Biblische Prinzipien

Gott, der überreich beschenkt 2/2

Gott will so viel mehr für dich tun, als du dir je vorstellen kannst. In seiner Predigt Gott, der überreich beschenkt spricht Bayless Conley davon, dass wir Gott in unserem Leben an die erste Stelle setzen müssen, um seinen grenzenlosen Segen, seine Gunst und seinen Frieden zu erfahren. Gott kann Türen für dich öffnen, die niemand sonst öffnen kann, und er hat eine wunderbare, unvergleichliche Zukunft für dich. Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier....

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Predigtmanuskript

Wenn Sie sich gerade in einer schwierigen Situation befinden oder gern hätten, dass sich etwas ändert oder sich einfach sonst etwas Persönliches wünschen – dann stellen Sie sich doch einen Moment lang vor, wie die Sache am besten ausgehen könnte oder sollte. Und nun will ich Sie etwas fragen: Denken Sie, dass Gott mehr tun kann, als was Sie sich vorgestellt haben? Denken Sie, dass Gott die Sache besser machen oder Ihre Probleme besser lösen kann, als Sie sich je erträumen könnten? Darum soll es heute in der Predigt gehen. Sie werden bestimmt etwas für sich mitnehmen können. Verpassen Sie es nicht!

Ich habe einen kleinen Freund, der mich jedes Mal besuchen kommt, ein kleiner Vogel. Gestern saß ich wieder draußen in der Sonne und las in der Bibel und mein kleiner Freund kam. Er kommt einfach und setzt sich neben mich. Und so lange ich dort sitze, bleibt er auch. Ich rede immer ein bisschen mit ihm und er sagt nie etwas, aber jedes Mal wenn ich in den Vorgarten komme, kommt der kleine Vogel auch. Ich weiß nicht, wo er herkommt oder wo er hingeht, aber so lange ich bleibe, bleibt er auch. Und er sitzt immer direkt neben mir. Er besucht mich schon ein ganzes Jahr lang. Und wissen Sie was? Ich füttere ihn nicht, aber er ist trotzdem wohlgenährt und glücklich. Meine Azaleen stehen in voller Blüte, es ist herrlich. Und ich bin für Gott noch wertvoller als der kleine graue Vogel mit dem schwarzen Kopf. Ich bin für Gott wertvoller als die schönsten Azaleen im Garten. Er beschenkt mich überreich, weil er mich liebt.
Jesus spricht hier darüber, wie der Vater uns mit dem versorgt, was wir brauchen und gibt uns zwei wichtige Prinzipien mit. Das erste ist, dass wir die richtigen Prioritäten brauchen. In Vers 32 heißt es: „Nach diesem allen trachten die Nationen.“ Mit anderen Worten, das ist ihre Priorität und sie mühen sich darum ab. Doch Gott weiß, dass wir das alles brauchen. Er sagt: „Trachtet zuerst nach meinem Reich, und all das wird euch dazu geschenkt.“ Zuerst das Reich Gottes. Geistliches vor Materiellem. Ich weiß, manchen Menschen ist das zu einfach und sie wollen es lieber als kindische Idee abtun. Aber wir sollten nie unterschätzen, was passieren kann, wenn wir Gott gehorchen. Die richtigen Prioritäten können der Schlüssel zu großem Segen sein.

Meine Frau und ich sind heute mit ihrem Auto hierhergekommen. Sie hat ein neues Auto, weil bei ihrem alten der Leasingvertrag ausgelaufen ist. Ich fahre einen alten Chevy Pick-up und ich bin glücklich damit. Er ist so alt, dass er noch einen Kassettenspieler hat. Man kann kein Smartphone anschließen. Aber der Wagen läuft gut. Er gefällt mir. Ich bin glücklich damit.
Meine Frau hat ein neues Auto und viele von Ihnen auch. Ihr Auto hat nicht einmal ein Zündschloss, sondern einen elektronischen Schlüssel, den man einfach mit in den Wagen nehmen muss. Ich wollte also den Wagen fahren. Man nimmt den Schlüssel mit, drückt einen Knopf und die Zündung geht an. Ich drückte auf den Knopf und nichts geschah. Dann fiel es mir wieder ein: Ich muss auf die Bremse treten und den Zündknopf drücken. Man muss die Reihenfolge einhalten. Schlüssel im Wagen, Bremse treten, Zündknopf drücken. Wenn man sich nicht daran hält, startet der Motor nicht.
Und wenn wir wollen, dass der „Motor“ von Gottes Versorgung und Segen in unserem Leben läuft, müssen wir auch die Reihenfolge einhalten. „Trachtet zuerst nach Gottes Reich.“

