Ist der Sabbat als Ruhetag noch relevant? 1/2

Was ist der Sabbat und ist er als Ruhetag noch relevant? Wann und wie sollte ein Christ den Sabbat einhalten? Bayless Conley beantwortet anhand der Bibel diese wichtigen Fragen über den Sabbat, Gottes heiligen Tag der Ruhe.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Hi, ich bin Bayless Conley. Sie sind gerade am absolut richtigen Ort. Wir haben eine Frage. In einem der Zehn Gebote hat Gott uns aufgetragen, an den Sabbattag zu denken und ihn zu heiligen. Die Frage lautet: Müssen auch wir Christen unter dem neuen Bund, im Neuen Testament, den Sabbat einhalten? Brechen wir eines der Zehn Gebote, wenn wir es nicht tun? Wir werden heute über den Sabbattag sprechen. Das wird sehr interessant für Sie werden.

 

Mittwochabends haben wir gerade eine Serie unter der Überschrift: „Weil Sie gefragt haben.“ Einige der Fragen drehten sich um das Thema: „Muss ein Christ den Sabbat einhalten? Was ist der Sabbat?“ Deshalb werde ich über den Sabbat sprechen und die Frage, ob ein Christ den Sabbat einhalten muss. Natürlich ist das eines der Zehn Gebote. Tatsächlich ist es das vierte Gebot. Lassen Sie uns 2.Mose, Kapitel 20 lesen.

 

2.Mose 20:

„Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den Herrn, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt. Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.“

 

Natürlich ist das ein Hinweis auf die Schöpfungsgeschichte in 1. Mose. Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Das Wort Sabbat bedeutet wörtlich: Pause, Ruhe, die Arbeit einstellen oder niederlegen. Das Wort heilig bedeutet: Zieh dich zurück für Gott. Und er sagte: „Denke an den Sabbattag und widme ihn Gott.“ Fassen Sie den Entschluss, an einem von sieben Tagen die Arbeit niederzulegen und einfach Gott zu genießen, ihn anzubeten und über seine Werke und Worte nachzudenken. Ein Tag muss für körperliche Erholung und geistliches Training ausgesondert werden. Der Sabbat diente zwei Zwecken. Erstens: Er gewährte den Menschen einen Tag körperlicher Ruhe, was ihrer Gesundheit förderlich war. Beachten Sie, dass dieses Recht für den niedrigsten Diener wie auch für die Reichen galt. Es galt für alle.

 

Zweitens: Der Tag musste Gott gewidmet werden. Ein Tag für Ruhe und Besinnung, an dem sie nicht arbeiteten, sondern Gott anbeteten. Dieses Gebot wurde von den Juden sehr, sehr streng befolgt, doch damit gingen sie weit darüber hinaus, was Gott je beabsichtigt hatte. Der Sabbat verwandelte sich buchstäblich in ein gesetzliches Labyrinth menschlicher Interpretationen und Pflichten, das nichts mit wahrem geistlichem Nutzen oder geistlicher Realität zu tun hatte. Tatsächlich wurde das so schlimm, dass Gott im ersten Kapitel von Jesaja sagte: „Ich hasse euren Sabbat“, weil er sah, was sie daraus gemacht hatten. Die jüdischen Schriftgelehrten fügten diesem Gebot so viele Definitionen und Vorschriften hinzu, dass der eigentliche Zweck verändert wurde. Sie sagten beispielsweise, dass es am Sabbat verboten sei zu arbeiten. Da stellt sich die Frage: Was ist Arbeit? So teilten sie die Arbeit in 39 verschiedene Gruppen ein, von denen jede noch unendlich weiter untergliedert werden konnte. Eine davon lautete, dass es verboten war, eine Last zu tragen, doch da kam die Frage auf: „Darf ein Mann oder eine Frau ihr Kind hochheben?“ – „Nun, ein Kind ist keine Last.“ Aber was ist, wenn das Kind einen Stein in der Hand hält? Denn auch wenn das Kind keine Last ist, ist doch der Stein eine Last.“ Man durfte am Sabbat weder Kranke heilen noch Verletzten helfen. Man konnte Maßnahmen ergreifen, damit es ihnen nicht noch schlechter ging, aber man durfte nichts tun, um sie zu heilen oder ihr Befinden zu verbessern. Die Schriftgelehrten arbeiteten all diese Vorschriften minutiös aus und die Pharisäer zwangen alle, sie zu befolgen. Kein Wunder, dass Gott sagte: „Ich hasse euren Sabbat.“ Als Jesus auf der Bildfläche erschien, schilderte er den Menschen das wahre Wesen des Sabbats aus Gottes Sicht.

