Kann Jesus mir genügen? 1/2

Jesus ist Gottes Liebe in Aktion – Gottes personifizierte Liebe! Entdecke in dieser Predigt seine Liebe und erfahre, wie sich Gottes Liebe auf jeden Bereich deines Lebens auswirken kann. Egal, ob du krank, verwirrt, verloren oder traurig bist: Gott kümmert sich um dich. Du wirst alles, was du brauchst, bei ihm finden. Jesus ist genug!

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Diese Zeit des Jahres mag ich besonders. Es ist die Zeit der Auferstehung, es ist Ostern. Also wünsche ich Ihnen frohe Ostern und hoffe, dass Sie wirklich verstehen, welches Geschenk die Auferstehung von Jesus für uns ist! In unserer Sendung heute wollen wir Fragen beantworten, die viele Menschen haben, zum Beispiel: Was ist Gottes Wille? Wie kann ich Seinen Willen erfahren? In der Bibel steht, Jesus ist das Ebenbild des Vaters. Jesus sagte: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ Er ist Gottes Wille in Aktion. Also werden wir uns heute mit Jesus beschäftigen. Ich bin sicher, dass Sie etwas davon mitnehmen können.

Wir haben hier gerade das Lied „Jesus lebt“ gehört. Das wusste ich nicht immer. Niemand hatte es mir gesagt – oder ich hatte es nicht mitbekommen. Niemand hatte mir erklärt, wie ich zu Gott kommen kann. Und ich war geistlich hungrig, das wusste ich. Ich war auf der Suche nach Gott und auf Suche nach Antworten für mein Leben. Aber ich suchte an der falschen Stelle. Ich hatte im Kopf eine Liste von religiösen und spirituellen Disziplinen und probierte sie nacheinander aus. Da war alles dabei. Ich bin mitten im Schneesturm auf einen Berg zu einer Frau gefahren, die angeblich regelmäßig Kontakt zu Außerirdischen in fliegenden Untertassen hatte. Ich habe Yoga gemacht, ich habe Religionen der amerikanischen Ureinwohner ausprobiert und noch vieles mehr. Der christliche Glaube und Jesus standen auch irgendwo auf dieser mentalen Liste, aber ganz weit unten. Ich hatte keine Ahnung, dass Jesus lebt. Das hatte mir nie jemand gesagt. Und als Jesus mir an einem Abend in einer kleinen Missionsstation begegnete, war ich in mehrerlei Hinsicht völlig sprachlos. Erstens, weil Jesus mir plötzlich ganz real begegnete. Aber zweitens schon deswegen, weil Er lebte. Ich war geschockt. Und drittens, weil mir das nie jemand gesagt hatte. Sicher hatten doch einige meiner Schulkameraden gewusst, dass Jesus lebt. Sicher hatte ich doch an einigen Arbeitsstellen Kollegen gehabt, die wussten, dass Jesus lebt. Aber niemand hatte mir je davon erzählt. Also war ich völlig verblüfft. Nun folge ich Jesus seit über 37 Jahren nach und in der Zeit habe ich einige wichtige Dinge über Ihn gelernt.

Heute möchte ich sieben Dinge erklären, die ich über meinen Retter gelernt habe. Es sind Dinge, die meine Liebe zu Ihm wachsen lassen und die mir wirklich wichtig sind. Sind Sie bereit? Erstens, ich habe gelernt, dass Er das vollkommene Ebenbild des Vaters ist. Das war eine riesige Erkenntnis für mich. In Johannes 14:7-9 sagt Jesus:

Johannes 14:7-9
„Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen; und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns. Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater?“

Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. In Hebräer 1:3 heißt es, dass Jesus Gottes Herrlichkeit widerspiegelt und alles an Ihm das genaue Ebenbild Gottes ist. Jesus ist das exakte Ebenbild von Gottes Wesen und Charakter. Man könnte es so ausdrücken: Jesus ist der Wille Gottes in Aktion. Jesus ist das Wesen Gottes in Aktion. Jesus ist der Charakter Gottes in Aktion. Wer Jesus sieht, sieht den Vater.

