieses Leben ist Sein Wort am meisten in der Bibel zu finden. Sie ist Gottes lebendiges Wort. Sie steckt voller Leben. Sie kann uns aufbauen und uns in die Gemeinschaft der von Gott geheiligten Menschen führen. Jesus hat gesagt, wenn wir die Wahrheit erkennen, wird sie uns freimachen. Gott gibt uns nur deshalb Verheißungen, weil Er die feste Absicht hat, sie zu erfüllen. Es spielt keine Rolle, was Sie im Moment für ein Problem haben. Vielleicht haben Sie ein geistliches Problem oder kämpfen mit einer Sünde. Vielleicht ist es ein körperliches oder materielles Problem. Was es auch ist: In Gottes Wort gibt es Verheißungen für Sie. Suchen Sie danach und denken Sie über diese Verheißungen nach. Ihr Glaube wird dabei ganz unbemerkt wachsen. - Bitte seien Sie auch beim nächsten Mal wieder dabei, wenn ich diese Predigt fortsetze. Gott segne Sie!  

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