 

Markus 2,23ff:

„Und es geschah, dass er am Sabbat durch die Saaten ging; und seine Jünger fingen an, im Gehen die Ähren abzupflücken. Und die Pharisäer sagten zu ihm: Sieh, was tun sie am Sabbat, das nicht erlaubt ist? Und er spricht zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er Mangel hatte und als ihn und die, die bei ihm waren, hungerte? Wie er in das Haus Gottes ging zur Zeit Abjatars, des Hohenpriesters, und die Schaubrote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch denen gab, die bei ihm waren? Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen; somit ist der Sohn des Menschen Herr auch des Sabbats.“

 

Der Sabbat wurde für den Menschen, er wurde für uns geschaffen, damit wir uns ausruhen können und erfrischt werden. Der Mensch wurde nicht erschaffen, um dem Sabbat zu dienen. Wir wurden erschaffen, um Gott zu dienen, und der Sabbat sollte uns dienen und uns als ein Geschenk von unserem liebevollen himmlischen Vater eine Wohltat sein.

 

Matthäus 12,10ff:

„Und siehe, da war ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen?, damit sie ihn anklagen könnten. Er aber sprach zu ihnen: Welcher Mensch wird unter euch sein, der ein Schaf hat und, wenn dieses am Sabbat in eine Grube fällt, es nicht ergreift und herauszieht? Wie viel wertvoller ist nun ein Mensch als ein Schaf! Also ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun. Dann spricht er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und sie wurde wiederhergestellt, gesund wie die andere. Die Pharisäer aber gingen hinaus und hielten Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten. Als aber Jesus es erkannte, ging er von dort weg; und es folgten ihm große Volksmengen, und er heilte sie alle.“

 

Das heißt also, er heilte sie am Sabbat. Der Sabbat wurde um des Menschen willen erschaffen, und es ist richtig, am Sabbat Gutes zu tun. Es ist interessant, dass dieses vierte Gebot, dass wir den Sabbat heiligen sollen, das einzige der Zehn Gebote ist, das nicht in das Neue Testament überführt und aufgenommen wurde. Das erste Gebot wird im Neuen Testament nicht weniger als 50 Mal wiederholt; das zweite Gebot nicht weniger als 12 Mal, das dritte Gebot viermal. Das fünfte Gebot sechsmal, das sechste Gebot wird sechsmal bekräftigt, das siebte Gebot ein Dutzend Mal, das achte Gebot sechsmal. Das neunte Gebot wird viermal wiederholt und das zehnte Gebot neunmal. Aber das vierte Gebot wird von Jesus oder den Jüngern nicht ein einziges Mal gelehrt oder bekräftigt.

 

Kolosser 2,16-17:

„Niemand soll euch also Vorhaltungen machen wegen dem, was ihr esst oder trinkt oder was ihr an den Festen, am Neumondstag oder am Sabbat tut.  Das ist doch alles nur ein Abbild und ein Schatten der Dinge, die Gott angekündigt hatte und die in Christus Wirklichkeit geworden sind.”

 

Der Sabbat wird in Christus erfüllt. Im Galaterbrief, insbesondere im vierten Kapitel, sehen wir, dass Paulus die Christen, die versuchten, bei Gott Gunst zu finden, indem sie bestimmte Tage einhielten, streng tadelte. Nicht indem wir bestimmte Tage einhalten, sondern indem wir an Jesus glauben, verschaffen wir uns Gunst bei Gott.