Ich werde mal für einen Moment den Pastor spielen, okay? Sie sind nur eine kurze Zeit auf dieser Erde. Ich werde demnächst 60 und im Herzen fühle ich mich noch wie ungefähr 18, aber ich habe schon zwei Enkelkinder. Keine Ahnung, wann das passiert ist – es ist einfach passiert. Und ich denke manchmal, mit dem nächsten Augenzwinkern stehe ich schon vor Jesus Christus und muss Rechenschaft für mein Leben ablegen. Dieses irdische Leben, so wichtig es auch ist, ist nur ein kurzes Aufblitzen auf dem Radarschirm und dann kommt die ewige Ewigkeit. Was auch immer „Gottes Reich an die erste Stelle setzen“ in Ihrem Leben bedeutet, es ist wichtig, dass Sie es tun. Und Jesus hat versprochen, dass der Vater Ihnen noch viel mehr gibt, wenn Sie es tun. Aber es ist wichtig, dass Sie es tun.

Das ist das erste Prinzip, das Jesus hier aufzeigt. Als Zweites sagt er: „Seid nicht besorgt.“ In Vers 25 sagt er: „Seid nicht besorgt“, in Vers 31 sagt er: „Seid nicht besorgt“, in Vers 34 sagt er: „Seid nicht besorgt. Seid nicht besorgt um morgen. Der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug.“

Ich habe das folgende Bild schon öfter verwendet, aber denken Sie noch einmal darüber nach. In unserem alten Haus hatten wir eine Klimaanlage, in der es mehrere Sicherungen gab. Bei Stromschwankungen flog die Sicherung raus und das passierte ständig. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie oft ich in der Anlage die Sicherungen auswechseln musste. Sie bekam einfach zu viel Strom ab und brannte durch.
So ähnlich ist es mit unserem Herzen. Es ist, als hätte Gott eine 24-Stunden-Sicherung dort eingebaut. Er gibt uns genug Gnade und Kraft, um mit den Problemen und Schwierigkeiten von heute fertigzuwerden. Wenn wir anfangen, uns auch noch um morgen zu sorgen, legen wir eine 48-Stunden-Last auf eine 24-Stunden-Sicherung. Manche Menschen sorgen sich nicht nur um morgen, sondern um nächste Woche und in drei Monaten und in einem Jahr. Sie belasten die Sicherung so sehr, dass sie irgendwann durchbrennen wird. Das zeigt sich dann in gesundheitlichen Problemen, in Aggressivität, in Eheproblemen. Wir haben genug Gnade, um mit dem fertigzuwerden, was heute passiert. Morgen ist noch nicht da. Also sagt Jesus: „Seid nicht besorgt.“ In Psalm 55,23 heißt es: „Wirf auf den Herrn deine Last.“ Mir gefällt, wie „The Message“ diesen Vers überträgt: „Ladet eure Sorgen auf Gottes Schultern. Er wird eure Last tragen. Er wird euch helfen.“

Ich kannte einmal ein Ehepaar, ich glaube, ich habe noch nicht von ihnen erzählt. Dieses Paar hatte eine Gewohnheit. Jedes Mal wenn sie ein Problem oder eine Schwierigkeit hatten, setzten sie sich an den Küchentisch und schrieben das Problem auf einen kleinen Schreibblock. Dann rissen sie das Blatt vom Block ab, legten es hin, legten ihre Hände darauf und beteten für das Problem. Sie legten es in Gottes Hände, sie vertrauten es Gott an.
Danach falteten sie das Blatt Papier. An die Küchentür hatten sie eine Papiertüte geklebt, so weit oben, dass sie eine Fußbank brauchten, um heranzukommen. Auf der Tüte hatten sie mit schwarzer Schrift „Gott“ geschrieben. Wenn sie für das Problem gebetet hatten, steckten sie das Blatt in „Gottes“ Tüte. Das hieß: „Gott hat es; wir haben es nicht mehr.“ Sie hatten auch miteinander ausgemacht: „Wenn einer von uns wieder anfängt, sich Sorgen zu machen, muss er hochsteigen und das Blatt aus der Tüte holen. Denn wenn man sich Sorgen macht, hat man selbst das Problem und Gott nicht.“ Seien Sie nicht besorgt. Gott ist der Gott, der überreich beschenkt.