Nun habe ich aber eine Frage an Sie: Lesen Sie irgendwo in der Bibel, dass Jesus je einen Menschen krank gemacht oder verletzt hat? Nein. Aber wir lesen in der Bibel, wie der Teufel alle diese Dinge tut. Wir lesen, wie Satan Menschen quälte, krank machte, beraubte und klein machte. Aber wir lesen auch, dass Jesus dem Teufel widerstand, Dämonen austrieb und die Macht des Teufels über Menschen brach. In 1. Johannes 3:8 heißt es: „Hierzu ist der Sohn Gottes offenbart worden, damit er die Werke des Teufels vernichte.“ Jesus hat wiederhergestellt, geheilt, befreit, aufgerichtet und viele Menschen gesegnet. Der heftigste Tadel und die erschreckendsten Warnungen von Jesus gingen an diejenigen, die Ihn beschuldigten, mit dem Teufel unter einer Decke zu stecken, mit ihm zusammenzuarbeiten und das Gleiche zu tun wie er. Das soll nicht heißen, dass Gott nicht aus einer schlechten Situation etwas Gutes machen kann. Gott kann alles. Er kann Schlechtes in Gutes verwandeln. Aber es geht zu weit, wenn man sagt: „Gott kann nicht nur aus etwas Schlechtem etwas Gutes machen, sondern Er hat das Schlechte und Böse in Gang gesetzt und geplant.“

Liebe Freunde, das ist ganz falsch. Wer den Vater sehen will, muss nur Jesus anschauen. Gott ist nicht eine Art Mafiaboss, der in seinem Büro sitzt, die Füße auf dem Schreibtisch und eine dicke Zigarre im Mund und den Teufel losschickt, um seine Drecksarbeit zu machen. Und alle sagen: „Dafür ist Gott verantwortlich. Er hat den Teufel benutzt.“ Nein. Jesus wies die Menschen zurecht, die Ihn mit dem Teufel in Verbindung brachten und meinten, Er sei mit ihm im Bunde und täte das Gleiche wie der Teufel. In Johannes 10:10 zog Jesus da eine sehr deutliche Grenze. Er sagte: „Der Dieb, der Teufel, kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit ihr Leben habt und es in Überfluss habt.“ Was raubt, tötet oder zerstört, kommt nicht von Jesus. Was Leben bringt, daran ist Jesus beteiligt. Schauen Sie sich an, wie Jesus mit den Sündern, den Ausgestoßenen, den Zerbrochenen umging und Sie werden Gottes Herz sehen, Gottes Wesen und Gottes Willen.

Als wir mitten in dem Rechtsstreit über unser Grundstück steckten, schrieben fast alle größeren Zeitungen der USA Artikel darüber. Unsere Geschichte erschien in allen möglichen regionalen und überregionalen Zeitungen im ganzen Land. Auch die großen Fernsehsender berichteten darüber. Sie kamen mit ihren Kameras hier in die Gemeinde und es war eine Riesensache. Aber einige Zeitungen stellten unsere Gemeinde in einem sehr schlechten Licht dar. Ich weiß noch, dass eine große Zeitung an der Ostküste einen Artikel brachte, in dem mein Charakter angegriffen wurde. Es gab Andeutungen und mehr als Andeutungen, dass ich im höchsten Maße unredlich sei. Mein Vater war darüber sehr aufgebracht – ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr. Er wusste nämlich (a), dass das alles nicht stimmte, und (b), er war derjenige, der mich erzogen hatte. Ich bin in vielerlei Hinsicht sein Abbild und er wusste, dass er seinen Sohn nicht so erzogen hatte. Und wissen Sie was? Wenn Menschen meinem Vater – meinem irdischen oder meinem himmlischen Vater – Dinge vorwerfen, die er nicht getan hat, dann nehme ich daran Anstoß. Es macht mich nicht glücklich. Ich weiß, wie der Vater im Himmel ist, wenn ich Jesus anschaue. Er ist das exakte Ebenbild des Vaters.