 

Römer 14,5-6:

„Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt! Wer den Tag beachtet, beachtet ihn dem Herrn. Und wer isst, isst dem Herrn, denn er sagt Gott Dank; und wer nicht isst, isst dem Herrn nicht und sagt Gott Dank.“

 

Wählen Sie Ihren Tag. Jeder Tag ist heilig, wenn wir gerettet sind. Hören Sie mir jetzt gut zu. Obwohl wir nicht den jüdischen Sabbat einhalten, sollten wir uns dennoch einen Tag Zeit nehmen, um uns auszuruhen und Gott anzubeten. Für Christen sind die Sabbatregeln tot, aber die Prinzipien des Sabbats bestehen nach wie vor. Sie sehen Gottes Vorbild in 1. Mose, das in 2. Mose, Kapitel 20 aufgegriffen wird: Er ruhte am siebten Tag. Das war lange vor dem Gesetz. Und wenn Gott über dieses Thema spricht, verweist er uns auf den Ursprung. Gott ist allmächtig. Er ruhte nicht, weil er müde war. Gott brauchte keine Ruhepause. Er tat es, um der Menschheit für alle Zeit ein Vorbild zu geben. Das Prinzip eines Ruhetags in der Woche geht dem Gesetz und auch dem jüdischen Volk voraus. Es wurde von Gott ins Leben gerufen und wir wären klug, es zu befolgen. Weil wir nach seinem Bild erschaffen wurden, ist dieser Arbeitsrhythmus gefolgt von Muße eine der grundlegendsten Prägungen unseres Lebens. Das zu ignorieren bringt Schwierigkeiten.

 

2.Mose 23,12:

„Sechs Tage sollst du deine Arbeiten verrichten. Aber am siebten Tag sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhen und der Sohn deiner Magd und der Fremde Atem schöpfen.“

 

Sehen Sie, der Sabbat wurde für den Menschen erschaffen. Es geht darum, sich zu erholen und neue Kraft zu tanken. Wir sollen uns von der vergangenen Woche erholen und neue Kraft für die Woche tanken, die vor uns liegt. Unsere Gesundheit leidet ohne diesen einen Ruhetag.

 

Erst vor ein paar Tagen habe ich einen sehr umfassenden Artikel von einem der Top-Ärzte der USA gelesen. Er berief sich auf Studien der Medizinwissenschaft, die belegen, dass der Körper nach sechs Tagen Arbeit einen ganzen Tag braucht, um sich zu erholen. Nachdem sie Millionen für die Forschung ausgegeben haben, fanden sie heraus, dass die Produktivität eines Menschen in seinem Job abnimmt, wenn er sich nicht mindestens an einem von sieben Tagen ausruht. Sie hätten sich Millionen von Forschungsgeldern sparen können, wenn sie einfach die Bibel gelesen hätten. Gott ist so viel weiser als wir. Er hat unseren Körper erschaffen, und er weiß, was dieser braucht, um Höchstleistungen zu bringen. Der Sabbat ist Gottes Geschenk an uns. In diesem Gebot weist er uns an, eine Pause zu machen; uns auf grünen Auen niederzulegen. Zeit ist das kostbarste Gut, das wir haben. Im Gegensatz zum Geld kann die Zeit, wenn sie vergangen ist, nicht zurückgewonnen oder ersetzt werden. Tatsächlich sind unsere Versuche, uns mehr Zeit zu schaffen, oft kontraproduktiv.

 

Ich habe einen Freund, den ich schon einige Jahre nicht mehr gesehen habe. Er wohnte lange in unserer Nähe und wir verbrachten recht viel Zeit zusammen. Er war einer der Topleute in seinem Fachgebiet, ein wirklich kluger Mann. Er hatte eine reizende Frau und reizende Kinder; er liebte Jesus und tat sein Bestes, um voranzukommen und für seine Familie zu sorgen, wie es die meisten von uns tun. Wir denken an die Zukunft. Er arbeitete in verschiedenen Firmen, aber in der letzten, in der er beschäftigt war, boten sie ihm eine sehr hohe, leitende Position an, die mit einer Gehaltserhöhung von 10 Prozent verbunden war. Seine Familie konnte das Geld gut gebrauchen, und so nahm er die Stelle glücklich an. Allerdings lag seine Arbeitszeit jetzt zwischen 50 und 70 Stunden pro Woche. Ich spreche oft mit ihm darüber. Er war jeden Tag 10, 11, manchmal auch 12 Stunden im Büro und brachte dann noch Arbeit für weitere drei Stunden mit nach Hause. Er war stundenlang am Telefon und am Computer, aber er sagte: „Bayless, ich denke nur an meine Familie. Ich arbeite gerade sehr hart, aber es werden andere Zeiten kommen. Ich tue das, damit ich Zeit für meine Familie habe. Ich tue es für meine Frau und meine Kinder.“ Er hatte die richtige Herzenshaltung, aber nach einem Jahr arbeitete er immer noch sehr hart. Seine Gesundheit begann zu leiden. Auch nach zwei Jahren arbeitete er noch 70 Stunden die Woche und brachte Arbeit mit nach Hause, was schließlich sein Familienleben beeinträchtigte. Drei, vier, fünf, sechs Jahre vergingen und sie verlangten immer noch mehr. Ich glaube, er wurde noch mehrmals befördert, aber im Wesentlichen bedeutete das nur mehr Arbeit.