Einmal kam eines unserer Kinder zu mir – es war noch klein, ungefähr zwei, zweieinhalb Jahre alt. Es sagte „Papa, kaputt!“ und hielt mir sein Spielzeug hin. Wahrscheinlich hatte es das Ding an einen Stuhl geschlagen oder so. „Papa, ganz machen.“ Ich schaute es mir an und es war leicht zu reparieren, also sagte ich: „Okay.“ Ich überlegte einen Moment, wie ich am besten vorgehe und das Kind wurde ungeduldig. Es nahm mir das Spielzeug wieder weg und sagte: „Nein! Ich machen.“ Das Kind konnte es noch nicht selbst, aber ich sagte: „Okay, dann los.“ Ich glaube, so ähnlich machen wir es oft mit Gott. Wir vertrauen ihm Dinge an, aber wir werden ungeduldig. „Nein, ich machen!“ Freunde, wenn wir Gott etwas anvertrauen, müssen wir es bei ihm lassen. Er hat mehr Möglichkeiten und wir sind ihm wichtig, wertvoller als Vögel und Blumen und um die kümmert er sich doch auch.

Okay, lesen wir weiter. Matthäus 7,7:
„Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden! Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden. Oder welcher Mensch ist unter euch, der, wenn sein Sohn ihn um ein Brot bittet, ihm einen Stein geben wird? Und wenn er um einen Fisch bittet, wird er ihm eine Schlange geben? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie …“
Und wie heißen die nächsten beiden Wörter?
„… wie viel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten!“

Wie viel mehr! Im Jakobusbrief heißt es: „Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet.“

Harrison war fünf Jahre alt. Eines Tages sagte er zu Janet und mir: „Ich möchte nach Disneyland.“ Wir sagten: „Disneyland können wir uns gerade nicht leisten. Wenn du dorthin möchtest, musst du beten und Gott um Eintrittskarten bitten.“ Das war ein Mittwoch. Harrison betete und ich weiß es noch genau. Wir waren in seinem Zimmer mit den Doppelstockbetten und er bat Jesus um Eintrittskarten für Disneyland. Ein paar Stunden später gingen wir in die Gemeinde. Harrison kam mit uns in den Saal und in der ersten Reihe saß Fabiola Rivas. Vielleicht ist sie sogar heute hier. Das ist nun 25 Jahre her. Sie sagte: „Harrison, komm mal her.“ Er rannte zu ihr und setzte sich neben sie. Sie sagte: „Ich hab was für dich“, machte die Handtasche auf und holte Eintrittskarten für Disneyland heraus. Sie sagte: „Hier.“ Harrison kam zurück zu uns und sagte: „Wir fahren nach Disneyland.“ Und ich dachte: „Das ging aber schnell.“
Acht Monate später – wirklich wahr! – sagte er: „Ich möchte noch mal nach Disneyland.“ Wir sagten: „Du weißt ja, was du zu tun hast.“ Er betete um Eintrittskarten, wir kamen in die Gemeinde und eine ganz andere Person – ich weiß nicht mehr, wer es war – sagte: „Harrison, komm mal her. Ich hab was für dich.“ Er ging hin und die Person zog Karten für Disneyland aus der Tasche und drückte sie ihm in die Hand. Und mit seinen kleinen Patschhänden kam er zurück und verkündete: „Wir fahren nach Disneyland.“ Und ich dachte: Harrison, ich wünsche mir ein Fischerboot. Kannst du bitte für mich beten?
Aber Fakt ist, unser Vater liebt uns. Er ist gut und er sagt: „Wer bittet, der empfängt.“ Seien wir nicht so kompliziert. Nehmen wir ihn beim Wort. „Klopft an, und es wird euch aufgetan; sucht, und ihr werdet finden.“