Das Zweite, was ich über Jesus lernte, war, dass Er Zeit für einzelne Menschen hat. Das ist gut zu wissen. Er ist nicht zu beschäftigt für den Einzelnen. Dabei denke ich an die Frau am Brunnen. Sie war am Ende. Nach fünf Ehen lebte sie jetzt mit einem Mann zusammen, mit dem sie nicht verheiratet war. Sie kam nachmittags ganz allein an den Brunnen. Das taten die Frauen nie, weil es nicht sicher genug war. Aber offenbar wollten die anderen Frauen nichts mit ihr zu tun haben. Vielleicht wollten sie ihre Männer schützen. Jedenfalls war diese Frau eine Ausgestoßene. Jesus kam an den Brunnen und Seine Jünger gingen, um Essen zu besorgen. Er war allein mit der Frau und Er kam ins Gespräch mit ihr. Das war aus zwei Gründen schockierend: Erstens unterhielt sich in dieser Kultur ein Mann nicht einfach mit einer Frau und zweitens stammte die Frau aus Samaria und Juden wollten mit Samaritern nichts zu tun haben. Samariter waren für sie Bürger zweiter Klasse. Das waren Juden, die sich mit den heidnischen Völkern des Landes vermischt hatten und die „echten“ Juden betrachteten sie als Mischlinge. Sie hatten nichts mit ihnen am Hut. Aber Jesus kam in diese Stadt in Samaria und begann ein Gespräch mit dieser Frau, die sich nach Gott sehnte. Und in diesem Gespräch mit Jesus brach es plötzlich aus der Frau heraus: „Ich weiß, wenn der Messias kommt, wird er uns alles sagen.“ Ich stelle mir vor, wie diese Frau abends allein durch die Stadt ging und dachte: „Was ist nur los mit mir? Ich habe mein ganzes Leben vermasselt.“ Niemand heiratet mit der Erwartung, dass die Ehe scheitert und doch hatten fünf ihrer Ehen mit einer Scheidung geendet. Sicher wusste sie genau, dass sie schuldig war. Und vielleicht dachte sie: „Gott, was ist nur los mit mir? Alles, was ich in die Hände nehme, zerbricht und jetzt quält mich mein Gewissen. Ich lebe mit einem Mann zusammen und weiß, das ist nicht richtig. Alle lehnen mich ab und an ihrer Stelle würde ich mich auch ablehnen.“ Vielleicht dachte sie auch daran, dass sie als kleines Mädchen in der Synagoge gehört hatte, dass der Messias einmal alle Antworten haben würde. Ganz sicher dachte sie daran, denn plötzlich platzte sie Jesus gegenüber damit heraus. Und Jesus sagte: „Das bin ich. Ich, der gerade mit dir redet.“ Er nahm sich viel Zeit für die Frau. Und als die Jünger schließlich mit dem Essen zurückkamen, sagten sie: „Jesus, hier, iss etwas.“ Er sagte: „Ich habe keinen Hunger. Ich habe Nahrung, von der ihr nichts wisst. Ich lebe davon, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat.“ Gott hatte Jesus zu dieser einen Frau in Samaria geschickt. Jesus musste durch Samaria reisen, heißt es am Anfang der Geschichte. Nicht nur, weil es der kürzeste Weg von Punkt A nach Punkt B war, sondern weil es dort ein hungriges Herz gab, das Hilfe brauchte. Jesus nahm einen Weg, den kein Jude genommen hätte, denn Juden machten einen großen Bogen um samaritische Städte. Aber Jesus nahm sich viel Zeit für diese Frau. Jesus hat Zeit für Einzelne.

Er nahm die kleinen Kinder in die Arme und segnete sie. Er war nicht zu beschäftigt, um sich Zeit für kleine Kinder zu nehmen.

Er nahm sich Zeit für den königlichen Beamten, dessen Sohn krank war.

Er nahm sich Zeit für Jaïrus und ging mit in sein Haus.

Er nahm sich Zeit für die Frau mit den Blutungen.

Er nahm sich Zeit für den Aussätzigen.

Er nahm sich Zeit für den Blinden.

Er nahm sich Zeit für den reichen jungen Mann.

Er verbrachte Zeit bei Maria, Martha und Lazarus.