 

Freunde, wie auch die Statistiken und Erfahrungen beweisen: Wenn wir härter arbeiten und mehr verdienen, haben wir weniger Energie und Zeit, das Geld, das wir verdienen, zu genießen. 60 Prozent der erfolgreichen Berufstätigen sagen, dass sie unter chronischem Stress und Depressionen leiden. 48 Prozent der amerikanischen Topmanager beschreiben ihr Leben als leer und bedeutungslos. Durch die Technik sollte unser Leben einfacher werden, sodass uns mehr Zeit bleibt, und so haben wir Handys, Computer und alle möglichen anderen Geräte. Doch anstatt unsere Arbeit zu reduzieren, haben sie zum Gegenteil geführt: noch mehr Arbeit. Sie ermöglichen es uns, unsere Arbeit überall, wo wir hingehen, mitzunehmen und ohne Pause zu arbeiten. Und das ist nicht gesund. Jetzt haben wir unsere Arbeit immer bei uns. Wir führen Telefonkonferenzen auf dem Weg zur Arbeit, wir führen Telefonkonferenzen auf dem Weg von der Arbeit nach Hause und auch während des Urlaubs. Die Arbeit ist immer dabei. Manche Menschen sind so in der hektischen Gangart dieser Zeit gefangen, dass sie nicht mehr wissen, wie man sich ausruht.

 

Ich habe einen Freund, der genauso hart arbeitet wie alle anderen, die ich kenne. Meine Frau und ich machten einen kurzen Urlaub, aber ich hatte noch zusätzlich fünf oder sechs Tage frei. Ich wollte wegfahren und einiges an Schreibarbeit und Ähnliches erledigen, aber ich sorgte mich um meinen Freund und sagte: „Schatz, wenn es für dich in Ordnung ist, würde ich ihn gerne mitnehmen.“ Sie sagte: „Okay, tu das.“ Also rief ich ihn an und sagte: „Hey, ich mache einen Kurzurlaub und möchte, dass du mitkommst.“ Er sagte: „Okay.“ Wir verbrachten sechs Tage zusammen. Wir hatten ein Zweibettzimmer in einem hübschen, alten Haus und es war sehr ruhig dort. Nach 15 Minuten sagte er: „Okay, was steht auf dem Plan? Was machen wir heute? Wie sieht das Programm für heute aus? Was machen wir? Was ist der Plan?“ Er war voller nervöser Energie. Ich sagte: „Gib mir deine Uhr.“ Er sagte: „Was?“ Ich sagte: „Gib mir deine Uhr. Nimm sie ab.“ Er nahm sie ab und ich öffnete eine Schublade, warf sie hinein und sagte: „Du darfst sie sechs Tage lang nicht anfassen.“ Ich sagte: „Wir essen, wenn wir hungrig sind. Wir schlafen, wenn wir müde sind. Wir stehen auf, wenn wir ausgeruht sind. Wenn wir etwas tun wollen, tun wir es; wenn nicht, dann nicht.“ Mann, die ersten zwei Tage war er so nervös. Es war furchtbar, in seiner Nähe zu sein. Er wusste einfach nichts mit sich anzufangen. „Was tun wir? Kann ich meine Uhr haben?“ – „Nein, deine Uhr bleibt in der Schublade.“ Etwa am dritten Tag kam er in die Spur und passte sich an das Programm an. Als wir am letzten Tag nach Hause fuhren, sagte er: „Bayless, danke. Du hast mir beigebracht, wie man sich ausruht.“ Er sagte: „Ich wusste nicht mehr, wie das geht. Ich wusste nicht mehr, was es bedeutet, eine Pause einzulegen. Ich habe immer meine Arbeit dabei.“ Manche Menschen haben nicht gelernt, sich auszuruhen.