Meine Frau und ich lieben unsere Kinder. Das war schon immer so. Und ich habe oft den Satz gehört: „Warte mal, bis du Großvater wirst.“ Dann dachte ich oft: „Ja, klar. Aber zeigt mir bitte keine Bilder von euren Enkelkindern.“ Ich habe es einfach nicht verstanden. Aber dann bekam ich Enkelkinder und jetzt verstehe ich es. Ich weiß zwar nicht warum, aber irgendwie legt die Liebe den Turbogang ein, wenn man Enkel hat. Ich liebe sie so sehr, dass es manchmal wehtut. Manchmal träume ich sogar von ihnen. Und wissen Sie was? Das ist nur eine schwache Version davon, wie sehr mein Vater im Himmel mich liebt. „Wie viel mehr wird er denen Gutes geben, die ihn bitten.“ Mein Verstehen und meine Fähigkeiten sind begrenzt. Sie sind nichts im Vergleich zu Gott. Aber ich weiß trotzdem, wie ich meinen Kindern und Enkeln Gutes tun kann. Wie viel mehr?
Bitte schlagen Sie jetzt in der Bibel den Römerbrief auf, Kapitel 5. In Römer 5 ab Vers 6 heißt es:
„Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. Denn kaum wird jemand für einen Gerechten sterben; denn für den Gütigen möchte vielleicht jemand auch zu sterben wagen. Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn vom Zorn gerettet werden. Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden.“

Gott liebte uns schon, als wir noch seine Feinde waren – wie viel mehr jetzt, da wir seine Söhne und Töchter sind? Liebe Freunde, wir müssen den Zorn Gottes nicht fürchten. Als Jesus Christus am Kreuz von Golgatha starb, ergoss sich Gottes Zorn auf ihn an unserer Stelle. Wie viel mehr werden wir jetzt vor seinem Zorn gerettet, da wir durch das Blut von Jesus gerechtfertigt sind? Gott schickte uns die Erlösung, als wir seine Feinde waren und jetzt gehören wir zu seiner Familie. Aber er hat uns nicht nur vor, sondern zu etwas gerettet. Gleiches Kapitel, weiter ab Vers 15:

„Mit der Übertretung ist es aber nicht so wie mit der Gnadengabe. Denn wenn durch des einen Übertretung …“
Damit ist Adam gemeint.
„… die vielen gestorben sind, so ist viel mehr die Gnade Gottes und die Gabe in der Gnade des einen Menschen Jesus Christus gegen die vielen überreich geworden.“
Vers 17:
„Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.“
Vers 20:
„Das Gesetz aber kam daneben hinzu, damit die Übertretung zunehme. Wo aber die Sünde zugenommen hat, ist die Gnade überreich geworden.“

Die Bibel sagt, wenn der Tod durch die Sünde geherrscht hat, wie viel mehr werden wir durch die Gnade Gottes im Leben herrschen. Das Wort „herrschen“ in Vers 17 bedeutet buchstäblich „als Könige regieren“. So wird es auch in mehreren Bibelübersetzungen wiedergegeben. Es bedeutet, mit Vollmacht regieren. Die Gnade ist stärker als die Sünde. Das Leben ist stärker als der Tod. Es war nicht Gottes Plan, dass das Leben uns niederdrückt und in den Schwitzkasten nimmt. Sein Plan ist, dass wir durch den Glauben an ihn ein erfülltes, gesegnetes und siegreiches Leben führen, dass wir in der von ihm übertragenen Vollmacht herrschen.

Ich habe mich vor Kurzem mit einer Frau aus dieser Gemeinde unterhalten. Sie ist schon lange in der Cottonwood-Gemeinde und litt viele Jahre an klinischen Depressionen. Die Ärzte hatten alles für sie getan, was sie konnten. Sie hatten liebevoll versucht, ihr zu helfen, aber am Ende konnten sie nichts weiter tun als ihr Medikamente zu geben. Sie konnte nicht einmal mehr richtig Ehefrau, Freundin oder Mutter sein, so schlimm war es. Die tiefe, düstere Depression und das mentale Ungleichgewicht hatten ihr Jahre ihres Lebens geraubt.
Doch sie begann die Bibel zu lesen, wenn sie konnte. Es war nicht immer leicht. Aber sie hielt sich an Gottes Wort fest und alles hat sich verändert. Sie braucht heute keine Medikamente mehr, schon seit Jahren nicht. Wenn man mit ihr spricht, gibt sie einem die Hand und schaut einem in die Augen und sie strahlt Gnade und Frieden aus. Jesus hat ihre Ketten zerbrochen und ihr ein Zepter in die Hand gegeben und gesagt: „Du kannst mit der Vollmacht regieren, die ich dir übertragen habe.“ Das ist Gottes Plan für uns.