Oder die Geschichte über den römischen Hauptmann, dessen Diener krank war. In der Bibel steht, er schickte die Ältesten der Juden, um Jesus zu fragen, ob er seinen Diener heilen könnte. In einem Kommentar habe ich dazu gelesen, dass Jesus zu dieser Zeit Seines Wirkens besonders beliebt war. Mehrere Tausend Menschen folgten Ihm. Der Kommentar gab dazu eine Schätzung an, aber ich kann mir fast nicht vorstellen, dass sie stimmt, denn dort war die Rede von fünfzig- bis hunderttausend Menschen, die Jesus folgten. Vielleicht waren es aber auch so viele. Jedenfalls war diese Zeit chronologisch betrachtet der Höhepunkt Seiner Beliebtheit. Seine Gefolgschaft war zu dieser Zeit am größten. Dann erklärte der Kommentar, wo die römischen Hauptleute lebten und wo Jesus sich befand und das war wohl eine Entfernung von über dreißig Kilometern. Dieser römische Hauptmann schickte also die Ältesten der Juden und sie kamen zu Jesus und sagten: „Dieser römische Hauptmann hat einen Diener, der krank ist. Kannst du kommen und ihn heilen?“ Nun ist Er über dreißig Kilometer weit weg! Das ist eine ganze Tagesreise, wenn man einen guten Esel hat. Und Tausende Menschen folgen Jesus. Sicher dachten die Jünger: „Er wird auf keinen Fall mitgehen.“ Aber Jesus sagte: „Ich komme.“ Und Er ging die dreißig Kilometer Umweg, um diesem Hauptmann und seinem Diener zu helfen.

Kurz nachdem ich Christ geworden war, fuhr ich jeden Nachmittag in die Berge. Ich fuhr so weit, wie die Schotterpiste führte und dann stieg ich ungefähr 150, 200 Meter die Feuerschneise hinauf in den Wald. Meistens nahm ich einen großen Apfel mit. – Und mitten auf einer Lichtung befand sich ein riesiger Felsbrocken, vielleicht dreimal drei Meter breit und zwei Meter hoch. Auf den kletterte ich hinauf, setzte mich mit meinem Apfel hin und traf mich dort jeden Nachmittag mit Jesus. Und Jesus kam. Manchmal weinte ich, manchmal lachte ich, manchmal betete ich Ihn einfach an. Meistens hatte ich unglaublich viele Fragen und Jesus hatte immer Zeit. Und wenn Sie Zeit mit Jesus verbringen wollen, hat Er immer Zeit für Sie. Jesus ist wunderbar!

Das Dritte, was ich über Jesus lernte, war: Er liebt es, wenn man Ihm glaubt, aber Er mag es nicht, wenn man an Ihm zweifelt. Oft wies Jesus die jüdischen Religionsführer ab, weil sie nicht glaubten, was Mose über Ihn gesagt hatte und weil sie Ihm auch angesichts der vielen Wunder nicht glaubten. Er sagte: „Ich habe all diese Dinge getan und trotzdem glaubt ihr nicht.“ Nach der Auferstehung wies Er Seine eigenen Jünger zurecht, weil sie nicht glaubten und harte Herzen hatten.

Bitte schlagen Sie einmal mit mir Lukas 7 auf. Lukasevangelium, Kapitel 7. Das ist die Geschichte, von der ich eben sprach, über den römischen Hauptmann, der die Ältesten der Juden zu Jesus schickte. Wir lesen ab Vers 6 in Lukas 7:

Lukas 7:6-
„Jesus aber ging mit ihnen. Als er aber schon nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Herr, bemühe dich nicht! Denn ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst. Darum habe ich mich selbst auch nicht für würdig gehalten, zu dir zu kommen, sondern sprich ein Wort und mein Diener wird gesund werden. Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Befehlsgewalt steht, und ich habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin! und er geht; und zu einem anderen: Komm! und er kommt; und zu meinem Sklaven: Tu dies!, und er tut es. Als aber Jesus dies hörte, wunderte er sich über ihn; und er wandte sich zu der Volksmenge, die ihm folgte, und sprach: Ich sage euch, selbst nicht in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.“