 

Wenn Ihr Körper jetzt zu Ihnen reden könnte, was würde er sagen? „Schalte einen Gang runter, mach eine Pause.“ Wenn wir uns weiterhin weigern, mit Gottes Gesetzen für den richtigen Umgang mit unserem Körper zu sorgen, gehen wir zunehmend das Risiko von Störungen ein. Die Maschinerie wird kaputtgehen. Wussten Sie, dass Gott unter dem Alten Bund sogar eine Sabbatruhe für das Land festlegte? Er gebot sie. Jedes siebte Jahr. Er sagte, sechs Jahre in Folge sollt ihr säen und ernten. Im siebten Jahr, sagte Gott, sollt ihr nicht säen und ernten. Ihr könnt die Früchte essen, die noch da sind, aber geht nicht hinaus und erntet, wie ihr es normalerweise tut. In jedem siebten Jahr bekommt das Land eine Sabbatruhe. Sie können die Geschichte lesen, sie steht an mehreren Stellen in der Bibel. Das Volk Israel missachtete, was Gott sagte, sie wussten es besser als Gott. Und was passierte? Sie wurden von dem Feind als Gefangene nach Babylon gebracht und Gott sagte, sie mussten dort bleiben, bis das Land seine Sabbatruhe bekommen hatte. Und das waren 70 Jahre. Das entsprach der Sabbatruhe, die das Land nicht gehabt hatte. Freunde, das ist ein Bild. Gott sagt uns etwas. Wenn wir Gottes Prinzipien missachten, laufen wir Gefahr in die Hände des Feindes zu gelangen und wegen einer ruinierten Gesundheit eine Zwangspause einlegen zu müssen.

 

Denken Sie einmal darüber nach. Gott selbst ruhte am siebten Tag. Arbeitssucht kann schwerwiegende Folgen haben. Ihre toxischen Früchte sind Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Depressionen und mehr. In Japan gibt es ein Wort dafür: karoshi, Tod durch Überarbeitung. Das ist die Ursache für 10 Prozent der Todesfälle von Männern in Japan. Dort gibt es sogar karoshi-Hotlines, wo die Menschen anrufen können. Es geht nicht nur darum anzuerkennen, dass Gottes Weisheit größer ist als unsere Weisheit. Es geht nicht nur darum, dass wir uns dieser Tatsache fügen, indem wir sein Sabbat-Prinzip befolgen. Es ist auch – und das ist sehr wichtig – eine Sache des Glaubens. Vertrauen wir ihm? Glauben wir, dass er uns angemessen versorgt, ohne dass wir zu viel arbeiten? Glaube ich das?

 

2.Mose 34,21:

„Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tag sollst du ruhen; auch in der Zeit des Pflügens und in der Ernte sollst du ruhen.“

 

Gott sagte: „Hey, auch wenn es heißt: Alle Mann an Deck.“ Gut, die Trauben sind reif, die Früchte sind reif und wir denken, wir müssten sie einbringen. Während der Ernte ruhen? Du nimmst mich wohl auf den Arm. Nein, wir arbeiten sieben Tage in der Woche und wir arbeiten auch nachts.“ Gott sagte: „Nein, tut ihr nicht.“ Nicht einmal während der Ernte. Wir alle haben diese Ernte; Dinge, die wir jetzt tun müssen. Wir müssen das Eisen schmieden, solange es heiß ist. Vertrauen wir Gott?

 

Gott ist unendlich. Er ist allmächtig. Und doch nahm Gott sich eine Sabbatruhe. Er brauchte keine Ruhepause, aber er nahm sich eine. Und zu glauben, dass wir keine Pause, keine Auszeit brauchen, dass wir keine neue Energie sammeln und uns erholen müssen, ist einfach verrückt. Schalten Sie auch zur nächsten Sendung wieder ein. Wir sind noch nicht fertig mit diesem Thema. Es gibt Menschen – und vielleicht gehören Sie dazu – die völlig erschöpft sind; die mit ihren Kräften Raubbau betrieben haben. Das Einzige, was wir in unserem Leben unbegrenzt geben können, ist Freundlichkeit. Aber manche von Ihnen sind völlig ausgebrannt, sie sind körperlich erschöpft und emotional verkümmert und brauchen geistliche Hilfe. Darüber sprechen wir in unserer nächsten Sendung. Schalten Sie wieder ein.

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