Erinnern Sie sich an die Geschichte, wie Jesus verhaftet wurde? Sie wird in Lukas 22 erzählt. Dort sagte er zu den Tempelwachen und zu den obersten Priestern: „Dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis. Diese kurze Zeit gehört euch und den Mächten der Finsternis.“ Und Jesus unterwarf sich dem. Warum? Um für uns zu siegen. So steht es in der Bibel, in Kolosser 1,13: „Er hat uns gerettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe.“ Jesus beugte sich dem Willen des Vaters und litt in dieser Zeit, die der Macht der Finsternis gehörte, damit wir ein für alle Mal von dieser Macht erlöst und frei werden konnten. Er hat uns zu einem Leben mit Gottes „viel mehr“ befreit.
Die Bibel sagt, die Sünde soll nicht über uns herrschen dürfen. Jesus sagte: „Ihr werdet in meinem Namen Dämonen austreiben. Mir ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben. Deswegen geht hin in meinem Namen.“ Jesus hat sich den Mächten der Finsternis gestellt. Er musste sich ihnen nicht unterwerfen. Er hätte Legionen von Engeln rufen können, die ihn gerettet hätten. Doch er tat es und litt für uns, um uns für immer von den Mächten der Finsternis zu erretten. Und wir können durch die Gnade von Jesus Christus regieren. Ich muss nicht mit dem Gefühl leben, dass Gott wütend auf mich ist, und ich muss nicht in Angst vor dem Teufel leben.

Manche von Ihnen kennen die Geschichte. Ich wollte sie eigentlich nicht erzählen, aber es ergibt sich gerade gut. Als ich zum Glauben kam, war ich schwer drogenabhängig. Außerdem hatte ich Erfahrungen mit Okkultismus gemacht – keine gute Kombination. Ich hatte viele bewusstseinserweiternde Drogen genommen, starke Beruhigungsmittel, alles was ich in die Finger bekam. Außerdem war ich Alkoholiker. Ich war jahrelang in einer schlimmen Verfassung. Noch dazu hatte ich Kontakt zu Menschen, die in okkulte Praktiken verwickelt waren und so kam ich mit der Geisterwelt in Berührung und merkte, dass sie real ist. Als ich damals zum Glauben an Jesus Christus fand, musste mich niemand erst davon überzeugen, dass die Mächte der Finsternis real waren. Ich wusste es.
Auch nach meiner Bekehrung, obwohl Jesus mich gerettet hatte, lebte ich in Angst. Ich ging regelmäßig in den Gottesdienst und weinte dort die ganze Zeit, weil ich wusste, dass Jesus mich gerettet hatte, aber ich war von Angst geplagt. Aufgrund einiger Erfahrungen, die ich gemacht hatte, hatte ich Angst vor bösen Geistern. Von den meisten dieser Erfahrungen habe ich nie öffentlich erzählt und von manchen nicht einmal im privaten Rahmen. Aber die Angst folgte mir überallhin wie ein kläffender Hund. Wenn ich früh aufwachte, war Angst das Erste, was ich fühlte und das Letzte, wenn ich abends zu Bett ging.
Aber wissen Sie was? Eine Sache habe ich richtig gemacht. Ich ging auf einen Flohmarkt, kaufte mir eine alte Bibel mit Ledereinband für 25 Cent und fing an darin zu lesen. Ich hatte in meiner Wohnung nicht einmal Strom, also zündete ich eine Kerze an und las bis zwei oder drei Uhr morgens in dieser alten Bibel. Ich las und las und las, Nacht für Nacht, Woche für Woche, Monat für Monat. Vielleicht drei Monate, nachdem ich mein Leben Jesus Christus anvertraut hatte – ich weiß nicht einmal, wann genau es passierte –, aber eines Tages merkte ich, dass ich keine Angst mehr hatte. Kein bisschen Angst mehr. Und von dem Tag an bis heute hatte ich nie wieder einen Moment lang Angst vor dem Teufel.