Jesus war begeistert! Er wunderte sich über diesen Mann. Nur an zwei Stellen lesen wir in der Bibel, dass Jesus sich wunderte: einmal über Glauben und das andere Mal über den Unglauben der Menschen. In Markus 6 glaubten die Menschen in Seiner eigenen Heimatstadt Jesus nicht und in der Bibel steht, Er wunderte sich darüber. Bei mir muss sich Jesus hoffentlich nicht über meinen Zweifel wundern, sondern lieber über meinen Glauben. Also stellen Sie sich das einmal vor: Da ist eine riesige Menschenmenge. Alle Ältesten der Juden, alle Jünger von Jesus, all die anderen Menschen – und Jesus ist so erstaunt über den Glauben dieses Mannes, dass Er sich umdreht und zu allen sagt: „In ganz Israel habe ich so etwas noch nicht erlebt. Nicht einmal bei meinen eigenen Jüngern. Sie alle sind Israeliten, aber keiner der Zwölf hat Glauben wie dieser Mann!“ Jesus ist begeistert. Der Hauptmann sagt: „Jesus, sprich einfach nur ein Wort. Einen anderen Beweis brauche ich nicht. Ich muss nicht einmal sehen, dass sich am Zustand meines Dieners etwas ändert. Ich muss nichts fühlen. Ich brauche auch keine Vision oder irgendeine Bestätigung. Sag einfach nur ein Wort. Mehr brauche ich nicht.“ Darüber staunte Jesus und das ist auch heute noch so.

Viele Menschen sind wie Thomas und sagen: „Ich glaube es, wenn ich es sehe.“ Und Jesus sagte: „Thomas, selig sind, die nichts sehen und doch glauben.“ Jesus liebt es, beim Wort genommen zu werden.

Janet und ich waren einmal auf einer Reise in Übersee. Sie musste einige Tage früher zurück, also besorgte ich ihr ein Ticket und organisierte alles. Dann steckte ich ihr Ticket, ihren Pass und alles in ihre Bibel und die Bibel in ihre Handtasche. Sie hatte eine riesige Handtasche. Und ich sagte: „Schatz, bis später.“ Ich rief ein Taxi und erklärte: „Ticket, Pass und alles andere steckt in deiner Handtasche in deiner Bibel.“ Sie sagte: „Okay“, gab mir einen Kuss, stieg ins Taxi und fuhr zum Flughafen. Sie sagte nicht: „Da muss ich erst mal nachschauen“ oder: „Das glaube ich erst, wenn ich es sehe, Bayless. Woher weiß ich, dass das Ticket wirklich in meiner Tasche ist? Ich steige auf keinen Fall in das Flugzeug, ohne… Was ist, wenn ich am Flughafen stehe und das Ticket ist nicht da?“ Sie vertraute meinen Worten genug, um danach zu handeln. Beim Glauben an Gottes Wort ist es nicht anders. Man sollte die Sache nicht zu sehr vergeistlichen. Gott wird gern beim Wort genommen: „Jesus, Du hast das gesagt. Ich bin dabei. Ich werde dementsprechend handeln.“

Ich habe die Geschichte schon oft erzählt: Als Harrison noch klein war, blieb er einmal beim Klettern im Baum im Garten stecken. Ich hörte ihn schreien, rannte ums Haus herum und dachte, er wäre ganz oben im Baum. Doch in Wirklichkeit hing er nur zehn oder fünfzehn Zentimeter über dem Boden. Aber er hing mit dem Gesicht zum Baum und schrie: „Hilfe!“ Als ich ihn sah, musste ich lachen. Harrison heulte: „Dad, das ist nicht lustig! Hilf mir oder ich falle runter! Ich kann mich nicht mehr festhalten.“ Ich sagte: „Okay, Harrison. Ich helfe dir. Lass los.“
„Neeeiiiin!“
„Harrison, lass los!“
„Dad, bitte!“
Ich sagte: „Harrison, vertraust du mir?“
„Ja.“
„Okay. Dann lass los.“
„Neeeiiiiin!!!!!“
„Harrison, vertraust du mir?
„Ja.“
„Dann mach einfach, was ich sage. Lass los.“
„Dad, bitte!“
Ich sagte: „Harrison, vertrau mir. Lass los.“
Er ließ los und fiel ganze zehn Zentimeter. Ich wollte nur, dass er meinen Worten glaubt. Und mehr will Jesus auch nicht. Und wissen Sie was? Jesus wünscht sich von uns einen Glauben „für jetzt“. Jemand hat einmal gesagt: „Wenn es nicht jetzt ist, ist es kein Glaube.“ Da ist etwas Wahres dran.

Schauen Sie noch kurz mit mir in Johannes 11. Ich erkläre gleich, was ich damit meine. Jesus liebt es, wenn man Ihm glaubt und zwar „jetzt gleich“. – Das ist die Geschichte, als Lazarus starb. Jesus hatte sich noch einige Tage in Bethabara aufgehalten und als Er kommt, liegt Lazarus schon einige Tage im Grab. Ab Vers 20

Lukas 7:20-25
„Marta nun, als sie hörte, dass Jesus komme, ging ihm entgegen. Maria aber saß im Haus. Da sprach Marta zu Jesus: Herr, wenn du hier gewesen wärest, so wäre mein Bruder nicht gestorben; und jetzt weiß ich, dass, was du von Gott bitten magst, Gott dir geben wird. Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta spricht zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag. Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist.“

Marta ist wie viele Menschen in der Kirche heutzutage. Sie hatte Glauben für gestern und für morgen, aber nicht für das Jetzt. „Herr, wenn du hier gewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben.“ Sie hatte Glauben für gestern. Jesus sagte: „Dein Bruder wird leben.“ „Ja, ich weiß, bei der Auferstehung…“ Sie hatte Glauben für morgen, aber nicht für den Augenblick. So viele Menschen sagen: „Wenn du nur diesen Gottesdienst miterlebt hättest. Schade, dass du ihn verpasst hast.“ Oder: „Wenn wir nur die große Heilungserweckung in den Vierzigern und Fünfzigern miterlebt hätten. Wenn wir nur dabei gewesen wären, als Gott so handelte!“ Sie haben Glauben für die Vergangenheit. Und: „Ich weiß, eines Tages wird Gott es wieder tun.“ Sie haben Glauben für die Zukunft. Jesus freut sich, wenn wir Glauben für das Jetzt haben. Er sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Es ist leicht zu glauben, dass das damals so war oder in der Zukunft so sein wird. Aber echter Glaube sagt: „Herr, ich glaube jetzt.“ Darüber freut sich Jesus.

Wir haben heute nicht alles geschafft. Wenn Sie den Rest erfahren wollen, müssen Sie beim nächsten Mal wieder einschalten. Wenn man einmal anfängt, über Jesus zu reden, kann man einfach nicht aufhören. Johannes sagte: „Alle Bücher der Welt könnten nicht fassen, was Jesus getan hat.“ Er ist der wunderbare Retter, der wunderbare Arzt. Er ist der Befreier und unser Erlöser. Und wir werden noch mehr über Jesus sprechen, den Jesus, der es liebt, wenn wir Ihn beim Wort nehmen und Ihm vertrauen. Wissen Sie, ich habe lange nach der Wahrheit gesucht, aber immer an der falschen Stelle. Und niemand hatte mir je von Jesus Christus erzählt. Ich wusste nicht, dass Er lebt. Ich wusste nicht, dass Er von den Toten auferstanden war. Und eines Tages kam in einem Park ein zwölfjähriger Junge zu mir und fragte mich, ob ich wüsste, wer Jesus ist. Und er redete über Jesus, so als wäre er noch am Leben. Durch diese Begegnung mit diesem Jungen landete ich in einer Missionsstation voller Obdachloser und Junkies und ich war der Schlimmste von ihnen. Aber dort vertraute ich Jesus mein Leben an. Das war vor sieben- oder achtunddreißig Jahren und seitdem hat mein Leben sich völlig verändert. Es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Ja, Ihren! Es ist kein Zufall, dass Sie mich heute hier sehen. Gott liebt Sie. Gott kennt Sie. Er weiß, welche inneren Kämpfe Sie durchmachen. Er will Ihnen helfen. Ich möchte Sie ermutigen, Ihr Herz für diesen Jesus zu öffnen. Für diesen Jesus, der der Weg zum Vater ist. Er sagt selbst: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Es geht nicht um Rituale oder Zeremonien. Es geht um eine lebendige Beziehung zu Gott. Und Er wird Sie nicht zurückweisen, wenn Sie zu Ihm kommen. Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Wäre nicht heute ein guter Tag dafür?

 

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