„Umso mehr werden diejenigen, die den Überfluss der Gnade empfangen, durch Jesus Christus im Leben herrschen.“ Ja, Tod und Sünde und die Mächte der Finsternis herrschen, aber nicht mehr über Gottes Kinder. Wir dienen dem auferstandenen Christus, dem Sieger. Und er lädt uns zu einer lebendigen Beziehung mit dem Gott ein, der überreich beschenkt.
Lassen Sie uns beten. Gott will nichts weiter als Ehrlichkeit. Ich spreche Ihnen die Worte vor und Sie können einfach still mitbeten.

Jesus, danke, dass du mich so sehr liebst, dass du für mich ans Kreuz gegangen und an meiner Stelle gestorben bist. Du wurdest für meine Sünden bestraft, damit ich Gottes Zorn nicht fürchten muss. Ich setze mein Vertrauen auf dich, Jesus. Ich gebe dir mein ganzes Leben. Von jetzt an will ich dir nachfolgen. Bitte reinige mich von meiner Schuld und bring mich in eine Beziehung zu Gott. Ich bete in deinem Namen. Amen.

Ich hoffe, Sie haben dem Gebet eben zugehört. Ich hoffe sogar, dass Sie es mitgebetet haben. Ich weiß, ich sage das sehr oft, aber es ist einfach wahr. Und so tief und weit und hoch, wie wir kommen können, so sehr liebt uns Gott. Wir liegen ihm am Herzen. Wenn ich zu Ihnen nach Hause kommen könnte – das ist natürlich nicht möglich, auch wenn ich es gern täte –, aber wenn ich zu Ihnen nach Hause kommen und mich zu Ihnen setzen und eine Tasse Tee mit Ihnen trinken könnte, dann würde ich Ihnen das Gleiche sagen. Ich würde mich zu Ihnen auf den Boden oder an den Tisch setzen, vielleicht ein Stück Kuchen essen und Ihnen genau das Gleiche sagen.
Sie sind von Gott geliebt. Er liebt Sie von ganzem Herzen und will Ihnen helfen. Ich kann nicht zu Ihnen nach Hause kommen, aber das ist das Nächstbeste, was ich Ihnen geben kann. Es ist meine Art, mich zu Ihnen auf den Boden oder Ihnen gegenüber an den Tisch zu setzen, eine Tasse Tee mit Ihnen zu trinken und über Gott zu reden. Er ist nicht distanziert, weit weg und gleichgültig. Er weiß alles über Ihr Leben und er will Ihnen helfen. Geben Sie nicht auf. Setzen Sie Ihr Vertrauen auf Gott. Sie werden nicht enttäuscht sein. Sein Sohn Jesus starb am Kreuz für Sie und wurde von den Toten auferweckt. Öffnen Sie Ihr Herz für ihn. – Und schalten Sie auch beim nächsten Mal wieder ein, wenn wir über Gottes Wort nachdenken. Bis dann! Gott segne Sie.

Kommentare (3)

3 Kommentare

  • Gabrielle Raas sagt:

    Hallo,
    ich bin so dankbar fuer diese Erklaerungen der Bibel! Doch stolpere ich immer wieder ueber dasselbe Problem: Ich glaube und weiss Gott kann alles, er ist gut und will mein Bestes….aber ich bin damit aufgewachsen, dass man mir sagte „Jaaa, Gott kann — aber er will nicht immer. Und das zweite: „Gott nimmt dir immer das weg das du dir am meisten wuenschst oder das du am meisten liebst“. Dazu kommt noch: „ich kriege das sowieso nicht – nur die andern. Ich mache den Ruecken krumm, ducke mich auf den Boden und warte bis alles vorbei ist“. —- bittet so wird euch gegeben…erlebe ich schluckweise. Koennen Sie mir helfen? Was soll ich machen?

  • Emina sagt:

    Ihre Sendung ist ein Segen. Gott segne sie. Und danke dass sie Menschen ermuntern und sie Gottes Wort lehren.
    Ihrer Predigt ist jedes Mal eine Wohltat für meine Seele.

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